Skinterface, der Anzug für die Virtuelle Realität

Offen­bar haben die Stu­den­ten vom London’s Roy­al Col­lege of Art, die den VR-Anzug »Skin­ter­face« ent­wi­ckeln, Ernie Cli­nes Roman READY PLAYER ONE gele­sen, denn da kommt einem so man­ches bekannt vor. Skin­ter­face arbei­tet nach dem Prin­zip, dass jede Men­ge Aktua­to­ren Wir­kung auf Kör­per­stel­len aus­üben und so ein sen­so­ri­sches Erle­ben in der Vir­tu­al Rea­li­ty mög­lich wird. Als mög­li­che Anwen­dun­gen sehen die Macher, um deren Abschluss­ar­beit es sich bei dem Anzug han­delt, Unter­hal­tung, Kom­mu­ni­ka­ti­on und vir­tu­el­les Pro­to­ty­p­ing. Ver­mut­lich möch­ten sie über Rule 34 nicht laut reden …

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­det man auf der Web­sei­te des Pro­jekts.

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Neues zu Netflix´ Cyberpunk-Serie ALTERED CARBON: Mehr Budget als GAME OF THRONES

Cover Altered Carbon

Bereits im Janu­ar 2016 hat­te ich dar­über berich­tet, dass Net­flix eine Cyber­punk-Fern­seh­se­rie nach Richard H. Mor­gans Roman ALTERED CARBON (deutsch: DAS UNSTERBLICHKEITSPROGRAMM) bei Sky­dance in Auf­trag gege­ben hat­te. Damals waren die Infor­ma­tio­nen noch spär­lich, doch inzwi­schen weiß man mehr, da die Pro­duk­ti­on im Novem­ber star­ten soll.

Die Haupt­rol­le wur­de besetzt mit dem schwe­di­schen Schau­spie­ler Noël Kin­na­man (ROBOCOP, SUICIDE SQUAD), der gibt einen Éli­te-Sol­da­ten im 25. Jahr­hun­dert, in dem die Mensch­heit sich nach der Ent­de­ckung von Ali­en-Arte­fak­ten auf dem Mars über das Uni­ver­sum aus­ge­brei­tet hat. Des­sen Ich wird in den Kör­per eines in Ungna­de gefal­le­nen Cops implan­tiert, um eine gigan­ti­sche Ver­schwö­rung auf­zu­de­cken.

In wei­te­ren Rol­len sind zu sehen: James Purefoy, Chris Con­ner, Ato Essan­doh, Mar­le­ne For­te, Renée Eli­se Golds­ber­ry und Mar­tha Higare­da. Die Dreh­bü­cher schrei­ben Laeta Kalogri­dis und David H. Good­man. Aus­füh­ren­de Pro­du­zen­ten sind Ste­ve Black­man, Mike Meda­voy, Arnold Mes­ser und Ralph Win­ter. Sky­dance Stu­di­os wer­den pro­du­zie­ren.

Kin­na­man sag­te, dass ALTERED CARBON das bis jetzt größ­te Net­flix-Pro­jekt in Sachen Fern­seh­se­rie wer­den soll, das Bud­get ist angeb­lich höher als das der ers­ten drei Staf­feln GAME OF THRONES. Sei­ner Aus­sa­ge zufol­ge wird das grö­ßer, als alles, was man bis­her im Bereich SF im Fern­se­hen gese­hen haben soll. Es soll eine intel­li­gen­te Serie mit einem R‑Rating für Erwach­se­ne wer­den. Da darf man gespannt sein.

Die Show wird irgend­wann in 2017 auf Net­flix zu sehen sein, ein genau­er Ter­min wur­de noch nicht genannt.

Co­ver­ab­bil­dung AL­TE­RED CAR­BON Co­py­right Gol­lancz

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Emmy-Awards 2016 – die Gewinner

Logo Emmys 2016

Ges­tern wur­den im Micro­soft Thea­ter in Los Ange­les zum 68. Mal die Emmys ver­lie­hen. Gast­ge­ber war dies­mal US-Late Night-Tal­ker und Come­di­an Jim­my Kim­mel. Bei den Gewin­nern gab es weni­ge Über­ra­schun­gen, bes­te Dra­ma­se­rie wur­de erneut GAME OF THRONES und den Preis für die bes­te Come­dy-Show räum­te auch in die­sem Jahr VEEP ab.

