Heiligs Blechle! Das nenne mal einen Trailer! DISHONORED ist ein Computerspiel in einem lupenreinen Steampunk-Szenario und wenn das Spiel hält, was der Vorgucker verspricht, dann handelt es sich um ein Pflichtprogramm.
DISHONORED – DIE MASKE DES ZORNS spielt in Dunwall, einer düsteren Industriestadt, in der seltsame Technologien und fremdartige Kräfte aus dem Jenseits in den Schatten lauern. Als einst angesehener Leibwächter der beliebten Kaiserin wurden Sie fälschlicherweise ihres Mordes bezichtigt und entwickeln sich, getrieben von Zorn und Rache, zu einem berüchtigten Attentäter. Einem Schattenwesen, dessen einziges Markenzeichen eine bedrohliche Maske ist. In diesen unsicheren Zeiten, in denen die Stadt von einer tödlichen Seuche heimgesucht und das Volk von der tyrannischen Regierung mithilfe merkwürdiger neuartiger Technologien brutal unterdrückt wird, schließen sich dunkle Mächte zusammen. Sie verhelfen Ihnen zu Kräften, von denen normale Menschen nur träumen können. Aber zu welchem Preis? Der Grund für den Verrat an Ihnen ist so undurchsichtig, wie die trüben Gewässer der Stadt. Und Ihr früheres Leben ist für immer vorbei.
DISHONORED wird entwickelt von Bethesda Softworks (THE ELDER SCROLLS). Erfreulicherweise macht man keine Kompromisse: das Spiel ist (wie es der Trailer bereits vermuten lässt) erst ab 18 Jahren freigegeben; einen Releasetermin konnte ich bislang leider noch nicht entdecken. Sobald ich mehr weiß, erfahrt ihr es als erste! Bis dahin kann man für weitere Details auch die Webseite aufsuchen.
Der Inhalt ist nicht verfügbar. Bitte erlaube Cookies und externe Javascripte, indem du sie im Popup am unteren Bildrand oder durch Klick auf dieses Banner akzeptierst. Damit gelten die Datenschutzerklärungen der externen Abieter.
Ich hatte bereits mehrfach über die Farce berichtet, die sich »Deutscher Computerspielepreis« nennt. Da werden tatsächlich nicht die erfolgreichsten und technisch innovativsten Spiele prämiert, sondern irgendwelche Produkte, die »pädagogisch wertvoll« sind. Dabei ist natürlich gegen eine solche Auszeichnung nichts einzuwenden, allerdings sollte man sie dann anders benennen, beispielsweise »Deutscher Preis für besonders wertvolle Computerspiele«. Der jetztige Name suggeriert eine Allgemeingültigkeit, die dann konsequenterweise alle Spiele einschließen sollte, und nicht nur solche, die den Hard- und Offlinern aus den Uralt-Parteien genehm sind.
Morgen soll der Preis mal wieder verliehen werden – und es hätte wahrscheinlich erneut niemanden aus der Computerspieler-Szene so recht interessiert, hätten nicht heute CDU und CSU in einer einmaligen Aktion für breite Werbung gesorgt. Der medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Wolfgang Börnsen (im Alter von 70 Jahren garantiert ein Fachmann für Computerspiele und ähnliche Themen – not!), meldete sich aufgrund der Nominierung von CRYSIS 2 zu Wort und sagte:
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion distanziert sich von der Entscheidung der unabhängigen Jury, in der Kategorie ‘Bestes Deutsches Spiel’ ein sogenanntes Killerspiel zu nominieren. Wir halten diese Nominierung für unvertretbar
und fügte hinzu:
Sogenannte Killerspiele dürfen nicht honoriert werden, auch wenn sie technisch noch so ausgereift sind.
Weiter ist er der Ansicht, dass die Nominierung nicht mit dem Bundestagsbeschluss von 2007 vereinbar sei, in dem festgelegt wurde, dass der Computerspielepreis nur für »qualitativ hochwertige sowie kulturell und pädagogisch wertvolle Computerspiele« vergeben werden dürfe – und entblödet sich nicht, auch noch eben das Grundgesetz, genauer »die unantastbare Würde des Menschen«, heran zu ziehen (steht da irgendwo »die Würde von Pixeln ist unantastbar«? Als ich das letzte Mal nachgesehen habe jedenfalls noch nicht). Die technische Qualität solle laut diesem Beschluss nur eine sekundäre Rolle spielen.
