Auch im November hat Erik Schreiber wieder gelesen was das Zeug hält und heraus gekommen ist der Bücherbrief 588. Die Eröffnung macht diesmal ein Nachruf auf den am 19. November verstorbenen russischen SF-Autor Boris Strugatzki, der zusammen mit seinem Bruder Arkadi mehr als 20 Bücher veröffentlichte und deren Gesamtauflage weltweit bei geschätzt über 50 Millionen Exemplaren liegt.
Im Rezensionsteil befasst sich Erik erneut mit deutscher und internationaler Phantastik in verschiedenen Medien. Darunter:
* T. S. Orgel – Orks vs. Zwerge
* Ralf Isau – Feueropfer
* Carolin Gmyrek – Geheimnisvolle Bibliotheken
* Katherine Kurtz – Camber von Culdi
* Greg Bear – Promordium
* John Scalzi – Redshirts
und vieles mehr.
Anlässlich der ins Haus stehenden HOBBIT-Première widmet er sich zudem drei Büchern um die Halblinge, eins davon die Vorlage für den Film selbst.
Der Phantastische Bücherbrief 588 liegt im PDF-Format vor und kann wie immer kostenlos herunter geladen werden.
In Second Life (ja, das gibt’s immer noch) wird in in Zusammenarbeit mit dem »Kafé Krümelkram« am Montag, den 03.12.2012, Cyhtleen Earharts virtueller Buchladen eröffnet. Dieser »Buchladen an der Ecke« soll aber weniger Laden als vielmehr Treffpunkt für Literaturfans sein, eine Location für Diskussionen oder Lesungen. Selbstverständlich gibt es dort aber auch Bücher geben: Bildbände zum Blättern, Bücher auf Notecards, Links zu kostenlosen Downloads und professionellen E‑Books.
Anlässlich der Eröffnung am Montag um 20:00 MEZ wird es dort virtuelle Lesungen geben, das bedeutet, die Lesenden sind als Avatare anwesend und lesen live. Russel Eponym wird Lyrik in englischer Sprache vortragen. Für Science Fiction-Fans kein Unbekannter dürfte der Vortragende Michael Iwoleit sein.
Persönlich freue ich mich aber über eine Lesungspremiere. Merlin Thomas, der für den just erschienenen zweiten Band der von mir heraus gegebenen STEAMPUNK-CHRONIKEN mit dem Titel Geschichten aus dem Æther die Story Befreiungsschlag beisteuerte, wird aus genau dieser Geschichte lesen.
Zum Buchladen kommt man über den folgenden Link, um ihn öffnen zu können, muss man über einen installierten Second-Life-Client verfügen.
Für ein zu gründendes SF-Blog, das sich thematisch mit Science Fiction auseinander setzen soll, sucht Betreiber Nils Müller noch nach Mitstreitern, also genauer gesagt: Mitschreibern.
Auf die Idee ist Nils nach eigenem Bekunden gekommen, da es nach seiner Sicht keine deutschen Blogs gibt, die sich über Rezensionen hinaus insbesondere mit der aktuellen SF befassen und dabei auch gerade den englischsprachigen Raum nicht außer acht lassen. Er schreibt:
Auch wenn ich noch kein konkretes Konzept habe, schwebt mir eine Seite vor, auf der sich aktuelle Meldungen aus dem deutsch– und englischsprachigen Raum ebenso finden, wie Kolumnen zum Stand und der Entwicklung des Genres, Interviews, Überblicksartikel, Kommentare, Lese-Empfehlungen, hochwertige Fundstücke und vielleicht Essays über mögliche zukünftige Entwicklungen. Auch einen Podcast oder Kurzgeschichten könnte ich mir mittelfristig gut vorstellen.
Ich kann gar nicht sagen, wie großartig ich das finde. Informationen zu deutschen Veröffentlichungen findet man ja hierzulande zuhauf, aber Neuigkeiten zu englischsprachigen Publikationen und Medien sind oft spärlich gesäht (und dagegen die Infos im »englischen« Web überbordend und schwer überschaubar – eine Vorselektion wäre schon prima), deswegen ist das eine Idee, die ich super finde und eine Seite, die ich im Auge behalten werde. Ich bin sehr gespannt, was aus dem Projekt wird und wünsche alles Gute!
