Meist harmloser Nerd mit natürlicher Affinität zu Pixeln, Bytes, Buchstaben und Zahnrädern. Konsumiert zuviel SF und Fantasy und schreibt seit 1999 online darüber.
Wait, what? Eigentlich war die Geschichte des Buches GOOD OMENS von Terry Pratchett und Neil Gaiman mit der ersten Staffel der Amazon Prime Video-Serie gleichen Namens fertig erzählt. Rhianna Pratchett und Gaiman hatten auch immer zu Protokoll gegeben, dass es keine Fortsetzung geben wird. Aber offenbar war die erste Staffel dermaßen erfolgreich, dass Amazon erfolgreich gequengelt haben muss, denn wie jetzt überraschen verkündet wurde, wird es eine zweiter Staffel um Aziraphale und Crowley geben wird. Michael Sheen und David Tennant werden die Rollen wieder aufnehmen.
Neil Gaiman himself ist wieder dabei, der wird nicht nur Showrunner (zusammen mit Douglas Mackinnon), sondern auch die Drehbücher schreiben, was beides sehr gute Nachrichten sind, denn man könnte vor einer Fortsetzung eines eigentlich abgeschlossenen Werkes auch Angst haben. Tatsächlich hatten Gaiman und Pratchett aber bereits eine Fortführung des ersten Romans geplant, zu der kam es durch Pratchetts Krankheit und seinen Tod 2015 allerdings leider nicht mehr. Das Konzept dürfte also bereits bestanden haben. Gaiman sagte gegenüber Entertainment Weekly:
Terry’s not here any longer, but when he was, we had talked about what we wanted to do with GOOD OMENS, and where the story went next. And now, thanks to BBC Studios and Amazon, I get to take it there.
Die Dreharbeiten an den sechs Episoden der zweiten Staffel sollen später in 2021 beginnen, einen Starttermin gibt es noch nicht (aber ich würde mal mit 2022 rechnen).
Was? Ein Netflix-Horrorthriller um eine höchst ungewöhnliche Vampirin (und das ist angesichts des Trailers kein Spoiler) und das mit deutscher Beteiligung? Und noch dazu einer, der gut aussieht? Wann bin ich in dieses parallele Universum gefallen?
In BLOOD RED SKY wird eine Mutter gezwungen ihre mysteriöse Krankheit zu offenbaren, als ihr Transatlantik-Flug von Terroristen überfallen wird.
Hilfreich dabei, dass das gut aussieht, war sicher dass man auch internationale Schauspieler verpflichtete, darunter Dominic Purcell, der beweist dass er mehr kann, als den tumben Rory aus LEGENDS OF TOMORROW.
Schau mal einer an. Phantastik aus Deutschland. Geht doch … Der Trailer ist möglicherweise für Personen irgendeines Alters ungeeignet.
BLOOD RED SKY kann man sich ab dem 23. Juli 2021 auf dem Streamingdienst Netflix ansehen.
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Apple versucht sich als Produzent für seinen Streamingkanal an einem echten Science Fiction Klassiker: Isaac Asimovs FOUNDATION-Reihe. Das ist soweit nichts wirklich Neues, aber jetzt kommt das tatsächlich Ende September ins digitale Pantoffelkino – zumindest wenn man bereit ist, für Apple TV+auch noch zu zahlen. Bei mir ist die Schmerzgrenze mit Amazon Video, Netflix und Disney+ erreicht. Wenn die glauben, dass ich für beliebig viele Streamingkanäle extra zahle, haben sie zuviel Spice genommen.
So wie es aussieht versucht sich Apple an einer epischen Serie im Stil von GAME OF THRONES meets EXPANSE, wie es der Vorlage auch angemessen ist. Die im trailer zu sehenden Production Values wirken grandios. Die kurzbeschreibung lautet:
A complex saga of humans scattered on planets throughout the galaxy all living under the rule of the Galactic Empire.
FOUNDATION startet am 24. September 2021 auf Apple TV+.
