In Berlin findet am 17. und 18. November 2017 das deutschlandweit erste Science Fiction-Filmfestival statt. Motto: »Das Wettrennen der Zeitmaschinen«. Austragungsort ist das Kino Babylon (Rosa-Luxemburg-Straße 30, 10178 Berlin ). Damit kommt dieses Filmgenre zurück an seinen Geburtsort, denn in Berlin-Babelsberg wurde 1926 Fritz Langs Metropolis gedreht.
Das Team um Festivaldirektor Alexander Pfander, das ausschließlich aus Leuten besteht, die selbst aktive Filmemacher sind, hat 65 Filme ausgesucht. Sie werden auf dem Festival jeweils von 10:30 bis 20:00 Uhr abwechselnd in zwei Kinosälen in Blöcken gezeigt. Die Qualität der Einreichungen, die aus der ganzen Welt kommen – weshalb die Festivalsprache natürlich Englisch ist –, haben Pfanders Team überrascht: »Wir waren überwältigt von dem erzählerischen, technischen und vor allem visuellen Können, das in diesen Filmen steckt. Man darf nicht vergessen, dass die meisten davon nur mit kleinen, manchmal winzigen Budgets gemacht worden sind. Das sieht man ihnen aber nicht an.«
Am Freitag um 14.30 Uhr findet eine Podiumsdiskussion statt. Thema: »Augmented Reality, AI and the Singularity – Will the Future be a Sci-Fi Nightmare?«. Eine weitere gibt es Samstag um 11.30 Uhr, dann über »The Art of Making a Low/Micro-Budget Sci-Fi Movie«. Prämiert werden Filme in dreizehn Kategorien.
Der Sender SyFy hatte 2004 und 2013 die Rechte an Larry Nivens RINGWORLD-Reihe erworben, um daraus eine Miniserie zu machen, daraus wurde aber in beiden Fällen nichts. Jetzt hat Amazon übernommen, denn die wollen den Stoff nun konkret umsetzen.
Weitere Details fehlen im Moment noch, es ist aber bekannt, dass Amazon die Show im Jahr 2018 zusammen mit MGM produzieren wird, es kann also sein, dass wir sie im Herbst desselben Jahres zu sehen bekommen.
RINGWORLD (deutsch: RINGWELT) erzählt die Geschichte des 200-jährigen, gelangweilten Louis Grindley Wu, der in der Zukunft auf einer technologisch fortgeschrittenen Erde lebt. Wu schließt sich einer jungen Frau und zwei Aliens auf einer Reise zur Ringwelt an, ein geheimnisvolles, gigantisches, künstliches Konstrukt außerhalb des bekannten Weltraums.
RINGWORLD gewann 1970 den Nebula Award, und 1971 sowohl den Hugo und den Locus. Dem Vernehmen nach möchte Amazon aus dem Stoff eine epische Show in der Preisklasse von GAME OF THRONES machen. Das ist Teil von Amazon Plänen abseits der bisher bekannten Nischenserien mit größeren Projekten das Streaminggeschäft weiter auszubauen.
Das ist eine Meldung, die mich persönlich ganz besonders freut: Der als äußerst absetzungsfreudig bekannte Sender Fox hat entschieden, dass Seth MacFarlanes Science Fiction-Serie mit Comedy-Einschlag THE ORVILLE eine zweite Staffel erhalten wird, das melden mehrere Quellen im Web.
Unklar ist derzeit noch, wie viele Folgen die nächste Season bekommen wird. Die erste hat nur 13 Episoden, da man erst einmal testen wollte, wie das Konzept bei den Zuschauern ankommt (und wegen der Kosten aufgrund der vielen Spezialeffekte). Die Einschaltquoten sind nicht überragend, aber durchaus gut, so dass es tatsächlich sein könnte, dass man Staffel zwei mehr Episoden spendiert.
McFarlane hat die Serie ersonnen, Episoden geschrieben, ausführend produziert und spielt die Hauptrolle. Weitere ausführende Produzenten sind Brannon Braga (den kennen wir von verschiedenen STAR TREK-Inkarnationen), David A. Goodman, Jason Clark und Liz Heldens.
In Deutschland war THE ORVILLE bisher nicht zu sehen und es ist auch noch kein Sender oder Streamingdienst im Gespräch. Man kann sich die Episoden über einen Stream bei Yahoo ansehen, wenn man der Geolocation durch ein VPN oder einen Proxy erklärt, dass man aus den USA kommt.
Edit: Wie ich soeben erfahre, hat ProSiebenSat.1 die Rechte gekauft. Man wird also eine miserable Übersetzung einer Serie zu sehen bekommen, die, wie bei diesen Sendern üblich, jederzeit abgesetzt werden kann, wenn die Quoten nicht stimmen. Danke an Peter Schmidt-Tannert für den Hinweis. Gewünscht hätte ich mir Amazon Video oder Netflix, klassisches ÖR- und Privatfernsehen ist maximal unerträglich.