Auch ansons­ten liest man immer wie­der mal Gen­re-Seri­en, bei­spiels­wei­se ging die bes­te männ­li­che Haupt­rol­le an Rami Malek in MR. ROBOT (wobei man hier sicher dar­über dis­ku­tie­ren könn­te, ob es sich um Gen­re han­delt). Als bes­te weib­li­che Haupt­dar­stel­ler­ein wur­de Tatia­na Mas­la­ny für ORPHAN BLACK aus­ge­zeich­net. Bemer­kens­wert auch noch, dass SHERLOCK – THE ABOMINABLE BRIDE als her­aus­ra­gen­der Fern­seh­film eine Sta­tu­et­te erhielt.

Nach­fol­gend alle Gewin­ner und Nomi­nier­te, die Gewin­ner sind jeweils durch fet­te Schrift gekenn­zeich­net.

50 Jahre RAUMPATROUILLE – von der ARD natürlich verpennt

Orion

Heu­te vor 50 Jah­ren, also am 17.09.1966, brach der schnel­le Raum­kreu­zer Ori­on unter dem Kom­man­do von Cliff Allis­ter McLa­ne zum ers­ten mal zu ihrer Rei­se über die deut­schen Fern­seh­bild­schir­me auf. Und schrieb damit Fern­seh­ge­schich­te. Die Dreh­ar­bei­ten an RAUMPATROUILLE hat­ten ein­ein­halb Jah­re gedau­ert und die Fol­gen kos­te­ten damals astro­no­mi­sche 360000 Deutsch­mark. Dabei wur­de trotz des schein­bar hohen Bud­gets an allen Ecken und Enden impro­vi­siert, sei­en es die berühm­ten Blei­stift­an­spit­zer und der legen­dä­re Bügel­eisen­griff auf der Brü­cke der Ori­on oder sei­en es Unter­was­ser-Raum­schiff­starts mit Brau­se­ta­blet­ten und Pla­ne­ten aus Puffreis und Kaf­fee­pul­ver.

Es spiel­ten unter ande­rem Diet­mar Schön­herr, Eva Pflug, Wolf­gang Völz, Claus Holm, Fried­rich G. Beck­haus, Ursu­la Lil­lig, Ben­no Ster­zen­bach, Fried­rich Jol­off und Char­lot­te Kerr.

Die Ori­on und ihre Besat­zung schrie­ben frag­los deut­sche Fern­seh­ge­schich­te.

Heu­te wäre so eine Serie im wei­test­ge­hen gen­re­frei­en öffent­lich-recht­li­chen Fern­se­hen völ­lig unmög­lich, und wür­de sie doch rea­li­siert, dann wür­den die Macht­spiel­chen zwi­schen Redak­teu­ren und sons­ti­gen Ein­fluss­neh­mern das Pro­jekt ver­mut­lich zer­stö­ren und zu einer Kari­ka­tur wer­den las­sen.

Doch offen­sicht­lich müs­sen wir uns dar­um kei­ne Sor­gen machen, denn wo ande­re Seri­en, wie die bri­ti­sche DOCTOR WHO oder die us-ame­ri­ka­ni­sche STAR TREK ihren Fünf­zigs­ten mehr oder weni­ger zünf­tig bege­hen, scheint die ARD den heu­ti­gen Tag ein­fach ver­strei­chen las­sen zu wol­len. Viel­leicht lau­fen Wie­der­ho­lun­gen auf irgend­wel­chen digi­ta­len Spar­ten­sen­dern mit­ten in der Nacht. Die ARD zeigt um 20:15 statt einer Doku oder viel­leicht der Serie »Das Bes­te von ver­ste­hen Sie Spaß«. Ernst­haft. Auch das wie­der nur ein wei­te­rer Beweis für den erbärm­li­chen Zustand des deut­schen Fern­se­hens.

Immer­hin: Bei der Post erschien am 1. Sep­tem­ber eine Son­der­mar­ke, um das Jubi­lä­um zu bege­hen.

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Ren­der Ori­on von mir.

