Stefan Holzhauer

Meist harmloser Nerd mit natürlicher Affinität zu Pixeln, Bytes, Buchstaben und Zahnrädern. Konsumiert zuviel SF und Fantasy und schreibt seit 1999 online darüber.

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Von der Crowdfunding-Plattform Kickstarter kann man nur noch abraten

 

Ich habe über die Jah­re zahl­lo­se Pro­jek­te über die Crowd­fun­ding-Platt­form Kick­star­ter geba­cked. In den letz­ten Jah­ren bin ich aller­dings auf­grund schlech­ter Erfah­run­gen von phy­si­schen Pro­duk­ten weg und unter­stüt­ze fast nur noch Soft­ware.

Kick­star­ter war schon immer pro­ble­ma­tisch, wenn es um die Kon­trol­le der Pro­jek­te ging. Ist auch kein Wun­der: Die Platt­form kas­siert immer, egal ob der Pro­jekt­star­ter seri­ös ist, oder nicht. Nach ein paar pres­se­wirk­sa­men Skan­da­len um geplatz­te Crowd­fun­dings, die der Platt­form rich­tig mie­se Pres­se ein­fuh­ren (bei­spiels­wei­se die Mikro­droh­ne Zano oder die Gas­bat­te­rie Kraft­werk), gelob­te man Bes­se­rung und vor allem woll­te man zum einen die Kam­pa­gnen bes­ser prü­fen und zum ande­ren deut­lich bes­ser auf Rück­mel­dun­gen reagie­ren, dass Pro­jek­te viel­leicht nicht ganz koscher sind.

Davon ist nichts mehr übrig. Zum einen kön­nen ein­deu­ti­ge Fake-Pro­jek­te wie zum Bei­spiel DREAMWORLD völ­lig pro­blem­frei ein­ge­stellt wer­den, Kick­star­ter reagiert noch nicht mal mehr dar­auf, wenn nam­haf­te Spie­le­jour­na­lis­ten und ‑Medi­en dar­über berich­ten, dass es sich offen­sicht­lich um ein Fake-Pro­jekt han­delt.

Anfra­gen und Hin­wei­se von Back­ern zu pro­ble­ma­ti­schen Pro­jek­ten wer­den inzwi­schen noch nicht ein­mal mehr beant­wor­tet, son­dern die Tickets grund­sätz­lich ein­fach geschlos­sen, das war vor ein, zwei Jah­ren noch anders (aller­dings erhielt man schon damals nur aus­wei­chen­de Ant­wor­ten). Kick­star­ter tut so, als hät­ten sie als Anbie­ter über­haupt nichts mit Betrü­gern auf ihrer Platt­form am Hut. Auch Mel­dun­gen zu nicht geleis­te­ten Pledge Rewards oder pro­ble­ma­ti­scher Kam­pa­gnen­star­ter­kom­mu­ni­ka­ti­on wer­den kom­plett igno­riert.

Das wun­dert auch nicht: Kick­star­ter bekommt sei­nen nicht eben gerin­gen Anteil an den Ein­nah­men durch die Kam­pa­gnen immer, egal ob die­se Kam­pa­gnen seri­ös sind, oder nicht. Des­we­gen hat die Platt­form ver­mut­lich über­haupt kein Inter­es­se dar­an, unse­riö­se Ange­bo­te aus­zu­fil­tern, denn das wür­de ihre Ein­nah­men schmä­lern. Even­tu­el­le recht­li­che Ansprü­che (und die gibt es auch gemäß deut­schem Recht, denn es wird ein gül­ti­ger Ver­trag geschlos­sen und der muss erfüllt wer­den, das ist aller­dings nur die sim­pli­fi­zier­te Kurz­fas­sung) bestehen gegen­über dem Kam­pa­gnen­star­ter, nicht gegen­über der Platt­form Kick­star­ter, selbst wenn die sich an betrü­ge­ri­sche Ange­bo­ten mit berei­chert.

