Ich hatte es immer wieder mal an verschiedenen Stellen thematisiert: Es ist eine extrem schlechte Idee für nonprofit-Projekte oder kleine Selbstständige, Facebook als alleinige Werbeplattform zu nutzen. Das gilt auch für instagram, denn das ist derselbe Laden. Der Grund: Man ist vollständig von der Plattform abhängig – und die kann einem von heute auf morgen die Luft abdrehen, sprich: einen unsichtbar machen oder gar die Seite sperren. Auf einen wie auch immer gearteten Support darf man nicht hoffen, die reagieren maximal dann, wenn man auch immer brav Werbebudgets investiert. Und selbst dann herrscht allzu oft das Schweigen im Walde.
Ein besonders krasses Beispiel ist Fabian Mauruschats Webseite Fischpott (Gruß aus Remscheid über den Berg nach Wuppertal), die sich mit Themen wie Games oder Büchern befasst, also völlig harmloser Content ganz ähnlich wie hier auf PhantaNews – sollte man meinen. Denn die Seite wurde von Facebook Anfang 2020 unsichtbar gemacht.
Lassen wir den Betreiber selbst zu Wort kommen, um die Situation zu erklären:
Netflix produzierte unter dem Titel CURSED eine Streamingserie, die die Geschichte um König Arthus und Excalibur aus der Sicht von Nimue erzählt (für in der Mythenwelt weniger Beschlagene: Nimue ist die »Frau im See«, die King Arthur das schwert gegeben haben soll, weiterhin die Ziehmutter von Lancelot und die Geliebte Merlins – allerdings gibt es zahllose Variationen des Mythos). Glaubt man dem Trailer, wurde daraus eine düstere Umsetzung im GAME OF THRONES-Stil. Der Stil wundert auch nicht, denn einer der Serienschöpfer ist Frank Miller (SIN CITY), der andere ist Tom Wheeler (THE CAPE, PUSS IN BOOTS).
Nimue wird dargestellt von Katherine Langford (KNIVES OUT), dass mit Devon Terrell ein farbiger Schauspieler für King Arthur ausgewählt wurde dürfte für Diskussionen sorgen, insbesondere bei den üblichen Trollen. Den Zauberer Merlin spielt Gustaf Skarsgård (VIKINGS).
CURSED kann man sich ab dem 17. Juli 2020 bei Netflix ansehen.
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… und er ist früher als man hätte annehmen wollen. Bereits am 6. August 2020 soll die animierte Comedy aus dem STAR TREK-Universum bei CBS All Access in den Äther, äh, ins Internet gehen.
CBS spendierte dazu auf Twitter eine Art Mini-Teaser, ein echter Trailer steht noch aus, ich rechne allerdings damit, dass wir nach dieser Ankündigung in Kürze einen zu sehen bekommen werden:
— Star Trek on Paramount+ (@StarTrekOnPPlus) July 1, 2020
Die zehn Folgen von STAR TREK: LOWER DECKS sollen nach dem 6. August 2020 wöchentlich folgen. Einen Distributor für Deutschland gibt es offenbar noch nicht, ich würde mich allerdings sehr wundern, wenn nicht Netflix oder Amazon zugreifen.
Das ist dann auch der erste Blick auf das neue Raumschiff, die USS Cerritos. Dass die ein wenig cheesy aussieht, ist sicherlich im Kontext der Comedy gewollt, eventuell wollte man damit auch gewisse sogenannte STAR TREK-»Fans« trollen, die, wie ich bereits sehen konnte, auch wie erwartet abhaten. Was haben die an »Comedy« nicht verstanden?
Als ich zum ersten Mal vom Retro-Games-Handheld Evercade hörte, war ich als Retro-Fan interessiert, immerhin habe ich all die Spiele damals live erlebt, als sie neu waren. Deswegen stehen hier auch diverse alte Computer und Konsolen herum, ebenso diverse Hardware- und FPGA-Emulatoren.
Die Evercade sollte ein Handheld mit einem 3Zoll-Bildschirm sein, für das Spiele der verschiedensten Systeme und Publisher (beispielsweise Namco, Atari oder Capcom) als Cartridges erhältlich sein sollten, also wie in den alten Zeiten. Das würde auch bedeuten: Einstecken, losspielen.
