»Erniedrige dich selbst« für Autoren auf der Leipziger Buchmesse

Aha.
Im Ernst?
Man darf also am SonnÂtag der MesÂse, an dem schon keiÂner mehr auf irgendÂwas Bock hat, im EilÂverÂfahÂren verÂsuÂchen, irgendÂwelÂchen uninÂterÂesÂsierÂten VerÂlagsÂverÂtreÂtern (verÂmutÂlich schiÂcken sie die PrakÂtiÂkanÂten, ja ich weiĂź, die heiÂĂźen VolonÂtäÂre) sich und sein Werk anzuÂdieÂnen. VielÂleicht trifft man aber auch auf solÂche EntÂscheiÂder, wie die, die HARRY POTTER abgeÂlehnt haben. Aber wenn man viel GlĂĽck hat, nehÂmen sie einen wahr, brinÂgen das Buch herÂaus und lasÂsen einen dann mit TanÂtieÂmen-BroÂsaÂmen am ausÂgeÂstreckÂten Arm verÂhunÂgern. In der Zeit hätÂte man das Werk als SelfÂpuÂblisher verÂmutÂlich schon zigÂfach abgeÂsetzt und zigÂfaÂche EinÂnÂnahÂmen gehabt.
StattÂdesÂsen soll man sich dieÂsem herÂabÂwĂĽrÂdiÂgenÂden VerÂfahÂren unterÂzieÂhen. Wie verÂzweiÂfelt muss man sein? SieÂben MinuÂten pro Gespräch? Ich weiĂź nicht, was die bei den MesÂseÂverÂanÂstalÂtern nehÂmen, wenn sie das als »tolÂles neuÂes KonÂzept« empÂfinÂden, aber ich wĂĽrÂde drinÂgend dazu raten, es abzuÂsetÂzen. Was soll das GanÂze? Will man den EinÂdruck erweÂcken, tatÂsächÂlich an NachÂwuchsÂauÂtoÂren interÂesÂsiert zu sein? Und dann hat man nur Bock auf sieÂben MinuÂten pro Autor? Das ist derÂart armÂseÂlig und arroÂgant, dazu fällt mir wirkÂlich nichts mehr ein.
Ich wĂĽrÂde den »NachÂwuchsÂauÂtoÂren« empÂfehÂlen, stattÂdesÂsen etwas SinnÂvolÂles zu tun, beiÂspielsÂweiÂse Socken rolÂlen oder den HamsÂter bĂĽrsÂten.
Oder schreiÂben.
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