READY PLAYER ONE FTW!

READY PLAYER ONE FTW!

+++ Spoi­ler­frei +++

Wenn man einen Film macht, der die 80er Jah­re und deren Pop­kul­tur in zahl­lo­sen Facet­ten abfei­ert, dann kann man ver­mut­lich kei­nen bes­se­ren Regis­seur für eine Umset­zung fin­den, als einen der­je­ni­gen, der genau die­se 80er im Kino mit defi­niert hat: Ste­ven Spiel­berg.

Ange­sichts des­sen wun­dert es auch ver­mut­lich nie­man­den, dass Spiel­berg sich nach dem gro­ßen Über­ra­schungs­er­folg von Ernie Cli­nes‹ Roman READY PLAYER ONE die Rech­te an einer Ver­fil­mung gesi­chert hat, denn sicher hat er die Mög­lich­kei­ten erkannt, die die­ses Buch bie­tet: Zum einen all die Nerds aus den Jah­ren nost­al­gisch ins Kino zu bekom­men, zusätz­lich holt man noch Com­pu­ter­spie­ler ab, und als Sah­ne­häub­chen ist der Strei­fen auch für Per­so­nen inter­es­sant, die erst deut­lich nach den 80ern gebo­ren wur­den, denn er hat eine eigen­stän­di­ge Hand­lung, weit über das Abfei­ern der dama­li­gen und heu­ti­gen Pop­kul­tur hin­aus.

wei­ter­le­sen →

STAR WARS Episode VIII – DIE LETZTEN JEDI – spoilerfrei

STAR WARS Episode VIII – DIE LETZTEN JEDI – spoilerfrei

Dass DAS ERWACHEN DER MACHT mir gut gefal­len hat, habe ich damals in einer Bespre­chung deut­lich gemacht. Klar hat­te der gewis­se klei­ne­re Schwä­chen, das war aber auch kein Wun­der, denn er muss­te den Spa­gat schaf­fen, das Alte mit dem Neu­en zusam­men zu füh­ren, und das gleich in mehr­fa­cher Hin­sicht. Er muss­te die Sto­ry­line der alten Fil­me beach­ten, aber den­noch genug Fri­sches bie­ten, um nicht alter­tüm­lich zu wir­ken und neue Fans zu gewin­nen. Und das hat er getan.

Damals sag­te ich, dass sie bei Epi­so­de VII noch Wel­pen­schutz hat­ten und beim Nächs­ten, von dem damals noch nie­mand wuss­te, dass er THE LAST JEDI heißt, eine gewal­ti­ge Schip­pe wür­den drauf­le­gen müs­sen.

Und – beim Kes­sel Run! – die haben gan­ze Last­wa­gen­la­dun­gen Schip­pen drauf­ge­legt.

wei­ter­le­sen →

STAR TREK DISCOVERY S01E04: THE BUTCHER’S KNIFE CARES NOT FOR THE LAMB’S CRY

STAR TREK DISCOVERY S01E04: THE BUTCHER’S KNIFE CARES NOT FOR THE LAMB’S CRY

Ent­hält Spoi­ler

Wenn nach den vor­an­ge­gan­ge­nen Epi­so­den von STAR TREK DISCOVERY noch jemand einen Beweis gebraucht hät­te, dass das nicht das STAR TREK ist, das wir ken­nen, bekommt er ihn jetzt. Für mich war STAR TREK immer eine posi­ti­ve Zukunfts­vi­si­on. Was wir hier prä­sen­tiert bekom­men, ist trotz ein­zel­ner Kon­tra­punk­te durch Cha­rak­te­re etwas ganz ande­res. Und lei­der macht Epi­so­de vier für mich den durch­aus posi­ti­ven Ein­druck von Fol­ge drei nach­drück­lich zunich­te.

