Morgen ist Indiebookday. Schon was davon gehört? Ich auch nicht …

Heu­te ist wie­der so ein Tag … Ich woll­te nicht schon wie­der meckern. Ehr­lich nicht. Aber es tut so weh …

Mor­gen ist »Indie­book­day« (könnt ihr ruhig kurz hin­kli­cken, die Sei­te ist mit »über­sicht­lich« schon sehr aus­führ­lich cha­rak­te­ri­siert). Das habe ich soeben eher zufäl­lig her­aus gefun­den. Initi­iert wur­de die Akti­on von mai­risch; der Plan ist, dass man mor­gen, also am 23.03.2013, in eine Buch­hand­lung gehen und dort ein Buch eines Indie-Ver­la­ges kau­fen soll. Dar­über schreibt man dann in den sozia­len Medi­en oder in sei­nem Blog und pos­tet auch ein Bild des gekauf­ten Buches.

Eigent­lich eine gute Idee. Die nur einen Haken hat. Oder zwei. Haken eins: in so gut wie kei­ner mir bekann­ten Buch­hand­lung fin­det man Bücher von Klein- oder Indie-Ver­la­gen aus dem Bereich Phan­tas­tik. Da liegt immer nur das übli­che Publi­kums­ver­lag­pro­gramm pro­mi­nent prä­sen­tiert rum – und in den Rega­len dann die Titel, die ent­we­der schon älter sind, oder bei denen die Her­aus­ge­ber es ver­säumt haben, genug Koh­le abzu­drü­cken, um auf den Prä­sen­tier­tel­ler zu kom­men.

Haken zwei: Es gibt einen Blog­bei­trag zum The­ma »was ist eigent­lich ein Indie-Ver­lag?«. Damit der dum­me Kun­de nicht aus Ver­se­hen was von einem nicht-Indie kauft, lie­fert man in dem Arti­kel gleich eine Lis­te sol­cher Ver­la­ge. Seht es euch ruhig mal an. Und man stellt groß­äu­gig und vol­ler Stau­nen fest, dass da die Phan­tas­tik nicht statt­fin­det. Gar nicht. Nada. Nien­te. Wo sind bei­spiels­wei­se Feder & Schwert, Wur­dack, Tors­ten Low, Atlan­tis, Aca­bus, Faby­lon (Lis­te erhebt kei­ner­lei Anspruch auf Voll­stän­dig­keit!) und die gan­zen andern klei­nen, unab­hän­gi­gen Ver­la­ge, die sich – im Gegen­satz zu den Publi­kums­ver­la­gen mit ihrem Main­stream-Kram – um die deut­sche Phan­tas­tik bemü­hen? Oder muss man die etwa gar nicht lis­ten, weil die sowie­so in den aller­meis­ten Buch­hand­lun­gen nicht aus­lie­gen? Bleibt wohl wie­der mal nur, sein Indie-Buch bei Ama­zon zu erwer­ben, oder was?

Oder ist Phan­tas­tik mal wie­der nicht »anspruchs­voll« genug und es dür­fen nur lite­ra­risch hoch­wer­ti­ge Indies gekauft wer­den?

Das darf doch alles gar nicht wahr sein!

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Logo Indie­book­day Copy­right mai­risch (ver­mut­lich, stand nicht dran)

Nein Blizzard, das ist nicht euer Ernst, oder? HEARTHSTONE – HEROES OF WARCRAFT

Wie ver­mut­lich vie­le ande­re hing ich gera­de am Live­stream von der Pax East, für die Bliz­zard ange­kün­digt hat­te »etwas ganz Neu­es« vor­zu­stel­len. Die Spe­ku­la­tio­nen waren vor­ab natür­lich wild und reich­ten von DOTA bis hin zur offi­zi­el­len Ankün­di­gung von »PROJECT TITAN«, und das obwohl Blizz vor­ab bereits gesagt hat­te, dass es sich nicht um ein MMO han­del­te.

