AIRLORDS OF AIRIA – ein Interview mit Dirk Müller

»Ich fand die Idee fas­zi­nie­rend, eine futu­ris­ti­sche Welt mit der Ästhe­tik und Tech­nik des 19. und frü­hen 20. Jahr­hun­derts zu erschaf­fen.«

Air­lord Karak, Admi­ral einer Luft­schiff-Flot­te, hat auf einer Expe­di­ti­on eine mäch­ti­ge anti­ke Kriegs­ma­schi­ne ent­deckt. Nach­dem er den Flot­ten­stütz­punkt Wod­nik 7 ein­ge­nom­men hat, möch­te er die Macht in der Repu­blik Airia an sich rei­ßen und den gan­zen Kon­ti­nent in einen Krieg hin­ein­zie­hen.
Poli­zei­che­fin Lura ver­bün­det sich mit einer Schmugg­ler­ban­de, um sich dem macht­be­ses­se­nen Admi­ral in den Weg zu stel­len.

Ich hat­te bereits mehr­fach über das Pro­jekt AIRLORDS OF AIRIA berich­tet, bei dem in letz­ter Kon­se­quenz ein abend­fül­len­der Steam­punk-Spiel­film rea­li­siert wer­den soll. Das Beson­de­re dar­an ist, dass das Gan­ze aus deut­schen Lan­den kommt, denn in Sachen Phan­tas­tik bekle­ckert sich die hie­si­ge Film- und Fern­seh­bran­che seit Jah­ren oder sogar Jahr­zehn­ten nicht eben mit Ruhm. Umso unter­stüt­zens­wer­ter hal­te ich A.O.A. und des­we­gen habe ich nach­drück­lich auf die Crowd­fun­ding-Kam­pa­gne bei Start­next hin­ge­wie­sen.
Das Fund­rai­sing wur­de erfolg­reich abge­schlos­sen, damit kann der Kurz­film rea­li­siert wer­den, der dazu die­nen soll, Geld­ge­ber und Pro­duk­ti­ons­fir­men zu über­zeu­gen, einen voll­stän­di­gen Spiel­film zu finan­zie­ren. Falls also jemand ein paar Mil­lio­nen übrig haben soll­te …

Um mehr über die Hin­ter­grün­de zu erfah­ren, habe ich dem Macher hin­ter dem Pro­jekt, Dirk Mül­ler, eini­ge Inter­view­fra­gen dazu, aber auch zu ver­wand­ten The­men gestellt.

Die Ant­wor­ten fin­den sich im Fol­gen­den.

PN: Hal­lo Dirk, wür­dest Du Dich unse­ren Lesern kurz vor­stel­len?

Mein Name ist Dirk Mül­ler, ich bin gelern­ter Indus­tri­al Desi­gner und seit über 12 Jah­ren in der Visu­al Effec­ts-Bran­che tätig. In die­ser Zeit war ich an den digi­ta­len Effek­ten von über 60 Kino- und TV-Fil­men betei­ligt. Dazu kom­men noch unzäh­li­ge Werbe‑, Indus­trie- und Image­fil­me.
Im Jahr 2011 fing ich an das Film­pro­jekt AIRLORDS OF AIRIA neben mei­ner beruf­li­chen Tätig­keit vor­an­zu­trei­ben.

PN: Was ist AIRLORDS OF AIRIA?

