Buch

Blogger schenken Lesefreude

Am 23.04.2013 ist wie­der mal »Welt­tag des Buches«, zwei Buch­blog­ge­rin­nen haben dazu eine Initia­ti­ve aus der Tau­fe geho­ben, die sich »Blog­ger schen­ken Lese­freu­de« nennt. Sie schrei­ben dazu:

Wir Buch-Blog­ger sind Bot­schaf­ter in Sachen Lese­freu­de und des­we­gen ist der Welt­tag des Buches unser Tag! An die­sem beson­de­ren Fei­er­tag wol­len wir die Welt mit unse­rer Begeis­te­rung für Bücher anste­cken. Wir wer­den blog­gen wie die Wil­den und wir wer­den Bücher ver­schen­ken!
Wer kann mit­ma­chen?
Alle buch­be­geis­ter­ten Blog­ger – egal ob Buch-Blog, Autoren-Blog, All­tags-Blog, Tech-Blog und egal, auf wel­cher Platt­form gebloggt wird. Auch rei­ne Face­book-Fan­pages sind will­kom­men!

Wie lau­tet der Plan?
Am 23.4.2013, dem Welt­tag des Buches, ver­öf­fent­li­chen alle teil­neh­men­den Blog­ger einen Bei­trag, in dem sie ein Buch ver­lo­sen. Natür­lich sind wir neu­gie­rig, war­um ihr euch gera­de für die­ses Buch ent­schie­den habt! Ist es ein Buch von einem Lieb­lings­au­tor, ein unent­deck­tes Buch­ju­wel, ein Buch aus Kin­der­ta­gen oder ein Über­ra­schungs­ti­tel?
Leser, die die­se Bücher gewin­nen möch­ten, kom­men­tie­ren eure Bei­trä­ge. Ver­lost wer­den die Bücher am 30. April.

Das hal­te ich für eine pri­ma Akti­on und mache des­we­gen eben­falls mit. Am 24. April wird es des­we­gen auch hier ein Buch zu gewin­nen geben. Um wel­ches es sich dabei han­delt? Wird noch nicht ver­ra­ten, aber es wird ein Print­buch sein und das eBook gibt es gleich als Drein­ga­be dazu, damit man die Art des Lesens frei wäh­len kann.

Mehr Details fin­den sich auf der Face­book-Sei­te der Initia­ti­ve, auf dem Lau­fen­den kann man sich auch via Twit­ter hal­ten. Wer Fra­gen zur Akti­on hat, kann die in einem eigens ein­ge­rich­te­ten Forum stel­len.

Wer bestimmt eigentlich, ob Bücher eine Seele haben?

Engel holt die Seele eines Sterbenden

In der Online-Ver­si­on der Neu­en Zür­cher Zei­tung fin­det sich heu­te in der Rubrik »Lite­ra­tur« ein recht eso­te­risch ange­hauch­tes Geschwur­bel des St. Gal­le­ner Pro­fes­sors Vin­cent Kauf­mann. Dar­in betrach­tet er wort­reich (und eigent­lich auch äußerst tldr;), war­um »eBooks kei­ne See­le haben«. Eine ech­te Begrün­dung, die über all­zu oft ver­nom­me­ne Vor­ur­tei­le und Kul­tur­chau­vi­nis­mus hin­aus geht, sucht man auch bei mehr­ma­li­gem Lesen lei­der ver­ge­bens.

Und es kommt noch bes­ser: nach der nicht nur leicht nach abge­ho­be­nem Eli­te­kul­tur-Feti­schis­mus klin­gen­den Mei­nung des Ver­fas­sers haben auch Unter­hal­tungs­bü­cher eben­so­we­nig eine See­le, wie bei­spiels­wei­se »Fif­ty Shades Of Grey« – und letz­te­res ver­blüf­fen­der­wei­se des­we­gen, weil es »unan­stän­dig« ist. Er setzt also sei­ne Moral­vor­stel­lun­gen von vor­geb­lich »unan­stän­di­gen« Büchern mit feh­len­der See­le bei die­sen gleich. Wer ent­schei­det eigent­lich, was Unter­hal­tungs­li­te­ra­tur, was »unan­stän­dig« und was »hoch­ste­hen­de« Lite­ra­tur (die dann ohne Auf­preis inklu­si­ve See­le) ist? St. Gal­le­ner Pro­fes­so­ren? Lite­ra­tur­kri­ti­ker? Aka­de­mi­ker? Lang­wei­ler? Kul­tur­chau­vi­nis­ten? Elfen­bein­turm­ho­cker?