Zuerst erläu­ter­te ein Bliz­zard-Fragg­le, des­sen Namen ich mir wegen irrele­vant nicht gemerkt habe, dass in den Ent­wick­lungs­ab­tei­lun­gen viii­ieeeel mehr Ent­wick­ler arbei­ten als frü­her. Und dass man sich Gedan­ken dar­über gemacht habe, was für ein Pro­jekt man mit deut­lich weni­ger davon umset­zen kön­ne. Bei­spiels­wei­se nur 15. Her­aus­ge­kom­men ist dabei ein Online-Sam­mel­kar­ten­spiel. Im Ernst. Bahn­bre­chend …

Unter dem Titel HEARTHSTONE: HEROES OF WARCRAFT wird ein pop­li­ges Sam­mel­kar­ten­spiel, wie es sie in unge­zähl­ter, oft über­flüs­si­ger, Men­ge gibt, in ein Com­pu­ter­spiel umge­setzt, das man online gegen ande­re Gamer spie­len kann. Das Spiel basiert, wie der Name bereits sagt, auf WARCRAFT bzw. WORLD OF WARCRAFT und man fin­det dar­in Moti­ve aus dem Fran­chise wie­der, also Ras­sen  Klas­sen, Sprü­che und Mons­tren. Das Gan­ze soll angeb­lich free2play sein, man kann aller­dings Boos­ter-Packs erwer­ben, für wel­chen Real­geld-Preis, dar­über war man sich noch nicht so ganz sicher, wahr­schein­lich um einen Dol­lar her­um. Wer das nicht will, kann zusätz­li­che Kar­ten aller­dings auch durch Spie­len erhal­ten, es wur­de aller­dings ange­deu­tet, dass das dau­ern kann. Um auf die weni­gen Ent­wick­ler zurück zu kom­men: Bliz­zard hat also offen­bar nach einer Mög­lich­keit gesucht, den WAR­CRAFT-Fans mit mög­lichst gerin­gem Auf­wand noch ein wenig mehr Geld aus der Tasche zu zie­hen. Net­ter Ver­such, lei­der durch­sich­tig.

Die Demons­tra­ti­on zeigt, dass es sich tat­säch­lich um ein pop­li­ges Sam­mel­kar­ten­spiel han­delt, das mit viel Knall und Bumm und Eye­can­dy auf­ge­bohrt wur­de, dem Anschein nach um zu ver­de­cken, was für ein eigent­lich bil­li­ges und ver­staub­tes Spiel­prin­zip dahin­ter steht.

Wir hal­ten fest: die groß ange­kün­dig­te Neue­rung ist eine Luft­num­mer, nur ein vir­tu­el­les one-on-one-Sam­mel­kar­ten­spiel, das man auch als WARCRAFT: THE GATHERING oder YU-GI-WOW bezeich­nen könn­te. Spielt eigent­lich noch irgend jemand Tra­ding Card Games? Das The­ma ist doch lan­ge durch?

Zusam­men­fas­sung: Laaa­ang­wei­lig!

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Logo HEARTHSTONE Copy­right Bliz­zard Enter­tain­ment

Die neue Zombie-Serie der BBC: IN THE FLESH

Die BBC zeigt gera­de mal wie­der, wie moder­ne Seri­en­un­ter­hal­tung im phan­tas­ti­schen Bereich aus­se­hen kann und lässt das deut­sche Fern­se­hen ein wei­te­res Mal ganz, ganz alt aus­se­hen. Das The­ma an sich ist nun eigent­lich wahr­lich kein neu­es und wird der­zeit gera­de in ver­schie­de­nen Medi­en tot­ge­rit­ten: Zom­bies. Doch der bri­ti­sche Sen­der nähert sich der Zom­bie­ka­lyp­se von einer ganz ande­ren, unge­wohn­ten Sei­te.