Trailer: Disneys MOANA

Anders als man anneh­men könn­te, sind sie bei Dis­ney nicht nur damit beschäf­tigt, ihre alten Zei­chen­trick-Klas­si­ker als Real­fil­me neu auf­zu­le­gen (und natür­lich Mar­vel und STAR WARS zu pro­du­zie­ren). Das zeig­te kürz­lich ZOOTOPIA (deutsch als ZOOMANIA) und jetzt der neu­es­te Ani­ma­ti­ons­film aus dem Maus-Haus: MOANA.

Vor 3000 Jah­ren bereis­ten die bes­ten Seg­ler der Welt den süd­li­chen Pazi­fi­schen Oze­an und ent­deck­ten die zahl­lo­sen Inseln Ozea­ni­ens. Doch dann stopp­te ihre Rei­se für mehr als tau­send Jah­re – und heu­te weiß nie­mand mehr, war­um. Moa­na ist ein Teen­ager und sie macht sich auf eine gefähr­li­che Rei­se, um zu bewei­sen, dass sie eine Meis­te­rin dar­in ist, neue unbe­kann­te Wege zu ent­de­cken. Wäh­rend ihrer Ques­te trifft Moa­na (gespro­chen von Auli’i Cra­val­ho) den ehe­mals mäch­ti­gen Halb­gott Maui (gespro­chen von Dway­ne »The Rock« John­son), und zusam­men über­que­ren sie den offe­nen Oze­an in einer action­rei­chen Rei­se, wäh­rend der sie rie­si­gen Feu­er­mon­stern begeg­nen und vor schier unlös­ba­re Auf­ga­ben gestellt wer­den.

Regie füh­ren Ron Cle­ments und John Mus­ker (LITTLE MERMAID, ALADDIN), es pro­du­ziert Osnat Shu­rer (LIFTED).

US-Kino­start ist am 23. Novem­ber 2016, in Deutsch­land, bei uns einen Monat spä­ter, hier soll der Titel offen­bar VAIANA lau­ten, ver­mut­lich weiß nur der Ver­lei­her, war­um …

Aber der Trai­ler sieht sehr viel­ver­spre­chend aus.

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Trailer: ANNABELLE 2

Im Jahr 2014 kam mit ANNABELLE ein Hor­ror­film in die Licht­spiel­häu­ser, der angeb­lich mit einer wah­ren Geschich­te auf­war­ten soll­te. Was von sol­chen Aus­sa­gen zu hal­ten ist, weiß man, aber als Mar­ke­ting­in­stru­ment hat das sich­ser sei­ne Berech­ti­gung. Jetzt wird es einen zwei­ten Teil geben.

Regie führt erneut David F Sand­berg (LIGHTS OUT), an sei­ner Sei­te Pro­duk­ti­ons­de­si­gne­rin Jen­ni­fer Spence, Michel Aller ist für den Schnitt ver­ant­wort­lich, Maxi­me Alex­and­re bedient die Kame­ra, und die Kos­tü­me kom­men von Leah But­ler. Es pro­du­zie­ren erneut Peter Safran and James Wan. Das Stu­dio hin­ter dem Film ist New Line Cine­ma, die Dis­tri­bu­ti­on über­nimmt War­ner Bros. Das Dreh­buch ver­fass­te wie beim ers­ten Teil Gary Dau­ber­man.

Meh­re­re Jah­re nach dem tra­gi­schen Tod ihrer Toch­ter beher­ber­gen der Pup­pen­ma­cher und sei­ne Frau eine Non­ne und meh­re­re Mäd­chen aus einem geschlos­se­nen Wai­sen­haus. Schnell wer­den sie zum Ziel der beses­se­nen Pup­pe Anna­bel­le, einer Schöp­fung des Pup­pen­ma­chers.

Es spie­len: Ste­pha­nie Sig­man (Spect­re), Tali­tha Bate­man (The 5th Wave), Lulu Wil­son (Oui­ja 2), Phil­ip­pa Coult­hard (After the Dark), Grace Ful­ton (Bad­land), Lou Lou Safran (The Choice), Sama­ra Lee (The Last Witch Hun­ter), Tay­ler Buck, Antho­ny LaPa­glia (Wit­hout a Trace) und Miran­da Otto (The Lord of the Rings).

