CONAN wird neu geschrieben

…denn es wur­den zwei Script-Autoren für den Lions­ga­te-Film um Howards cim­me­ri­schen Bar­ba­ren ver­pflich­tet. Dirk Black­man und Howard McCain wur­den ange­heu­ert, um auf der Basis der Erzäh­lun­gen von Robert E. Howard ein Dreh­buch für das 100 Mil­lio­nen Dol­lar-Pro­jekt abzu­lie­fern. Angeb­lich wur­den sie ange­hal­ten, sich eng am Ori­gi­nal zu ori­en­tie­ren (na, ob das was wird…). Die neue Con­an-Ver­fil­mung, die ein R-Rating bekom­men soll, ist das bis dato größ­te Pro­jekt von Lions­ga­te und Mil­le­ni­um Films, dum­mer­wei­se gibt es bis heu­te weder einen Regis­seur noch ein Start­da­tum…

TERRACOM 112

Soeben ist die neu­es­te Aus­ga­be der TERRACOM, des Maga­zins des Per­ry Rho­dan Online Clubs (PROC) erschie­nen, aus­ge­stat­tet mit einem coo­len Cover von Cross­val­ley Smith.

Aus dem Inhalt:

PROC Insi­de
Dor­gon Report
Phan­tas­ti­sche News
Rezen­sio­nen Per­ry Rho­dan 1 Auf­la­ge
Rezen­sio­nen Per­ry Rho­dan Action
Der Krieg um das Kosmo­gen DORIICLE
Der Wan­del der PR-Ideo­lo­gie im Lau­fe der Zei­ten …
Das Gigant-Black Hole Mar­gin Chrilox
Ich hab da was gese­hen… Clo­se Encoun­ters
Ter­ra­com Gale­rie
Sto­ry »Gila«
Inter­view mit Ralph Voltz
Der Him­mels­pfei­fer – Rezen­si­on
Das Andro­me­da Pro­jekt
Sto­ry »Das Jucken«
Schreib­werk­statt NULLA DIES SINE LINEA
Als der Welt Öl und Koh­le aus­ge­gan­gen war …
Rezen­si­on Mad­drax 221
Rezen­si­on Ster­nen­faust 90
NEBULAR, was bis­her geschah…
Astro , Raum­fahrt, Grenz­wis­sen­schaft…
und jede Men­ge Bil­der

Ter­ra­com 112 kann kos­ten­los unter www.terracom-online.net her­un­ter­ge­la­den wer­den.

Des Königs Bluthunde

Im Arca­num Fan­ta­sy Ver­lag erschien DES KÖNIGS BLUTHUNDE, ein sati­ri­scher Fan­ta­sy-Kurz­ro­man von Jür­gen Brandt.

Der Roman ist kos­ten­los auf der Web­sei­te des Ver­la­ges als eBook im PDF-For­mat her­un­ter zu laden.

»Des Königs Blut­hun­de – ein sati­ri­scher Fantasy–Kurzroman.

Er spielt auf dem Kon­ti­nent Ara­nor im Lan­de Minor. Eine unglaub­li­che Bege­ben­heit führ­te dazu, dass die­ser win­zi­ge Staat inner­halb des Staa­ten­bun­des von Fold­or doch die Auf­merk­sam­keit der His­to­ri­ker und Fah­ren­den Sän­ger auf sich zog.«

Des Königs Blut­hun­de
43 Sei­ten
ISBN: 978–3-939139–05-8

Cover Copy­right 2008 Arca­num Fan­ta­sy Ver­lag

KRABAT – Der Trailer

Ich weiß, es gibt ihn schon län­ger, aber er war irgend­wie völ­lig an mir vor­bei­ge­gan­gen. Soeben habe ich ihn selbst zum ers­ten Mal gese­hen und bin sehr posi­tiv über­rascht. Hier ist er:

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
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Ein Ser­vice von TrailerSeite.de

LIFE ON MARS – Remake

Die Ame­ri­ka­ner waren wohl der Ansicht, dass die bri­ti­sche Vari­an­te bei Ihnen nicht so gut ankom­men wür­de, denn ABC ver­filmt sei­ne eige­ne Ver­si­on der ein­gen­ar­ti­gen Poli­zis­ten-Serie LIFE ON MARS.

