Apple möchte keine Steam Link-App in seinem Shop

Apple möchte keine Steam Link-App in seinem Shop

Steam Link von Valve gibt es schon länger. Ursprünglich eine Hard­ware, mit deren Hil­fe man Games aus Valves Steam Shop vom Com­put­er auf den Fernse­her strea­men kann, kündigte man Anfang diesen Monats an, dass es auch Apps geben wird, mit denen man das­selbe auf Tablets tun kann. Kurz darauf erschien dann auch eine Android App die genau das kann. Eine äußerst coole Sache.

Apple möchte die App aber offen­bar nicht in seinem Shop, denn nach­dem die zuerst genehmigt wurde, hat man diese Genehmi­gung wieder zurück genom­men, und zwar erst nach­dem Steam bere­its Wer­bung dafür gemacht hat­te. Man kann jet­zt spekulieren, ob Apple das tat, damit Valve dumm aussieht.

Die Begrün­dung ist eher dünn, Apple redet von »Geschäft­skon­flik­ten«. Das State­ment von Valve dazu liest sich wie fol­gt:

On Mon­day, May 7th, Apple approved the Steam Link app for release. On Weds, May 9th, Valve released news of the app. The fol­low­ing morn­ing, Apple revoked its approval cit­ing busi­ness con­flicts with app guide­lines that had alleged­ly not been real­ized by the orig­i­nal review team. Valve appealed, explain­ing the Steam Link app sim­ply func­tions as a LAN-based remote desk­top sim­i­lar to numer­ous remote desk­top appli­ca­tions already avail­able on the App Store. Ulti­mate­ly, that appeal was denied leav­ing the Steam Link app for iOS blocked from release. The team here spent many hours on this project and the approval process, so we’re clear­ly dis­ap­point­ed. But we hope Apple will recon­sid­er in the future.

Das Getue Apples ist natür­lich sehr merk­würdig. Erst wird die App genehmigt, und dann fällt ihnen plöt­zlich auf, dass ein »Busi­ness-Kon­fllkt« vor­liegt? Und was kön­nte das sein? Die Tat­sache, dass Apple eben­falls Spiele verkaufen möchte und Valve deswe­gen als direk­ten Konkur­renten sieht? Auf Nach­fra­gen seit­ens Valve hat Apple nicht geant­wortet.

Ich bin immer wieder froh, dass ich nach dem iPad-Desaster mit aus­bleiben­den Updates und äußerst neg­a­tiv­en Erfahrun­gen mit iTunes (für Seriensea­son bezahlt, die dann am Tag danach aus dem Shop ver­schwun­den war) entsch­ieden habe, Apple nie wieder Geld hin­ter­herzuw­er­fen.

Logos Valve und Steam Copy­right Valve

Kurztest: LAND’S END für die Oculus Go

Kurztest: LAND’S END für die Oculus Go

»Ein Spiel von den Mach­ern von MONUMENT VALLEY« – war ein­er der Teaser­sprüche für die App LAND’S END für die Ocu­lus Go. Da ich das Head­set neu habe, und zum Testen ein Game kaufen wollte, griff ich für 4,99 Euro zu. Wenn es von ust­wo games ist, kann es so übel nicht sein – dachte ich.

Tat­säch­lich ist das Spiel an sich nicht schlecht. Man bewegt sich per Kurztele­por­ta­tio­nen durch eine stil­isierte aber ziem­lich stim­mungsvolle low-poly-Land­schaft und muss hier ver­schiedene Rät­sel lösen, die zum einen darin beste­hen, Punk­te mit Pow­er­lin­ien zu verbinden, um irgend­was zu aktivieren, das einen dann im Spiel weit­er bringt. Bisweilen muss man auch Steine herum­levi­tieren, um diese Verbindun­gen möglich zu machen. Was sich jet­zt rel­a­tiv sim­pel anhört, kön­nte ein ganz grandios­es Game sein.

Warum nur »kön­nte«?

