Im Juni 2011 hatte ich auf ein MMO in Joss Whedons FIREFLY-Universum hingewiesen, das verblüffenderweise ohne Rechte an der IP auskommen sollte. Danach wurden die Informationen spärlich und irgendwann Mitte diesen Jahres schlief auch die Facebook-Seite ein. Damit hatte sich FIREFLY UNIVERSE ONLINE wohl erledigt, zumindest war ich dieser Ansicht.
Doch das war offensichtlich verfrüht, denn jetzt kommt vom Entwickler DarkCryo völlig überraschen die Meldung, dass man die Facebook-Seite reaktiviert hat, weil man eine Kickstarter-Kampagne plant (die startet in 15 Tagen) und dass man dies mit »den besten Wünschen von Fox« tut. Besonders witzig in diesem Zusammenhang der Text am unteren Ende der DarkCryo-Webseite:
Dass Fox eingelenkt hat kann man eigentlich nur als Sensation bezeichnen, denn gerade die Fox ist nicht eben dafür bekannt, gegenüber solchen Projekten allzu nachsichtig zu sein. Es wäre wirklich spannend, mal zu erfahren, was da hinter den Kulissen abgegangen ist.
Überaus spannend! Und zur Kickstarter-Kampagne kann ich nur sagen: Shut up and take my money!
Wer noch eines der DISHONORED-Pakete oder eine Steelbox-Version des Spiels für den PC ergattern möchte, der hat nicht mehr viel Zeit. Die Frist zum Einreichen einer Mail läuft pünktlich zum Ende des Jahres 2012 morgen Nacht um 23:59:59 Uhr aus (danach kann man dann in aller Ruhe die Böller zünden). Also nix wie an die Tasten. Was man genau tun muss (und das ist wahrlich nicht viel), steht im Artikel zum Gewinnspiel.
Zu Erinnerung: zu gewinnen gibt es insgesamt sechs mal das Computerspiel DISHONORED – DIE MASKE DES ZORNS aus den Häusern Bethesda und ZeniMax. Je einmal in einem Set mit T‑Shirt, Tarot-Kartenspiel und Schlüsselanhänger in Maskenform für den PC, die XBox 360 oder die Playstation 3 und dreimal als Steelbox-Edition für den PC.
Dafür muss man nichts tun, als auf sozialen Netzwerken und/oder im eigenen Blog darüber zu berichten und danach eine Mail zu schicken. Alle Details und Teilnahmebedingungen findet der Interessierte – ich wiederhole mich – im zugehörigen Artikel.
Noch ein Blick auf den Trailer zum Spiel, der möglicherweise für Personen irgendeines Alters nicht geeignet ist – aber auch DISHONORED ist erst ab 18 Jahren freigegeben.
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Es ist Zeit für Jahresrückblicke. Ich weiß, manch einer kann keine mehr sehen. Dennoch gibt es hier ein Video, das einige der gelungensten Spieleveröffentlichungen des Jahres 2012 in ansprechender und atmosphärischer Weise zusammenfasst. Und das in knapp zwei Minuten. Allemal besser als eine langatmige Gala im Fernsehen.
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In Zusammenarbeit mit Bethesda Softworks gibt es hier auf PhantaNews das ultimative Weihnachts-Gewinnspiel. Wer teilnimmt, hat eine Chance, als verspätetes Weihnachtsgeschenk entweder ein geniales Paket zusammen mit dem Steampunk-Spiel DISHONORED – DIE MASKE DES ZORNS zu gewinnen, oder aber eine von drei Steelboxen (lies: auch das Spiel, nur ohne die Gimmicks). Es geht um Corvo, den ehemaligen Leibwächter der Kaiserin von Dunwall, in einem stimmungsvollen Szenario zwischen Steampunk und THIEF, bei dem man mit Gewitztheit und Schleichen manchmal weiter kommen kann, als mit roher Gewalt. Aber auch rohe Gewalt ist immer mal eine Lösung und es geht durchaus nicht zimperlich zur Sache. Hilfreich sind zudem die geheimnisvolle Maske und ein mysteriöser Wohltäter, der den zu Unrecht des Morders angeklagten Corvo mit übernatürlichen Kräften ausstattet.
Das Spiel ist schlichtweg grandios, mitmachen lohnt sich also definitiv.
Die drei Pakete bestehen aus
einer Version des Spiels für PS3, PC oder XBox 360
einem T‑Shirt in der Größe XL mit DISHONORED-LOGO
einem Schlüsselanhänger in Form des Maske des Zorns
einem »Tarot«-Spiel, angelehnt an DISHONORED und mit speziellen Regeln
Diesen Schlüsselanhänger und das Kartenspiel gibt es nicht wie Sand am Meer, sie sind also durchaus etwas Besonderes.
