Am 17. und 18. November 2012 fand in München Trudering der diesjährige MucCon statt. Miriam Pharo hatte sich freundlicherweise bereit erklärt, für PhantaNews von dort zu berichten. Vielen Dank dafür! Der Red.
Um es vorweg zu nehmen: Am letzten Wochenende sind in München Trudering keine Aliens gelandet. Auch wenn einige Mitglieder des SFCD – nachfolgend »la Famiglia« genannt – sich nicht darüber einig waren, ob der Begriff »Aliens« als Subjekt oder Akkusativobjekt gemeint war. Ich kann bezeugen: Es handelte sich um harmlose Strichzeichnungen im Rahmen des MucCon-Programms. Am Sonntag bot Multitalent Gabi Behrend neben einem Schreibworkshop ein Zeichenworkshop an, eben unter jenem Motto »Aliens zeichnen«.
Zweifellos ist DREDD ein durchweg aufregendes Abenteuer. Wenn man den Werbestrategen und Fans der Comic-Reihe Glauben schenken darf, ist Pete Travis’ Verfilmung nach Alex Garlands Drehbuch endlich die filmische Umsetzung, auf die man seit Sylvester Stallones vergeblichen Versuch von 1995 lange zu warten hatte.
Man mag die zynische Dystopie wegen ihrer unreflektierten Gewalt für fragwürdig halten. Allerdings verlassen sich Autor Garland in der Geschichte und Travis mit seiner Inszenierung ganz auf die Mechanismen des aktuellen Action-Kinos. Es muss nicht alles Sinn machen, solange es Spaß macht. Und man muss sich schon lange nicht mehr der politischen Korrektheit unterwerfen. Losgelöst von allen heute funktionierenden gesellschaftspolitischen Konventionen, kann der JUDGE in seiner Zukunft das Unrecht in den Straßen und Wohnghettos von Mega-City‑1 bekämpfen. Sehr erfolgversprechend ist seine Arbeit dabei nicht, wie der titelgebende Richter, Geschworene und gegebenenfalls auch Henker in Personalunion lakonisch zugeben muss.
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Ich erhielt zum Testen das Science Fiction-RTS PLANETS UNDER ATTACK, vom russischen Entwickler Targem Games, das hierzulande von Topware vertrieben wird. Die Werbung versprach unter dem Slogan »nur noch eine Runde« ein süchtig machenden Spiel. Kann dieses Versprechen eingehalten werden?
Der Blick aufs Cover der Retailbox zeigte eine cartoonige Grafik und der Klappentext sowie die Bilder in der Flap-Box versprachen ein sich nicht selbst zu ernst nehmendes SF-Strategie-Szenario mit Steampunk-Anleihen bei den Protagonisten. Das sah so weit erst einmal ganz gut aus und weckte Interesse am eigentlichen Spiel. Wer keinen Wert auf Altersfreigaben auf dem Cover legt, der kann das Inlay der Plastikbox umdrehen, und die USK- und Pegi-Angaben verschwinden lassen. Das mag ich.
Nach SCHLANGENFUTTER und SCHATTENSPIELE legt die Autorin Miriam Pharo mit PRÄLUDIUM den dritten Band um die Polizei-Sektion 3 der Metropole Hanseapolis vor. Erneut wird das Ermittlerteam Elias Kosloff und Louann Marino mit einem undurchsichtigen Fall konfrontiert und erneut müssen die Detectives feststellen, dass sich hinter einem vermeintlich simplen Verbrechen viel mehr verbirgt, als man angenommen hätte.
Ich war sehr gespannt, ob die Autorin in der Lage sein würde, die Qualität des vorangegangenen Doppelbandes halten zu können. Wobei in den ersten beiden Romanen eine Geschichte erzählt wird, im Falle von PRÄLUDIUM ist die Handlung abgeschlossen. Auch dieses Buch ist beim Acabus-Verlag erschienen.
»Ich bin nicht scharf darauf, mit dem zehntausendsten Vampirroman ins Guinness-Buch zu gelangen«
Gestern bin ich auf Facebook über folgenden Aufruf gestolpert:
Auf diese Seite darf jedermann Manuskriptangebote für den LUZIFER-Verlag einstellen und die bestbewerteten Angebote (die meisten »Likes« von Lesern) werden hinsichtlich einer Veröffentlichung geprüft. Dabei spielen die kritischen Kommentare der Leser natürlich auch eine gewichtige Rolle ;)
Auf diese Weise möchten wir jährlich ein bis zwei Bücher neu ins Verlagsprogramm aufnehmen.
Die erste Auswertung erfolgt am 01.01.2013!
Neben unseren Stammautoren möchten wir weiterhin unbekannten Autoren eine faire Veröffentlichungsmöglichkeit jenseits von BoD und Co. bieten. Doch der Dschungel unaufgeforderter Manuskripte übersteigt unsere »Sichtungs«-Möglichkeiten bei weitem. Deshalb möchten wir diesen etwas ungewöhnlichen Weg gehen und eine einfache Bewerbungsplattform für Autoren bieten.
