Spiel

Rant – Ubisoft-Chef Yves Guillemot: 95 Prozent Raubkopien

Manch­mal fragt man sich ernst­haft, ob man mit ande­ren Per­so­nen die­sel­be Rea­li­tät teilt. Ubi­s­oft-Chef Yves Guil­l­emot ist aktu­ell so einer. Zur Erin­ne­rung ein klei­ner Exkurs: Ubi­s­oft ist einer von den Publishern, die ihre Pro­duk­te der­ma­ßen mit DRM und Online­zwang voll­mül­len, dass sie in diver­sen Fäl­len unbe­nutz­bar wur­den, weil die Lizenz­ser­ver nicht erreich­bar waren. Mal ganz davon abge­se­hen, dass man sein Off­line­spiel auch viel­leicht­mal ohne Onlin­ever­bin­dung spie­len möch­te, bei­spiels­wei­se auf Rei­sen – das ist dann dank der restrik­ti­ven und kun­den­feind­li­chen Maß­nah­men nicht mög­lich.

Yves Guil­l­emot erläu­tert nun, dass man unbe­dingt auf free-to-play als pri­mä­res Geschäfts­mo­dell umstel­len möch­te und als Haupt­grund dafür nennt er, »dass 93 – 95 % der Spie­ler ohne­hin nur Raub­ko­pien nut­zen«.

Stei­le Ansa­ge, ins­be­son­de­re, da er die Zah­len ein­fach mal so in den Raum wirft und vor­sichts­hal­ber nicht mit Fak­ten unter­legt – wo soll­ten die auch her­kom­men? Glaubt der ernst­haft, dass man ihm die­se frei erfun­de­nen Zah­len ein­fach so abkauft, nur weil er der über­aus wich­ti­ge und ein­fluss­rei­che Ober­mur­kel von Ubi­s­oft ist? Wie kom­men die Zah­len zustan­de? Ist das ein welt­wei­ter Mit­tel­wert, bei dem Mil­li­ar­den Chi­ne­sen in einen Topf mit ein paar Mil­lio­nen Euro­pä­ern gewor­fen wer­den? Oder sind ihm die Zah­len etwa ein­fach nur nach dem has­ti­gen Genuß einer Fla­sche Pas­tis ein­ge­fal­len und er war der Ansicht, damit ohne Wider­spruch an die Öffent­lich­keit gehen zu kön­nen?

Eins soll­te Herr Guil­l­emot mal ganz deut­lich sehen: nur die zah­len­den und ehr­li­chen Kun­den haben ein Pro­blem mit sei­nem gelieb­ten DRM, die müs­sen näm­lich mit den über­zo­ge­nen »Sicher­heits­maß­nah­men leben. Wenn ich »aus Sicher­heits­grün­den« jedes­mal nach dem Bezah­len des Ein­tritts in einen Ver­gnü­gungs­park eine Rek­tal­un­ter­su­chung über mich erge­hen las­sen müss­te, bevor ich rein darf, dann wür­de ich da eben nicht mehr hin­ge­hen. Fer­tig. Es gibt noch eine Men­ge ande­rer Ver­gnü­gungs­parks, da sind zudem Ein­tritt und Bock­würs­te bil­li­ger. Und ganz ähn­lich dürf­ten es nicht weni­ge bis­he­ri­ge Ubi­s­oft-Kun­den sehen.

Sieht man sich die Ver­kaufs­zah­len von Spie­len wie besi­peils­wei­se WITCHER 2 an – immer­hin vier Mil­lio­nen Exem­pla­re in kür­zes­ter Zeit – dann könn­te man zudem auf die Idee ver­fal­len, dass zudem etli­che Ubi­s­oft-Spie­le ein­fach nicht attrak­tiv genug sind, wenn sie sich nicht ver­kau­fen. Aber lie­ber mal pau­schal alles auf die bösen, bösen, Raub­ko­pie­rer schie­ben, das ist ein­fa­cher als sich mit Defi­zi­ten des eige­nen Unter­neh­mens bei der Soft­ware oder der Kun­den­freund­lich­keit aus­ein­an­der zu set­zen.

