Apple möchte keine Steam Link-App in seinem Shop

Apple möchte keine Steam Link-App in seinem Shop

Steam Link von Valve gibt es schon länger. Ursprünglich eine Hardware, mit deren Hilfe man Games aus Valves Steam Shop vom Computer auf den Fernseher streamen kann, kündigte man Anfang diesen Monats an, dass es auch Apps geben wird, mit denen man dasselbe auf Tablets tun kann. Kurz darauf erschien dann auch eine Android App die genau das kann. Eine äußerst coole Sache.

Apple möchte die App aber offenbar nicht in seinem Shop, denn nachdem die zuerst genehmigt wurde, hat man diese Genehmigung wieder zurück genommen, und zwar erst nachdem Steam bereits Werbung dafür gemacht hatte. Man kann jetzt spekulieren, ob Apple das tat, damit Valve dumm aussieht.

Die Begründung ist eher dünn, Apple redet von “Geschäftskonflikten”. Das Statement von Valve dazu liest sich wie folgt:

On Monday, May 7th, Apple approved the Steam Link app for release. On Weds, May 9th, Valve released news of the app. The following morning, Apple revoked its approval citing business conflicts with app guidelines that had allegedly not been realized by the original review team. Valve appealed, explaining the Steam Link app simply functions as a LAN-based remote desktop similar to numerous remote desktop applications already available on the App Store. Ultimately, that appeal was denied leaving the Steam Link app for iOS blocked from release. The team here spent many hours on this project and the approval process, so we’re clearly disappointed. But we hope Apple will reconsider in the future.

Das Getue Apples ist natürlich sehr merkwürdig. Erst wird die App genehmigt, und dann fällt ihnen plötzlich auf, dass ein “Business-Konfllkt” vorliegt? Und was könnte das sein? Die Tatsache, dass Apple ebenfalls Spiele verkaufen möchte und Valve deswegen als direkten Konkurrenten sieht? Auf Nachfragen seitens Valve hat Apple nicht geantwortet.

Ich bin immer wieder froh, dass ich nach dem iPad-Desaster mit ausbleibenden Updates und äußerst negativen Erfahrungen mit iTunes (für Serienseason bezahlt, die dann am Tag danach aus dem Shop verschwunden war) entschieden habe, Apple nie wieder Geld hinterherzuwerfen.

Logos Valve und Steam Copyright Valve

Kurztest: LAND’S END für die Oculus Go

Kurztest: LAND’S END für die Oculus Go

“Ein Spiel von den Machern von MONUMENT VALLEY” – war einer der Teasersprüche für die App LAND’S END für die Oculus Go. Da ich das Headset neu habe, und zum Testen ein Game kaufen wollte, griff ich für 4,99 Euro zu. Wenn es von ustwo games ist, kann es so übel nicht sein – dachte ich.

Tatsächlich ist das Spiel an sich nicht schlecht. Man bewegt sich per Kurzteleportationen durch eine stilisierte aber ziemlich stimmungsvolle low-poly-Landschaft und muss hier verschiedene Rätsel lösen, die zum einen darin bestehen, Punkte mit Powerlinien zu verbinden, um irgendwas zu aktivieren, das einen dann im Spiel weiter bringt. Bisweilen muss man auch Steine herumlevitieren, um diese Verbindungen möglich zu machen. Was sich jetzt relativ simpel anhört, könnte ein ganz grandioses Game sein.

Warum nur “könnte”?

Weil man für 4,99 gerade mal fünf Level bekommt und die hatte ich ohne große Eile und mit Herumprobieren an den Rätseln in knapp 40 Minuten durch, das halte ich für eine Frechheit. Man kann das höchstens als Demo einstufen, als Appetizer – und dafür ist es zu teuer. LAND’S END wirkt für mich, als habe man ustwo games gesagt: “Macht mal schnell was zum Launch der Oculus Go, das können wir dann teuer verticken!” Aber das stimmt nicht, denn es gab das Game bereits für die Gear VR – da kostete es sogar 7,99 Euro.

