Die Zuschauer verlassen am Ende des Films den Saal. Sie sind nicht ganz so dumm, warten die ersten Titel mit den Namensnennungen noch ab, denn danach kommt nicht sehr überraschend eine überraschende Szene. Man kennt das mittlerweile, der Oha-Moment, der nichts bedeuten muss, aber die Nerds zu unheimlich viel Spekulation antreibt. Danach strömen die Zuschauer zum Ausgang und Hauptdarstellerin Mckenna Grace singt ihren selbstgeschriebenen Song »Haunted House« in Dolby Atmos. Ein breitschultriger Mann, der schon vor dem Film durch lautstarke Bemerkungen als Film-Buff aufgefallen war, informiert über den Filmton hinweg seine ebenso männliche Begleitung beim Hinausgehen, dass die Macher da ja alles richtig gemacht hätten. Sein Ton ist dabei extrem gönnerhaft, dass man versucht ist ebenso gönnerhaft hinterherzurufen, er würde gerade gar nichts richtig machen. Denn sechs Minuten später ist der gut besuchte große Saal fast leer und gerade einmal vier Zuschauer verfolgen nach dem Abspann eine sehr ausgedehnte und durchaus prägnante Szene.
Für Amazon Video wurde der SF-Film ENCOUNTER produziert. Der Trailer gibt nur sehr spärlich preis, worum es da eigentlich geht, es sieht so aus, als habe ein Meteoriteneinschlag »irgend etwas« auf die Erde gebracht. Die offizielle Zusammenfassung liest sich wie folgt:
A decorated Marine goes on a rescue mission to save his two young sons from an unhuman threat. As their journey takes them in increasingly dangerous directions, the boys will need to leave their childhoods behind.
Ich muss zugeben, dass ich den Trailer aufgrund seiner Inszenierung äußerst bemerkenswert finde und ich hoffe, dass der Film hält, was der Vorgucker verspricht.
In den USA ist ENCOUNTER ab dem 3. Dezember in Kinos zu sehen und ab dem 10. Dezember auf Prime Video. Bei Amazon Video Deutschland ist noch keine Spur davon zu sehen …
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Staffel sechs wird nicht nur die letzte des Science Fiction-Kulthits THE EXPANSE sein, sie wird auch nur sechs Episoden haben. Wenn man weiß, wo die Serie in den Büchern ist und was da noch alles kommen müsste, scheint es unmöglich zu sein, das alles in der kurzen Zeit abhandeln zu können. Die Macher hatten allerdings schon gemunkelt, dass das Ende bei Amazon nicht das Ende sein müsste. Sollte THE EXPANSE etwa nochmal wiederbelebt werden? Oder wird es noch einen oder mehrere Filme geben? Wer weiß …
Holden and the crew of the Rocinante fight alongside the Combined Fleet of Earth and Mars to protect the Inner Planets from Marco Inaros and his Free Navy’s campaign of death and destruction. Meanwhile, on a distant planet beyond the Rings, a new power rises.
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Was hätte alles schief gehen können … GHOSTBUSTERS (1984) ist eine Film-Ikone aus den 1980ern und ältere Semester können heute noch die zahllosen zeitlosen Zitate runterrasseln, weil wir den Streifen gefühlt Millionen mal gesehen haben. Dan Aykroyd wollte schon lange eine Fortsetzung machen, aber irgendwie ist es nie dazu gekommen, unter anderem auch, weil Bill Murray sich immer geziert hat – und weil in Tinseltown niemand Geld locker machen wollte.
Und dann war da GHOSTBUSTERS aus dem Jahr 2016, der mir im Prinzip auch ganz gut gefallen hat, der allerdings eine Neuerfindung war und keine Forterzählung. Zudem hatte Regisseur Paul Feig zwar grundsätzlich verstanden, was GHOSTBUSTERS sind, aber am Ende nicht die eigentliche Essenz, das Herz, des Ganzen. Man sortierte ihn allenfalls unter »ganz nett« ein, aber es war nicht der große Wurf, den die Fans sich eigentlich gewünscht hatten. Und vor allem tauchten die alten Haudegen nur in Cameos auf, nicht in ihren damaligen Rollen.
Vermutlich musste mit Jason Reitman erst der Sohn des ursprünglichen Regisseurs antreten, um diese Fortsetzung 37 Jahre nach dem ersten tatsächlich in die Kinos zu bekommen, wenn auch aufgrund des Virus mit über einem Jahr Verspätung.
