Buch - eBook - Comic

Anja Bagus liest in Second Life aus RUHELOS

Poster Lesung

Am kom­men­den Frei­tag fin­det in Second Life (ja, das gibts noch)´eine Lesung statt. Anja Bagus liest aus ihrer Sto­ry RUHELOS, die im Rah­men der Samm­lung AETHER, SCHWERTER UND PLANETEN erschie­nen ist. Zum Inhalt:

Deutsch­land 1914: Seit die Toten sich aus ihren Grä­bern erho­ben haben und zum Dom gezo­gen sind, ist Köln eine zer­ris­se­ne Stadt. Nacht für Nacht krei­schen und toben die Wie­der­gän­ger vor dem Sakral­bau – nie­mand weiß, war­um. Tags­über lie­gen sie her­um und wer­den von den beleb­ten Was­ser­spei­ern bewacht.
Hele­na Teu­fel ist stark. Ihre außer­ge­wöhn­li­che kör­per­li­che Kraft und Ent­schlos­sen­heit machen sie zu einer guten Sol­da­tin bei der exe­ku­ti­ven Ein­heit des kai­ser­li­chen Hee­res. Aber ihre rück­sichts­lo­se Ziel­stre­big­keit bei der Ver­fol­gung Kri­mi­nel­ler macht sie auch zu einer Gefahr. Nach einem spek­ta­ku­lä­ren Ein­satz, der aber bei­na­he eini­ge Leben gekos­tet hät­te, wird sie degra­diert. Als schlich­te Beam­tin beim »Amt für Aether­an­ge­le­gen­hei­ten« kommt sie einem beson­ders per­fi­den Gau­ner auf die Schli­che. Zusam­men mit einem sehr unge­wöhn­li­chen Pferd und dem Beam­ten Adam Schrei­ber nimmt sie die Spur auf. Wird das Teu­fels­weib ihren neu­en Schütz­ling ret­ten und den ‘Kno­chen­bre­cher’ ding­fest machen kön­nen?

Die Lesung wird sze­nisch durch­ge­führt wer­den, das heißt, es wer­den ver­schie­de­ne Pas­sa­gen und Cha­rak­te­re von unter­schied­li­chen Vor­tra­gen­den gele­sen.

AETHER, SCHWERTER UND PLANETEN wur­de geschaf­fen, um die Wel­ten der drei teil­neh­men­den Autoren Horus Oden­thal, Tho­mas Raben­stein und eben Anja Bagus vor­zu­stel­len. Man erhält im Prin­zip drei Bücher in einem. Das Buch soll in Kür­ze erhält­lich sein.

Gele­sen wird am Frei­tag, den 8. April 2016 ab 20:00 Uhr.

Die SLURL zum Ver­an­stal­tungs­ort in Second Life lau­tet:

http://​maps​.second​life​.com/​s​e​c​o​n​d​l​i​f​e​/​K​r​e​a​t​i​v​d​o​r​f​/​2​0​8​/​1​3​7​/24

Wer Pro­ble­me mit Second Life hat, oder nicht weiß, wie man das alles so macht, fragt viel­leicht am Bes­ten auf der Face­book-Ver­an­stal­tungs­sei­te.

Saumäßiges eBook: Heyne hüllt sich in Schweigen

Screenshot Heyne eBook

Bereits am 18. März berich­te­te ich über ein eBook aus dem Hey­ne-Ver­lag, das man mit »schlecht for­ma­tiert« nur sehr freund­lich umschrei­ben kann. Und das hat­te mich natür­lich mit fra­gen­dem Gesicht zurück gelas­sen, begrün­den ins­be­son­de­re die gro­ßen Ver­la­ge ihre Mond­prei­se und gerin­gen Autoren­tan­tie­men doch unter ande­rem damit, dass sie die­je­ni­gen sind, die Bücher ver­edeln und qua­li­ta­tiv hoch­wer­tig auf den Markt brin­gen, und das eben eine Men­ge Geld kos­tet.