US-Kino­start ist im Mai 2017.

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Buchmesse Leipzig: Erster Verlag zieht Konsequenzen

Buchmesse Euro

Nach den Que­re­len um die Phan­tas­tik-Lese­insel auf der Buch­mes­se Leip­zig zieht der ers­te Ver­lag jetzt Kon­se­quen­zen. Wie Ver­le­ge­rin Grit Rich­ter auf der Web­sei­te von Art Skript Phan­tas­tik schreibt, hat sie sich schwe­ren Her­zens ent­schlos­sen, der Mes­se im Jahr 2017 fern zu blei­ben, und recht­zei­tig die Not­brem­se zu zie­hen, bevor die Kos­ten astro­no­misch wer­den.

Das hängt eher sekun­där mit Werk­zeugs zusam­men, da die Hal­le zwei deut­lich umstruk­tu­riert wer­den soll, wie ich schon in mei­nem ande­ren Arti­kel heu­te erläu­ter­te, fal­len Stand­ty­pen weg und die Stän­de sol­len auch anders auf­ge­baut wer­den, wodurch es zu Platz­man­gel kom­men wird. Zu dem neu­en Stand­kon­zept äußer­te sich auch schon Jür­gen Egl­seer vom Amrûn-Ver­lag mir gegen­über kri­tisch. Grit Rich­ter stellt zudem her­aus, dass es bereits in der Ver­gan­gen­heit diver­se Pro­ble­me mit der Mes­se Leip­zig gab, und das für sie jetzt nur der Trop­fen ist, der das Fass zum Über­lau­fen brach­te.

Man muss ein­fach ganz klar sehen, dass die Kos­ten für so einen Prä­senz auf der Mes­se erheb­lich sind, denn zu den Stand­ge­büh­ren kom­men ja auch noch Anrei­se, Über­nach­tung und Ver­pfle­gung. Wenn ein Ver­an­stal­ter sich so ein­deu­tig auf gro­ße Anbie­ter ein­rich­tet und kei­ne pas­sen­den Kon­di­tio­nen für Klein- und Kleinst­ver­la­ge anbie­tet, son­dern statt­des­sen auch noch von »Gleich­be­hand­lung gegen­über ande­ren Part­nern« schwa­dro­niert, dann beleuch­tet das mei­ner Mei­nung nach deut­lich, wie egal die klei­nen Anbie­ter dem Mes­se­ver­an­stal­ter sind. Denn wäre es anders, könn­ten sicher Wege gefun­den wer­den, wie man eine kul­tu­rel­le Viel­falt mit auch klei­nen Ver­la­gen oder sogar Self­pu­blishern her­stellt. Das­sel­be gilt übri­gens in ganz ähn­li­cher Form auch für die Buch­mes­se Frank­furt. Aber dass dort die Gro­ßen lie­ber unter sich blei­ben möch­ten, und das durch völ­lig über­zo­ge­ne Stand­prei­se garan­tie­ren, sind eben­falls News von vor­ges­tern. Dort blei­ben ja inzwi­schen sogar renom­mier­te Publi­kums­ver­la­ge fern, weil es sich nicht rech­net.

Ob wei­te­re Phan­tas­tik-Anbie­ter mit Absa­gen fol­gen wer­den bleibt abzu­war­ten. Ange­sichts der Tat­sa­che, dass die Mes­se zum Zeit­punkt der Werk­Zeugs-Absa­ge offen­bar bereits ein kom­plett neu­es Kon­zept inklu­si­ve geän­der­ter Stand­an­ord­nung ste­hen hat­te, erscheint mir die gan­ze Geschich­te ziem­lich abge­kar­tet und ich ver­mu­te nach wie vor, dass Werk­Zeugs aus­ge­boo­tet wer­den soll­te, eben zu Guns­ten des Dienst­leis­ters LSL.

[Update 16:52 Uhr:] Wie ich soeben erfah­re, ist auch der Ver­lag ohneoh­ren raus.