Eine Umstel­lung auf free-to-play wird Ubi­s­oft nicht hel­fen, denn auch für Pre­mi­um-Inhal­te zahlt der Kun­de nur, wenn er a) sich dafür nicht zuerst nackt aus­zie­hen muss, um Zugang zum Spiel zu bekom­men (also nicht per­sön­li­che Anga­ben bis hin zur Reli­gi­on des Hams­ters machen muss), es b) kei­ne Rek­tal­scans (Schnüf­fel­soft­ware) geben wird und c) das Spiel auch attrak­tiv genug ist, damit der Wunsch ent­steht, im Cash­shop etwas zu erwer­ben. Es gibt inzwi­schen mehr als genug gute f2p-Spie­le in direk­ter Kon­kur­renz zu den von Ubi­s­oft geplan­ten, aber man darf anneh­men, dass wie­der die Kun­den schuld sind, wenn die der Fran­zo­sen dann wie­der kei­ner spie­len möch­te …

Grund des Rants: Inter­view auf games​in​dus​try​.biz

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Bild: Com­pe­ti­ti­on Pro von Ksha­de, aus der Wiki­pe­dia, CC BY-SA, Jol­ly Roger von Cali­co Jack Rack­ham, Public Domain

DEFIANCE: erster TV-Teaser

SyFy und Tri­on Worlds haben einen ers­ten Trai­ler zu ihrem gemein­sa­men Kind DEFIANCE ver­öf­fent­licht, pas­sen­der­wei­se im Fern­se­hen.
Wer hier regel­mä­ßig mit­liest, der weiß, wor­um es geht: ein cross­me­dia­les Pro­jekt, bei dem eine Fern­seh­se­rie und ein MMO sich gegen­sei­tig beein­flus­sen. Auf der Games­Com hat­te ich die Gele­gen­heit einen Blick auf eine PvP-Pre-Alpha zu wer­fen und für eine der­art frü­he Vor­ver­si­on sah das bereits ver­teu­felt gut aus.

http://​www​.you​tube​.com/watch​?v=Bz1jM0qrTUQ

HERR DER RINGE ONLINE: REITER VON ROHAN verspätet sich

Wie der Publisher War­ner Bros Inter­ac­ti­ve soeben mit­teilt, wird die nächs­te Erwei­te­rung für das MMO nach dem wahr­schein­lich bekann­tes­ten Fan­ta­sy­ro­man nicht wie ange­kün­digt Anfang Sep­tem­ber erschei­nen, son­dern auf Mit­te Okto­ber ver­scho­ben wer­den. So kurz vor dem geplan­ten Ter­min ist das natür­lich eine eher über­ra­schen­de Ent­wick­lung.

Ent­wick­ler und Betrei­ber Tur­bi­ne Inc. räumt tech­ni­sche Pro­ble­me ein und erläu­tert, dass sich wäh­rend der Beta­pha­se gezeigt habe, dass erst noch diver­se Feh­ler aus­ge­bü­gelt wer­den müs­sen. Man darf davon aus­ge­hen, dass Tur­bi­ne sich hier gegen War­ner durch­ge­setzt haben dürf­te, denn übli­cher­wei­se drän­gen Publisher auf eine Ver­öf­fent­li­chung.

Aus­füh­ren­de Pro­du­zen­tin Kate Paiz sag­te auf der offi­zi­el­len Web­sei­te:

Wir hat­ten eine sehr erfolg­rei­che Beta-Test­pha­se mit einer solch gro­ßen Grup­pe von akti­ven Beta-Tes­tern, wie wir sie seit „Moria“ nicht mehr gese­hen haben. Die Men­ge und die Qua­li­tät der Rück­mel­dun­gen, die wir für unse­re bis­her größ­te Erwei­te­rung erhal­ten haben, waren ein­fach fan­tas­tisch.

