Buch

Tolino-Allianz schiebt ein Selfpublishing-Portal

Screenhsot Buchreport

Was die Über­schrift uns sagen soll? Das habe ich mich auch gefragt. Der Buch­re­port schrieb in einem Arti­kel mit dem Titel ANGRIFF AUF AMAZON wört­lich:

Der Toli­no-Ver­bund schiebt Ende April ein eige­nes Self­pu­bli­shing-Por­tal.

Wei­ter heißt es (Her­vor­he­bun­gen von mir):

Dort kön­nen Autoren kön­nen eige­ne E‑Books erstel­len und ver­kau­fen.

Dem Arti­kel zufol­ge sol­len die Kon­di­tio­nen zumin­dest was die Tan­tie­men angeht so sein wie bei Ama­zon, näm­lich 70% für den Self­pu­blisher.

Auch wenn es zu begrü­ßen ist, dass sich eine Platt­form neben Ama­zon bil­det, möge man mir ver­zei­hen, wenn ich skep­tisch bin. Hin­ter toli​no​-media​.de ste­hen Welt­bild, Hugen­du­bel, Ber­tels­mann, Tha­lia und Libri, »und ande­re«, also Anbie­ter, die tief und fest in der Buch­bran­che mit ihren uralten Riten ver­an­kert sind. Man wird die Nut­zungs­be­din­gun­gen abwar­ten müs­sen, um zu sehen, ob sich die Ver­lags­ab­le­ger wie­der (wie immer) unmä­ßi­ge Nut­zungs­rech­te ein­räu­men wol­len – ich gehe davon aus, dass es so sein wird. Ama­zon räumt sich gar nichts ein, nur das Recht, die eBooks ver­kau­fen zu dür­fen.

Zudem geht es offen­bar nur um eBooks, via Ama­zon kann man auf ver­gleichs­wei­se ein­fa­che Art und Wei­se auch Print­bü­cher anbie­ten.

Ende April wis­sen wir mehr, falls sie den Ter­min tat­säch­lich ein­hal­ten.

[Update 11:25 Uhr:] Ergän­zen­de Infor­ma­tio­nen bei Mat­thi­as Mat­ting. Da heißt es sogar, dass die Self­pu­bli­shing-Bücher »in den Rega­len der Buch­händ­ler ste­hen sol­len« und es ISBNs kos­ten­los dazu geben wird.

Screen­shot Buch­re­port Copy­right Buch­re­port, Illus­tra­ti­on Copy­right Toli­no Media GmbH

Cover und Inhalt: Jim Butchers THE AERONAUT´S WINDLASS

Cover "The Aeronaut´s Windlass"

Neu­lich hat­te ich berich­tet, dass spä­ter im Jahr ein Steam­punk-Roman von Jim But­cher erschei­nen wird. Der ist der ers­te aus einer Rei­he namens THE CINDER SPIRES und trägt den Titel THE AERONAUT´S WINDLASS. Jetzt gibt es nicht nur ein Cover­bild, son­dern auch noch eine Inhalts­an­ga­be. Von Jim hins­elf auf sei­ner Face­book­sei­te.

Sin­ce time imme­mo­ri­al, the Spi­res have shel­te­red huma­ni­ty, towe­ring for miles over the mist-shrou­ded sur­face of the world. Within their halls, aris­to­cra­tic hou­ses have ruled for gene­ra­ti­ons, deve­lo­ping sci­en­ti­fic mar­vels, fos­te­ring trade alli­ances, and buil­ding fleets of air­ships to keep the peace.
Cap­tain Grimm com­mands the mer­chant ship, Pre­da­tor. Fier­ce­ly loy­al to Spi­re Albi­on, he has taken their side in the cold war with Spi­re Auro­ra, dis­rupt­ing the enemy’s ship­ping lines by attack­ing their car­go ves­sels. But when the Pre­da­tor is sever­ely dama­ged in com­bat, lea­ving cap­tain and crew groun­ded, Grimm is offe­red a pro­po­si­ti­on from the Spi­re­arch of Albion—to join a team of agents on a vital mis­si­on in exch­an­ge for ful­ly res­to­ring Pre­da­tor to its fight­ing glo­ry.
And even as Grimm under­ta­kes this dan­ge­rous task, he will learn that the con­flict bet­ween the Spi­res is mere­ly a pre­mo­ni­ti­on of things to come. Humanity’s anci­ent ene­my, silent for more than ten thousand years, has begun to stir once more. And death will fol­low in its wake …

THE AERONAUT´S WINDLASS erscheint am 29. Sep­tem­ber 2015, zwi­schen­durch hieß es auf Ama­zon mal, er käme bereits Anfang Juli raus, aber das wur­de offen­bar wie­der revi­diert. Wie auch immer: Shut up and take my money! Schon lan­ge vor­be­stellt.

