Am 22. Oktober erscheint beim Ehapa-Verlag der neue Asterix-Band mit dem Titel DER PAPYRUS DES CÄSAR. Erneut wurden die neuen Abenteuer der gallischen Helden von Jean-Yves Ferri (Story) und Didier Conrad (Zeichnungen) umgesetzt, die ja bereits mit ASTERIX BEI DEN PIKTEN Ordentliches ablieferten.
Heute wurde das Cover der deutschen Ausgabe veröffentlicht.
Coverabbildung Copyright Egmont Ehapa Media GmbH
Am Samstag dem 24. Oktober 2015 findet im Kunsthaus in Essen eine Festlichkeit zur Veröffentlichung der Romane RHEINGOLD (Anja Bagus) und AETHERAGENTEN (Tanja Schierding) statt.
RHEINGOLD ist der Abschluss der zweiten in der Ætherwelt spielenden Trilogie von Anja Bagus, AETHERAGENTEN ist ein Spinoff-Roman, der in derselben Welt spielt, allerdings nicht im deutschen Kaiserreich, sondern im England des frühen 20. Jahrhunderts.
Natürlich wird aus den beiden Werken gelesen werden, es haben sich jedoch auch noch weitere Gäste mit Lesungen angesagt:
Thorsten Küper trägt seine Geschichte PRUDENCES REGIMENT aus dem STEAMPANOPTIKUM vor
Clara Lina Wirz liest ebenfalls aus dem STEAMPANOPTIKUM, um Besucher, die nicht genau wissen, was »Steampunk« eigentlich ist, zu erleuchten.
Christian Krumm wird mittels einer Lesung aus AT DAWN THEY SLEEP die Lachmuskeln in Gang bringen.
Und am Ende werden alle Vortragenden zusammen gemeinsam eine szenische Lesung veranstalten, das hat es so noch nie gegeben.
Weiterhin wird die »nullte Episode« der Webserie ÆTHERANGELEGENHEITEN gezeigt werden (deren Inhalt an Anja Bagus´ Bücher angelehnt ist) und es werden mehrere Stargäste anwesend sein.
Die Autoren stehen nach den Lesungen für Fragen zur Verfügung und signieren selbstverständlich auch ihre Bücher.
Die Veranstaltung findet statt am 24.10.2015 ab 14:00 Uhr (Ende offen), die Lokation ist:
Dass man beim Börsenverein noch im 20., wenn nicht wenn nicht gefühlt oft gar im 19. Jahrhundert verharrt, ist nichts Neues. Diesen Eindruck verstärkt weder einmal ein Bericht über die Einführung der überarbeiteten Verkehrsordnung des Börsenvereins. BöV-Justiziar erläutert die in einem Interview auf der Online-Variante des Buchreports.
Der eine absolute Knüller dabei ist: Preisaktionen für eBooks sollen künftig 28 Tage vorher angekündigt werden.
Da bleibt mir wieder mal die Spucke weg. Statt selbst schnell zu werden, sollen also stattdessen agile, moderne eBook-Herausgeber gezwungen werden, das Schneckentempo der schläfrigen restlichen Branche zu übernehmen? Das kann doch wirklich nicht wahr sein und erscheint in meinen Augen wie direkt einem Kafka-Roman entsprungen – oder dem Drogenrausch eines Bindungskleberschnüfflers. Und es beweis erneut, wie weit ab jeglicher wirtschaftlicher Realitäten der Börsenverein nicht zuletzt aufgrund der Buchpreisbindung denkt.
Der Hinweis auf »Werbevorlauf« ist besonders ulkig. Wo machen denn beispielsweise Amazon oder Apple im voraus Werbung für null-Euro-Preisaktionen? Im Spiegel? In der Bild? Im Fachblatt der Bestatterinnung? Nirgendwo, einzig auf der eigenen Webseite- und das sollten die eBook-Verkäufer abseits der Amazonen wohl auch hinbekommen, oder?
Weiter sagt er:
Wenn E‑Books jede Woche einen anderen Preis haben, dann wird der Kunde irgendwann nicht mehr kaufen, sondern darauf warten, bis ein Titel noch günstiger zu haben ist.
Äh, ja. Das ist bei anderen Warengruppen auch so und völlig normal. Wenn man etwas unbedingt haben will, dann kauft man es sofort. Wenn es nicht ganz so wichtig ist, dann wartet man halt auf einen günstigeren Preis, mache ich beispielsweise bei BlueRays genau so. Das ist abseits eines Preisbindungsgesetzes völlig normal. Auch das ist also kein nachvollziehbarer Grund für die Aufnahme eines solchen Passus in die Verkehrsordnung.