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Oder besser gesagt: SHANG SHI AND THE LEGEND OF THE TEN RINGS, denn so ist der vollständige Titel um einen der bislang eher obskureren Helden aus dem Marvel-Portfolio. Aber die haben bekanntermaßen bereits bewiesen, dass sie insbesondere mit unbekannteren Figuren Publikumslieblinge erschaffen können.
Und im neuen Trailer sieht man auch erstmal mehr darüber, was es mit den ominösen zehn Ringen auf sich hat. Entweder ein außerirdisches oder ein magisches (Plot-) Device, das in der Familie vererbt wird. Alles in allem bleibt es aber nach wie vor eher vage, worum es in SHANG SHI genau geht, von der Origin-Story mal abgesehen.
SHANG SHI wird am 3. September 2021 in die US-Kinos kommen, in deutschland einen Tag früher.
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Auf den ersten und zweiten Blick sieht es so aus, als sei es eine ziemlich gute Idee gewesen, den zweiten Teil von SUICIDE SQUAD an James Gunn als Regisseur zu geben – er hat dann auch gleich das Drehbuch geschrieben. Gunn hatte den Job unter anderem deswegen bekommen, weil er Zeit hatte, denn Disney war dazu manipuliert worden, ihn als Regisseur von GUARDIANS OF THE GALAXY rauszuschmeißen (was später revidiert wurde).
Man erkennnt Gunns Handschrift doch sehr deutlich und es sieht so aus, als würde er sich dem Thema mit weitaus mehr dringend notwendigem Humor nähern, als im ersten Film. Es sieht weiterhin so aus, als sei SUICIDE SQUAD 2 völlig over the top, genau so wie man das haben möchte. Und offenbar hat Gunn für den Film einige DC-Superschurken ausgegraben, die zu Recht vergessen waren. Polka-Dot-Man? Seriously? :D
Starttermin in den USA ist am 30 Juli 2021, in Deutschland verblüffenderweise erst am 5. August.
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Fans von Captain Kirk, Mr. Spock und Co. aufgepasst: Im September erscheint ein ca. ein Meter langes Modell der USS Enterprise bei Playmobil, inklusive Figuren, die man in eine Brücke setzen kann. Zum Set gehören offenbar auch Props und Sitzgelegenheiten (alles in allem 136 Teile). Zudem kann man Lichter und Geräusche über ein Smartphone oder Tablet steuern.
Allein am Preis von 499 Dollar kann man erkennen, dass hier möglicherweise nicht unbedingt Kinder die Zielgruppe sind (die dürften TOS auch gar nicht kennen).
Ob es das Set nur in den USA geben wird, ist im Moment noch unklar, aber ich gehe davon aus, dass sie sich den deutschen Markt nicht entgehen lassen werden.
Als ich vor einigen Wochen über ein geplantes virtuelles Nightwish-Konzert las, hörte sich das gut an: Ein Konzert der finnischen Epicmetal-Band in einer virtuellen Umgebung, mit virtueller Bühne und Interaktion zwischen den Fans. Als jemand der Nightwishs Musik sehr mag und als jemand, der an virtuellen Realitäten und Umsetzungen seit jeher sehr interessiert ist, investierte ich die 25 Euro für ein Ticket. Ich weiß, das ist jetzt schon einige Zeit her und ich habe auch lange überlegt, ob ich einen Konzertbericht schreiben sollte, denn das Event ließ mich ziemlich frustriert zurück.
Wie die geneigte Kultistin bereits aus dem Titel UNFATHOMABLE ableiten könnte, geht es bei diesem angekündigten Brettspiel aus dem Hause Fantasy Flight Games um Wesen aus dem Cthulhu-Mythos, die man mit dem Ozean verbindet, also unter anderem Mutter Hydra und Vater Dagon sowie deren Schergen, Hybriden aus Menschen und Tiefen Wesen.
