Die Comic-Zeichnerin Olivia Vieweg hat in ihren Geschichten die Zombies nach Thüringen geholt und den Horror in ein Dorf im Harz. Sie mag STAR WARS und STAR TREK gleichermaßen – würde aber Leonard »Bones« McCoy und Spock niemals für Luke Skywalker im Stich lassen. Sie ist Fan der Band Subway to Sally, über die sie zwei Storybooks herausgebracht hat. Ihre ersten Gehversuche hat sie im Manga-Stil unternommen, mittlerweile arbeitet sie als Illustratorin, bringt Comic-Anthologien heraus und zeichnet regelmäßig Comic-Novels. Fast allen Novels mischt sie ein phantastisches Element bei, mal stärker und mal schwächer dosiert. Gerade ist ihr neuestes Werk SCHWERE SEE, MEIN HERZ erschienen, das sie zum ersten Mal in den maritimen Bereich verschlägt. Olivia Vieweg hat ein Comic-Stipendium des Ehapa Verlags erhalten und wurde mit dem »Sonderpreis der Jury« des ICOM Independent Comic Preises ausgezeichnet. Auf ihren aktuellen Erfolg ist sie zu recht ganz besonders stolz: Sie hat den Tankred-Dorst-Drehbuchpreis für die Drehbuch-Adaption ihres Zombie-Comics ENDZEIT erhalten!
Obwohl sie ständig auf Achse ist und erst kürzlich in Japan war, stand Olivia Vieweg freundlicherweise für ein ausführliches Interview zur Verfügung.
Im Jahre 2003 begann Regisseur und Drehbuchautor Edgar Wright mit den Vorbereitungen für eine Verfilmung von ANT-MAN. Es war das Jahr, als Ang Lee seine Version von HULK in die Kinos brachte, der ganz weit hinter den Erwartungen von Universal blieb. Da dachte noch keiner an das Marvel Cinematic Universe. Da hatte Marvel noch nicht einmal ein eigenes Studio. Wright wollte einen perfekten Film inszenieren, und so nahm er sich auch die Zeit. Über Jahre. 2008 brachen dann die Marvel Studios mit dem außergewöhnlichsten Kinoprojekt der Geschichte über die Filmwelt herein. Ein Projekt welches mit seiner Idee aufzugehen schien. Sechs Filme, welche die erste Phase im frischen Marvel Cinematic Universe bildeten. Kulminieren würde Phase Eins mit den AVENGERS. Das Problem, Ant-Man war ein Mitglied der Avengers. Edgar Wright musste Marvel und die anderen Filmemacher davon überzeugen, Ant-Man solange aus dem MCU heraus zu halten, bis sein Film als alleinstehende Geschichte erzählt war.
Wie verbringt der moderne Teenager seine Freizeit? Da ist die Mär von YouTube, sozialen Netzwerken und Skype. Wie dann wohl ein zeitgemäßer, oder angemessener Kinofilm aussehen müsste, erschließt sich somit von alleine. Zuerst einmal ist die Leinwand ein gigantischer Computer-Desktop. Fenster werden geöffnet und Fenster werden geschlossen. Ein Film auf YouTube wird angesehen. Via Privat-Messenger werden ein paar Zeilen ausgetauscht. Ein kurzer Plausch im Video-Chat. Der jugendliche Zuschauer sieht genau das, was er der Legende nach immer in seiner Freizeit sieht. Bringt man das Video, die Textnachrichten, und den Video-Chat irgendwie in Zusammenhang, könnte man damit eine Geschichte erzählen. Eine clevere Idee, die man durchaus als innovativ bezeichnen muss. Alles was dem Zuschauer noch fehlt, ist sich in die Geschichte einzubringen.