Quel­le Text: Jim But­cher, Cover­ab­bil­dung Copy­right Roc

Trailer: MARA UND DER FEUERBRINGER

Soll­te der Film MARA UND DER FEUERBRINGER nach dem Roman von Tom­my Krapp­weis das jahr­zehn­te­lan­ge fins­te­re Tal des deut­schen Phan­tas­tik­fil­mes tat­säch­lich been­den? Zu wün­schen wäre es. Der Mode­ra­tor nervt lei­der, da muss man durch (nach dem Trai­ler schnell abbre­chen!). Und selbst­ver­ständ­lich schüt­telt man hier­zu­lan­de nicht mal eben einen Film mit Spe­zi­al­ef­fek­ten auf WETA-Niveau aus dem Ärmel, dafür sind die Film­bud­gets gar nicht hoch genug. Aber ich fin­de, das sieht tat­säch­lich viel­ver­spre­chend aus.

Es spie­len unter ande­rem Lili­an Prent, Jan Josef Lie­fers, Esther Schweins und Chris­toph Maria Herbst als Loki, Regie führ­te Tom­my Krapp­weis selbst.

Deut­scher Kino­start ist am 2. April 2015. Bespre­chung folgt.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
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Jason Momoa als Aquaman

Zack Sny­der hat da ein Bild get­wit­tert. Wer immer noch glaubt, das mit Jason Mom­oa als Aqua­man sei eine Schnaps­idee gewe­sen, soll­te dar­über viel­leicht noch­mal nach­den­ken. Auch die Bin­sen­weis­heit »kei­ner will Aqua­man sein« aus THE BIG BANG THEORY könn­te sich in Zukunft wohl mög­li­cher­wei­se ändern … Nur war­um er Herz­chen auf dem einen Schul­ter­pan­zer hat, weiß ver­mut­lich kei­ner … :)

Aquaman

Pro­mo­fo­to Copy­right War­ner Bros.

Mal wieder: DRAGONRIDERS OF PERN – der Film

Cover: Anne McCaffrey - Dragonflight

Es war seit vie­len Jah­ren immer wie­der im Gespräch Anne McCaf­freys Rei­he um die DRACHENREITER VON PERN für irgend­ei­nen Bild­schirm umzu­set­zen, sei es für den klei­nen zuhau­se oder für die Kino­lein­wand. Ich selbst habe hier auf Phan­ta­News bereits berich­tet. Die letz­te grö­ße­re Mel­dung ist von 2011, damals woll­ten War­ner Bros. einen Film machen, die Pre­pro­duc­tion hat­te sogar bereits begon­nen, eben­so wie der Kulis­sen­bau, doch dann zog man uner­war­te­ter­wei­se den Stöp­sel.

Nicht zuletzt ange­sichts des Erfolgs von GAME OF THRONE möch­te War­ner es nun offen­bar noch­mal ver­su­chen, zumin­dest mel­det das unter ande­rem Dead­line.

DRA­GON­RI­DERS OF PERN er­zählt die Ge­schichte von ter­ra­ni­schen Ko­lo­nis­ten, die es auf eine res­sour­cen­arme Welt na­mens Pern ver­schlägt, die dort ihre Her­kunft ver­ges­sen und in ein mit­tel­al­ter­li­ches Sys­tem zu­rück­fal­len. Un­ge­fähr alle 200 Jah­re nä­hert sich ein an­de­rer Pla­net der Um­lauf­bahn Perns, der so­ge­nannte »Rote Stern«. Von des­sen Ober­flä­che lö­sen sich ei­för­mige Kap­seln, die in der At­mo­sphäre töd­li­che, al­les ver­schlin­gende fa­den­för­mige Spo­ren ent­wi­ckeln. Nur Feu­er, Was­ser Stein und Me­tall ver­mö­gen et­was ge­gen die tod­brin­gende Be­dro­hung aus­zu­rich­ten — um der Ge­fahr Herr zu wer­den, züch­tet man die ein­hei­mi­schen feu­er­spei­en­den Flu­gech­sen und es ent­steht die ein­fluss­rei­che Macht­gruppe der Dra­chen­rei­ter.