Nach einem Unfall fin­det sich der NYPD Detec­tive Sam Tyler (Jason O’Mara) ver­blüf­fen­der­wei­se im New York des Jah­res 1973 wie­der, einem kul­tu­rel­len Hexen­kes­sel (ohne Theo Kojak). Ohne Han­dy, ohne Com­pu­ter, ohne PDA und MP3-Play­er… und ohne moder­ne Poli­zei­me­tho­den, dafür mit einer völ­lig frem­den Moral. Tyler fühlt sich wie auf einem ande­ren Pla­ne­ten.

Tylers Vor­ge­set­zer Lieu­ten­ant Gene Hunt (wird von Har­vey Kei­tel dar­ge­stellt und) nutzt lie­ber die Fäus­te statt des Hirns, um einen Fall zu lösen.

In LIFE ON MARS spie­len Jason O’Mara als Sam Tyler, Har­vey Kei­tel als Lieu­ten­ant Gene Hunt, Micha­el Impe­rio­li als Detec­tive Ray Car­ling, Gret­chen Mol als Annie Nor­ris und Jona­than Mur­phy als Detec­tive Chris Skel­ton. Lisa Bonet wird meh­re­re Gast­rol­len als Maya Dani­els über­neh­men.

Die Pro­duk­ti­on hat soeben begon­nen.

Ob das bes­ser wird als die bri­ti­sche Vari­an­te???

Gerücht: Linda Hamilton in TERMINATOR IV – VI?

Wird Lin­da Hamil­ton die Rol­le der Sarah Con­nor für die zwei­te TER­MI­NA­TOR-Tri­lo­gie noch­mals auf­neh­men? Irgend­wie ist es kaum zu glau­ben, aber pause.com berich­ten, dass ihnen genau das von einem Stu­dio-Insi­der mit­ge­teilt wur­de, angeb­lich soll sie John Con­nors Mut­ter in Flash­backs spie­len. Eine Nach­fra­ge bei Hamil­tons Agen­ten führ­te zu der Ant­wort: »Davon ist mir nichts bekannt!«. Dass Hol­ly­wood zum größ­ten Teil aus Smo­ke­s­creens besteht, ist aber nichts Neu­es…

Helena Bonham Carter ist böse

Nein, wir spre­chen hier aus­nahms­wei­se nicht über den Wun­der­kna­ben HARRY POTTER, son­dern über ein eben­falls fan­tas­ti­sches, aber deut­lich tech­ni­sche­res The­ma. Bekann­ter­ma­ßen spielt die bri­ti­sche Mimin ja bei der Endo­ske­lett-Hatz TERMINATOR IV mit. Wer sich frag­te, ob sie da eher auf der guten oder auf der bösen Sei­te agie­ren wird, ist jetzt schlau­er: Offen­bar spielt sie in T4 auf der­sel­ben Sei­te wie bei POTTER, denn in einem Inter­view erklär­te sie, dass sie »ein Böse­wicht ist. Defi­ni­tiv ein Böse­wicht!« Bei sol­cher Beto­nung dar­auf fragt man sich unwill­kür­lich, ob ihre Augen manch­mal rot leuch­ten wer­den…

Bild: Hele­na Bon­ham Car­ter 2005 auf dem Film­fes­ti­val in Toron­to, aus der Wiki­pe­dia

ISLAND OF LOST SOULS

…wenn Du ein Remake eines aus­län­di­schen Films planst, dann hol‹ Dir den ori­gi­na­len Regis­seur. Die­se Regel hat Uni­ver­sal offen­bar auch schon­mal ver­nom­men, denn sie haben jetzt Niko­laj Arcel ange­heu­ert um die Neu­ge­stal­tung sei­nes Films DE FORTABTE SJÆLES Ø anzu­füh­ren. Die ame­ri­ka­ni­sche Ver­si­on des 2007 in Däne­mark urauf­ge­führ­ten Action-Fan­ta­sy-Aben­teu­ers wird ISLAND OF LOST SOULS heis­sen. Jen­ni­fer O’Kieffe ver­fasst das Dreh­buch, es pro­du­zie­ren Marc Abra­ham und Eric New­man.