Weil man für 4,99 ger­ade mal fünf Lev­el bekommt und die hat­te ich ohne große Eile und mit Herumpro­bieren an den Rät­seln in knapp 40 Minuten durch, das halte ich für eine Frech­heit. Man kann das höch­stens als Demo ein­stufen, als Appe­tiz­er – und dafür ist es zu teuer. LAND’S END wirkt für mich, als habe man ust­wo games gesagt: »Macht mal schnell was zum Launch der Ocu­lus Go, das kön­nen wir dann teuer vertick­en!« Aber das stimmt nicht, denn es gab das Game bere­its für die Gear VR – da kostete es sog­ar 7,99 Euro.

Wäre es ein voll­ständi­ges Spiel mit mehr Lev­eln würde ich für die Real­isierung, Stim­mung, Musik und vor allem die cle­vere VR-Steuerung ver­mut­lich fünf Sterne vergeben. Für Preis/Leistung kann ich allerd­ings nur einen Stern gewähren, und das nur mit viel Wohlwollen für das eigentlich nette Spiel­prinzip und die Umset­zung auf der Ocu­lus Go.

Und deswe­gen ist der Kurztest ein Kurztest: weil das Spiel zu kurz ist …

Investiert euer Geld lieber woan­ders oder wartet darauf, dass LAND’S END im Ange­bot ist. 99 Cent hielte ich für angemessen. Sowas klop­pen Indie-Entwick­ler ver­mut­lich an einem Woch­enende in Uni­ty zusam­men.

Pro­mo­grafik LAND’S END Copy­right ust­wo games

Mobiles Game: JURASSIC WORLD ALIVE – Saurier statt Pokémons

Mobiles Game: JURASSIC WORLD ALIVE – Saurier statt Pokémons

Die angekündigte App JURASSIC WORLD ALIVE ver­fol­gt ein ähn­lich­es Konzept wie der Stro­hfeuer-Block­buster POKÈMON GO: Man kann über hun­dert Dinosauri­er jagen, und sog­ar über die Manip­ulierung von DNA ganz neue Arten erschaf­fen. Auch hier­bei muss man offen­bar wieder durch die Straßen laufen, um nach den prähis­torischen Gigan­ten zu suchen und sie zu fan­gen (na hof­fentlich passen die ins Smart­phone …).

Doch anders als beim Vor­bild kann man zudem eine Art virtuelle Drohne loss­chick­en, die das direk­te Umfeld automa­tisiert nach Sauri­ern durch­sucht, man kann also auch vom Sofa aus neue find­en. Ich würde aber mal davon aus­ge­hen, dass auch hier beson­dere Viech­er an beson­deren Orten zu find­en sein wer­den.

Man kann die Sauri­er nicht nur fan­gen und sam­meln, son­dern sie auch in Kämpfe gegen andere Spiel­er schick­en.

JURASSIC WORLD ALIVE soll für Android und iOS erscheinen, einen Releaseter­min gibt es noch nicht (ich tippe mal auf eine Zeit rund um den Start des zweit­en Kinofilms, also möglicher­weise Juni 2018), eben­falls unbekan­nt ist, ob man auch Chris Pratt fan­gen kann …

Pro­mo­grafik JURASSIC WORLD Copy­right Uni­ver­sal Pic­tures

Angekündigt – Mobilspiel HARRY POTTER: HOGWARTS MYSTERY

Angekündigt – Mobilspiel HARRY POTTER: HOGWARTS MYSTERY

Neben dem POKÈMON GO-ähn­lichen AR-Spiel um den Zauber­lehrling ist auch noch ein weit­eres Mobil­spiel in Arbeit. Es soll den Titel HARRY POTTER: HOGWARTS MYSTERY tra­gen und eine Art RPG sein.

Darin soll man laut Entwick­ler Jam City einen Charak­ter erstellen kön­nen, mit dem man dann auf die Zauber­erschule Hog­warts geht, dort mehrere Jahre ver­bringt, und natür­lich alle bekan­nten Fäch­er absolviert, also beispiel­sweise Vertei­di­gung gegen die dun­klen Kün­ste oder Tränke. Es wird auch einen Duell­club geben und es sollen die aus den Büch­ern bekan­nten Pro­fes­soren vorkom­men.

Unklar ist im Moment noch, ob man auch auf Pot­ter und seine Fre­unde tre­f­fen kann, und wie das Spiel genau aussieht, also ob es sich um eine Aneinan­der­rei­hung von Minigames han­delt, oder das Ganze ein ela­bori­ert­eres RGB ist.