Genre: Horror, Thriller, Sci-Fi, Mystery
Da wurde ich natürlich sofort hellhörig, denn das ist doch mal ein Konzept. Während die Publikumsverlage verzweifelt auf der Suche nach dem nächsten Trend sind (statt selbst welche zu schaffen, wie es sich für sie gehören würde), macht sich Steffen Janssen, Betreiber des Luzifer-Verlags daran, auf Facebook Romankonzepte zu sammeln und die Leser via »Likes« darüber abstimmen zu lassen, welches davon realisiert wird.
Manch einer erinnert sich wehmütig an Actionfilme, wie sie uns in den 80er- und 90er-Jahren vorgesetzt wurden. Mit lakonischen Helden, die es im Alleingang mit ganzen Horden von Gegenspielern aufnehmen, dabei ulkige Einzeiler von sich geben und nebenbei auch noch die ein oder andere Dame retten.
Luc BessonsLOCKOUT wurde uns durch Werbung und Trailer als solch ein Film verkauft. Kann er das wirklich halten was er vollmundig verspricht: Oldschool-Action im neuen Gewand?
Schneller als sonst schob Produzent Paul W. S. Anderson eine neue Fortsetzung von RESIDENT EVIL nach. Laut Anderson wollte man nach dem epischen Cliffhanger von Teil vier den Fan und geneigten Kinogänger nicht zu lange warten lassen. Eine edle Absicht, die dadurch getrübt wird, dass es eine Weiterführung der letzten Szenen aus RESIDENT EVIL: AFTERLIFE gar nicht gibt. Alice, das mutierte Wunder der Umbrella-Corporation, erwacht nach ihrem Sturz ins Wasser in den Tiefen der unterirdischen Basis von Umbrella. Somit ist vom Tisch, was aus dem Schiff der Überlebenden in AFTERLIFE geworden ist. Die Erde ist noch immer von Zombies und degenerierten Monstern befallen, die Menschheit am Rande der Ausrottung. So zieht sich für ein kleines Intermezzo Teil fünf in den Untergrund zurück. Und was da die Umbrella-Corperation errichtet hat, geht über jede Logik und menschliche Begrifflichkeit hinaus.
Es ist eine pfiffige Prämisse. Ein ordentlicher Schuss romantische Komödie, attraktive Darsteller, ein bisschen Road-Movie, skurrile Situationen und der Weltuntergang. Kaum hat der Radiomoderator verkündet, dass der Menschheit nur noch 21 Tage verbleiben, springt Dodges Frau aus dem Wagen und verschwindet. Kein guter Ausgangspunkt für die Zukunft, oder was von dieser übrig ist.
Lorene Scafaria war einmal mit einem genialen Drehbuch für NICK & NORAH – SOUNDTRACK EINER NACHT aufgefallen. Das ließ für SUCHE NACH EINEM FREUND nur Bestes erhoffen. Letztendlich wurde die kuriose Idee zu einer romantischen Geschichte verformt, die dem Ganzen gar nicht wirklich gerecht werden will.
GRABBERS hat nur auf dem Fantasy Filmfest Auftritte auf deutschen Leinwänden. Dafür ist er Großbritannien bereits auf DVD/BluRay erschienen.
Hier kehrt der raue Charme von Roddy Doyles´ Barrytown-Trilogie wieder, aber mit Außerirdischen. Der irische Film war in
Sachen Humor und Erzählung schon immer dem Rest Europas voraus. Ehrliche Typen, die in den außergewöhnlichsten Situationen immer noch authentisch bleiben. Ob NED DEVINE oder THE GUARD, der irischen Seele ins Gesicht zu schauen, ist stets ein zweifelloses Vergnügen. Ciarán O’Shea und Lisa Nolan sind genau die Typen im Sinne des liebgewonnenen irischen Filmklischees. Typen, die man glaubt zu kennen. Typen, die man auch tatsächlich kennt. Richard Coyle ist Ciarán O’Shea, ein dem Alkohol verfallener Guard auf der irischen Insel Erin-Island. Ruth Bradley ist Guard Lisa Nolan, die vom Festland kommt, und auf Erin-Island nur übergangsweise polizeilichen Dienst tun soll. Zusammen ergeben sie diese unschlagbaren Partner mit unschlagbaren Gegensätzlichkeiten. Er, versoffen und desinteressiert. Sie, überkorrekt und grundanständig. Da braucht es einige Zeit, dass man die Ankunft von außerirdischen Monstern auch als solche erkennt.
Als seinerzeit die Agenturmeldung kam, Ridley Scott sei gerade in Island, um für PROMETHEUS den »Anbeginn der Zeit« zu filmen, hätte jedem klar sein müssen, dass dies nicht Science-Fiction für den Mainstream werden würde. PROMETHEUS geht tiefer und weiter. Aber geht er tief genug und weiter als andere Filme? In einer langen Tradition von gesellschaftlich relevanten Utopien und kritischen Zukunftsvisionen, bewegt sich Ridley Scotts Ansicht vom Ursprung der Menschheit im genau richtigen Umfeld. In jüngster Zeit waren es die menschlichen Belastbarkeiten in Duncan Jones´ MOON und die Kollektivneurosen aus Danny Boyles SUNSHINE, welche den Zuschauer herausforderten, und überweltliche Zukunftsvisionen in menschliche Psychogramme von unergründbarer Tiefe wandelten. PROMETHEUS nimmt sich eines Themas an, das komplexer und gewagter nicht sein könnte. Woher kommt der Mensch, und wohin führt sein Weg.
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