Wäre es ein vollständiges Spiel mit mehr Leveln würde ich für die Realisierung, Stimmung, Musik und vor allem die clevere VR-Steuerung vermutlich fünf Sterne vergeben. Für Preis/Leistung kann ich allerdings nur einen Stern gewähren, und das nur mit viel Wohlwollen für das eigentlich nette Spielprinzip und die Umsetzung auf der Oculus Go.

Und deswegen ist der Kurztest ein Kurztest: weil das Spiel zu kurz ist …

Investiert euer Geld lieber woanders oder wartet darauf, dass LAND’S END im Angebot ist. 99 Cent hielte ich für angemessen. Sowas kloppen Indie-Entwickler vermutlich an einem Wochenende in Unity zusammen.

Promografik LAND’S END Copyright ustwo games

Mobiles Game: JURASSIC WORLD ALIVE – Saurier statt Pokémons

Mobiles Game: JURASSIC WORLD ALIVE – Saurier statt Pokémons

Die angekündigte App JURASSIC WORLD ALIVE verfolgt ein ähnliches Konzept wie der Strohfeuer-Blockbuster POKÈMON GO: Man kann über hundert Dinosaurier jagen, und sogar über die Manipulierung von DNA ganz neue Arten erschaffen. Auch hierbei muss man offenbar wieder durch die Straßen laufen, um nach den prähistorischen Giganten zu suchen und sie zu fangen (na hoffentlich passen die ins Smartphone …).

Doch anders als beim Vorbild kann man zudem eine Art virtuelle Drohne losschicken, die das direkte Umfeld automatisiert nach Sauriern durchsucht, man kann also auch vom Sofa aus neue finden. Ich würde aber mal davon ausgehen, dass auch hier besondere Viecher an besonderen Orten zu finden sein werden.

Man kann die Saurier nicht nur fangen und sammeln, sondern sie auch in Kämpfe gegen andere Spieler schicken.

JURASSIC WORLD ALIVE soll für Android und iOS erscheinen, einen Releasetermin gibt es noch nicht (ich tippe mal auf eine Zeit rund um den Start des zweiten Kinofilms, also möglicherweise Juni 2018), ebenfalls unbekannt ist, ob man auch Chris Pratt fangen kann …

Promografik JURASSIC WORLD Copyright Universal Pictures

Angekündigt – Mobilspiel HARRY POTTER: HOGWARTS MYSTERY

Angekündigt – Mobilspiel HARRY POTTER: HOGWARTS MYSTERY

Neben dem POKÈMON GO-ähnlichen AR-Spiel um den Zauberlehrling ist auch noch ein weiteres Mobilspiel in Arbeit. Es soll den Titel HARRY POTTER: HOGWARTS MYSTERY tragen und eine Art RPG sein.

Darin soll man laut Entwickler Jam City einen Charakter erstellen können, mit dem man dann auf die Zaubererschule Hogwarts geht, dort mehrere Jahre verbringt, und natürlich alle bekannten Fächer absolviert, also beispielsweise Verteidigung gegen die dunklen Künste oder Tränke. Es wird auch einen Duellclub geben und es sollen die aus den Büchern bekannten Professoren vorkommen.

Unklar ist im Moment noch, ob man auch auf Potter und seine Freunde treffen kann, und wie das Spiel genau aussieht, also ob es sich um eine Aneinanderreihung von Minigames handelt, oder das Ganze ein elaborierteres RGB ist.

HARRY POTTER: HOGWARTS MYSTERY soll für Mobiltelefone erscheinen, einen Termin gibt es derzeit noch nicht.

Promofoto HARRY POTTER AND THE ORDER OF THE PHOENIX Copyright Warner Bros.

Sega Forever – klassische Spiele auf Mobilgeräten

Sega Forever – klassische Spiele auf Mobilgeräten

Sega Forever ist eine in Zukunft weiter wachsende Sammlung klassischer Spiele des Publishers, umgesetzt für moderne mobile Geräte, also Smartphones und Tablets.

Dabei sind etliche der Spiele in der Grundversion kostenlos, blenden allerdings Werbung ein. Wer die loswerden oder Pro-Features freischalten möchte, zahlt einen Obolus von zwei Dollar pro Spiel. Diese Werbung erscheint nur beim Start des Spiels, im Startscreen oder auf Highscore-Listen, nicht aber im Spiel selbst, sie beeinflusst also das Gameplay nicht.