[Update 16.09.2016, 11:00 Uhr:] Uschi Zietsch und ihr Faby­lon-Ver­lag waren schon 2016 nicht mehr auf der Buch­mes­se Leip­zig, auch sie äußert sich in ihrem Blog kri­tisch:

Und dann, weil Werk­Zeugs öffent­lich /​ auf FB mit­teilt, 2017 nicht mehr dabei zu sein, tritt Oli­ver Zil­le belei­digt im Bör­sen­blatt kräf­tig nach, mit Behaup­tun­gen, die nicht nur so nicht stim­men kön­nen – wir ken­nen Werk­Zeugs seit vie­len Jah­ren und wis­sen, wie kom­mu­ni­ka­tiv und koope­ra­tiv sie sind -, son­dern man stellt sich auch noch der­art selbst­herr­lich dar, dass man schon fra­gen muss, wohin will Herr Zil­le denn?

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Buchmesse Leipzig und WerkZeugs: Statement der Veranstalter

Buchmesse Euro

In Sachen der Que­re­len um die Buch­mes­se Leip­zig und die von Werk­Zeugs ver­an­stal­te­te Lese­insel, hat­te ich die Pres­se­ab­tei­lung der Mes­se um Stel­lung­nah­me gebe­ten:

Sehr ge­ehrte Frau Jus­ten,

den nach­fol­gen­den Text ver­öf­fent­lichte die Werk­Zeugs KG, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren die Phan­­tas­­tik-Les­ein­­sel auf der Leip­zi­ger Buch­messe be­trie­ben hat, heu­te auf ih­rer Face­­book-Sei­te und hat da­mit viel Ver­wun­de­rung in der Phan­­tas­­tik-Sze­ne, so­wohl bei Le­sern, wie auch bei Ver­la­gen und Au­to­ren, aus­ge­löst.

[hier der obi­ge Text von Werk­Zeugs]

Ich wür­de hier­zu um eine Stel­lung­nahme bit­ten und dan­ke da­für im vor­aus.


Mit freund­li­chem Gruß,
Ste­fan Holz­hauer
Phan​ta​News​.de
Phan­tas­ti­sche Nach­rich­ten

Dar­auf­hin hat­te ich noch am sel­ben Tag fol­gen­de Ant­wort bekom­men:

Sehr geehr­ter Herr Holz­hau­er,

das Unter­neh­men Werk­Zeugs KG ist ein lang­jäh­ri­ger Part­ner für den Gemein­schafts­stand inner­halb des Fan­ta­sy-Berei­ches der Leip­zi­ger Buch­mes­se. Des­halb haben wir ihm auch in die­sem Jahr ein Ange­bot für die­sen Gemein­schafts­stand und sei­ne Dienst­leis­tun­gen rund um das Forum zu wei­ter­hin güns­ti­gen Son­der­kon­di­tio­nen vor­ge­schla­gen, die deut­lich unter den regu­lä­ren Stand­ge­büh­ren lie­gen. Wir bedau­ern sehr, dass Werk­Zeugs mit uns die­ses Ange­bot nicht dis­ku­tiert hat, son­dern öffent­lich sei­ne Teil­nah­me abge­sagt hat. In unse­rem Forum „Fan­ta­sy-Lese­insel“ und in unse­rem Aus­stel­lungs­be­reich fin­den Autoren und Ver­la­ge selbst­ver­ständ­lich auch zukünf­tig ein star­kes Podi­um für ihre Prä­sen­ta­ti­on. Zudem wer­den die Ver­la­ge die Mög­lich­keit haben, ihre Titel über einen eige­nen Fan­ta­sy-Bereich über die Mes­se­buch­hand­lung in Hal­le 2 zu ver­kau­fen. Wir freu­en uns selbst­ver­ständ­lich auf alle Fan­ta­sy-Fans in Leip­zig und sehen wei­ter­hin den Bereich als einen wich­ti­gen Teil der Leip­zi­ger Buch­mes­se.

Mit freund­li­chen Grü­ßen

i. A. Ruth Jus­ten
Pres­se­spre­che­rin Leip­zi­ger Buch­mes­se 2017
i. A. der Leip­zi­ger Mes­se GmbH

Da sich die­se Aus­sa­ge nun doch deut­lich von der unter­schei­det, die Werk­Zeugs ver­öf­fent­licht hat­te (und es für mich des­we­gen so aus­sah, als wol­len die Ver­an­stal­ter sie in die Pfan­ne hau­en), stell­te ich Werk­Zeugs via Face­book die­ses State­ment bereits vor­ab zur Ver­fü­gung und bat ihrer­seits um Stel­lung­nah­me, da ich das hin­sicht­lich der von den Ver­an­stal­tern geäu­ßer­ten Vor­wür­fen für fair hielt. Die wur­de mir für heu­te zuge­sagt.