In der post­apo­ka­lyp­ti­schen Serie IN THE FLESH ent­wi­ckeln Wis­sen­schaft­ler eine medi­zi­ni­sche Hei­lungs­mög­lich­keit für die­je­ni­gen, die unter »par­ti­al death syn­dro­me« lei­den. Das Pro­blem dabei ist, dass die Gesell­schaft sich schwer damit tut, die ehe­ma­li­gen hirn­fres­sen­den Mons­tren wie­der auf­zu­neh­men. Die Haupt­per­son ist Kie­ren, ein emp­find­sa­mer jun­ger Mann, der mit dem, was er als Zom­bie getan hat nicht gut zurecht kommt. Sei­ne Eltern hei­ßen ihn wie­der will­kom­men, zumin­dest solan­ge er sei­ne wöchtent­li­chen Spi­nal-Injek­tio­nen erhält. Bei sei­ner Schwes­ter ist das jedoch anders. Sie war ein Mit­glied der »Human Vol­un­teer Force« (HVF), die den Kampf gegen die Zom­bies auf­ge­nom­men hat­te, als die Regie­rung nicht dazu in der Lage war.

Die Kir­che ist der Ansicht, dass die »teil­wei­se Toten« aus­ge­löscht wer­den müs­sen, dabei haben sie mäch­ti­ge Ver­bün­de­te in der HVF, die offi­zi­ell zwar auf­ge­löst wur­de, aber im Unter­grund wei­ter ope­riert. Kie­ren erfährt von Freun­den, die sich eben­falls der PDS-Reha­bi­li­ta­ti­on unter­zo­gen haben, dass es einen ehe­mals unto­ten Pre­di­ger gibt, der – eben­falls aus dem Unter­grund – agiert und sich die Befrei­ung der ehe­ma­li­gen Unto­ten durch die Unter­drü­ckung durch die rest­li­chen Men­schen auf die Fah­ne geschrie­ben hat.

Wenn das nicht cool klingt …

Die Trai­ler sind für Per­so­nen unter­halb irgend­ei­nes Alters mög­li­cher­wei­se nicht geeig­net.

Launch-Trai­ler:

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Trai­ler:

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»What is IN THE FLESH?«

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Peter Jackson will eine DOCTOR WHO-Folge machen. Für einen Preis …

Regis­seur Peter Jack­son ist der­zeit offen­bar mit den Dreh­ar­bei­ten für den drit­ten Teil des HOBBIT nicht aus­ge­las­tet, denn er äußert sich zu dem immer wie­der mal geäu­ßer­ten Gerücht (oder Wunsch), er sol­le bei einer Fol­ge der BBC-Serie DOCTOR WHO Regie füh­ren.

Jack­son hat nun gegen­über Enter­tain­ment Weekly nicht nur bestä­tigt, dass er defi­ni­tiv dar­an inter­es­siert ist, das zu tun, er hat wegen die­ses The­mas sogar bereits um Weih­nach­ten her­um mit Ste­ven Moffat, dem Show­run­ner, gespro­chen.

Der Neu­see­län­der gab zu Pro­to­koll, dass sie ihn für die Mög­lich­keit an einer Epi­so­de mit­ar­bei­ten zu kön­nen, nicht ein­mal mit Geld bezah­len müss­ten. Er wür­de als Bezah­lung einen der gol­de­nen Dal­eks neh­men:

They don’t even have to pay me. But I have got my eye on one of tho­se nice new gold-colo­red Dal­eks. They must have a spa­re one (hint, hint).

Ste­ven Moffat gibt zu die­sem The­ma eine sei­ner übli­chen zwei­deu­ti­gen Ant­wor­ten: »es ist alles mög­lich«.

Bild: Peter Jack­son 2009, von Nata­sha Bau­cas auf flickr, CC BY

STAR TREK INTO DARKNESS – Neuer Trailer

… und noch ein neu­er Trai­ler zu STAR TREK INTO DARKNESS. Mit jeder Men­ge bis­her nicht gese­he­ner Sze­nen. Jun­ge­jun­ge …

Und das Vor­schau­bild … So ein Zufall, was­Pa­ra­mount? ;)

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Vorsicht Börsenverein!