Das Ganze startet heute in den App-Stores von Google und Apple, zu den zum Launch erhältlichen Spielen gehören unter anderem Sonic The Hedgehog, Phantasy Star II, Comix Zone, Kid Chameleon oder Altered Beast.

Weitere details auch auf der offiziellen Homepage von Sega Forever.

Promografik Copyright Sega

Netflix – Erstkontakt: katastrophal

Netflix – Erstkontakt: katastrophal

Logo NetflixIch habe mir natürlich allein schon aus Interesse gestern sofort einen Netflix-Account angelegt. Da ich allerdings nicht vorhabe, mir Filme auf dem Rechner anzusehen, wären meine beiden Endgeräte die PS3 am Beamer in der ManCave und der Smart-TV im Wohnzimmer.

Letzteres war allerdings nicht erfolgreich. Ich konnte die App zwar installieren, aber sie startet nicht. Man sieht kurz einen Ladebalken, dann passiert nichts mehr. Ich muss die Smart-Funktion des Philips-Fernsehers verlassen, um das Gerät weiter bedienen zu können.

Na prima, dachte ich, dann teste ich doch mal den Netflix-Support. Dort kann man entweder anrufen, oder man nutzt einen Chat auf der Webseite, ich wählte letzteres. Erfreulicherweise war sofort ein Supportmitarbeiter verfügbar. Die angebotene Hilfe war allerdings miserabel. Man merkte dass der Mitarbeiter sich an einer Liste entlangarbeitete und ohne Sinn und Verstand Lösungsmöglichkeiten vorschlug.

Die meisten davon völlig unsinnig. Man solle beispielsweise “das Netzwerk und alle Geräte darin kurz von Netz trennen”. Warum? Alles andere funktioniert. Dann die Idee, dass auf dem TV zu viele Streaming-Apps seien (die Frage war: “Sind Streaming-Apps auf dem Gerät?” Ich antwortete: “Ja, 95% der Apps sind Streaming-Apps, denn es handelt sich um ein Smart-TV …”), die zuviel Traffic verbrauchen, so dass Netflix nicht funktionieren kann. Auch das natürlich Mumpitz, denn das Gerät ist nicht multitasking-fähig, es kann immer nur eine App laufen und Traffic verursachen. Dann übliche Tipps wie “Gerät vom Netz trennen” – hatte ich bereits gemacht. Weiter hieß es noch, dass die ganzen Geräte in meinem Netzwerk zuviel Traffic verursachen und deswegen nicht mehr genug für die Netflix-App bliebe. Ja, ne, is klar. Ich konnte sehen, dass die 16Mbit-Leitung nicht mal zu fünf Prozent ausgelastet war und auch der Rest des Netzwerks sich gepflegt langweilte . Außerdem: Die Netflix-App startete ja noch nicht einmal.

Er blieb aber dabei: Auf jeden Fall gäbe es Verbindungsprobleme, dass alle anderen Streaming-Apps funktionierten, interessierte den Supportmitarbeiter nicht die Bohne, bensowenig, dass die App ja nicht nicht mal auf die Füße kam, also bei Starten bereits abschmierte.

Irgendwann versteifte er sich dann darauf, dass ich auf alle Fälle “mein Netzwerk neu starten müsse”, um das Problem zu lösen. ich habe die “Support”-Sitzung an der Stelle abgebrochen. Die Zeit hätte ich deutlich sinnvoller verbringen können. Der Netflix-Support bekommt von mir die Schulnote fünf, da er sich ausschließlich an zum Fehler nicht wirklich passenden Standardantworten entlang hangelte. Es ist keine sechs, weil der der Supportmitarbeiter zwar ahnungslos, aber wenigstens freundlich war und weil die Chatsession zumindest aus humoristischer Sicht einen gewissen Unterhaltungswert hatte.

Quintessenz: Netflix läuft auf einem aktuellen Smart-TV der Marke Philips nicht, dem ich extra kurz vorher nochmal ein Firmware-Update spendiert hatte. Der Support ist nicht in der Lage, zu helfen. So wird das nichts, Netflix.

