Buch

Erschienen: DUNKELWÄRTS von Ulf Fildebrandt

Cover Dunkelwärts

Bereits Mit­te Novem­ber erschien im scholz-Ver­lag der SF-Roman DUNKELWÄRTS von Ulf Fil­de­brandt. Der Name könn­te dem auf­merk­sa­men Phan­ta­News-Leser bekannt vor­kom­men, er schrieb näm­lich eine Kurz­ge­schich­te für EXOTISCHE WELTEN, zu der auch ich eine Sto­ry bei­steu­ern durf­te. Zum Inhalt von DUNKELWÄRTS:

Eine Sei­te der Welt liegt immer in der Son­ne. Auf der ande­ren herr­schen Käl­te und Fins­ter­nis. Die­se Welt ist die Hei­mat von Tuo­ma Leta. Er lebt in der Lanet Repu­blik, in der ewig wäh­ren­den Däm­me­rung zwi­schen bren­nen­der Hit­ze und eisi­ger Käl­te. Um gegen sein rei­ches Eltern­haus zu rebel­lie­ren, lässt er sein bis­he­ri­ges Leben zurück. Er führt eine Expe­di­ti­on dun­kel­wärts in die Nacht, um zu erfor­schen, was sich in der Fins­ter­nis des ewi­gen Eises ver­birgt. Bereits die frü­hes­ten Legen­den berich­ten von Göt­tern und Orten, an denen Men­schen nicht will­kom­men sind. Was Tuo­ma jedoch in der Dun­kel­heit fin­det, über­steigt sei­ne kühns­ten Phan­ta­sien.

DUNKELWÄRTS liegt als Taschen­buch vor, das hat 362 Sei­ten und ist zum Preis von 12,95 zu haben. Eine eBook-Ver­si­on habe ich lei­der ver­geb­lich gesucht.

[Update:] Das eBook folgt in Kür­ze,

DUNKELWÄRTS
Ulf Fil­de­brandt
SF-Roman
Novem­ber 2014
Taschen­buch, 362 Sei­ten
18,4 x 12,4 x 1,6 cm
EUR 12,95
ISBN-10: 3956480775
ISBN-13: 978–3956480775
scholz-Ver­lag

Cover­ab­bil­dung Copy­right scholz-Ver­lag

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Spiegel Online am Ende: Auf dem Elfenbeinturm der Spießigkeit

Facepalm

Spie­gel Online erweist sich bekann­ter­ma­ßen immer mal wie­der gern als Grund für aus­gie­bi­ges Gesichts­pal­mie­ren; der eine nennt es Qua­li­täts­jour­na­lis­mus, der ande­re »wir wol­len für die­sen Online­scheiß ein­fach kein Geld aus­ge­ben«. Aktu­ell darf sich ein gewis­ser Arno Frank pro­du­zie­ren (Titel: »Hob­bit« am Ende: Auf den Wol­ken­ku­ckucks­kon­ti­nen­ten der Fan­ta­sy), der sich selbst als »lei­den­schaft­li­cher Tol­ki­en-Ver­äch­ter« bezeich­net und mit den Fil­men um den HERRN DER RINGE und den HOBBIT »abrech­net«. Eigent­lich woll­te ich einen läng­li­chen Rant schrei­ben, aber das ist gar nicht nötig, da der Arti­kel sich in sei­ner plum­pen Art selbst als das ent­larvt, was er ist: Das (und ich möch­te an die­ser Stel­le Arno Frank zitie­ren) »gestelz­te Geschwätz« eines Wich­tig­tu­ers und selbst­ver­lieb­te Belei­di­gun­gen Anders­den­ken­der, und – an ers­ter Stel­le – plum­pe Traf­fi­cer­zeu­gung.