Kon­zept: Die Sto­ry dreht sich um eine Vor­stadt-Teen­age­rin, die unver­se­hens fest­stel­len muss, dass sie eine zen­tra­le Rol­le in einem Jahr­hun­der­te alten Kampf zwi­schen Gut und Böse spielt, als ihr jün­ge­rer Bru­der vom Geist eines Magi­er aus dem 18. Jahr­hun­dert beses­sen wird.

Film­pla­kat DE FORTABTE SJÆLES Ø Copy­right 2007 Nor­disk Film

THE DRES­DEN FILES

Die au­ßer­ge­wöhn­li­chen Fäl­le des Har­ry Dres­den

HARRY DRES­DEN – MA­GIER
Fin­den ver­lo­re­ner Ge­gen­stän­de. Pa­ra­nor­ma­le Un­ter­su­chun­gen.
Con­sul­ting. Hil­fe. An­ge­mes­se­ne Kos­ten.
Kei­ne Lie­be­strän­ke, kei­ne Geld­esel,
kei­ne Par­ties oder sons­ti­ge Un­ter­hal­tun­gen.

Har­ry Blacks­to­ne Cop­per­field Dres­den (be­nannt nach drei gro­ßen Büh­nen­zau­be­rern: Har­ry Hou­di­ni, Har­ry Blacks­to­ne, Sr. und David Cop­per­field) ist mit dem so­eben ge­le­se­nen Ein­trag der ein­zi­ge Ma­gier, der im Te­le­fon­buch von Chi­ca­go steht. Ma­gier? Ja, rich­tig ge­le­sen, und ich mei­ne damit nie­man­den, der Ka­nin­chen aus einem Hut zieht, oder mehr oder we­ni­ger jung­fräu­li­che Damen schwe­ben lässt, son­dern einen ech­ten Zau­be­rer, der Feu­er­lan­zen er­zeu­gen und in die Geis­ter­welt wech­seln kann. Soll­te je­mand ein – nen­nen wir es mal – „über­na­tür­li­ches Pro­blem“ haben, kann man ihn an­heu­ern. Gegen Ho­no­rar ver­steht sich.

Jim ButcherEi­gent­lich ist die Har­­ry-Dres­­den-Rei­he des Au­to­ren Jim But­cher an­ge­legt wie klas­si­sche Pri­va­t­­de­­te­k­­tiv-Aben­­teu­er des Film-Noir-Gen­­res, wie man sie von Chand­ler oder Ham­mett kennt. Zu­min­dest soll­te man dort die Wur­zeln su­chen, denn ab­ge­se­hen von der ober­fläch­li­chen Ähn­lich­keit (sar­kas­ti­scher Ein­zel­gän­ger nimmt Fäl­le an, manch­mal eher un­frei­wil­lig), hat der Schrift­stel­ler das Set­ting nicht nur in ein Um­feld mit über­na­tür­li­chen Kräf­ten ex­tra­po­liert, son­dern auch was die Spra­che an­geht deut­lich mo­der­ni­siert. Har­ry Dres­den mag ein Ma­gier sein, aber er kennt die mo­der­ne Pop­kul­tur und so sind ihm auch auch Star Wars und Star Trek durch­aus kei­ne Fremd­wor­te (wie man bei­spiels­wei­se er­kennt, wenn er einen Robe tra­gen­den Ge­gen­spie­ler fla­p­­sig-pro­­­vo­­kant als „Darth Ba­de­man­tel“ be­zeich­net). Er ist ja auch im rich­ti­gen Alter dafür, genau wie sein Autor Jim But­cher; der mag üb­ri­gens auch schlech­te Sci­ence-Fic­­ti­on-Fil­­me, fech­ten, sin­gen und Li­verol­len­spiel (LARP), aber dazu mehr in einem an­de­ren Ar­ti­kel. Mög­li­cher­wei­se, denn die Agen­ten des Au­to­ren sind über­aus zi­ckig, was An­fra­gen aus Deutsch­land an­geht.