Alles in allem ist es mei­ner Ansicht nach scha­de um den mit die­sem wort­hül­si­gen Schwa­dro­nat ver­geu­de­ten Platz. Die »See­le« eines Wer­kes steckt wahr­lich nicht in der äuße­ren Form, son­dern im Text, egal wie die­ser dar­ge­bo­ten wird. Nie­mand bestimmt dar­über, wel­che Lite­ra­tur­gen­res heut­zu­ta­ge »wer­tig« sind und wel­che nicht. Betrach­ten wir die Geschich­te der Lite­ra­tur, stel­len wir immer wie­der fest, dass Bücher, die heu­te als Klas­si­ker von Kul­ture­li­tis­ten hoch­ge­lobt wer­den, zu ihrer Zeit von den Ahnen der Kri­ti­ker in Grund und Boden ver­dammt wur­den. Als Schund. Noch Fra­gen?

Ach ja: lie­ber Herr Pro­fes­sor Kauf­mann, wenn man schon Har­ry Pot­ter bemüht, dann doch bit­te kor­rekt. Der Begriff lau­tet »Hor­krux« oder Hor­crux« und nicht etwas »Hor­cro­axes«, wie sie es mehr­fach schrei­ben. »Hor­cro­ax« ist ver­mut­lich das, was ein Frosch mit Hals­lei­den ruft. Aber wahr­schein­lich ist HARRY POTTER auch nur so ein see­len­lo­ser Schund und da muss man sich gar nicht erst wegen der Kor­rekt­heit eines Begrif­fes bemü­hen. Wirk­lich pein­lich wird es dann aber, wenn aus FAHRENHEIT 451 zitiert wird und der so erha­be­ne Ver­fas­ser dabei den Namen des Autoren falsch schreibt. Mehr­fach. Der Mann – übri­gens einer der renom­mier­tes­ten und ange­se­hends­ten SF-Autoren über­haupt –  heißt nicht »Brad­bur­ry«, son­dern Brad­bu­ry. Das soll­te ein Pro­fes­sor wis­sen, auch wenn er sich nicht für Sci­ence Fic­tion inter­es­siert. Selbst wenn es sich dabei um see­len­lo­se Unter­hal­tungs­li­te­ra­tur han­delt …

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Bild: Engel holt die See­le eines Ster­ben­den, Holz­schnitt, 15. Jahr­hun­dert, Public Domain, aus der Wiki­pe­dia

Teaser: GAME OF THRONES Staffel drei

Die Fans fie­bern bereits, es ist nicht mehr lan­ge hin bis zum Start der drit­ten Staf­fel von HBOs Erfolgs­se­rie nach Geor­ge R. R. Mar­tin: GAME OF THRONES. Und wie immer facht der Sen­der den Enthu­si­as­mus mit Trai­lern und Teasern an, ich ver­mu­te, wir wer­den bis zum Launch der neu­en Sea­son noch den ein oder ande­ren zu sehen bekom­men. Die­ser Teaser zeigt kei­ne Sze­nen, son­dern Cha­rak­te­re.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
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Webformate für eBook-Vorschau? Im Ernst?

Gera­de habe ich einen Arti­kel im Blog des Buch­re­ports gefun­den, der ver­schafft mir erneut Griffspu­ren an der Stirn vom dau­er­haf­ten »an den Kopf fas­sen« (neu­deutsch: Face­palm). Ver­le­ger Klaus Wre­de beklagt zu Recht, dass der Buch­han­del im Geschäft mit eBooks zu kurz kommt. Und auch die Ana­ly­se, dass man als Ver­le­ger zukünf­tig deut­lich ver­stärkt von Apple, Goog­le und Ama­zon abhän­gig sein wird, wenn man sich nicht schnell anpasst, ist noch kor­rekt. Was dann aber folgt, ist der­art rea­li­täts­fern, dass es mir als Web­ent­wick­ler, IT-Bera­ter und eBook-Her­aus­ge­ber fast schon kör­per­lich weh tut.