Dank des gro­ßen Ein­sat­zes der Beta-Tes­ter konn­ten wir eine Rei­he von Sach­ver­hal­ten iden­ti­fi­zie­ren, von denen wir über­zeugt sind, sie noch vor der Ver­öf­fent­li­chung bear­bei­ten zu müs­sen. Für die Bear­bei­tung die­ser Pro­ble­me und für die Sicher­stel­lung unse­rer qua­li­ta­ti­ven Stan­dards, wer­den wir mehr Zeit benö­ti­gen als bis­her vor­ge­se­hen. Aus die­sen Grün­den haben wir ent­schie­den, das bis­her vor­ge­se­he­ne Ver­öf­fent­li­chungs­da­tum auf den 15. Okto­ber zu ver­schie­ben.

Als Ent­schul­di­gung an Vor­be­stel­ler der Erwei­te­rung erhal­ten die­se eini­ge Gim­micks: in einem Geschenk­beu­tel fin­den sich

  • 100 % EP-Bonus (1 Stun­de)
  • Bezwin­ger-Taten-Beschleu­ni­ger x1 (60 Minu­ten)
  • +20 % Anse­hen (3 Stun­den)
  • +20 % Reit­tier­ge­schwin­dig­keit (1 Stun­de)
  • Schrift der Ver­tei­di­gung
  • Schrift­rol­le der Fines­se

Wei­ter­hin sol­len Vor­be­stel­ler offen­bar 500 Tur­bi­ne-Punk­te erhal­ten.

Für Fans sicher­lich ärger­lich, mei­ner Ansicht nach ein kor­rek­ter Schritt. Wenn der Ent­wick­ler der Ansicht ist, dass es noch zu vie­le Feh­ler gibt, dann ist es nur im Sin­ne der Kun­den, den Release­ter­min zu ver­schie­ben.

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Logo RIDERS OF ROHAN Copy­right War­ner Inter­ac­ti­ve und Tur­bi­ne

[GC] Cinematischer Trailer zu WOW – MISTS OF PANDARIA

[Games­Com] Recht­zei­tig zur Mes­se in Köln ver­öf­fent­licht Bliz­zard einen cine­ma­ti­schen Ren­der-Trai­ler zur nächs­ten WORD OF WAR­CRAFT-Erwei­te­rung MISTS OF PANDARIA, die sich bekann­ter­ma­ßen um asia­tisch ange­hauch­te Pan­das dreht. Auf der Games­Com hat­te ich kurz die Gele­gen­heit, einen Blick aufs Anfangs­ge­biet zu wer­fen – und zumin­dest die Gegend ist wirk­lich hübsch und auch an den Pan­das ist nichts aus­zu­set­zen. Aller­dings hat­te ich nur unge­fähr 20 minu­ten Zeit, zu tes­ten, denn sogar am Fach­be­su­cher­tag und ohne dass es wei­te­re War­ten­de am Stand gege­ben hät­te, warf die Blizz-Stand­be­sat­zung die inter­es­sier­ten Fach­be­su­cher nach 20 Minu­ten vom Stand. Für mich völ­lig unver­ständ­lich.

Zum Trai­ler ist nicht viel zu sagen, außer: dass man sich bei Blizz auf​´s Ren­dern beein­dru­cken­der Clips ver­steht, weiß man seit Lan­gem.

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[GC] Ingame-Szenen aus STAR WARS 1313

[Games­Com] Pünkt­lich zur Games­Com und als Video des Tages gibt es einen Game­play-Clip zum düs­te­ren Erwach­se­nen-Spiel STAR WARS 1313. Wir erin­nern uns: ein mensch­li­cher Kopf­geld­jä­ger muss in die berüch­tig­te Ebe­ne 1313 des Pla­ne­ten Coru­scant, um dort Ver­bre­cher zu jagen.

