Morgen soll der Patch 4.1 des nach wie vor erfolgreichsten MMOs WORLD OF WARCRAFT online gehen. Eine der herausragenden Neuerungen ist ein neues System, um eine zum eigenen Spielstil passende Gilde zu finden. Laut einem Entwicklerblog sind Guildmaster dann in der Lage, ihre Gilde nach Vorlieben zu etikettieren, etwa ob man hauptsächlich raiden möchte oder auf PvP steht. Interessierte Gildenlose können dann anhand dieser Kriterien nach einer für sie passenden Gemeinschaft suchen, ohne sich durch Foren graben zu müssen oder irgend einen Chatkanal vollzuspammen. Selbstverständlich muss man sich mit einem solchen System auch nicht mehr mit altmodischem Schnickschnack wie »menschlicher Interaktion« herum schlagen… :o)
Weiterhin soll es wöchentliche »Guild Challenges« geben, also Aufgaben, die man als Gilde lösen kann und die sich um Raids, Instanzen oder Battlegrounds drehen und zusätzlichen Loot und Gilden-XP versprechen, letztere werden nicht auf das tägliche Erfahrungspunkte-Limit der Gilde angerechnet. Es sieht irgendwie so aus, als wolle Blizzard unbedingt auch noch den letzten Verweigerer in eine Gilde drängen… ;o)
Auch noch neu sind eine Level-85-Questreihe in Stranglethorn und überarbeitete Dungeons wie Zul’Gurub und Zul’Aman. Mein Rogue wird sich darüber freuen, dass Stealth keinen Abzug mehr auf die Bewegungsgeschwindigkeit gibt.
Mehr Details zum Update 4.1 RISE OF THE ZANDALARI im Entwicklerblog.
(Anmerkung: ja, dieser Artikel strotzt von Anglismen – zum einen ist das themenimmanent, zum anderen spiele ich WOW aufgrund der gruseligen Übersetzung – und weil ich nunmal schottische Zwerge mag – auf Englisch. Man möge es mir nachsehen.)
Seit Mittwoch abend, also über Ostern, und auch weiterhin ist Sonys Playstation Network inklusive Qriocity (über das man auf der PS3 Filme ansehen kann) nun down, das bedeutet, die zahlenden Kunden können es nicht nutzen. Sony hält sich weitestgehend bedeckt, hat nur knappe Informationen darüber heraus gegeben, dass es zu einem »Einbruch« gekommen sei und man das komplette Network deswegen offline nehmen musste.
Eine Kleinigkeit kann das in keinem Fall gewesen sein, denn ansonsten wäre die Infrastruktur längst wieder online und nutzbar – allein die finanziellen Ausfälle über die gesamten Feiertage dürften erklecklich sein, vom Imageschaden und Myriaden erboster Kunden mal ganz abgesehen. Jetzt werden natürlich haufenweise Spekulationen laut, beispielsweise darüber, ob Angreifer möglicherweise Zugriff auf Kreditkartendaten hatten… Rein technische Probleme hätte man sicher innerhalb der letzten fünf Tage in den Griff bekommen können, es muss also mehr an der Sache sein.
Sony hüllt sich wie bereits gesagt abgesehen von Allgemeinplätzen in Schweigen, was verständlicherweise nicht eben für Beruhigung bei den Kunden sorgt. Auch gibt es nach wie vor keinerlei Statement dazu, wann damit zu rechnen ist, dass das PSN wieder zur Verfügung steht.
Hier sieht man erneut, warum es nicht sinnvoll ist, sich mit Netzwerkverbindungen für Spiele oder Medien von einem einzelnen Anbieter abhängig zu machen: bricht dessen Infrastruktur zusammen (oder wird einfach abgeschaltet) steht man im Regen. Anonymus-Mitglieder haben übrigens darauf hingewiesen, dass sie »diesmal« nichts mit Sonys Problemen zu tun haben… :o)
Man stelle sich vor, so etwas geschieht bei Blizzard (bei denen glaube ich allerdings im Gegensatz zu Sony, dass sie wissen, was sie tun)…
MINECRAFT ist ein Phänomen: das independent-MMO des schwedischen Entwicklers Markus Persson alias »Notch« ist ein sich seit Dezember 2011 in der Open Beta befindliches Open-World-Spiel, das bereits eine beachtliche Fangemeinde um sich sammeln konnte. MINECRAFT versetzt den Spieler in eine zufallsgenerierte Landschaft, die ausschließlich aus Würfeln besteht. Das Spiel teilt sich in den »Classic«- und den »Survival«-Modus. In ersterem kann man die Welt nach seinem Gusto gestalten und beispielsweise Bauten erreichten. In letzterem kann man Rohstoffe abbauen und in »Dinge« verwandeln, zudem muss man sich vor Zombies und anderen Monstren die Nachts aktiv werden in acht nehmen, und kann die nahezu unendliche Spielwelt erforschen, die kontinuierlich vergrößert wird.