Crowd­fun­ding beinhal­tet immer ein Risi­ko, dass das Geld weg sein kann, weil ein Pro­jekt schei­tert, dar­über muss man sich immer im Kla­ren sein; ich hät­te mit Pro­jek­ten die an uner­war­te­ten Umstän­den schei­tern auch über­haupt kein Pro­blem – mit offen­sicht­li­chen Fake-Kam­pa­gnen, die bei­spiels­wei­se mit gefälsch­ten Bil­dern gegen die Kick­star­ter Regeln ver­sto­ßen ohne dass die Platt­form ein­greift, aller­dings schon. Dass Kick­star­ter sich aller­dings jeg­li­cher Ver­ant­wor­tung kom­plett ent­zie­hen möch­te – und das auch tut – ist ein sehr schlech­tes Zei­chen in Rich­tung Back­er.

Des­we­gen soll­te man sich sehr genau über­le­gen, ob man die­ser in mei­nen Augen inzwi­schen hoch unse­riö­sen Platt­form, die nun sogar aktiv Betrug zulässt und nicht gegen der­ar­ti­ge Kam­pa­gnen vor­geht (Bei­spiel: DREAMWORLD mit sei­nen kom­plett gefake­ten, klar gegen die KS-Regeln ver­sto­ßen­den ingame-Vide­os) tat­säch­lich Geld hin­ter­her wer­fen möch­te. Kam­pa­gnen­star­ter soll­ten sich fra­gen, ob sie eine Platt­form nut­zen möch­ten, die die Rech­te und Belan­ge ihrer Nut­zer so voll­stän­dig igno­riert wie Kick­star­ter es inzwi­schen tut. Das ist das übli­che Pro­blem, wenn eine Platt­form eine Art Mono­pol­stel­lung erreicht.

Immer dar­an den­ken: Kick­star­ter hat als Anbie­ter von Crowd­fun­dings nur exakt eins im Blick: So viel Geld wie nur irgend mög­lich Geld durch erfolg­rei­che Kam­pa­gnen zu schef­feln. Die Rech­te und Pro­ble­me der Nut­zer inter­es­sie­ren die Ver­ant­wort­li­chen nicht mehr die Boh­ne, das zeigt das Ver­hal­ten der Platt­form deut­lich.

Ich rate der­zeit von der Unter­stüt­zung irgend­wel­cher Kick­star­ter-Kam­pa­gnen ganz klar ab (es sei denn, man kennt die Kampagnenstarter°innen gut und die­se sind ver­trau­ens­wür­dig). Kick­star­ter war schon immer pro­ble­ma­tisch, wenn es um Betrug und Nut­zer­rech­te ging, inzwi­schen ist der Zustand untrag­bar gewor­den.

Will man ein Pro­jekt unbe­dingt unter­stüt­zen, rate ich dazu, sich Kam­pa­gnen auf Kick­star­ter sehr genau anzu­se­hen und ins­be­son­de­re bei unbe­kann­ten Pro­jekt­star­tern über die man auch anders­wo kei­ne Infor­ma­tio­nen fin­det, äußerst vor­sich­tig zu sein und viel­leicht im Zwei­fels­fall lie­ber kein Geld aus­zu­ge­ben.

p.s.: Nein, indiego­go ist kei­ne Alter­na­ti­ve, die waren von Anfang an halb­sei­den und gehen noch viel weni­ger gegen Fake-Kam­pa­gnen vor (und haben das auch noch nie getan).

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Neuer Trailer zur zweiten Staffel PICARD

 

Die STAR TREK-Serie PICARD ließ mich arg gespal­ten zurück. Sie fing sehr stark an, han­tier­te mit zahl­lo­sen Fan-Favo­ri­ten und führ­te wirk­lich schö­ne neue Cha­rak­te­re ein. Lei­der ließ sie gegen Ende so stark nach, wie sie ange­fan­gen hat­te. Alles in allem stell­te ich mir am Ende die Fra­ge, war­um Autoren von STAR TREK-Seri­en kei­ne guten Dreh­bü­cher mehr schrei­ben kön­nen?

Trotz­dem war PICARD ent­we­der so erfolg­reich, dass es eine zwei­te Staf­fel geben wird, oder man hat­te vor­her schon mal opti­mis­tisch gleich Ver­trä­ge für zwei Sea­sons unter­schrei­ben las­sen.

Theo­re­tisch gäbe es einen Trai­ler für Staf­fel zwei, auf Face­book und insta­gram wur­de der von der offi­zi­el­len STAR TREK-Sei­te geteilt, wer auf Zucker­bergs Platt­for­men kei­nen Bock hat, kann ihn sich auch bei der Inter­net Movie Data­ba­se anse­hen (also Ama­zon). Auf You­tube fin­det man den nicht und die Schwach­ma­ten bei CBS neh­men zudem alle Reposts off­line. Was soll das? Es gäbe von Drit­ten ein­ge­stell­te, aber der­zeit nur im beklopp­ten qua­dra­ti­schen ins­ta-For­mat, das will ich hier nie­man­dem zumu­ten.