Deswegen hatte ich Anfang Mai ein Evercade bei Amazon vorbestellt, Lieferung sollte Ende Mail sein, das verschob sich dann auf den 6. Juni, bis dahin noch kein Problem.
Dann verstrich der 6. Juni 2020 ohne dass ich ein gerät erhielt. Im Amazon-Backend wurde jeglicher Liefertermin gelöscht. Eine Anfrage bei Amazon ergab: der Evercade-Hersteller ist schuld, weil er nicht genug Einheiten ausgeliefert hat, die hingegen wollten den schwarzen Peter Amazon zuschieben und behaupteten: Amazon hat nicht genug bestellt und kann deswegen nicht liefern. Nach meinen bisherigen Erfahrungen mit Amazon halte ich das für unglaubwürdig, denn die wussten ja aufgrund der Vorbestellungen ziemlich genau, wieviele sie benötigten, deswegen gehe ich davon aus, dass Evercade einfach nicht genug Konsolen geliefert hat. Während andere also schon erste Besprechungen verfassten, sagte man mir bei Amazon nur lapidar: »Sie können ja einfach stornieren.« Das war natürlich ebenso wenig eine Option wie der vom Hersteller vorgeschlagene Weg, doch einfach in GB zu bestellen, da wäre mir ein eventueller Kaufrücktritt dann allerdings zu teuer geworden.
Anfang der Woche meldete Amazon mir dann unerwartet per Email, dass die Konsole am 7. Juli 2020 geliefert werde. Sie kam gestern, also sieben Tage vorher.
Nach dem Auspacken wurde leider bestätigt, was andere Rezensenten bereits bemängelt hatten: das Steuerkreuz ist arg spillerig und wenig vertraueneerweckend, ähnliches gilt für die Buttons. Die Cartridges kann man nur mit einiger Gewalt in den vorgesehenen Schacht drücken und noch schwieriger wieder heraus bekommen (das Support-Video dazu, das mir zeigen will wie ich das handhaben soll, damit es funktioniert, ist ein guter Lacher, aber keine Lösung), der Sound ist aufgrund der winzigen Lautsprecher eher schlecht.
Dazu kommt, dass ich mir die Zusammenstellungen der Spiele auf den Cartridges gar nicht so genau angesehen hatte (ich hatte einen Pack aus Konsole mit drei Cassetten erworben, dabei sind Atari Classics, Namco Museum und Interplay). Auf der Namco-Cartridge befanden sich gerade mal elf Spiele, darunter auch welche, die man nicht wirklich als »Klassiker« bezeichnen würde, die restlichen Cassetten sahen ähnlich traurig aus. Gut, ich gebe zu: das war mein Fehler, ich hätte vorher mal genauer hinsehen sollen, wie umfangreich die Spielesammlungen sind. Betrachtet man, dass die Cassetten einzeln für 20 Euro angeboten werden, ist die Spielauswahl darauf ein Lacher, es gibt für andere Konsolen für denselben oder sogar niedrigere Preise deutlich umfangreichere Sammlungen. Vermutlich waren den Evercade-Machern die Lizenzkosten für echte Kracher in ausreichender Anzahl zu hoch.
Nachdem ich dann noch feststellen musste, dass es sich bei beispielsweise PAC-MAN, XEVIOUS oder GALAXIAN um technisch minderwerige NES-Versionen handelte, also nicht um Arcade-Fassungen, habe ich die Atari- und Interplay-Cartridges gar nicht mehr aus‑, dafür aber das Evercade wieder eingepackt und werde es im Rahmen meines Kaufrücktrittsrechts zurücksenden.
Schade. Eigentlich eine gute Idee, allerdings mangelt es an der technischen Umsetzung, der Qualität der Konsole, sowie der Qualität der emulierten Spiele ebenso wie deren Anzahl für den angesagten Preis. Dann doch lieber Namco Museum (und andere) auf der Switch. Da gibt es sogar nahezu eins zu eins-Umsetzungen von Spielhallenklassikern wie MOON PATROL.
Hardcore-Fans könnten mal einen Blick riskieren, für die gibt es allerdings zahlreiche andere und in meinen Augen bessere Optionen für in aller Regel weniger Geld. Ich hatte semilegale China-Konsolen in der Hand, die besser verarbeitet waren, als das Evercade …
Nachdem der letzte Versuch, Jim Hensons Muppets wieder auf den Fernsehschirm zu bringen, grandios krachend gescheitert ist (sogar nach einer umfangreichen Konzeptänderung mitten in der Staffel) versucht Disney es jetzt noch einmal.