Cover Strom FrontDres­den re­si­diert, wie be­reits ge­schrie­ben, in Chi­ca­go. Ab­ge­se­hen von den Auf­trä­gen, die – wie man sich den­ken kann – nicht so zahl­reich sind, dass man gut davon leben könn­te, ar­bei­tet er als Con­sul­tant für die lo­ka­le Po­li­zei. Es gibt eine Ab­tei­lung, die sich mit „un­ge­wöhn­li­chen Fäl­len“ be­fasst, frü­her das Ab­stell­gleis für un­be­lieb­te Of­fi­cers, denn die­se Fäl­le sind nun­mal ra­tio­nal nicht auf­zu­klä­ren. Wer wür­de schon frei­wil­lig „Vam­pir“, „Wer­wolf“, „Voo­doo“ oder gar „Schwar­ze Magie“ in einen Po­li­zei­be­richt schrei­ben, in dem Wis­sen, dass man dann un­wei­ger­lich in der Klap­se lan­det?
Che­fin der Ab­tei­lung ist Kar­rin Mur­phy, eine klei­ne irisch­stäm­mi­ge Blon­de, die man kei­nes­falls un­ter­schät­zen soll­te (asia­ti­sche Kampf­kunst und gross­ka­lib­ri­ge Waf­fen) und die bei ihren Vor­ge­setz­ten nicht son­der­lich be­liebt ist. Hat­te man doch auch sie auf die Po­si­ti­on ab­ge­scho­ben und jetzt hat sie in der un­dank­ba­ren Stel­le auf­grund der Hil­fe des Ma­giers doch tat­säch­lich Er­fol­ge auf­zu­wei­sen. Die Ab­schluß­be­rich­te müs­sen na­tür­lich „höchst krea­tiv“ ver­fasst wer­den…
Har­ry und Kar­rin ver­bin­det durch die ge­mein­sa­men Er­leb­nis­se eine sprö­de Freund­schaft, wobei But­cher in ihrer Be­zie­hung damit spielt, ob viel­leicht mehr dabei her­aus­kommt, was zu über­aus un­ter­halt­sa­men Sze­nen führt und dem Leser die sym­pa­thi­schen Cha­rak­te­re noch näher bringt, als sie es auf­grund der Be­schrei­bun­gen oh­ne­hin be­reits sind. In ihrer Po­si­ti­on als Leut­nant der Son­der­ab­tei­lung hat Mur­phy na­tür­lich einen Ein­blick in die ver­bor­ge­ne Wahr­heit, die die meis­ten Men­schen nicht ken­nen: Das „Über­na­tür­li­che“ ist kein Aber­glau­ben, son­dern – oft­mals bit­te­re – Rea­li­tät.

Cover Fool MoonJim But­cher spielt in den Ro­ma­nen mit so ziem­lich allen Ver­satz­stü­cken des Hor­ror­gen­res, mischt aber gern mal frisch und kon­fron­tiert den Leser mit un­er­war­te­ten Neue­run­gen. Vam­pi­re, Wer­wöl­fe, Zom­bies, Geis­ter, Schwarz­ma­gier, Sid­he, Göt­ter, Engel und Dä­mo­nen geben sich ein Stell­dich­ein in sei­nen Ro­ma­nen, zum Teil be­hut­sam an die mo­der­ne Zeit an­ge­passt – oder auch ein­fach in der klas­si­schen Form be­las­sen. Wobei man immer mit dem Un­er­war­te­ten rech­nen soll­te, manch­mal wer­den schein­ba­re Fein­de zu – nicht immer be­que­men – Ver­bün­de­ten, oder um­ge­kehrt. Und wenn man Rat bei einem vom klei­nen Volk sucht, muss man die­sem im Aus­tausch für die In­for­ma­ti­on etwas geben, gut wenn der über­na­tür­li­che Ge­sprächs­part­ner auf Piz­za steht.