Ich hat­te des­we­gen bei Hey­ne nach­ge­fragt und ich erhielt auch eine Lese­be­stä­ti­gung für die Email. Gese­hen wur­de sie offen­sicht­lich. Aber eine wie auch immer gear­te­te Reak­ti­on blieb aus. Es kam weder eine Erklä­rung, noch eine Ent­schul­di­gung, erst recht nicht die Ant­wort, dass man das Mach­werk über­ar­bei­ten und kor­ri­gie­ren will, was man als Min­des­tes anneh­men wol­len wür­de, denn immer­hin hat das eBook einen stol­zen Preis von 10,99 Euro.

Statt­des­sen: Schwei­gen.

Deut­li­cher kann ein Ver­lag nicht zei­gen, dass ihm die Leser (man nennt sie auch »zah­len­de Kun­den«) eben­so scheiß­egal sind, wie die Autoren, deren Bücher sie ver­hun­zen.

Wer so etwas als Leser ent­deckt und bei Ama­zon kauft, soll­te von sei­nem Rück­tritts­recht Gebrauch machen. Wer in Shops kauft, deren Nut­zungs­be­din­gun­gen einen Umtausch aus­schlie­ßen, ist meis­tens geknif­fen, obwohl bei der­art ekla­tan­ten Feh­lern mei­ner Ansicht nach auf jeden Fall ein Man­gel vor­liegt, der eine erfolg­rei­che Rekla­ma­ti­on recht­fer­tigt.

[Update] Auf Twit­ter ant­wor­te­te man dann doch mal:

@PhantaNews Wie unschön! Wir geben die Kri­tik sofort an die jewei­li­gen Kol­le­gen wei­ter & ent­schul­di­gen uns viel­mals!

Bin schon sehr gespannt, ob das zu irgend­wel­chen wei­te­ren Reak­tio­nen führt.

Den Screen­shot aus dem eBook GLÜHENDER STAHL von Richard Mor­gan mach­te Chris­ti­ne Ulrich

DER PHANTASTISCHE BÜCHERBRIEF 629

Cover Buecherbrief 629

Erschie­nen ist Erik Schrei­bers PHANTASTISCHER BÜCHERBRIEF mit der Num­mer 629 für den Monat März 2016. Wie immer vol­ler Bespre­chun­gen phan­tas­ti­scher Medi­en, dies­mal in den Kate­go­rien deut­sche und inter­na­tio­na­le Phan­tas­tik, Jugend­li­te­ra­tur, Kri­mi & Thril­ler sowie Comic.

Bespro­chen wer­den unter ande­rem Tho­mas Thie­mey­ers BABYLON, Chris­toph Har­de­buschs FEUERSTIMMEN, James A. Sul­li­vans CHRYSAOR, zwei SHAN­N­A­RA-Roma­ne von Ter­ry Brooks (pas­send zur Fern­seh­se­rie), Har­ry Har­ri­sons Klas­si­ker SOYLENT GREEN, Geor­ge R. R. Mar­tins DER WINTER NAHT oder auch Alex­an­der Freeds BATTLEFRONT: TWILIGHT-KOMPANIE.

Der Bücher­brief liegt als PDF vor und kann hier kos­ten­los her­un­ter gela­den wer­den.

Bücher­brief 629 März 2016 (PDF, ca. 6 MB)

Erschienen: Storysammlung BLUTROTER STAHL

Cover Blutroter Stahl

André Sko­ra, Ingo Schul­ze und Micha­el Quay sind die Her­aus­ge­ber einer Sword & Sorcery-Sto­ry­samm­lung mit dem Titel BLUTROTER STAHL.

Unse­re Namen spie­len kei­ne Rol­le. Wir sind die Wan­de­rer in der Fins­ter­nis. Wir sind der Schre­cken im Auge unse­rer Fein­de und das Wis­pern ihrer ver­lo­re­nen See­len. Wir sind Blut und Stahl. Mögt ihr unse­re Namen auch ver­ges­sen, unse­re Taten leben ewig!

Dar­in fin­den sich Sto­ries von Anja Bagus, B.C. Boldt, Tom Daut, Marc Gei­ger, Chris­ti­an Gün­ther (wel­cher auch das Cover bei­steu­er­te), Peter Hoh­mann, Dani­el Isber­ner, Mike Krzy­wik-Groß, Thors­ten Küper, Glo­ria H. Man­der­feld, Kay Noa, Chris­tel Sche­ja, Judith & Chris­ti­an Vogt, Tors­ten Exter und Flo­ri­an Weh­ner.