Und das nicht nur durch die Dys­to­pie, die man spä­ter in der Staf­fel noch auf­lö­sen könn­te, son­dern auch durch die zahl­lo­sen dum­men und und zudem völ­lig über­flüs­si­gen Plot­lö­cher.

wei­ter­le­sen →

STAR TREK DISCOVERY S01E03: CONTEXT IS FOR KINGS (enthält Spoiler)

STAR TREK DISCOVERY S01E03: CONTEXT IS FOR KINGS (enthält Spoiler)

Es war im Prin­zip schon klar, dass nach der Ein­füh­rung in den ers­ten bei­den Epi­so­den STAR TREK DISCOVERY eine deut­lich ande­re Rich­tung ein­schla­gen wür­de, und dass in die­sen im Prin­zip nur der Boden für den Rest geeb­net und ein wenig Cha­rak­ter­vor­stel­lung betrie­ben wur­de.

Und tat­säch­lich ist das auch so.

wei­ter­le­sen →

STAR TREK DISCOVERY – Pilot (spoilerfrei)

STAR TREK DISCOVERY – Pilot (spoilerfrei)

Seit ges­tern kann man die ers­ten bei­den Epi­so­den, also den Pilo­ten, der neu­en STAR TREK-Serie DISCOVERY anse­hen. Ganz legal, einen Tag nach der US-Aus­strah­lung, Net­flix sei es gedankt. Was hät­ten wir Fans uns das in den 80ern oder 90ern gewünscht, heu­te ist es Rea­li­tät.

Auf den ers­ten Blick wird klar: DISCOVERY unter­schei­det sich in Cine­ma­to­gra­phie und auch erzäh­le­risch grund­le­gend von dem, was man man frü­her von STAR TREK-Seri­en kann­te. Und lei­der igno­riert man auch zahl­lo­se als gege­ben ange­nom­me­ne Eck­punk­te und His­to­rie des Fran­chise. Das stößt dem Fan sau­er auf, aber die Show ist eben nicht nur für Fans gemacht, son­dern soll die heu­ti­gen TV-Zuschau­er all­ge­mein anspre­chen.

wei­ter­le­sen →

ALIEN: COVENANT

ALIEN: COVENANT

ALIEN: COVENANT – Bun­des­start 18.05.2017

Fünf Jah­re hat es gedau­ert, bis sich Rid­ley Scott erneut sei­nem bekann­tes­ten Uni­ver­sum zuge­wandt hat. Dazwi­schen lagen vier mehr oder weni­ger erfolg­rei­che Spiel­fil­me, der schlech­tes­te war COUNSELOR, dafür strahl­te THE MARTIAN. Viel Schel­te hat­te Scott für sei­nen PROMETHEUS ein­ste­cken müs­sen. Die Einen bemän­gel­ten das Feh­len von Erklä­run­gen. Die Ande­ren reg­ten sich dar­über auf, dass PROMETHEUS ja gar kein ALI­EN-Film sei. Hät­te sich Rid­ley Scott nach die­sen unge­recht­fer­tig­ten Äuße­run­gen ent­schlos­sen, das Ali­en-Uni­ver­sum zu ver­las­sen, wäre es nur all­zu ver­ständ­lich gewe­sen. Und dass der Regis­seur sich tat­säch­lich vier Fil­me Zeit nahm, um doch wei­ter zu machen, hat den Ver­dacht des Absprungs nur ver­här­tet. Aber jetzt dürf­ten die letz­ten nega­ti­ven Kri­ti­ker end­lich ver­stum­men.

wei­ter­le­sen →

GET OUT

GET OUT

GET OUT – Bun­des­start 11.05.2017

Chris ist mit Rose vier Mona­te zusam­men. Es wird ein Wochen­en­de bei der Fami­lie fäl­lig, um den neu­en Freund end­lich vor­zu­stel­len. Rose’ Fami­lie ist eine tief im Süden Ame­ri­kas ver­wur­zel­te Sipp­schaft. Das Pro­blem, wel­ches Chris auch äußert, ist sei­ne Haut­far­be. Rose ist eine Wei­ße, Chris ist schwarz. Doch alle Beden­ken wer­den obso­let, denn vie­le ande­re Über­ra­schun­gen war­ten auf Chris.
Jor­dan Pee­le wur­de eigent­lich als Komi­ker einem haupt­säch­lich ame­ri­ka­ni­schen Publi­kum aus dem Fern­se­hen bekannt. Das er sich als zwei­tes Kino-Dreh­buch und Regie-Debut einen Hor­ror­film zur Brust neh­men wür­de, ist daher umso über­ra­schen­der. Aber da ist auch schon das Pro­blem, ob man GET OUT wirk­lich als Hor­ror­film ein­ord­nen kann.