UNFATHOMABLE handelt im Jahr 1913 auf dem Dampfschiff SS Atlantica und Besatzung und Passagiere bekommen es mit allerlei cthulhoidem Kroppzeug zu tun. Die offizielle Beschreibung liest sich wie folgt:
The year is 1913. The steamship SS Atlantica is two days out from port on its voyage across the Atlantic Ocean. Its unsuspecting passengers fully anticipated a calm journey to Boston, Massachusetts, with nothing out of the ordinary to look forward to. However, strange nightmares plague the minds of the people aboard the ship every night; rumors circulate of dark shapes following closely behind the ship just beneath the waves; and tensions rise when a body is discovered in the ship’s chapel, signs of a strange ritual littered around the corpse. This voyage began like any other, but now it seems that the Atlantica may never reach its destination.
…
Immerse yourself among the passengers and crew of the SS Atlantica in this game of hidden loyalties, intrigue, and paranoia for three to six players.
Das Spiel soll eine Dauer von 120 bis 240 Minuten haben, also nix für mal eben nebenher, aber Tiefe Wesen abwehren (oder darüber wahnsinnig werden) dauert halt seine Zeit. UNFATHOMABLE basiert auch ähnlichen Spielmechanismen wie das BATTLESTAR GALACTICA Game (2008) aus demselben Haus. Eine deutsche Version mit dem Titel ABGRUNDTIEF soll im Dezember 2021 erscheinen und 70 Euro kosten. Die US-Fassung kostet 80 Dollar.
Ich habe über die Jahre zahllose Projekte über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter gebacked. In den letzten Jahren bin ich allerdings aufgrund schlechter Erfahrungen von physischen Produkten weg und unterstütze fast nur noch Software.
Kickstarter war schon immer problematisch, wenn es um die Kontrolle der Projekte ging. Ist auch kein Wunder: Die Plattform kassiert immer, egal ob der Projektstarter seriös ist, oder nicht. Nach ein paar pressewirksamen Skandalen um geplatzte Crowdfundings, die der Plattform richtig miese Presse einfuhren (beispielsweise die Mikrodrohne Zano oder die Gasbatterie Kraftwerk), gelobte man Besserung und vor allem wollte man zum einen die Kampagnen besser prüfen und zum anderen deutlich besser auf Rückmeldungen reagieren, dass Projekte vielleicht nicht ganz koscher sind.
Davon ist nichts mehr übrig. Zum einen können eindeutige Fake-Projekte wie zum Beispiel DREAMWORLD völlig problemfrei eingestellt werden, Kickstarter reagiert noch nicht mal mehr darauf, wenn namhafte Spielejournalisten und ‑Medien darüber berichten, dass es sich offensichtlich um ein Fake-Projekt handelt.
Anfragen und Hinweise von Backern zu problematischen Projekten werden inzwischen noch nicht einmal mehr beantwortet, sondern die Tickets grundsätzlich einfach geschlossen, das war vor ein, zwei Jahren noch anders (allerdings erhielt man schon damals nur ausweichende Antworten). Kickstarter tut so, als hätten sie als Anbieter überhaupt nichts mit Betrügern auf ihrer Plattform am Hut. Auch Meldungen zu nicht geleisteten Pledge Rewards oder problematischer Kampagnenstarterkommunikation werden komplett ignoriert.
Das wundert auch nicht: Kickstarter bekommt seinen nicht eben geringen Anteil an den Einnahmen durch die Kampagnen immer, egal ob diese Kampagnen seriös sind, oder nicht. Deswegen hat die Plattform vermutlich überhaupt kein Interesse daran, unseriöse Angebote auszufiltern, denn das würde ihre Einnahmen schmälern. Eventuelle rechtliche Ansprüche (und die gibt es auch gemäß deutschem Recht, denn es wird ein gültiger Vertrag geschlossen und der muss erfüllt werden, das ist allerdings nur die simplifizierte Kurzfassung) bestehen gegenüber dem Kampagnenstarter, nicht gegenüber der Plattform Kickstarter, selbst wenn die sich an betrügerische Angeboten mit bereichert.