Un­ter­halb sei­ner Woh­nung im Tief­par­terre hat Har­ry ein ver­steck­tes Labor für ma­gi­sche Un­ter­su­chun­gen und Ver­rich­tun­gen an­ge­legt. Im­mer­hin muss man hin und wie­der einen Ge­gen­stand ma­gisch ge­nau­er be­gut­ach­ten oder einen Zau­ber­trank an­rüh­ren. Bei der Ge­stal­tung der Re­zep­te die­ser Trän­ke ist Dres­den über­aus krea­tiv und mo­dern, ein An­­ti-Mü­­di­g­keits-Ge­­bräu kann auch schon­mal Coca Cola oder Kaf­fee ent­hal­ten, Se­ver­us Snape wür­de wahr­schein­lich im Grab ro­tie­ren, aber auch hier zeigt sich But­chers ori­gi­nel­le An­pas­sung der üb­li­chen Kli­schees in die mo­der­ne Zeit.

Im Labor re­si­diert auch Bob, der Be­ra­ter des Ma­giers. Bob ist ein ur­al­ter Luft­geist, der in einen Schä­del ge­zwun­gen wur­de und nun dar­in exis­tiert. Er dient Dres­den wie ge­schrie­ben als Be­ra­ter, aber auch als eine Art Bi­blio­thek des ma­gi­schen Wis­sens. Au­ßer­dem ist er vor­laut und steht auf Por­no­hef­te. Des Wei­te­ren hat auch Bob eine ela­bo­rier­te Hin­ter­grund­ge­schich­te, die in einem der Ro­ma­ne an­satz­wei­se be­leuch­tet wur­de und in der Zu­kunft mit Si­cher­heit noch eine Rol­le spie­len wird.

Cover Grave PerilIn der Welt von Har­ry Dres­den gibt es ver­schie­de­ne Or­ga­ni­sa­tio­nen und In­ter­es­sen­grup­pen, die im Ver­bor­ge­nen agie­ren und dem Hel­den das Leben mehr oder we­ni­ger schwer ma­chen. An ers­ter Stel­le sei Das Wei­ße Kon­zil ge­nannt, eine Art Da­ch­or­ga­ni­sa­ti­on der Ma­gier, des­sen Vor­stand als Der Mer­lin be­zeich­net wird. Man stellt be­reits in den ers­ten Ro­ma­nen fest, dass Har­ry zum einen nicht be­son­ders gut auf den Hau­fen zu spre­chen ist und die­ser sich zum an­de­ren da­durch aus­zeich­net erz­kon­ser­va­tiv und ziem­lich re­ak­tio­när zu sein (Aus­nah­men be­stä­ti­gen die Regel). Wie man es von einer ur­al­ten Ma­gier-Or­ga­­ni­­sa­­ti­on ei­gent­lich auch er­war­ten kann.
Dres­den ver­brach­te sei­ne Kind­heit bei einem Onkel und wur­de von die­sem in den ma­gi­schen Küns­ten aus­ge­bil­det. Dum­mer­wei­se muss­te Har­ry eines Tages fest­stel­len, dass sein Onkel nicht zu den Guten ge­hör­te, son­dern der schwar­zen Magie zu­ge­tan war; in einem Akt der Not­wehr tö­te­te der jun­ge Ma­gier sei­nen Aus­bil­der, dum­mer­wei­se griff er dabei auf schwar­ze Magie zu­rück. Es gibt al­ler­dings eine Regel bei den an­geb­lich „Guten“ vom Wei­ßen Kon­zil: Wer schwar­ze Magie ver­wen­det, ver­liert sein Leben. Har­ry hat­te Glück im Un­glück und er fand einen Zau­be­rer, der ihn unter sei­ne Fit­ti­che nahm und für ihn bürg­te, wes­we­gen er nur unter den Bann des Da­mok­les ge­stellt wur­de, eine Art Be­wäh­rungs­pha­se. Den­noch steht Dres­den unter der Be­ob­ach­tung der Wäch­ter, so etwas wie der Po­li­zei des Kon­zils. Und auch sein per­sön­li­cher Wat­cher ist weder zim­per­lich noch son­der­lich sym­pa­thisch. Und da Har­ry Dres­den es auch bis­wei­len mit den stren­gen Re­geln des Or­dens nicht son­der­lich genau nimmt, oder manch­mal gar ge­zwun­gen ist, sei­ne schwarz­ma­gi­schen Ge­gen­spie­ler mit ihren ei­ge­nen Mit­teln zu schla­gen, hält sich sei­ne Be­liebt­heit bei der Or­ga­ni­sa­ti­on in Gren­zen.