A.O.A ist ein von mir erdach­tes Fan­ta­sy-Epos in dem sich die mensch­li­che Zivi­li­sa­ti­on tau­sen­de Jah­re nach einer glo­ba­len Kata­stro­phe mit einer unwirt­li­chen Welt arran­gie­ren muss. Die Land­mas­sen ero­die­ren und die Schiff­fahrt ist auf­grund stär­ke­rer Gezei­ten, See­be­ben und Wet­ter­phä­no­me­nen unmög­lich gewor­den. Die Über­win­dung der Ozea­ne fin­det aus­schließ­lich über den Luft­weg statt. In die­ser Welt lie­fern sich meh­re­re mit­ein­an­der ver­fein­de­te impe­ria­lis­ti­sche Staa­ten einen Wett­lauf auf der Suche nach den letz­ten noch unent­deck­ten Land­mas­sen. Eines Tages fin­det ein macht­be­ses­se­ner Admi­ral die Ursa­che für die glo­ba­le Kata­stro­phe auf einer geheim­nis­vol­len Insel. Mit­hil­fe der Ent­de­ckung wird er in die Lage ver­setzt sei­ne All­machts­fan­ta­si­en in die Rea­li­tät umzu­set­zen. Sei­ne Adop­tiv­toch­ter Lura, Poli­zei­che­fin auf einer Flot­ten­ba­sis, gerät dabei in einen Gewis­sens­kon­flikt und ent­wi­ckelt sich zu sei­ner Gegen­spie­le­rin.

PN: Wel­che Vor­bil­dung bringst Du mit, um einen sol­chen Film rea­li­sie­ren zu kön­nen?

Ich bin schon seit frü­hes­ter Jugend film- und fern­seh­ge­schä­digtIch bin schon seit frü­hes­ter Jugend film- und fern­seh­ge­schä­digt und hat­te, wie vie­le ande­re mei­ner Genera­ti­on, ein paar Erfah­run­gen mit Super 8 gemacht. Wäh­rend mei­nes Stu­di­ums freun­de­te ich mich mit 3D-Soft­ware an, um mei­ne Design­ent­wür­fe zu visua­li­sie­ren. Ich fing an, gan­ze Kurz­fil­me zu ani­mie­ren und bemerk­te recht schnell, dass ich das beruf­lich ger­ne machen woll­te. So kam ich danach als Visu­al Effekts-Artist und ‑Super­vi­sor über die Jah­re mit vie­len ver­schie­de­nen Tätig­kei­ten im Film­be­reich in Berüh­rung. Vom Dreh­buch schrei­ben über Sto­ry­boar­ding, Kal­ku­la­ti­on, Regie, Schnitt, bis zur Post­pro­duk­ti­on und Ver­to­nung erhielt ich vie­le lehr­rei­che Ein­bli­cke.

PN: War­um gera­de Steam­punk?

Wäh­rend ich 1996 die sti­lis­ti­sche Vor­la­ge für A.O.A. in Form einer Gra­fik-Novel­le zeich­ne­te, ließ ich mich stark von Jugend­stil­ar­chi­tek­tur und alten Sci­ence Fic­tion-Dar­stel­lun­gen in Comics wie FLASH GORDON und Fil­men wie METROPOLIS inspi­rie­ren. Ich fand die Idee fas­zi­nie­rend, eine futu­ris­ti­sche Welt mit der Ästhe­tik und Tech­nik des 19. und frü­hen 20. Jahr­hun­derts zu erschaf­fen. Eine Welt in der es trotz allen Fort­schritts noch vie­le wei­ße Fle­cken auf der Land­kar­te gibt und kau­zi­ge Tüft­ler mit antik anmu­ten­der Tech­nik die unglaub­lichs­ten Maschi­nen kon­stru­ie­ren. Dass die­ser Retro­fu­tu­ris­mus, der in Film und Lite­ra­tur immer mal wie­der auf­tauch­te, mal eine Sub­kul­tur namens »Steam­punk« her­vor­brin­gen wür­de, habe ich damals noch nicht geahnt. Erst als ich letz­tes Jahr mit der Umset­zung des Films begann, erfuhr ich, dass sich das was ich mache, ins Steam­punk-Gen­re ein­ord­nen lässt.

PN: Woher stammt die Sto­ry zu AIRLORDS? Ist das Dreh­buch fer­tig?