Ich möch­te nur kurz auf ein paar Punk­te ein­ge­hen:

Frank glaubt, dass es mit der Fan­ta­sy jetzt vor­bei ist, da der letz­te Teil des HOBBIT in die Kinos kommt. Ich weiß nicht, wie groß sein Hori­zont ist, aber er scheint nah am Tel­le­r­and zu lie­gen, denn man soll­te ihn mal mit der für ihn sicher­lich erschre­cken­den Rea­li­tät kon­fron­tie­ren: Jener, dass Tol­ki­ens Werk mit­nich­ten die gesam­te Fan­ta­sy aus­macht. Tat­säch­lich gibt es mehr Bücher und Fil­me in die­sem Gen­re als jemals zuvor. Des­we­gen kau­fen Sie bes­ser eine grö­ße­re Men­ge Leber­kleis­ter, um sich zu betäu­ben, denn: Es ist nicht Schluss mit der Fan­ta­sy, Herr Frank, ganz im Gegen­teil.

Dann kommt das übli­che Eska­pis­mus­ge­bas­he, wie man es seit den 70ern aus den Rei­hen lin­ker Intel­lek­tu­el­ler immer wie­der ver­nimmt und zu dem man sich des­we­gen auch kaum äußernn muss, denn dazu ist bereits alles gesagt wor­den. Wer die­sen uralten The­sen in Über­schät­zung der eigen Mei­nung noch immer nach­hängt, und sich wei­gert, die Phan­tas­tik als lite­ra­ri­sches und kul­tu­rel­les Gen­re anzu­er­ken­nen, den kann man nur als evo­lu­ti­ons­re­sis­tent bezeich­nen.

Außer­dem kennt er offen­sicht­lich kei­ne Phan­tas­tik-Anhän­ger, wenn er pos­tu­liert, dass die­se sich in eine Fan­ta­sie­welt flüch­ten. Der weit­aus größ­te Teil von jenen, die ich ken­ne (und ich ken­ne im Gegen­satz zu Herrn Frank eine Men­ge) ist fest im Leben ver­an­kert, an der Rea­li­tät inter­es­siert und kann dif­fe­ren­zier­te Mei­nun­gen zu loka­len und welt­po­li­ti­schen Ereig­nis­sen äußern. Weit­aus dif­fe­ren­zier­ter und inhalt­lich fun­dier­ter übri­gens, als die­ser SpOn-Arti­kel zum The­ma Fan­ta­sy.

Am Ende lässt er sich dann schließ­lich noch über Rol­len­spie­ler und LAR­Per aus, »orga­ni­siert in illu­si­ons­för­dern­den Gemein­schaf­ten«, auch hier offen­sicht­lich, ohne irgend­ei­ne Art von Sach­kennt­nis zu besit­zen, des­we­gen neh­men wir auch das als das »gestelz­te Geschwätz«, das es ist. Frü­her muss­te man ja zumin­dest rudi­men­tä­re Ahnung über das haben, wor­über man schreibt, zu Zei­ten des Qua­li­täts­jour­na­lis­mus scheint das nicht mehr nötig zu sein.

Eins ist für mich ganz klar: in der farb- und fan­ta­sie­lo­sen Welt eines Spie­ßers wie Arno Frank möch­te ich wirk­lich nicht leben und bin der Ansicht, dass deut­lich mehr Fan­ta­sie und Visi­on in Poli­tik und Wirt­schaft nur gut tun könn­ten. Die­se sei­ne Welt hat aber wohl mit der von ihm so gelieb­ten Rea­li­tät auch nicht viel zu tun. Betrach­ten wir die­sen Arti­kel also als das, was er tat­säch­lich ist: der ver­zwei­fel­te Ver­such eines ster­ben­den Medi­ums, mit dem Ver­riss eines popu­lä­ren The­mas Traf­fic zu gene­rie­ren. Hier, ihr könnt gern von mir auch noch ein paar Mit­leids­klicks haben. Der Link steht oben.

p.s.: Ich per­sön­lich hal­te das Werk Tol­ki­ens übri­gens für über­be­wer­tet (dar­aus habe ich nie einen Hehl gemacht), kann mich aber den­noch an den Fil­men erfreu­en und auch ansons­ten Fan­ta­sy gut fin­den.