Auf der anderen Seite: Amzon bietet für seinen Streaming-Dienst noch nicht einmal eine App für Philips-Geräte

Heute Abend mal die PS3 testen, wenn das da auch so gut funktioniert, dann gute Nacht, Netflix.

Logo Netflix Copyright Netflix Luxembourg S.à r.l.

LChoice – Stellungnahme des Betreibers

LChoice – Stellungnahme des Betreibers

Logo LChoiceAuf meinen gestrigen Artikel hin hatte sich Herr Bintig von LChoice ja bereits in den Kommentaren gemeldet. Ich halte es für ein äußerst positives Zeichen, dass der Betreiber offen auf die Kritik eingeht. Weiterhin erhielt ich von ihm noch eine Email, die ich hier – wie angekündigt – wiedergeben und auch meinerseits kommentieren möchte.

Sehr geehrter Herr Holzhauer,

vielen Dank für Ihre Nachfragen – wir freuen uns sehr, wenn sich Nutzer intensiv mit unseren Produkten auseinandersetzen und natürlich auch, wenn sie vorhandene Schwachstellen finden, die wir dann beheben können.

Lassen Sie mich gleich technisch ins Detail gehen und Ihre Fragen beantworten:

Zugriff auf die SD-Karte wird benötigt, da verschiedene Telefon-Modelle externen Speicher als SD-Karte mounten und wir dort Daten ablegen. Das tun wir, um den internen Speicher des Telefons zu entlasten.
Die Funktionen für Blitzlicht, WLAN und Kamera sind Teil der Anwendung – darüber hinaus nicht sehr sicherheitskritisch. Unserer Kenntnis
Zugriff auf Systemeinstellungen: Diese Option ist gewählt, um z.B. die Geolocation ein- oder ausschalten zu können. Aktuell nutzen wir diese Option noch nicht, sie wird aber in einem der nächsten Releases verfügbar sein.
Permanentes Ausführen der App benötigen wir für Messagingdienste – diesen werden wir allerdings in naher Zukunft weiterentwickeln und dieses Recht dann nicht mehr benötigen.
Entwickler-Tools. Dahinter verbirgt sich z.B. das Löschen von gecachten Files, die im geschützten Bereich abgelegt sind.
Darüber hinaus entziehen wir permanent bei fast jedem Release der App Rechte – im Laufe der Entwicklung benötigte LChoice immer weniger davon. Ein komplett “rechtlose” App ist allerdings schwierig zu bauen, auch wenn sie “nur Bücher kaufen” wollen.
Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass zahlreiche andere Apps, wie ebay, Amazon, Xing etc. ebenfalls Rechte besitzen, die auf den ersten Blick suspekt erscheinen können, z.B. das zum Löschen von Cachefiles, was als “Entwickler-Tools” auftaucht oder den Zugriff auf den externen SD-Speicher. LChoice ist im Vergleich mit den genannten Apps sogar vergleichsweise sparsam, was die geforderten Rechte betrifft, man denke nur an den Zugriff auf Nutzerkonten und -daten.

Abschließend noch eine kurze Antwort zu Ihrer Frage, warum wir nur eine App anbieten. Wir arbeiten aktuell an einer Webversion der App, u.a. aus dem von Ihnen genannten Grund, eben allen Nutzern die Möglichkeit zu bieten, ihre Buchhändler auf diese Art und Weise zu unterstützen.

Ich freue mich auf Ihr Feedback und die weiteren Diskussionen auf Ihrer Seite.