Dabei besinnt man sich auf alte Werte und lässt die Anarcho-Puppen auf Stars los, die offenbar interviewt werden. Das erinnert schon deutlich an das alte Konzept der MUPPET SHOW, wie das im Detail aussehen wird, muss man abwarten. Mich würde es sehr freuen, wenn es endlich wieder eine erfolgreiche und vor allem witzige Serie um die Muppets gäbe.
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Netflix lässte einen Animationsfilm im Pixar-Stil produzieren, zusammen mit Pearl Studio. Regie führt Oscar-Gewinner Glen Keane zusammen mit John Kahrs, es produzieren Gennie Rim und Peilin Chou, das Drehbuch stammt von Audrey Wells. Der Titel: OVER THE MOON.
Es handelt sich um die moderne Nacherzählung einer alten, mythologischen Geschichte über eine geheimnisvolle Mondgöttin. Seht euch einfach den Trailer an.
Wir werden OVER THE MOON im Herbst auf dem Streamingdienst zu sehen bekommen. Der deutsche Titel wird DIE BUNTE SEITE DES MONDES lauten. Fängt Netflix jetzt auch mit merkwürdigen »Verleihtiteln« an?
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Mit der hat der Streamingdienst ein weiteres Format in Arbeit. der Film ENOLA HOLMES basiert auf einer Buchreihe von Nancy Springer, die trägt den Titel ENOLA HOLMES MYSTERIES. Das handelt im Jahr 1884 und Brown spielt die jüngere Schwester des berühmten Privatdetektivs Sherlock Holmes. Letzterer wurde übrigens eher ungewöhnlich mit Henry Cavill besetzt. Den anderen Holmes-Bruder Mycroft spielt Sam Claflin.
Zur Handlung:
An ihrem 16. Geburtstag muss Enola feststellen, dass ihre Mutter (Helena Bonham Carter) verschwunden ist, ihr aber diverse Geschenke hinterlassen hat. Die beiden älteren Brüder sollen sich um den Teenager kümmern, haben darauf aber keinen Bock und wollen sie in ein Internat abschieben. Enola brennt durch, um nach ihrer Mutter zu suchen. Dabei trifft sie auf einen Lord auf der Flucht, der sie in eine Verschwörung verwickelt, die die Welt verändern könnte.
In einer Zeit in der neue Streamingdienste wie Pilze aus dem Boden schießen, suchen deren Verantwortliche natürlich nach Content, denn nur wenn interessante Inhalte vorhanden sein, sind die Abonnenten willig, Kohle zu investieren. NBCs Streamingdienst nennt sich nach dem Sender-Wappentier »Peacock«.
Dort hat man eine Serie nach Aldous Huxleys Science Fiction-Klassiker BRAVE NEW WORLD in Auftrag gegeben. Es geht um ein Utopia, das nicht so paradiesisch ist, wie es scheint und tatsächlich eine Dystopie.
Showrunner ist David Wiener (FEAR THE WALKING DEAD, HOMECOMING), der ist auch ausführender Produzent und Autor. Eine der beteiligten Produktionsfirmen ist Steven Spielbergs Amblin Entertainment.
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Wäre es nicht unglaublich schön, diesen unsäglichen Internet-Trollen im Kellerzimmer von Mamas Haus einen Besuch abstatten zu können? Sie aus der Anonymität hinter ihrer Tastatur zu reißen, sie mit ihren beleidigenden, nervtötenden, verletzenden, unsachlichen Kommentaren von Angesicht zu Angesicht zu konfrontieren. Kleine, unscheinbare Verlierer, die es im wirklichen Leben zu nichts bringen und ihren Frust darüber in wahllos ausgesuchten Internetforen mit Beleidigungen und verachtenswerter Überheblichkeit kompensieren. Miles Lee Harris ist so ein halbseidenes Würstchen, das sich hinter seiner verborgenen IP-Adresse sicher fühlt und dennoch eines Tages Besuch bekommt. Da trifft Autor und Regisseur Jason Lei Howden einen Nerv. Denn endlich muss jemand einmal die Rechnung bezahlen, welche er auf widerwärtiger Weise aufgemacht hat.
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