Die Kurz­ge­schich­ten wur­den zudem illus­triert, ent­hal­ten sind Zeich­nun­gen von Lina Fle­ing, David Lewis John­son, Vol­ker Kon­rad, Joy­ce Mau­rei­ra, Wil­liam McAus­land, Elfi Rahn und Chris­tel Sche­ja.

Die eBook-Aus­ga­be ist soeben erschie­nen, die Druck­ver­si­on folgt Ende April. Das Cover schuf Chris­ti­an Gün­ther.

Als Print (ISBN: 978–3944713175) hät­te das Taschen­buch einen Umfang von 380 Sei­ten und wür­de 14,95 kos­ten. Die eBook-Fas­sung von BLUTROTER STAHL (ASIN B01DPM5SKQ bzw. ISBN 978–3944713151) schlägt mit 4,88 Euro zu Buche.

Cover­ab­bil­dung Copy­right Pro­me­theus

[aartikel]B01DPM5SKQ[/aartikel]

Erschienen: Anette Kannenbergs DER STERBESCHLAMASSEL

Cover Der Sterbeschlamassel

Als Nach­fol­ger des Romans DAS MONDMALHEUR erscheint heu­te Anet­te Kan­nen­bergs Roman DER STERBESCHLAMASSEL als eBook und Print. Zum Inhalt:

Knapp drei Mona­te nach dem Tod sei­nes Vaters beschließt der jun­ge Séa­mus, das Medi­zin­stu­di­um hin­zu­schmei­ßen, um Schrift­stel­ler zu wer­den. Er zieht aufs Land in das ver­las­se­ne Haus sei­ner Groß­el­tern, wo er, abge­schnit­ten von der Außen­welt und mut­ter­see­len­al­lein mit sich und dem gespens­ti­schen Charme der alten Vil­la, schnell Opfer sei­ner eige­nen Fan­ta­sie wird. Doch schon bald sind es nicht mehr nur Hirn­ge­spins­te, die ihn begeis­tert zu ver­fol­gen schei­nen.

Was wie der recht abge­nutz­te Beginn eines klas­si­schen Hor­ror­films klingt, ent­wi­ckelt sich rasant zu einer abge­fah­re­nen Geschich­te über Geis­ter, Ener­gien, Dämo­nen und das Leben nach dem Tod. Der Ster­be­schla­mas­sel ver­bin­det dabei auf gro­tes­ke Art und Wei­se phy­si­ka­li­sche Spin­ne­rei­en mit nicht weni­ger absur­den eso­te­risch-phi­lo­so­phi­schen Ansät­zen und bleibt dabei immer an der Gren­ze zum Vor­stell­ba­ren.
Ganz im Stil sei­nes Vor­gän­gers, dem Mond­mal­heur, sind die kur­zen Aus­flü­ge in die Sci­ence Fic­tion eher Mit­tel zum Zweck als pure Absicht, so dass Raum­schiff­ge­lang­weil­te und Ali­en­ver­wei­ge­rer genau so viel Spaß an der Geschich­te haben wer­den wie ande­re Ver­rück­te, die offen­sicht­lich nichts dazu­ge­lernt haben und sich statt­des­sen auf das zwei­te Aben­teu­er des Dodo­di­lem­mas ein­las­sen.

DER STERBESCHLAMASSEL ist als Print­ver­si­on (ISBN 978–1514262177) 310 Sei­ten stark und kos­tet 11,99 Euro. Für die eBook­fas­sung (ASIN B01DM5JD84) muss man 3,99 Euro berap­pen. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen auch unter anet​te​-kan​nen​berg​.de. Wer es haben möch­te, kann auch Nerd­lich besu­chen, wo es anläss­lich des Starts dem­nächst ein Gewinn­spiel geben wird.