Jun­ge­jun­ge …

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[GC] STAR TREK – Phaser auf Dauerfeuer

[Games­Com] Wie bereits berich­tet wird unter der Ägi­de von Ban­dai Nam­co als Publisher ein Spiel ent­wi­ckelt, dass sich um STAR TREK dreht, und zwar genau­er um die neu geboo­te­te Vari­an­te von J. J. Abrams, in der Chris Pine und Zacha­ry Quin­to die Rol­len von Kirk und Spock über­neh­men.

Schon der Trai­ler wies dar­auf hin, dass es im neu­en Spiel nicht zim­per­lich zuge­hen wür­de und das Gan­ze eher an MASS EFFECT gemahnt, denn an STAR TREK gemahnt. Zwar kann es nicht scha­den, wenn in einem Spiel auch mal was los ist, aber was man sehen konn­te, war dann doch für TREK-Ver­hält­nis­se recht der­be.

Auf dem Ban­dai Nam­co-Stand fand man einen futu­ris­tisch anmu­ten­den, wei­ßen Qua­der mit STAR TREK-Logo dar­auf (sie­he oben). Das weck­te natür­lich sofort mein Trek­ker-Inter­es­se und ich erin­ner­te mich an das ange­kün­dig­te Bal­ler­spiel. Drin gab es eine geführ­te Prä­sen­ta­ti­on, im Prin­zip zock­ten sich ein paar der Ent­wick­ler durch einen Level und man konn­te ihnen dabei zuse­hen. Hier­fü wur­den 3D-Bril­len aus­ge­ge­ben, denn, wie man hin­wies, das Gan­ze wür­de in 3D prä­sen­tiert. Das war aller­dings – deut­lich gesagt – eher eine Ver​a…l​be​rung der Anwe­sen­den, denn in 3D waren gera­de mal Vor­spann und ein oder zwei Effek­te, im Prin­zip hät­te man sich die­ses völ­lig über­flüs­si­ge Getue mit den Papp-Pol­fil­ter­bril­len spa­ren kön­nen.

Was das prä­sen­tier­te Spiel angeht, bin ich etwas zwie­späl­tig. Es hat­te ein paar sehr schö­ne Kir­k/S­pock-Sze­nen und das Han­tie­ren mit dem Tri­cor­der sowie ins­be­son­de­re das koope­ra­ti­ve Game­play hat­te durch­aus was. Aller­dings lie­fen die Figu­ren (eben Kirk & Spock) doch stel­len­wei­se ziem­lich höl­zern und in Sachen Glaub­wür­dig­keit der Gesich­ter muss heut­zu­ta­ge Bes­se­res gelie­fert wer­den (Edit: um das zu prä­zi­sie­ren: die Gesich­ter an sich waren okay, die Augen waren es nicht. Wer Gesich­ter aus MASS EFFECT 2 oder SWTOR gese­hen hat, der weiß, wie das heu­te aus­se­hen muss. Dage­gen wirk­ten die Augen der Figu­ren in ST wie Glas­mur­meln und Fremd­kör­per im Gesicht).

Die bei­den las­sen sich auf eine Sta­ti­on her­un­ter bea­men, auf der irgend­was nicht stimmt. natür­lich wie immer nur zu zweit, wofür braucht man schon Rot­hem­den? Dort tapert man umher und scannt man sich durch eini­ge Lei­chen – bis hier­her alles sehr trek­kig und stim­mungs­voll – doch dann …