Wer sich mit Steampunk beschäftigt, hat wahrscheinlich auch schon einmal etwas über Phil und Kaja Foglios Web- und Print-Comic GIRL GENIUS gehört. Das Motto der Serie lautet:
»Adventure, Romance, MAD SCIENCE!«
GIRL GENIUS verfolgt die Abenteuer einer junge Heldin namens Agatha Heterodyne in einem parallelweltlichen, viktorianischen Steampunk-Setting, oder auch einem »Gaslamp-Style«, wie es die Autoren nennen.
Auf Kickstarter wurde Ende letzter Woche ein Projekt mit dem Titel GIRL GENIUS AND THE RATS OF MECHANICSBURG ausgerufen. Hier sucht man Unterstützer für ein Spiel, das für iOS und Android erscheinen soll. Unterstützt werden muss da inzwischen nichts mehr, denn das 7500-Dollar-Zeil wurde nahezu in Nullzeit erreicht, bis jetzt gingen fast 31000 Dollar ein. Spenden kann man allerdings weiterhin, noch 19 Tage stehen zur Verfügung. Für gerade mal 4 Dollar erhält man als Gegenleistung die Android-App – da habe zumindest ich nicht lange überlegt … :)
Ein großer Name schien ein Garant dafür zu sein, via der Crowdfunding-Plattform Kickstarter von loyalen (und nostalgischen) Fans einen haufen Kohle für ein Computerspieleprojekt einzusammeln. Gelungen ist das beispielsweise Tim Schafer mit nebulösen Ankündigungen zu einem Point&Click-Game namens DOUBLE FINE ADVENTURE, Obsidian Games mit einer modernisierten Version von BALDURS GATE unter dem Namen PROJECT ETERNITY sammelte insgesamt 4 Millionen Dollar. Der letzte Gewinner war WING COMMANDER-Erfinder Chris Roberts, der über Crowdfunding bei Kickstarter und seine eigene Seite 5,5 Millionen Dollar für eine Weltraum-Shooter- und Handelssimulation zusammen bekommen konnte.
Aber ein Name reicht nicht, man muss zum einen auch ein sexy Konzept vorlegen können und zum anderen darf man offenbar nicht als notorischer Angeber bekannt sein. Peter Molyneux ist jemand, der immer wieder bahnbrechende Spiele ankündigte, die dann hinter den derart geweckten Ankündigungen Lichtjahre zurück blieben. Auf Kickstarter sucht er jetzt nach Geldgebern für sein PROJECT GODUS (eine Neuerfindung von POPULOUS) – doch er erntet auch herbe Kritik, da etliche Spieler keinen Bock auf noch ein übermäßig gehyptes Game haben, das dann nicht in der Lage ist, seine Vorschusslorbeeren zu verdienen. Es wurden Stimmen laut die sagten »niemals wieder«.
Dennoch: das Plegde-Goal ist 450000 britische Pfund, nach zwei von 30 Tagen sind fast 100000 davon zusammen, ich würde mal die Vorhersage wagen, dass das klappen dürfte, auch wenn andere Projekte ihre Kohle bereits innerhalb von zwei Tagen zusammen hatten.
Auf der Plus-Seite muss man sehen, dass man das Spiel als Backer für gerade mal 15 GBP bekommen kann und an der Beta teilnehmen darf.
Gegen modernisierte Fassungen von Klassikern ist erst einmal nichts einzuwenden, wenn sie auch erkennbar innovativ werden. Ein großer Name kann – wie man sieht – auch schaden, wenn die Reputation nicht stimmt. Und wann kommen endlich die großen Alten des Spieledesigns mit ganz neuen Ideen aus der digitalen Höhle, statt nur Altes aufzuwärmen? Wobei ich zugeben muss, dass manches Aufgewärmte äußerst schmackhaft ist …
Anderes als im obigen Screenshot dräuen düstere Wolken über der virtuellen Mittelerde:
Eine Gemeinschaft aus dem Tolkien-Estate (Nachlass- und Rechteverwalter des Professors), sowie weiteren Teilnehmern, hat Warner Bros. und den Lizenzinhaber The Saul Zaentz Company verklagt, die Klageschrift wurde beim Hollywood-Reporter veröffentlicht. Saul Zaentz halten bereits seit 1969 bzw. 1975 Lizenzrechte an dem Marken LORD OF THE RINGS und HOBBIT. Zentraler Punkt der Klage ist, dass die Rechteinhaber ihr Lizenzrecht unerlaubt auf nichtphysische Produkte ausgeweitet zu haben sollen. Damit sind insbesondere »Glücksspiele« (bitte?), aber auch »herunterladbare Spiele« und Online-Games gemeint. Primäres Ziel ist hier offenbar HERR DER RINGE ONLINE, es geht aber auch um Offline-Spiele, für die Download-Content zur Verfügung gestellt wurde.