Auch die zweite Auflage der Addams Family verdient dickes Lob und Anerkennung für ihre Hochachtung gegenüber dem Zeichner Charles Addams. Die vollanimierte Weiterführung der gruseligen Familie könnte im Stil nicht besser umgesetzt sein. Hinzu kommt allerdings eine zeitgemäße Erweiterung zur Farbe. Doch wenigstens orientiert sich die Farbgebung an den unbestreitbar legendären Kinovorbildern von 1991 und ’93. Aussehen und anatomische Formen der Figuren sind exzellent. Das hätte Charles Addams zufrieden gestellt.
Aber womit Schöpfer Charles Addams sicherlich seine Schwierigkeiten gehabt hätte, ist das sinnfreie Weichspülen seiner schwarzhumorigen Grotesken. Schlimmer noch, vier Drehbuchautoren und zwei Regisseure versuchen es mit einer Geschichte, die vollkommen im Gegensatz zum Grundgedanken und Konzept der Addams Family steht. Die Spaltung eines unbeirrbaren Familiengefüges.
Noch bis gestern war die Lage klar: Heute startet die vierte Staffel der (zugegebenermaßen umstrittenen) STAR TREK-Serie DISCOVERY in den USA auf dem Streamingdienst Paramount+, der Rest der Welt bekommt die wie bisher einen Tag später (also morgen) bei Netflix zu sehen.
Und dann kam die Mitteilung auf verschiedenen sozialen Medien, die einen Shitstorm unter Fans auslöste, der den Verantwortlichen noch lange um die Ohren wehen dürfte. Man hat sich zwei Tage vor dem internationalen Release entschlossen, diesen zu stoppen und zu warten, bis der Plan verwirklicht wurde, den hauseigenen Streamingdienst Paramount+ international zu starten; der ist bisher nur in den USA zu haben und schwächelt dort. Dieser Start wird allerdings noch Monate dauern.
Zeitgleich wurden gestern auch alle alten Staffeln der Science Fiction-Serie von Netflix genommen, so dass man sie in großen Teilen der Welt jetzt nicht mehr legal ansehen kann.
Gratulation, CBS & Paramount, das ist im Jahr 2021 eine der vermutlich dümmsten Entscheidungen die man treffen kann. Glaubt ihr denn wirklich, die Fans werden monatelang dem Internet fern bleiben, damit sie nicht gespoilert werden? Glaubt ihr tatsächlich, es ist heutzutage clever so eine Nummer zwei Tage vor dem Release abzuziehen? Glaubt ihr ernsthaft, die Kunden sind bereit noch einen weiteren überteuerten Streamingdienst zu abonnieren, nur für eine einzige Serie (oder zwei, wenn wir STRANGE NEW WORLDS noch dazu nehmen)? Hab ihr denn nicht das Geringste aus Disney+ und dem Start von THE MANDALORIAN gelernt? Oder wollt ihr einen neuen Rekord an illegalen Downloads aufstellen?
Überhaupt ist der Trend dazu, dass jeder und sein Hund mit Dollarzeichen in den Augen einen eigenen Streamingdienst aufmacht völlig verfehlt, denn die Menge an Geld, die die Kunden bereit sind für Streamingdienste auszugeben ist finit. Und statt das Schlaue zu tun und das alles in einem oder zwei Diensten zu bündeln, und damit das Geld einfach zu verdienen, werden mehr und mehr kostenpflichtige Dienste eröffnet, was dem Geschäftsmodell schon jetzt schadet und illegalen Downloads erheblichen Vorschub geleitet hat, die aufgrund der schnellen internationalen Verfügbarkeit von Content deutlich zurück gegangen waren.
Clever wäre es gewesen, DSC jetzt bei Netflix zu lassen und den internationalen Start des überflüssigen Streamingdienstes mit STRANGE NEW WORLDS anzustoßen.
Ich hoffe nach diesem völlig sinnfreien Stunt persönlich, dass CBS und Paramount mit dem durchsichtigen Versuch, STAR TREK als Exklusivcontent zu benutzen, um die Leute zum Abonnieren des ungeliebten Paramount+ zu bringen so richtig auf die Schnauze fallen. Denn ich gehe davon aus, dass etliche Kunden wie ich neben Netflix, Amazon Prime Video und Disney+ garantiert nicht noch einen weiteren Dienst abonnieren werden. Wenn die Pakleds in der Chefetage wollten, dass STAR TREK: DISCOVERY abgesetzt werden soll, hat man dort mit der Verschiebung genau die richtige Entscheidung getroffen, insbesondere auch deswegen, weil DISCOVERY eben nicht die erfolgreichste STAR TREK-Serie aller Zeiten ist. Und sie haben offensichtlich auch nicht verstanden, dass man Fans, mit solch einer Aktion ganz sicher nicht dazu animiert, den neuen Streamingdienst zu abonnieren, eher im Gegenteil.