HARRY POTTER: HOGWARTS MYSTERY soll für Mobil­tele­fone erscheinen, einen Ter­min gibt es derzeit noch nicht.

Pro­mo­fo­to HARRY POTTER AND THE ORDER OF THE PHOENIX Copy­right Warn­er Bros.

Sega Forever – klassische Spiele auf Mobilgeräten

Sega Forever – klassische Spiele auf Mobilgeräten

Sega For­ev­er ist eine in Zukun­ft weit­er wach­sende Samm­lung klas­sis­ch­er Spiele des Pub­lish­ers, umge­set­zt für mod­erne mobile Geräte, also Smart­phones und Tablets.

Dabei sind etliche der Spiele in der Grund­ver­sion kosten­los, blenden allerd­ings Wer­bung ein. Wer die loswer­den oder Pro-Fea­tures freis­chal­ten möchte, zahlt einen Obo­lus von zwei Dol­lar pro Spiel. Diese Wer­bung erscheint nur beim Start des Spiels, im Startscreen oder auf High­score-Lis­ten, nicht aber im Spiel selb­st, sie bee­in­flusst also das Game­play nicht.

Das Ganze startet heute in den App-Stores von Google und Apple, zu den zum Launch erhältlichen Spie­len gehören unter anderem Son­ic The Hedge­hog, Phan­ta­sy Star II, Comix Zone, Kid Chameleon oder Altered Beast.

Weit­ere details auch auf der offiziellen Home­page von Sega For­ev­er.

Pro­mo­grafik Copy­right Sega

Netflix – Erstkontakt: katastrophal

Netflix – Erstkontakt: katastrophal

Logo NetflixIch habe mir natür­lich allein schon aus Inter­esse gestern sofort einen Net­flix-Account angelegt. Da ich allerd­ings nicht vorhabe, mir Filme auf dem Rech­n­er anzuse­hen, wären meine bei­den Endgeräte die PS3 am Beam­er in der Man­Cave und der Smart-TV im Wohnz­im­mer.

Let­zteres war allerd­ings nicht erfol­gre­ich. Ich kon­nte die App zwar instal­lieren, aber sie startet nicht. Man sieht kurz einen Lade­balken, dann passiert nichts mehr. Ich muss die Smart-Funk­tion des Philips-Fernse­hers ver­lassen, um das Gerät weit­er bedi­enen zu kön­nen.

Na pri­ma, dachte ich, dann teste ich doch mal den Net­flix-Sup­port. Dort kann man entwed­er anrufen, oder man nutzt einen Chat auf der Web­seite, ich wählte let­zteres. Erfreulicher­weise war sofort ein Sup­port­mi­tar­beit­er ver­füg­bar. Die ange­botene Hil­fe war allerd­ings mis­er­abel. Man merk­te dass der Mitar­beit­er sich an ein­er Liste ent­langar­beit­ete und ohne Sinn und Ver­stand Lösungsmöglichkeit­en vorschlug.

Die meis­ten davon völ­lig unsin­nig. Man solle beispiel­sweise »das Net­zw­erk und alle Geräte darin kurz von Netz tren­nen«. Warum? Alles andere funk­tion­iert. Dann die Idee, dass auf dem TV zu viele Stream­ing-Apps seien (die Frage war: »Sind Stream­ing-Apps auf dem Gerät?« Ich antwortete: »Ja, 95% der Apps sind Stream­ing-Apps, denn es han­delt sich um ein Smart-TV …«), die zuviel Traf­fic ver­brauchen, so dass Net­flix nicht funk­tion­ieren kann. Auch das natür­lich Mumpitz, denn das Gerät ist nicht mul­ti­task­ing-fähig, es kann immer nur eine App laufen und Traf­fic verur­sachen. Dann übliche Tipps wie »Gerät vom Netz tren­nen« – hat­te ich bere­its gemacht. Weit­er hieß es noch, dass die ganzen Geräte in meinem Net­zw­erk zuviel Traf­fic verur­sachen und deswe­gen nicht mehr genug für die Net­flix-App bliebe. Ja, ne, is klar. Ich kon­nte sehen, dass die 16M­bit-Leitung nicht mal zu fünf Prozent aus­ge­lastet war und auch der Rest des Net­zw­erks sich gepflegt lang­weilte . Außer­dem: Die Net­flix-App startete ja noch nicht ein­mal.