Gera­de war wie­der so ein Moment, an dem ich den drin­gen­den Wunsch hat­te, mit dem Kopf auf die Tisch­plat­te zu schla­gen. Zur Leip­zi­ger Buch­mes­se hob der Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels eine Kam­pa­gne mit dem Titel »Vor­sicht Buch!« aus der Tau­fe. Was das Ziel des gan­zen ist, wur­de mir aus dem Mar­ke­ting­ge­schwur­bel nicht so rich­tig klar, irgend­wie war nebu­lös her­aus zu lesen, dass man den Buch­han­del gegen­über Ama­zon stär­ken möch­te. Glau­be ich. Ich bin nicht sicher.

Doch alle Fra­gen kön­nen jetzt beant­wor­tet wer­den, denn es gibt eine Web­sei­te zur Kam­pa­gne. Dach­te ich. Habe aber die Rech­nung ohne den Bör­sen­ver­ein gemacht, des­sen Toch­ter MVB bereits mit buch​han​del​.de und libre­ka ihre Kom­pe­ten­zen … äh … ein­drucks­voll prä­sen­tiert hat­ten.

Die Web­sei­te »Vor­sicht Buch!« soll wohl modern wir­ken, mit sei­nem Absperr­band-Design und groß­flä­chi­gen Bil­dern von »Typen« (unter den Kam­pa­gnen­bil­dern eine erschre­cken­de Men­ge an Cha­rak­ter­köp­fen, die aber der­art über­zo­gen und kari­kiert dar­ge­stellt sind, dass sie unsym­pa­thisch wir­ken). Und ein klei­nes Mäd­chen auf der Start­sei­te, na klar, Kin­der zie­hen doch immer, wie jeder weiß, lesen eh nur Frau­en – und bei denen müs­sen dann doch sofort die Hor­mo­ne ein­set­zen und einen unwi­der­steht­li­chen Buch­kauf­zwang aus­lö­sen. (tri­ple face­palm)

Ich kann mir nicht erklä­ren, wie man eine der­art aus­sa­ge­lo­se Web­sei­te zusam­men­stop­peln kann, die wirkt, als wis­se man selbst nicht, was man mit der Kam­pa­gne eigent­lich wol­le. Ins­be­son­de­re auch durch die Wahl des One Page-Web­site-Kon­zepts (die der Bör­sen­ver­ein viel­leicht für den letz­ten Schrei hält, aller­dings nur bei bestimm­ten Arten von Con­tent Sinn macht), wirkt die Sei­te wie ein halt­lo­ser und vor allem wei­test­ge­hend inhalts­lee­rer Fly­er. So bringt man also ana­lo­ge Bücher ins digi­ta­le Web? Not! Eben­so wenig wie Kun­den in die Buch­hand­lun­gen.

Kon­zep­ti­ons­los ist das, was mir dazu ein­fällt, wei­ter­hin: wer soll da eigent­lich ange­spro­chen wer­den? Per­so­nen die eh schon Bücher lesen? War­um? Was ist die Aus­sa­ge der Sei­te? Was ist das Ziel der Kam­pa­gne? War­um neh­men laut Goog­le-Kar­te nur ein paar Buch­hand­lun­gen teil? Die Anzahl der Tref­fer ist mit pop­lig doch noch freund­lich umschrie­ben? War­um glän­zen gro­ße Tei­le der Kar­te durch Lee­re? War­um soll­te mich das alles inter­es­sie­ren? Wo sind mei­ne Trop­fen?

So wird das nichts, Bör­sen­ver­ein. Wer­be­me­tho­den aus den 80ern sind auch dann noch Wer­be­me­tho­den aus den 80ern, wenn man sie im Web neu anmalt. Statt hau­fen­wei­se über­flüs­si­ger Bil­der wäre es ange­bracht gewe­sen, zu infor­mie­ren. Aber mit dem Infor­mie­ren habt ihr es nicht so, oder? Sonst wür­det ihr ja mal auf mei­ne Anfra­gen per Mail ant­wor­ten … Mail. Ihr wisst schon? Die­ses neu­mo­di­sche Zeug.

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Screen­shot Web­sei­te »Vor­sicht Buch!« Copy­right Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels.