Der Ausschreibungszeitraum für die von PhantaNews und Edition Roter Drache ausgeschriebene Storysammlung REISEZIEL UTOPIA ging (un-)passenderweise an Hallowe’en zu Ende.
Und was soll ich sagen? Ich bin völlig geflashed, denn es gingen insgesamt 61 Geschichten dafür ein, und damit deutlich mehr als für jede von mir herausgebrachte Anthologie zuvor.
Uff.
Das bedeutet jetzt, dass eine Menge Arbeit noch vor uns liegt, denn alle Geschichten müssen nun natürlich gesichtet und bewertet werden. Aus Fairnessgründen werden die Stories vor dem Lesen anonymisiert und ich muss sie nach der Auswertung natürlich wieder ihren Verfassern zuordnen.
Ich bitte um Verständnis dafür, dass das Lesen und Bewerten aufgrund der Menge an Einsendungen (danke dafür an alle Autoren) ein wenig dauern kann …
Der Endspurt hat begonnen: Noch bis zum 31. Oktober 2017 haben Autoren Zeit, Geschichten zur Ausschreibung des von PhantaNews herausgegebenen und bei der Edition Roter Drache erscheinenden SF-Storybands REISEZIEL UTOPIA einzureichen.
In den Gesichten soll eine positive Zukunft beschrieben werden, nähere Details dazu finden sich zum einen im ursprünglichen Ausschreibungstext von Mitte April 2017, weiterführende Erklärungen gibt es in einem zusätzlichen Artikel zum gewünschten Inhalt der Stories.
Kurzhintergrund: Angesichts der aktuellen Weltlage und der Tatsache, dass die SF-Literatur in den letzten Jahren von Dysopien geradezu überschwemmt wurde, ist es endlich wieder Zeit für Geschichten, die ein optimistisches Bilder einer positiven Zukunft zeichnen.
Also nichts wie ran an die Tastaturen, noch ist fast ein Monat Zeit!
Von Master Key Films stammt der SF-Kurzfilm SEAM. Der zeigt eine nicht zu ferne Zukunft, in der ein brüchiger Frieden zwischen den Menschen und erstaunlich menschenähnlichen Maschinen besteht, von denen einige noch nicht einmal wissen, dass sie solche sind. Es kommt zu einer Zerreißprobe, als manche dieser Synthetics ohne offensichtlichen Grund explodieren. Ein militärisches Team beginnt nach diesen unwissenden Selbstmordattentätern zu suchen.
Regie führten die Brüder Élan und Rajeev Dassani, es spielen unter anderem Oded Fehr, Rakeen Saad, Khaled al Ghwairi, Ulka Simone Mohanty und Stephen Au.
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Über das SF-Filmprojekt AD ASTRA hatte ich im April bereits berichtet. Darin wird Brad Pitt den leicht autistischen Astronauten Roy McBride spielen, ein Ingenieur des Army Corps, der sich auf eine Mission begibt, die klären soll, was mit seinem Vater geschah. Der hatte beim Neptun nach Hinweisen auf eine außerirdische Intelligenz gesucht. Die neue Mission soll aufdecken, warum das scheiterte.
Die Dreharbeiten haben in der vergangenen Woche begonnen, Regie führt James Gray (LOST CITY OF Z) nach einem Drehbuch, das er zusammen mit Ethan Gross verfasste. Als geplanter US-Kinostart wurde jetzt der 11. Januar 2019 bekannt gegeben.
Ein Phantastik-Film aus deutschen Landen, und dann sogar noch Science Fiction? Man mag es kaum glauben. die Zusammenfassung liest sich wie folgt:
SUM1 (Iwan Rheon) gehört im Deutschland des Jahre 2070 zu speziell ausgebildeten Rekruten des Militärs. Genau wie der Rest der Menschheit lebt er in einem unterirdischen System aus Bunkern. Dorthin haben die meisten Menschen sich vor vielen Jahren zurückgezogen, als unbekannte, mächtige Kreaturen, die »Nonesuch«, die Erdoberfläche übernahmen. Doch weil noch immer einige wenige Überlebende in einem verlassenen, dunklen Wald dort oben ausharren, werden regelmäßig Soldaten wie SUM1 als Wächter auf Aussichtstürme am Rand des überirdischen Sicherheitskreises geschickt, um von dort aus die letzten Menschen an der Erdoberfläche vor den gefährlichen außerweltlichen Wesen zu beschützen. Sein 100-Tage-Einsatz beginnt für SUM1 zunächst als Routine, läuft dann aber aus dem Ruder und plötzlich sieht der junge Kämpfer nicht nur sein Leben, sondern auch seinen Verstand in Gefahr. Paranoia und Einsamkeit entfesseln einen Albtraum.
Ich freue mich wirklich über jede Phantastik- und insbesondere SF-Produktion in Deutschland, aber der Trailer macht mich in seiner Machart leider überhaupt nicht an. Man sieht dem Film die low budget-Produktion an, das muss erstmal nichts schlechtes sein, aber der Vorgucker wirkt leider auf mich irgendwie … so uninspiriert … Ich werde dem Film aber eine Chance geben.