Man kann eigent­lich sagen, dass ein Dreh­buch nie­mals fer­tig ist, bevor nicht der Film abge­dreht wur­de.Die Sto­ry stammt aus mei­ner eige­nen Feder. Die retro­fu­tu­ris­ti­sche Welt und ihre zwei Haupt­fi­gu­ren habe ich aus mei­ner Comic­vor­la­ge über­nom­men, weil ich sie als tra­gen­de Figu­ren für einen abend­fül­len­den Fan­ta­sie­film für geeig­net hielt. Der viel­schich­ti­ge Kon­flikt zwi­schen der recht­schaf­fen­den Poli­zis­tin Lura und ihrem macht­be­ses­se­nen Stief­va­ter Admi­ral Karak bie­tet reich­lich Stoff für einen unter­halt­sa­men Kino­abend. Ein fer­ti­ges Dreh­buch gibt es noch nicht. Ich habe ein Expo­sé und arbei­te an einem Tre­at­ment, das Grund­ge­rüst zu einem Dreh­buch. Wenn der Film von meh­re­ren Sei­ten finan­ziert und pro­du­ziert wird, wird es erfah­rungs­ge­mäß noch vie­le Ände­run­gen geben.
Man kann eigent­lich sagen, dass ein Dreh­buch nie­mals fer­tig ist, bevor nicht der Film abge­dreht wur­de.

PN: Wird der geplan­te Film wei­test­ge­hend im Com­pu­ter ent­ste­hen, oder wird es auch Kulis­sen geben?

Bei unse­rem Kurz­film haben wir aus Kos­ten­grün­den auf CGI-Hin­ter­grün­de gesetzt, weil Kulis­sen­bau oder Aus­sen­drehs einen ungleich grö­ße­ren Auf­wand bedeu­tet hät­ten.
Mir liegt es fern einen gan­zen Spiel­film, so wie 300, SIN CITY oder SKY CAPTAIN, in einem Stu­dio vor Green­screen dre­hen zu wol­len. Dadurch kann ein Film schnell zu einem Kam­mer­spiel wer­den. Wo Luft­schif­fe, Flug­zeu­ge und schwe­ben­de Städ­te eine Rol­le spie­len, muss auch die räum­li­che Wei­te spür­bar sein. Ech­te Flug- und Land­schafts­auf­nah­men sind dafür uner­läss­lich.
Für den Air­lords-Spiel­film wür­de ich ger­ne auf klas­si­sche Art rea­le Bau­ten und Natur­ku­lis­sen mit einer Viel­zahl unter­stüt­zen­den CGI-Ele­men­ten kom­bi­nie­ren, um die fan­tas­ti­sche Air­lords-Welt zum Leben zu erwe­cken.

PN: Wel­che Soft­ware wur­de benutzt, um die Trai­ler zu rea­li­sie­ren?

3ds Max, After­FX, Pho­to­shop

PN: Manch einer moniert bei moder­nen Film­pro­duk­tio­nen ein Über­maß an Spe­zi­al­ef­fek­ten und CGI. Ich sehe das anders: wenn es gut gemacht ist und dabei hilft eine phan­tas­ti­sche Geschich­te glaub­wür­dig zu erzäh­len geht das völ­lig in Ord­nung. Das einen SFX-Mann zu fra­gen, ist fast wie Eulen nach Athen tra­gen, aber: wie siehst Du das?

Die bes­ten CGI-Effek­te sind natür­lich die, die man nicht als sol­che bemerkt.Die bes­ten CGI-Effek­te sind natür­lich die, die man nicht als sol­che bemerkt. Inzwi­schen sind digi­ta­le Effek­te all­ge­gen­wär­tig und wer­den schon in Seri­en wie FORSTHAUS FALKENAU oder TATORT ein­ge­setzt, ohne dass ein Zuschau­er etwas davon mit­be­kommt. Fil­me wie THE AVENGERS oder SNOW WHITE AND THE HUNTSMAN rich­ten sich bestimmt nicht an Leu­te, die ein Über­maß an digi­ta­len Effek­ten monie­ren, aber an Leu­te die für einen Kino­abend in eine phan­tas­ti­sche Welt ent­führt wer­den möch­ten. Durch CGI wer­den Ver­fil­mun­gen phan­tas­ti­scher Geschich­ten doch erst mög­lich, die vor eini­gen Jah­ren noch als unver­film­bar gal­ten. Natür­lich kön­nen auch schlecht cho­reo­gra­fier­te Effek­te unbe­ab­sich­tigt die Magie eines Films, in dem man kei­nen zweit­klas­si­gen Buden­zau­ber erwar­tet, in Sekun­den zer­stö­ren.