Erschienen: PHANTAST-Jahrbuch 2012

Der unter der Ägi­de von Jür­gen Egl­seer her­aus gege­be­ne­ne PHANTAST ist ein vier­tel­jähr­lich erschei­nen­den Phan­tas­tik-Maga­zin aus den Redak­tio­nen der Sei­ten litera­to­pia und fic­tion­fan­ta­sy, er erscheint kos­ten­los in digi­ta­ler Form. Ein­mal im Jahr wer­den die Inhal­te in einem Buch zusam­men­ge­fasst, also klas­sisch auf Papier. Die Her­aus­ge­ber legen Wert auf Hoch­wer­tig­keit beim Lay­out aber ins­be­son­de­re beim Inhalt.

Das PHAN­TAST-Jahr­buch 2012 hat die Werk­statt der Her­aus­ge­ber Judith Gor und Jür­gen Egl­seer ver­las­sen und ist ab sofort erhält­lich. Das Buch erscheint in Bro­schur in einem For­mat von 21x21cm und kos­tet 14 Euro, das beinhal­tet inner­halb Deutsch­lands bereits den Ver­sand.

Unter ande­rem ent­hält das 248 Sei­ten umfas­sen­de Maga­zin fol­gen­de The­men:

  • man lässt das Jahr 2012 Revue pas­sie­ren und ergänzt die Maga­zin-Bei­trä­ge mit pas­sen­den Rück­bli­cken auf die jewei­li­gen Berei­che, zum Bei­spiel prä­sen­tie­ren das Team die her­aus­ra­gends­ten Comics, schil­dert einen lau­ni­schen Ein­druck von unse­rem Frank­fur­ter Mes­se­be­such oder spricht mit Bern­hard Hen­nen und Danie­la Knor über das phan­tas­ti­sche Jahr 2012 aus ihrer Sicht.
  • ent­hal­ten sind eine Novel­le der Schrift­stel­le­rin Susan­ne Ger­dom, Kurz­ge­schich­ten von Chris­ti­an Gün­ther und Nadi­ne Küh­ne­mann
  • zu lesen gibt es auch zahl­rei­che Rezen­sio­nen, Arti­kel und Bei­trä­ge zu den The­men »Humor«, »Klas­si­sche Phan­tas­tik«, »Roman­tik«, »Frank­fur­ter Buch­mes­se« und »Apo­ka­lyp­se«
  • Inter­views wur­den geführt mit Jens Los­sau, Jens Schuh­ma­cher, Bernd Perp­li­es, Susan­ne Ger­dom, Tho­mas Plisch­ke, Ole Johann Chris­ti­an­sen, Tors­ten Fink, Kai Mey­er

Das Cover stammt von Lothar Bau­er, die Innen­il­lus­tra­tio­nen von Nor­bert Rei­chin­ger und Mai­ke Weber.

Wie kommt man da ran? Ein­fach: ent­we­der man sen­det eine form­lo­se Mail an eglseer@fictionfantasy.de, oder man bestellt den PHANTAST auf der Platt­form für Self­pu­blisher und Klein­ver­le­ger Amrûn.

Cover Copy­right PHAN­TAST-Her­aus­ge­ber und Lothar Bau­er

PhantaNews: Geplanter Ausfall am nächsten Samstag, dem 23.03.2013

Lie­be Leser,

am nächs­ten Sams­tag Nach­mit­tag wird es zu einem Aus­fall die­ser Sei­te kom­men, weil auf einen ande­ren Ser­ver umge­zo­gen wird. Der soll nach Anga­ben des Pro­vi­ders leis­tungs­fä­hi­ger sein und damit sol­len die Stö­run­gen, die es lei­der immer wie­der mal zu bekla­gen gab, und die zu Nicht­er­reich­bar­keit der Sei­te führ­ten, der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren.
Erschwer­dend kam wohl hin­zu, dass laut Aus­sa­gen des Pro­vi­ders gegen einen ande­ren Kun­den auf dem­sel­ben Ser­ver immer wie­der mal DDOS-Atta­cken gefah­ren wur­den, die dann lei­der auch zu einer Nicht­er­reich­bar­keit von Phan​ta​News​.de führ­ten.