Dann geh​t´s auf ein­mal ab. Nach­dem die bös­ar­ti­gen, ech­sen­ar­ti­gen Ali­ens (ob das die neu­en Gorn sind?) dann end­lich ent­deckt wur­den, wird das Spiel zu einer ein­zi­gen, gewal­ti­gen Bal­ler- und Action­or­gie. Das wür­de im Prin­zip nichts machen, denn trotz üblen Rail­roa­dings waren die Prä­sen­ta­ti­on und das Game­play Adre­na­lin-erre­gend und Action reins­ten Was­sers. Aller­dings hat das kon­ti­nu­ier­li­che, stel­len­wei­se dann lei­der doch stumpf­sin­nig wir­ken­de Dau­er­ge­bal­ler (mit klei­nen Ein­la­gen, wie das Erken­nen von Geg­ner-Schach­stel­len via Tri­cor­der) weder etwas mit klas­si­schem noch dem reboo­te­ten STAR TREK eines J. J. Abrams zu tun. Ja – auch das hat­te reich­lich Action, aber nicht in dem über­bor­den­den Maß wie die­ses Spiel.

Als Quint­essenz bleibt mir im Prin­zip nur zu sagen: coo­les Spiel mit Schwä­chen bei den Figu­ren­dar­stel­lun­gen, aber lei­der The­ma um Licht­jah­re ver­fehlt … Selt­sam an der Sache ist, das Orci und Kurtzman per­sön­lich dar­an mit­ge­ar­bei­tet haben sol­len. Erschei­nen wird STAR TREK für XBox 360, PS3 und PC.

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STAR TREK-Booth Foto von mir, alle ande­ren Copy­right Ban­dai Nam­co

[GC] TEKKEN TAG TOURNAMENT 2

[Games­Com] Allein schon aus nost­al­gi­schen Grün­den möch­te ich kurz ein Spiel beleuch­ten, des­sen diver­se Vor­gän­ger ich mit Freun­den Mit­te bis Ende der Neun­zi­ger immer wie­der mal gern für ein zünf­ti­ges Geklop­pe in die Play­sta­ti­on gelegt habe: TEKKEN. Am Stand von Ban­dai Nam­co wur­de der neu­es­te Able­ger vor­ge­stellt: TEKKEN TAG TOURNAMENT 3. Da ich zwi­schen­durch ein paar Ver­sio­nen aus­ge­las­sen habe, kann ich natür­lich nicht genau sagen, ob man sich auf alte Wer­te beson­nen hat, oder das Game­play über all die Zeit bei­be­hal­ten wur­de – auf jeden Fall kam ich mit der guten Ling Xia­oyu wie wei­land gut zurecht und hat­te den Ein­druck, dass ein paar der alten Moves immer noch funk­tio­nier­ten. Die hat­ten sich wohl trotz der über zehn Jah­re Abstand in mei­ne Klein­hirn­rin­de ein­ge­gra­ben.

Beim Tag Tour­na­ment kön­nen die Geg­ner im Arca­de-Mode wech­seln, das bedeu­tet, wenn man den einen gera­de ein wenig run­ter­ge­prü­gelt hat, klatscht der ab und man hat es wie­der mit einem fri­schen zu tun. Die Dar­bie­tung ist selbst­ver­ständ­lich sta­te-of-the-art, die Figu­ren und ihre Moves sehen ein­fach groß­ar­tig aus, die neue Engi­ne erlaubt es, dass bis zu vier Figu­ren gleich­zei­tig auf dem Bild­schirm agie­ren kön­nen. Und ich konn­te mich dar­an erfreu­en, dass ich trotz der ver­gan­ge­nen Zeit immer noch auf Anhieb in der Lage war, in die vier­te Run­de des Arca­de-Modus zu kom­men – unter den ungläu­bi­gen Bli­cken eini­ger der anwe­sen­den Jün­ge­ren, übri­gens, die hat­ten wohl nicht damit gerech­net, dass Opa sich so wacker schlägt. :)

TEKKEN TAG TOURNAMENT 2 hat was. Es ver­bin­det die gute, alte TEK­KEN-Zeit gra­fisch und spie­le­risch mit dem Heu­te. Wei­ter­hin gibt es jede Men­ge Zusatz­fea­tures: von den ins­ge­samt 50 (frei​-)spiel​ba​ren Cha­rak­te­ren mal abge­se­hen, kann man die Musik bei Cha­rak­ter­aus­wahl und wäh­rend der Kämp­fe frei wäh­len und sogar eige­ne Tracks via CD oder USB-Stick ein­bau­en kön­nen. Und das Spiel hat auf pas­sen­der Hard­ware einen 3D-Modus, so dass man den Geg­nern auch plas­tisch auf die Omme hau­en kann.