Wenn er sagt, er käme wieder, dann kann man sich darauf verlassen. Dass er sich dafür zwölf Jahre Zeit ließ, kann von Vorteil gewesen sein. Der nicht sehr löblich aufgenommene TERMINATOR SALVATION bot ja nur eine leidlich überzeugende Computer-Animation des österreichischen Action-Stars. Wie heutzutage alle Multi-Millionen-Dollar-Produktionen, war auch SALVATION als Trilogie geplant. Ein früheres Wiedersehen mit Arnold Schwarzenegger in seiner Paraderolle, wäre also möglich gewesen. Für die Studios Warner und Sony stand das weltweite Einspielergebnis von 370 Millionen Dollar einfach zu nah am 200 Millionen Budget. Das Umdenken hielt solange an, bis Paramount die Zügel in die Hand nahm. Denn Eile war geboten, weil die Rechte 2019 an Erfinder James Cameron zurück fallen. So versprach Paramount gleich zwei weitere Teile, egal wie die Geschäfte mit GENISYS laufen würden.
Die Regeln im Teenage-Slasher sind seit Jahrzehnten definiert. Es überlebt die Figur, die mit reinem Herzen auf Sex verzichtet hat. John Carpenter war einer der Mitbegründer dieser Klischees. Und David Robert Mitchell macht unmissverständlich klar, wo die Vorbilder für seinen innovativen Horrorfilm zu finden sind. Auch Carpenter ließ Jamie Lee Curtis verklärt aus dem Klassenzimmer blicken, wo sich draußen unvermittelt das Böse zu erkennen gab. Mitchell wiederholt diese Sequenz, während hier die Lehrerin T.S. Eliot zitiert. Das macht natürlich wissbegierige Fans neugierig, denn manchmal können Horrorautoren auch sehr verwegene Spuren legen. Das Gedicht »Das Liebeslied von J. Alfred Prufrock« ist im Internet nicht zu finden, nur unendlich viele Auslegungen über dessen Inhalt und Aussage. Es soll um Angst gehen, um Selbstfindung, die Unsicherheiten im Leben, die Quintessenz des Scheiterns. Das Gedicht ist schwer zu interpretieren oder lässt viele Interpretationsmöglichkeiten. Der Dichter Eliot hat sich dabei an verschiedene, ältere Dramatikern und Autoren angelehnt. David Robert Mitchells Film ist ein perfekter Abzug dieses Gedichts.
Dank glücklicher Umstände ist mir endlich etwas gelungen. Ich hatte schon nicht mehr daran geglaubt. Man sollte meinen, dass es heutzutage vergleichsweise einfach ist, einen Film im Kino zu sehen. Das ist auch so, zumindest, wenn es um amerikanische Blockbuster oder hohle bis platte deutsche Komödien geht. Geht es jedoch um Phantastik, dann tut sich die hiesige Filmbranche ungeheuer schwer – dabei hat der deutsche Film eine beeindruckende Geschichte, was Phantastik angeht, und war mal Vorreiter im Genre. NOSFERATU, METROPOLIS, DOKTOR MABUSE waren einige der frühen Vertreter, vermutlich die bekanntesten. Und sogar im Fernsehen und Film späterer Jahre gab es vieles Phantastisches zu sehen, selbst wenn sich manch einer der heute Verantwortlichen nicht daran zu erinnern scheint, oder sich nicht erinnern will. RAUMPATROUILLE ist weit vorne zu nennen. Kennt noch wer ALPHA ALPHA aus dem Jahr 1972, mit Karl-Michael Vogler in der Rolle des Agenten Alpha? Eine ZDF-Serie, die quasi die X‑Akten vorwegnahm – die als »verschollen« galt (man bekommt sie seit Februar 2015 auf DVD). Fernsehfilme und Serien von Rainer Erler? WELT AM DRAHT? MOON 44? Die in Coproduktion mit Hollywood entstandenen UNENDLICHE GESCHICHTE oder ENEMY MINE (GELIEBTER FEIND)?
Das erste Entsetzen tritt schon an der Kinokasse ein. Die Freiwillige Selbstkontrolle hat TED 2 für ein Alter ab 12 Jahren freigegeben. Das ist natürlich nicht, weswegen sich eine bestimmte Klientel für eine zweite Runde ins Kino bemüht. Ein putziger Bär ist vielleicht PADDINGTON, aber Ted, das ist ein Kaliber, welches nur mit tabulosem Charme ins Ziel geht.
