Als erstmals ruchbar wurde, dass gerade Guy Ritchie sich des von manchen als sakrosankt angesehenen Themas Sherlock Holmes annehmen würde, waren die Zweifler nicht weit. Immerhin zeichnen sich die Filme des Regisseurs durch einen gewissen Stil aus, der so gar nicht zur Figur von Arthur Conan Doyles stilvollem genialen Gentleman passen wollte und man fragte sich, wie der klassische Stoff wohl umgesetzt werden würde.
Nachdem ich ihn im Kino leider verpasst habe, bin ich nun endlich dazu gekommen, mir den Film mal anzusehen und muss zugeben: ja, Ritchie hat sich definitiv nicht an den vorhandenen filmischen Vorlagen orientiert, sondern zeigt einen ganz anderen Holmes, einen Holmes, der nicht nur auf Bruyére-Pfeife und Deerstalker-Hut verzichtet, sondern auch in seinem Gehabe deutlich … forscher ist, als die bisher gesehenen Vorbilder.
Nur wenige Tage nachdem der neue BSG-Spinoff BLOOD & CHROME angekündigt wurde, ließ der SyFy-Channel nun verlautbaren, dass CAPRICA ein vorzeitiges Ende ereilt. In der aktuellen Staffel gäbe es zwar noch fünf Episoden zu senden, die werden aber nicht wie zuerst geplant sofort gezeigt, sondern ins Frühjahr 2011 verschoben (vielleicht, um die Serie wenigstens korrekt abzuschließen).
Mark Stern hat bei SyFy tolle Titel, nämlich »Executive Vice President of Original Programming« und »Co-Head of Content for Universal Cable Productions«, also bestimmt ein wichtiger Mann… :o) Der sagte zur Absetzung (Übersetzung von mir):
»Wir freuen uns über den Support den die Fans für CAPRICA gezeigt haben und sind sehr stolz auf die Produzenten, die Schauspieler, Drehbuchautoren und den Rest des tollen Teams, die sich für diese erstklassige Serie sehr engagiert haben. Unglücklicherweise – und das trotz seiner offensichtlichen Qualität – war CAPRICA nicht in der Lage eine hinreichend große Zuschauerbasis aufzubauen, die eine zweite Staffel gerechtfertigt hätte.«
Ich muss sagen, dass mich das nicht wundert. Zu untypisch war CAPRICA für eine SF-Serie, statt Raumschiffskämpfen und Weltraum bot man ein Sittengemälde einer zukünftigen Gesellschaft, das sich eher auf Charaktere, zwischenmenschliche Beziehungen und soziale Aspekte der zwölf Kolonien beschränkte und Action nur sehr sparsam und gezielt einsetzte. Nach anfänglicher Skepsis hatte mir der SF-Mix im Hightech-Retro-Look mit seinen gesellschaftskritischen Ansätzen eigentlich ganz gut zugesagt, auch wenn man die Story hier und da ein wenig hätte raffen können. Insbesondere der Cyberspace-Nebenplot und die offensichtliche Religionskritik wussten zu gefallen. Wie so oft bei abgesetzten US-amerikanischen Serien kann man nur vermuten, dass auch CAPRICA für den Großteil der Zielgruppe möglicherweise über eine zu intelligente Handlung verfügte, fairerweise muss man aber auch zugeben, dass die Serie brauchte, bis sie bei mir »ankam«.
Sehr schade, insbesondere angesichts der Turkeys die SyFy sonst gerne mal produziert, wäre das Geld hier sicher besser angelegt gewesen.
Es war ja bereits angedeutet worden und in seinem letztem »state of the game« sprach auch Dan Stahl davon: STAR TREK ONLINE wird in Kürze ein Tool erhalten, das es den Spielern ermöglichen soll, selbsterstellte Inhalte zu kreieren. Sprach Stahl jedoch noch von »das wird noch dauern« ist jetzt die Rede von »in Kürze«.
Kein Wunder, ist doch weiterer Inhalt in dem weitestgehend inhaltsleeren Spiel bitter nötig. Auch in Sachen der wöchentlichen Episoden wurde bereits angekündigt, dass dies eingestellt werden wird, offenbar hatte man bei Cryptic die dadurch entstehende Arbeit unterschätzt. Zudem ist nicht einzusehen, dass man bei einem Vollpreisspiel nach ein bis zwei Monaten nur noch einmal die Woche etwas zu tun haben sollte (und dann auch noch mit handwerklich und plottechnisch schlecht gemachten Episoden konfrontiert wurde). Der daraus resultierende Spielerschwund dürfte Cryptic dazu animiert haben, die Erstellung des UGC-Tools namens »The Foundry« zu beschleunigen.