MINECRAFT befindet sich in einer offenen Betaphase, bislang konnte man es aber nur ausprobieren, wenn man EUR 14,95 für einen Zugang bezahlte (was die Spieler nicht abhielt, bereits im Januar 2011 wurde der einmillionste Account verkauft). Das ändert sich jetzt, nun gibt es eine Demo. Wer sie herunter lädt kann das MMO 90 Minuten lang ausprobieren, danach kann man seine erstellte Welt nicht mehr ändern, aber von vorne anfangen.
Das unabhängige MMO zeigt auf beeindruckende Weise erneut, dass sich witzige und innovative Spielideen auch jenseit multimillionenschwerer Budgets der Spieleindustrie erfolgreich entwickeln und umsetzen lassen.
Das Fehlen einer Demoversion hatte zumindest mich vom Erwerb des Games bislang abgehalten, da ich ungern die Katze im Sack kaufe. Ein Test folgt – so ich Zeit finde… :o)
Die Demo kann man bei PCGamer.com herunter laden, der Umfang ist gerade mal 4MB, also nicht erst lange überlegen, sondern los!
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Nachdem ich an anderer Stelle bereits darüber berichtet hatte, dass der englische Onlineshop play.com versandkostenfrei nach Europa versendet (und insbesondere im Bereich Computerspiele unschlagbare Preise bietet, von der Tatsache, dass man dort in Deutschland nicht erhältliche oder zensierte Spiele erwerben kann mal abgesehen).
Leider lässt der Service offenbar zu wünschen übrig. Vor ca. zwei Wochen hatte ich dort RIFT geordert, das Spiel wurde zum Zeitpunkt des Bestellens auch als »in stock« gelistet. Als sich nichts tat, warf ich einen Blick in mein Konto und hier fand ich das Spiel auf einmal mit dem Status »awaiting stock«. Leider hatte der Shop es versäumt, mich darauf per Mail hinzuweisen, dass ein angeblich vorrätiger Artikel nun doch nicht vorhanden ist. Auf meine Anfrage per Kontaktformular ließ man sich zwei Tage Zeit mit einer Antwort (statt wie angekündigt innerhalb eines Tages zu reagieren) und konnte die Frage, wann RIFT wieder lieferbar ist nicht beantworten (»kann bis zu 28 Tage dauern« – also eine Standardantwort). Stattdessen gab es Floskeln wie »valued customer« zu lesen. Tja, dann muss ich halt woanders der »valued customer« sein, denn unter diesen Umständen habe ich die Bestellung widerrufen.
Hätte man sich denken können, dass die niedrigen Preise irgendwo anders für Nachteile sorgen. In so ziemlich allen anderen britischen Shops ist das Spiel sofort zu haben, sogar zu einem ähnlichen Preis, allerdings dann zzgl. Versandkosten – warum play.com es nicht liefern kann erschließt sich mir nicht, ebenso wenig, warum keine Infomail kommt, wenn eine Ware nicht geliefert werden kann.
Nach wie vor eignet sich der Shop natürlich für den Kauf von Waren, die es hierzulande nicht gibt, man muss nur aufpassen und des Öfteren mal nach dem Status schauen, damit man sich nicht wundert, warum angeblich vorrätige Ware nicht kommt…
Update: Soeben angekommen – noch´n Textbaustein ohne persönliche Ansprechpartner oder sonst ein Angebot einer Kompensation:
We assure you that we do take feedback like this very seriously, and would like to thank you for taking the time to draw it to our attention. We suspect this is due to a lack of appropriate care or attention, a case of a genuine error, but nevertheless the individual in question will be spoken to very seriously in regards to the incident.
We appreciate the depth of your feelings, and promise that this is not indicative of our usual standards of service. We can only endeavour to use episodes such as this to try and underline our commitment to first class customer service, and to do our best to ensure that they do not happen in the future.
Rest assured that this complaint will be taken care of and will be addressed.
Again, we apologize for the inconvenience and thank you for your patience and valued custom.