Käu­fer des Spiels, die auch im Play­sta­ti­on Net­work ange­mel­det sind, dür­fen sich den gesam­ten Sound­track des Spiels kos­ten­los her­un­ter laden.

Ich war fast schon ver­sucht, eine PS3 zu kau­fen, aber wahr­schein­lich wür­de die eh nur neben der Wii in der Ecke her­um ste­hen. Obwohl … die Play­sta­ti­on hat doch auch einen BlueR­ay-Play­er … ;o)

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Logo und Screen­shots Copy­right Ban­dai Nam­co

[GC] DISHONORED – DIE MASKE DES ZORNS

[Games­Com] Auch Bethes­da ließ sich auf der Mes­se selbst­ver­ständ­lich nicht lum­pen und zeig­te sei­nen neu­en Ego-Schlei­cher DISHONORED – DIE MASKE DES ZORNS, auf die ich bereits mehr­fach hin­ge­wie­sen hat­te. Ver­glei­che zur THIEF-Rei­he drän­gen sich selbst­ver­ständ­lich auf, denn dort wie hier kommt man mit Schlei­chen und Tak­tik deut­lich wei­ter als mit tum­bem Gebal­ler. Bereits bei mei­nem lei­der nur recht kur­zen Ein­blick zeig­te sich deut­lich, dass eine offe­ne, bra­chia­le Her­an­ge­hens­wei­se nicht zum gewünsch­ten Erfolg führt, son­dern aus­schließ­lich zum schnel­len Tod des eige­nen Ava­tars.

Lei­der konn­te DISHONORED nur auf X‑Boxen getes­tet wer­den, des­we­gen kann ich über die Steue­rung auf dem PC nicht viel sagen. Die Kon­trol­le via Game­pad mit zwei ana­lo­gen Con­trol­lern fand ich per­sön­lich ziem­lich gru­se­lig, aber das mag dar­an lie­gen, dass ich dar­an weder gewöhnt bin, noch sie bei Spie­len die­ser Art son­der­lich mag. Game­pads haben ihren Zweck, bei Games wie die­sen ist man aber mei­ner Ansicht nach mit Maus und Tas­ta­tur deut­lich bes­ser bedient. Lei­der konn­te ich DISHONORED auf­grund der Kom­ple­xi­tät der Steue­rung nur anrei­ßen, da man mit­ten im Spiel mit diver­sen Optio­nen han­tie­ren muss – Waf­fen sowie jede Men­ge sons­ti­ger Spe­zi­al­fä­hig­kei­ten – und kei­ne Bedien­über­sicht aus­lag. Erschwe­rend kam hin­zu, dass ich sowie­so nichts geba­cken bekam – dank der Steue­rung mit dem ana­lo­gen Pad habe ich stän­dig irgend­wo hin geschaut, nur nicht dahin, wo ich schau­en woll­te. Aber das ist – und dar­auf möch­te ich noch­mal aus­drück­lich hin­wei­sen – ein­zig und allein mei­nen Pro­ble­men mit dem X‑Box-Con­trol­ler geschul­det, das Spiel kann dafür nichts.