PN: Wie zeit­auf­wän­dig ist die Rea­li­sie­rung der SFX für die Trai­ler bzw. den Kurz­film? Wie­viel Zeit muss man unge­fähr für CGI-Sze­nen auf­wen­den? Mir ist klar, dass das abhän­gig von Sze­nen­in­hal­ten ist und ob die eher sta­tisch sind oder sich bewe­gen. Kann man für den Leser, der sich mit der Tech­nik nicht aus­kennt, Anhalts­punk­te geben, damit die­se den Auf­wand ein­schät­zen kön­nen?

Den größ­ten Zeit­auf­wand benö­tigt mei­ner Mei­nung nach die Design-Pha­se.Dafür gibt es kei­ne all­ge­mein­gül­ti­ge Ant­wort. Den größ­ten Zeit­auf­wand benö­tigt mei­ner Mei­nung nach die Design-Pha­se. Weil ich mich bei den Bau­ten und Maschi­nen stark an mei­ne Comic-Vor­la­ge gehal­ten habe, muss­te ich nur noch weni­ge Skiz­zen und Ent­wurfs­zeich­nun­gen anfer­tig­ten. Doch was auf einem Blatt Papier gut aus­sieht, muss im Film noch lan­ge nicht funk­tio­nie­ren. Wenn ich einen Raum oder eine Land­schaft maß­stab­ge­treu in einer 3D-Soft­ware baue, muss ich mir ähn­li­che Gedan­ken machen wie ein Kulis­sen­bau­er. Wo steht oder bewegt sich die Kame­ra mit wel­cher Brenn­wei­te, wo die Schau­spie­ler, wie ist die Bild­auf­tei­lung und der Detail­grad? Wenn die Grund­geo­me­trie erstellt wird, baut man sie oft schon zu Test­zwe­cken in die gedreh­ten Film­sze­nen ein, um noch recht­zei­tig Ände­run­gen vor­neh­men zu kön­nen. Nach der Fer­tig­stel­lung der nack­ten Geo­me­trie wer­den dann Mate­ria­len zuge­ord­net (z.b. Holz, Metall, Kunst­stoff). Für den Rea­lis­mus sor­gen dann ins­be­son­de­re die Ober­flä­chen­struk­tu­ren (matt, rau, glän­zend, spie­gelnd, trans­pa­rent, trans­lu­zent) sowie Beleuch­tung (Licht­rich­tung, ‑far­be, Hel­lig­kei­ten, Licht­spit­zen, Schat­ten­wurf, Abstrah­lun­gen). Dabei ist zu beach­ten, dass die Beleuch­tung an das gedreh­te Film­ma­te­ri­al ange­passt wird, mit der die digi­ta­len Ele­men­te kom­bi­niert wer­den.
Das Salz in der Sup­pe sind dann noch Abnut­zungs­spu­ren wie Krat­zer, Rost, Beu­len und ver­schie­de­ne Ver­schmut­zungs­gra­de.
Eine fer­ti­ge 3D-Sze­ne­rie kann dann wie eine rea­le Kulis­se belie­big oft für alle mög­li­chen Kame­ra­ein­stel­lun­gen wie­der­ver­wen­det wer­den.