Invol­viert sind dies­mal als Pro­du­zen­ten Drew Cre­vel­lo (X‑MEN) und Julia Spi­ro (NOW YOU SEE ME). Offen­bar hat man das bereits vor­han­de­ne alte Mate­ri­al ver­wor­fen und möch­te bei Null begin­nen. Mög­li­cher­wei­se hält man bei War­ner die Ver­fil­mung jetzt auf­grund der enor­men Fort­schrit­te bei com­pu­ter­ge­nerier­ten Spe­zi­al­ef­fek­ten für durch­führ­ba­rer als frü­her. Ob es wohl dies­mal etwas wer­den wird? Bei der wech­sel­haf­ten Geschich­te einer Umset­zung des Stof­fes soll­te man sich nicht zu früh freu­en.

Co­ver DRA­GON­F­LIGHT (1968) Co­py­right Ballan­tine Books

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DIE CHRONIKEN DER SEELENWÄCHTER – Urban Fantasy-Reihe bei Greenlight

Cover Seelenwaechter

DIE CHRONIKEN DER SEELENWÄCHTER ist eine Urban Fan­ta­sy-Rei­he von Nico­le Böhm, die als eBook und Taschen­buch bei Green­light Press erscheint. Die Serie wur­de soeben als »bes­tes Debüt« für den Seraph nomi­niert.

Ein Ver­mächt­nis aus tiefs­ter Ver­gan­gen­heit stürzt das Leben von Jess ins Cha­os. Als ein magi­sches Ritu­al anders endet, als erwar­tet, wird sie nicht nur mit den gefähr­li­chen Schat­ten­dä­mo­nen kon­fron­tiert, auch die gehei­me Loge der See­len­wäch­ter greift in ihr Leben ein. Als wäre das nicht genug, scheint ihre Fami­li­en­ge­schich­te direkt mit dem ewi­gen Kampf zwi­schen Licht und Schat­ten ver­knüpft.

Magie, Mys­tery, gefähr­li­che Rät­sel und eine dra­ma­ti­sche Lie­be defi­nie­ren den ewi­gen Kampf zwi­schen den See­len­wäch­tern und den Schat­ten­dä­mo­nen. Nico­le Böhm ver­knüpft uralte Sagen mit Ereig­nis­sen der Gegen­wart.

Die Roma­ne der Serie erschei­nen monat­lich als eBook mit einem Umfang von ca. 150 Sei­ten, alle zwei Mona­te wer­den sie auch als Taschen­buch gedruckt. Der Preis für die eBooks liegt bei 2,49, der ers­te Band ist für 99 Cent zu haben. Für die Print­ver­sio­nen muss man 9,90 Euro berap­pen. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen auf der Web­sei­te des Pro­jekts.

Nicole Böhm

Zur Autorin: Nico­le Böhm wur­de 1974 in Ger­mers­heim gebo­ren. Sie reis­te mit 20 Jah­ren nach Phoe­nix, Ari­zo­na, um Zei­chen- und Schau­spiel­un­ter­richt am Glend­a­le Com­mu­ni­ty Col­lege zu neh­men. Es folg­te eine Aus­bil­dung an der Ame­ri­can Musi­cal and Dra­ma­tic Aca­de­my in New York, bei der sie ihre Schau­spiel­kennt­nis­se ver­tief­te. Das Gelern­te setzt sie heu­te ein, um ihre Cha­rak­te­re zu ent­wi­ckeln. Sie leb­te ins­ge­samt drei Jah­re in Ame­ri­ka und bereis­te diver­se Städ­te in den USA und Kana­da, die nun als Schau­plät­ze ihrer Geschich­te die­nen.
Nach eini­gen klei­ne­ren Enga­ge­ments kehr­te sie zurück nach Deutsch­land, wo sie als Assis­ten­tin einer Rechts­ab­tei­lung arbei­tet. Sie foto­gra­fier­te jah­re­lang neben­be­ruf­lich für eine Tier­fo­to­agen­tur und ver­kauf­te ihre Fotos an Bücher oder Maga­zi­ne. Zur­zeit lebt sie mit ihrem Mann und Pferd Bas­hir in der Dom­stadt Spey­er. Sie ist Mit­glied im Bun­des­ver­band jun­ger Autoren und erstellt ihre eige­nen Gra­fi­ken für ihre Geschich­te.