Tatsächlich könnte man annehmen, dass diese Maßnahme dazu geeignet ist, das Spiel zu retten, denn wie man aus zahllosen Spiele-Modifikationen der Vergangenheit weiß, ist die Community oft in der Lage, bessere Inhalte abzuliefern, als die Hersteller, prominentestes Beispiel ist hier offensichtlich DIE SIMS 2. Auch im Fall von STO kann man sicher davon ausgehen, dass die Fans deutlich bessere Missionen erstellen können, als die uninspirierten Cryptic-Questen. Die erzeugten Missionen sollen durch einen QA-Prozess gehen, in der die Community darüber abstimmt, welche tatsächlich ins Spiel übernommen werden, auch das hatte ich bereits prophezeiht und auch hier lässt der Entwickler die bezahlenden Spieler die Arbeit machen. Es wurde aber bereits darauf hingewiesen, dass die selbsterstellten Missionen inhaltlich mit dem Rechteinhaber CBS abgestimmt werden müssen, also hat auch bei Cryptic irgendwer genug zu tun.
Als problematisch sehe ich die Beschränkungen durch die Gameengine an sich an, die mögliche Bandbreite an Missionsinhalten ist erheblich begrenzt, insbesondere was solche Aufgaben angeht, bei denen nicht gekämpft wird. Scanne fünf hiervon, sammle fünf davon ist kein interessanter Spielinhalt, das wird selbst durch einen Missionseditor nicht besser. Auch das völlige Fehlen von Lebewesen auf den Planeten die keiner bekannten oder generierten Rasse angehören, hilft nicht eben. STAR TREK handelt eben auch davon, neue Spezies kennen zu lernen, seien es nun kleine puschelige Wesen von Alpha Centauri, Humanoide, Silikat-Pizzen, intelligente Nebel oder gigantische Bakterien im All. Dies alles ist mit der derzeitigen Gameengine nicht zu verwirklichen.
Dieses Feature könnte mich tatsächlich dazu bringen, nochmal einen Blick ins Spiel zu werfen, allein um mir das Tool anzusehen und es auszuprobieren. Man vergebe mir allerdings meine Skepsis angesichts der »Arbeit«, die Cryptic bei diesem Spiel bislang abgeliefert hat und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die UGC-Tools handwerklich besser werden. Ein Erfolg ist aber bitter nötig, denn das dürfte die letzte Chance sein, die STAR TREK ONLINE hat.
[Update:] »Foundry« ist bereits im geschlossenen Betatest und soll »früh im November« auf dem Testserver »Tribble« in einer open Beta für alle Interessierten geöffnet werden. Denen bei Cryptic scheint der Allerwerteste ganz schön auf Grundeis zu gehen…
In einem Videoclip namens DEREZZED von Daft Punk zum Film werden jede Menge neue Szenen aus dem im Dezember startenden Sequel TRON LEGACY gezeigt. Disney sei Dank. Das macht Lust auf mehr, auch wenn ich zugeben muss, dass ein paar Szenen nicht überzeugend wirken und der Sound mich so gar nicht anmacht, ich stehe nicht auf diese Art Musik. Dennoch bin ich mir darüber im Klaren, dass das alles im fertigen Film zusammen völlig anders wirken kann – und wahrscheinlich auch wird. So leicht lässt sich der Nerd nicht abtörnen… :o)
Nach einigem hin und her wegen Streiks und Gewerkschaftsforderungen war es bekanntermaßen unklar, ob der HOBBIT wie die HDR-Filme in Neuseeland gedreht werden würden, als alternative Drehorte waren unter anderem Osteuropa und England im Gespräch.
Doch die Zitterparie für die Kiwis hat nun ein Ende. Theonering.net berichtete es und bestätigt wird vom Wall Street Journal: nach Gesprächen mit Neuseelands Premierminister John Key gab dieser heute bekannt, dass die Produktion im Kiwi-Land bleiben wird. Zugesagt wurden offenbar deutliche Steuererleichterungen sowie Änderungen im Arbeitsrecht, um einen Verlust der Dreharbeiten des Films zu verhindern, was einen herben Schlag für die lokale Wirtschaft bedeutet hätte.
In Neuseeland hat sich in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Filmindustrie gebildet, etabliert durch die überaus erfolgreichen HERR DER RINGE-Filme, es entstanden Werke wie KING KONG oder PRINCE CASPIAN dort. Im letzten Jahr hat die neuseeländische Filmindustrie 2,8 Milliarden New Zealand Dollars erwirtschaftet (das entspricht ca. 2,1 Milliarden US-Dollars).
Abgesehen von der neuseeländischen Wirtschaft werden sich aber auch die Fans freuen, die mit großer Mehrheit für die einzigartige Kulisse des Landes als Hintergrund für die Dreharbeiten am HOBBIT stimmten.