ARCHEAGE ist ein Fernost-MMO der Firma XLGames, das sich offenbar noch in der Entwicklung befindet und das mit interessanten Features daher kommt. Zum einen sollen etliche Aspekte des Spiels Sandbox-Charakter haben, beispielsweise die Ökonomie. Zudem legt man offenbar großen Wert auf Spielinhalte, die nichts mit Kämpfen zu tun haben; die Developer wollen den Wert von hergestellen Gegenständen im Vergleich zu gelooteten Items deutlich aufwerten. Interessant auch dass es keine Klassen wie in anderen MMOs gibt, sondern man sich seine eigene Klasse aus zehn Charakteristika nach den persönlichen Spielvorlieben zusammen stellen kann. Neben Häusern kann man sogar Schiffe bauen! Cool!
Der Flug durch die Spielgebiete kann nur als atemberaubend bezeichnet werden!
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Ich habe dieses Buch durch Zufall gesehen und es, angeregt durch den niedrigen Preis, testweise bestellt. Alte Spiele sind immer interessant, zum einen im »normalen Leben«, zum anderen hat man dann etwas mehr Auswahl z.B. bei Larps oder ähnlichen Gelegenheiten.
In diesem Buch werden die Spiele in verschiedene Gruppen unterteilt. Da gibt es Ballspiele, Brettspiele, Lauf- und Fangspiele, Nuss-Spiele, Würfelspiele und schließlich noch »sonstige Spiele«. Die einzelnen Spiele sind zwar kurz, aber durchaus ansprechend präsentiert und gut nachvollziehbar.
Enthalten sind noch heute gespielte Klassiker wie Brennball, Blinde Kuh, Plumpssack und geometrische Puzzle (Tangram), aber auch recht interessante (und mir neue) Spiele wie »Drei Kasten«, eine »Vier Gewinnt«-Variante, bei der sich die Steine bewegen dürfen, das Söldnerspiel und das »Kastellspiel« mit Nüssen.
Zwischendurch gibt es immer historische Anmerkungen, am Ende des Buches sogar noch eine Übersicht über römische Zahlen, Maßeinheiten, Währungen und ein paar Sprichworte.
Fazit: Ein schönes, sehr nützliches Buch, das mir sehr viel Spaß macht. Wer sich mit alten Spielen beschäftigen möchte oder ein paar ungewöhnlichere Zeitvertreibe sucht, der dürfte hier gut bedient sein. Und bei dem Preis kann ich den Kauf durchaus empfehlen.
RÖMISCHE SPIELE – SO SPIELTEN DIE ALTEN RÖMER
Katharina Uebel & Peter Buri
Hardcover
128 Seiten, Euro 4,95
ISBN-10: 9783939722328
ISBN-13: 978–3939722328
Regionalia Verlag, 2010
Endlich mal wieder ein Artikel zu einem Pen&Paper-Rollenspiel! Viele glauben, der Begriff »Steampunk« sei ein recht neuer, einhergehend mit der aktuellen Welle. Doch das ist falsch. Der Begriff selbst stammt – soweit man das verfolgen kann – bereits aus dem 1980er Jahren und könnte von dem Autoren K. W. Jeter »erfunden« worden sein, der ihn in einem Brief an die Redakteure des LOCUS-Magazins im Jahr 1987 erstmals verwendete.
Zudem erschien bereits Ende der Achtziger ein großartiges Rollenspiel bei Game Designers´ Workshop, das hundertprozentig ins Genre passt und viele von uns altgedienten Steampunks an das Setting heran führte: SPACE: 1889 (danach kam noch das ebenfalls brilliante CASTLE FALKENSTEIN (1994) von R. Talsorian Games, meines Wissens das einzige Rollenspiel, das ein »Benimm«- Regelwerk aufweisen kann). GURPS: STEAMPUNK von Steve Jackson Games erschien dagegen erst im Jahr 2000.
Zurück zum eigentlichen Thema: GDW ist leider als Firma bereits seit dem Jahr 1996 nicht mehr existent, dennoch gibt es seit einiger Zeit Bestrebungen, eine Neuauflage von SPACE: 1889 in deutscher Sprache auf den Markt zu bringen. Beteiligt hieran sind zum einen Ulisses Spiele und zum anderen der Uhrwerk-Verlag. Es gab immer wieder mal Ankündigunge, aber aktuelle Neuigkeiten ließen auf sich warten, so dass bereits mehrfach die Vermutung von »Vaporware« aufkam.