Mit freundlichen Grüßen,
Robert Bintig

Dazu folgende Anmerkungen. Dass die App Netzwekzugang haben muss, damit man sich über ein WLAN verbinden kann, sehe ich ein. Unnötig ist jedoch der Zugriff auf die Liste der lokal vorhandenen WLANs. Ich entscheide als Nutzer ob ich mich mit einem davon verbinde, die App hat damit gar nichts zu tun. Werden alle WLAN-Netzwerke in Reichweite mitgeschnitten, wäre es theoretisch sogar möglich, darüber ein Bewegungsprofil zu erstellen. Bewegungsprofil ist ein gutes Stichwort für das viel größere Problem und es wird die Geolocation, also die Positionsbestimmung des Nutzers, auch direkt in der Antwort angesprochen. Zugriff auf sämtliche Systemeinstellungen – und ich wiederhole mich – ist völlig inakzeptabel. Der Hinweis darauf, dass die App sich erlaubt, die Positionsbestimmung selbstständig zu aktivieren verschlimmert das Datenschutzproblem sogar noch. Aus welchem logischen Grund sollte eine – wir erinnern uns – ständig laufende App sich selbst dauerhaft Zugriff auf unsere Position geben dürfen? Der einzige, der mir einfällt, wäre ein Bewegungsprofil zu erstellen. Das benötigt man für einen Buchkauf keinesfalls. Ich vermute mal, es soll hauptsächlich verwendet werden, um die nächste Buchhandlung anzuzeigen. Das könnte man aber leicht lösen, wie bei anderen Anwendungen auch: indem man den Nutzer einfach fragt, ob er für diesen Fall und kurzzeitig eine Positionsbestimmung zulassen möchte.

Der Hinweis, dass sich Apps anderer Anbieter noch viel weiter reichende Rechte einräumen ist korrekt, aber nicht zielführend. Dass andere deutlich kritischer sind, ändert ja nichts an den bestehenden Defiziten mit LChoice.

Positiv sehe ich die Rückmeldung, dass die in meinen Augen höchst kritischen Rechte in Sachen Systemeinstellungen ebenso wie andere Probleme bei einem Update der App behoben werden sollen. Ich werde LChoice dann erneut prüfen und eine neue Bewertung abgeben, sollten meine Bedenken dann zerstreut sein, werde ich auch Angebot und Umsetzung testen und auf PhantaNews in Form eines Artikels veröffentlichen (bis zu diesem Zeitpunkt gibt es dann vielleicht auch einen Buchhändler bei mir vor Ort, der sich dem System angeschlossen hat). Dass zudem eine webbasierte Möglichkeit eingerichtet werden soll, mit der man das Angebot nutzen kann, halte ich ebenfalls für eine sehr gute Nachricht. Denn grundsätzlich finde ich die Idee immer noch großartig.

Logo LChoice Co­py­right MChoice AG

LChoice – online kaufen, trotzdem den lokalen Buchhandel unterstützen? Schön wär´s …

LChoice – online kaufen, trotzdem den lokalen Buchhandel unterstützen? Schön wär´s …

Logo LChoiceEs ist im Prinzip genau das Konzept, dass ich hier auf PhantaNews schon mehrfach als wünschenswert beschrieben hatte: Ich kaufe meine Bücher online, bekomme sie nach Hause geliefert und der Betrag wird einem lokalen Buchhändler gutgeschrieben.

Jetzt gibt es offenbar endlich einen Anbieter, der genau das tut, allerdings nicht mit einem Webportal, sondern mit einer App für Android und iOS. Mit der LChoice-App kann man entweder einen QR-Code scannen, oder eine ISBN-Nummer eingeben, oder ein Buch über den Titel suchen und dann erwerben. Den Kauf kann man dann entweder in der gewünschten (und eingestellten) Buchhandlung abholen, oder sich die Ware zuschicken lassen.

Laut der Infoseite sind die Kosten für den Buchhändler hierbei überschaubar, es werden 3% vom Kauf für die Auftragsabwicklung fällig, will man zusätzlich den optionalen Bezahlservice in Anspruch nehmen, fallen noch einmal 1% an. Bei den Alternative “gar nicht verdienen, weil der Kunde irgendwo online kauft” sind das in meinen Augen Top-Konditionen.

Eigentlich grandios, genau so muss das gehen. Das Ganze ist noch sehr neu, deswegen nehmen bisher gerade mal ungefähr 100 Buchhändler teil, das müssen natürlich deutlich mehr werden. Warum dann “eigentlich”? Deswegen:

BerechtigungenBei der Installation der App auf einem Android-Phone zeigen sich dann allerdings Merkwürdigkeiten. Die Berechtigungen, die sich LChoice genehmigen will, sind in meinen Augen nicht mal ansatzweise akzeptabel. Warum muss die App Videos aufnehmen können? Für einen QR-Code reicht Zugriff auf die Kamera. Dann will sich die App das Recht einräumen, permanent ausgeführt zu werden und – man fasst es kaum – Systemeinstellungen ändern zu dürfen. Voller Netzwerkzugriff dürfte klar sein, sonst könnte man das Internet nicht nutzen. Warum die App SD-Karten-Inhalte ändern will, verstehe ich ebenfalls nicht ganz, genauso wenig, warum sie Zugriff  auf Vibration,  Blitzlicht und geschützten Speicher haben und die WLAN-Verbindungen anzeigen möchte.