Aber: Diese Verkehrsordnung ist kein Gesetz, es handelt sich um eine »Empfehlung«, oder im Juristendeutsch »eine von juristischen Formerfordernissen freigestellte Vereinbarung«. Damit ist kein Selfpublisher gezwungen, sich daran zu halten. Übrigens auch kein Verlag. Sogar aus der Branche selbst kommt Gegenwind zu dieser Idee, die wieder einmal zeigt, wie realitätsfern Teile eben dieser Branche sind.
Dennoch droht Sprang im Interview ganz unverhohlen, wenn er sagt:
Wir sind davon überzeugt, dass das Gros der Verlage diese Sichtweise teilt und sich an die Vorgabe halten wird. Eventuelle Verstöße müssten wir im Einzelfall prüfen.
Und: Der Börsenverein möchte sich auch für Selfpublisher öffnen, das sind alte News. Dennoch sollte man sich überlegen, was man tut, bevor man eintritt, vielleicht interpretiert man die Verkehrsordnung übermorgen als verpflichtend, schreibt das in die Satzung, und verlangt die Einhaltung von allen Mitgliedern. Abwegig ist das meiner Meinung nach keinesfalls.
Abseits davon findet sich im Interview mit dem Justiziar Sprang aber eine Aussage zum Thema Buchpreisbindung auf Selfpublisher-eBooks, die mich vor Verblüffung ausgiebig die Augen reiben lässt, und die den anderen Knüller darstellt:
Nach Ansicht der Rechtsabteilung des Börsenvereins fallen E‑Books von Selfpublishern unterhalb einer preislichen Bagatellgrenze, die derzeit ungefähr bei 4 Euro liegt, als nicht verlags- bzw. buchhandelstypische Titel ohnehin nicht in den Anwendungsbereich der Buchpreisbindung. Diese können in Aktionen deshalb vorübergehend sogar auf 0 Euro heruntergesetzt werden. Bei preisgebundenen E‑Books gibt es diese Möglichkeit nicht, weil hier der 0 Euro-Preis als Preisaufhebung gewertet würde.
Ich wiederhole den wichtigen Teil:
Nach Ansicht der Rechtsabteilung des Börsenvereins fallen E‑Books von Selfpublishern unterhalb einer preislichen Bagatellgrenze […] ohnehin nicht in den Anwendungsbereich der Buchpreisbindung.
Das widerspricht allen bisherigen Aussagen, die mir gegenüber seitens der Rechtsabteilung des Börsenvereins gemacht wurden. Es hieß immer, auch Selfpublishing-eBooks, egal welchen Preises, unterlägen selbstverständlich der Buchpreisbindung (siehe beispielsweise diesebeiden Artikel auf PhantaNews). Und jetzt das. Man muss sich fragen, woher dieser plötzliche und völlig unerwartete Sinneswandel kommt?
Vor allem ist die Begründung absolut nicht nachvollziehbar: Ob es sich bei einem Buch um ein Buch handelt, hängt von diversen Faktoren ab, aber garantiert nicht vom Preis. Das gibt das vom Börsenverein immer so gern zitierte Buchpreisbindungsgesetz an keiner Stelle her.
[Nachtrag 11:46:] Oder wie es ein mir bekannter Verlager ausdrückte:
»Wer hat denn dem BÖV in den Kopf gekackt?«
Bild: Bookseller And Author, Thomas Rowlandson, gemeinfrei
In meinen Augen ist es geradezu widerwärtig zu nennen, wie der Börsenverein sich über die Stärkung der Rechte des Urhebers in einem Entwurf des Urheberrechts echauffiert. Bisher sind die Verwerter deutlich im Vorteil, was Rechte angeht und können den Urhebern Knebelverträge diktieren, beispielsweise was Laufzeiten angeht. Das führt unter anderem dazu, dass Bücher in der Versenkung verschwinden, weil sie nicht nachproduziert werden, der Verlag aber auch die Rechte nicht freigibt, damit diese an den Autor zurückfallen können. Völlig grotesk wird die Lage bei eBooks: Wenn die Vertragsklausel bei Printbüchern noch lautet, dass die Rechte an den Autor zurückfallen, wenn das Buch eine gewisse Zeit lang nicht erhältlich war, ist das bei eBooks quasi nie so, der Urheber wird die Rechte also nie zurück erhalten.