So wie es aus­sieht, geht es um eine durch Q oder sonst­wen ver­strub­bel­te Zeit­li­nie. Das hat­ten wir ja noch nie … (und exakt die­ses »the road not taken«-Thema war zen­tra­ler Punkt der letz­ten bei­den TNG-Fol­gen)

Pro­mo­gra­fik Copy­right CBS/​Peacock+

Einige Games-Trailer von der E3 2021

Auf­grund der Pan­de­mie läuft auch die E3 2021 mit äußerst gebrems­tem Schaum. ich möch­te an die­ser Stel­le den­noch ein paar der bemer­kens­wer­te­ren Trai­ler von der inter­na­tio­na­len Gam­es­show zei­gen:

Ent­ge­gen ande­ren Gepflo­gen­hei­ten den Knül­ler gleich mal als ers­tes: nin­ten­do zeigt einen gran­dio­sen Vor­gu­cker auf sei­ne Fort­set­zung von LEGEND OF ZELDA – BREATH OF THE WILD (mei­ner Ansicht nach eins der wenn nicht das bes­te Com­pu­ter­spiel aller Zei­ten). Dies­mal scheint es in die Him­mel zu gehen, in denen es wei­te­re Län­der gibt. Einen Release­ter­min gibt es nach wie vor nicht, aber es soll wohl 2022 wer­den. Shut up and take my money.

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SABLE besticht durch sei­ne Gra­fi­ken, die an den Zeich­ner Moe­bi­us (ali­as Jean Giraud) oder Ani­més aus dem Hau­se Stu­dio Ghi­b­li erin­nern. Es soll Ende Sep­tem­ber 2021 erschei­nen.

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Die Reak­ti­on auf Squa­re Eni­xens AVENGERS Game waren bekann­ter­ma­ßen eher … na sagen wir mal vor­sich­tig … ver­hal­ten. GUARDIANS OF THE GALAXY ist eben­falls von Squa­re Enix, wird aber von Eidos Mon­tré­al ent­wi­ckelt und wir wer­den sehen, ob die mehr aus der Lizenz machen kön­nen. Man ori­en­tiert sich auch hier nicht am MCU, son­dern eher an den Comics. Der Trai­ler sieht viel­ver­spre­chend aus. Ver­öf­fent­li­chungs­ter­min ist der 26. Okto­ber 2021.

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STARFIELD ist das ers­te Spiel von Bethes­da Game Stu­di­os (THE ELDER SCROLLS, FALLOUT) seit 25 Jah­ren, das in einem kom­plett neu­en Uni­ver­sum (Set­ting) han­delt. Ange­kün­digt ist es schon län­ger, hier ein ers­ter Teaser – und der sieht viel­ver­spre­chend aus. Ver­mut­lich wird das Game auch eher fer­tig sein als … hust … Star Citi­zen. Einen Release­ter­min gibt es noch nicht.

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AVATAR – FRONTIERS OF PANDORA erlaubt es dem Fan, zum Pla­ne­ten aus dem bahn­bre­chen­den Film AVATAR zurück­zu­keh­ren. So wie es im Moment aus­sieht ist das auch die ein­zi­ge Mög­lich­keit dazu, denn die ange­kün­dig­ten Fort­set­zun­gen der Fil­me sind Jah­re über­fäl­lig und kom­men viel­leicht nie. FRONTIERS OF PANDORA kommt von Ubi­s­oft und wenn man dem Trai­ler glau­ben schen­ken darf, sieht es ziem­lich spek­ta­ku­lär aus. Es soll in 2022 erschei­nen. Ob man es wird in 3D oder VR spie­lenm kön­nen? Ange­mes­sen wäre das.

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THE OUTER WORLDS 2 ist eine Fort­set­zung des Über­ra­schungs­er­folgs des­sel­ben Namens und kommt eben­falls von Bethes­da. Der Text zum Trai­ler ist schon mal ein Knül­ler, aber einen Ter­min gibt es bis­her nicht.