Neben den über­na­tür­li­chen Frak­tio­nen, zu denen bei­spiels­wei­se auch der Schwar­ze und der Rote Vam­pir­hof und das Som­­mer- und Win­ter­kö­nig­reich der Sid­he ge­hö­ren, hat er es auch mit ganz pro­fa­nen Or­ga­ni­sa­tio­nen wie der Mafia zu tun, was das Leben na­tür­lich nicht eben er­leich­tert. Auch die Tat­sa­che, dass sei­ne Pa­ten­tan­te eine Sid­he ist, führt zu Ver­wick­lun­gen.

Cover Summer KnightDie Sto­ries der aus Dres­dens ich-Per­­spe­k­­ti­­ve er­zähl­ten Ro­ma­ne gehen sel­ten ge­ra­de­aus und füh­ren den Leser mit Ir­run­gen und Wir­run­gen eben­so in fal­sche Rich­tun­gen wie den Prot­ago­nis­ten. Leich­te Kost darf man hand­lungs­tech­nisch nicht er­war­ten, al­ler­dings soll­te man sich auch nicht über zu schwe­ren Le­se­stoff Sor­gen ma­chen, denn But­cher weiß die Hand­lung immer wie­der durch hu­mo­ris­ti­sche Ein­la­gen auf­zu­lo­ckern, die sich aus dem An­mer­kun­gen des Hel­den er­ge­ben, die ja, wie oben be­reits an­ge­merkt, aus Har­rys Sicht ge­schil­dert sind. Somit weiß der Leser auch sel­ten mehr als Dres­den selbst.

Womit man eben­falls auf kei­nen Fall rech­nen soll­te, sind ein­di­men­sio­na­le Cha­rak­te­re, wie man sie aus ein­schlä­gi­gen Heft­ro­m­an­se­ri­en kennt. Die Fi­gu­ren der Ro­ma­ne be­sit­zen immer di­ver­se Fa­cet­ten und sind sel­ten ste­reo­typ ein­fach böse oder ein­fach gut. Auch die Hand­lun­gen der „Bösen“ sind immer mo­ti­viert und manch­mal muß man fest­stel­len, dass die­se viel­leicht so übel gar nicht sind. Es fin­den Ent­wick­lun­gen durch die Ro­ma­ne statt, so­wohl was den Haupt­hel­den, wie auch an­de­re Pro- und Ant­ago­nis­ten an­geht. Die­se Ent­wick­lun­gen ge­sche­hen al­ler­dings nicht un­be­dingt in­ner­halb eines Bu­ches, son­dern zie­hen sich über die Serie hin.

Die Ro­ma­ne aus der Rei­he THE DRES­DEN FILES sind alle in sich ab­ge­schlos­sen, so dass man nicht zwin­gend mit dem ers­ten an­fan­gen muss. Man soll­te das aber den­noch tun, denn es gibt einen roten Faden, der sich vor­der­grün­dig durch die eben ge­nann­ten Ent­wick­lun­gen zeigt. But­cher hat auch schon an­ge­deu­tet, dass es einen „Über­plot“ gibt, der sich auch ab­zeich­net. Trotz­dem kann man bei der Lek­tü­re der Bü­cher in der kor­rek­ten Rei­hen­fol­ge ganz ent­spannt sein: Es gibt kei­ne Cliff­han­ger. Am Ende des Ro­mans wur­de der ak­tu­el­le Fall immer ge­löst und man muss nicht nä­gel­kau­end auf die Auf­lö­sung in einem Jahr war­ten. Ich fin­de das sehr an­ge­nehm und aus die­sem Grun­de kommt hier mein Vor­be­halt ge­gen­über Se­ri­en we­ni­ger zum tra­gen. Au­ßer­dem: Von Har­ry will man ein­fach un­be­dingt immer mehr lesen!

Cover Proven GuiltyTHE DRES­DEN FILES sind eine mo­der­ne und ori­gi­nel­le Auf­ar­bei­tung be­kann­ter The­men, deren Er­zähl­stil deut­lich an Fil­me und TV-Se­­ri­en er­in­nert, was aber her­vor­ra­gend funk­tio­niert. Über­aus sym­pa­thi­sche Cha­rak­te­re und wit­zi­ge Ide­en sor­gen für ein Le­se­ver­gnü­gen, das sei­nes­glei­chen sucht, wes­we­gen ich die­se Serie jedem Fan des Gen­res nur aus­drück­lich ans Herz legen kann.