Ja, wenn das so festgelegt wurde, dann muss man das auch so durchführen. Wisst ihr was? Nagelt euch euren albernen Preis doch einfach vors Knie, zusammen mit dem Begriff »Killerspiele«. Und distanziert euch bitte auch von mir – ich kann das Geseier nämlich nicht mehr hören. Ehrlich. Ich geh jetzt was wegballern, um mich abzureagieren. Nein, keine Sorge, nur virtuell … :o)
Das wird die DRM-Verfechter in der deutschen Verlagsbranche hart treffen – wenn sie es denn überhaupt wahrnehmen (denn mit dem Internet haben es viele darin bekanntlich nicht so): wie der Spiegel heute berichtet, will der auf Science Fiction und Fantasy spezialisierte Verlag Tor Books bei seinen eBook-Publikationen auf jegliche harte DRM-Maßnahmen verzichten.
Unsere Autoren und Leser haben bereits lange Zeit danach gefragt. Sie sind ein technisch ziemlich aufgeklärter Haufen und DRM ist für sie ein ständiges Ärgernis. Es hindert sie daran, ehrlich erworbene eBooks auf völlig legale Arten zu nutzen, beispielsweise sie auf verschiedenen Readern lesen zu können.
Our authors and readers have been asking for this for a long time. They’re a technically sophisticated bunch, and DRM is a constant annoyance to them. It prevents them from using legitimately-purchased e‑books in perfectly legal ways, like moving them from one kind of e‑reader to another.
Laut der Mitteilung im Blog sollen ab Juli 2012 alle eBooks ohne DRM erhältlich sein, also sowohl bereits erhältliche wie auch neue. Der britische Ableger Tor UK kündigte dies heute ebenfalls an. Die eBooks sollen bei allen bislang bekannten Verkäufern ohne Kopierschutz zu bekommen sein, zudem wird man die Bücher auch über Plattformen vertreiben, die ohnehin bereits Wert darauf legen, nur DRM-freie eBooks anzubieten und bei denen man die Publikationen des Verlags bislang nicht bekam.
Großartig! Es bleibt abzuwarten, wer als nächstes folgt.
Geht es nach den deutschen Verlegern, dürfte damit allerdings der Untergang des Abendlandes eingeläutet sein. :o)
Nach langen Jahren des Erfolgs ging es mit dem »Comic-mit-Spielzeug«- Magazin YPS bergab und im Jahr 2000 stellte der Ehapa-Verlag die Produktion deswegen ein. Viele von uns dürften YPS und das Känguruh über lange Jahre durch die Kindheit begleitet haben.
Im Jahr 2005 versuchte Egmont Ehapa eine Neuauflage, die allerdings mangels Erfolg nach nur vier Ausgaben wieder eingestellt wurde. Offenbar zog das Konzept »Comic mit Gimmick« bei den Kids nicht mehr – oder die Inhalte wussten nicht zu unterhalten – jetzt startet man einen neuen Versuch.
Diesmal ist das neue Konzept allerdings nicht auf Kids gezielt, sondern auf die Leser von damals, die heute 30- bis 45-Jährigen. Die sollen entsprechende Inhalte im Magazin vorfinden, die »die Themen von damals optisch und inhaltlich in ihre heutige Lebenswelt übersetzen«. Das sagt zumindest der Verlag. So möchte man sich beispielsweise ernsthaft der Frage widmen, ob man mit 35 noch Geheimagent werden könnte – dazu gibt’s die passenden Gimmicks. Ich befürchte, das ist tatsächlich deren Ernst …
Inhaltlich soll es neben der Auseinandersetzung mit diesem und ähnlichen Themen auch wieder Comics geben, neben neuen auch bekannte und erfolgreiche aus den »guten alten« Zeiten.
Man sieht mich mit einem Fragezeichen im Gesicht, ob dieses Konzept, das offenbar hauptsächlich auf Nostalgie abzielt, dauerhaft erfolgreich sein kann. Als Chefredakteur holte man sich Christian Kallenberg, der in gleicher Position bis ins Jahr 2010 das Magazin FHM betreute.
Der YPS-Testballon soll im Oktober 2012 starten, sollte sich dieses Heft halbwegs erfolgreich absetzen lassen, hat Egmont Ehapa für 2013 eine regelmäßige Erscheinungsweise angekündigt. Der Preis soll 5,90 Euro betragen. Weitere Details findet man auf der Facebook-Seite des neuen Magazins (die als Webseite herhalten muss, eine »herkömmliche« Webpräsenz gibt es leider nicht).
