Neil Armstrong (1930 – 2012)
Rest in peace, Neil Armstrong, und ad astra!
Yves Guillemot erläutert nun, dass man unbedingt auf free-to-play als primäres Geschäftsmodell umstellen möchte und als Hauptgrund dafür nennt er, »dass 93 – 95 % der Spieler ohnehin nur Raubkopien nutzen«.
Steile Ansage, insbesondere, da er die Zahlen einfach mal so in den Raum wirft und vorsichtshalber nicht mit Fakten unterlegt – wo sollten die auch herkommen? Glaubt der ernsthaft, dass man ihm diese frei erfundenen Zahlen einfach so abkauft, nur weil er der überaus wichtige und einflussreiche Obermurkel von Ubisoft ist? Wie kommen die Zahlen zustande? Ist das ein weltweiter Mittelwert, bei dem Milliarden Chinesen in einen Topf mit ein paar Millionen Europäern geworfen werden? Oder sind ihm die Zahlen etwa einfach nur nach dem hastigen Genuß einer Flasche Pastis eingefallen und er war der Ansicht, damit ohne Widerspruch an die Öffentlichkeit gehen zu können?
Eins sollte Herr Guillemot mal ganz deutlich sehen: nur die zahlenden und ehrlichen Kunden haben ein Problem mit seinem geliebten DRM, die müssen nämlich mit den überzogenen »Sicherheitsmaßnahmen leben. Wenn ich »aus Sicherheitsgründen« jedesmal nach dem Bezahlen des Eintritts in einen Vergnügungspark eine Rektaluntersuchung über mich ergehen lassen müsste, bevor ich rein darf, dann würde ich da eben nicht mehr hingehen. Fertig. Es gibt noch eine Menge anderer Vergnügungsparks, da sind zudem Eintritt und Bockwürste billiger. Und ganz ähnlich dürften es nicht wenige bisherige Ubisoft-Kunden sehen.
Sieht man sich die Verkaufszahlen von Spielen wie besipeilsweise WITCHER 2 an – immerhin vier Millionen Exemplare in kürzester Zeit – dann könnte man zudem auf die Idee verfallen, dass zudem etliche Ubisoft-Spiele einfach nicht attraktiv genug sind, wenn sie sich nicht verkaufen. Aber lieber mal pauschal alles auf die bösen, bösen, Raubkopierer schieben, das ist einfacher als sich mit Defiziten des eigenen Unternehmens bei der Software oder der Kundenfreundlichkeit auseinander zu setzen.
Eine Umstellung auf free-to-play wird Ubisoft nicht helfen, denn auch für Premium-Inhalte zahlt der Kunde nur, wenn er a) sich dafür nicht zuerst nackt ausziehen muss, um Zugang zum Spiel zu bekommen (also nicht persönliche Angaben bis hin zur Religion des Hamsters machen muss), es b) keine Rektalscans (Schnüffelsoftware) geben wird und c) das Spiel auch attraktiv genug ist, damit der Wunsch entsteht, im Cashshop etwas zu erwerben. Es gibt inzwischen mehr als genug gute f2p-Spiele in direkter Konkurrenz zu den von Ubisoft geplanten, aber man darf annehmen, dass wieder die Kunden schuld sind, wenn die der Franzosen dann wieder keiner spielen möchte …
Grund des Rants: Interview auf gamesindustry.biz
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Bild: Competition Pro von Kshade, aus der Wikipedia, CC BY-SA, Jolly Roger von Calico Jack Rackham, Public Domain
SyFy und Trion Worlds haben einen ersten Trailer zu ihrem gemeinsamen Kind DEFIANCE veröffentlicht, passenderweise im Fernsehen.
Wer hier regelmäßig mitliest, der weiß, worum es geht: ein crossmediales Projekt, bei dem eine Fernsehserie und ein MMO sich gegenseitig beeinflussen. Auf der GamesCom hatte ich die Gelegenheit einen Blick auf eine PvP-Pre-Alpha zu werfen und für eine derart frühe Vorversion sah das bereits verteufelt gut aus.

Wie der Publisher Warner Bros Interactive soeben mitteilt, wird die nächste Erweiterung für das MMO nach dem wahrscheinlich bekanntesten Fantasyroman nicht wie angekündigt Anfang September erscheinen, sondern auf Mitte Oktober verschoben werden. So kurz vor dem geplanten Termin ist das natürlich eine eher überraschende Entwicklung.