Der Auf­wand steigt, sobald sich etwas bewegt. Bei der Ani­ma­ti­on eines Auto­mo­bils oder Flug­zeugs soll­te man immer mit rea­len Maß­stä­ben und Geschwin­dig­kei­ten gear­bei­tet wer­den, um Rea­lis­mus zu erzie­len. Die Königs­dis­zi­pli­nen der CGI sind natür­lich digi­ta­le Cha­rak­te­re wie Dino­sau­ri­er, Ali­ens oder behaar­te Rie­sen­af­fen. Hier steigt der Auf­wand ins uner­mess­li­che und kann nur von grö­ße­ren VFX-Teams in ange­mes­se­ner Zeit gestemmt wer­den.
Beim Com­po­si­t­ing müs­sen die gerech­ne­ten Bil­der dann mit dem gedreh­ten Mate­ri­al zusam­men­ge­fügt wer­den. Dabei wer­den Far­ben, Hel­lig­kei­ten und Schär­fen ange­passt und opti­sche Effek­te wie Glü­hen oder Lin­sen Effek­te ein­ge­fügt.
Um einen Raum oder eine Umge­bung zu bau­en, dass ich dar­in Sze­nen ein­rich­ten kann, brauch­te ich bei A.O.A. je nach Auf­wand zwi­schen 2 und 7 Tage. Um in dem fer­ti­gen Raum eine ein­zel­ne beweg­te Sze­ne ein­zu­rich­ten brauch­te ich zusam­men mit Ren­de­ring und Com­po­si­t­ing zwi­schen 1 und 3 Tage. Ich schät­ze, dass ins­ge­samt ein gutes Jahr Arbeit in den visu­el­len Effek­ten des gesam­ten Kurz­films steckt.

PN: Was inspi­riert Dich?

Beson­ders kul­tu­rel­le Schmelz­tie­gel wie Ost­eu­ro­pa und der Bal­kan fas­zi­nie­ren michFrü­her waren es mehr Bücher, Comics, Fil­me und TV-Seri­en. Heu­te mehr Aus­flü­ge, Rei­sen, Natur, Archi­tek­tur, Kunst und Design in jeder Form, sowie Men­schen und ihre Geschich­ten. Beson­ders kul­tu­rel­le Schmelz­tie­gel wie Ost­eu­ro­pa und der Bal­kan fas­zi­nie­ren mich, weil in die­sen Län­dern unzäh­li­ge Kul­tu­ren, Besat­zun­gen, poli­ti­sche Sys­te­me und Reli­gio­nen bis heu­te sicht­ba­re Spu­ren hin­ter­las­sen haben. Dort fin­det man in atem­be­rau­ben­der Land­schaft anti­ke Tem­pel neben kom­mu­nis­ti­schen Protz­bau­ten umge­ben von Kir­chen, Mosche­en, schi­cken Ein­kaufs­zen­tren, Bara­cken­sied­lun­gen und Häu­sern aus der k.u.k. Mon­ar­chie. Wenn man dann noch die Men­schen hin­ter den Fas­sa­den näher ken­nen­lernt erhält man den Bau­satz für so manch gute Geschich­te.

PN: Wel­che Lieb­lings­fil­me und ‑Bücher wür­dest Du nen­nen? Wenn ich mir das Pro­jekt AIRLORDS OF AIRIA so anse­he, wür­de mich wun­dern, wenn kei­ne Phan­tas­tik dar­un­ter ist.

Mei­ne Film-Favo­ri­ten sind BLADE RUNNER, INCEPTION, MEMENTO, DIE BESTECHLICHEN (Frank­reich 1984) und ich bin ein gro­ßer Fan von Mon­ty Python/Terry Gil­liam und Jean-Pierre Jeu­net (DELICATESSEN, DIE STADT DER VERLORENEN KINDER).
Ich glau­be, dass mich Bücher wie KRABAT, HERR DER RINGE, eini­ge Wolf­gang Hohlbein‑, Ste­ven King- und sogar Jules Ver­ne-Roma­ne in mei­ner Jugend geprägt haben. Die düs­te­ren Klas­si­ker 1984 und FAHRENHEIT 451 gehö­ren zu mei­nen Favo­ri­ten. Erschre­ckend, wie aktu­ell die­se Bücher wie­der sind. GAMES OF THRONES hat mich auf die Bücher von Geor­ge R.R. Mar­tin neu­gie­rig gemacht, doch zum Lesen fehl­te mir die­ses Jahr die Zeit.

PN: In wel­chem Film oder wel­cher Fern­seh­se­rie waren aus Dei­ner Sicht als Pro­fi bis­lang die mit Abstand bes­ten CGI-Effek­te zu sehen?