Anfang der Woche hatten herumschlauende Analysten (ich kann das Wort nicht mehr hören – Dummschwätzer von denen ganze Wirtschaftszweige und Länder abhängen können) behauptet, die Spielerzahl des STAR WARS-MMOs THE OLD REPUBLIC sei massiv zurück gegangen. Dem muss ich aus eigener Anschauung eher zustimmen, das Spiel hat nun einmal ein Problem mit zu wenig Content, da helfen auch World Events wie die aktuell gelaufene Rakghoul-Posse leider nicht. Wer den maximalen Level erreicht, hat nichts mehr zu tun.
Dass an den Vermutungen etwas dran ist, zeigt nun, dass BioWare offenbar darüber nachdenkt, Server zusammen zu legen. Gegenüber dem US-Spielemagazin pcgamer.com hat BioWares Daniel Erickson ausgesagt, dass die Entwickler sich darübe rim Klaren sind, dass auf einigen Welten sehr wenige Spieler unterwegs sind. Das wundert aber auch nicht, denn wenn man ein Gebiet abgefrühstückt hat, gibt es kaum einen Grund, es nochmal aufzusuchen – das Problem kennt man aber auch aus anderen MMOs. Eine Lösung, wäre es, stufenbasierte Gebiete abzuschaffen und andere Spielmechaniken zu wählen, die dafür sorgen, dass alle Bereiche eines Spiels gut besucht sind. Natürlich ist das Unterteilen in stufenbasierte Gebiete die einfache Lösung, da man sich keine Gedanken über skalierende Gegner machen muss, oder darüber dass ein hochstufiger Mob mal eben ganze Kleinlinggruppen auslöschen könnte.
Laut Aussage von Erickson sind die Abonnentenzahlen stabil, es seien aber zur »Prime Time« deutlich weniger Spieler unterwegs als bisher. Deswegen ziehe man in Erwägung, ein paar Server zusammen zu legen, konkret entschieden sei aber noch nichts.
Wenn ich mich in meinem Umfeld so umsehe, stelle ich allerdings fest, dass etliche Spieler ihr Abo nicht verlängern, einfach aus dem Grund, weil man alles gesehen hat und es nichts mehr zu tun gibt. Das dürfte schnell ein großes Problem für BioWare und LucasArts werden. Wenn man nicht umgehend ausreichend Content nachliefert (und den kann man angesichts der komplett synchonisierten Questen nicht einfach aus dem Arm schütteln), wird abzusehen sein, dass SWTOR innerhalb kürzester Zeit auf ein free2play-System umgestellt werden muss. Und selbst dafür gibt es zu wenig Inhalt.
Schade um ein prinzipiell kurzweiliges Spiel.
[cc]
Screenshot Rakghoul Outbreak von mir, Copyright BioWare und LucasArts
Die Publikumsverlage repetieren mantra-artig, dass sie für Qualität stehen und dass diese aufwändige Verfeinerung von Urheberwerken einer der Hauptgründe für die Kosten ihrer Produkte ist. Dass dem heutzutage leider allzu oft nicht mehr so ist, erkennt man durch Blicke in verlegte Bücher nur allzu leicht – richtig übel wird es bisweilen sogar, wenn man hierbei Übersetzungen heran zieht.
Ein (nicht ganz) neuer Weg, dem Kunden sein Geld aus der Tasche zu ziehen, ist ein besonders dreister Etikettenschwindel des Heyne-Verlags. Auf dem Cover des Romans GEGEN ALLE FEINDE prangt groß und fett wie gewohnt der Name eines Autoren: in diesem Fall Bestseller-Schreiber Tom Clancy. Klar, dass alle Clancy-Fans sofort und ohne Bedenken zm Roman greifen.
Doch verwundert reibt sich der Fan die Augen ob des Inhalts von GEGEN ALLE FEINDE, der qualitativ nicht mit anderen Werken des Schriftstellers mithalten kann und ein vergleichsweise tumbes »aufrechte amerikanische Helden gegen fanatische islamistische Terroristen«-Szenario beschreibt. Betrübt fragt sich der Thriller-Anhänger, ob Clancy seinen Schaffenszenit überschritten hat? Muss man sich etwa einen neuen Genre-Autor suchen?
Seid beruhigt, Millionen. Der Grund für die mindere Qualität des Romans ist keine plötzliche Kreativitätssenke oder Stil-Inkontinenz Clancys, sondern vielmehr, dass es sich bei dem Buch um einen miesen Etikettenschwindel handelt. Tatsächlich wurde der Roman nämlich überhaupt nicht von Clancy verfasst, sondern von jemandem namens Peter Telep.