Entwickler und Betreiber Turbine Inc. räumt technische Probleme ein und erläutert, dass sich während der Betaphase gezeigt habe, dass erst noch diverse Fehler ausgebügelt werden müssen. Man darf davon ausgehen, dass Turbine sich hier gegen Warner durchgesetzt haben dürfte, denn üblicherweise drängen Publisher auf eine Veröffentlichung.
Ausführende Produzentin Kate Paiz sagte auf der offiziellen Webseite:
Wir hatten eine sehr erfolgreiche Beta-Testphase mit einer solch großen Gruppe von aktiven Beta-Testern, wie wir sie seit „Moria“ nicht mehr gesehen haben. Die Menge und die Qualität der Rückmeldungen, die wir für unsere bisher größte Erweiterung erhalten haben, waren einfach fantastisch.
Dank des großen Einsatzes der Beta-Tester konnten wir eine Reihe von Sachverhalten identifizieren, von denen wir überzeugt sind, sie noch vor der Veröffentlichung bearbeiten zu müssen. Für die Bearbeitung dieser Probleme und für die Sicherstellung unserer qualitativen Standards, werden wir mehr Zeit benötigen als bisher vorgesehen. Aus diesen Gründen haben wir entschieden, das bisher vorgesehene Veröffentlichungsdatum auf den 15. Oktober zu verschieben.
Als Entschuldigung an Vorbesteller der Erweiterung erhalten diese einige Gimmicks: in einem Geschenkbeutel finden sich
Weiterhin sollen Vorbesteller offenbar 500 Turbine-Punkte erhalten.
Für Fans sicherlich ärgerlich, meiner Ansicht nach ein korrekter Schritt. Wenn der Entwickler der Ansicht ist, dass es noch zu viele Fehler gibt, dann ist es nur im Sinne der Kunden, den Releasetermin zu verschieben.
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Logo RIDERS OF ROHAN Copyright Warner Interactive und Turbine
Mit Horrorkomödien ist das so eine Sache. Das kann funktionieren, muss aber nicht. Gelungenen Vertreteern wie SHAUN OF THE DEAD oder ZOMBIELAND stehen haufenweise Turkeys gegenüber, bei denen Regisseur oder Plot vom schmalen Grat zwischen den beiden Genres gestürzt sind. Jetzt kommt THE REVENANT, um wieder einmal einen humoristischen, aber dennoch blutigen Blick auf Wiedergänger zu werfen, manchen besser bekannt unter der Bezeichnung »Vampire«.
THE REVENANT dreht sich um einen im Irak gefallenen US-Soldaten namens Bart Gregory (David Anders, bekannt aus HEROES oder VAMPIRE DIARIES), der feststellen muss, dass er zum lebenden Toten geworden ist. Der einzige an den Bart sich wenden kann ist sein alter Kumpel Joey (Chris Wylde) – und die beiden müssen herausfinden, dass Bart eine ständige Versorgung mit Blut benötigt um zu .. ähem … überleben.
Die beiden sind überzeugt, dass niemand die Drogendealer und Killer vermissen wird, die Los Angeles in einen Verbrechenssumpf verwandelt haben und so entschließen sie sich, der Polizei einen Gefallen zu tun und gleichzeitig die Blutversorgung für Bart sicher zu stellen …
Der Red Band-Trailer erschien jetzt, weil der bereits 2009 fertig gestellte Film in Kürze in die US-Kinos kommt. Zuvor war er weltweit mit einigem Erfolg auf Fantasy- und Gruselfestivals gelaufen. Bei uns gibt es ihn unter dem Titel UNTOTE WIE WIR – MAN IST SO TOT WIE MAN SICH FÜHLT bereits seit Anfang 2012 auf DVD und BluRay (siehe unten). Regie bei dem Spektakel führte Kerry Prior.
Ich weise darauf hin, dass Red Band-Trailer möglicherweise für Personen irgendeines Alters nicht geeignet sind.
