Auf dem BuCon in Dreieich gab es in diesem Jahr einen Vortrag von Anja Bagus und Alex Jahnke mit dem Titel »Reality Check« Er dreht sich ums Schreiben, darum, wie man ein Autor wird und was einem dabei alles begegnen (Harpyien!) und passieren kann, sowie um Selfpublishing und Fakten zu den Themen und zum Buchmarkt.
Da ich Anjas und meinen Gemeinschaftsstand hüten sollte, konnte ich die Kamera leider nur hinstellen und musste dann wieder entschwinden, deswegen ist das Video leider ein wenig … statisch … ;) Mein besonderer Dank muss hier dem Tütenknisterer gelten, der seinen Jab am Anfang wirklich ernst genommen hat.
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Am Samstag wurde auf dem Buchmessecon wie in jedem Jahr der Deutsche Phantastik Preis in verschiedenen Kategorien vergeben (auf der Webseite findet man auch eine Liste aller Nominierten, die es in die Endrunde geschafft haben). Es handelt sich um einen Publikumspreis, Vorschläge konnten in der Nominierungsrunde bis zum 7. Juni von jedermann/frau abgegeben werden, die Hauptrunde lief dann bis zum 19. Juli. Abgestimmt wurde über Veröffentlichungen aus dem Kalenderjahr 2014. PhantaNews gratuliert allen Gewinnern.
Christian Humberg & Andrea Bottlinger: Geek, Pray, Love: Ein praktischer Leitfaden für das Leben, das Fandom und den ganzen Rest (Cross Cult)
Am Samstag dem 24. Oktober 2015 findet im Kunsthaus in Essen eine Festlichkeit zur Veröffentlichung der Romane RHEINGOLD (Anja Bagus) und AETHERAGENTEN (Tanja Schierding) statt.
RHEINGOLD ist der Abschluss der zweiten in der Ætherwelt spielenden Trilogie von Anja Bagus, AETHERAGENTEN ist ein Spinoff-Roman, der in derselben Welt spielt, allerdings nicht im deutschen Kaiserreich, sondern im England des frühen 20. Jahrhunderts.
Natürlich wird aus den beiden Werken gelesen werden, es haben sich jedoch auch noch weitere Gäste mit Lesungen angesagt:
Thorsten Küper trägt seine Geschichte PRUDENCES REGIMENT aus dem STEAMPANOPTIKUM vor
Clara Lina Wirz liest ebenfalls aus dem STEAMPANOPTIKUM, um Besucher, die nicht genau wissen, was »Steampunk« eigentlich ist, zu erleuchten.
Christian Krumm wird mittels einer Lesung aus AT DAWN THEY SLEEP die Lachmuskeln in Gang bringen.
Und am Ende werden alle Vortragenden zusammen gemeinsam eine szenische Lesung veranstalten, das hat es so noch nie gegeben.
Weiterhin wird die »nullte Episode« der Webserie ÆTHERANGELEGENHEITEN gezeigt werden (deren Inhalt an Anja Bagus´ Bücher angelehnt ist) und es werden mehrere Stargäste anwesend sein.
Die Autoren stehen nach den Lesungen für Fragen zur Verfügung und signieren selbstverständlich auch ihre Bücher.
Die Veranstaltung findet statt am 24.10.2015 ab 14:00 Uhr (Ende offen), die Lokation ist:
In meinen Augen ist es geradezu widerwärtig zu nennen, wie der Börsenverein sich über die Stärkung der Rechte des Urhebers in einem Entwurf des Urheberrechts echauffiert. Bisher sind die Verwerter deutlich im Vorteil, was Rechte angeht und können den Urhebern Knebelverträge diktieren, beispielsweise was Laufzeiten angeht. Das führt unter anderem dazu, dass Bücher in der Versenkung verschwinden, weil sie nicht nachproduziert werden, der Verlag aber auch die Rechte nicht freigibt, damit diese an den Autor zurückfallen können. Völlig grotesk wird die Lage bei eBooks: Wenn die Vertragsklausel bei Printbüchern noch lautet, dass die Rechte an den Autor zurückfallen, wenn das Buch eine gewisse Zeit lang nicht erhältlich war, ist das bei eBooks quasi nie so, der Urheber wird die Rechte also nie zurück erhalten.