Da wird pos­tu­liert, dass es ein spe­zi­el­les, neu­es Web­for­mat für eBooks geben müs­se, damit der Buch­händ­ler dem Kun­den im Laden eine Lese­pro­be zei­gen kön­ne, wor­auf­hin der dann prü­fen kann, ob das Buch für ihn geeig­net ist. Es wird auch gleich via iFrame eine sol­che Lösung gezeigt. Mal abge­se­hen davon, dass die Vor­schau im iFrame an man­gel­haf­ter Ergo­no­mie kaum zu schla­gen ist, fra­ge ich mich: wozu?
Wir haben längst web­taug­li­che eBook-For­ma­te. ePub, Mobi­po­cket und ins­be­son­de­re PDF kön­nen direkt im Brow­ser ange­zeigt wer­den. Ich kann nicht mal ansatz­wei­se ver­ste­hen, wozu man hier ein neu­es For­mat oder gar eine »Web­an­wen­dung« benö­tigt? War­um nicht ein­fach die Lese­pro­be als PDF bereit stel­len, dann sieht der Kun­de genau­so sofort das Lay­out des Buches wie bei die­ser pro­prie­tä­ren iFrame-Lösung? Auch der Buch­händ­ler mit Web­shop kann Lese­pro­ben in allen For­ma­ten pro­blem­los bereit hal­ten, wenn die­se beim Ver­lag vor­han­den sind und der Shop des Händ­lers dar­auf deeplinkt. Ganz ohne »Web­an­wen­dung«.

Der Satz

Der Buch­händ­ler muss nur über wenig tech­no­lo­gi­sches Know-How ver­fü­gen, und kein Exper­te sein für E‑Book-For­ma­te, Digi­tal Rights Manage­ment und E‑Book-Rea­der.

ist eben­falls völ­lig sinn­frei, denn zur Sach­kom­pe­tenz des Buch­händ­lers gehö­ren eBooks und deren For­ma­te deut­lich eher, als das Ein­fü­gen von Code in Web­sei­ten, letz­te­res ist wohl mit »ein wenig tech­no­lo­gi­sches Know How« gemeint. Lese­pro­ben sind ohne­hin nicht DRM-geschützt (sind sie es doch, wäre das idio­tisch).
Erklä­ren kann ich mir die­se gan­ze welt­frem­de und tech­nisch hane­bü­che­ne Num­mer eigent­lich nur damit, dass Wre­de das Ver­fah­ren, also die­se omi­nö­se Web­an­wen­dung, ver­kau­fen möch­te, und das obwohl dies viel ein­fa­cher mit bereits exis­tie­ren­den Tech­ni­ken zu bewerk­stel­li­gen ist. Soll­te dem nicht so sein, besteht der Arti­kel in Hin­sicht auf die­se über­flüs­si­ge Vor­schau­funk­ti­on kei­ner­lei Rea­li­täts­check.

Wenn so wie im Blog­bei­trag beschrie­ben auch die ande­ren ange­dach­ten Lösun­gen der Bran­che für die Pro­ble­me der Buch­händ­ler mit den eBooks und ande­ren neu­en Medi­en aus­se­hen, dann gute Nacht.

Ach ja: wenn ich in eine Buch­hand­lung gehe, weil ich ein Buch kau­fen möch­te und der Händ­ler hat es nicht vor­rä­tig, dann kann es dafür nur eine Lösung geben, die dafür sorgt, dass ich das Buch bei ihm bestel­le, statt bei Ama­zon: es muss mor­gen (von mir aus auch über­mor­gen) por­to­frei in mei­nem Brief­kas­ten lie­gen. Ob das der Ver­lag über­nimmt, oder irgend­ein Bar­sor­ti­men­ter (Zulie­fe­rer) oder der Buch­händ­ler selbst (was bei klei­ne­ren selbst­ver­ständ­lich nicht mach­bar ist, aber ein Bran­chen­zu­sam­men­schluss könn­te sowas pro­blem­los stem­men – Ama­zon kann’s ja auch) ist mir egal.