In der Novellierung des Urheberrechts soll diese Zeit auf fünf Jahre begrenzt werden. Wenn ein anderer Anbieter dann für die Rechte mehr bezahlt, darf der Autor diese zurückfordern und an den neuen Anbieter vergeben.
Matthias Ulmer, Vorsitzender des Verleger-Ausschusses des Börsenvereins, äußert sich kritisch. Unter anderem darüber, dass sich ein Buch in fünf Jahren noch nicht amortisiert haben könnte.
Der Gesetzentwurf des BMJV sieht unter anderem vor, dass Autoren ihre Verlagsverträge nach fünf Jahren durch Rückruf beenden können. Dazu sollen sie berechtigt sein, wenn ihnen ein Verwerter, der an den Investitionen des Ursprungsverlags in das Werk und an dessen wirtschaftlichem Risiko nicht beteiligt war, für die Weiternutzung z.B. einen hohen Vorschuss bietet. Der ursprüngliche Vertragspartner hat dann lediglich eine Art Vorkaufsrecht. Das gilt auch dann, wenn er sich aufgrund noch nicht amortisierter Investitionen in das Werk gegenüber dem neuen Bieter in einer ruinösen Wettbewerbssituation befindet. [Quelle]
Darf ich mal lachen? Die meiste Massenware abseits von Bestsellern ist doch nach fünf Jahren nur noch in der Backlist zu finden, wenn man viel Glück hat. Die wurde inzwischen schon lange auf dem Remittenden-Grabbeltisch verramscht. Bei Bestsellern sieht die Sache natürlich deutlich anders aus, aber bei denen hat man dann sicherlich bereits genug Umsatz gemacht, dass sich die Sache für Verlag (und vielleicht sogar Autor) lohnte.
Die Lösung ist eigentlich einfach: Zufriedene Autoren bleiben beim Verlag. Wenn man diese also nicht am ausgestreckten Arm verhungern lässt und fair behandelt, dann werden diese sicherlich weiter mit dem Verlag arbeiten, der sie erfolgreich gemacht hat. Macht ein anderer Verlag ein deutlich besseres Angebot, dann ist das Werk offensichtlich auch deutlich mehr wert, als der erste Vertragspartner zahlen möchte. Eigentlich sind das in einer Marktwirtschaft völlig normale Vorgänge, aber wenn man sein Haupt selig auf dem weichen Kissen der Buchpreisbindung betten kann, mag einem das möglicherweise nicht klar sein. Ein weiterer Grund dürfte sein, dass etliche Verleger (und andere Mitspieler in der Buchbranche) immer noch nicht verstanden haben, oder die Augen davor verschließen, dass wir nicht mehr in den 1980ern leben.
Der Verweis auf Kleinverlage zieht in meinen Augen nicht, da diese nach meinen Erfahrungen den Autoren ohnehin bessere und fairere Konditionen bieten, als große Publikumsverlage. Die kleinen agieren mit den Urhebern auf Augenhöhe, statt vom hohen Ross herab.
Es dürfte aber klar sein, dass der Börsenverein des Deutschen Buchhandels seine gesamte Lobbymacht in die Wagschale werfen wird, um autorenfreundliche und seit Jahren überfällige Verbesserungen der Gesetzeslage zugunsten der Urheber zu verhindern. Die Musikindustrie wird das ebenfalls tun. Es sollte also keinen wundern, wenn am Ende aufgrund dieser Lobbyeinflüsse ein Gesetz herauskommt, das die Urheber noch schlechter stellt, als es jetzt bereits der Fall ist.
Die Verwerter sind exakt das: Verwerter. Sie schaffen selbst nichts Kreatives, sie verkaufen ausschließlich das Werk Dritter, der eigentlichen Urheber. Und ich wiederhole mich: Deren Rechte müssen im Rahmen einer Urheberrechtsnovelle deutlich gestärkt werden. Die aktuellen Verwerterrechte sind viel zu umfangreich, zu ausufernd, sie benachteiligen die Werkschaffenden. Und wenn die Verwerter von »Urheberrechten« sprechen, wenn sie gegen angebliche Raubkopien wettern, dann meinen sie diese nicht tatsächlich, sondern ausschließlich ihre Verwerterrechte.
Wir brauchen aber mehr Rechte für die Urheber. Dringend. Gesetze müssen zuerst dem Bürger dienen, nicht irgendwelchen Firmeninteressen.
Neuer Monat, neuer Bücherbrief. Ab sofort hier zum Download: Erik Schreibers PHANTASTISCHER BÜCHERBRIEF mit der Nummer 623 und für den Monat September 2015.