Was soll das Ganze? Etliche Berechtigungen davon sind für einen reinen Buchkauf überhaupt nicht nötig. Da man den Service leicht auch als Webseite anbieten könnte, diese Möglichkeit aber nicht existiert, kann man eigentlich nur davon ausgehen, dass die App im Telefon schnüffeln möchte. Ich werde mal eine Anfrage beim Anbieter stellen, was die sich dabei denken.

Ich habe LChoice dennoch installiert, um das mal auszuprobieren. Die unverschämten Berechtigungen kann man mit entsprechenden Anwendungen wie AppGuard einschränken, was ich getan habe. Leider weigert sich LChoice dann, zu starten. Tja, dumm gelaufen, hier könnte eine an sich prima Idee an bekloppten App-Berechtigungen scheitern. Im Moment würde ich LChoice aufgrund dieser Problematik nicht nutzen. Mal abwarten, was der Anbieter sagt. Auf der Webseite findet sich unter dem Menüpunkt “Markenleitbild” folgender Text:

Unser Anspruch ist das Leben der Menschen in ihrem Alltag zu bereichern – vertrauenswürdig und innovativ. Wir wollen praktisch funktional, echt benutzerfreundlich und sinnvoll sein.

Soso, “vertrauenswürdig” … Bin gespannt, was auf meine Anfrage geantwortet wird.

Logo LChoice Copyright MChoice AG, Screenshot Berechtigungen von mir

APOCALYPSIS III – dritte Staffel des Serienromans von Bastei

APOCALYPSIS III – dritte Staffel des Serienromans von Bastei

Cover Apokalypsis3[Sponsored Post] Mit APOCALYPSIS III erscheint bei Bastei Lübbe soeben die dritte Staffel des Serienromans, der in Form einer App, speziell auf digitale Endgeräte abgestimmt ist. Audiovisuelle Elemente, Texte sowie Illustrationen verschmelzen damit zu einem Leseerlebnis. Der Verlag schreibt dazu:

Man befindet sich ständig im Zentrum des Geschehens und fühlt sich den Ereignissen extrem nah. Mario Giordano hat es geschafft einen packenden Endzeitthriller zu schaffen, der durch seine multimediale Erscheinungsform das Leseerlebnis noch einmal intensiviert.

Auch die dritte Staffel der Bestseller-Serie um die Hauptfigur Peter Adam geht packend weiter. Papst Johannes Paul III. ist zurückgetreten und spurlos verschwunden. Der Collegeprofessor Peter Adam verliert seine Frau sowie seine kleine Tochter Maya bei einem Flugzeugabsturz. Sein Bruder Nikolas eröffnet ihm, dass ihr Tod im Zusammenhang mit den Aktivitäten eines okkulten Ordens stehe. Peter stößt bei seinen Nachforschungen auf einen mysteriösen Orden, der sich dem Weltuntergang verschrieben hat. Dabei ahnt er nicht welche Bedeutung er für den Orden hat. Als selbst der neue Papst, Petrus II., von Dämonen besessen ist, scheinen Peters rätselhafte Tätowierungen die letzte Hoffnung gegen die drohende Apokalypse zu sein. Kann er das Ende der Welt noch aufhalten?

Weitere Informationen findet man auf der Serien-Webseite.

Coverabbildung Copyright Bastei Lübbe

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Kickstarter: GIRL GENIUS AND THE RATS OF MECHANICSBURG

Wer sich mit Steampunk beschäftigt, hat wahrscheinlich auch schon einmal etwas über Phil und Kaja Foglios Web- und Print-Comic GIRL GENIUS gehört. Das Motto der Serie lautet:

“Adventure, Romance, MAD SCIENCE!”