Er blieb aber dabei: Auf jeden Fall gäbe es Verbindung­sprob­leme, dass alle anderen Stream­ing-Apps funk­tion­ierten, inter­essierte den Sup­port­mi­tar­beit­er nicht die Bohne, ben­sowenig, dass die App ja nicht nicht mal auf die Füße kam, also bei Starten bere­its abschmierte.

Irgend­wann ver­steifte er sich dann darauf, dass ich auf alle Fälle »mein Net­zw­erk neu starten müsse«, um das Prob­lem zu lösen. ich habe die »Support«-Sitzung an der Stelle abge­brochen. Die Zeit hätte ich deut­lich sin­nvoller ver­brin­gen kön­nen. Der Net­flix-Sup­port bekommt von mir die Schul­note fünf, da er sich auss­chließlich an zum Fehler nicht wirk­lich passenden Stan­dar­d­ant­worten ent­lang hangelte. Es ist keine sechs, weil der der Sup­port­mi­tar­beit­er zwar ahnungs­los, aber wenig­stens fre­undlich war und weil die Chat­ses­sion zumin­d­est aus humoris­tis­ch­er Sicht einen gewis­sen Unter­hal­tungswert hat­te.

Quin­tes­senz: Net­flix läuft auf einem aktuellen Smart-TV der Marke Philips nicht, dem ich extra kurz vorher nochmal ein Firmware-Update spendiert hat­te. Der Sup­port ist nicht in der Lage, zu helfen. So wird das nichts, Net­flix.

Auf der anderen Seite: Amzon bietet für seinen Stream­ing-Dienst noch nicht ein­mal eine App für Philips-Geräte

Heute Abend mal die PS3 testen, wenn das da auch so gut funk­tion­iert, dann gute Nacht, Net­flix.

Logo Net­flix Copy­right Net­flix Lux­em­bourg S.à r.l.

LChoice – Stellungnahme des Betreibers

LChoice – Stellungnahme des Betreibers

Logo LChoiceAuf meinen gestri­gen Artikel hin hat­te sich Herr Bintig von LChoice ja bere­its in den Kom­mentaren gemeldet. Ich halte es für ein äußerst pos­i­tives Zeichen, dass der Betreiber offen auf die Kri­tik einge­ht. Weit­er­hin erhielt ich von ihm noch eine Email, die ich hier – wie angekündigt – wiedergeben und auch mein­er­seits kom­men­tieren möchte.

Sehr geehrter Herr Holzhauer,

vie­len Dank für Ihre Nach­fra­gen – wir freuen uns sehr, wenn sich Nutzer inten­siv mit unseren Pro­duk­ten auseinan­der­set­zen und natür­lich auch, wenn sie vorhan­dene Schwach­stellen find­en, die wir dann beheben kön­nen.

Lassen Sie mich gle­ich tech­nisch ins Detail gehen und Ihre Fra­gen beant­worten:

Zugriff auf die SD-Karte wird benötigt, da ver­schiedene Tele­fon-Mod­elle exter­nen Spe­ich­er als SD-Karte moun­ten und wir dort Dat­en able­gen. Das tun wir, um den inter­nen Spe­ich­er des Tele­fons zu ent­las­ten.
Die Funk­tio­nen für Blit­zlicht, WLAN und Kam­era sind Teil der Anwen­dung – darüber hin­aus nicht sehr sicher­heit­skri­tisch. Unser­er Ken­nt­nis
Zugriff auf Sys­te­me­in­stel­lun­gen: Diese Option ist gewählt, um z.B. die Geolo­ca­tion ein- oder auss­chal­ten zu kön­nen. Aktuell nutzen wir diese Option noch nicht, sie wird aber in einem der näch­sten Releas­es ver­füg­bar sein.
Per­ma­nentes Aus­führen der App benöti­gen wir für Mes­sag­ing­di­en­ste – diesen wer­den wir allerd­ings in naher Zukun­ft weit­er­en­twick­eln und dieses Recht dann nicht mehr benöti­gen.
Entwick­ler-Tools. Dahin­ter ver­birgt sich z.B. das Löschen von gecacht­en Files, die im geschützten Bere­ich abgelegt sind.
Darüber hin­aus entziehen wir per­ma­nent bei fast jedem Release der App Rechte – im Laufe der Entwick­lung benötigte LChoice immer weniger davon. Ein kom­plett »recht­lose« App ist allerd­ings schwierig zu bauen, auch wenn sie »nur Büch­er kaufen« wollen.
Abschließend möchte ich darauf hin­weisen, dass zahlre­iche andere Apps, wie ebay, Ama­zon, Xing etc. eben­falls Rechte besitzen, die auf den ersten Blick sus­pekt erscheinen kön­nen, z.B. das zum Löschen von Cachefiles, was als »Entwick­ler-Tools« auf­taucht oder den Zugriff auf den exter­nen SD-Spe­ich­er. LChoice ist im Ver­gle­ich mit den genan­nten Apps sog­ar ver­gle­ich­sweise sparsam, was die geforderten Rechte bet­rifft, man denke nur an den Zugriff auf Nutzerkon­ten und -dat­en.

