ARCHEAGE ist ein Fernost-MMO der Firma XLGames, das sich offenbar noch in der Entwicklung befindet und das mit interessanten Features daher kommt. Zum einen sollen etliche Aspekte des Spiels Sandbox-Charakter haben, beispielsweise die Ökonomie. Zudem legt man offenbar großen Wert auf Spielinhalte, die nichts mit Kämpfen zu tun haben; die Developer wollen den Wert von hergestellen Gegenständen im Vergleich zu gelooteten Items deutlich aufwerten. Interessant auch dass es keine Klassen wie in anderen MMOs gibt, sondern man sich seine eigene Klasse aus zehn Charakteristika nach den persönlichen Spielvorlieben zusammen stellen kann. Neben Häusern kann man sogar Schiffe bauen! Cool!
Der Flug durch die Spielgebiete kann nur als atemberaubend bezeichnet werden!
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Ich habe dieses Buch durch Zufall gesehen und es, angeregt durch den niedrigen Preis, testweise bestellt. Alte Spiele sind immer interessant, zum einen im »normalen Leben«, zum anderen hat man dann etwas mehr Auswahl z.B. bei Larps oder ähnlichen Gelegenheiten.
In diesem Buch werden die Spiele in verschiedene Gruppen unterteilt. Da gibt es Ballspiele, Brettspiele, Lauf- und Fangspiele, Nuss-Spiele, Würfelspiele und schließlich noch »sonstige Spiele«. Die einzelnen Spiele sind zwar kurz, aber durchaus ansprechend präsentiert und gut nachvollziehbar.
Enthalten sind noch heute gespielte Klassiker wie Brennball, Blinde Kuh, Plumpssack und geometrische Puzzle (Tangram), aber auch recht interessante (und mir neue) Spiele wie »Drei Kasten«, eine »Vier Gewinnt«-Variante, bei der sich die Steine bewegen dürfen, das Söldnerspiel und das »Kastellspiel« mit Nüssen.
Zwischendurch gibt es immer historische Anmerkungen, am Ende des Buches sogar noch eine Übersicht über römische Zahlen, Maßeinheiten, Währungen und ein paar Sprichworte.
Fazit: Ein schönes, sehr nützliches Buch, das mir sehr viel Spaß macht. Wer sich mit alten Spielen beschäftigen möchte oder ein paar ungewöhnlichere Zeitvertreibe sucht, der dürfte hier gut bedient sein. Und bei dem Preis kann ich den Kauf durchaus empfehlen.
RÖMISCHE SPIELE – SO SPIELTEN DIE ALTEN RÖMER
Katharina Uebel & Peter Buri
Hardcover
128 Seiten, Euro 4,95
ISBN-10: 9783939722328
ISBN-13: 978–3939722328
Regionalia Verlag, 2010
Endlich mal wieder ein Artikel zu einem Pen&Paper-Rollenspiel! Viele glauben, der Begriff »Steampunk« sei ein recht neuer, einhergehend mit der aktuellen Welle. Doch das ist falsch. Der Begriff selbst stammt – soweit man das verfolgen kann – bereits aus dem 1980er Jahren und könnte von dem Autoren K. W. Jeter »erfunden« worden sein, der ihn in einem Brief an die Redakteure des LOCUS-Magazins im Jahr 1987 erstmals verwendete.
Zudem erschien bereits Ende der Achtziger ein großartiges Rollenspiel bei Game Designers´ Workshop, das hundertprozentig ins Genre passt und viele von uns altgedienten Steampunks an das Setting heran führte: SPACE: 1889 (danach kam noch das ebenfalls brilliante CASTLE FALKENSTEIN (1994) von R. Talsorian Games, meines Wissens das einzige Rollenspiel, das ein »Benimm«- Regelwerk aufweisen kann). GURPS: STEAMPUNK von Steve Jackson Games erschien dagegen erst im Jahr 2000.