Crowdfunding beinhaltet immer ein Risiko, dass das Geld weg sein kann, weil ein Projekt scheitert, darüber muss man sich immer im Klaren sein; ich hätte mit Projekten die an unerwarteten Umständen scheitern auch überhaupt kein Problem – mit offensichtlichen Fake-Kampagnen, die beispielsweise mit gefälschten Bildern gegen die Kickstarter Regeln verstoßen ohne dass die Plattform eingreift, allerdings schon. Dass Kickstarter sich allerdings jeglicher Verantwortung komplett entziehen möchte – und das auch tut – ist ein sehr schlechtes Zeichen in Richtung Backer.
Deswegen sollte man sich sehr genau überlegen, ob man dieser in meinen Augen inzwischen hoch unseriösen Plattform, die nun sogar aktiv Betrug zulässt und nicht gegen derartige Kampagnen vorgeht (Beispiel: DREAMWORLD mit seinen komplett gefaketen, klar gegen die KS-Regeln verstoßenden ingame-Videos) tatsächlich Geld hinterher werfen möchte. Kampagnenstarter sollten sich fragen, ob sie eine Plattform nutzen möchten, die die Rechte und Belange ihrer Nutzer so vollständig ignoriert wie Kickstarter es inzwischen tut. Das ist das übliche Problem, wenn eine Plattform eine Art Monopolstellung erreicht.
Immer daran denken: Kickstarter hat als Anbieter von Crowdfundings nur exakt eins im Blick: So viel Geld wie nur irgend möglich Geld durch erfolgreiche Kampagnen zu scheffeln. Die Rechte und Probleme der Nutzer interessieren die Verantwortlichen nicht mehr die Bohne, das zeigt das Verhalten der Plattform deutlich.
Ich rate derzeit von der Unterstützung irgendwelcher Kickstarter-Kampagnen ganz klar ab (es sei denn, man kennt die Kampagnenstarter°innen gut und diese sind vertrauenswürdig). Kickstarter war schon immer problematisch, wenn es um Betrug und Nutzerrechte ging, inzwischen ist der Zustand untragbar geworden.
Will man ein Projekt unbedingt unterstützen, rate ich dazu, sich Kampagnen auf Kickstarter sehr genau anzusehen und insbesondere bei unbekannten Projektstartern über die man auch anderswo keine Informationen findet, äußerst vorsichtig zu sein und vielleicht im Zweifelsfall lieber kein Geld auszugeben.
p.s.: Nein, indiegogo ist keine Alternative, die waren von Anfang an halbseiden und gehen noch viel weniger gegen Fake-Kampagnen vor (und haben das auch noch nie getan).
Die STAR TREK-Serie PICARD ließ mich arg gespalten zurück. Sie fing sehr stark an, hantierte mit zahllosen Fan-Favoriten und führte wirklich schöne neue Charaktere ein. Leider ließ sie gegen Ende so stark nach, wie sie angefangen hatte. Alles in allem stellte ich mir am Ende die Frage, warum Autoren von STAR TREK-Serien keine guten Drehbücher mehr schreiben können?
Trotzdem war PICARD entweder so erfolgreich, dass es eine zweite Staffel geben wird, oder man hatte vorher schon mal optimistisch gleich Verträge für zwei Seasons unterschreiben lassen.
Theoretisch gäbe es einen Trailer für Staffel zwei, auf Facebook und instagram wurde der von der offiziellen STAR TREK-Seite geteilt, wer auf Zuckerbergs Plattformen keinen Bock hat, kann ihn sich auch bei der Internet Movie Database ansehen (also Amazon). Auf Youtube findet man den nicht und die Schwachmaten bei CBS nehmen zudem alle Reposts offline. Was soll das? Es gäbe von Dritten eingestellte, aber derzeit nur im bekloppten quadratischen insta-Format, das will ich hier niemandem zumuten.
So wie es aussieht, geht es um eine durch Q oder sonstwen verstrubbelte Zeitlinie. Das hatten wir ja noch nie … (und exakt dieses »the road not taken«-Thema war zentraler Punkt der letzten beiden TNG-Folgen)
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