Edit: Auch die Autorin Ju Honisch hat eine Mei­nung zum Arti­kel.

»Face­palm« von San­tiago Gar­cía Pi­men­tel auf flickr, CC-BY-NC-SA

Cumberbatch ist DOCTOR STRANGE

Benedict Cumberbatch

Es gab bereits Gerüch­te, jetzt ist es offi­zi­ell: Mar­vel hat bestä­tigt, dass Bene­dict Cum­ber­batch im kom­men­den Film die Rol­le von DOCTOR STRANGE über­neh­men wird. Nach­fol­gend die kom­plet­te Pres­se­mit­tei­lung von mar​vel​.com:
Bene­dict Cum­ber­batch has ente­red the world of the mys­tic arts.
The actor will star in Marvel’s »Doc­tor Stran­ge«, sche­du­led to hit thea­ters Novem­ber 4, 2016. The film, direc­ted by Scott Der­rick­son with Jon Spaihts wri­ting the screen­play, will fol­low the sto­ry of neu­ro­sur­ge­on Doc­tor Ste­phen Stran­ge who, after a hor­ri­fic car acci­dent, dis­co­vers the hid­den world of magic and alter­na­te dimen­si­ons.
»Ste­phen Strange’s sto­ry requi­res an actor capa­ble of gre­at depth and sin­ce­ri­ty,« said Pro­du­cer Kevin Fei­ge. »In 2016, Bene­dict will show audi­en­ces what makes Doc­tor Stran­ge such a uni­que and com­pel­ling cha­rac­ter.«
Cum­ber­batch rose to inter­na­tio­nal pro­mi­nence with his cri­ti­cal­ly acclai­med turn as Sir Arthur Conan Doyle’s most famous crea­ti­on in »Sher­lock,« curr­ent­ly pre­pa­ring its fourth sea­son. The series’ most recent sea­son ear­ned Cum­ber­batch the Prime­time Emmy Award for Out­stan­ding Lead Actor in a Mini­se­ries or a Movie in 2014, after win­ning the BAFTA/​LA Bri­tan­nia Award for Bri­tish Artist of the Year in 2013.
Cum­ber­batch most recent­ly star­red in »The Imi­ta­ti­on Game,« play­ing famed mathe­ma­ti­ci­an and logi­ci­an Alan Turing, and will soon be seen in »The Hob­bit: The Army of the Five Armies« as Smaug and the Necro­man­cer. For the role of Smaug, Cum­ber­batch step­ped into the world of moti­on cap­tu­re to bring the dra­gon to life. He will next be seen in Scott Cooper’s film »Black Mass,« the sto­ry of Whitey Bul­ger coming to thea­ters next Sep­tem­ber, whe­re he stars oppo­si­te John­ny Depp and Joel Edger­ton.
The star’s other cre­dits include the Aca­de­my Award-win­ning »12 Years a Slave,« »War Hor­se,« »Tin­ker Tail­or Sol­dier Spy,« »August: Osa­ge Coun­ty,« »Star Trek Into Dark­ness,« »The Fifth Estate,« and »Parade’s End.« Bene­dict will be retur­ning to the stage this sum­mer in Ham­let at the Bar­bican with Lynd­sey Tur­ner direc­ting. His last stage per­for­mance in Dan­ny Boyle’s Fran­ken­stein oppo­si­te Jon­ny Lee Mil­ler award­ed him the Oli­vi­er.
With »Doc­tor Stran­ge,« Cum­ber­batch is just the latest actor to join the bold Pha­se 3 of the Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se, intro­du­cing new heroes and con­ti­nuing the adven­tures of fan favo­ri­tes across mul­ti­ple films.
Bild: Bene­dict Cum­ber­batch, von Fat Les, aus der Wiki­pe­dia, CC BY

Infos zum FANTASTIC FOUR-Reboot

LogoFanFour

Die Cent­fox möch­te auch was vom Super­hel­den-Kuchen abha­ben und plant fürs nächs­te Jahr einen Reboot der FANTASTIC FOUR in Film­form. Dei Fan­mei­nun­gen gehen wie immer weit aus­ein­an­der, über das, was jetzt bereits bekannt ist. Unter ande­rem dar­über, dass Josh Trank (CHRONICLE) Regie führt und dass der Neu­start offen­bar auf der ULTIMATE FANTASTIC FOUR-Comic­rei­he basiert.