Geplant ist der Umzug für Sams­tag, den 23.03.2103, statt­fin­den soll er so gegen 15:00 Uhr; danach muss ver­mut­lich das ein oder ande­re kon­fi­gu­riert wer­den, wei­ter­hin wird es eine Zeit lang dau­ern, bis die neue IP-Adres­se bei allen Domain Name-Ser­vern welt­weit ange­kom­men ist.

Ich bit­te für die Maß­nah­me um Ver­ständ­nis, die hof­fent­lich dafür sorgt, dass Aus­fäl­le in Zukunft unter­blei­ben. Da ich Sams­tags ohne­hin die wenigs­ten Zugrif­fe aller Wochen­ta­ge habe, ent­schloss ich mich, die­sen Tag zu wäh­len (außer­dem habe ich an dann Zeit).

Buchmesse Leipzig: Phantastik nein danke! Wie wär´s mit Köln?

Liest man die ein­schlä­gi­gen Web­pu­bli­ka­tio­nen wie Bör­sen­blatt und ähn­li­cher Cla­queu­re, dann war die Buch­mes­se Leip­zig ein vol­ler Erfolg und die bes­te Ver­an­stal­tung seit der Erfin­dung des Buch­drucks. Man beweih­räu­chert sich gegen­sei­tig, basht zwi­schen­durch kräf­tig  Ama­zon und plat­ziert sich lie­ber mit irgend­wel­chen halb­ga­ren »buy local«-Initiativen, statt tat­säch­lich etwas an der Kun­den­freund­lich­keit des Buch­han­dels zu ver­bes­sern, was tat­säch­lich mög­li­cher­wei­se dazu füh­ren könn­te, dass ich lokal kau­fe. Wenn da aller­dings nur ein »buy local«-Schild klebt und sich am Ser­vice nichts ändert, ist das pure Fas­sa­de und blin­der (und dum­mer) Aktio­nis­mus.

Das aber nur am Ran­de. Ich war selbst nicht auf der Buch­mes­se Leip­zig, unter ande­rem, weil sie für mich zu weit weg ist und ich den Nut­zen nicht sehe. Bis­her war die­se jedoch nach über­ein­stim­men­den Ausa­gen diver­ser Ver­la­ge und Autoren ein wich­ti­ger Treff­punkt rund um die Phan­tas­tik.

Wenn ich jetzt jedoch die Kom­men­ta­re von Oli­ver Plasch­ka oder Uschi Zietsch lese, dann sind die bekann­ten Stan­des­dün­kel der Bran­che und ihrer Eli­tis­ten gegen­über Phan­tas­tik im all­ge­mei­nen offen­sicht­lich in Leip­zig ange­kom­men. Zusätz­lich ent­blö­det sich der Mes­se­ver­an­stal­ter nicht, Phan­tas­tik ein­fach mal mit Kin­der­li­te­ra­tur gleich­zu­stel­len. Wie im fins­te­ren Mit­tel­al­ter. Liest man dann noch, wie hoch­herr­schaft­lich sich die­ser Ver­an­stal­ter gegen­über den Teil­neh­men­den benimmt, dann muss man sich fra­gen, ob die bei der Mes­se Leip­zig nicht wis­sen, wer ihnen die Ein­nah­men bringt oder ob es ihnen egal ist?

Zitat Oli­ver Plasch­ka:

Ein wei­te­rer Grund, wie­so ich mich hier dem Vor­wurf der Segre­ga­ti­on aus­set­ze, ist der Eli­tis­mus der Kri­tik.Ins­be­son­de­re die Fan­ta­sy (die seit den Neun­zi­gern in Deutsch­land unfrei­wil­lig zum Platz­hal­ter für jede Art von fan­tas­ti­scher Lite­ra­tur gewor­den ist) kämpft seit gefühl­ten Zeit­al­tern (d.h., min­des­tens seit 1939) dar­um, dass man sie nicht als »was für Kin­der« abtut – die­ses dümms­te aller Argu­men­te, das sich letzt­lich gar nicht mal gegen uns, son­dern gegen die Kin­der­buch­au­to­ren und vor allem die Kin­der selbst rich­tet, und das aus dem Ver­sa­gen der grund­le­gends­ten aller lite­ra­tur­kri­ti­schen Kate­go­rien erwächst, näm­lich: »Wenn da was mit Zau­be­rei drin vor­kommt, ist das doch Unsinn.«