wei­ter­le­sen →

DIE VERSUNKENE STADT Z

DIE VERSUNKENE STADT Z

THE LOST CITY OF Z – Bun­des­start 30. 03.2017

Die ers­te Rei­se des Oberst­leut­nants Per­ci­val Har­ri­son Faw­cett nach Ama­zo­ni­en im Jah­re 1906 war ein ein­fa­cher Auf­trag. Der Bri­te soll­te als schlich­ten­de Par­tei den Grenz­streit zwi­schen Boli­vi­en und Kolum­bi­en been­den. Doch auf die­ser Expe­di­ti­on erfährt er eine unglaub­li­che Geschich­te, wel­che ihn sein Leben lang nicht mehr los­las­sen woll­te. Eine ver­schol­le­ne Stadt, die eine fort­ge­schrit­te­ne­re Zivi­li­sa­ti­on in Süd­ame­ri­ka bewei­sen könn­te, noch lan­ge bevor in der soge­nann­ten west­li­chen Welt an Zivi­li­sa­ti­on zu den­ken war. Per­cy Faw­cett wird letzt­end­lich zur Legen­de, lei­der aus einem ande­ren Grund, wenn­gleich wäh­rend einer Expe­di­ti­on nach der ver­sun­ke­nen Stadt Z. Also fast schon selbst­re­dend eine Geschich­te nach einer wah­ren Bege­ben­heit. Aber man muss dem Pro­du­zen­ten und Autor sowie Fil­me­ma­cher  James Gray hoch anrech­nen, dass sie ent­ge­gen nor­ma­len Gepflo­gen­hei­ten nie damit hau­sie­ren gehen.

wei­ter­le­sen →

LIFE

LIFE

LIFE – Bun­des­start 23.03.2017

Nun ist das mit Sci­ence Fic­tion so ein Pro­blem. An Zuschau­ern ist das Gen­re durch Män­ner domi­niert. Da hat­te Mor­ten Tyld­um ein gol­de­nes Händ­chen, als er den letz­ten Jahr erschie­ne­nen PASSENGERS dreh­te. Mit Jen­ni­fer Law­rence und Chris Pratt setz­te er zwei der momen­tan ange­sag­tes­ten Schau­spie­ler in ein Raum­schiff, und gestal­te­te es als Roman­ze mit star­ken Start­schwie­rig­kei­ten. Aber so ein Kon­zept ist nicht belie­big wie­der­hol­bar. Da hat­ten schein­bar auch die Dreh­buch­au­toren Rhett Ree­se und Paul Wer­nick die Ein­ge­bung, auf das Ursprüng­li­che zurück­zu­grei­fen. In 400 Kilo­me­tern über der Erde zieht die Inter­na­tio­na­le Raum­sta­ti­on ihre Bah­nen. Die Auf­ga­be der Astro­nau­ten: eine Son­de vom Mars abzu­fan­gen und zu unter­su­chen. Mit Fol­gen, für die man als Kino­gän­ger nicht viel Phan­ta­sie braucht.

wei­ter­le­sen →

KONG: SKULL ISLAND – die Zweite

KONG: SKULL ISLAND – die Zweite

KONG: SKULL ISLAND – Bun­des­start 09.03.2017

Er ist wie­der da, der belieb­tes­te Affe der Welt. Viel Freu­de wird das bei den Cine­as­ten welt­weit nicht aus­ge­löst haben. Immer wie­der fürch­tet man um den Ruf eines Hei­lig­tums. Natür­lich ist und bleibt Ernest B. Schoed­sacks KING KONG von 1933 ein Mei­len­stein. Ein Film der in man­chen Ein­stel­lun­gen sämt­li­che damals zur Ver­fü­gung ste­hen­den Spe­zi­al­ef­fek­te ver­ein­te. Erst 29 Jah­re spä­ter wag­ten es die Toho Stu­di­os den Namen King Kong in ihrer God­zil­la-Rei­he zu ver­wen­den. Wer den Film kennt, weiß dass die­ser kei­nen Auf­schrei der Ent­rüs­tung her­vor brin­gen konn­te. Anders, als Dino De Lau­ren­tiis Mit­te der 1970er ankün­dig­te, die Ori­gi­nal­ge­schich­te im Man­tel der Gegen­wart neu zu ver­fil­men. Unver­ständ­li­cher­wei­se wur­de KING KONG 1976 von Kri­ti­kern und selbst­ge­fäl­li­gen Cine­as­ten ver­ris­sen. Was sogar so weit ging, dass man hoff­te, Peter Jack­son wür­de 2006 die Schmach wie­der gut machen. Das nächs­te Remake. Wel­ches aller­dings weit hin­ter den Erwar­tun­gen blieb.