Es spie­len Miles Tel­ler (WHIPLASH) als Reed Richards/​Mr. Fan­ta­stic, Kate Mara (HOUSE OF CARDSs) als Sue Storm/​Invisible Woman, Jamie Bell (SNOWPIERCER) as Ben Grimm/​Thing und Micha­el B. Jor­dan (CHRONICLE) als John­ny Storm/​Human Torch. An der Wahl von Jor­dan als Fackel schei­den sich in den USA mal wie­der die Geis­ter, weil er schwarz ist. Face­palm.

Die Zusam­men­fas­sung liest sich wie folgt:

THE FANTASTIC FOUR, a con­tem­po­ra­ry re-ima­gi­ning of Marvel’s ori­gi­nal and lon­gest-run­ning super­he­ro team, cen­ters on four young out­si­ders who tele­port to an alter­na­te and dan­ge­rous uni­ver­se, which alters their phy­si­cal form in sho­cking ways. Their lives irre­vo­ca­bly upen­ded, the team must learn to harness their daun­ting new abili­ties and work tog­e­ther to save Earth from a for­mer fri­end tur­ned ene­my.

Man darf gespannt sein, ob die­ser Fas­sung der Hel­den­trup­pe ein bes­se­res Schick­sal beschie­den ist, als den Vor­gän­gern.

Logo Fan­ta­stic Four Copy­right  20th Cen­tu­ry Fox

Der Phantastische Bücherbrief 613

Cover Phantastischer Bücherbrief 613

Wer sich bereits gewun­dert hat, wo der aktu­el­le Phan­tas­ti­sche Bücher­brief bleibt: Hier ist er. Auch im Novem­ber hat Erik Schrei­ber wie­der hau­fen­wei­se Bücher gele­sen und bespricht die­se in sei­nem monat­lich erschei­nen­den Rund­brief. Die Eröff­nung machen lei­der wie­der zwei kur­ze Nach­ru­fe, dies­mal auf Eck­hard Schwett­mann und Phyl­lis Doro­thy James, Baro­ness James of Hol­land Park ali­as P.D. James.

Ansons­ten natür­lich wie­der hau­fen­wei­se Bespre­chun­gen aus den Gebie­ten Deut­sche und Inter­na­tio­na­le Phan­tas­tik, Jugend­li­te­ra­tur, Kri­mi & Thril­ler, Maga­zi­ne und Fan­zines, Comics sowie Hör­spie­le & Hör­bü­cher.

Der Phan­tas­ti­sche Bücher­brief für den Novem­ber 2014 mit der Num­mer 613 kann wie immer hier kos­ten­los her­un­ter gela­den wer­den.

Phan­tas­ti­scher Bücher­brief 613 Novem­ber 2014 (PDF-Datei, ca. 3.9 MB)

 

SUPERGIRL-Serie bei CBS

Claire Holt

Man kann nur davon aus­ge­hen, dass man bei DC Comics nei­disch auf den immensen Erfolg der Mar­vel-Super­hel­den schielt, wäh­rend die Umset­zun­gen der eige­nen Span­d­ex­trä­ger in Film und Fern­se­hen nur mäßig erfolg­reich sind. Des­we­gen ver­sucht man es immer wie­der und dies­mal trifft es Super­mans Cou­si­ne SUPERGIRL, die bei CBS zu einer Fern­seh­se­rie gemacht wer­den soll.

