DISENCHANTMENT – neue Serie von Matt Groening veralbert die Fantasy

DISENCHANTMENT – neue Serie von Matt Groening veralbert die Fantasy

Wer den Na­men Matt Gro­ening nicht kennt, muss die letz­ten Jahr­zehn­te in ei­ner Höh­le ver­bracht ha­ben, denn der ist nicht nur der Mann hin­ter den SIMPSONS, son­dern auch der Er­fin­der von FU­TUR­A­MA.

Von dem kommt jetzt eine neue Car­toon-Se­rie, die von Net­flix pro­du­ziert wird. Die Show soll den Ti­tel DI­SEN­CHANT­MENT tra­gen, und die Prä­mis­se hört sich ganz groß­ar­tig an: Sie soll für die Fan­ta­sy das tun, was FU­TUR­A­MA für die Sci­ence Fic­tion ge­tan hat. Also alle Tro­pes des Gen­res or­dent­lich auf die Schip­pe zu neh­men.

DI­SEN­CHANT­MENT führt die Zu­schau­er ins Kö­nig­reich Dream­land, das ziem­lich in Auf­lö­sung be­grif­fen ist, wäh­rend die ver­sof­fe­ne Prin­zes­sin Bean (Abbi Ja­cob­son) eine Rei­he von Aben­teu­ern mit dem Elf Elfo (Nat Fa­xon) und ih­rem per­sön­li­chen Dä­mon Luci (Eric And­re) er­lebt. Gro­ening selbst sag­te, es geht um »Le­ben und Tod, Lie­be und Sex, und wie man es schafft in ei­ner Welt vol­ler Idio­ten das La­chen nicht zu ver­lie­ren, und nicht auf das zu hö­ren, was Äl­te­ste, Zau­be­rer und an­de­re Trot­tel dir er­zäh­len wol­len«.

Ani­miert wird die Se­rie von Rough Draft Stu­di­os, die auch schon für FU­TUR­A­MA ver­ant­wort­lich wa­ren. Ne­ben den oben ge­nann­ten spre­chen John DiM­ag­gio, Bil­ly West, Mau­rice La­Mar­che, Tress MacN­eil­le, Da­vid Her­man, Matt Ber­ry, Jeny Bat­ten, Rich Ful­cher, Noël Fiel­ding und Lucy Mont­go­me­ry.

Die er­sten zehn Fol­gen wer­den ir­gend­wann in 2018 bei Net­flix zu strea­men sein.

p.s.: Da freue ich mich drauf. Das kann groß­ar­tig wer­den. Wie FU­TUR­A­MA nur mit Fan­ta­sy? Den gan­zen Kli­schee­krem­pel or­dent­lich ver­ar­schen? GAME OF THRO­NES? Count me in!
Hof­fent­lich zieht er auch Glit­zer­vam­pi­re und Ro­man­ta­sy-Schmonz so rich­tig durch den Ka­kao! :D

Bild Matt Gro­ening von Gage Skid­mo­re, aus der Wi­ki­pe­dia, CC BY-SA

Heiliger Zoidberg! Comedy Central bestellt mehr FUTURAMA

Gute Nach­rich­ten auch für die An­hän­ger von Matt Gro­enings und Da­vid X. Co­hens SF-Co­me­dy FU­TUR­A­MA. Co­me­dy Cen­tral hat­te der Se­rie be­kann­ter­ma­ßen eine zwei­te Chan­ce ge­ge­ben, nach­dem Fox sie da­mals ab­ge­schos­sen hat­te. Die Zu­schau­er­zah­len wa­ren nun of­fen­bar so gut, dass der Ka­nal eine wei­te­re Staf­fel mit 26 Epi­so­den in Auf­trag ge­ge­ben hat. Oder et­was ge­nau­er: 13 Fol­gen wur­den fest ge­bucht, 13 wei­te­re sind op­tio­nal, wahr­schein­lich da­von ab­hän­gend, wie er­folg­reich die neu­en Ge­schich­ten um die Crew von »Pla­net Ex­press« sein wer­den.

Co­me­dy Cen­tral (Vi­a­com) mag aus ir­gend­wel­chen Grün­den Staf­feln mit 13 Epi­so­den, des­we­gen of­fen­bar die­se Vor­ge­hens­wei­se; das be­deu­tet, dass man im Som­mer 2012 auf je­den fall mehr FU­TUR­A­MA zu se­hen be­kommt, und even­tu­ell dann auch wie­der in 2013. Hof­fen wir das Be­ste.

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Sze­nen­fo­to FU­TUR­A­MA Co­py­right Matt Gro­ening

Gratulation an Gelb: 20 Jahre Simpsons

Matt Groening 2009Ho­mer, Mar­ge, Bart, Lisa und Mag­gie Simpson sind 20 Jah­re alt. Sieht man ih­nen nicht an, sie wir­ken nicht nur frisch wie am er­sten Tag, son­dern ha­ben sich in den Jah­ren so­gar op­tisch ei­ner Ver­jün­gungs­kur un­ter­zo­gen (was man im­mer dann leicht er­ken­nen kann, wenn man im Pan­tof­fel­ki­no über eine der dau­er­wie­der­hol­ten er­sten Staf­feln stol­pert).

Umso ver­blüf­fen­der ist an­ge­sichts des un­ge­bro­che­nen Er­folgs die Tat­sa­che, dass es sich beim Ent­ste­hen der schreck­lich gel­ben Fa­mi­lie ei­gent­lich um ei­nen Zu­fall han­delt: Matt Gro­ening saß da­mals im War­te­zim­mer von Fox Te­le­vi­si­on, ei­nem New­co­mersen­der, von dem kei­ner wuss­te, wie lan­ge er durch­hal­ten wür­de. Ei­gent­lich hat­te Gro­ening ein an­de­res Kon­zept in der Ta­sche, als er je­doch da so her­um­saß, be­fie­len ihn Zwei­fel, ob der Noob-Sen­der der rich­ti­ge für sei­ne Plä­ne sei und er ent­warf wäh­rend der War­te­zeit »mal eben« in 15 Mi­nu­ten die Simpsons (so zu­min­dest eine Va­ri­an­te der Ge­schich­te, auf der Wi­ki­pe­dia fin­det man eine leicht an­de­re). Was dar­aus wur­de, wis­sen wir alle.

Grün­de für den dau­er­haf­ten Er­folg zu su­chen scheint fast mü­ßig, aber si­cher­lich ist es die Mi­schung aus »po­li­ti­cal in­cor­rect­ness« zu­sam­men mit völ­lig plat­ten Ka­lau­ern, hin­ter­grün­di­gem an­spruchs­vol­lem Hu­mor, of­fe­ner Ge­sell­schafts­kri­tik und der dau­er­haf­ten und re­gel­mä­ßi­gen Ein­bin­dung ak­tu­el­ler kul­tu­rel­ler Mo­den und po­li­ti­scher Strö­mun­gen. Und na­tür­lich die fast er­schreckend an­mu­ten­de Krea­ti­vi­tät von Gro­ening und sei­nem Team beim Aus­den­ken neu­er un­be­schreib­li­cher Si­tua­tio­nen für Ho­mer & Co.

Herz­li­chen Glück­wunsch, Simpsons!

Bild: Matt Gro­ening 2009, aus der Wi­ki­pe­dia