Ich habe die Bü­cher im eng­li­schen Ori­gi­nal ge­le­sen und kann das jedem In­ter­es­sier­ten ei­gent­lich eben­falls nur emp­feh­len, denn di­ver­ser Slang und An­spie­lun­gen mit Bezug auf Me­di­en und den ame­ri­can way of life kön­nen nur in der ur­sprüng­li­chen Spra­che funk­tio­nie­ren. Ein kur­zer Blick in über­setz­te Fas­sun­gen be­stä­tig­ten mich in die­ser Ver­mu­tung.

So weit mei­ne Ein­füh­rung. Damit die­ser Ar­ti­kel nicht zu um­fang­reich wird, stel­le ich die Ro­ma­ne und die da­nach ge­stal­te­te Fern­seh­se­rie in ge­son­der­ten Trak­ta­ten vor. Dem­nächst (Ok­to­ber 2008) gibt es üb­ri­gens auch Co­mics. Das Rol­len­spiel zur Serie konn­te ich lei­der noch nicht in mei­ne gie­ri­gen Fin­ger be­kom­men.

Die Hör­bü­cher zu den ers­ten Ro­ma­nen wur­den ge­spro­chen von kei­nem Ge­rin­ge­ren als James Mars­ters (Spike in BUFFY oder Brai­niac in SMALL­VIL­LE) und sind ein Hör­ge­nuss ers­ter Güte, denn Mars­ters ist die idea­le Be­set­zung für Har­ry und al­lein der Ton­fall ab­so­lut hö­rens­wert.

Ich hof­fe mit die­sen Zei­len das In­ter­es­se an den über­aus kurz­wei­li­gen, span­nen­den und wit­zi­gen Aben­teu­ern des Har­ry Dres­den ge­weckt zu haben und wür­de mich über Rück­mel­dun­gen der ge­neig­ten (oder du­pier­ten) Le­ser­schaft sehr freu­en.

Cover Death MasksWeb­sei­te des Au­to­ren:

 www.?jim-but­cher.?com

Har­ry Dres­den in der Wi­ki­pe­dia (eng­lisch):

 en.?wikipedia.?org/?wiki/?Harry_?Dresden

Ro­ma­ne:

Storm Front
Fool Moon
Gra­ve Peril
Sum­mer Knight
Death Masks
Blood Rites
Dead Beat
Pro­ven Guil­ty
White Night
Small Favor

Back­up (No­ve­let­te, an­ge­kün­digt für spä­ter in die­sem Jahr, Haupt­fi­gur ist Dres­dens Bru­der Tho­mas Raith)

Cover Blod RitesKurz­ge­schich­ten:
A Resto­ra­ti­on of Faith
Vi­gnet­te
So­me­thing Bor­ro­wed
It’s My Bir­th­day Too
Heo­rot

Un­ver­öf­fent­lich­te (an­ge­kün­dig­te) Kurz­ge­schich­ten:
Harry’s Day Off
Un­tit­led Sto­ry

Co­mics:
Wel­co­me To The Jung­le (Ok­to­ber 2008)

Bild­nach­weis:
Alle Co­ver­ab­bil­dun­gen: Co­py­right RoC, a di­vi­si­on of Pen­gu­in Group
Bild von Jim But­cher: Co­py­right Blu­e­moon Pho­to­gra­phy LLC

Gewinner des Curd-Siodmak-Preises

Arno Beh­rend infor­miert uns:

Der SFCD hat auf sei­ner Jah­res­con­ven­ti­on in Mühl­tal bei Darm­stadt die Gewin­ner des dies­jäh­ri­gen Curt-Siod­mak-Prei­ses bekannt gege­ben. Vie­len Dank für Eure inter­es­sier­te Teil­nah­me!