Dabei soll es aller­dings offen­bar Ände­run­gen an der Ori­gin-Sto­ry geben, es soll sich um eine »neue Inter­pre­ta­ti­on« der Figur han­deln. Die Zusam­men­fas­sung

The series will fol­low Kara Zor-El, a Kryp­to­ni­an girl who’s been hiding her powers here on Earth, but deci­des to embrace her powers, and beco­me the hero she was always meant to be.

hört sich zwar noch ganz nor­mal an, Gerüch­ten zufol­ge soll es im Seri­en­uni­ver­sum aller­dings kei­nen SUPERMAN geben, eine Tat­sa­che, die Hard­core-Fans nicht erfreu­en dürf­te, die aller­dings Sinn macht, denn Kara wür­de immer im Schat­ten ihres Cou­sins ste­hen. Hin­ter der Show steht ver­blüf­fen­der­wei­se unter ande­rem Greg Ber­lan­ti, der hat ARROW und FLASH für The CW gemacht, es könn­te dem­nach sein, dass man die­sem Sen­der auch die SUPER­GIRL-Serie ange­bo­ten hat­te, die jedoch der Ansicht waren, die Hel­din pas­se nicht in ihr Port­fo­lio.

In Gesprä­chen für die Beset­zung der Rol­le und offen­bar weit vor­ne ist Clai­re Holt, die kennt man aus THE VAMPIRE DIARIES und THE ORIGINALS.

Foto: Clai­re Holt 2012, von Mingle­Me­diaTV­Net­work, aus der Wiki­pe­dia, CC BY-SA

NAUTILUS 129: Abschied von Mittelerde und die Erben Phantásiens

Cover Nautilus 129

Die Schlacht der fünf Hee­re in J.R.R. Tol­ki­ens Mit­tel­er­de, der Über­gang in Traum­rei­che und ima­gi­nä­re Sphä­ren und von Jugend­li­chen geret­te­te Fan­ta­sy-Wel­ten wie Phan­tá­si­en, Nar­nia und Oz sind die The­men der Dezem­ber-Aus­ga­be 129, 12/​2014, des monat­lich erschei­nen­den Fan­ta­sy­film-Maga­zins NAUTILUS – Aben­teu­er & Phan­tas­tik.

Hin und wie­der zurück: Mit dem Kino­start von DER HOBBIT: DIE SCHLACHT DER FÜNF HEERE heißt es qua­si, fil­mi­schen Abschied zu neh­men von Tol­ki­ens Wel­ten­schöp­fung Mit­tel­er­de aus DER HERR DER RINGE und DER HOBBIT, die von Regis­seur Peter Jack­son in nun­mehr sechs Fil­men auf der Kino­lein­wand in ima­gi­nä­re Wirk­lich­keit ver­wan­delt wur­de. Die NAUTILUS lie­fert einen Rück­blick auf die Pro­duk­ti­ons­ge­schich­te, Inter­views mit Film­dar­stel­lern sowie eine Ana­ly­se der ent­schei­den­den Schlacht der fünf Hee­re zwi­schen Men­schen, Zwer­gen, Elben, Orcs und Adlern. Zudem wirft die Aus­ga­be einen Blick auf die his­to­ri­schen Wur­zeln von Mit­tel­er­de und des Ring­kriegs anhand alt­eng­li­scher Mythen um König Artus, Drui­den, Kel­ten und Feen. Denn Tol­ki­en betrach­te­te sei­ne Erzäh­lung ja nicht als erfun­de­ne Fan­ta­sy- oder Anders­welt, son­dern als eine his­to­ri­sche Ver­gan­gen­heit des Nord­wes­ten Euro­pas in einer Zeit der Alt­vor­de­ren irgend­wann zwi­schen Anti­ke und Mit­tel­al­ter.