Das Pikante daran: es wird nicht nur Schadensersatz in Höhe von 80 Millionen Dollar gefordert, zusätzlich ist eine Forderung ein Teil der Klage, sämtliche »nichtphysischen« Produkte sofort einzustellen und vom Markt zu nehmen.
Ein Auszug aus der Klageschrift:
However, in recent years, and particularly in the aftermath of the unprecedented financial and critical success of the Films, defendants have, with increasing boldness, engaged in a continuing and escalating pattern of usurping rights to which they are not entitled — rights which belong exclusively to plaintiffs.
For example, although their limited merchandising license only gives them the right to sell tangible merchandise, defendants have developed, licensed and/or sold (and continue to develop, license and/or sell) downloadable video games based on The Lord of the Rings and The Hobbit, available only by downloading and/or access via the Internet, via mobile apps, tablet apps or other similar digital distribution channels, or through other online interconnectivity such as Facebook. There is no physical or tangible item of merchandise sold to the consumer with these games.
Defendants also have asserted and continue to assert that they have rights relating to a wide variety of goods and services beyond »articles of tangible personal property« and have registered trademarks and/or filed »intent to use« applications in those same categories, including without limitation hotels, restaurants, travel agencies, ringtones, online/downloadable games and housing developments — categories of rights which plainly have not been granted to them.
Warner hat verständlicherweise bislang nicht zu den Vorwürfen Stellung genommen. Sollte die Klage Erfolg haben, würde das das Ende von LOTRO bedeuten, allerdings ist davon auszugehen, dass der Konzern seine gesamte Rechtsabteilung aktiviert – und der Ausgang solcher Klagen ist in den USA dank des verschwurbelten Rechtssystems alles andere als gewiss.
Ich würde mal vermuten, dass dem Tolkien Estate inzwischen geschwant hat, dass sie schlecht verhandelt haben und Verbreitungsrechte über das Internet nicht frühzeitig genug in die Verträge eingingen. Jetzt möchte man das nachholen und kassieren – es ist wahrscheinlich, dass sich Darth Warner wie üblich hierbei nicht sonderlich freigiebig zeigen wollte. Ich gehe nicht davon aus, dass die Verantwortlichen derart naiv sind zu glauben, wirklich eine Abschaltung des Onlinespiels erreichen zu können. Mal ganz davon abgesehen sollte ihnen klar sein, dass die Fangemeinde von HDRO insbesondere seitdem das Spiel zu free-2-play wurde groß ist und diese in hohem Maße erbost darüber sein würde, wenn das erfolgreiche MMO aufgrund der Klage so einfach abgeschaltet werden müsste – den Klägern dürfte dann ein Shitstorm epischen Ausmaßes ins Haus stehen. Ich denke, allerdings, dass das Ganze auf einen Vergleich hinauslaufen wird, bei dem Warner (zähneknirschend) einen Betrag bezahlt und dafür die Online-Inhalte bestehen bleiben.
Interessant wird allerdings sein zu sehen, ob die Forderungen der Tolkien-Erben gundsätzlich von Gerichten als valide angesehen werden. Sollte dem so sein, dürfte das möglicherweise auch Auswirkungen auf zahllose andere »Intellectual Properties« haben.
[cc]
Screenshot LOTRO Copyright Turbine und Warner Bros.
Die Firma TSR (Tactical Studies Rules) ist unter Rollenspielern legendär – es war die von Gary Gygax und dort erschien einer der Urväter des Pen & Paper-Rollenspiels: DUNGEONS & DRAGONS. Nach finanziellen Problemen wurde TSR 1979 von Wizkids aufgekauft (die existieren seit 2008 aber auch nicht mehr).
Jetzt gibt es Informationen, dass eine Firma namens TSR Games ab Dezember ein Rollenspieler-Magazin namens GYGAX MAGAZINE heraus bringen möchte. Es existiert dazu bereits eine rudimentäre Webseite, ebenso wie eine zur Firma TSR GAMES. Die Spekulationen schlugen natürlich sofort hohe Wellen. Über whois-Abfragen fand man im EN World-Forum heraus, dass der Inhaber der Domains ein Mann namens Jayson Elliot ist. Man fragte sich zudem, was das für ein Magazin sein kann und ob die Familie Gygax damit irgendwie zu tun hat. Jayson Elliot meldete sich dort im Forum daraufhin persönlich zu Wort (Übersetzung von mir):
Hi guys, this is Jayson. I’m the editor for Gygax Magazine.