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Kostenlos bei Epic: CONTROL

Im Epic Games Store gibt es mal wie­der einen ech­ten Knül­ler für umme: CONTROL ist ein 3rd Per­son Action-Adven­ture von Reme­dy Enter­tain­ment, das 2019 von 505 Games ver­öf­fent­licht wur­de.

Das Spiel dreht sich um das Fede­ral Bureau of Con­trol (FBC), eine gehei­me US-Regie­rungs­be­hör­de, die mit der Ein­däm­mung und Unter­su­chung von Phä­no­me­nen beauf­tragt ist, die die Geset­ze der Rea­li­tät ver­let­zen. In der Rol­le von Jes­se Faden (Court­ney Hope), der neu­en Direk­to­rin des Bure­aus, erkun­det der Spie­ler das »Oldest House« – das para­nor­ma­le Haupt­quar­tier des FBC – und setzt macht­vol­le Fähig­kei­ten ein, um einen töd­li­chen Feind namens Hiss zu besie­gen, der in die Rea­li­tät ein­ge­drun­gen ist und sie kor­rum­piert hat.

Das Game erhielt zahl­lo­se Nomi­nie­run­gen für Spie­le­prei­se und hat auch diver­se davon gewon­nen. Die PC-Ver­si­on hat auf Meta­cri­tic einen Score von 85% und auch die Rezen­sio­nen der Spie­le­kri­ti­ker sind durch die Bank weg gut bis sehr gut.

Bei Epic erhält man CONTROL eine Zeit lang kos­ten­los für Win­dows-PCs (man benö­tigt dafür dort ein kos­ten­lo­ses Kon­to), es gibt aber auch Fas­sun­gen für XBox One, PS4 und Switch, sowie für XBox X/​S und die angeb­lich exis­tie­ren­de, mythi­sche Kon­so­le PS5, die man aller­dings nir­gend­wo bekom­men kann.

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Trailer: INVASION

End­lich mal wie­der eine Ali­en-Inva­si­on, das hat­ten wir ja schon lan­ge nicht mehr … Auch Apple TV+ möch­te beim The­ma was an den Start brin­gen, die dar­aus ent­stan­de­ne Serie trägt den nicht son­der­lich krea­ti­ven Titel INVASION. Ulkig fin­de ich auch, dass Apple mich am Anfang des Trai­lers, den sie einen Teaser nen­nen (sie wis­sen also selbst nicht so genau, was es ist), dar­auf hin­wei­sen, dass der Trai­ler jetzt anfängt. Bahn­bre­chend, da wäre ich allei­ne nie drauf gekom­men …

Die Prä­mis­se ist, dass man die Inva­si­on der Außer­ir­di­schen aus der Per­spek­ti­ve vie­ler ganz unter­schied­li­cher Per­so­nen auf der gan­zen Welt zei­gen möch­te (was auch nicht eben rasend ori­gi­nell ist, aber war­ten wir mal die Umset­zung ab).

Show­run­ner waren ursprüng­lich Simon Kin­berg (THE MARTIAN, diver­se X‑MEN-Inkar­na­tio­nen) und David Weil (TWILIGHT ZONE 2020), als aus­füh­ren­de Pro­du­zen­tin agier­te Audrey Chon (TWILIGHT ZONE 2020), das wur­de durch Coro­na ordent­lich durch­ein­an­der gewor­fen, weil es Ter­min­pro­ble­me gab. Jetzt wer­den als Show­run­ner genannt: Jakob Ver­brug­gen (THE ALIENIST), Amy J. Kauf­man, Andrew Bald­win, Eli­sa Ellis und wei­ter­hin Chon.

Es spie­len u.a.: Tara Moay­ediAzhy Robert­sonDai­suke Tsu­jiBil­ly Bar­rattIndia BrownPad­dy Hol­landCache Van­der­puyeTogo Iga­waLou­is Toghill und ande­re.

INVASION star­tet am 22. Okto­ber 2021 auf Apple TV+.