Abschließend noch eine kurze Antwort zu Ihrer Frage, warum wir nur eine App anbi­eten. Wir arbeit­en aktuell an ein­er Web­ver­sion der App, u.a. aus dem von Ihnen genan­nten Grund, eben allen Nutzern die Möglichkeit zu bieten, ihre Buch­händler auf diese Art und Weise zu unter­stützen.

Ich freue mich auf Ihr Feed­back und die weit­eren Diskus­sio­nen auf Ihrer Seite.

Mit fre­undlichen Grüßen,
Robert Bintig

Dazu fol­gende Anmerkun­gen. Dass die App Net­zwekzu­gang haben muss, damit man sich über ein WLAN verbinden kann, sehe ich ein. Unnötig ist jedoch der Zugriff auf die Liste der lokal vorhan­de­nen WLANs. Ich entschei­de als Nutzer ob ich mich mit einem davon verbinde, die App hat damit gar nichts zu tun. Wer­den alle WLAN-Net­zw­erke in Reich­weite mit­geschnit­ten, wäre es the­o­retisch sog­ar möglich, darüber ein Bewe­gung­spro­fil zu erstellen. Bewe­gung­spro­fil ist ein gutes Stich­wort für das viel größere Prob­lem und es wird die Geolo­ca­tion, also die Posi­tions­bes­tim­mung des Nutzers, auch direkt in der Antwort ange­sprochen. Zugriff auf sämtliche Sys­te­me­in­stel­lun­gen – und ich wieder­hole mich – ist völ­lig inakzept­abel. Der Hin­weis darauf, dass die App sich erlaubt, die Posi­tions­bes­tim­mung selb­st­ständig zu aktivieren ver­schlim­mert das Daten­schutzprob­lem sog­ar noch. Aus welchem logis­chen Grund sollte eine – wir erin­nern uns – ständig laufende App sich selb­st dauer­haft Zugriff auf unsere Posi­tion geben dür­fen? Der einzige, der mir ein­fällt, wäre ein Bewe­gung­spro­fil zu erstellen. Das benötigt man für einen Buchkauf keines­falls. Ich ver­mute mal, es soll haupt­säch­lich ver­wen­det wer­den, um die näch­ste Buch­hand­lung anzuzeigen. Das kön­nte man aber leicht lösen, wie bei anderen Anwen­dun­gen auch: indem man den Nutzer ein­fach fragt, ob er für diesen Fall und kurzzeit­ig eine Posi­tions­bes­tim­mung zulassen möchte.

Der Hin­weis, dass sich Apps ander­er Anbi­eter noch viel weit­er reichende Rechte ein­räu­men ist kor­rekt, aber nicht zielführend. Dass andere deut­lich kri­tis­ch­er sind, ändert ja nichts an den beste­hen­den Defiziten mit LChoice.