Zitat Uschi Zietsch:

Wor­an liegt es? Am »neu­en« Kon­zept der Mes­se, das ja nun schon zwei Jah­re alt ist. Obwohl immer wie­der ver­si­chert wird, wie wich­tig die Hal­le 2 mit der Phan­tas­tik sei, wird alles dazu getan, um die Leu­te zu ver­grau­len. Das fängt damit an, dass wir nicht mehr ver­kau­fen dür­fen, und es geht damit wei­ter, dass die Cos­Play­er, die wegen der Medi­en­auf­merk­sam­keit angeb­lich »sehr geschätzt« sind, ans hin­te­re Ende der Hal­le ver­bannt wer­den, wo sie »auf einen Hau­fen gedrängt« dann TV-wirk­sam in Sze­ne gesetzt wer­den kön­nen. Aber bit­te­schön den »nor­ma­len« (seriö­sen?) Ablauf der Mes­se nicht stö­ren sol­len. […]

Es ärgert mich auch, dass ich kurz vor der Mes­se noch ein­mal eine Mail mit dras­ti­schen Wor­ten erhal­ten habe, in der deut­lich dar­auf hin­ge­wie­sen wur­de, dass ich mich gefäl­ligst an alle Bedin­gun­gen zu hal­ten habe, andern­falls dro­hen enor­me Stra­fen. Und eine Bit­te von mir wur­de – zur Hälf­te – »aus­nahms­wei­se erlaubt«. Das ist ein Ton, den ich mir ver­bit­te, denn ich bin die­je­ni­ge, die den Stand bezahlt und damit der Mes­se ihr Über­le­ben garan­tiert.

Die aus­führ­li­chen Berich­te der bei­den soll­te man unbe­dingt mal gele­sen haben (sind oben unter den Namen der Autoren ver­linkt), wenn das nicht von Per­so­nen stam­men wür­de, die vor Ort waren und abso­lut glaub­wür­dig sind, könn­te man es nicht glau­ben wol­len. Mir fällt zu dem, was da in Leip­zig abge­gan­gen ist, ehr­lich gesagt nicht mehr viel ein, außer dass so etwas sym­pto­ma­tisch für die Bran­che zu sein scheint – und dass die Ver­an­stal­ter in ihrer Arro­ganz mei­ner Ansicht nach einen Socken­schuss haben.

Wie wäre denn der Plan einer rei­nen Phan­tas­tik-Buch­mes­se zeit­gleich zur Role Play Con­ven­ti­on in Köln? Es wür­den durch die Ver­bin­dung zwei­er sol­cher Ver­an­stal­tun­gen an einem Ter­min und Ort sicher­lich Syn­er­gie­ef­fek­te ent­ste­hen und die Ziel­grup­pe treibt sich dort defi­ni­tiv her­um. Köln liegt zen­tral, schon die Games­Com war ja auf­grund von hef­ti­gen Infra­struk­tur-Pro­ble­men in Leip­zig in die Rhein­me­tro­po­le gezo­gen, Stadt und Mes­se sind ver­kehrs­tech­nisch opti­mal ange­bun­den. Zwei Hal­len RPC mit coo­lem Außen­ge­län­de, jede Men­ge erwünsch­te Gewan­de­te, Cos­play­er und LAR­Per, das wäre mei­ner Ansicht nach ein opti­ma­ler Rah­men für eine zusätz­li­che Lite­ra­tur-Ver­an­stal­tung, die sich rein um Phan­tas­tik dreht. Und die Kul­tur­chau­vi­nis­ten kön­nen blei­ben, wo der Anspruchs-Pfef­fer wächst.