Der Preis für den bes­ten Sci­ence-Fic­tion-Film des Jah­res 2007 ging über­ra­schend an die Chris­to­pher-Nolan-Pro­duk­ti­on »The Pres­ti­ge«. Der Film über den töd­li­chen Kon­kur­renz­kampf zwei­er Büh­nen­ma­gi­er in den 20er-Jah­ren wur­de von den Orga­ni­sa­to­ren der Abstim­mung vor­ab allen­falls als Geheim­tipp ein­ge­schätzt – vor allem, weil er nicht offen als Sci­ence Fic­tion zu erken­nen ist. Letzt­lich hat das gelun­ge­ne Werk, in des­sen Ver­lauf der rea­le Inge­nieur Niko­la Tes­la einem der Zau­be­rer mit einer revo­lu­tio­nä­ren Erfin­dung aus­hilft, 15,7% der Abstim­men­den über­zeugt. Damit lag der Sie­ger deut­lich vor dem dem Cyber­thril­ler »Stirb Lang­sam 4.0« (10,2%) und dem dritt­plat­zier­ten Raum­fahrt­dra­ma »Sunshi­ne« (9,3%).

Der Preis für die bes­te Fern­seh­se­rie geht, wie schon im Vor­jahr, an »Batt­le­star Galac­ti­ca«. Mit 31,5% war die Zustim­mung wie­der groß. Aller­dings hat­te der Favo­rit mit der neu­en Rei­he »Heroes« einen star­ken Ver­fol­ger im Genick. 26,9% der Abstim­men­den konn­ten sich für die atmo­sphä­risch dich­te Saga um unfrei­wil­li­ge Super­hel­den erwär­men. Im letz­ten Jahr ihrer Aus­strah­lung erhielt die frü­he­re Sie­ger-Serie »Star­ga­te SG-1« noch 13% der Stim­men, was für den drit­ten Platz aus­reich­te.

Erst­mals wur­den in die­sem Jahr unter den Teil­neh­mern zwei DVD-Boxen ver­lost. Chris­toph Hühn erhielt durch sei­ne Teil­nah­me an der Online-Abstim­mung eine »Bla­de Run­ner Collector’s Edi­ti­on« . Besu­cher der SFCD-Jah­res­con­ven­ti­on konn­ten nach der per­sön­li­chen Stimm­ab­ga­be vor Ort an einer sepa­ra­ten Ver­lo­sung teil­neh­men. Hier hat Kurt Zelt erfolg­reich zuge­grif­fen und sich das zwei­te  Exem­plar gesi­chert. Der SFCD will auch in Zukunft die­se bei­den getrenn­ten Ver­lo­sun­gen durch­füh­ren.

Die genau­en Plat­zie­run­gen aller nomi­nier­ten Wer­ke und wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den sich auf www.Curt-Siodmak-Preis.de.

Philip Noyce dreht CAPTAIN BLOOD

Die War­ner Brü­der haben Phil­ip Noy­ce (THE SAINT, PATRIOT GAMES) an Bord geholt, damit er Regie bei einem Remake des Man­tel-und-Degen-Klas­si­kers CAPTAIN BLOOD führt. Im Moment arbei­tet die­ser zwar noch am CIA-Thril­ler EDWIN A. SALT, aber danach soll es los gehen. Das bri­tisch-aus­tra­li­sche Joint-Ven­ture pro­du­ziert Bill Ger­ber.

Das Ori­gi­nal stammt aus dem Jahr 1935 (deutsch: UNTER PIRATENFLAGGE), war eigent­lich bereits ein Remake aus dem 1920ern und mach­te Errol Flynn über Nacht zum Star.  Es basiert auf dem gleich­na­mi­gen Roman von Rafa­el Saba­ti­ni, der auch eine Ver­si­on der Aben­teu­er des SCARAMOUCHE ver­fass­te.

Plot: Der eng­li­sche Arzt Peter Blood wird unge­rech­ter­wei­se als Skla­ve nach Jamai­ca ver­schifft und schlägt dort erst eine Pira­ten­lauf­bahn ein, um spä­ter Port Roy­al gegen die Fran­zo­sen zu ver­tei­di­gen und begna­digt zu wer­den.

1935 ist so lan­ge her, da kann man ein Remake durch­aus für ange­bracht hal­ten… ;o)

Cover DVD CAPTAIN BLOOD Copy­right War­ner Bro­thers.