Seit August 2014 läuft ihre eige­ne Serie DIE CHRONIKEN DER SEELENWÄCHTER. Sie schrieb außer­dem Band 2 der Jugend­buch­kri­mi­rei­he EIN M.O.R.D.S‑TEAM« und steu­er­te als Gast­au­tor zusam­men mit Andre­as Sucha­nek für Bast­eis End­zeit­se­rie MADDRAX eine Fol­ge bei.

Neben ihrer Tätig­keit als Autorin hat sie zudem Illus­tra­tio­nen zur Serie bei­gesteu­ert.

Illus Seelenwächter

Cover­ab­bil­dung Copy­right Green­light Press, Bild Nico­le Böhm und Illus­tra­tio­nen Copy­right Nico­le Böhm

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Kleinverlage und der Buchhandel – Keinen Bock, Bücher zu verkaufen?

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In der ein­ge­schränk­ten schwarz-weiß-Welt­sicht des Buch­han­dels ist die Lage klar. Ama­zon wur­de als das Böse an sich aus­ge­macht und man wird nicht müde, dar­auf hin­zu­wei­sen, dass man dort gefäl­ligst nicht kau­fen soll. Mit teil­wei­se außer­or­dent­lich hane­bü­che­nen Begrün­dun­gen und völ­lig außer Acht las­send, dass der Onlin­ever­sen­der aus den USA ins­be­son­de­re im Bereich Kun­den­freund­lich­keit die Nase Licht­jah­re weit vor­ne hat. Man ver­sucht die Leser mit so halb­ga­ren Kam­pa­gnen wie »Vor­sicht! Buch!« oder »Buy Local« zu gewin­nen, statt ein­fach bes­ser zu wer­den.

Dass der Slo­gan »Vor­sicht! Buch!« aber auch in ganz ande­rer Hin­sicht stimmt, beweist ein Arti­kel von »Sei­ten­flü­gel«, auf den ich heu­te hin­ge­wie­sen wur­de. Dar­in beklagt man sich kon­kret über einen unwil­li­gen Buch­han­del, der offen­bar nicht die gerings­te Lust hat, Bücher zu ver­kau­fen, sobald sie außer­halb des Main­streams oder der gro­ßen Ver­la­ge lie­gen. Da heißt es:

Wir küm­mern uns nun seit einem Jahr ver­stärkt um unser Buch­pro­gramm, das bis dahin ein Neben­ge­schäft war. Und unse­re Ana­ly­sen der Bran­che sind fatal: Der klas­si­sche Buch­han­del blo­ckiert sich selbst. Ama­zon hat all unse­re Bücher immer auf­ge­nom­men, ange­bo­ten, auf Lager bestellt, damit sie jeder­zeit lie­fer­bar sind. Die Groß­ein­käu­fer des sta­tio­nä­ren Buch­han­dels (KNV, Libri, Umbreit) sind da viel trä­ger, nach­läs­si­ger.

Den Rest des Arti­kel soll­te man sich mal auf der Zun­ge zer­ge­hen las­sen, ins­be­son­de­re die kon­kre­ten Fäl­le, die genannt wer­den. Man kann nur ver­mu­ten, dass vie­le Buch­händ­ler in einem Uni­ver­sum fern ab jeg­li­cher Rea­li­tät leben, ein­ge­ku­schelt in das war­me, wei­che Kis­sen aus jahr­zehn­te­lan­ger Preis­bin­dung und die feh­len­de Not­wen­dig­keit kauf­män­ni­schen Den­kens.

Einen ganz ähn­li­chen Ton schlug neu­lich Joa­chim Kör­ber von der Edi­ti­on Phan­ta­sia auf Ste­glitz­Mind an. Der Arti­kel ist beti­telt mit »Ich habe oft den Ein­druck, dass dem deut­schen Buch­han­del nichts fer­ner liegt, als Bücher zu ver­kau­fen.« Denn auch sei­ne Erfah­run­gen mit Buch­hand­lun­gen sind seit Jah­ren ver­gleich­bar schlecht wie die aus dem oben genann­ten Bei­spiel.

Wir haben anfangs eine Men­ge Geld aus­ge­ge­ben und Adres­sen von Buch­händ­lern beim Bör­sen­ver­ein gekauft, haben Wer­be­ak­tio­nen und Mai­lings gemacht, und die Reso­nanz war gleich null. Ich habe oft den Ein­druck, dass dem deut­schen Buch­han­del nichts fer­ner liegt, als Bücher zu ver­kau­fen.

Auch die­ses Inter­view außer­st lesens­wert.

