DER PAPYRUS DES CÄSAR
Und so konnte ich – endlich – prüfen, was andere bereits verbreitet hatten: Dass der neue ASTERIX prima ist.
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Und so konnte ich – endlich – prüfen, was andere bereits verbreitet hatten: Dass der neue ASTERIX prima ist.
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Tag der Toten in Mexico City. Die Kamera schwebt über das Treiben der Menschenmassen, taucht in die Parade, fokussiert kurz auf einen Mann mit Totenkopfmaske und Skelett auf dem Smoking, geht weiter und greift einen anderen Mann auf, folgt diesem ebenfalls nur kurz. Der Mann mit der Totenkopfmaske kommt wieder ins Bild, nimmt seine Begleiterin bei der Hand. Offensichtlich haben sie auf den anderen Mann gewartet. Sie gehen durch die Parade in eine andere Richtung, in eine Hotellobby, hinauf in den ersten Stock. Hier werden sie von der Kamera überholt, der Mann nimmt die Maske ab, es ist Bond. Die Kamera nun vorneweg, geht Bond sofort weiter, nimmt sich ein Gewehr vom Tisch, auf den Balkon, steigt über das Geländer, geht über das Dach zu einer Mauer, wo die Kamera wieder hinter den Agenten gleitet. Man sieht über die Straße in ein anderes Gebäude, und erkennt dort den Mann vom Anfang. Damit endet eine der aufregendsten, weil dynamischsten Plansequenzen, die ein Mainstream-Blockbuster je produziert hat. Und stellt dabei selbst Brian De Palmas aufwendig choreografierte Fünf-Minuten-Einstellungen in einen tiefen Schatten.
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THE MARTIAN – Bundesstart 08.10.2015
Ridley Scott wird niemals die Reputation verlieren, nicht nur die zwei erfolgreichsten, sondern auch einflussreichsten Science Fiction Filme gemacht zu haben. ALIEN vermischte auf geniale Weise Horror mit einer auf Realismus heruntergebrochenen Zukunftsvision. Die Welt von ALIEN war echt. Seine Kulissen, seine Charaktere, sein Hintergrund. Die Atmosphäre funktionierte, weil sich alles realistisch anfühlte. So wie in BLADE RUNNER, wo das ständig verregnete Los Angeles zu keinem Zeitpunkt in Frage gestellt werden konnte. Aber nicht nur die Kulisse überzeugte, sondern die Geschichte die Scott darin erblühen ließ. Es hätte eine wunderbare Geschichte von Gut gegen Böse sein können. Doch genau am Ende löste sich diese Frage in eine philosophische Auseinandersetzung mit dem Menschsein auf. Ridley Scott hat damit das Genre erneut neu ausgerichtet. Ein Roman wie Andy Weirs DER MARSIANER konnte in den Händen von Ridley Scott nur bestens aufgehoben sein.
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Gibt es eigentlich noch Schwarz und Weiß? Vielleicht war die Welt es noch nie, und wir haben nur einen verklärten Blick auf die Vergangenheit, und die Menschheitsgeschichte. Doch man muss nur einen Blick 50 Jahre zurück werfen, als Truman Capote KALTBLÜTIG veröffentlichte, und damit eine literarische Sensation unter das Volk brachte. Es war die wie ein Roman geschriebene Aufarbeitung einer nicht fiktionalen Geschichte, in welcher die vierköpfige Cuttler-Familie von zwei Gangstern ermordet wurde, nur um an Geld zu kommen. Zu diesem Zeitpunkt war Raubmord und Überfälle in Amerika lange nichts mehr Unbekanntes. Doch der Fall der Cuttlers sprengte einen bis dahin nie da gewesenen Rahmen, wo Unschuldige einfach nur wegen des Tötens umgebracht wurden. KALTBLÜTIG war ein Schock, er traf die Leser zutiefst. Das hat mit der Situation entlang der amerikanisch-mexikanischen Grenze zuerst wenig zu tun. Aber bei den Cuttlers waren die Grenzen von Schwarz und Weiß klar definiert und sichtbar. 50 Jahre später hat sich Amerika deutlich verändert.
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Es dürfte leider nur wenige Leute gegen, die sich an Peter und Bobby Farrellys OSMOSIS JONES erinnern werden. Eine empfehlenswerte Einsicht in den menschlichen Körper. Das weiße Blutkörperchen Osmosis Jones muss das tödliche Virus Thrax im Körper ausfindig, und den Garaus machen, bevor es sich zu sehr ausbreitet. Aber Thrax ist gerissen, und Osmosis muss zum Beispiel mit Hilfe der Nierensteine arbeiten. Wenn dann nicht auch noch die Wiederwahl des Bürgermeisters in Gestalt des Gehirns anstünde, welches der Einfachheit halber lieber nur eine Grippetablette einnimmt. OSMOSIS JONES ist eine sehr originelle, weil sehr gut durchdachte Unterhaltung. 14 Jahre später geht Pixar einige Schritte weiter, ebenso originell und durchdacht. Natürlich Pixar, die sich, trotz ihrer Einbindung ins Maus-Haus, die Reputation bewahrt haben.