Durch ver­bor­ge­ne Pfor­ten erreich­ba­re Anders­wel­ten bil­den denn auch den zwei­ten The­men­block die­ser Aus­ga­be. Autoren wie Neil Gai­man, Ani­ta Howard, Frank Bed­dor, Chris­ti­an von Aster und Micha­el Endes Lek­tor Roman Hocke spre­chen in Inter­views über typi­scher­wei­se von Jugend­li­chen geret­te­te Fan­ta­sy-Wel­ten jen­seits von magi­sche Schwel­len wie Phan­tá­si­en, Nar­nia, Oz oder das Wun­der­land von Ali­ce hin­ter den Spie­geln und ihre heu­ti­gen Erben und Epi­go­nen. Auch in Neil Gai­mans aktu­el­lem Roman DER OZEAN AM ENDE DER STRA­ßE, in der fins­te­re Wesen aus uralten Zei­ten in unse­re Welt ein­drin­gen wol­len, sind Kin­der sowohl die Ret­ter wie Opfer. Eine Ver­fil­mung ist bereits ange­kün­digt.
Wie der Wel­ten­wech­sel in sol­che Traum­rei­che und ima­gi­nä­re Sphä­ren in moder­nen Fan­ta­sy-Fil­men übli­cher­wei­se funk­tio­niert, erläu­tert ein Hin­ter­grund­ar­ti­kel. Und über die Suche nach dem Sinn des Lebens in einer dys­to­pi­schen Zukunft erzählt im exklu­si­ven Inter­view der Fil­me­ma­cher Ter­ry Gil­liam zu sei­nem Film ZERO THEOREM, in dem Chris­toph Waltz die Haupt­rol­le spielt. Dazu gibt es eine umfas­sen­de Werk­schau des Fil­me­ma­chers.

Wei­te­re Film­vor­stel­lun­gen, Rezen­sio­nen zu DVDs, Games und Roma­nen, ein Inter­view mit dem Fan­ta­sy-Autor Bernd Perp­li­es inklu­si­ve Lese­pro­be zu sei­nem in einer ima­gi­nä­ren Anti­ke ange­sie­del­ten Fan­ta­sy-Roman IMPERIUM DER DRACHEN, ein Gespräch mit dem Desi­gner des Open World-Games MITTELERDE: MORDORS SCHATTEN, meh­re­re Werk­statt­be­rich­te sowie Vor­schau­en auf kom­men­de Fil­me und Roma­ne schlie­ßen das Heft ab. Die kom­plet­te Dezem­ber-Aus­ga­be kann bereits seit Anfang des Monats kos­ten­los auf www​.fan​ta​sy​m​a​ga​zin​.de online durch­ge­blät­tert wer­den. Seit Mit­te Novem­ber gibt es die digi­ta­le Aus­ga­be und die Apps für alle Platt­for­men, und nun ist auch die Print-Aus­ga­be ver­füg­bar.

Auf der Home­page gibt es auch schon einen Aus­blick auf die Janu­ar-Aus­ga­be. Dort gibt es dann Inter­views mit Geor­ge R.R. Mar­tin und TV-Dar­stel­lern zu GAME OF THRONES mit Infos zur Staf­fel 5, ein Set-Inter­view zu Rid­ley Scotts Bibel-Epos EXODUS: GÖTTER UND KÖNIGE, Mythen und Fak­ten zum Tag der Toten anläß­lich des Ani­ma­ti­ons­films MANOLO UND DAS BUCH DES LEBENS von Guil­ler­mo del Toro sowie Ein­bli­cke in die Tricks und Tech­ni­ken von Found Foo­ta­ge-Fil­men.

NAUTILUS erscheint monat­lich im Aben­teu­er Medi­en Ver­lag und kann im gut­sor­tier­ten Zeit­schrif­ten­han­del, in Form von Apps, sowie über Ama­zon bezo­gen wer­den, dort jedoch nur im Abon­ne­ment.

Cover­ab­bil­dung Copy­right Aben­teu­er Medi­en Ver­lag

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»Aktion Lieblingsbuch« – Wie jetzt?