Ich habe hier schon des Öfte­ren Ähn­li­ches behaup­tet, da mir sol­che Infor­ma­tio­nen bereits unter der Hand von Klein­ver­la­gen bzw. deren Mit­ar­bei­tern gesteckt wur­den. Mit der Bit­te, kei­ne Namen zu nen­nen. War­um, kann man sich leicht vor­stel­len. Des­we­gen fin­de ich es umso schö­ner, und über­aus mutig, dass das The­ma jetzt auf die­se Wei­se ein wenig öffent­li­cher gemacht wird. ich habe aller­dings die Befürch­tung, dass die ach so heh­ren Ver­fech­ter der Buch­han­dels­ethik, die es angeht, davon wie­der mal nichts mit­be­kom­men wer­den. Oder es ihnen wei­ter­hin egal ist.

Und wenn man als Klein­ver­le­ger mit vor­han­de­ner ISBN und teu­er bezahl­tem VLB-Ein­trag schon die­se Pro­ble­me hat, dann kann man sich vor­stel­len, wie es Self­pu­blishern geht.

Bild: Buch­hand­lung, aus der Wiki­pe­dia, gemein­frei.

Kostenlos als eBook: DAS MONDMALHEUR von Anette Kannenberg

Promo Mondmalheur

Der Sci­ence Fic­tion-Roman mit sati­ri­schen Unter­tö­nen DAS MONDMALHEUR von Anet­te Kan­nen­berg ist in sei­ner eBook Ver­si­on ab heu­te für zwei Tage kos­ten­los bei Ama­zon zu bekom­men. Da soll­te man gar nicht erst lan­ge nach­den­ken, son­dern run­ter­la­den. Wer­be­text:

DAS MONDMALHEUR ist ein kurz­wei­li­ger und nicht ganz ernst­zu­neh­men­der Roman über Raum­zei­tega­li­sie­rer, Mond­stein kacken­de Bak­te­ri­en, über die ganz gro­ße, klein­ge­re­de­te Kata­stro­phe und den Ver­such, die Erde vor dem end­gül­ti­gen Unter­gang zu ret­ten. 
Er han­delt von Ver­schwö­rung, Poli­tik und Freund­schaft, ist mal sati­risch, mal dra­ma­tisch, aber zum Glück skur­ril genug, um sich das, um Him­mels wil­len, nicht anmer­ken zu las­sen. 
Humor­vol­le Ein­fäl­le und char­man­te Prot­ago­nis­ten bil­den gemein­sam eine absur­de Sto­ry, deren höchs­ter Zweck es ist, den Leser zum Schmun­zeln zu brin­gen, ihn irri­tiert mit dem Kopf schüt­teln und dabei den eige­nen Geis­tes­zu­stand – oder zumin­dest den der Autorin – anzwei­feln zu las­sen. 

Das Leben von Cor­ne­li­us Wichgre­ve, Gra­vi­ta­ti­ons­exper­te und Erfin­der der hoch­ge­ju­bel­ten Sky­le­vi­tys, wird kom­plett durch­ein­an­der gewor­fen, als der welt­weit füh­ren­de Mine­ral­öl­kon­zern Cos­mO­re Indus­tries ihm einen Job auf dem Mond anbie­tet. Zusam­men mit dem sozio­pho­ben Bak­te­rio­lo­gen Mur­ray und dem selbst­er­nann­ten Luna­lo­gen Vla­di­mir soll er dort den Abbau des neu ent­deck­ten Super­ele­men­tes Tutto­fa­ri­um ver­ein­fa­chen. Doch als Mur­ray plötz­lich nach Peru ver­setzt wird und ein Prak­ti­kant des­sen Auf­ga­ben über­nimmt, pas­siert das Unglaub­li­che, und Cor­ne­li­us wird in eine Ver­schwö­rung hin­ein­ge­zo­gen, die in eine welt­um­span­nen­de Kata­stro­phe mün­det.

Die Buch­fas­sung ist beein­dru­cken­de 496 Sei­ten stark und kos­tet 14,98, für das eBook muss man nor­ma­ler­wei­se 4,99 Euro berap­pen.

Gra­fik Copy­right Anet­te Kan­nen­berg

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THE CINDER SPIRES – Steampunk-Serie von Jim Butcher

Jim Butcher 2011

Als gro­ßer Fan des US-Autoren Jim But­cher und des­sen Rei­he DRESDEN FILES fan­ge ich mal spon­tan das Hyper­ven­ti­lie­ren an. Roc Books wird im Sep­tem­ber den ers­ten Teil einer neu­er Steam­punk-Serie aus sei­ner Feder ver­öf­fent­li­chen. Die Rei­he trägt den Titel THE CINDER SPIRES, der ers­te Roman heißt THE AERONAUT´S WINDLASS.