Pos­i­tiv sehe ich die Rück­mel­dung, dass die in meinen Augen höchst kri­tis­chen Rechte in Sachen Sys­te­me­in­stel­lun­gen eben­so wie andere Prob­leme bei einem Update der App behoben wer­den sollen. Ich werde LChoice dann erneut prüfen und eine neue Bew­er­tung abgeben, soll­ten meine Bedenken dann zer­streut sein, werde ich auch Ange­bot und Umset­zung testen und auf Phan­taNews in Form eines Artikels veröf­fentlichen (bis zu diesem Zeit­punkt gibt es dann vielle­icht auch einen Buch­händler bei mir vor Ort, der sich dem Sys­tem angeschlossen hat). Dass zudem eine web­basierte Möglichkeit ein­gerichtet wer­den soll, mit der man das Ange­bot nutzen kann, halte ich eben­falls für eine sehr gute Nachricht. Denn grund­sät­zlich finde ich die Idee immer noch großar­tig.

Logo LChoice Co­py­right MChoice AG

LChoice – online kaufen, trotzdem den lokalen Buchhandel unterstützen? Schön wär´s …

LChoice – online kaufen, trotzdem den lokalen Buchhandel unterstützen? Schön wär´s …

Logo LChoiceEs ist im Prinzip genau das Konzept, dass ich hier auf Phan­taNews schon mehrfach als wün­schenswert beschrieben hat­te: Ich kaufe meine Büch­er online, bekomme sie nach Hause geliefert und der Betrag wird einem lokalen Buch­händler gut­geschrieben.

Jet­zt gibt es offen­bar endlich einen Anbi­eter, der genau das tut, allerd­ings nicht mit einem Web­por­tal, son­dern mit ein­er App für Android und iOS. Mit der LChoice-App kann man entwed­er einen QR-Code scan­nen, oder eine ISBN-Num­mer eingeben, oder ein Buch über den Titel suchen und dann erwer­ben. Den Kauf kann man dann entwed­er in der gewün­scht­en (und eingestell­ten) Buch­hand­lung abholen, oder sich die Ware zuschick­en lassen.

Laut der Info­s­eite sind die Kosten für den Buch­händler hier­bei über­schaubar, es wer­den 3% vom Kauf für die Auf­tragsab­wick­lung fäl­lig, will man zusät­zlich den optionalen Bezahlser­vice in Anspruch nehmen, fall­en noch ein­mal 1% an. Bei den Alter­na­tive »gar nicht ver­di­enen, weil der Kunde irgend­wo online kauft« sind das in meinen Augen Top-Kon­di­tio­nen.

Eigentlich grandios, genau so muss das gehen. Das Ganze ist noch sehr neu, deswe­gen nehmen bish­er ger­ade mal unge­fähr 100 Buch­händler teil, das müssen natür­lich deut­lich mehr wer­den. Warum dann »eigentlich«? Deswe­gen:

BerechtigungenBei der Instal­la­tion der App auf einem Android-Phone zeigen sich dann allerd­ings Merk­würdigkeit­en. Die Berech­ti­gun­gen, die sich LChoice genehmi­gen will, sind in meinen Augen nicht mal ansatzweise akzept­abel. Warum muss die App Videos aufnehmen kön­nen? Für einen QR-Code reicht Zugriff auf die Kam­era. Dann will sich die App das Recht ein­räu­men, per­ma­nent aus­ge­führt zu wer­den und – man fasst es kaum – Sys­te­me­in­stel­lun­gen ändern zu dür­fen. Voller Net­zw­erkzu­griff dürfte klar sein, son­st kön­nte man das Inter­net nicht nutzen. Warum die App SD-Karten-Inhalte ändern will, ver­ste­he ich eben­falls nicht ganz, genau­so wenig, warum sie Zugriff  auf Vibra­tion,  Blit­zlicht und geschützten Spe­ich­er haben und die WLAN-Verbindun­gen anzeigen möchte.

Was soll das Ganze? Etliche Berech­ti­gun­gen davon sind für einen reinen Buchkauf über­haupt nicht nötig. Da man den Ser­vice leicht auch als Web­seite anbi­eten kön­nte, diese Möglichkeit aber nicht existiert, kann man eigentlich nur davon aus­ge­hen, dass die App im Tele­fon schnüf­feln möchte. Ich werde mal eine Anfrage beim Anbi­eter stellen, was die sich dabei denken.