In dieser Ausgabe mit Besprechungen aus den Themen deutsche und internationale Phantastik, Jugendliteratur, Krimi & Thriller, Hörspiele, Comics und Filme.
DER PHANTASTISCHE BÜCHERBRIEF ist kostenlos und kann hier im PDF-Format herunter geladen werden.
Beim Luzifer-Verlag ist soeben der Thriller DECEMBER PARK von Ronald Malfi als deutsche Erstausgabe erschienen. Dabei handelt es sich um den Gewinner des Beverly Hills International Book Awards 2015 in der Kategorie »Suspense«. Zum Inhalt:
Im Herbst 1993 wird das beschauliche Städtchen Harting Farms in Maryland vom Verschwinden mehrerer Kinder erschüttert. Zunächst denken die Bewohner noch an Ausreißer – bis in dem großen, gespenstischen, umwaldeten December Park die erste Leiche eines Mädchens gefunden wird. Die Zeitungen sprechen vom Entführer als Piper – als Rattenfänger, wie in der Sage der Brüder Grimm –, weil er gekommen ist, um die Kinder wegzulocken. Doch in den Schulgängen flüstern die Kinder noch viel düsterere Namen.
Angelo Mazzone und seine Freunde entdecken eine Verbindung zu dem toten Mädchen und nehmen die Verfolgung des Mörders auf. Die fünf Jugendlichen schwören sich, der Schreckensherrschaft des Pipers ein Ende zu setzen. Doch was als mutiges Versprechen beginnt, entpuppt sich nicht nur als Odyssee in die Düsternis ihrer Heimatstadt und ihrer Bewohner, sondern auch als Selbsterfahrungstrip. In der Dämmerung ist auf den Straßen von Harting Farms jeder verdächtig, und jeder der Jungs könnte das nächste Opfer des Pipers sein.
Der Roman hat einen Umfang von beeindruckenden 624 Seiten und kommt als »Smart-Cover« im Format 13,5 x 20,5 cm daher. Die Printausgabe kostet 16,99 Euro, für das ebenfalls erhältliche eBook werden 7,99 Euro fällig.
Wie der Hollywood-Reporter berichtet, hat Lionsgate sich die Exklusivrechte an Patrick Rothfuss´ Fantasy-Buchreihe THE KINGKILLER CHRONICLES gesichert. Zuvor hatte es Gespräche mit verschiedenen Interessenten gegeben, darunter Lionsgate, MGM und auch Warner Bros.
Das Ganze soll dabei multimedial umgesetzt werden, geplant sind offenbar Filme, Fernsehserien und Computerspiele.
Das erste Buch der Reihe trägt den Titel THE NAME OF THE WIND (deutsch DER NAME DES WINDES), es erschien im Jahr 2008 und wurde mit diversen Preisen ausgezeichnet. Die gesamten Chroniken umfassen drei Bücher und drei Novellen, die auf der Serie basieren. Die deutschen Fassungen der »Königsmörder-Chronik« sind bei Klett Cotta erschienen.
Beim Wibra-Verlag arbeitet man deutsche Heftromane aus der Vorkriegs-Ära in eBooks um und bietet diese auf der eigenen Webseite zum Herunterladen an. Derzeit finden sich die Serien AL CAPONE, BUFFALO BILL, FRANK ALLAN, NICK CARTER und ROLF TORRING, also Abenteuer, Krimi und Wild West.
Die Romane werden dabei nicht eingescannt (was aufgrund der Frakturschrift Probleme machte), sondern abgetippt und dabei behutsam überarbeitet damit sie flüssig lesbar werden, wobei aber Wert darauf gelegt wird, dass der Flair der Originale erhalten bleibt.
Wöchentlich wird ein Roman der Reihe ROLF TORRING erscheinen, zusätzlich jeweils im Wechsel ein Roman der anderen vier Serien, die damit alle vier Wochen herausgegeben werden. Dabei hat man sich als Erscheinungstag den klassischen Heftroman-Dienstag ausgesucht. Die jeweils nächsten Termine kann man auf der Verlagswebseite oder auch aufFacebooknachlesen.
Die Romane, die allesamt gemeinfrei sind, können auf der Webseite kostenlos herunter geladen werden, man kann (und sollte) den Verlag durch eine PayPal-Spende unterstützen. Denn das ist auch ein Experiment, ob sich so etwas über Spenden tragen kann.