Die Gra­fik ist ein Augen­schmaus und bie­tet eine Mischung aus Steam­punk sowie indus­tri­el­ler Revo­lu­ti­on und Jugend­stil mit Spren­keln euro­päi­schen Adelstums, das erfreut das Herz des Steam­punks unge­heu­er. Beim Game­play geht es durch­aus nicht zim­per­lich zur Sache, wes­we­gen Ent­wick­ler und Publisher auch sehr deut­lich mit einem »uncut« wer­ben und per­so­nen unter 18 Jah­ren nicht in den abge­schot­te­ten Mes­se­stand durf­ten. Mal abwar­ten, was die USK bzw. der hie­si­ge Jugend­schutz davon übrig las­sen. Im Not­fall bleibt einem ja immer noch der Import.

Abschlie­ßend und nach dem kur­zen Ein­blick ins Spiel muss ich fest­hal­ten, dass DISHONORED frag­los einer der gro­ßen Knül­ler unter den dem­nächst erschei­nen­den Games wer­den wird – und für Steam­punks auf­grund des Set­tings wahr­schein­lich ohne­hin Pflicht­pro­gramm ist. Eins wird aber garan­tiert gesche­hen: lamen­tie­ren­de bigot­te Moral­apos­tel (aus den übli­chen Par­tei­en) wer­den ange­sichts der stel­len­wei­se pla­ka­ti­ven Gewalt erneut das Ende des Abend­lands kom­men sehen.

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Logo und Screen­shots Copy­right Bethesda/​Zenimax

[GC] Die Entdeckung der GamesCom: TOTAL RECALL als MMO

[Games­Com] Manch­mal gehen Ent­de­ckun­gen an einem vor­bei. Offen­sicht­lich wur­de bereits Ende letz­ten Jah­res an ver­steck­ten Stel­len des Webs dar­über berich­tet, dass es ein MMO zu Sonys Neu­auf­la­ge von TOTAL RECALL geben soll. Auf der Games­Com schlurf­te ich im Busi­ness-Bereich eher zufäl­lig an einem Stand vor­bei, an dem groß­for­ma­ti­ge Pos­ter auf ein MMORPG zum Spiel hin­wie­sen. Mein Inter­es­se war sofort geweckt, denn es war klar, dass nicht jeder klei­ne Krau­ter eine sol­che IP lizen­sie­ren kann.

ZQGa­me ist ein chi­ne­si­scher Ent­wick­ler aus Shen­zhen mit einer Depen­dance im Sili­con Val­ley und auch bereits ein paar Spie­len im vir­tu­el­len Port­fo­lio. Und die haben offen­bar sofort nach­dem die Plä­ne für ein Film­re­make von TOTAL RECALL bekannt wur­den, bei Sony wegen einer Lizen­sie­rung ange­klopft.

Rea­li­siert wer­den soll das Gan­ze als Brow­ser­game, aller­dings nicht mit einer der bekann­ten Engi­ne, wie bei­spiels­wei­se Unity, son­dern mit einer Eigen­ent­wick­lung. Info­ma­te­ri­al oder Bil­der gibt es lei­der noch nicht, mir wur­de aber am Stand ein Trai­ler mit ingame-Gra­fik gezeigt, die für ein Brow­ser­game gran­di­os aus­sah.

Im Spiel wird es sowohl PvP wie PvE geben, die Cha­rak­te­re sind auf der Suche nach der Wahr­heit über sich selbst … also ob sie real sind oder nur eine von Rekall erfun­de­ne Figur. Die­ses »dream within a dre​am«​-Kon​zept fin­de ich über­aus attrak­tiv. An Frak­tio­nen gibt es die Rebel­len und die tota­li­tä­re Regie­rung.

Mehr Infor­ma­tio­nen wer­de ich von mei­ner Gesprächs­part­ne­rin auf der Mes­se – Shan­non Chen, Mar­ke­ting Mana­ge­rin von ZQGa­mes – ein­ho­len, wenn die Games­Com vor­bei ist. Dann gibt es hof­fent­lich auch Bil­der oder Vide­os.