Zurück zum eigentlichen Thema: GDW ist leider als Firma bereits seit dem Jahr 1996 nicht mehr existent, dennoch gibt es seit einiger Zeit Bestrebungen, eine Neuauflage von SPACE: 1889 in deutscher Sprache auf den Markt zu bringen. Beteiligt hieran sind zum einen Ulisses Spiele und zum anderen der Uhrwerk-Verlag. Es gab immer wieder mal Ankündigunge, aber aktuelle Neuigkeiten ließen auf sich warten, so dass bereits mehrfach die Vermutung von »Vaporware« aufkam.
Jetzt hat jedoch der Gamedesigner Frank Chadwick, einer der Gründer von GDW und Miterfinder des Spiels, auf seinem Blog gemeldet, dass die deutsche Neuauflage mit neuen »modernisierten« Regeln »wahrscheinlich« im Oktober diesen Jahres veröffentlicht werden wird. Auf den Seiten von Ulisses oder Uhrwerk liest man leider nichts dergleichen… Chadwick fügt hinzu, dass bei einem Erfolg eventuell sogar eine Übersetzung ins Englische in Betracht gezogen werden könnte.
Hoffen wir das Beste!
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Oben links sieht man die Cover-Art der deutschen Neuauflage, wie sie auf dem Blog von Frank Chadwick veröffentlicht wurde, das Copyright liegt bei Ulisses und dem Uhrwerk Verlag. Cover SPACE: 1889 (Originalausgabe) Copyright Heliograph Incorporated
Am letzten Wochenende hatte ich zum ersten Mal seit der Closed Beta die Gelegenheit RIFT zu spielen, da Trion mir freundlicherweise einen Trial-Key zur Verfügung gestellt hatte. Nachdem ich in der Beta eine menschliche Defiant-Magierin kurz und einen Zwergen-Guardian-Krieger deutlich länger angespielt hatte, wählte ich als ersten Charakter auf dem Live-Realm eine Kelari-Rogue (also erneut Defiant, da mir deren Techno-Magie-Mix gut gefällt und da ich die Freemarschen im Gegensatz zum Guardian-Anfangsgebiet noch nicht kannte). Eine gute Entscheidung, denn mal abgesehen von der großartigen Defiant-Hauptstadt Meridian machte die Rogue(-in? ‑esse?) dermaßen viel Spaß, dass ich mich dann doch »gezwungen sah«, eine RIFT-Retail-Box zu bestellen. Mann – ich hab doch gar keine Zeit dafür… ;o)
Dazu passend veröffentlichte Trion soben einen Rogue-Trailer:
A video used to be embedded here but the service that it was hosted on has shut down.
Erneut gibt es Probleme mit einem DRM-System. Spieler von BioWares Fantasy-Spielebestseller DRAGON AGE 2, die in der Stadt Kirkwall unterwegs waren und Spielerweiterungen gekauft, herunter geladen und installiert haben, können möglicherweise ihre gespeicherten Spielstände nicht mehr aufrufen.
Grund für dieses Problem ist offenbar, dass die DRM-Server von BioWare und/oder Electronic Arts nicht in der Lage sind, diese Inhalte korrekt zu erkennen und sie als »Unauthorized DLC« (DLC = Download-Content) kennzeichnen. Die DRM-Server müssen das Spiel bei jedem Start freigeben, aufgrund des Fehlers funktioniert das nicht und die Spielstände können nicht geladen werden. Betroffen sind alle Versionen von DRAGON AGE 2, auch die auf Konsolen.
BioWare hat das Problem bereits bestätigt und angeblich auch behoben (für die PC- und Mac-Fassungen wurde ein Patch bereit gestellt, einer für Konsolen soll folgen), dennoch klagen nach wie vor etliche Spieler in den offiziellen Foren weiterhin über Schwierigkeiten.
Erneut zeigt sich, warum DRM-Maßnahmen, die den Spielern auch bei Offline-Games eine Internetverbindung aufzwingen wollen, um die Legalität des Spiels zu testen, kategorisch abzulehnen sind. Insbesondere wenn die Firmen nicht in der Lage sind, funktionierende Software und Infrastruktur zur Verfügung zu stellen – es kann nicht angehen, dass man ein legal erworbenes Spiel aufgrund solcher Fehler nicht spielen kann. Es wird auch Zeit, dass die Anbieter vom Gesetzgeber gezwungen werden Kompensationen anzubieten, wenn aufgrund solcher überzogener DRM-Maßnahmen das Produkt nicht genutzt werden kann.