GIRL GENIUS verfolgt die Abenteuer einer junge Heldin namens Agatha Heterodyne in einem parallelweltlichen, viktorianischen Steampunk-Setting, oder auch einem “Gaslamp-Style”, wie es die Autoren nennen.

Auf Kickstarter wurde Ende letzter Woche ein Projekt mit dem Titel GIRL GENIUS AND THE RATS OF MECHANICSBURG ausgerufen. Hier sucht man Unterstützer für ein Spiel, das für iOS und Android erscheinen soll. Unterstützt werden muss da inzwischen nichts mehr, denn das 7500-Dollar-Zeil wurde nahezu in Nullzeit erreicht, bis  jetzt gingen fast 31000 Dollar ein. Spenden kann man allerdings weiterhin, noch 19 Tage stehen zur Verfügung. Für gerade mal 4 Dollar erhält man als Gegenleistung die Android-App – da habe zumindest ich nicht lange überlegt … :)

Alles weitere auf der Kickstarter-Projektseite.

Creative Commons License

Promografik Copyright Stephen Beeman

INGRESS – Augmented Reality Game

So etwas musste früher oder später kommen, ich hatte bereits seit langem damit gerechnet: Google startet ein MMO, das die Realität in das Spiel mit einbezieht. Googles neues Projekt INGRESS ist offenbar (Details fehlen noch) ein Android-basiertes “Augmented Reality Game”, in dem man durch sein Smartphone via App in der realen Welt mit anderen Spielern interagiert, gleichzeitig werden aber auch Dinge einbezogen, die tatsächlich gar nicht existieren. Das Ganze ergibt dann einen FRINGE-ähnlichen Mystery-Plot.

Man muss sich für eine von zwei Fraktionen entscheiden, entweder den Widerstand (Resistance) oder die Erleuchteten (Enlightened). Eine mysteriöse neue Form von Energie ist entdeckt worden – die Erleuchteten wollen dies dadurch entstehenden unfassbaren Möglichkeiten nutzbar machen, während der Widerstand glaubt, dass durch die Energie unsere Gedanken kontrolliert werden und die Menschheit davor beschützt werden muss.

Auf der Seite zu INGRESS kann man sich für einen Betazugang vormerken.

Ich muss zugeben: ich bin etwas gespalten. Einerseits finde ich die Idee und das Konzept überaus spannend, insbesondere, da der Schlüssel zum Erfolg offenbar Kooperation ist. Auf der anderen Seite wird das zu noch mehr Smartphone-Zombies führen, als wir ohnehin jetzt schon auf den Straßen sehen. Wollen wir das?

Ich habe mich auf jeden Fall für einen Beta-Account angemeldet, denn ausprobieren muss ich das einfach. Stellt sich die Frage, ob das In Europa überhaupt spielbar sein wird, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Google das nicht vorgesehen hat.

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PhantaNews für Smartphones und Tablets via Google Currents

Ab sofort kann man die Inhalte von PhantaNews auch bequem auf dem Smartphone und Tablet lesen – und das unabhängig davon, ob es sich um ein Android- oder iOS-Gerät handelt. Google Currents machts möglich.

Ich hatte eine Zeit lang mobile Inhalte über spezielle WordPress-Plugins und Themes angeboten, leider war das fehleranfällig und diese Lösungen hatten ernsthafte Probleme mit Custom Post Types, so dass ich darauf wieder verzichten musste.

Googles neuer Dienst Currents macht es nun einfach, die Inhalte von PhantaNews für verschiedene mobile Plattformen anzubieten, ohne dass ich mir Sorgen um die Technik machen muss, denn die Aufbereitung für die verschiedenen Flavours (und Auflösungen) von Smartphones und Tablets übernimmt Googles Technik.

Um PhantaNews via Currents zu lesen, muss man einfach nur die fürs eigene Gerät passende kostenlose App installieren (für Android oder für iOS) und dort dann in den Inhalten nach “PhantaNews” suchen, um es zur eigenen Bibliothek hinzuzufügen. Man kann mit dem Mobilgerät der eigenen Wahl auch einfach diesen Link aufsuchen.

Creative Commons License

Logo Google Currents Copyright Google