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Auf der deutschen Crowdfunding-Plattform startnext finden sich leider allzu oft nur Projekte, die jeglichen Sexappeal vermissen lassen und die nicht die Nerds, sondern nur an vermeintlich anspruchsvoller Kultur Interessierte ansprechen. Umso dankbarer bin ich, dass man mich auf der Facebook-Seite zu meinem Projekt »Die Steampunk-Chroniken« auf die startnext-Crowdfunding-Aktion zu AIRLORDS OF AIRIA hinwies. Es handelt sich dabei um ein lupenreines Steampunk-Projekt. Die Crowdfunding-Aktion ist erst einmal dafür gedacht, einen Kurzfilm zu realisieren, der als Stimmungsmacher (»Moodtape«) gedacht ist, um Geldgeber für einen richtigen, abendfüllenden Spielfilm zu interessieren. Auf startnext steht zum Inhalt:
Airlord Karak, Admiral einer Luftschiff-Flotte, ist als Haudegen berüchtigt und wird nach Ende eines Krieges frühzeitig in den Ruhestand geschickt. Als Gnadenbrot darf er wissenschaftliche Expeditionen zur Kartografierung unerforschter Länder befehligen. Dabei entdeckt er eine mächtige antike Waffe, mit deren Hilfe er die Macht in der Republik Airia an sich reißen und einen ganzen Kontinent unterwerfen will. Karak besetzt mit seinen Soldaten den Flottenstützpunkt Wodnik 7 und versucht seine Nichte Lura, Polizeichefin des Stützpunkts, für seine Pläne zu gewinnen.
Doch Lura verabscheut seine Allmachtsfantasien und verbündet sich mit einer Schmugglerbande, um sich ihrem Onkel in den Weg zu stellen.AIRLORDS OF AIRIA basiert auf einem Steampunk-Comic namens WODNIK 7 (1996 von Dirk Müller), in dem sich schon damals die Polizeichefin Lura und Admiral Karak einen erbitterten Kampf in einer retro-futuristischen Welt lieferten.
Der Kurzfilm wird mit Laiendarstellern realisiert, die vor Greenscreen agieren, die »Kulissen« werden am Computer erzeugt und in der Postproduction eingefügt. Im Gegensatz dazu soll der spätere Spielfilm vor realen Kulissen gedreht werden, wobei klar sein dürfte, dass auch hier der SFX-Anteil hoch sein wird.
Laut Informationen auf der startnext-Seite des Projekts sind 60% des Kurzfilms bereits fertig gestellt, das via Crowdfunding einzusammelnde Geld wird für die Fertigstellung verwendet, weiterhin soll damit Promotion finanziert werden, die dann letztendlich hoffentlich dazu führt, dass sich Geldgeber für den Spielfilm finden.
Endlich mal ein unterstützenswertes Projekt auf einer deutschen Crowdfunding-Seite! Eingesammelt werden sollen 10000 Euro (auch angesichts der deutschen Muffeligkeit in Sachen Crowdfunding ein in meinen Augen durchaus erreichbares Ziel), dafür ist noch Zeit bis zum 28.10.2012. Wer mehr als 15 Euro spendet, kann eins der angebotenen Gimmicks für seine Spendenbereitschaft erhalten, man kann das Projekt aber auch einfach so unterstützen. Weitere Informationen auch auf der Webseite airlordsthemovie.com.
Dirk Müller, der Mann hinter dem Projekt, ist seit 12 Jahren als Visual Effects-Künstler und ‑Supervisor in der Filmbranche tätig und war an den Effekten von über 60 Kino und TV-Filmen beteiligt u.a. bei SCHUH DES MANITU, LUTHER, PERIODE 1 und NANGA PARBAT.
Der Teaser hat einiges zu bieten, ein paar der Szenen kann ich nur als brilliant bezeichnen:
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Promografik AIRLORDS OF AIRIA Copyright Dirk Müller
Die von der BBC produzierte Show BLAKE´S 7 ist in Deutschland (und wohl auch international) weitestgehend unbekannt und man fragt sich, wie SyFy jetzt gerade auf diese Serie verfällt. Auf jeden Fall wurde ein Pilot geordert, Regie hierbei soll Martin Campbell übernehmen, der den Job bereits bei Filmen wie CASINO ROYALE und GREEN LANTERN inne hatte. Der HEROES-Produzent Joe Pokaski wird Showrunner.
Man darf davon ausgehen, dass die Serie aufgrund ihres Themas ähnlich düster daher kommen dürfte, wie Ron Moores Neuschöpfung des KAMPFSTERN GALACTICA, bis heute der wahrscheinlich größte Erfolg des SF-Senders. Ob das erfolgreich sein kann mujss die Zeit zeigen, der letzte Ansatz einer »düsteren« SF-Serie – STARGATE UNIVERSE – ging bekanntermaßen ins Auge. Bei BLAKE´S 7 ist der Düsterfaktor sogar potentiell noch höher, denn selbst die Hauptfiguren der alten Serie sind weder interger noch schrecken sie vor Gewalttaten zurück, um ihre Ziele durchzusetzen. Man muss sich unwillkürlich fragen, wieviel vom Vorbild wohl übrig bleiben wird.