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LOKI

Spoi­ler­frei

Nach der ers­ten Epi­so­de ges­tern woll­te ich doch mal eben ein paar Wor­te zur neu­en MCU-Serie LOKI ver­lie­ren, die Fach­frau* nennt das »Kurz­kri­tik«. Ich kann mich noch an die­je­ni­gen erin­nern, die wäh­rend ENDGAME dar­auf hin­wie­sen, dass das Ver­schwin­den Lokis doch unlo­gisch sei und nicht in die Zeit­li­nie pas­sen wür­de. Ich hat­te an der Stel­le bereits ange­nom­men, dass sie mit der Figur noch was vor­hat­ten, die eigent­lich kurz vor­her – oder viel spä­ter, tem­po­ra­le Gram­ma­tik ist nichts für Weich­lap­pen – zu Tode gekom­men war. Wor­den War. Wer­den sein wird. Wha­te­ver.

Kam THE FALCON AND THE WINTER SOLDIER im Ver­gleich mit WANDAVISION sehr kon­ven­tio­nell daher (weil da der Fokus nicht auf Gim­micks, son­dern auf Cha­rak­te­ren, deren Ent­wick­lung und gesell­schaft­li­chen Aus­sa­gen lag) erfreut LOKI schon in der ers­ten Epi­so­de wie­der mit Full Metal Mar­vel Mad­ness. Und erneut muss man ihnen Respekt zol­len, mit wie viel Chuz­pe sie uns die abstru­ses­ten Set­tings als »das ist halt so« prä­sen­tie­ren, inklu­si­ver abge­fah­re­ner ext­ra­un­i­ver­sel­ler Über­tech­nik im Gewand der 1970er (oder zumin­dest mit star­ken Anlei­hen dar­an).

Was für eine Freu­de, Tom Hidd­le­s­ton in der Rol­le mal nicht als Neben­cha­rak­ter son­dern als Haupt­prot­ago­nis­ten zu sehen. Man konn­te in jeder Sze­ne erken­nen, wie viel schie­ren Spaß er dar­an hat­te, Loki mehr Leben ein­zu­hau­chen und der Figur mehr Facet­ten zu geben, als in den Fil­men mög­lich war. Ähn­li­ches gilt auch für Owen Wil­son, der den undurch­schau­ba­ren Agen­ten einer noch viel undurch­schau­ba­re­ren und eso­te­ri­schen aber irgend­wie zutiefst mensch­lich-büro­kra­ti­sier­ten Orga­ni­sa­ti­on mit sicht­bar gelas­sen-arro­gan­tem Spaß gab.

Ähn­lich wie bei WANDAVISION belie­fert Mar­vel die Fans auch bei LOKI mit mehr Oster­ei­ern und Refe­ren­zen, als Dr. Stran­ge ver­schie­de­ne Zukünf­te sehen kann. Ich gehe davon aus, dass das Inter­net bereits mit Theo­rien und The­sen zu all den unauf­fäl­lig auf­fäl­lig ein­ge­bau­ten Zwi­schen­schnit­ten und Foki auf schein­bar neben­säch­li­che Din­ge, die die Ver­ant­wort­li­chen bei Mar­vel allein in Epi­so­de eins implan­tiert haben, explo­diert ist. Und selbst­ver­ständ­lich refe­ren­zie­ren sie auch das bis­he­ri­ge MCU und stel­len man­ches dar­aus in bis­wei­len ver­blüf­fen­den­de neue Kon­tex­te.

Und es wür­de mich doch sehr wun­dern, wenn das nicht die Büh­ne für DR. STRANGE IN THE MULTIVERSE OF MADNESS berei­tet.

Wenn Epi­so­de eins ein Hin­weis dar­auf ist, wie es wei­ter geht, steht uns ein neu­es High­light ins Haus. Und aus ver­gan­ge­nen Fil­men und Seri­en darf man anneh­men, dass es im wei­te­ren Ver­lauf im Ver­gleich mit der Eröff­nung noch steil berg­auf gehen wird. Lei­der wer­den es nur sechs Fol­gen, aber da Kate Her­ron bei allen Regie geführt hat, gehe ich davon aus, dass es kon­sis­tent gut wer­den wird.

Ich kann es nur immer wie­der beto­nen, dass ich es schier unglaub­lich fin­de, wie man bei Mar­vel den­sel­ben The­men immer wie­der neue und immer wie­der unter­halt­sa­me Facet­ten abge­win­nen kann. Aber tat­säch­lich soll­te das nicht über­ra­schen, denn genau das tun sie in den Comics bereits seit Jahr­zehn­ten. Das der­ma­ßen gekonnt aufs Bewegt­bild zu über­tra­gen ist trotz­dem bril­li­ant.