Viel­leicht wür­de das mehr brin­gen, als eine Ver­an­stal­tung wie die Buch­mes­se Leip­zig, die Phan­tas­tik-Ver­la­ge und ‑Autoren schein­bar nur als not­wen­di­ges Übel ansieht?

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Logo Leip­zi­ger Buch­mes­se Copy­right Leip­zi­ger Mes­se GmbH

PERRY RHODAN Planetenroman 23: EXPEDITION DER TODGEWEIHTEN

In der Rei­he der neu auf­ge­leg­ten PERRY RHODAN-Pla­ne­ten­ro­ma­ne in Form von Taschen­hef­ten erscheint am 22. März 2013 bereits die Num­mer 23. Sie trägt den Titel PLANET DER TODGEWEIHTEN und stammt von Peter Ter­rid. Der Roman spielt früh in der Seri­en­his­to­rie, näm­lich im Jahr 2326 n. Chr., in der Zeit des Ver­ein­ten Impe­ri­ums der Arko­ni­den und Ter­ra­ner, noch bevor man auf die Jül­zi­ish traf, die damals Blues genannt wer­den wür­den.

Im Zen­trum des Romans vol­ler Tra­gik ste­hen jene Män­ner und Frau­en, die nach der Zer­stö­rung der Kunst­welt Wan­de­rer durch das Geis­tes­we­sen ES nicht mehr auf die lebens­ver­län­gern­de Zell­du­sche zurück­grei­fen konn­ten und die dadurch dem Tod geweiht waren. Rück­bli­cke schil­dern ihre Ent­schei­dun­gen in jenen Tagen, und fast 75 Jah­re spä­ter macht sich Regi­nald Bull dar­an, end­lich ihrem Schick­sal auf den Grund zu gehen …

Aus dem Rücken­text:

Die Geschich­te der Mensch­heit ist vol­ler Tra­gö­di­en. Eine davon ereig­ne­te sich im Jahr 2326 alter galak­ti­scher Zeit­rech­nung: Das Geis­tes­we­sen ES ent­zog den Ter­ra­nern die Mög­lich­keit, mit­tels Zell­du­sche für einen Zeit­raum von 62 Jah­ren rela­tiv unsterb­lich zu wer­den. Als Ersatz gab es 25 Zell­ak­ti­va­to­ren.
25 Unsterb­lich­keit spen­den­de Gerä­te – für Hun­der­te mög­li­cher Emp­fän­ger. Was geschah mit jenen Män­nern und Frau­en, die kei­nen Zell­ak­ti­va­tor zu erhal­ten hoff­ten? Sie ver­schwan­den, kehr­ten Ter­ra schwei­gend den Rücken. Ein­zig eine Funk­son­de im All weist den Weg zu ihnen.
Jahr­zehn­te danach geht Regi­nald Bull gemein­sam mit eini­gen Nach­kom­men der Tod­ge­weih­ten dar­an, das Schick­sal der Ver­schwun­de­nen zu klä­ren. Die Spur führt nach Shakootee, einer Welt der töd­li­chen Über­ra­schun­gen …

PLANET DER TODGEWEIHTEN wur­de von Rai­ner Nagel sorg­fäl­tig und behut­sam über­ar­bei­tet, zudem erleich­tert ein Nach­wort die Ein­ord­nung ins Per­ry­ver­sum. Das Titel­bild steu­er­te Dirk Schulz bei.

Pla­ne­ten­ro­man Num­mer 23 erscheint am Frei­tag, den 22. März 2013, und wird über­all im Zeit­schrif­ten- und Bahn­hofs­buch­han­del erhält­lich sein. Das Taschen­heft umfasst 160 Sei­ten und kos­tet 3,90 Euro (in Öster­reich sind es 4,50 Euro, in der Schweiz 7,60 Fran­ken). Selbst­ver­ständ­lich liegt der Roman auch als eBook in den For­ma­ten Kind­le und ePub vor, die­ses kos­tet 2,99 Euro.

Cover­ab­bil­dung Copy­right VPM

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