Gygax Magazine is myself, Ernie Gygax, Luke Gygax, Tim Kask, James Carpio, and Jim Wampler. Our first issue is out in December; since it’s not finished yet, we’ve been pretty quiet about things until it’s ready.
Just to address some of the questions, I thought it was best that I leave a reply. We do own the trademark for TSR, and have since December of 2011. We are a new company, not the old TSR, as they were purchased by Wizards in the ’90s. The trademark was abandoned about nine years ago, and we registered it in 2011.
We decided the best thing to release first as TSR was a gaming magazine, because we wanted a way to bridge the traditions of the old guard with the awesome new games that are out today.
Hallo Leute. Ich bin’s, Jason. Ich bin der Redakteur des Gygax Magazine.
Gygax Magazin, das sind: ich, Ernie Gygax, Luke Gygax, Tim Kask, James Carpio und Jim Wampler. Unsere erste Ausgabe wird im Dezember erscheinen; da sie noch nicht fertig ist, haben wir uns bis jetzt ziemlich zurückgehalten, darüber zu sprechen.
Um auf einige der Fragen einzugehen, dachte ich es wäre am besten, hier zu antworten. Uns gehört das Trademark an TSR, wir haben es seit dem Dezember 2011. Wir sind eine neue Firma, nicht die alte TSR, denn die wurde in den 90ern von Wizkids gekauft. Das Trademark wurde vor neun Jahren aufgegeben und wir haben es in 2011 erworben.
Wir haben uns entschieden, dass es das beste wäre, als TSR zuerst einmal ein Spielemagazin zu veröffentlichen, weil wir eine Brücke von den Traditionen der alten Garde zu den großartigen neuen Spielen, die es heute gibt, schlagen wollen.
Holy Moly … Na, da darf man aber mal wirklich gespannt sein …
THE BUTTERFLY EFFECT ist ein Kurzfilm als Hommage an und im Stil von klassischen amerikanischen Actionfilmen aus der Ära 1970er bis 1990er. Er wurde realisiert von Passion Pictures, verwendet wurde für die Realisierung die neueste Version 4.0 der Spieleengine Unity. Und die kann offenbar was. Der Metal-Soundtrack stammt von Steve Grimmett.
An ordinary looking guy wakes up one morning feeling the worse for wear and realises he’s run out of milk. As he drags himself out of the house to go and buy some, an extraordinary sequence of events draws him into a journey of mayhem on the streets of San Francisco.
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So etwas musste früher oder später kommen, ich hatte bereits seit langem damit gerechnet: Google startet ein MMO, das die Realität in das Spiel mit einbezieht. Googles neues Projekt INGRESS ist offenbar (Details fehlen noch) ein Android-basiertes »Augmented Reality Game«, in dem man durch sein Smartphone via App in der realen Welt mit anderen Spielern interagiert, gleichzeitig werden aber auch Dinge einbezogen, die tatsächlich gar nicht existieren. Das Ganze ergibt dann einen FRINGE-ähnlichen Mystery-Plot.
Man muss sich für eine von zwei Fraktionen entscheiden, entweder den Widerstand (Resistance) oder die Erleuchteten (Enlightened). Eine mysteriöse neue Form von Energie ist entdeckt worden – die Erleuchteten wollen dies dadurch entstehenden unfassbaren Möglichkeiten nutzbar machen, während der Widerstand glaubt, dass durch die Energie unsere Gedanken kontrolliert werden und die Menschheit davor beschützt werden muss.
Auf der Seite zu INGRESS kann man sich für einen Betazugang vormerken.
Ich muss zugeben: ich bin etwas gespalten. Einerseits finde ich die Idee und das Konzept überaus spannend, insbesondere, da der Schlüssel zum Erfolg offenbar Kooperation ist. Auf der anderen Seite wird das zu noch mehr Smartphone-Zombies führen, als wir ohnehin jetzt schon auf den Straßen sehen. Wollen wir das?
Ich habe mich auf jeden Fall für einen Beta-Account angemeldet, denn ausprobieren muss ich das einfach. Stellt sich die Frage, ob das In Europa überhaupt spielbar sein wird, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Google das nicht vorgesehen hat.
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