Und abschlie­ßend wird es zum Buch am 24. April 2016 eine Lesung in Second Live geben. Die SLURL ist:

http://maps.secondlife.com/secondlife/Vision%20of%20mountains1/219/59/1204

Cover­ab­bil­dung Copy­right Anet­te Kan­nen­berg

[aartikel]B01DM5JD84[/aartikel][aartikel]1514262177[/aartikel]

Neu im Wibra-Verlag: Die FRANK READE LIBRARY

Cover Frank Reade

Ich hat­te bereits über den Wibra-Ver­lag berich­tet, der alte Heft­ro­man- und Pulp­se­ri­en als eBook neu auf­legt und die­se gegen Spen­de kos­ten­los abgibt. Dort star­tet im April eine neue Serie, die bis­her hier­zu­lan­de wei­test­ge­hend bis völ­lig unbe­kannt gewe­sen sein dürf­te, die ich aber ins­be­son­de­re als Steam­punk äußerst span­nend fin­de: Es han­delt sich um die FRANK READE LIBRARY. Der Ver­lag schreibt auf Face­book:

Bereits im April star­ten wir mit einer neu­en Serie: die „Frank Rea­de Libra­ry“ – als Über­set­zung in deut­scher Erst­aus­ga­be!
In Deutsch­land völ­lig unbe­kannt, han­delt es sich hier­bei um die welt­weit wahr­schein­lich ers­te Sci­ence Fic­tion-Serie. Zudem kann man Frank Rea­de mit sei­nen immer neu­en dampf­be­trie­be­nen Erfin­dun­gen sicher­lich als den Urva­ter des Steam­punk-Gen­res anse­hen.
Als Autor ist mit »Nona­me« ein Ver­lags­pseud­onym ange­ge­ben, wobei der Groß­teil der Roma­ne wohl von Lou­is Sen­arens geschrie­ben wur­de, wohin­ge­gen die ers­ten Bän­de von Har­ry Enton stam­men.
Bereits in den 1870ern erschie­nen die ers­ten Edi­so­na­den (eine nach Tho­mas Alva Edi­son benann­te Lite­ra­tur­gat­tung) aus die­ser Rei­he inner­halb ver­schie­de­ner Dime-Papers (The Boys of New York, The Five Cent Wide Awa­ke Libra­ry oder Hap­py Days). 1892 erschien das ers­te Heft der Frank Rea­de Libra­ry, die sich über ins­ge­samt 191 Hef­te erstreckt, gefolgt von Frank Rea­de Weekly. Von den 191 Hef­ten der »Libra­ry« sind rund ein Vier­tel bereits frü­her erschie­nen, beim Rest han­delt es sich um neu geschrie­be­ne Roma­ne.

Die ein­zel­nen eBooks kön­nen zum Preis von € 2,99 zuerst über unse­re Web­sei­te erwor­ben wer­den, was eine zusätz­li­che Mög­lich­keit zur Unter­stüt­zung des Gesamt­pro­jek­tes dar­stellt. Spä­ter wer­den sie auch über die übli­chen eBook-Shops erhält­lich sein.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den sich (dem­nächst) auf der Web­sei­te des Wibra-Ver­lags oder eben auf Face­book.

Cover­ab­bil­dung Copy­right Wibra-Ver­lag

Kindle-Besitzer: Noch ein Tag Zeit fürs Update!

Amazon Touch

Besit­zer älte­rer Aus­ga­ben von Ama­zons eBook-Lese­ge­rät Kind­le soll­ten auf­mer­ken: Noch bis mor­gen haben sie Zeit, ihr Gerät zu aktua­li­sie­ren, sonst ist das Auto­up­date nicht mehr mög­lich und muss über einen Down­load manu­ell durch­ge­führt wer­den. Betrof­fen sind eBook-Rea­der, die vor 2012 gekauft wur­den, genau­er die fol­gen­den Gerä­te: Kind­le 2. Gene­ra­ti­on (2009), Kind­le DX 2. Gene­ra­ti­on (2009), Kind­le Key­board 3. Gene­ra­ti­on (2010) , Kind­le 4. Gene­ra­ti­on (2011), Kind­le 5. Gene­ra­ti­on (2012), Kind­le Touch 4. Gene­ra­ti­on (2011) und Kind­le Paper­white 5. Gene­ra­ti­on (2012).

Laut Ama­zon han­delt es sich um kri­ti­sche Sicher­heits-Updates, wel­che genau das sind, dazu schweigt man sich bei Ama­zon lei­der aus (was ich rela­tiv unschön fin­de).