Wie Heyne groß Clancy aufs Cover pinnt, ohne dass Clancy tatsächlich drin ist (ob nun ausschließlich oder mit »Co-Autor« ist hierbei völlig irrelevant), das kann man meiner Ansicht nach nur als Unverschämtheit und dreiste Abzocke bezeichnen.
Übrigens: auch auf der US-Fassung des Romans (verlegt von Berkley, eines Tochterverlags der Penguin Group) prangt groß der Name Tom Clancy, allerdings steht hier wenigstens verschämt und klein darunter »with Peter Telep«.
In Heynes Kurzbeschreibung zum Roman liest man:
Internationale Intrigen, explosive Action – der neue große Tom Clancy
Seit Jahren tobt der Konflikt im Mittleren Osten. Nun sieht es so aus, dass sich der Kriegsschauplatz verlagert hat. Die Taliban bedienen sich für ihre Machenschaften eines mexikanischen Drogenkartells und tragen den Kampf ins Heimatland des Erzfeindes – in die Vereinigten Staaten von Amerika. Tom Clancy, der Meister des internationalen Politthrillers, stellt uns seinen neuen Helden vor: Ex-Navy-SEAL Max Moore. Und der steht allein – gegen alle Feinde.
Es wird fraglos eindeutig der Eindruck erweckt, der Roman stamme ausschließlich von Clancy – jeglicher Hinweis auf einen »Co-Autor« fehlt im Gegensatz zur englischen Fassung, wo man wenigstens darauf hinweist, dass es einen solchen gibt. Auch auf Amazon.de fehlt jeglicher Hinweis auf den Co-Autor Telep. Ich nehme an, im Buch steht es an irgendeiner Stelle verschämt und klein, wo man es nicht findet oder es sowieso keiner liest.
Ist der schnelle Euro wichtiger als das Vertrauen der Kunden, das man mit solchen überflüssigen Winkelzügen leichtfertig aufs Spiel setzt? Dass so etwas gerade heutzutage ins Auge geht, zeigen die derzeit an allen Ecken des Webs erscheinenden negativen Rezensionen des Werks.
Diese Nummer wird übrigens nicht nur bei Clancy gefahren …
Crowdfunding ist in aller Munde. Gerade aktuell konnten sich diverse ambitionierte Projekte im Computerspiele-Bereich über die Plattform Kickstarter finanzieren – abseits der Finanzierungsmechaniken der etablierten Branchengiganten – sowie deren bisweilen absonderlichen und unkreativen Vorstellungen, was produziert wird und was nicht.
Und auch wenn Ahnungslose und Populisten immer wieder über die »Kostenloskultur« im Netz schwadronieren oder vollmundig (und falsch) behaupten, dass die Nutzer im Netz »doch sowieso für nichts bezahlen wollen«, verschließen sie absichtlich oder aus Ignoranz die Augen vor Projekten, die via Kickstarter innerhalb von kürzester Zeit beachtliche Summen einspielen (oder vor Games wie LEGEND OF GRIMROCK, das seine Produktionskosten innerhalb weniger Tage wieder reinholte – aber das war abseits von Crowdfunding und ist damit eigentlich ein anderes Thema).
Die derzeit wahrscheinlich bekannteste Plattform Kickstarter kann man als Projektanbieter leider nur nutzen, wenn man US-Bürger ist. Damit die Spielebranche in Europa angesichts dessen nicht ins Hintertreffen gerät, ist nun eine hiesige Alternative in Sachen Crowdfunding geplant.
Das niederländische Unternehmen Gambitious möchte im Juni ein speziell auf Computerspiele abgestimmtes Crowdfunding-Portal an den Start bringen, das explizit auf Europa ausgelegt ist, aber auch von Ländern außerhalb dieses Gebiets genutzt werden soll. Derzeit ist man dabei, die rechtlichen Grundlagen für Letzteren Ansatz zu sichten und will dann entsprechend agieren, so meldet zumindest Gambitious-Chef Korstiaan Zandvlie.
Der computeranimierte Kurzfilm LOVE LIKE ALIENS wurde inspiriert von den Bildern des japanischen Künstlers Sorayama Hajime und zeigt einen Krieg zwischen robotischen Engeln und TRON-ähnlich beleuchteten Kreaturen. Regisseur des Films ist Rashad Haughton.