Der zweite Schrecken erwartet ein gnädiges Publikum schließlich im Kinosaal. Von der ersten Minute an geht es um Körperflüssigkeiten, den Austausch derselben, stimulierende Handbewegungen, und körperliche Zweisamkeiten. Ach, dann wird der Genuss von bewusstseinserweiternden Substanzen zelebriert, und es werden alkoholische Exzesse in allen Ehren gehalten.
Man kommt nicht um die Frage herum, welche Idioten bei der FSK diesen Film für eine Freigabe ab 12 bewertet haben.
Aufgrund der Komplikationen bei den Dreharbeiten zu FURIOUS SEVEN konnte James Wan die Regie für INSIDIOUS 3 nicht übernehmen. Aber Leigh Whannell hatte seinem Kumpel Wan lange genug über die Schulter schauen können. Außerdem haben sie zusammen schon die SAW-Reihe gemacht, natürlich INSIDOUS kreiert, und Whannell hatte immer eine Rolle in den jeweiligen Filmen. Und da dieser Teil auch keine direkte Fortsetzung sein soll, hat er frisches Blut im Regiestuhl gut vertragen können. Tatsächlich hat Leigh Whannell seinem Freund James Wan sehr gut über die Schulter geguckt. Denn in Stil, Spielführung, und Spannungsaufbau unterscheidet sich CHAPTER 3 keinen Deut von seinen zwei Vorgängern.
Besprechung beruht auf der amerikanischen DVD mit originaler Sprachfassung
George Lucas wollte schon immer einmal ein Musical machen. Warum auch nicht, schließlich stammt von ihm auch das erfolgreichste Märchen aller Zeiten. Und da scheint sich Lucas gedacht zu haben, dann lege ich das auch noch zusammen, und fertig ist der Knüller. Bevor man sich jedoch mit einem Songschreiber auseinandersetzen muss, setzt man auf 18 Pop-Klassiker der letzten Jahrzehnte, da weiß man schon, dass die gut sind. Ein bisschen Shakespeare, ordentlich Pixar, eine dicke Portion Moral, und fertig ist das magische Elixier zur Verzauberung des Zielpublikums. Vielleicht, aber nur vielleicht, hat er sich das so gedacht. Anders wäre das filmische Resultat nicht zu erklären, wo das Königreich der Feen gegen den Dunklen Wald antritt. Zwei Welten, die sonst unbehelligt voneinander nebenher leben. Bis ein übermutiger Elf aus dem Feenreich von der sehr, sehr schmalen Grenze eine Schlüsselblume pflückt, um einen Liebestrank herzustellen. Da dreht König Bog aus dem Dunklen Wald durch, schließlich hat er der Liebe für immer abgeschworen, und möchte diese am besten ganz ausrotten.
Ausgelöst durch mehrereBehauptungen aus Richtung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, eBooks seien Telemedien, müssten zwingend mit einer Alterskennzeichnung versehen werden und vor allem dürften nur zwischen 22:00 und 6:00 verkauft werden, ging in den vergangenen Wochen einiges Rauschen durch den virtuellen Blätterwald.
Leider versäumte es der Börsenverein bisher, seine Aussagen zu untermauern und zu konkretisieren. Es wurde in der Online-Version des Börsenblattes lediglich nebulös behauptet, irgendwer habe gegen einen eBook-Onlineshop »geklagt« (warum genau blieb offen) und es wurde zudem die Behauptung aufgestellt eBooks seien Telemedien, ohne dies auch nur ansatzweise nachvollziehbar zu begründen.
Um hier konkretere Aussagen zu erhalten, habe ich mich per Email an die Landesmedienanstelt NRW gewandt und dieser einige Fragen gestellt. Mein Schreiben gebe ich im Folgenden wieder. Sobald ich eine Antwort habe, werde ich auch diese hier auf PhantaNews veröffentlichen.
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