Wer das Update bis 22.03.2016 ver­passt, hat danach kei­nen Zugriff mehr auf sei­ne eBooks in der Ama­zon-Cloud und ande­re Diens­te. Man sieht dann im Dis­play fol­gen­de Mel­dung:

Bit­te stel­len Sie sicher, dass Sie inner­halb der Reich­wei­te einer Draht­los­ver­bin­dung lie­gen und ver­su­chen Sie es erneut. Wenn das Pro­blem dau­er­haft bestehen blei­ben soll­te, dann star­ten Sie Ihren Kind­le neu über das Menü in den Ein­stel­lun­gen und ver­su­chen Sie es erneut.

Wie man dann trotz­dem noch manu­ell aktua­li­sie­ren kann, erläu­tert Ama­zon in Sup­port-Arti­keln zum jewei­li­gen Gerät.

Harm­los dürf­ten die Sicher­heits­lü­cken nicht sein, wenn der Online­rie­se zu sol­che dras­ti­schen Maß­nah­men greift, wie die Gerä­te kom­plett von sei­nem Netz abzu­hän­gen.

Pro­mo­fo­to Kind­le Touch Copy­right Ama­zon

Verlage liefern Qualität – bei Heyne muss man daran zweifeln

Screenshot Heyne eBook
Klick zum Ver­grö­ßern

Eines der größ­ten Argu­men­te von Ver­la­gen für ihre Arbeit (und ihre teils gepfef­fer­ten Prei­se) ist: »Wir lie­fern Qua­li­tät!« Und mit die­sem Qua­li­täts­an­spruch schaut man gern auf die vor sich hin fri­ckeln­den Self­pu­blisher her­ab.

Wie sieht denn die Rea­li­tät aus? Zumin­dest bei Hey­ne nicht gut. Chris­ti­ne Ulrich fand in einem eBook des Ver­lags, näm­lich Richard Mor­gans GLÜHENDER STAHL, gleich hau­fen­wei­se Feh­ler, wie man den Bild­schirm­fo­tos ent­neh­men kann. Die Lis­te der Pat­zer ist groß. Jede Men­ge Kur­siv­schrift, wo die defi­ni­tiv nicht hin­ge­hört, fal­sche Buch­sta­ben (»m« statt »rn«, »F« statt »E«), oder zusam­men­ge­schrie­be­ne Wör­ter, die nicht zusam­men­ge­schrie­ben sein dür­fen. Dafür bezahlt man doch die von Hey­ne ange­sag­ten 10,99 Euro für das eBook rich­tig ger­ne. Nicht.

Was ich dar­an am erschre­ckens­ten fin­de: Ich hät­te ange­nom­men, dass Ver­la­ge die bis­he­ri­gen Work­flows erwei­tern, um die ohne­hin elek­tro­nisch vor­lie­gen­den Datei­en über Kon­ver­ter in eBooks zu ver­wan­deln. Zumin­dest wür­de ich das so machen, letzt­end­lich ist der Unter­schied eigent­lich nur eine ande­re XSL-Trans­for­ma­ti­on, um statt eines PDFs ein vali­des epub oder mobi/​azw aus­zu­ge­ben. Oder ande­re auto­ma­ti­sche Arten der Kon­ver­tie­rung.

Screenshot Heyne eBook

Wie aber jeder weiß, der schon ein­mal mit Schrift­er­ken­nungs­soft­ware (OCR) gear­bei­tet hat, sind die oben bemän­gel­ten Feh­ler exakt sol­che, die bei sub­op­ti­ma­ler und unkor­ri­gier­ter Schrift­er­ken­nung ent­ste­hen. Hat man bei Hey­ne das Buch etwa ein­ge­scannt und dann ohne Über­ar­bei­tung in ein eBook ver­wan­delt? Das wäre dann tat­säch­lich schon eine beacht­li­che Men­ge an Dumm­heit bei einem der nam­haf­tes­ten deut­schen Ver­la­ge. Oder inter­es­siert das da kei­nen, weil eBooks ohne­hin nur unge­lieb­te Abfall­pro­duk­te des Print­mark­tes sind? Das Ablie­fern der­art gro­test feh­ler­be­haf­te­ter eBooks ist auf jeden Fall der bes­te Weg, es sich mit den Lesern zu ver­scher­zen. Schuld sind dann am Ende wie­der die Raub­ko­pier­ter­ro­ris­ten, nie die Ver­la­ge selbst.

