Mit verklärtem Blick starrt Augustine in den Nachhimmel und erklärt der neben ihm stehenden kleinen Iris, dass sie da den Polarstern sehen. Er führt mit ehrfurchtsvoller Stimme aus, dass der Polarstern der wichtigste Stern wäre. Er ist auf der nördlichen Erdhalbkugel immer sichtbar, ein verlässlicher Freund, an dem man sich orientieren kann. Aber spielt er eine Rolle im Weltraum? Kann man ihn da sehen? Würde er auch dort immer den richtigen Weg zeigen? Nein, losgelöst von dieser Welt sind wir auf uns alleine gestellt. Es ist in diesem Film die eindringlichste von den Fragen die von der Wissenschaft in die Philosophie führen. Augustine Lofthouse hat geglaubt, der letzte Mensch auf der arktischen Forschungsstation zu sein. Bis er die achtjährige Iris in den verwaisten Räumlichkeiten findet.
Er ist Musiklehrer mit weniger begabten Schülern. Dies macht ihm umso mehr zu schaffen, weil Joe Gardner eigentlich davon träumt, seinen Lebensweg als respektierter Jazz-Pianist zu gehen. Eine zufällige Session mit der umjubelten Dorothea Williams bringt Joe diesen Traum sehr nahe. Sein Kommentar zu diesem glücklichen Ereignis: »Wenn ich heute sterben sollte, sterbe ich als der glücklichste Mensch der Welt.«
Eigentlich sollte es genau in diesem Moment für Joe Gardner gewesen sein. Doch auf dem Förderband zum »Großen Jenseits«, will Joe von seinen eigenen Worten nichts mehr wissen. Der Tod ist noch lange keine Option, auch wenn alle Gesetzmäßigkeiten gegen ihn sprechen. Und damit stellen sich Regisseur Pete Docter und seine Co-Autoren Kemp Powers und Mike Jones einer Aufgabe, wie sie für einen Familienfilm nicht heikler sein könnte.
Zuletzt gab es Spekulationen, ob vielleicht die Hauptperson in der dritten Staffel von THE MANDALORIAN nicht mehr Din Djarin sein würde, sondern Boba Fett. Diese Diskussionen flammten nach dem Ende der zweiten Staffel erneut auf, denn deren letzte Folge hatte eine Post-Credits-Szene. Außerdem war bei der großen Ankündigungs-Offensive anlässlich des Disney Investor’s Day nichts von einer Boba Fett-Serie gesagt worden.
Jon Favreau hat den Spekulationen heute in einem Interview ein Ende gesetzt: Es wird eine neue Show mit dem Titel THE BOOK OF BOBA FETT geben und die wird im Dezember 2021 starten. Erneut sind Favreau und Dave Filoni die ausführenden Produzenten, hinzu gesellt sich Robert Rodriguez, der bereits bei der Folge THE TRAGEDY Regie führte.
Mit Season 3 von THE MANDALORIAN hat das nichts zu tun, außer dass die Spinoff-Serie zur selben Zeit spielt, ebenso wie AHSOKA TANO und RANGERS OF THE NEW REPUBLIC. Favreau sagte weiterhin, dass die Arbeit an der dritten Staffel MANDALORIAN erst nach der Produktion von BOOK OF BOBA FETT starten wird.
Wir nähern uns erneut dem Jahresende und wie in jedem Jahr geht PhantaNews in einen zeitweiligen Winterschlaf, der bis Anfang Januar dauern wird. Ich bin zwar zugegen und werde bei außergewöhnlichen Ereignissen sicherlich auch was posten, aber in erster Linie ist Urlaub.
Was für ein Jahr. Aber ich möchte an dieser Stelle gar nicht so sehr auf Thema Nummer eins eingehen, darüber haben wir 2020 nun wirklich genug gehört. Die Artikel waren auch deswegen spärlicher, weil insbesondere im Bereich Film und TV/Stream einfach viel weniger erscheinen konnte und kann. Hoffen wir alle, dass es mit einem Impfstoff aufwärts geht und wir im nächsten Jahr wieder in Kinos gehen können, man die herunter gefahrenen Produktionen wieder aufnehmen kann und all die zurückgehaltenen Filme endlich in die Lichtspielhäuser kommen.
Jetzt haben wir den Mist so lange durchgestanden, dann schaffen wir den Rest auch noch. Am besten über die Feiertage zuhause eingraben und alle Streams plündern, derer man so habhaft werden kann. Sollte der Lesestoff ausgehen, ist das nächste Buch dank eBooks nur einen Klick entfernt. Und auch mit seinen Freunden kann man beispielsweise über Onlinespiele Abenteuer erleben, ohne dass man raus muss. Eigentlich können wir froh sein, in einer Zeit zu leben, in der der nächste Content sofort und schnell erreichbar ist. Noch vor 20 Jahren wären wir fast ausschließlich auf die Sender in der Glotze angewiesen gewesen, heute steht uns die Welt in virtueller Form in zahllosen Medienformen offen. What a time to be alive – in jeglicher Hinsicht.
Solange wir gesund bleiben, geht’s uns in Wirklichkeit gar nicht so schlecht – und Familie und Freunde werden wir wiedersehen, auch Veranstaltungen wird es wieder geben. Wir müssen nur noch ein wenig durchhalten.
In diesem Sinne: Schöne Feiertage! Lasst euch nicht unterkriegen. Bald werden die Tage wieder länger und bald ist auch der Winter vorbei.