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Cover DRAGON AGE 2 Copyright BioWare und Electronic Arts
American McGees ALICE-Computerspiel aus dem Jahr 2000 war eine bizarre Interpretation des bekannten Themas (die Handlung war eine Fortsetzung von ALICE IM WUNDERLAND und ALICE HINTER DEN SPIEGELN), das zwar kein kommerzieller Erfolg war, aber unter Eingeweihten Kultstatus besitzt. Jetzt kommt ein weitere Teil, der nicht weniger schräg sein dürfte – es ist anzunehmen, dass ALICE auch diesmal nicht unter 16 Jahren freigegeben werden wird… MADNESS RETURNS erscheint für PC, PS3 und XBox 360.
Als Vorgucker hier einige Screenshots:
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Promo-Screenshots Copyright Spicy Horse und Electronic Arts
Warner Digital Distribution hat in Zusammenarbeit mit Machinima.com eine neue Webserie aufs Net losgelassen, offenbar eine Promo-Aktion für den neuesten Ableger der Prügelspiel-Reihe MORTAL KOMBAT, der dank der zweifelhaften und bigotten Computerspiele-Diskriminierung mancher unserer Politiker in Deutschland gar nicht erst erscheinen wird.
Und auch wenn man mit Machinima.com zusammenarbeitet, handelt es sich bei der Webserie mitnichten um eine, die mit einer Game-Enginge rewalisiert wurde, sondern um Realszenen mit echten Schauspielern. Es spielen unter anderem: Michael Jai White (THE DARK KNIGHT) als Major Jackson ‘Jax’ Briggs, Jeri Ryan (STAR TREK: VOYAGER) als Sonya Blade und Darren Shahlavi (300) als Kano. Regie bei den geplanten neun Episoden führt Kevin Tancharoen (FAME 2009), das Drehbuch schrieb er zusammen mit Aaron Helbing und Todd Helbing.
Daher kam also der Trailer, der vor einiger Zeit durchs Web geisterte und der wilde Spekulationen über einen Film sprießen ließ…
Game Informer haben BioWare offensichtlich einige Informationen zum letzten Teil der MASS EFFECT-Trilogie aus der Nase ziehen können. Zum einen können die Entscheidungen des Spielers diesmal dazu führen, dass es kein Happy End gibt, denn verschiedene Enden sind möglich. Zum anderen sollen Rollenspielelemente wieder einen wichtigeren Platz einnehmen als in Teil zwei, allerdings nicht so stark vertreten sein wie in Teil eins. Ebenfalls soll es mehr Auswahlmöglichkeiten in den Skillbäumen geben.
Selbstverständlich kann man wie schon in MASS EFFECT 2 seinen Charakter inklusive der Konsequenzen aus dessen Entscheidungen weiter führen, alternativ aber auch neu beginnen, dann führt ein interaktiver Comic den Spieler durch die Vorgeschichte – das kennen wir bereits von der Playstation-Fassung des letzten Spiels.
Erscheinen soll ME3 Ende des Jahre, ich würde mal vermuten, dass BioWare und EA einen Termin kurz vor Weihnachten anvisieren. Shepards Abenteuer starten diesmal auf der Erde, die Reaper sind zurück – und es sieht nicht gut aus:
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Logo MASS EFFECT 3 Copyright BioWare und Electronic Arts
An den Allermeisten dürfte es wahrscheinlich vorbei gegangen sein (wie auch an mir), dass es ein MMO zu MYST gibt. Oder eher gab, denn so Recht war das offenbar kein Renner. Das Konzept unterscheidet sich auch deutlich von dem anderer MMOs: statt des töten/looten/kaufen/craften-Konzepts anderer Spiele geht es hier hauptsächlich um die Erfoschung der ausgedehnten Spielwelt. Man entdeckt die verlorene, mythische Stadt D´ni neu, stellt sie wieder her und erforscht die vergangene Zivilisation, die dort existierte.