In der Novellierung des Urheberrechts soll diese Zeit auf fünf Jahre begrenzt werden. Wenn ein anderer Anbieter dann für die Rechte mehr bezahlt, darf der Autor diese zurückfordern und an den neuen Anbieter vergeben.
Matthias Ulmer, Vorsitzender des Verleger-Ausschusses des Börsenvereins, äußert sich kritisch. Unter anderem darüber, dass sich ein Buch in fünf Jahren noch nicht amortisiert haben könnte.
Der Gesetzentwurf des BMJV sieht unter anderem vor, dass Autoren ihre Verlagsverträge nach fünf Jahren durch Rückruf beenden können. Dazu sollen sie berechtigt sein, wenn ihnen ein Verwerter, der an den Investitionen des Ursprungsverlags in das Werk und an dessen wirtschaftlichem Risiko nicht beteiligt war, für die Weiternutzung z.B. einen hohen Vorschuss bietet. Der ursprüngliche Vertragspartner hat dann lediglich eine Art Vorkaufsrecht. Das gilt auch dann, wenn er sich aufgrund noch nicht amortisierter Investitionen in das Werk gegenüber dem neuen Bieter in einer ruinösen Wettbewerbssituation befindet. [Quelle]
Darf ich mal lachen? Die meiste Massenware abseits von Bestsellern ist doch nach fünf Jahren nur noch in der Backlist zu finden, wenn man viel Glück hat. Die wurde inzwischen schon lange auf dem Remittenden-Grabbeltisch verramscht. Bei Bestsellern sieht die Sache natürlich deutlich anders aus, aber bei denen hat man dann sicherlich bereits genug Umsatz gemacht, dass sich die Sache für Verlag (und vielleicht sogar Autor) lohnte.
Die Lösung ist eigentlich einfach: Zufriedene Autoren bleiben beim Verlag. Wenn man diese also nicht am ausgestreckten Arm verhungern lässt und fair behandelt, dann werden diese sicherlich weiter mit dem Verlag arbeiten, der sie erfolgreich gemacht hat. Macht ein anderer Verlag ein deutlich besseres Angebot, dann ist das Werk offensichtlich auch deutlich mehr wert, als der erste Vertragspartner zahlen möchte. Eigentlich sind das in einer Marktwirtschaft völlig normale Vorgänge, aber wenn man sein Haupt selig auf dem weichen Kissen der Buchpreisbindung betten kann, mag einem das möglicherweise nicht klar sein. Ein weiterer Grund dürfte sein, dass etliche Verleger (und andere Mitspieler in der Buchbranche) immer noch nicht verstanden haben, oder die Augen davor verschließen, dass wir nicht mehr in den 1980ern leben.
Der Verweis auf Kleinverlage zieht in meinen Augen nicht, da diese nach meinen Erfahrungen den Autoren ohnehin bessere und fairere Konditionen bieten, als große Publikumsverlage. Die kleinen agieren mit den Urhebern auf Augenhöhe, statt vom hohen Ross herab.
Es dürfte aber klar sein, dass der Börsenverein des Deutschen Buchhandels seine gesamte Lobbymacht in die Wagschale werfen wird, um autorenfreundliche und seit Jahren überfällige Verbesserungen der Gesetzeslage zugunsten der Urheber zu verhindern. Die Musikindustrie wird das ebenfalls tun. Es sollte also keinen wundern, wenn am Ende aufgrund dieser Lobbyeinflüsse ein Gesetz herauskommt, das die Urheber noch schlechter stellt, als es jetzt bereits der Fall ist.