Aller­dings bekom­me ich die­sen Kom­men­tar nun nicht, das stand in einer Mail, die ich soeben erhielt. Man möch­te kei­ne offi­zi­el­len State­ments abge­ben, »um eine Schlamm­schlacht zu ver­mei­den« und weil man »über ver­schie­de­ne Schie­nen mit der Mes­se in Dia­log zu kom­men ver­sucht«. Das fin­de ich rela­tiv ulkig, immer­hin ist die Schlamm­schlacht bereits in vol­lem Gan­ge. Offen­bar hofft man bei Werk­Zeugs immer noch, dass die Ver­an­stal­ter ein­len­ken. Ange­sichts der Tat­sa­che, dass bereits vor­ges­tern ein ande­rer Betreu­er der Lese­insel fest­stand (LSL Leip­zig) und dass die Rah­men­be­din­gun­gen in Sachen Stän­de auch für die Ver­la­ge grund­le­gend geän­dert wur­den, sehe ich aller­dings kaum Hoff­nung, dass es die Lese­insel mit Lounge samt ange­schlos­se­nen Stän­den auch in 2017 in akzep­ta­bler Form geben wird. Da das Kon­zept sei­tens der Mes­se bereits weit fort­ge­schrit­ten scheint, hal­te ich Ände­run­gen für unwahr­schein­lich.

Noch ges­tern um 7:48 Uhr schrie­ben Werk­Zeugs auf ihrer Face­book-Sei­te:

Wir dan­ken Euch herz­lich für Euer Feed­back bezüg­lich der #Leip­zi­ger­Buch­mes­se – so vie­le lie­be, ent­rüs­te­te und trau­ri­ge Kom­men­ta­re, Nach­rich­ten und Emails! Irgend­was müs­sen wir also in den ver­gan­ge­nen Jah­ren rich­tig gemacht haben.
Zum »Fak­ten­check« der Leip­zi­ger Buch­mes­se hier zwei klei­ne Rich­tig­stel­lun­gen, eine etwas aus­führ­li­che­re Stel­lung­nah­me wird es in Kür­ze auf geben.

(1) »Des­halb haben wir ihm auch in die­sem Jahr ein Ange­bot für die­sen Gemein­schafts­stand und sei­ne Dienst­leis­tun­gen rund um das Forum zu wei­ter­hin güns­ti­gen Son­der­kon­di­tio­nen vor­ge­schla­gen«

Fakt: Es ist rich­tig, dass wir für 2017 noch güns­ti­ge (wenn auch schon deut­lich gestie­ge­ne) Kon­di­tio­nen bekom­men hät­ten. Aller­dings hät­ten wir uns auf drei Jah­re ver­trag­lich fest­le­gen müs­sen, im drit­ten Jahr hät­ten die Stand­ge­büh­ren mehr als das dop­pel­te des bis­he­ri­gen Prei­ses betra­gen.

(2) »Wir bedau­ern sehr, dass Werk­Zeugs mit uns die­ses Ange­bot nicht dis­ku­tiert hat, son­dern öffent­lich sei­ne Teil­nah­me abge­sagt hat.«

Fakt: Wir haben schrift­lich vor­lie­gen, dass die Leip­zi­ger Buch­mes­se von ihrem »Ange­bot« nicht abwei­chen und und die Zusam­men­ar­beit des­halb nicht wei­ter­füh­ren möch­te.

Und noch ein Wort zur : Die­se bleibt unse­res Wis­sens nach wei­ter­hin bestehen – eben »nur« ohne die von uns erbrach­ten Dienst­leis­tun­gen (wie etwa Anmo­de­ra­ti­on, Koor­di­na­ti­on der Signier­schlan­gen, Stel­len der Secu­ri­ty etc.).