Spannend wird es aber allemal, ob das Projekt über den Piloten hinweg kommen wird, denn SF-Weltraumserien gibt es derzeit nicht – und BLOOD AND CHROME scheint ebenfalls weiter in der Produktionshölle zu schmoren.
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Logo BLAKE´S 7 Copyright BBC
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Als seinerzeit die Agenturmeldung kam, Ridley Scott sei gerade in Island, um für PROMETHEUS den »Anbeginn der Zeit« zu filmen, hätte jedem klar sein müssen, dass da etwas Größeres auf das Publikum zukommen würde. Vom Alien-Prequel hatten sich Scott, John Spaihts und Damon Lindelof längst verabschiedet, und auch immer wieder darauf hingewiesen. In ihren Stübchen hatte sich die Geschichte in eine ganz andere Richtung entwickelt. In der Außenwelt wollte man trotz aller Beteuerungen davon nichts wahrhaben. Der größte Anteil am Misserfolg von PROMETHEUS trägt die Beharrlichkeit von Kritikern und Zuschauern, letztendlich doch einen Film mit dem beliebtesten Xenomorphen des Weltalls erwartet zu haben. Autoren und Regie machen es den Leuten auch nicht leicht, wenn sie die Geschichte von PROMETHEUS zudem bewusst in das Alien-Universum legen. Auf der einen Seite hat Ridley Scott einen erstklassigen Science-Fiction-Film inszeniert, paradoxerweise lässt sich der Film auf der anderen Seite auch vollkommen demontieren.
…
PROMETHEUS – Teil 1: Die positive BetrachtungWeiterlesen »
ROCKETEER war ursprünglich (Anfang der 1980er) ein Comic des inzwischen nicht mehr existenten Indie-Verlags Pacific Comics; der 2008 verstorbene Zeichner Dave Stevens sah es als Hommage an die Serienhelden der dreißiger Jahre.
Im Moment sieht es jedenfalls so aus, als sei ein Remake von ROCKETEER eines der ersten Projekte, die das neu strukturierte Studio des Ohrenkonzerns in Angriff nimmt. Es dürfte anzunehmen, dass man dabei auf die Erfolge von Superhelden-Filmen schielt, die ja insbesondere in letzter Zeit die Kinosäle dominieren. Gewisse grundlegende Ähnlichkeiten zum neuen IRON MAN sind schwer zu übersehen.
Persönlich freue ich mich als Pulp-Fan natürlich über eine solche Umsetzung, gut gemacht könnte das tatsächlich was werden. Offensichtlich sieht Horn seinen neuen Job bei Disney Studios nicht als den eines Portfolio-Managers, der die eingekauften Rechte an Marvel, Muppets und Pixar verwaltet, sondern er will das Studio möglicherweise als eigenständige Marke auf Vordermann bringen. Spannend!
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Cover ROCKETEER-DVD Copyright 2007 Euro Video
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Der nächste Interessent waren die Warner Bros., doch auch die haben nun Presseberichten zufolge das Handtuch geworfen, auch ihnen ist das finanzielle Risiko bei Howards Projekt offenbar zu groß. Ein weiteres Problem sind die expliziten Darstellungen in der düsteren und stellenweise gewalttätigen King-Reihe – damit würden Filme in den USA ein R‑Rating bekommen und damit verringert sich die Zahl der potentiellen Kinobesucher natürlich deutlich. Ein Blockbuster wäre aufgrund der Alterseinstufung nicht mehr zu erwarten.
Damit sinken die Chancen auf eine Umsetzung des Stoffes erheblich, denn nur wenige Studios haben die Ressourcen, um das groß angelegte Projekt überhaupt produzieren zu können. Vielleicht sollte Howard kleiner denken und ein geändertes Konzept Sendern wie HBO oder Starz anbieten, die haben bekanntermaßen keine Probleme mit R‑Ratings. Bei der Umsetzung eines Films hilft das natürlich wenig …
Regisseur Howard scheint die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben zu haben, denn er twitterte:
Don’t give up on us yet. Ka is a wheel.
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Cover DARK TOWER 7 Copyright Scribner
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