[Update:] Roland aka Nerdlicht hat mich dankenswerterweise darauf hingewiesen, dass Weltenkreuzer Nils´ privates Blog ist, das SF-Blog wird anders heißen. Ich habe diesen Artikel entsprechend korrigiert.
Headergrafik: Space by Sweetie 187 (CC BY), Logo »Weltenkreuzer« Copyright Nils Müller
BONJOUR STAR WARS – der Clip zum Wochenende. Grandios. Habt viel Spaß!
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Die großen Publisher setzen seit Jahren auf dasselbe Prinzip: x‑fache Aufgüsse erfolgreicher Spiele und möglichst aufwendiges und damit teures Marketing-Brimborium. Dass es auch anders geht, zeigt das Indie-Studio Mojang mit seinem Blockbuster immer wieder. Bisher wurden über acht Millionen Exemplare des Sandbox-Spiels MINECRAFT abgesetzt – und ein Ende ist nicht in Sicht. Das Marketing-Budget Mojangs betrug dabei exakt null Euro.
Das ist natürlich nicht ganz korrekt, man müsste theoretisch auch die für Werbung aufgewendete Zeit berechnen, die Notch und Co. mit Twittern und Bloggen verbringen, aber das würden die sowieso tun – und das tun auch die Big Player.
Tomasz Zawada von CD Project RED (WITCHER) hat wohl recht, wenn er sagt:
When companies put profit before fans, they create something that’s an empty shell. You look at it from the outside, and it looks visually awesome and everything is polished, but when you look further into it there’s something lacking inside.
Wenn die großen Firmen Profit schwerer gewichten als die Fans, dann erschaffen sie nur leere Hüllen. Man kann es sich von außen ansehen, es sieht visuell großartig aus und alles ist blankpoliert, aber wenn man geneuer hinein schaut, dann fehlt innen etwas.
Mojang hat von Anfang an nicht nur auf die Fans gehört, sondern sie auch aktiv in die Entwicklung einbezogen, indem schon Alpha-Versionen von MINECRAFT verfügbar waren und man diese testen und kommentieren konnte. Und indem Mojang nie »böse« war und beispielsweise Modder mit rechtlichen Schritten verfolgte, obwohl diese den Code des Spieles reverse-engineered hatten (im Gegenteil – einige davon arbeiten jetzt für die Firma). Denn sie wussten genau, dass, wenn die Fanbase dank der Mods wächst, sie im Umkehrschluss wieder Spiele absetzen würden. Das, sowie das fast immer äußerst freundliche Auftreten gegenüber den Fans hat durch die entstehende Mundpropaganda neben den Qualitäten des Spiel zum Erfolg geführt – und nicht etwa Multimillionen-Dollar-Budgets für Werbung.
Vielleicht könnten die großen Publisher daraus etwas lernen. Ich glaube allerdings nicht daran, dass sie das tun werden, die beschäftigen sich lieber damit, ihren Kunden das Leben mit DRM, Konto-Zwang, rechtswidrigen EULAs und Klagen gegen Modder schwer zu machen – und ihnen den x‑ten Aufguss von altem Kram anzudrehen…
[cc]
Screenshot der aktuellen MINECRAFT-Verkäufe von minecraft.net
Der Termin für die Weltpremiere des Steampunk-Kurzfilms AIRLORDS OF AIRIA steht fest, sie wird bereits im Januar 2013 stattfinden. Den Rahmen hierfür bietet das Kino »Neues Rex« im Münchner Westen.
Die Unterstützer des Projekts erhalten im Dezember weitere Informationen zum Termin, die DVDs für die Crowdfunder sollen so schnell wie möglich nach der Première versendet werden.
Wer noch nicht mitbekommen hat, worum es geht, liest am besten mein Interview mit dem Macher Dirk Müller. Kurzfassung: es handelt sich um einen SF-Kurzfilm in einem Steampunk-Setting, der die Grundlage für einen abendfüllenden Streifen sein soll.
»No Higgs-Boson was harmed in the making of this movie«
Wenn Physikdoktoranden sich langweilen, dann kann dabei etwas heraus kommen. Wenn sie bei CERN arbeiten, genauer gesagt auch noch am Large Hadron Collider alias LHC, dann fällt dem aufmerksamen Leser spontan ein, dass dieser seine Prophezeihung, die Welt zu zerstören, seit drei Jahren verfehlt hat. Na gut, Ende Dezember hat er nochmal eine Chance.
