Die Probleme um Electronic Arts und deren Downloadplattform und »Sicherheitssoftware« Origin reißen nicht ab. Nachdem sich die Schnüffelvorwürfe offenbar als falsch erwiesen haben, bleiben weiterhin fragwürdige Lizenzbestimmungen, aufgrund derer die Landesdatenschützer das Unternehmen im Visier haben und die Bundesvereinigung der Verbraucherzentralen gar eine einstweilige Verfügung erwirken will.
Aktuelles Problem ist – und man kann es nicht anders sagen – dass der ehrliche Käufer mal wieder der Dumme ist. Das Spiel BATTLEFIELD 3 benötigt (wie diverse andere) zwingend eine Internetverbindung, gibt es die nicht kann nicht gespielt werden. Das allein schon eine Unverschämtheit. Jetzt heißt es für viele Spieler beim Versuch sich einzuloggen »Deine E‑Mail, Origin ID oder dein Passwort ist nicht korrekt«. Obwohl die es natürlich sind. EA bestätigte das (zögerlich und verspätet) im zugehörigen Forum: »Ein Einloggen ist derzeit nicht möglich« und verweist auf »Wartungsarbeiten«.
Solange Electronic Arts »wartet« kann man nicht spielen, sondern nur warten. Wann die »Wartung« beendet ist, dazu sagt man vorsichtshalber mal – richtig: nix!
Und schon wieder ist ein HUMBLE INDY BUNDLE zu haben, das erste erschien im April 2010, dieses hier ist bereits Nummer vier. Der interessierte Spieler kann soviel zahlen wie er möchte und erhält dafür vier interessante und innovative Games von Independent Studios. Gibt man mehr als die aktuelle Durchschnittsspende werden sogar noch zwei weitere Spiele draufgelegt.
Diesmal befinden sich im Paket: Super Meat Boy, Shank, Bit.Trip Runner, Jamestown und NightSky. Zahlt man mehr als (im Moment) $ 5,35 (~ EUR 4,25) kommen noch Cave Story+ und Gratious Space Battles hinzu. Zu JAMESTOWN gibt’s auch gleich noch den Soundtrack dazu, bei NIGHTSKY kann man zwischen einer »normalen« und einer HD-Version wählen (oder gleich beide herunter laden).
Die Spiele liegen wie immer in Versionen für Windows, Mac OS und Linux vor; aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Abwicklung völlig unproblematisch ist: über PayPal zahlen, runterladen, installieren, spielen (wobei der Punkt »installieren« bei manchen Produkten auch wegfallen kann). Die Games sind frei von jeglichem DRM und das erlöste Geld geht sowohl an die Entwickler wie auch an wohltätige Zwecke. Neben der Genugtuung, Entwickler unabhängig des Mainstreams der großen Publisher zu unterstützen tut man also auch noch Gutes.
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Logo HUMBLE INDY BUNDLE IV Copyright Humble Bundle, Inc.
Ich konnte mich gerade noch beherrschen und nicht das SEO-unfreundliche SCHIFFE VERSENKEN in den Titel dieses Artikels zu schreiben, sondern den wirklichen Namen BATTLESHIP. Dennoch basiert der Film verblüffenderweise auf Hasbros Brettspiel-Klassiker (den wir in Zeiten vor Plastik allerdings auch schon auf kariertem Papier gespielt haben). Ich muss aber zugeben, dass ich im Spiel noch nie Aliens entdeckt habe.
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Onlive ist ein Dienst, der über das Netz Computerspiele gestreamt bereit stellt, die man dann lokal spielen kann. Das bedeutet, dass man keinen hochgezüchtetem (und teuren) Boliden mehr benötigt, um grafisch anspruchsvolle Games zu zocken, sondern mit vergleichsweise schwachbrüstigen Rechnern auskommt. Bisher funktionierte das nur auf PCs, jetzt behauptet der Anbieter, ab sofort auch Android-Geräte und ‑Tablets via App zu unterstützen, in Kürze soll das auch auf iOS-basierten Geräten wie dem iPhone und insbesondere dem iPad klappen.
Angekündigt wurde auch ein drahtloser Controller (allerdings für happige 50 Dollar), der das Spielen der entsprechenden Games auf den mit Bedienelementen üblicherweise karg ausgerüsteten Android- und iOS-basierten Geräten ermöglichen soll. Ich bezweifle nach wie vor stark, dass ARKHAM CITY oder CRYSIS 2 auf Smartphones spielbar sind, für Tablets könnte das aber insbesondere mit der Option eines speziellen Controllers tatsächlich funktionieren. Offen ist allerdings die Frage nach den Latenzen im 3G-Betrieb.
Man wird abwarten müssen, ob das tatsächlich funktioniert; sollte es das, handelt es sich aber um eine wirklich coole Sache, insbesondere für Tablets.
Gestern wurde zum ersten Mal im »Alten Kesselhaus« in Düsseldorf, statt wie in den vergangenen Jahren seit 2004 in Essen, der Deutsche Entwicklerpreis vergeben. Hierbei werden Computerspiele durch eine Jury, die Akademie des Deutschen Entwicklerpreises und das Publikum prämiert, die herausragend in Sachen Innovation, Spielwitz oder Darbietung waren. Dabei sollen nicht die Spiele im Mittelpunkt stehen, sondern die Macher.