*) Fach­män­ner sind mit­ge­meint.

Pos­ter Loki Copy­right Dis­ney+ und Mar­vel Enter­tain­ment

Trailer zum Science Fiction-Film REMINISCENSE mit Hugh Jackman

REMINISCENSE ist mal wie­der ein SF-Film, der aus kei­nem Fran­chise kommt und kei­ne Fort­set­zung, kein Reboot, Remake oder Re-irgend­was ist.

Nick Ban­nis­ter (Hugh Jack­man), eine Art »Pri­vat­de­tek­tiv des Bewusst­seins«, navi­giert durch die dunk­le, fas­zi­nie­ren­de Welt der Ver­gan­gen­heit, indem er sei­nen Kli­en­ten hilft, Zugang zu ver­lo­re­nen Erin­ne­run­gen zu bekom­men. Er lebt am Ran­de der ver­sun­ke­nen Küs­te von Miami. Sein Leben wird für immer ver­än­dert, als er eine neue Kli­en­tin, Mae (Rebec­ca Fer­gu­son), auf­nimmt. Ein ein­fa­cher Job um Suchen und Fin­den wird zu einer gefähr­li­chen Beses­sen­heit. Wäh­rend Ban­nis­ter dar­um kämpft, die Wahr­heit über Maes Ver­schwin­den her­aus­zu­fin­den, deckt er eine gewalt­tä­ti­ge Ver­schwö­rung auf und muss schließ­lich die Fra­ge beant­wor­ten: Wie weit wür­dest du gehen, um an denen fest­zu­hal­ten, die du liebst?

Regie führ­te Lisa Joy (WESTWORLD), die auch das Dreh­buch schrieb. Aus­füh­ren­der Pro­du­zent ist D. Scott Lump­kin, es pro­du­zie­ren Micha­el De LucaJona­than NolanAaron Ryder und Joy.

Deutsch­land­start ist am 19. August 2021, dann sol­len bei uns die Kinos angeb­lich auch wie­der geöff­net haben (der­zeit peilt man den 1. Juli 2021 für die bun­des­wei­te Wie­der­eröff­nung an).

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Roberta und Ken Williams machen das erste Spiel seit 20 Jahren

Wer nicht erst seit ges­tern im Bereich Video- oder Com­pu­ter­spie­le unter­wegs ist, kennt die Namen Rober­ta und Ken Wil­liams selbst­ver­ständ­lich. Wer unter ca. 30 Jah­re alt ist, aber mög­li­cher­wei­se nicht.

Die bei­den grün­de­ten im Jahr 1979 Sier­ra On-Line Inc. (ursprüng­lich On-Line Sys­tems), auch bekannt als Sier­ra Enter­tain­ment oder inof­fi­zi­ell Sier­ra Games. Die ver­mut­lich bekann­tes­ten Spie­le­rei­hen aus dem Hau­se Sier­ra waren KING’S QUEST, POLICE QUEST und SPACE QUEST, aber auch LEISURE SUIT LARRY. Die Rei­he ver­öf­fent­lich­ter Spie­le ist bei­na­he unüber­schau­bar lang.

Nach­dem ein Inves­tor Sier­ra 1996 über­nom­men hat­te und durch Fehl­ent­schei­dun­gen in den Ruin ritt, zogen sich Rober­ta und Ken von der Spiel­ent­wick­lung zurück und haben seit 20 Jah­ren kein neu­es Game mehr erson­nen.

Das ändert sich jetzt: Zusam­men mit dem 3D-Künst­ler Mar­cus Maxi­mus Mera (der kommt aller­dings nicht aus dem Game-son­dern dem Schmuck­de­sign) ent­wi­ckeln sie THE SECRET, das den Geist der alten Sier­ra Games chan­neln soll, das Spiel befin­det sich bereits seit sechs Mona­ten in Ent­wick­lung. Nach­dem sie all die Jah­re jede Anfra­ge abge­lehnt hat­ten, hat­te Rober­ta jetzt eine Idee für ein Game und Ken beschäf­tig­te sich ohne­hin gera­de aus Spaß mit Unity.

Mehr Infor­ma­tio­nen auf der Web­sei­te kens​ga​me​.com, da fin­det sich auch die Infor­ma­ti­on, dass man THE SECRET im Novem­ber 2021 ver­öf­fent­li­chen möch­te, das aber mög­li­cher­wei­se unrea­lis­tisch ist. Im FAQ-Bereich fin­det man Ant­wor­ten auf Fra­gen zum Pro­jekt.