Aktion Lieblingsbuch

Im Rah­men der Akti­on Lieb­lings­buch soll der Buch­han­del (wie­der mal) gestärkt wer­den. Lei­der ist die zuge­hö­ri­ge Web­sei­te wei­test­ge­hend sinn­los, da der Leser kei­ner­lei rele­van­ten Infor­ma­tio­nen über die Durch­füh­rung fin­det. Es sieht tat­säch­lich so aus, als sol­le ich in irgend­ei­ne Buch­hand­lung gehen, mir dann da ein Buch aus­su­chen, das wird dann irgend­wie vom Autor signiert und ich bekom­me es per Post zuge­schickt. Oder wie?

Aha. Und da machen alle Autoren mit? Das glaubt doch kei­ner. Geht es wirk­lich um mein Lieb­lings­buch, oder darf mein Lieb­lings­buch nur eines der teil­neh­men­den Autoren sein? In dem Fall sähe ich näm­lich schwarz. Wenn mein Lieb­lings­buch von J.R.R. Tol­ki­en sein soll­te (was es nicht ist), wird der dann zum Zwe­cke des Signie­rens exhu­miert oder eher durch einen Nekro­man­ten beschwo­ren? War­um gibt es auf der Web­sei­te kei­ner­lei wei­te­re Details und Infor­ma­tio­nen zu der Akti­on und deren Durch­füh­rung? War­um läuft die Lis­te der teil­neh­men­den Autoren als Ticker durch? (Web­de­sign wie im letz­ten Jahr­tau­send.) War­um ist die Sei­te nicht rechts­kon­form, weil jeg­li­ches Impres­sum fehlt?

Man möge mir ver­ge­ben, aber das ist in mei­nen Augen schon wie­der so eine typisch halb­ga­re Akti­on der deut­schen Buch­bran­che. Jedes doo­fe Falt­blatt hat mehr Infor­ma­tio­nen als die­se »Web­sei­te«. Naja, halt.

Update [23.11.2014]: Man hat mich offen­bar gele­sen, denn inzwi­schen tauch­te ein Impres­sums­link am unte­ren Sei­ten­rand auf. Das ist aller­dings in mei­nen Augen nach wie vor nicht rechts­kon­form, da es weder eine inhalt­lich ver­ant­wort­li­che Per­son benennt (Stich­wort: »Ladungs­fä­hi­ge Anschrift«), noch eine Kon­takt­mög­lich­keit per Email und/​oder Tele­fon.

Screen­shot der Web­sei­te Copy­right Akti­on Lieb­lings­buch (ich hät­te gern den tat­säch­li­chen Betrei­ber genannt, aber da ein Impres­sum fehlt kann ich das lei­der nicht. Update: ich kann das lei­der immer noch nicht, da es jetzt zwar ein Impres­sum gibt, aber nicht ein Betrei­ber, son­dern gleich vier genannt wer­den. Wo a die Rech­te lie­gen kann ich lei­der nicht ermes­sen).

Jonathan Nolan macht FOUNDATION-Serie für HBO

Isaac Asimov

Das ist doch mal eine Mel­dung für SF-Fans. Jona­than Nolan (PRESTIGE, DARK KNIGHT, DARK KNIGHT RISES) ist der Bru­der von Chris­to­pher, er ist Dreh­buch­au­tor und die bei­den haben soeben gemein­sam INTERSTELLAR abge­lie­fert. Jona­than tut sich laut The Wrap mit HBO und War­ner Bros. Tele­vi­si­on zusam­men, um eine Fern­seh­se­rie nach den ers­ten drei Büchern von Isaac Asi­movs FOUN­DA­TI­ON-Tri­lo­gie zu rea­li­sie­ren. Das dürf­te wohl der feuch­te Traum aller Sci­ence Fic­tion-Freun­de sein, denn wie man nicht erst seit GAME OF THRONES weiß, hat HBO genug Geld, um auf­wän­di­ge Seri­en pro­du­zie­ren zu las­sen.