Jetzt hat jedoch der Gamedesigner Frank Chadwick, einer der Gründer von GDW und Miterfinder des Spiels, auf seinem Blog gemeldet, dass die deutsche Neuauflage mit neuen »modernisierten« Regeln »wahrscheinlich« im Oktober diesen Jahres veröffentlicht werden wird. Auf den Seiten von Ulisses oder Uhrwerk liest man leider nichts dergleichen… Chadwick fügt hinzu, dass bei einem Erfolg eventuell sogar eine Übersetzung ins Englische in Betracht gezogen werden könnte.
Hoffen wir das Beste!
[cc]
Oben links sieht man die Cover-Art der deutschen Neuauflage, wie sie auf dem Blog von Frank Chadwick veröffentlicht wurde, das Copyright liegt bei Ulisses und dem Uhrwerk Verlag. Cover SPACE: 1889 (Originalausgabe) Copyright Heliograph Incorporated
Am letzten Wochenende hatte ich zum ersten Mal seit der Closed Beta die Gelegenheit RIFT zu spielen, da Trion mir freundlicherweise einen Trial-Key zur Verfügung gestellt hatte. Nachdem ich in der Beta eine menschliche Defiant-Magierin kurz und einen Zwergen-Guardian-Krieger deutlich länger angespielt hatte, wählte ich als ersten Charakter auf dem Live-Realm eine Kelari-Rogue (also erneut Defiant, da mir deren Techno-Magie-Mix gut gefällt und da ich die Freemarschen im Gegensatz zum Guardian-Anfangsgebiet noch nicht kannte). Eine gute Entscheidung, denn mal abgesehen von der großartigen Defiant-Hauptstadt Meridian machte die Rogue(-in? ‑esse?) dermaßen viel Spaß, dass ich mich dann doch »gezwungen sah«, eine RIFT-Retail-Box zu bestellen. Mann – ich hab doch gar keine Zeit dafür… ;o)
Dazu passend veröffentlichte Trion soben einen Rogue-Trailer:
A video used to be embedded here but the service that it was hosted on has shut down.
Erneut gibt es Probleme mit einem DRM-System. Spieler von BioWares Fantasy-Spielebestseller DRAGON AGE 2, die in der Stadt Kirkwall unterwegs waren und Spielerweiterungen gekauft, herunter geladen und installiert haben, können möglicherweise ihre gespeicherten Spielstände nicht mehr aufrufen.
Grund für dieses Problem ist offenbar, dass die DRM-Server von BioWare und/oder Electronic Arts nicht in der Lage sind, diese Inhalte korrekt zu erkennen und sie als »Unauthorized DLC« (DLC = Download-Content) kennzeichnen. Die DRM-Server müssen das Spiel bei jedem Start freigeben, aufgrund des Fehlers funktioniert das nicht und die Spielstände können nicht geladen werden. Betroffen sind alle Versionen von DRAGON AGE 2, auch die auf Konsolen.
BioWare hat das Problem bereits bestätigt und angeblich auch behoben (für die PC- und Mac-Fassungen wurde ein Patch bereit gestellt, einer für Konsolen soll folgen), dennoch klagen nach wie vor etliche Spieler in den offiziellen Foren weiterhin über Schwierigkeiten.
Erneut zeigt sich, warum DRM-Maßnahmen, die den Spielern auch bei Offline-Games eine Internetverbindung aufzwingen wollen, um die Legalität des Spiels zu testen, kategorisch abzulehnen sind. Insbesondere wenn die Firmen nicht in der Lage sind, funktionierende Software und Infrastruktur zur Verfügung zu stellen – es kann nicht angehen, dass man ein legal erworbenes Spiel aufgrund solcher Fehler nicht spielen kann. Es wird auch Zeit, dass die Anbieter vom Gesetzgeber gezwungen werden Kompensationen anzubieten, wenn aufgrund solcher überzogener DRM-Maßnahmen das Produkt nicht genutzt werden kann.
[cc]
Cover DRAGON AGE 2 Copyright BioWare und Electronic Arts
American McGees ALICE-Computerspiel aus dem Jahr 2000 war eine bizarre Interpretation des bekannten Themas (die Handlung war eine Fortsetzung von ALICE IM WUNDERLAND und ALICE HINTER DEN SPIEGELN), das zwar kein kommerzieller Erfolg war, aber unter Eingeweihten Kultstatus besitzt. Jetzt kommt ein weitere Teil, der nicht weniger schräg sein dürfte – es ist anzunehmen, dass ALICE auch diesmal nicht unter 16 Jahren freigegeben werden wird… MADNESS RETURNS erscheint für PC, PS3 und XBox 360.
Als Vorgucker hier einige Screenshots:
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Promo-Screenshots Copyright Spicy Horse und Electronic Arts
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