Das war also eine der Geheimnistuereien: Es gibt einen neuen PERRY RHODAN-Comic, der bei Cross Cult erscheinen wird. Die erste Ausgabe kommt am 13.10.2015 auf den Markt, danach folgt alle zwei Monate ein weiteres Heft. Die Comics werden auch als eBook erhältlich sein.
Ausgabe eins trägt den Titel DIE KARTOGRAPHEN DER UNENDLICHKEIT, für die Story zeichnet Kai Hirdt verantwortlich, gezeichnet haben Marco Castiello und Michael Atiyeh. Zum Inhalt:
Mehr als 1500 Jahre sind vergangen, seit Perry Rhodan als erster Mensch den Mond betreten hat und dort auf gestrandete Außerirdische traf. Seitdem hat die Menschheit die Milchstraße und viele umliegende Galaxien erkundet. Perry Rhodan und einige Weggefährten sind unsterblich geworden – im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Geistwesen hat ihnen sogenannte Zellaktivatoren geschenkt, die ihre Körper nicht mehr altern lassen.
Im Jahr 3540 ist Perry Rhodan auf einer Mission mit ungewissem Ausgang. Er befehligt das Fernraumschiff SOL mit rund 10.000 Personen Besatzung. Unter ihnen sind viele der legendären Mutanten: Menschen und Außerirdische mit scheinbar übernatürlichen Fähigkeiten. Irgendwo im Universum gestrandet, suchen sie gemeinsam den Weg zurück zur heimatlichen Milchstraße.
Ohne eine Spur kann die Suche Jahrzehnte dauern. Doch die entscheidenden Hinweise liefern möglicherweise DIE KARTOGRAFEN DER UNENDLICHKEIT.
Das Softcover im Format 17 x 26 cm hat 48 Seiten und wird zum Preis von 4,99 Euro verkauft werden. Zudem erscheint eine limitierte Variantcoverausgabe für Messen. Weitere Details auf der Verlagsseite.
[Update:] Auf Nachfrage antwortete man mir, dass die eBook-Fassungen als PDF, ePub und mobi vorliegen werden, damit steht offenbar kein dediziertes Format für Comic-Apps auf Tablets zur Verfügung. Was ich schade finde, denn die klassischen eBook-Formate sind für Programme wie beispielsweise Comixology, Comics oder ComiCat nicht gut geeignet – und PDF ist eher Ärgernis als sinnvoll.
Was sich wie ein schlechter Witz anhört, ist leider Realität. Inzwischen sind alle großen deutschen Verlagshäuser davon abgekommen, ihre eBooks mit dem kundenfeindlichen und äußerst unergonomischen Adobe DRM zu verseuchen. Eigentlich ein Grund, sich zu freuen. Allerdings nicht für Nutzer eines Lesegerätes mit der Bezeichnung Tolino, denn in dessen Shop sind trotz der Abkehr nach wie vor alle eBooks mit dem Kopierschutz versehen.
Wie kann das sein?
Das von den Tolino-Anbietern eingebaute Wasserzeichen ist nach Ansicht der Branche zu offensichtlich und damit zu leicht zu entfernen, deswegen weigern sich Verlage aus Angst vor Raubkopien, ihre eBooks ohne DRM anzubieten. Bisher war man bei Tolino offenbar noch nicht in der Lage, ein Verfahren anzubieten, das die Chefetagen der paranoiden Verlage zufriedenstellen konnte. Angeblich arbeitet man aber daran.
Das ist natürlich alles ein ziemlich schlechter Witz und man muss sich darüber im Klaren sein, dass die Verlage auch mit der Nutzung von Wasserzeichen alle zahlenden Kunden unter den Generalverdacht stellen, ihre gekauften eBooks an Dritte weiterzugeben. Dabei reichen ihnen die implementierten Systeme noch nicht mal aus. Die werden sich umgucken, wenn auch vermeintlich sichere Wasserzeichen im Handumdrehen entfernt werden können. Offen ist auch nach wie vor noch, wie sie im Fall der Fälle beweisen wollen, dass der Kunde selbst das eBook in Tauschbörsen gestellt hat.
Man kann Tolino-Nutzern eigentlich nur raten, bei Händlern abseits der Tolino-Allianz zu kaufen, die tatsächlich auf hartes DRM verzeichten, beispielsweise bei Osiander. Denn auch deren Bücher im ePub-Format kann man selbstverständlich auf das Lesegerät werfen. Allerdings ist auch Osiander ab Oktober Tolino-Partner. Ob die dann auch nur noch mit hartem DRM ausliefern?
Weiterhin versuchen deutsche Verlage mit aller Kraft, eBooks unattraktiv zu machen.
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