Ich habe LChoice den­noch instal­liert, um das mal auszupro­bieren. Die unver­schämten Berech­ti­gun­gen kann man mit entsprechen­den Anwen­dun­gen wie App­Guard ein­schränken, was ich getan habe. Lei­der weigert sich LChoice dann, zu starten. Tja, dumm gelaufen, hier kön­nte eine an sich pri­ma Idee an bek­loppten App-Berech­ti­gun­gen scheit­ern. Im Moment würde ich LChoice auf­grund dieser Prob­lematik nicht nutzen. Mal abwarten, was der Anbi­eter sagt. Auf der Web­seite find­et sich unter dem Menüpunkt »Marken­leit­bild« fol­gen­der Text:

Unser Anspruch ist das Leben der Men­schen in ihrem All­t­ag zu bere­ich­ern – ver­trauenswürdig und inno­v­a­tiv. Wir wollen prak­tisch funk­tion­al, echt benutzer­fre­undlich und sin­nvoll sein.

Soso, »ver­trauenswürdig« … Bin ges­pan­nt, was auf meine Anfrage geant­wortet wird.

Logo LChoice Copy­right MChoice AG, Screen­shot Berech­ti­gun­gen von mir

APOCALYPSIS III – dritte Staffel des Serienromans von Bastei

APOCALYPSIS III – dritte Staffel des Serienromans von Bastei

Cover Apokalypsis3[Spon­sored Post] Mit APOCALYPSIS III erscheint bei Bastei Lübbe soeben die dritte Staffel des Serien­ro­mans, der in Form ein­er App, speziell auf dig­i­tale Endgeräte abges­timmt ist. Audio­vi­suelle Ele­mente, Texte sowie Illus­tra­tio­nen ver­schmelzen damit zu einem Leseer­leb­nis. Der Ver­lag schreibt dazu:

Man befind­et sich ständig im Zen­trum des Geschehens und fühlt sich den Ereignis­sen extrem nah. Mario Gior­dano hat es geschafft einen pack­enden Endzeit­thriller zu schaf­fen, der durch seine mul­ti­me­di­ale Erschei­n­ungs­form das Leseer­leb­nis noch ein­mal inten­siviert.

Auch die dritte Staffel der Best­seller-Serie um die Haupt­fig­ur Peter Adam geht pack­end weit­er. Papst Johannes Paul III. ist zurück­ge­treten und spur­los ver­schwun­den. Der Col­lege­pro­fes­sor Peter Adam ver­liert seine Frau sowie seine kleine Tochter Maya bei einem Flugzeu­gab­sturz. Sein Brud­er Niko­las eröffnet ihm, dass ihr Tod im Zusam­men­hang mit den Aktiv­itäten eines okkul­ten Ordens ste­he. Peter stößt bei seinen Nach­forschun­gen auf einen mys­ter­iösen Orden, der sich dem Wel­tun­ter­gang ver­schrieben hat. Dabei ahnt er nicht welche Bedeu­tung er für den Orden hat. Als selb­st der neue Papst, Petrus II., von Dämo­nen besessen ist, scheinen Peters rät­sel­hafte Tätowierun­gen die let­zte Hoff­nung gegen die dro­hende Apoka­lypse zu sein. Kann er das Ende der Welt noch aufhal­ten?

Weit­ere Infor­ma­tio­nen find­et man auf der Serien-Web­seite.

Cov­er­ab­bil­dung Copy­right Bastei Lübbe

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Kickstarter: GIRL GENIUS AND THE RATS OF MECHANICSBURG

Wer sich mit Steam­punk beschäftigt, hat wahrschein­lich auch schon ein­mal etwas über Phil und Kaja Foglios Web- und Print-Com­ic GIRL GENIUS gehört. Das Mot­to der Serie lautet:

»Adven­ture, Romance, MAD SCIENCE!«

GIRL GENIUS ver­fol­gt die Aben­teuer ein­er junge Heldin namens Agatha Het­ero­dyne in einem par­al­lel­weltlichen, vik­to­ri­an­is­chen Steam­punk-Set­ting, oder auch einem »Gaslamp-Style«, wie es die Autoren nen­nen.