Ja, ich weiß, es han­delt sich um ein eBook aus dem Jahr 2010, da hat­te man es viel­leicht noch nicht so mit der Tech­nik … Hät­te man es nicht inzwi­schen kor­ri­gie­ren und die Leser dar­auf hin­wei­sen kön­nen?

Dass das bis heu­te kein Ein­zel­fall ist, zeigt ein Kom­men­tar auf Face­book, nach dem auch der neue Lukia­nen­ko (Hey­ne) und Richard Schwartz´ WANDERER (Piper) vor Feh­lern nur so strot­zen.

Ist das die­se legen­dä­re Qua­li­tät, über die die Ver­la­ge immer sal­ba­dern, und die unter ande­rem als Begrün­dung für die über­zo­ge­nen eBook-Prei­se ange­führt wird?

Ich wer­de mal ver­su­chen, von Hey­ne eine Stel­lung­nah­me zu erhal­ten.

Wie sehen eure Erfah­run­gen mit Feh­lern in Ver­lags­bü­chern aus? Mei­ner Ansicht nach tre­ten die in letz­ter Zeit gehäuft auf.

Update: Das ging gera­de an Hey­ne raus:

Sehr geehr­te Frau xxx,

wie ich auf Phan­ta­News berich­te­te, fin­den sich in der Hey­ne eBook-Fas­sung von Richard Mor­gans »Glü­hen­der Stahl« der­art vie­le Feh­ler, dass man das getrost als gro­tesk bezeich­nen kann.

Sie­he hier­zu mein Arti­kel vom heu­ti­gen Tage:

Ver­la­ge lie­fern Qua­li­tät – bei Hey­ne muss man dar­an zwei­feln

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies und externe Javascripte, indem du sie im Popup am unteren Bildrand oder durch Klick auf dieses Banner akzeptierst. Damit gelten die Datenschutzerklärungen der externen Abieter.

Ich möch­te auf die­sem Weg um eine Stel­lung­nah­me bit­ten, wie es dazu kom­men konn­te und wie Sie den Ver­kaufs­preis ange­sichts der mise­ra­blen Qua­li­tät des Pro­dukts recht­fer­ti­gen wol­len.

Ich wei­se dar­auf hin, dass Ihre Ant­wor­ten im Rah­men eines wei­te­ren Arti­kels auf Phan­ta­News the­ma­ti­siert und wie­der­ge­ge­ben wer­den.


Mit freund­li­chem Gruß,
Ste­fan Holz­hau­er

Phan​ta​News​.de
Phan­tas­ti­sche Nach­rich­ten

Screen­shots von Chris­ti­ne Ulrich.

Der PHANTASTISCHE BÜCHERBRIEF 628

Cover Buecherbrief 628

Was man nicht so alles im Spam-Ord­ner des Email­pro­gramms fin­det. Weiß der Teu­fel, war­um Thun­der­birds Spam­fil­ter nach all den vor­an­ge­gen­genen gera­de die­sen PHANTASTISCHEN BÜCHERBRIEF als uner­wünsch­te Wer­bung dekla­rier­te …

Des­we­gen hier mit leich­ter ver­spä­tung Erik Schrei­bers PHANTASTISCHER BÜCHERBRIEF mit der Num­mer 628 für den Febru­ar 2016.

Auch in der neu­en Aus­ga­be befasst sich Erik wie­der mit Büchern, dies­mal aus den Kate­go­rien Deut­sche Phan­tas­tik, Inter­na­tio­na­le Phan­tas­tik, Jugend­li­te­ra­tur, Krimi/​Thriller, Comic und DVD/​Filme.

Der PHANTASTISCHE BÜCHERBRIEF kann hier wie immer kos­ten­los als PDF her­un­ter gela­den wer­den.

Bücher­brief 628 Febru­ar 2016 (PDF, ca. 1,7 MB)

Leipziger Buchmesse: »Veranstaltungen für Selfpublisher«?