Dass die Buch­mes­se von Ihrem Ange­bot nicht abwei­chen woll­te ist doch in mei­nen Augen ein ziem­lich zen­tra­les Argu­ment für den Stand­punkt von Werk­Zeugs und ande­rer Teil­neh­mer, die jetzt noch ver­su­chen, auf die Ver­an­stal­ter ein­zu­wir­ken.

Ich weiß zudem auch von Klein­ver­la­gen, die auf­grund des geän­der­ten, unvor­teil­haf­ten Stand­kon­zepts nun über­le­gen, in den sau­ren Apfel zu bei­ßen und anstatt nun inak­zep­ta­ble neue Bedin­gun­gen zu akzep­tie­ren, lie­ber die Stor­no­ge­bühr in Höhe von EUR 350 zu zah­len, um der Mes­se fern­zu­blei­ben. Wie man sieht, gehen die Pro­ble­me rund um die Lese­insel über den The­men­kom­plex »Werk­Zeugs« deut­lich hin­aus.

Unab­hän­gig davon sehe ich die Aus­sa­ge der Pres­se­spre­che­rin eben­so wie das sehr ähn­lich klin­gen­de State­ment des Mes­se­chefs im Bör­sen­blatt äußerst kri­tisch und hal­te bei­de für einen fes­ten Tritt in den Hin­tern der Autoren, Ver­la­ge und Fans des Phan­tas­tik-Bereichs, Werk­Zeugs sowie­so. Mal ganz unab­hän­gig davon, wie die aktu­el­le Kon­stel­la­ti­on in Sachen Ver­ant­wor­tung für die Mise­re zwi­schen Mes­se und Werk­Zeugs tat­schlich aus­se­hen mag:

Auch Mes­se­di­rek­tor Oli­ver Zil­le soll­te zur Kennt­nis neh­men, dass Werk­Zeugs in den ver­gan­ge­nen Jah­ren da nicht nur einen Stand hat­te und ansons­ten Däum­chen dreh­te, son­dern viel­mehr die Lesun­gen, Anmo­de­ra­tio­nen, Secu­ri­ty und jede Men­ge mehr rund um die Lese­insel orga­ni­siert hat. Alles Tätig­kei­ten, für die sich die Mes­se­ver­an­stal­ter nicht befä­higt sahen – bevor Werk­Zeugs das über­nahm, war der Phan­tas­tik-Bereich samt Lese­insel eine lieb­lo­se Ecke, die aus hin­ge­streu­ten Sitz­mö­beln bestand. Statt die Prei­se inner­halb von drei Jah­ren (mit gleich­zei­ti­gem Kne­bel­ver­trag über drei Jah­re) auf das Dop­pel­te zu erhö­hen, soll­te die Mes­se für das Enga­ge­ment eher eine Gage zah­len.

Man wird sehen, wie die Ver­hand­lun­gen PANs und Werk­Zeugs´ mit der Leip­zi­ger Mes­se GmbH tat­säch­lich enden, und ob es zu einem für alle betei­lig­ten Prot­ago­nis­ten befrie­di­gen­den Ergeb­nis kom­men wird. Abge­sichts diver­ser Ver­hal­tens­wei­sen des Mes­se­ver­an­stal­ters in den letz­ten Jah­ren (fragt bei­spiels­wei­se mal Klein­ver­la­ge, wie lan­ge die im ver­gan­ge­nen Jahr auf die Abrech­nung der in den Mes­se­buch­hand­lun­gen ver­kauf­ten Bücher gewar­tet haben) hege ich dar­an star­ke Zwei­fel, aber man soll ja die Hoff­nung nie auf­ge­ben …

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STAR TREK DISCOVERY verschoben

Logo STAR TREK DISCOVERY

Im Janu­ar 2017 soll­te die neue Serie STAR TREK DISCOVERY star­ten. Doch dar­aus wird nichts, wie jetzt gemel­det wird, ver­schiebt sich der Start um sagen­haf­te vier Mona­te nach hin­ten, in den Mai. Eigent­lich hät­ten sie genug Zeit gehabt, die nur 13 Epi­so­den der ers­ten Staf­fel bis Janu­ar zu pro­du­zie­ren. Aller­dings waren in den ver­gan­ge­nen Mona­ten schon eini­ge Unge­reimt­hei­ten vor­aus­ge­gan­gen. Die Infor­ma­tio­nen tröp­fel­ten äußerst spar­sam und bis dato steht sogar immer noch aus, wer für die Rol­len der Crew des Raum­schiffs Dis­co­very besetzt wur­de. Ich gehe mal davon aus, dass die­se Beset­zung­pro­ble­me jetzt auch der Grund für die Ver­spä­tung sind.