Große Gewinner 2011 sind Crytek und Daedalic Entertainment, erstere konnten gleich sechs Preise mitnehmen, letztere gehen mit fünf Auszeichnungen nach Hause.
Zweifelsohne ist diese Veranstaltung auch eine Selbstbeweihräucherung der Branche, dennoch wird sie von der Film- und Medienstiftung NRW gefördert und sorgt für größere Akzeptanz des Hobbies »Computer- und Konsolenspiele«. Dass das abseits von anderswo üblichen politisch korrekten Erwägungen geschieht, zeigt schon die Auszeichnung des Shooters CRYSIS 2 als bestes Spiel – das wäre beim albernen und politikerverseuchten Deutschen Computerspielepreis sicher nicht möglich.
Die vollständige Liste der Gewinner im erweiterten Artikel:
Studio Cyanide hatte bereits im letzten Jahr ein Strategiespiel zu Martins LIED VON EIS UND FEUER angekündigt – das war dann auch erschienen und weit hinter den Erwartungen zurück geblieben. Deswegen wird die Meldung, dass dieselben Entwickler nun ein Computer-Rollenspiel auf Westeros heraus bringen werden, kaum für Freudensprünge bei den Fans sorgen. Publisher ist auch bei diesem Game zur Fernsehserie GAME OF THRONES (dass das Game auf der TV-Serie basiert, zeigt das HBO-Logo auf der offiziellen Webseite) die französische Focus Home Interactive, die offenbar großflächig Lizenzen erworben haben. Wie oben bereits berichtet entwickelt auch dieses Spiel Cyanide, es bleibt nur zu hoffen, dass sie diesmal etwas Brauchbares abliefern. Das darf allerdings bezweifelt werden, denn der Zeitdruck bei solchen Produktionen ist groß: das Produkt muss auf den Markt, bevor der Hype um die Fernsehserie abgeflaut ist.
Die Handlung des Spiels soll wie der erste Roman in der Zeit kurz nach dem Tode König Baratheons angesiedelt sein, man kann entweder als Mors (ein bruder der Nachtwache) oder als roter Priester Alester spielen. Weitere bekannte Charaktere werden natürlich im Game auftauchen. Die voraussichtliche Spielzeit wird mit ungefähr 30 Stunden angegeben, erscheinen soll das Ganze bereits Anfang 2012 – Weihnachtsgeschäft verpasst …
Angeblich hat sich Cyanide bei der Produktion von George R. R. Martin beraten lassen. Ob das hilft?
Wie gestern erneut von offizieller Seite bestätigt wurde, kann der SWTOR-Client aus den letzten beiden Betatests an den vergangenen Wochenenden zum Launch- bzw. Headstart-Client hochgepatched werden, man muss ihn also nicht komplett neu installieren. Letzteres würde mit gut 20 Gigabyte an Download einher gehen, was für manch einen eher langsam angebunden Nutzer kein wirklicher Spaß sein dürfte.
If you have played in our game testing program at any point from November 25th onwards, you will not need to re-install the game client, as you should already have the launch version installed.
Man kann erkennen, ob man den korrekten Client bereits hat: im Installationsverzeichnis muss die Datei »assets_swtor_main« vorliegen, ist diese vorhanden, muss man nicht neu installieren. Ist sie es nicht, bleibt nur die Neuinstallation, auch dazu gibt der Artikel im Forum Tipps.
Davon unabhängig sollte auch der glückliche Betatester, der nicht neu installieren muss immer wieder mal den Launcher starten, da BioWare den Client regelmäßig aktualisiert.
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Screenshot Copyright 2011 BioWare, LucasArts und EA
Die Verbraucherzentrale geht gegen Electronic Arts vor. Persönlich halte ich von dem Laden nach diversen eigenen negativen Erfahrungen mit völlig ahnungslosen Beratern (die Beratungsgebühren einsammeln ohne inhaltlich wirklich konkret und fachlich beraten zu können) nichts mehr, aber der Gesamtverein an sich startet doch bisweilen ganz gute Aktionen.
In diesem Fall hat der Bundesverband der Verbraucherzentralen vzbv EA aufgrund der umstrittenen Software Origin und insbesondere der damit einher gehenden Nutzungsbedingungen (EULA) abgemehnt, da diese nach Ansicht der Verbraucherschützer in weiten Teilen nicht rechtskonform seien. Hiermit ist übrigens ausdrücklich die bereits von Electronic Arts nach Nutzerprotesten »verbesserte« EULA gemeint, die nach wie vor haufenweise problematische Passi enthält.
Die Sprecher der Verbraucherzentrale weisen darauf hin, dass man den Fall definitiv vor Gericht bringt, sollte EA sich weigern, die Unterlassungserklärung zu unterzeichnen. Der Publisher möchte sich hierzu nicht äußern. Kein Wunder.
In der letzten c’t wurde berichtet, dass sich bei Tests heraus stellte, dass Origin tatsächlich offenbar nicht »nach Hause telefoniert« und auch die Festplatte nicht über Gebühr scannt. Davon unabhängig ist dennoch immer noch fraglich, was mit den erhobenen Daten genau geschieht. Zudem ist die EULA eben in diversen Punkten verbraucherfeindlich. Wir werden sehen, was dabei heraus kommt, möglicherweise wird durch diesen Fall die Problematik der »Shrinkwrap-Lizenzen« neu aufgerollt, das wird EA nicht wollen.
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Quelle: unter anderem Heise, Bild von mir CC BY-SA
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