LogoLBM16

Mat­thi­as Mat­tig hat auf sei­ner Web­sei­te eine Rei­he von »Ver­an­stal­tun­gen für Self­pu­blisher« auf der Leip­zi­ger Buch­mes­se zusam­men­ge­stellt. Und sehe ich mir die­se Lis­te an, dann wird deut­lich, dass es sich dabei tat­säch­lich viel­mehr um »Wer­be­ver­an­stal­tun­gen für klas­si­sche Ver­la­ge« han­delt.

Denn ein Blick auf die Aus­rich­ter för­dert mit gro­ßem Über­hang Dienst­leis­ter zuta­ge, die aus den klas­si­schen Bran­chen­struk­tu­ren ent­stan­den sind, allen vor­an Books On Demand (Libri-Toch­ter) und epu­b­li (Holtz­brinck), aber sogar die Bör­sen­ver­eins­toch­ter MVB (Mar­ke­ting- und Ver­lags­ser­vice des Buch­han­dels GmbH) möch­te erläu­tern, war­um man sich uuuun­be­dingt den Struk­tu­ren der Bran­che unter­wer­fen muss.

Man möge mir ver­ge­ben, aber: das ist lächer­lich. Die ver­fol­gen aus­schließ­lich eine eige­ne Agen­da und wer glaubt, dass einem Self­pu­blisher dort neu­tra­le und objek­ti­ve Bera­tung erhal­ten, der glaubt auch an den Weih­nachts­mann.

Wer die mei­ner Ansicht nach schlech­ten Kon­di­tio­nen bei BoD kennt, der weiß, war­um er die­sen Dienst­leis­ter mei­det. Bei epu­b­li sieht das ganz ähn­lich aus, zu denen wer­de ich in Kür­ze noch was schrei­ben, die sind mög­li­cher­wei­se noch nicht ein­mal in der Lage, ihre eige­nen Ver­trä­ge zu erfül­len. Und es inter­es­siert sie auch nicht son­der­lich.

Des­we­gen: Wer die­se Ver­an­stal­tun­gen besucht, soll­te sich ganz genau dar­über im Kla­ren sein, wer da vor­trägt, und wel­che Beweg­grün­de die Dienst­leis­ter dabei haben. Und das ist mei­ner Mei­nung nach nicht die opti­ma­le Bera­tung der Self­pu­blisher, son­dern die Meh­rung des eige­nen Umsat­zes. Und man soll­te sich fra­gen, ob man Self­pu­blisher gewor­den ist, um sich dann doch wie­der den fos­si­len Bran­chen­struk­tu­ren zu unter­wer­fen, wie es die MVB offen­sicht­lich gern möch­te. Viel­mehr soll­te sich sogar umge­kehrt die Bran­che an die geän­der­ten Umstän­de anpas­sen (aber dar­an glau­be ich in abseh­ba­rer Zeit nicht).

Logo Leip­zi­ger Buch­mes­se Copy­right Leip­zi­ger Mes­se GmbH

Nach oben scrollen

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies und von eingebundenen Skripten Dritter zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest (Navigation) oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst Du Dich damit einverstanden. Dann können auch Cookies von Drittanbietern wie Amazon, Youtube oder Google gesetzt werden. Wenn Du das nicht willst, solltest Du entweder nicht auf "Akzeptieren" klicken und die Seite nicht weiter nutzen, oder Deinen Browser im Inkognito-Modus betreiben, und/oder Anti-Tracking- und Scriptblocker-Plugins nutzen.

Mit einem Klick auf "Akzeptieren" werden zudem extern gehostete Javascripte freigeschaltet, die weitere Informationen, wie beispielsweise die IP-Adresse an Dritte weitergeben können. Welche Informationen das genau sind liegt nicht im Einflussbereich des Betreibers dieser Seite, das bitte bei den Anbietern (jQuery, Google, Youtube, Amazon, Twitter *) erfragen. Wer das nicht möchte, klickt nicht auf "akzeptieren" und verlässt die Seite.

Wer wer seine Identität im Web schützen will, nutzt Browser-Erweiterungen wie beispielsweise uBlock Origin oder ScriptBlock und kann dann Skripte und Tracking gezielt zulassen oder eben unterbinden.

* genauer: eingebettete Tweets, eingebundene jQuery-Bibliotheken, Amazon Artikel-Widgets, Youtube-Videos, Vimeo-Videos

Schließen