Bild Rober­ta und Ken Wil­liams 2018 von Sier­ra Chest

Trailer: JUNGLE CRUISE

Wie? Ein Film der auf einem Ride in Dis­ney­land basiert, das kann ja nichts wer­den. Was? PIRATES OF THE CARIBBEAN? Jaja, Aus­nah­me. TOMORROWLAND? DINOSAUR? MISSION TO MARS?

Sei­en wir mal ehr­lich und geben zu, dass die Qua­li­täts­aus­beu­te abseits von PIRATES … durch­wach­sen ist. Trotz­dem sieht JUNGLE CRUISE viel­ver­spre­chend aus, und das nicht zuletzt, weil Fil­me mit Dway­ne »The Rock« John­son in aller Regel äußerst unter­halt­sam bis spa­ßig sind. Der Trai­ler erin­nert an INDIANA JONES, QUARTERMAIN oder ROMANCING THE STONE, letz­te­res, weil Emi­ly Blunt an John­sons Sei­te spielt und das gegen­sei­ti­ge Ange­zi­cke an das Gespann Kath­le­en Tur­ner und Micha­el Dou­glas erin­nert.

Die uner­schro­cke­ne Lon­do­ner For­sche­rin Lily Hough­ton (Blunt) reist von Eng­land in den Dschun­gel des Ama­zo­nas und bit­tet Aben­teu­rer Frank Wolff (John­son) um sei­ne frag­wür­di­gen Diens­te, um sie auf der La Qui­la – sei­nem bau­fäl­li­gen, aber char­man­ten Boot – fluss­ab­wärts zu füh­ren. Lily ist fest ent­schlos­sen, einen uralten Baum mit unver­gleich­li­chen Heil­fä­hig­kei­ten zu fin­den – er besitzt die Mög­lich­keit, die Zukunft der Medi­zin zu ver­än­dern. Auf die­ser epi­schen Suche begeg­net das unglei­che Duo unzäh­li­gen Gefah­ren und über­na­tür­li­chen Kräf­ten, die alle in der trü­ge­ri­schen Schön­heit des tro­pi­schen Regen­wal­des lau­ern. Doch als sich die Geheim­nis­se des ver­lo­re­nen Bau­mes ent­hül­len, wird der Ein­satz für Lily und Frank noch höher und ihr Schick­sal – und das der Mensch­heit – steht auf dem Spiel.

Im Regie­ses­sel saß Jau­me Col­let-Ser­ra (THE COMMUTER, BLACK ADAM), das Dreh­buch schrie­ben Glenn Ficar­raJohn Requa und Micha­el Green.

Es sieht aus, als könn­te das wirk­lich spa­ßig wer­den und viel­leicht sogar ein neu­es Fran­chise star­ten. JUNGLE CRUISE soll Ende Juli im Kino star­ten.

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Trailer: INFINITE

INFINITE ist einer der Fil­me, der wegen der Pan­de­mie immer wie­der ver­scho­ben wur­de.

Mark Wahl­berg spielt einen Mann, der von Erin­ne­run­gen heim­ge­sucht wird, die nicht sei­ne eige­nen sind. Denn er ist ein »Infi­ni­te«, ein Mann, der bereits jede Men­ge frü­he­rer Leben gelebt hat und der Mit­glied einer gehei­men Grup­pe von Krie­gern ist, die die Mensch­heit vor einem der Ihren ret­ten will (dar­ge­stellt von Chi­we­tel Ejio­for).

Der Film basiert auf dem Roman THE REINCARNATIONIST PAPERS von D. Eric Mai­kranz.

In wei­te­ren Rol­len: Dylan O’Bri­enJason Man­tzou­kasRupert Fri­endSophie Cook­s­onToby JonesWal­lis Day und ande­re. Regie führ­te Antoine Fuqua, den kennt man bei­spiels­wei­se durch sei­ne Neu­auf­la­ge von THE EQUALIZER mit Den­zel Washing­ton oder die TV-Serie TRAINING DAY. Das dreh­buch schrieb Ian Shorr basie­rend auf dem Mai­crantz-Roman.

Deutsch­land­start soll am 9. Sep­tem­ber 2021 sein.

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