Die Verwerter sind exakt das: Verwerter. Sie schaffen selbst nichts Kreatives, sie verkaufen ausschließlich das Werk Dritter, der eigentlichen Urheber. Und ich wiederhole mich: Deren Rechte müssen im Rahmen einer Urheberrechtsnovelle deutlich gestärkt werden. Die aktuellen Verwerterrechte sind viel zu umfangreich, zu ausufernd, sie benachteiligen die Werkschaffenden. Und wenn die Verwerter von »Urheberrechten« sprechen, wenn sie gegen angebliche Raubkopien wettern, dann meinen sie diese nicht tatsächlich, sondern ausschließlich ihre Verwerterrechte.
Wir brauchen aber mehr Rechte für die Urheber. Dringend. Gesetze müssen zuerst dem Bürger dienen, nicht irgendwelchen Firmeninteressen.
Die Deutsche Tolkien Gesellschaft hat eine grandiose Aktion aus der Taufe gehoben, mit der sie Flüchtlinge unterstützen will. Sie schreiben auf ihrer Webseite:
Flucht und Vertreibung sind in Tolkiens Universum zentrale Themen: Die Númenorer, die nach Mittelerde flüchten, weil ihre Heimat nicht mehr existiert, die Zwerge, die von Smaug aus ihrem Zuhause vertrieben werden, die Rohirrim, die aus Angst vor dem Krieg in Helms Klamm Zuflucht suchen.
Um Geld für reale Flüchtlinge hier bei uns zu sammeln hat die Gesellschaft zwei Poster erstellt, die man bei ihr bestellen kann. Ein Poster kostet 4,00 Euro zzgl. 1,45 EUR Porto. Von den Einnahmen gehen 3,20 Euro an die Flüchtlingshilfe des Arbeiter-Samariter Bundes.
Beide Motive sind auch auf dem Tolkien Tag Hannover (03.–04.10.2015), am DTG-Stand auf der Ring*Con (06.–08.11.2015) und auf dem Tolkien Lesefest in Kempen (21.11.2015) erhältlich.
Welcher STAR TREK-Fan hat sich nicht schon einmal gewünscht, durch die USS Enterprise zu laufen. Jason ist einer dieser Fans, der über sich selbst sagt, dass TNG seine Kindheit geprägt hat, er will diesen Traum mit einem ambitionierten Projekt realisieren: Er will die gesamte (!) NCC-1701‑D in der aktuellen Unreal Engine 4 nachbauen. Also nicht nur die aus Serie bekannten sets, sondern das gesamte Schiff. Schon das Demo-Video, in dem man einen Shuttle-Anflug, die Shuttlebay und danach ein wenig vom Schiff sieht, ist überaus eyecandy und beeindruckend. Jason sieht das Ganze wie eine Art Museum. Geplant ist eine Finanzierung des epischen Unterfangens durch Crowdfunding via Kickstarter und Patreon, dabei soll das Ganze auch eine Umsetzung für die Oculus Rift erhalten. Nerdgasm!
Die Umsetzung des Innenlebens des Raumschiffs basiert zum einen auf den offiziellen Blueprints von Rick Sternbach, den inoffiziellen Risszeichnungen von Ed White und zuletzt natürlich Extrapolation durch den Künstler. Dabei sollen Vorschläge und Ideen der Community selbstverständlich mit eingehen. Jason sucht ganz sicher auch noch Hilfe bei der Umsetzung, derzeit arbeitet er alleine an dem Projekt. Alle weiteren informationen auf der Webseite des Enterprise‑D Construction Projects.
Shut up and take my money!
(Man beachte bei zehn Minuten das kleine Toilettengimmick! :D)
Die Phantastik-Autorin und Musikerin Ju Honisch wird am 27. September 2015 ab 18:00 Uhr in Bonn aus ihren Werken lesen. Ort des Geschehens ist das Rollen- und Brettspieler-Café »Voyager«.