Aller­dings ist die offi­zi­el­le Vari­an­te, dass das Krea­tiv­team Bryan Ful­ler und Alex Kurtzman um die Ver­schie­bung gebe­ten hät­ten, weil sie bis­her nur die Dreh­bü­cher für drei Epi­so­den hät­ten fer­tig stel­len kön­nen. Quel­len zufol­ge lag die Pro­duk­ti­on eigent­lich gut im Zeit­plan. Ful­ler und Kurtzman sagen in einem gemein­sa­men State­ment:

Brin­ging STAR TREK back to tele­vi­si­on car­ri­es a respon­si­bi­li­ty and mis­si­on: to con­nect fans and new­co­mers ali­ke to the series that has fed our ima­gi­na­ti­ons sin­ce child­hood. We aim to dream big and deli­ver, and that means making sure the demands of phy­si­cal and post-pro­duc­tion for a show that takes place enti­re­ly in space, and the need to meet an air date, don’t result in com­pro­mi­sed qua­li­ty. Befo­re hea­ding into pro­duc­tion, we eva­lua­ted the­se rea­li­ties with our part­ners at CBS and they agreed: STAR TREK deser­ves the very best, and the­se extra few months will help us achie­ve a visi­on we can all be proud of.

Das übli­che Bla­bla. Auf der ande­ren Sei­te kann man viel­leicht froh sein, wenn Ful­ler sich nicht dem Zeit­dik­tat von CBS unter­wirft und lie­ber dafür sorgt, dass die Show gut wird. Ange­sichts der diver­sen Que­re­len, die es jetzt bereits im Vor­feld gab, und wie geheim­nis­tue­risch man der­art kurz vor dem Start mit Infor­ma­tio­nen ist, bekom­me ich aller­dings lang­sam ein schlech­tes Gefühl. Eben­so wie die Tat­sa­che, dass die Show in den USA aus­schließ­lich über CBS´ kos­ten­pflich­ti­gen Strea­ming­dienst »All Access« zu sehen sein wird. Der Sen­der hofft offen­bar, mit der neu­en Serie hau­fen­wei­se zah­len­de Zuschau­er zu gene­rie­ren. Wenn sie sich da mal nicht täu­schen. Im Rest der Welt wird DISCOVERY via Net­flix zu sehen sein.

Logo STAR TREK DISCOVERY Copy­right CBS

Drei Teaser zu THE SON, dem TV-Western mit Pierce Brosnan

Auf AMC wird dem­nächst eine neue Wes­tern­se­rie mit dem Titel THE SON zu sehen sein. Pier­ce Bros­nan spielt dar­in den texa­ni­schen Pari­ar­chen Eli McCul­logh, der gebo­ren wur­de, als der Staat als unab­hän­gi­ge Repu­blik ent­stand. Jetzt hat die Fami­lie damit zu kämp­fen dass der wil­de Wes­ten lan­ge nicht mehr so wild ist wie frü­her. Neben Bros­nan spie­len Hen­ry Gar­rett, Zahn McC­lar­non, Pao­la Nuñez, Syd­ney Lucas u.a. Die Serie basiert auf einer Buch­rei­he von Phil­ipp Mey­er.

Ursprüng­lich soll­te Sam Neill die Rol­le von McCul­logh über­neh­men, der bekam aber offen­bar kal­te Füße und stieg aus.

THE SON soll offen­bar ein Epos wer­den, das meh­re­re Gene­ra­tio­nen über­spannt. AMC hat die Serie vom Fleck weg gekauft, ohne erst einen Pilo­ten pro­du­zie­ren zu las­sen, die zehn Epi­so­den wer­den irgend­wann in 2017 in den USA zu sehen sein. Regie füh­ren unter ande­rem Kevin Dow­ling und Tom Har­per, geschrie­ben haben Bri­an McGree­vy, Phil­ipp Mey­er, Kevin Mur­phy und Lee Ship­man.

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