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Seth MacFarlanes neue Science Fiction-Comedy THE ORVILLE hatte uns vorab nicht wirklich viel gezeigt, nur einen einzigen echten Trailer, der einen großen Schwerpunkt auf den Comedy-Aspekt legte. Und da war dann auch meine Sorge begründet, denn oft liegen MacFarlanes Humor und meiner nicht auf einer Wellenlänge.
THE ORVILLE macht an keiner Stelle einen Hehl daraus, dass sie eine Hommage an STAR TREK ist, und gleichzeitig dessen Tropes ordentlich durch den Kakao zieht – letztendlich wirkt das wie eine Fanserie, die sich bemüht, all das zu vermeiden, was zu einem Rechtsstreit mit CBS und Paramount führen könnte, sich aber an dieser »letzten Grenze« mit einigem Geschick entlang laviert (und auch Fox hat eine schlagkräftige Rechtsabteilung, mit der man sich bei den TREK-Rechteinhabern vermutlich nicht ohne Not anlegen möchte).
Ich hatte STARGATE SG 1 immer als »planlos im Weltall« bezeichnet, das ist ein Prädikat, das THE ORVILLE unbedingt auch verdient, aber hier ist das Programm. Tatsächlich war der Plot des Piloten einer, wie er auch in einer beliebigen STAR TREK-Show ähnlich hätte stattfinden können, hier wird die Handlung allerdings immer wieder durch Gags und Oneliner aufgelockert – und eben durch das humoristische Übersteigern von Versatzstücken, wie man sie eben aus dem Universum von Kirk, Picard und Co kennt.
Das hätte übel ins Auge gehen können, aber von ein, zwei kleineren, MacFarlane-typischen, Humoraussetzern halten sie sich mit den Gags noch zurück und somit passieren die halt in der Handlung, stören sie jedoch meist nicht, sondern lockern das, was bei TREK eine bierernste Auseinandersetzung mit Aliens gewesen wäre, erfrischend auf. Und dennoch schimmert auch eine gewisse Ernsthaftigkeit durch, tatsächlich SF-Geschichten erzählen zu wollen und die nicht zuletzt wegen der Kulissen und des Settings gerade und gezielt auch für STAR TREK-Fans. Aber eben garniert mit einem Augenzwinkern. Trekker, die ihr Hobby mit Humor nehmen können, werden an THE ORVILLE vermutlich eine Menge Spaß haben, ähnlich wie bei GALAXY QUEST. Und genau wie bei GALAXY QUEST schaffen die Macher es, dem Ganzen trotz aller Hommage und Parodie eine wunderbare Eigenständigkeit zu geben.
Fun Fact am Rande: Nach vorab-Screenings war die Serie in den letzten Tagen von so ziemlich allen Profi-Kritikern arg verrissen worden. Jetzt allerdings kommen die Fan-Bewertungen rein – und die sind sowohl auf Rotten Tomatoes (91%) als auch bei IMDd (7,5 von 10) ziemlich positiv.
Ich bin mir unsicher, wie lange das Konzept trägt, aber ich freue mich sehr auf die nächsten Folgen. Und man kann nur hoffen, dass genug Zuschauer aktiviert werden können, denn Fox ist bekanntermaßen der Absetz-Sender.
Wie man das sehen kann? Semilegal. Es gibt einen freien Stream der ersten Folge bei Yahoo, die hat allerdings einen Geolocation-Filter. Den muss man mit einem VPN umgehen, das dem Server vorspiegelt, man wohne in den USA. Ist das legal? Sagen wir, es ist eine Grauzone, aber wirklich illegal ist es nicht.
[Update 10:10 Uhr] Ich wurde gefragt, ob es derzeit eine völlig legale Möglichkeit gibt, sich das in Deutschland anzusehen. Leider nein. Da THE ORVILLE in den USA allerdings auch bei Amazon Prime Video läuft, würde ich davon ausgehen, dass die Show demnächst auch in Deutschland dort zu sehen sein wird.
Promofotos THE ORVILLE Copyright Fox Television
Der Protagonist des SF-Kurzfilms ECHO/BACK von Tristram Geary ist ein zeitreisender Renegat, der durch einen Virus in die Lage versetzt wird, für Sekunden in die Vergangenheit und die Zukunft zu springen und so versucht der Polizei zu entkommen. Die ist hinter ihm her, weil er eine experimentelle Waffe geklaut hat.
Autoren: Tristram Geary, William Rosenthal, Produzenten: William Rosenthal, Tristram Geary, Regie: Tristram Geary, Cinematografie/VFX: Glynn Morgan, Schnitt: Andrew Glover, Musik: Byron Son, Schauspieler: David Ashby, Stuart Rosenthal, Byron Son, Matthew Sohar und William Rosenthal. Erzähler: Tristram Geary.
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