Und dann auch noch die halbgare, von billigem PR-Babble triefende Mitteilung (siehe oben), die die Intelligenz der Fans beleidigt.
»Let’s Fly«, my ass! Shitstorm verdient.
Infinite stupidity in infinite combinations.
Grafik Pressemitteilung Copyright CBS & Paramount
Für gestern war der neue Trailer zum anstehenden Marvel Cinematic Universe-Spektakel SPIDER-MAN: NO WAY HOME angekündigt, er kam leicht verspätet vor ca. sechs Stunden und damit für ein europäisches Publikum maximal unpassend getimed.
Und tatsächlich sehen wir offensichtlich noch mehr Böswatze aus prä-MCU-SPIDER-MAN-Filmen. Ich gehe davon aus, dass Marvel noch nicht alle Überraschungen des Streifens in den Trailer gepackt hat, es gibt da ja gewisse im Internet kursierende Gerüchte, von denen ich annehme, dass sie zumindest in Teilen korrekt sein dürften, denn warum sollte man nur die Supervillains aus anderen Universen importieren?
SPIDER-MAN: NO WAY HOME startet am 16. Dezember 2021 in den deutschen Kinos, zumindest wenn wir bis dahin in diesem Teil des Multiversums Corona in den Griff bekommen. Leider haben wir keine Avengers, nur Politiker.
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Es gibt gewisse Dinge in Filmen, die immer funktionieren. Die Apple-Produktion FINCH hat gleich drei dieser Elemente, von denen eigentlich schon eines genügt, um Erfolg zu generieren. Tom Hanks, Roboter und einen Hund. Was kann da schon schief gehen? Es könnte schief gehen, dass die Macher Gefahr laufen, sich auf der sicheren Seite auszuruhen. Was als Grundlage für die Geschichte dient, hat man schon zuhauf gesehen und erlebt. Eine Sonneneruption hat die Ozonschicht zerstört und mit 70 Grad Celsius ist die Erde weitgehend unbewohnbar geworden. Ohne Schutzanzug verbrennt die Haut wegen ungefilterter Ultraviolettstrahlung. Die ganz wenigen Überlebenden können sich nur im Schatten aufhalten, oder kommen nur Nachts aus ihren Verstecken. Finch Weinberg ist Robotik-Ingenieur und mit viel Glück konnte er sich nach der Katastrophe in seiner ehemaligen Firma einnisten. Mit Hund Goodyear als einzig treuem Gefährten verfolgt Finch den Plan, der Apokalypse eins auszuwischen.
Danke für Nichts, liebe Verleiher, wenn ihr mal wieder einen englischen Titel durch einen anderen englischen Titel ersetzt. GHOSTBUSTERS: AFTERLIFE heißt in Deutschland GHOSTBUSTERS: LEGACY und nur Zuul weiß weswegen.
Wer mitspielt und worum es ansatzweise geht, darüber hatte ich bereits mehrfach berichtet, deswegen spare ich es mir, das an dieser Stelle nochmal zu tun, wer mehr wissen möchte folgt dem Link oben zu IMDb.
Schönes Detail ist der anfangs vom leider verstorbenen Harold Ramis (alias Dr. Egon Spengler) eingesprochene Text, der aus GHOSTBUSTERS stammt
Die Besprechungen die bereits aus Ländern eingetrudelt sind, wo er bereits gesehen wurde, sind überaus vielversprechend.
Deutschlandstart ist am 18.11.2021. Jetzt hoffe ich nur, dass sie mich nächste Woche noch ins Kino lassen …
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Der Spruch »immer der gleiche Sermon« ist nicht unbedingt positiv gemeint. Da sind die Filme aus dem Marvel Cinematic Universe eine wohlwollende Ausnahme, wo bei jedem neuen Film nach Art einer Predigt stets sich gleichende Sätze fallen. Zum Beispiel: Es ist immer wieder erstaunlich, wie es den Machern gelingt, in der Fülle von bereits erzählten Superhelden-Geschichten neue Ansätze zu finden. Und Chloé Zhaos ETERNALS ist da keine Ausnahme. Wobei Zhao immer wieder abwehrt, dass dies nicht »ihr« Film sei, weil die Geschichte schon lange festgelegt war, bevor sie als Regisseurin engagiert wurde. Wem also die Beantwortung der wichtigsten aller Frage zuzuschreiben ist, bleibt demnach unklar. Aber wir wissen nun: im Marvel Cinematic Universe existieren DC-Comics.
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