Auch in diesem Jahr trieb es mich natürlich wieder zusammen mit Freunden auf die SPIEL in Essen, immerhin die größte europäische Verkaufsmesse für Gesellschafts- und Rollenspiele. Um es bereits vorweg zu nehmen: mir fehlten in diesem Jahr etwas die »großen« Innovationen, irgendwie hatte man bei vielen der vorgestellten Produkte den Eindruck, das schon einmal genau so oder in ähnlicher Form gesehen zu haben. Oder man konnte sich des Gefühls nicht erwehren, dass ganz alter Wein in nicht ganz so alten Schläuchen angeboten wurde, aber die Schläuche waren immerhin knallbunt lackiert worden…
Wie immer besuchte man die Messe nicht nur wegen der feilgebotenen Spiele sondern auch wegen des Events und zum Treffen der einschlägig bekannten Freunde. Das ist auch gut so, denn insbesondere in diesem Jahr ließ sich ein Gefühl der Stagnation nicht ganz unterdrücken und ich hatte die Empfindung, dass bei den Ausstellern alte Bekannte fehlten und die Preise allgemein höher waren als in den letzten Jahren.
Gestern zeigte man uns bei TERA noch blühende Landschaften, wie anders ist der Clip der heute anlässlich des herannahenden Helloween veröffentlicht wurde.
Im Stile eines klassischen Horrorfilms der Stummfilmzeit (mit Texttafeln) will man uns das Gruseln lehren.
Sehr schön gelungen!
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Auch wenn die neu erstandene Serie BATTLESTAR GALACTICA vorüber ist, gibt es für die Fans des Universums was zu gucken. Derzeit die Prequel-Serie CAPRICA, die sich darum dreht, wie »es dazu gekommen ist«, genauer offenbar wie die Cylonen entstanden und zudem beleuchtet man die Vorfahren von Kommandant Adama, die einer mafiösen Organisation vom Planeten Tauron angehört haben.
Soeben kündigte der SyFy-Channel an, dass es eine weitere Prequel-Serie zu BSG geben soll, diese wird den vielsagenden Titel BLOOD & CHROME tragen und sich um den ersten Krieg mit den Cylonen drehen. Im Vergleich zu CAPRICA, die ohne Weltraum und Raumschiffsaction auskommt und als »SciFi-Soap« bezeichnet werden könnte, soll BLOOD & CHROME offenbar wieder actionlastiger und der Mutterserie ähnlicher werden.
SyFy schreibt dazu (Übersetzung von mir):
BATTLESTAR GALACTICA: BLOOD AND CHROME spielt im zehnten Jahr des ersten Krieges gegen die Cylonen. Während der Kampf zwischen den Menschen und ihren robotischen Kreaturen auf den zwölf Kolonien tobt, betritt ein ungestümer junger Pilot die Szenerie: Fähnrich William Adama, gerade in seinen Zwanzigern, hat soeben die Akademie abgeschlossen und wird auf den modernsten Kampfstern der kolonialen Flotte versetzt: die Galactica. Der heißblütige und risikobereite junge Mann findet sich bald auf einer gefährlichen Geheimmission, die – wenn sie erfolgreich sein sollte – das Geschick des Krieges zugunsten der verzweifelten Flotte wenden könnte…
Selbstverständlich wurde bereits angekündigt, dass man für die neue Serie modernste CGI und Spezialeffekte einsetzen werden wird. Bei einem derartigen SF-Spektakel aber irgendwie selbstverständlich… Ursprünglich war BLOOD & CHROME übrigens als reine Webserie geplant.
Noch keine Informationen gibt es zur Besetzung oder zum TV-Start des Pilotfilms, wenn ich mehr weiß, erfahrt ihr es als erste… :o)
Die komplette Pressemitteilung im vollständigen Artikel.
EnMasse Entertainment, der nordamerikanische Publisher des kommenden MMOs TERA des Entwicklers Bluehole Studio, stellt zwei Videos zur Verfügung, die Flüge durch Gegenden des Spiel zeigen: Zum einen die »Celestial Hills« und zum anderen die »Pora Elinu-Regionen« der Welt Arborea.
Ich konnte das Spiel auf der Gamescom testen – die Clips geben einen Anhaltspunkt, können tatsächlich aber nicht zeigen, wie opulent und ansprechend die Grafik des Spiels tatsächlich ist.
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Die Warner Brüder haben einen ersten Teaser-Trailer zum Liam Neeson-Film UNKNOWN veröffentlicht. Neben Neeson spielen January Jones, Diane Kruger, Aidan Quinn, Frank Langella, Sebastian Koch und Bruno Ganz. Regie führt der Spanier Jaume Collet-Serra (HOUSE OF WAX) nach einem Drehbuch von Oliver Butcher, Stephen Cornwell und Karl Gajdusek.
Handlung: Nach einem Autounfall erwacht Dr. Martin Harris in Berlin und muss feststellen, dass seine Frau ihn plötzlich nicht mehr erkennt und ein andere Mann seine Identität angenommen hat. Von den Behörden wird ihm kein Glauben geschenkt und man ignoriert ihn, zudem wird er von mysteriösen Assassinen gejagt. Er ist allein, erschöpft und auf der Flucht. Doch er findet eine unerwartete Verbündete und stürzt sich kopfüber in ein tödliches Mysterium, das ihn dazu zwingt, seine geistige Gesundheit und seine Identität in Frage zu stellen. Und er wird sich entscheiden müssem, wie weit er gehen will, um die Wahrheit aufzudecken.
US-Kinostart ist am 18. Februar 2011.
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