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Logo ZQGa­me Copy­right ZQGa­me, Pos­ter TOTAL RECALL ONLINE Copy­right ZQGa­me, Foto von mir

[GC] DEFIANCE startet weltweit gleichzeitig

[Games­Com] Eines der für mich der­zeit span­nends­ten mul­ti- oder bes­ser cross­me­dia­len Expe­ri­men­te ist die Zusam­men­ar­beit zwi­schen dem Fern­seh­sen­der SyFy (frü­her Sci­Fi-Chan­nel) und dem Spie­le­ent­wick­ler und ‑Publisher Tri­on Worlds. Ich habe bereits dar­über berich­tet, dass unter dem Namen DEFIANCE nicht nur eine von Rock­ne S. O´Ban​non gelei­te­te Fern­seh­se­rie rea­li­siert wer­den soll, son­dern auch ein MMO-Shoo­ter. Der Clou dabei: Gescheh­nis­se aus der Serie sol­len das Spiel beein­flus­sen – und umge­kehrt!

Wie wir wis­sen, kann es in den meis­ten Fäl­len dau­ern, bis TV-Seri­en ihren Weg aus den USA zu ins fin­den. Da das Kon­zept nur dann Sinn macht, wenn die Serie (und natür­lich auch das Spiel) welt­weit gleich­zei­tig star­ten, trieb mich bereits seit Län­ge­rem die Fra­ge um, ob das klap­pen wird. Am Stand von Tri­on wur­de mir die Ant­wort gege­ben.

Ja, man sei ist sich der Pro­ble­me bewusst und man ist sich auch über den Nach­teil im Kla­ren, dass SyFy bei uns ein Pay-TV-Sen­der ist, also nicht von allen poten­ti­el­len Spie­lern gese­hen wer­den kann. Der­zeit steht man in Ver­hand­lun­gen mit meh­re­ren frei emp­fang­ba­ren Sen­dern in Deutsch­land, von denen einer DEFIANCE dann mög­li­cher­wei­se aus­strah­len wird. Soll­te das nicht funk­tio­nie­ren, wird man ande­re Wege wäh­len, den Spie­lern die Serie zugäng­lich zu machen, bei­spiels­wei­se als Stream übers Web. Defi­ni­tiv möch­te man aber allen Inter­es­sier­ten welt­weit die Mög­lich­keit geben, zu par­ti­zi­pie­ren.

Das sind doch mal her­vor­ra­gen­de Nach­rich­ten!

Am DEFI­ANCE-Stand hat­te ich die Mög­lich­keit, einen kur­zen Blick auf das Spiel zu wer­fen, es han­delt sich um einen in Sachen Bedie­nung höchst zugäng­li­chen 3rd-Per­son-Shoo­ter (aller­dings nur den PvP-Aspekt des Spiels), der sowohl mit der Maus als auch mit dem Game­pad gespielt wer­den kann. Das Game­play kann man »klas­sisch« nen­nen, ande­re wür­den sagen, es hat wenig Neu­es, aller­dings konn­te ich nur eine ein­zel­ne Mehr­spie­ler­map tes­ten – und aus der kann man defi­ni­tiv kei­ne Rück­schlüs­se auf das gesam­te Spiel zie­hen. Da die Ent­wick­lung noch lan­ge nicht abge­schlos­sen ist, wer­den wir auf wei­te­re Details noch war­ten müs­sen, was in Köln zu sehen war, wirk­te sehr anspre­chend, war gra­fisch hübsch und ver­moch­te es sogar, mich als nicht-PvP-ler in sei­nen Bann zu zie­hen.

Es dürf­te äußerst inter­es­sant wer­den zu beob­ach­ten, was aus die­sem ambi­tio­nier­ten Pro­jekt wird. Star­ten sol­len Serie und Spiel im April 2013. Mehr dazu auch auf der offi­zi­el­len Web­sei­te.

http://​www​.you​tube​.com/watch​?v=_U6CDr_VBLU

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Logo, Kon­zept­kunst und Screen­shot Copy­right Tri­on Worlds

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