Dass man Google lange nicht mehr vertrauen sollte und dass von »don’t be evil« nicht mehr viel übrig ist, ist nichts Neues. Dennoch muss man ihnen immer wieder Respekt dafür zollen, was sie so für Ideen haben und wenn sie Innovationen präsentieren.
Fans von Grogu (auch als Baby Yoda oder The Child bekannt) aus der Disney+Serie THE MANDALORIAN können sich den grünen Jedi-Gnom jetzt auf den Fußboden des hauseigenen Wohnzimmers holen. Möglich macht es Augmented Reality. Wer davon noch nie was gehört hat: Mit der Technologie kann man via Smartphone, Tablet oder VR-Headset computergenerierte Bilder in die reale Umgebung integrieren.
Wer auf einem Mobiltelefon oder Tablet die Google-Suche bemüht und »Grogu«, »The Child«, »Baby Yoda« oder auch »The Mandalorian« eingibt, bekommt neben den üblichen Suchergebnissen auch noch die Option »view in 3D« oder »in 3D ansehen«.
Tut man das, muss man nur noch das Handy ein wenig bewegen, um den Fußboden auszurichten, und schon steht Grogu animiert vor dem Nutzer.
Bei mir hat das unter Android einwandfrei funktioniert, unter iOS allerdings nicht.
Der Titel kommt nicht von ungefähr. Das versteht sich. Aber durch die gesamte erste Staffel hindurch stellt sich immer die Frage, ob die Handlung verständlicher wäre, würde man Lewis Carrolls Nonsens-Romane um die junge Alice kennen. Oder ob sich der Unterhaltungswert steigern würde, könnte man Parallelen zwischen den beiden Werken klarer erkennen. Die Spielkarten und der Hutmacher sind Merkmale, die sogar Nichtbelesene ausmachen können. Vielleicht liegen die verbindenden Charakteristika viel tiefer in der Essenz der Geschichte. Wer will das beurteilen, der nicht mit dem Ursprung, dem kulturellen Stellenwert oder der intellektuellen Struktur von Mangas vertraut ist?
Auf Netflix geht es endlich weiter mit den Abenteuern um Prinzessin Bean und ihre skurrilen Kumpane. Wer es bisher verschlafen hat: DISENCHANTMENT ist eine Fantasy-Parodie vom SIMPSONS-Schöpfer Matt Groening (zusammen mit Josh Weinstein), das sich über haufenweise Fantasy-Versatzstücke lustig macht, aber dabei tatsächlich auch noch eigenständige Geschichten erzählt.
Allein für die BORN TO BE WILD-Version, die man im Trailer hören kann, müssten sie schon einen Preis bekommen.
Die dritte Staffel von DISENCHANTMENT startet am 15. Januar beim Stramingdienst.
Ich hatte bereits über die SF-Fernsehserie und Comedy RESIDENT ALIENberichtet, in der Alan Tudyk die Rolle eines Außerirdischen übernimmt, den es in eine amerikanische Kleinstadt verschlägt. Die erste Meldung war aus 2018, die Nachricht, dass SyFy die Serie auch tatsächlich bestellt hat stammt aus 2019. Jetzt, Ende 2020, gibt es tatsächlich einen ersten Trailer – und der sieht großartig aus. Alan Tudyk tut ganz offensichtlich das, was er am besten kann.
RESIDENT ALIEN soll im Januar 2021 auf SyFy USA starten, ich vermute – und hoffe -, dass hierzulande irgendein Streamingdienst zugreifen wird.
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Angesichts der Feiertage wolle ich die Leserschaft mal mit etwas … besinnlicher Musik überraschen. Anfangs bitte nicht vom Text verwirren lassen, sondern einfach mal weiterschauen. Napalm Records schreiben zu VALHALLELUJA:
Great literature has always been a source of inspiration for heavy metal bands. J.R.R. Tolkien for Blind Guardian, H.P. Lovecraft for Cradle of Filth, The Holy Bible for Stryper and now The IKEA Catalog for Nanowar Of Steel. Valhalleluja is Nanowar’s personal take on modern days Norse Mythology, where alongside Odin, Thor and Loki also the greatest Swedish heroes of our age – Beddinge, Kivik and Knopparp – are sitting in Valhalla.
Auch die restlichen Videos von Nanowar Of Steel sind übrigens sehenswert.
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Jetzt, wo sich die cinephile Gemeinschaft endlich geeinigt hat, dass DIE HARD – STIRB LANGSAM doch ein Weihnachtsfilm ist, geht es in eine neue Runde mit neuer Kontroverse. Auch wenn es thematisch und mit dem Hauptcharakter ziemlich eindeutig scheint. Wie viel Spaß darf es denn sein, und, muss es überhaupt sein? Man redet schließlich nicht über eine belanglos irrelevante Figur. Wir reden von der fleischgewordenen Katharsis kindlicher Begierden. Der Weihnachtsmann muss eigentlich über alles erhaben sein. Oder Santa Claus, wie er auch genannt wird, oder Kris Krinkle, oder hier in diesem speziellen Fall Chris Cringle. Wenn Sir Richard Attenborough in WUNDER VON MANHATTAN Kris Krinkle spielt, wissen wir das es gütig und besinnlich wird. Wenn Mel Gibson Chris Cringle spielt, darf man auf alles gefasst sein.
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