wei­ter­le­sen →

SILENCE

SILENCE – Bun­des­start 02.03.2017

Als sich Regis­seur Mar­tin Scor­se­se mit WIE EIN WILDER STIER das ers­te Mal an eine Bio­gra­fie wag­te, nun, da schrieb er Film­ge­schich­te. Nicht ohne den unver­kenn­ba­ren Ein­fluss von Haupt­dar­stel­ler Robert de Niro, der sich für die Pro­duk­ti­on unglaub­li­chen kör­per­li­chen Ver­än­de­rung hin­gab. Erst 17 Jah­re spä­ter soll­te die Geschich­te des Dalai Lama erzählt wer­den, und 2004 folg­te das Por­trait um das wil­de Trei­ben des Mil­li­ar­därs Howard Hug­hes. Jeder Film besitzt sei­nen eige­nen Ton, sein eige­nes Tem­po, sei­ne eige­ne Struk­tur. Scor­se­se war und blieb krea­tiv. Bereits Mit­te der 1980er spiel­te Scor­se­se aber schon mit einer ande­ren, aber spe­zi­el­len Art von Bio­gra­fie. Es war der Roman SILENCE, wel­cher von zwei Mis­sio­na­ren han­delt, die nach Japan rei­sen, um einen abtrün­ni­gen Pries­ter der gleich­zei­tig ihr Men­tor war, zurück zu holen. Pech nur, dass der christ­li­che Glau­be in Japan ver­bo­ten ist und unter schwe­rer Stra­fe steht.

wei­ter­le­sen →

Wie könnte ein Phantastik-Publikumspreis aussehen?

Wie könnte ein Phantastik-Publikumspreis aussehen?

Auf­grund der aktu­el­len Dis­kus­sio­nen um den Deut­schen Phan­tas­tik-Preis habe ich mir eini­ge Gedan­ken dar­um gemacht, wie denn die Aus­rich­tung eines sol­chen Prei­ses aus­se­hen könn­te, und wie die Rah­men­be­din­gun­gen sein müss­ten, damit Streit und Kon­tro­ver­sen mini­miert wer­den und die Aus­rich­tung fair ist. Das sind an die­ser Stel­le – wie gesagt – erst ein­mal nur Ide­en und Gedan­ken, die in kon­kre­ter Durch­füh­rung sicher­lich noch opti­miert wer­den kön­nen.

Wor­über man sich bei jedem rei­nen Publi­kums­preis im Kla­ren sein muss: Es wird immer der- oder die­je­ni­ge gewin­nen, der oder die die meis­ten Fans akti­vie­ren kann. Das ist so, und das ist auch durch­aus nichts Schlim­mes oder Nega­ti­ves, und bei einem Publi­kums­preis imma­nent. Das macht des­we­gen nicht, weil man ohne­hin nicht fest­stel­len kann, ob irgend­ein Werk »das Bes­te« ist, denn eine qua­li­ta­ti­ve Bewer­tung liegt immer im Auge des Betrach­ters.

Es soll­te sich mei­ner Ansicht nach übri­gens nicht um einen »deut­schen« Preis han­deln, son­dern um einen, der deutsch­spra­chi­ge Wer­ke aus­zeich­net, die­se könn­ten selbst­ver­ständ­lich auch bei­spiels­wei­se aus der Schweiz, Öster­reich oder Bur­ki­na Faso stam­men. Der Name des Prei­ses soll­te das reflek­tie­ren.

wei­ter­le­sen →