Der ers­te Roman der Tri­lo­gie erschien im Jahr 1951 und trägt den Titel FOUNDATION. Er han­delt um den genia­len Mathe­ma­ti­ker Hari Sel­don, der sein Leben der Ent­wick­lung eines wis­sen­schaft­li­chen Kon­zep­tes namens »Psy­cho­his­to­rie« ver­schrie­ben hat. Durch die Nut­zung die­ser Metho­de kann Sel­don vor­her­sa­gen, dass der Fall des Galak­ti­schen Impe­ri­ums unmit­tel­bar bevor steht und eine 30000-jäh­ri­ge Zeit der Dun­kel­heit und Ver­zweif­lung fol­gen wird, bevor ein neu­es Impe­ri­um ent­ste­hen kann. Sel­don sieht aller­dings einen ande­ren Weg, der zu einer weit­aus schnel­le­ren For­mung einer Regie­rungs­struk­tur füh­ren kann, und ver­sam­melt um sich eine Grup­pe, die aus den krea­tivs­ten und intel­li­gen­tes­ten Den­kern der Gala­xis rekru­tiert wird. Die­se sol­len als neue Basis für die unsi­che­re Zukunft der Mensch­heit die­nen. Der zwei­te Roman trägt den Titel FOUNDATION AND EMPIRE, der drit­te SECOND FOUNDATION. Die Serie wird aus­schließ­lich auf die­sen ers­ten drei Büchern der Rei­he basie­ren.

Wow! Es sei aller­dings noch abschlie­ßend bemerkt, dass weder HBO, noch War­ner oder Nolan das bis­her offi­zi­ell bestä­tigt haben. The Wrap sagen aller­dings, dass die Infor­ma­tio­nen auf meh­re­ren zuver­läs­si­gen Quel­len beru­hen.

Bild:: Isaac Asi­mov, von Rowe­na Mor­rill, GFDL, aus der Wiki­pe­dia

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Neu bei Voodoo-Press: TODESZELLEN von Adam Millard

Cover Todeszellen

Als eBook ist bei Voo­doo-Press soeben der Roman TODESZELLEN von Adam Mil­lard erschie­nen. Es han­delt sich dabei um den ers­ten Roman der Rei­he THE DEAD. Wie man aus den Titeln unschwer ent­neh­men kann, geht es wie­der ein­mal um eine Zom­bie-Apo­ka­lyp­se.

Als Häft­ling eines der schlimms­ten Gefäng­nis­se das man sich vor­stel­len kann, denkt Shane Bridge, dass er bereits alles gese­hen hat. Umge­ben von Mör­dern, Ver­ge­wal­ti­gern, Gangs­tern und Pädo­phi­len, hat Shane drei Jah­re lang über­lebt. Mit der Aus­sicht auf sei­ne bal­di­ge vor­zei­ti­ge Ent­las­sung, steckt er gro­ße Hoff­nung in sei­ne Zukunft zusam­men mit sei­ner Frau und sei­ner Toch­ter, die ihn zu Hau­se bereits sehn­süch­tig erwar­ten.
Doch als ein neu­er Häft­ling ankommt, der einen töd­li­chen Virus mit sich trägt, erkennt Shane schon bald, dass er sei­ne Plä­ne zu über­den­ken hat und er von nun an um sein Über­le­ben kämp­fen muss.
Kaum hat sich der Virus aus­ge­brei­tet, ver­wan­deln sich sowohl die Wachen, als auch die Insas­sen zu fleisch­fres­sen­den Mons­tern. Nur weni­ge haben über­lebt, zusam­men über­le­gen sie, wie sie hier her­aus­kom­men …

… und wie sie am Leben blei­ben kön­nen.

Es han­delt sich um eine deut­sche Erst­ver­öf­fent­li­chung, die Über­set­zung stammt von Micha­el Preis­sl. Aktu­ell ist zuerst ein­mal das eBook erschie­nen, die Print­aus­ga­be folgt im Dezem­ber. Die eBook-Fas­sung kos­tet 4,99 Euro, für die 250 Sei­ten star­ke Print­ver­si­on wird man 12,99 Euro berap­pen müs­sen, man kann die­se ab sofort vor­be­stel­len.

Cover TODESZELLEN Copy­right Voo­doo Press

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