Wie bereits geschrieben: der Renner war das leider nie, aber das könnte sich jetzt ändern.
Zum einen wurde der Quellcode von Client und Server (sowie ein Plugin für 3DS-Max) als Open Source freigegeben, so dass jeder diese Ressourcen als Basis für eigene Projekte nutzen kann. Allein das schon ein Knüller. Zum zweiten kann man MYST ONLINE: URU LIVE ab sofort ohne jegliche Kosten spielen, man muss nur den Client herunter laden und sich anmelden. Der Serverbetrieb finanziert sich fortan durch Spenden.
Aufgrund des Settings sollten sich insbesondere Steampunk-Fans äußerst angesprochen fühlen (allein schon die Sektion Konzeptkunst auf der MYST ONLINE-Webseite ist ein Traum!). Ich werde mir das mal ansehen, denn eine grundlegende Abwechslung vom üblichen MMO-Einerlei finde ich persönlich sehr spannend!
[UPDATE] Cyan Inc. will einen Server bereitstellen, auf dem die Fans selbsterstellte Inhalte miteinander austauschen können! Gleich mal die Server-Software herunterladen… :o)
[Update 2] Alternativer Client für Windows, Mac und demnächst auch Linux: Plasma Client
Logo und Screenshot MYST ONLINE: URU LIVE Copyright Cyan Worlds, Inc.
Im Wohnzimmer bei der Nachbarin nebenan steht als TV noch eine alte Röhre und es gibt auch keinen Grund, die zu erneuern, solange sie noch läuft. Hin und wieder wird allerdings der Wunsch laut, auch mal einen Beitrag aus der ZDF-Mediathek anzuschauen, beispielsweise wenn man die Sendung selbst im herkömmlichen Pantoffelkino verpasst hat. Als das Fernsehgerät gebaut wurde, wussten die bei Loewe wahrscheinlich noch nicht mal, wie man »Internet« schreibt, es verfügt aber immerhin über zwei RGB-Eingänge via Scart. :o)
Neben der Kiste steht allerdings eine Wii und die kann ich via WLAN ins Netzwerk heben und die verfügt über den sogenannten »Internet-Channel«, mit dem man mittels Opera im Web surfen kann. Das wäre wohl die einfachste Möglichkeit die Mediathek mal eben auf den Fernseher zu zaubern. Dachte ich, doch ich hatte die Rechnung ohne Nintendo gemacht.
Der auf der Wii verfügbare Flash-Player ist uralt (und ich meine uuuuralt), deswegen erhalte ich auf den allermeisten Webseiten nur die Meldung »bitte aktualisieren Sie Ihren Flashplayer!«, so auch auf der Mediathek-Seite. An und für sich ein guter Vorschlag, allerdings stellt Nintendo kein Update zur Verfügung, das ich auf die Konsole spielen könnte um den Zustand zu verbessern – mal eben nur den Browser Opera zu aktualisieren oder ein Update des Players aufzuspielen: ebenfalls Fehlanzeige. Wie man aus zahllosen Beiträgen zu dem Thema im Web entnehmen kann ist seitens Nintendo nicht einmal geplant, ein Update anzubieten.
Hallo Nintendo? Das kann doch wohl nicht euer Ernst sein? Die Internettauglichkeit der Konsole bewerben und dann sowas? Kundenfreundlich geht ganz anders.
Eins haben die Nintendo-Fraggles damit aber geschafft: bisher hatte ich trotz Bastelleidenschaft keine Ambitionen, Homebrew auf der Wii auszuführen. Das hat sich soeben grundlegend geändert, selbst schuld, Big‑N. Wäre doch gelacht! Und man sieht wieder einmal, warum es schlecht ist, dem Hersteller vollständige Kontrolle darüber zuzugestehen, was man auf der erworbenen Hardware installieren darf und was nicht.
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