Auf Kick­starter wurde Ende let­zter Woche ein Pro­jekt mit dem Titel GIRL GENIUS AND THE RATS OF MECHANICSBURG aus­gerufen. Hier sucht man Unter­stützer für ein Spiel, das für iOS und Android erscheinen soll. Unter­stützt wer­den muss da inzwis­chen nichts mehr, denn das 7500-Dol­lar-Zeil wurde nahezu in Nul­lzeit erre­icht, bis  jet­zt gin­gen fast 31000 Dol­lar ein. Spenden kann man allerd­ings weit­er­hin, noch 19 Tage ste­hen zur Ver­fü­gung. Für ger­ade mal 4 Dol­lar erhält man als Gegen­leis­tung die Android-App – da habe zumin­d­est ich nicht lange über­legt … :)

Alles weit­ere auf der Kick­starter-Pro­jek­t­seite.

Creative Commons License

Pro­mo­grafik Copy­right Stephen Bee­man

INGRESS – Augmented Reality Game

So etwas musste früher oder später kom­men, ich hat­te bere­its seit langem damit gerech­net: Google startet ein MMO, das die Real­ität in das Spiel mit ein­bezieht. Googles neues Pro­jekt INGRESS ist offen­bar (Details fehlen noch) ein Android-basiertes »Aug­ment­ed Real­i­ty Game«, in dem man durch sein Smart­phone via App in der realen Welt mit anderen Spiel­ern inter­agiert, gle­ichzeit­ig wer­den aber auch Dinge ein­be­zo­gen, die tat­säch­lich gar nicht existieren. Das Ganze ergibt dann einen FRINGE-ähn­lichen Mys­tery-Plot.

Man muss sich für eine von zwei Frak­tio­nen entschei­den, entwed­er den Wider­stand (Resis­tance) oder die Erleuchteten (Enlight­ened). Eine mys­ter­iöse neue Form von Energie ist ent­deckt wor­den – die Erleuchteten wollen dies dadurch entste­hen­den unfass­baren Möglichkeit­en nutzbar machen, während der Wider­stand glaubt, dass durch die Energie unsere Gedanken kon­trol­liert wer­den und die Men­schheit davor beschützt wer­den muss.

Auf der Seite zu INGRESS kann man sich für einen Betazu­gang vormerken.

Ich muss zugeben: ich bin etwas ges­pal­ten. Ein­er­seits finde ich die Idee und das Konzept über­aus span­nend, ins­beson­dere, da der Schlüs­sel zum Erfolg offen­bar Koop­er­a­tion ist. Auf der anderen Seite wird das zu noch mehr Smart­phone-Zom­bies führen, als wir ohne­hin jet­zt schon auf den Straßen sehen. Wollen wir das?

Ich habe mich auf jeden Fall für einen Beta-Account angemeldet, denn aus­pro­bieren muss ich das ein­fach. Stellt sich die Frage, ob das In Europa über­haupt spiel­bar sein wird, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Google das nicht vorge­se­hen hat.

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PhantaNews für Smartphones und Tablets via Google Currents

Ab sofort kann man die Inhalte von Phan­taNews auch bequem auf dem Smart­phone und Tablet lesen – und das unab­hängig davon, ob es sich um ein Android- oder iOS-Gerät han­delt. Google Cur­rents machts möglich.

Ich hat­te eine Zeit lang mobile Inhalte über spezielle Word­Press-Plu­g­ins und Themes ange­boten, lei­der war das fehler­an­fäl­lig und diese Lösun­gen hat­ten ern­sthafte Prob­leme mit Cus­tom Post Types, so dass ich darauf wieder verzicht­en musste.

Googles neuer Dienst Cur­rents macht es nun ein­fach, die Inhalte von Phan­taNews für ver­schiedene mobile Plat­tfor­men anzu­bi­eten, ohne dass ich mir Sor­gen um die Tech­nik machen muss, denn die Auf­bere­itung für die ver­schiede­nen Flavours (und Auflö­sun­gen) von Smart­phones und Tablets übern­immt Googles Tech­nik.

Um Phan­taNews via Cur­rents zu lesen, muss man ein­fach nur die fürs eigene Gerät passende kosten­lose App instal­lieren (für Android oder für iOS) und dort dann in den Inhal­ten nach »Phan­taNews« suchen, um es zur eige­nen Bib­lio­thek hinzuzufü­gen. Man kann mit dem Mobil­gerät der eige­nen Wahl auch ein­fach diesen Link auf­suchen.

Creative Commons License

Logo Google Cur­rents Copy­right Google