Um wieder auf die Doktoranden zurück zu kommen: die haben einen Zombiefilm um den LHC gedreht, denn wie jeder weiß, kann die von dem Ding erzeugte Strahlung und insbesondere das »gottverdammte Teichen« namens Higgs-Boson Menschen in Zombies verwandeln. Ist ja logisch. Bei einer Teilchenkollision geht etwas schief und schon schlurfen sie durch die (scheinbaren) Katakomben des LHC-Komplexes, die daraus entstandenen Untoten …
Der fertige Film wird eine Dauer von ca. 75 Minuten haben. Wer mehr wissen möchte, kann die Webseite des Projekts oder die Facebook-Seite aufsuchen.
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Ebenfalls erschienen ist die aktuelle Ausgabe des Phantastischen Bücherbriefs, in der Erik Schreiber wie in jedem Monat deutsche und internationale Werke aus dem weiten Bereich der Phantastik bespricht, darunter Bücher und Comics, aber auch Hörbücher, Heftromane, Magazine und Fanzines. Diesmal unter anderem dabei:
Deutsche Phantastik:
Andreas Groß – Die Götter der Xus
Marco Reuther – Halana und der Turm des Schwarzen Herzogs
Keto von Waberer – Mingus
Boris Koch – Das Verlies der Stürme
Internationale Phantastik:
Jana Oliver – Seelenraub
Jasper Fforde – Wo ist Thursday Next
Alex Adams – White Horse
Phil Rickman – Das Gespinst des Bösen
Der Phantastische Bücherbrief mit der Nummer 587, dabei handelt es sich um die Ausgabe Oktober 2012, kann wie immer kostenlos als PDF-Datei herunter geladen werden. Die Dateigröße beträgt ca. 450 kB.
Auch die allenthalben herumirrenden Geister der Samhain-Nacht konnten das Team nicht daran hindern, pünktlich ainen neuen FANDOM OBSERVER heraus zu bringen. Seit heute Nacht steht die Ausgabe 281 zum Download bereit, in der präsentiert der diesmalige Chefredakteur Florian Breitsameter folgende Themen:
- Es liegt mir sehr am Herzen, diese Art von Geschichte zu erzählen: Katrin Hemmerling im Gespräch mit Tommy Krappweis - Neue Comics aus Zeit und Raum: Rupert Schwarz über neue Comic-Alben - Richter und Henker in 3D: Denis Bruk gegen Judge Dredd
Weiterhin finden sich im FO 281:
Jede Menge Buchrezensionen und wie immer alles Wissenswertes aus Kino & TV von Rüdiger Schäfer. Er wirft einen kritischen Blick auf die neue Serie REVOLUTION von den Machern von SUPERNATURAL, schlug sich mit Außerirdischen, Zombies und Zeitreisen herum und ging mit Abraham Lincoln auf Vampirjagd.
Wir würdigen das Werk von Herbert Rosendorfer und suchten deutsche SF-Magazine im Bahnhofsbuchhandel. Ob wir auch welche fanden, steht im Fandom Observer.
Es war das Schiff von Lando Calrissian bevor dieser es beim Sabacc an Han Solo verlor, es handelt sich um einen stark modifizierten Frachter der YT-1300-Klasse: die Millennium Falcon, im Deutschen auch als Rasender Falke und Millenium Falke bekannt. Jeder, der die erste STAR WARS-Trilogie gesehen hat, dürfte mit dem Namen etwas anfangen können.
Der US-Fan Chris Lee hat sich ein heres Ziel gesetzt: er will den Falken nachbauen. Wobei der durchschnittliche natürlich Modellbauer abwinkt, weil längst nichts Außergewöhnliches. Doch halt: der Nachbau soll in Originalgröße erfolgen, also 1:1 und begehbar.
Das ist ein sehr sportliches Ziel und ich bin äußerst gespannt, ob daraus etwas wird. Wie man auf der Webseite des Projekts verfolgen kann, hat sich Chris zusammen mit Freunden und STAR WARS-Fans aber tatsächlich daran gemacht, diesen Traum zu verwirklichen.
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