Gelesen wird aus SCHWINGEN AUS STEIN, dabei handelt es sich um einen Phantastikroman mit historischem Hintergrund, der im 19. Jahrhundert spielt. Der Roman wurde im Jahr 2014 mit dem Seraph auszgezeichnet. Wenn danach noch Zeit ist, gibt zu zudem eine Kostprobe aus DIE QUELLEN DER MALICORN, einem Buch um Einhörner, die aber garantiert weder sonderlich romantisch sind, noch irgendwie glitzern.
Dabei sollte man sich nicht darauf einstellen, dass da einfach nur eine Autorin an einem Tisch sitzt und monoton aus ihrem Werk liest. Ganz im Gegenteil: Ju stellt ihre Protagonisten mit verschiedenen Stimmlagen dar und erweckt sie so zum Leben.
Gestern fand im Microsoft Theater in Downtown Los Angeles die 67. Verleihung der Primetime Emmy Awards statt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Andy Samberg. Verliehen werden die Emmys von der Academy of Television Arts & Sciences.
Großer Abräumer mit zwölf Auszeichnungens ist fraglos HBOs Fantasyserie GAME OF THRONES nach den Büchern von George R. R. Martin, nominiert war die Show vierundzwanzigmal. Das ist Rekord. Mit sechs Preisen konnte die Miniserie OLIVE KITTERIDGE nach Hause gehen. Ebenfalls bemerkenswert die Comedy-Serie VEEP. Den Emmy für den besten Schauspieler erhielt Jon Hamm (MAD MEN), die Auszeichnung für die beste Schauspielerin ging an Viola Davis (HOW TO GET AWAY WITH MURDER). Bester Nebendarsteller wurde Peter Dinklage (GAME OF THRONES), beste Nebendarstellerin ist Uzo Aduba (ORANGE IS THE NEW BLACK).
Im Folgenden die gesamte Liste der Nominierten und Gewinner.
Auch im August hat Erik Schreiber wieder viel gelesen und fasst seine Meinungen zu den Büchern im PHANTASTISCHEN BÜCHERBRIEF zusammen. Neben Büchern geht es aber auch noch um Hörspiele und Comics.
Dabei geht es unter anderem um Folgendes:
Deutsche Phantastik: Wolf von Niebelschütz – Der blaue Kammerherr, Markus Heitz – Exkarnation – Seelensterben, David Falk – Die letzte Bastion.
Internationale Phantastik: Brandon Sanderson – Der Rithmatist, Kass Morgan – Die 100, C. C. Hunter – Im Sternenlicht.
Vom 06. bis zum 8. November 2015 findet im NRW-Forum Düsseldorf eine überaus spannende Veranstaltung zum Thema Cyborgs und Transhumanismus statt. Die Veranstalter schreiben dazu auf Facebook:
Anlässlich »EGO UPDATE. Die Zukunft der digitalen Identität« findet im NRW-Forum Düsseldorf vom 6. bis 8. November 2015 die welterste Cyborg-Messe statt. Mitorganisiert und co-kuratiert wird die Veranstaltung unter anderem von dem Cyborg e.V., der Gesellschaft zur Förderung und kritischen Begleitung der Verschmelzung von Mensch und Technik. Geplant sind Messestände, Vorträge und Live-Acts wie Performances oder Konzerte sowie ein offenes Barcamp.
Das finde ich überaus spannend, Transhumanismus und »Verbesserung« des Menschen durch technische Hilfsmittel ist ein Thema, das mich schon lange interessiert. Nicht erst seit Cyberpunk und Shadowrun. :) Da ich auch entsprechende Medienberichte immer gespannt verfolge (beispielsweise in Sachen Implantate oder Mensch/Maschine-Interfaces), werde ich mir die Cyborgmesse definitiv mal ansehen.
Das NRW-Forum findet man unter der Adresse Ehrenhof 2, 40479 Düsseldorf, mehr zur Veranstaltung auch auf Facebook.
Promografik Copyright NRW-Forum Kultur und Wirtschaft e.V. i.L.
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