In den letz­ten fünf Jah­ren hat die Qua­li­tät der CGI-Effek­te eine neue Stu­fe der Per­fek­ti­on erreichtIn den letz­ten fünf Jah­ren hat die Qua­li­tät der CGI-Effek­te eine neue Stu­fe der Per­fek­ti­on erreicht. Auch in Fil­men mit klei­ne­rem Bud­get, wie z.B. SKYLINE, fin­det man inzwi­schen aus­ge­zeich­ne­te CGI-Arbeit vor. Beson­ders beein­druckt haben mich die in den letz­ten Jah­ren die digi­ta­len Mas­ken von Davy Jones und sei­ner Mann­schaft in PIRATES OF THE CARIBBEAN 2 und 3, sowie Peter Jack­sons digi­ta­ler KING KONG. Ansons­ten sind für mich gute visu­el­le Effek­te in Hol­ly­wood-Pro­duk­tio­nen zur Selbst­ver­ständ­lich­keit gewor­den, auch wenn ich hier und da noch was aus­zu­set­zen hät­te. Einen kla­ren Favo­ri­ten habe ich momen­tan nicht. Bei Fern­seh­se­ri­en ist mir nur die Neu­auf­la­ge von BATTLESTAR GALACTICA in posi­ti­ver Erin­ne­rung geblie­ben, obwohl die ers­ten Fol­gen schon fast zehn Jah­re auf dem Buckel haben. Den meis­ten Seri­en sieht man lei­der immer noch den Spar­zwang an.

PN: Der phan­tas­ti­sche Bereich im Kino­film (also Sci­ence Fic­tion und Fan­ta­sy) sieht in Deutsch­land ja trotz einer Tra­di­ti­on mit Namen wie Murnau, Lang oder Erler lei­der sehr trau­rig aus. Wenn mal eine Pro­duk­ti­on gut oder sogar erfolg­reich ist, dann meist nur des­we­gen, weil sie in Zusam­men­ar­beit mit Hol­ly­wood rea­li­siert wur­de. Wor­an könn­te es lie­gen, dass die Gen­res hier­zu­lan­de so stief­müt­ter­lich behan­delt wer­den?

Die trau­ri­ge Wahr­heit ist: in Deutsch­land erwar­tet lei­der nie­mand mehr eine hei­mi­sche phan­tas­ti­sche Pro­duk­ti­on. Qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Pro­duk­tio­nen wie CREEP oder WIR SIND DIE NACHT sind an der Kino­kas­se hin­ter den Erwar­tun­gen zurück­ge­blie­ben, was viel­leicht auch am knap­pen Mar­ke­ting­bud­get lag. Doch ich bin mir sicher, wenn dem Publi­kum mehr phan­tas­ti­sches aus deut­schen Lan­den gebo­ten wür­de, wäre die Akzep­tanz grö­ßer und der Erfolg eine Fra­ge der Zeit.
Dabei lohnt sich natür­lich der Blick in die Ver­gan­gen­heit. Die bereits erwähn­ten Her­ren, zumin­dest Fritz Lang und Fried­rich Wil­helm Murnau, wur­den als Pio­nie­re ihrer Zunft gefei­ert. In der Wei­ma­rer Zeit hat sich die hei­mi­sche Film­in­dus­trie mit phan­tas­ti­schen Fil­men einen Namen gemacht und mit Hol­ly­wood mes­sen kön­nen.

PN: So weit das Inter­view mit Dirk. Ich möch­te mich für die kurz­fris­ti­ge und vor allem so aus­führ­li­che Beant­wor­tung mei­ner Fra­gen sowie die Zur­ver­fü­gung­stel­lung der Bil­der aus­drück­lich bedan­ken. Und ich wün­sche viel Erfolg und Glück für den wei­te­ren Ver­lauf des Pro­jek­tes. Selbst­ver­ständ­lich wer­de ich wei­ter über AIRLORDS OF AIRIA berich­ten!

Alle Bil­der Copy­right Dirk Mül­ler / Air­lords Of Airia

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AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­lo­ser Nerd mit natür­li­cher Affi­ni­tät zu Pixeln, Bytes, Buch­sta­ben und Zahn­rä­dern. Kon­su­miert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online dar­über.

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