Die Rei­he wird beschrie­ben als »Hora­tio Horn­blower trifft die Liga der außer­ge­wöhn­li­chen Gen­tle­men – es ist eine fan­tas­ti­sche, krea­ti­ve, neue Serie um Luft­schif­fe, Frei­beu­ter, Krie­ger­mön­che und ver­rück­te Zau­be­rer«. Wei­ter heißt es:

The Cin­der Spi­res is set in a fasci­na­ting new world, whe­re an anci­ent evil has awo­ken, plung­ing the world into a shroud of mists fil­led with mons­trous and fan­ta­stic crea­tures. The fate of huma­ni­ty will rest on the loyal­ty and cou­ra­ge of a sin­gle airship’s crew.

Shut the eff up and take my money. Das habe ich doch soeben mal spon­tan und unbe­se­hen vor­be­stellt. Wo ist mei­ne Zeit­ma­schi­ne?

Dank an Cynx fürs Fin­den.

Bild: Jim But­cher 2011 auf dem Nor­west­con 34, von Non­se­qui­tur­lass und Kel­ly, aus der Wiki­pe­dia, CC BY-SA

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»Erniedrige dich selbst« für Autoren auf der Leipziger Buchmesse

LogoLeipzigerBuchmesse

Man fasst es kaum, aber das Bör­sen­blatt nennt das Gan­ze auf sei­ner Face­book­sei­te ein »span­nen­des Event­for­mat«. Wor­um es geht? Es wird zum einen »Meet & Greet«, zum ande­ren »eine Art Speed­da­ting« genannt. Am Sonn­tag der Leip­zi­ger Buch­mes­se dür­fen »Nach­wuchs­au­to­ren« in Kon­takt mit Ver­la­gen und Agen­ten tre­ten. Wie über­aus groß­zü­gig. Dafür ist aller­dings nur andert­halb Stun­den Zeit (11:00 bis 12:30). Das bedeu­tet: für jedes Gespräch zwi­schen »Jung­au­tor« und Ver­le­ger blei­ben laut Ver­an­stal­ter sie­ben Minu­ten. Die­se Ver­an­stal­tung fin­det zum ers­ten Mal statt.

Aha.

Im Ernst?

Man darf also am Sonn­tag der Mes­se, an dem schon kei­ner mehr auf irgend­was Bock hat, im Eil­ver­fah­ren ver­su­chen, irgend­wel­chen unin­ter­es­sier­ten Ver­lags­ver­tre­tern (ver­mut­lich schi­cken sie die Prak­ti­kan­ten, ja ich weiß, die hei­ßen Volon­tä­re) sich und sein Werk anzu­die­nen. Viel­leicht trifft man aber auch auf sol­che Ent­schei­der, wie die, die HARRY POTTER abge­lehnt haben. Aber wenn man viel Glück hat, neh­men sie einen wahr, brin­gen das Buch her­aus und las­sen einen dann mit Tan­tie­men-Bro­sa­men am aus­ge­streck­ten Arm ver­hun­gern. In der Zeit hät­te man das Werk als Self­pu­blisher ver­mut­lich schon zig­fach abge­setzt und zig­fa­che Ein­n­nah­men gehabt.

Statt­des­sen soll man sich die­sem her­ab­wür­di­gen­den Ver­fah­ren unter­zie­hen. Wie ver­zwei­felt muss man sein? Sie­ben Minu­ten pro Gespräch? Ich weiß nicht, was die bei den Mes­se­ver­an­stal­tern neh­men, wenn sie das als »tol­les neu­es Kon­zept« emp­fin­den, aber ich wür­de drin­gend dazu raten, es abzu­set­zen. Was soll das Gan­ze? Will man den Ein­druck erwe­cken, tat­säch­lich an Nach­wuchs­au­to­ren inter­es­siert zu sein? Und dann hat man nur Bock auf sie­ben Minu­ten pro Autor? Das ist der­art arm­se­lig und arro­gant, dazu fällt mir wirk­lich nichts mehr ein.

Ich wür­de den »Nach­wuchs­au­to­ren« emp­feh­len, statt­des­sen etwas Sinn­vol­les zu tun, bei­spiels­wei­se Socken rol­len oder den Hams­ter bürs­ten.

Oder schrei­ben.

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