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Demnächst wird es eine neue Verfilmung der König Artus-Legende geben. Antoine Fuqua hatte erst vor zehn Jahren die Sage wiederbelebt. Aber jetzt ist Guy Ritchie dran. Er hatte weit über die Erwartungen die britische Legende Sherlock Holmes einem jüngeren Publikum nahe gebracht. Und jetzt, mittendrin, ist erst einmal die Fernsehlegende SOLO FÜR O.N.C.E.L. an der Reihe. Guy Ritchie scheint sich irgendwie festlegen zu lassen. 46 Jahre nach der Erstausstrahlung der letzten Folge der beliebten Spionage-Serie muss man sich erstaunt fragen, warum das überhaupt so lange gedauert hat. Doch wie bei SHERLOCK HOLMES erweist es sich als auch hier als gegeben, dass dieser Stoff nur bei Ritchie in den besten Händen sein konnte. Ordentlich entstaubt, eine Menge attraktiver Menschen, des Regisseurs teilweise verstörender Humor, und ein Zeitkolorit, welches einem den Atem verschlägt. Hört sich einfach an. Und mit Ritchies Inszenierung sieht es auch einfach aus.
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Im Jahre 2003 begann Regisseur und Drehbuchautor Edgar Wright mit den Vorbereitungen für eine Verfilmung von ANT-MAN. Es war das Jahr, als Ang Lee seine Version von HULK in die Kinos brachte, der ganz weit hinter den Erwartungen von Universal blieb. Da dachte noch keiner an das Marvel Cinematic Universe. Da hatte Marvel noch nicht einmal ein eigenes Studio. Wright wollte einen perfekten Film inszenieren, und so nahm er sich auch die Zeit. Über Jahre. 2008 brachen dann die Marvel Studios mit dem außergewöhnlichsten Kinoprojekt der Geschichte über die Filmwelt herein. Ein Projekt welches mit seiner Idee aufzugehen schien. Sechs Filme, welche die erste Phase im frischen Marvel Cinematic Universe bildeten. Kulminieren würde Phase Eins mit den AVENGERS. Das Problem, Ant-Man war ein Mitglied der Avengers. Edgar Wright musste Marvel und die anderen Filmemacher davon überzeugen, Ant-Man solange aus dem MCU heraus zu halten, bis sein Film als alleinstehende Geschichte erzählt war.
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Wenn er sagt, er käme wieder, dann kann man sich darauf verlassen. Dass er sich dafür zwölf Jahre Zeit ließ, kann von Vorteil gewesen sein. Der nicht sehr löblich aufgenommene TERMINATOR SALVATION bot ja nur eine leidlich überzeugende Computer-Animation des österreichischen Action-Stars. Wie heutzutage alle Multi-Millionen-Dollar-Produktionen, war auch SALVATION als Trilogie geplant. Ein früheres Wiedersehen mit Arnold Schwarzenegger in seiner Paraderolle, wäre also möglich gewesen. Für die Studios Warner und Sony stand das weltweite Einspielergebnis von 370 Millionen Dollar einfach zu nah am 200 Millionen Budget. Das Umdenken hielt solange an, bis Paramount die Zügel in die Hand nahm. Denn Eile war geboten, weil die Rechte 2019 an Erfinder James Cameron zurück fallen. So versprach Paramount gleich zwei weitere Teile, egal wie die Geschäfte mit GENISYS laufen würden.
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Die Brüder Zach und Gray dürfen das Wochenende mit ihrer Tante Claire verbringen. Zach ist der mürrische, verantwortungslose Teenager, Gray der kurz vor der Pubertät stehende, von Dinosauriern begeisterte, Junge. Tante Claire, die ist zufällig die Leiterin des Vergnügungsparks »Jurassic World«, auf der Isla Nublar. Und da sie eine verantwortungsvolle Leiterin ist, müssen die Jungs dann doch erst einmal mit Claires Assistentin Vorlieb nehmen, weil Tante lieber Geschäftstermine wahrnimmt. Falls sich jetzt jemand denkt: Hoppla, da wird sich Zach vom verantwortungslosen wohl bald zum schützenden Menschen wandeln, dann hat er vielleicht nicht ganz so Unrecht. Und wenn geneigter Zuschauer darauf kommt, dass Claire zur geläuterten Tante mutiert, dann liegt er nicht so falsch. Wenn dann der erste Dinosaurier Schwierigkeiten macht, muss Claire den hemdsärmeligen Naturburschen Owen um Hilfe bitten. Dass die Beiden sich nicht besonders gut leiden mögen, könnte für das Ende bedeuten, dass sie sich in den Armen liegen werden. Und so geht es weiter und weiter, wo jede Ausgangslage sofort darauf verweist, wie die Auflösung im weiteren Verlauf aussehen wird.
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Bevor die Tirade wieder anfängt, die bei diesem Thema immer wieder gerne zutage tritt: Disney musste in Europa wegen des gleichnamigen Musik-Festivals den Titel des Filmes ändern. Und man kann über A WORLD BEYOND nicht wirklich meckern, denn das trifft den Kern der Geschichte eigentlich sehr genau. Dieser Kern ist die junge Casey, technikbegeistert und voller Hoffnung auf die Zukunft, die sich mit Hilfe eines mysteriösen Ansteckers in zwei verschiedenen Welten bewegen kann. Die eine ist das reale Hier und Jetzt, die andere Tomorrowland, eine strahlende Zukunft. Unterstützt wird sie dabei von der undurchsichtigen Athena, ein eigentlich viel zu junges Mädchen, allerdings mit besonderen Fähigkeiten. Athena will Casey mit dem misanthropischen, und äußerst pessimistischen Frank Wallace zusammen bringen. Frank will allerdings nichts mit Casey zu tun haben, ihr unerschütterlicher Glaube an die Menschheit widert ihn eher an. Wie sich herausstellt, war Frank selbst schon in Tomorrowland, wurde von dort allerdings verbannt. Jetzt hat Frank mit Hilfe von Zukunftstechnologie herausgefunden, dass unsere Zivilisation nur noch wenige Tage hat, bis sie sich aus noch unbekannten Gründen selbst zerstören wird. Und Casey könnte das verhindern, nur weiß keiner der Beteiligten genau, wie das funktionieren soll.
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