Text zum Film (Übersetzung von mir):
In einer nicht zu fernen Zukunft hat sich die Menschheit so weit entwickelt, dass die Grenze zwischen Mensch und Androide kaum noch festzulegen ist. Dies musste geschehen, um das Überleben der Spezies zu sichern. Technologie hat es den Menschen ermöglicht, in den Weltraum zu reisen, um fremde Planeten und Galaxies zu besiedeln – denn die Erde wurde unbewohnbar. Eines der unglücklicheren Resultate dieses robotischen Darwinismus´ ist die Tatsache, dass sich das menschliche Verhalten und Bewusstsein ebenfalls verändert haben. Vielen, was die Menschen einmal ausgemacht hat – Liebe, Familie, Intimität – wurde zur Legende. Oder fast zur Legende …
Sieht großartig aus!
Der Inhalt ist nicht verfügbar. Bitte erlaube Cookies und externe Javascripte, indem du sie im Popup am unteren Bildrand oder durch Klick auf dieses Banner akzeptierst. Damit gelten die Datenschutzerklärungen der externen Abieter.
Kann ein Film, der auf dem simplen, im Grunde vollkommen handlungslosen Spiel SCHIFFE VERSENKEN basiert, tatsächlich funktionieren? Ist es möglich, auf Grundlage eines so, um es mal drastisch auszudrücken, banalen Brettspiels einen abendfüllenden Spielfilm zu drehen, der tatsächlich so etwas wie eine Story aufweist, dem es gelingt, die elementarsten Regeln des Spiels irgendwie im Plot zu verwirklichen, sodass man das Spiel auch wiedererkennt, und der darüber hinaus noch kurzweilig unterhält?
Regisseur Peter Berg und die Drehbuchautoren Erich & Jon Hoebner geben in ihrem 200-Millionen-Dollar-Machwerk BATTLESHIP eine eindeutige Antwort auf diese Frage: Ja, es ist möglich! Zumindest, solange man nicht mit der Absicht ins Kino geht, einen kulturell wertvollen, den Geist fordernden, tiefsinnigen Streifen zu sehen.
»I’ve got a bad feeling about this«. Die legendäre Harrison-Ford-Phrase ist immer wieder einen Auftritt wert. Wie der Wilhelm-Scream hallt der alte Han-Solo-Spruch als aufrichtige Verbeugung immer wieder durch die Mainstream-Kinos. Selbst wenn eigentlich Luke Skywalker den Spruch in EPISODE IV zuerst beanspruchte. Wobei George Lucas diesen Satz auch nur aus 2001: A SPACE ODYSSEY zitiert haben könnte. Das nur nebenbei, weil es über BATTLESHIP sowieso nicht viel zu sagen gibt.
Wenn bei BATTLESHIP der Satz fällt, jemand habe ein sehr ungutes Gefühl bei der Sache, nachdem eine offensichtlich außerirdische Macht zwei Kriegsschiffe in ordentlichen Explosionen in nichts aufgelöst hat, dann ist das bezeichnend für das, was der Film für den Zuschauer bereithalten wird. Als Disney PIRATES OF THE CARIBBEAN ohne jeden Bezug zu der beliebten Fahr-Attraktion aus Disneyland machte, hat das auch funktioniert. Bei BATTLESHIP gab es wenigstens noch vier karierte Blätter und zwei Bleistifte als Vorlage, und das machte das Projekt letztendlich zu einer enorm spannenden Sache. Im Übrigen auch die einzig spannende Frage während des Film überhaupt, ob es das alte Kritzel-Spiel in seiner ursprünglichen Form mit auf die Leinwand geschafft hat. Der Rest ist voraussehbares Effekte-Kino, nach allen Regeln aller bekannten und bereits x‑fach abgelutschten Invasionsfilme.
Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies und von eingebundenen Skripten Dritter zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest (Navigation) oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst Du Dich damit einverstanden. Dann können auch Cookies von Drittanbietern wie Amazon, Youtube oder Google gesetzt werden. Wenn Du das nicht willst, solltest Du entweder nicht auf "Akzeptieren" klicken und die Seite nicht weiter nutzen, oder Deinen Browser im Inkognito-Modus betreiben, und/oder Anti-Tracking- und Scriptblocker-Plugins nutzen.
Mit einem Klick auf "Akzeptieren" werden zudem extern gehostete Javascripte freigeschaltet, die weitere Informationen, wie beispielsweise die IP-Adresse an Dritte weitergeben können. Welche Informationen das genau sind liegt nicht im Einflussbereich des Betreibers dieser Seite, das bitte bei den Anbietern (jQuery, Google, Youtube, Amazon, Twitter *) erfragen. Wer das nicht möchte, klickt nicht auf "akzeptieren" und verlässt die Seite.
Wer wer seine Identität im Web schützen will, nutzt Browser-Erweiterungen wie beispielsweise uBlock Origin oder ScriptBlock und kann dann Skripte und Tracking gezielt zulassen oder eben unterbinden.