Bild: Dr. Shel­don Coo­per von pul­vis auf Devi­ant­Art, CC BY-NC-ND

Erschienen: DURCH DIE ZEIT UND DURCH DEN RAUM

Bei Emme­rich Books & Media ist Micha­el Sul­li­vans humo­ris­ti­scher Zeit­rei­se-Roman Roman DURCH DIE ZEIT UND DURCH DEN RAUM erschie­nen. Zum Inhalt:

Kom­men Sie mit auf eine irr­wit­zi­ge Rei­se durch »DIE ZEIT« und durch den Raum. Beglei­ten Sie die sym­pa­thi­schen Figu­ren die­ser Geschich­te durch die ver­schie­dens­ten Dimen­sio­nen. Erle­ben Sie mit ihnen ein skur­ri­les Aben­teu­er nach dem ande­ren und genie­ßen Sie eine herr­li­che Berg- und Tal­fahrt, von der Sie nicht ein­mal zu träu­men wag­ten.
Micha­el fin­det her­aus, dass sein Groß­va­ter durch die Zeit rei­sen kann – vor­nehm­lich, um aus dem Ori­ent der Ver­gan­gen­heit magi­sche Arz­nei­mit­tel für sei­ne kran­ke Frau zu besor­gen. Aber bevor der rüs­ti­ge Rent­ner all­zu viel über sei­ne Aben­teu­er ver­ra­ten kann, kommt er von einer die­ser Expe­di­tio­nen nicht mehr zurück.
In der Ver­wandt­schaft ent­schließt man sich zu einer Ret­tungs­ak­ti­on – schließ­lich gibt es hier eini­ge har­te Ker­le, die sich so schnell vor nichts fürch­ten: Tru­cker, Eisen­bah­ner, Schlos­ser und ein Möch­te­gern-Cow­boy. Aber sind sie auch hart genug, den Groß­va­ter und sich selbst nicht nur aus dem Ori­ent, son­dern auch aus dem Wil­den Wes­ten und ande­ren unan­ge­neh­men Orten her­aus­zu­hau­en und sich in die Gegen­wart zurück­zu­kämp­fen?

Erhält­lich ist der Roman als Taschen­buch sowie als eBook und zwar sowohl über die Web­sei­te des Her­aus­ge­bers, wie auch via Ama­zon. Die 282 Sei­ten star­ke Druck­aus­ga­be kos­tet EUR 10,99, die elek­tro­ni­sche Fas­sung 4,72 Euro.

DURCH DIE ZEIT UND DURCH DEN RAUM
Micha­el Sul­li­van
SF-Humo­res­ke
Taschen­buch & eBook
282 Sei­ten
Taschen­buch: 10,99 EUR, eBook: 4,72 EUR
Taschen­buch:
ISBN-10: 148100140X
ISBN-13: 978–1481001403
eBook:
ASIN: B00B7E1BAG
Febru­ar 2013
Emme­rich Books & Media

Cover DURCH DIE ZEIT UND DURCH DEN RAUM Copy­right Emme­rich Books & Media

[aartikel]B00B7E1BAG[/aartikel][aartikel]148100140X[/aartikel]

SPIDER-MAN-Fortsetzung: Handlung und Titel

Anfang der Woche haben die Dreh­ar­bei­ten zur Fort­set­zung der Netz­schwin­ger-Aben­teu­er mit Andrew Gar­field in der Titel­rol­le begon­nen. Sony Pic­tures hat jetzt in einer Pres­se­mel­dung sowohl den Titel bekannt gege­ben als auch eine Hand­lungs­zu­sam­men­fas­sung. Der Titel von AMAZING SPIDER-MAN 2 wird … AMAZING SPIDER-MAN 2 sein. Bis hier­her kei­ne Über­ra­schun­gen. Über­ra­schend ist dann aber doch, dass Mar­tin Sheen als Onkel Ben zurück­keh­ren word, ver­mut­lich in einer Rück­blen­de.

Zum Plot:

In THE AMAZING SPIDER-MAN 2 hat Peter Par­ker (Andrew Gar­field) viel zu tun, denn neben dem Aus­schal­ten böser Buben und dem Zeit ver­brin­gen mit Gwen (Emma Stone), dem Mäd­chen, das er liebt, kann ihm der High­school-Abschluss gar nicht schnell genug kom­men. Peter hat sein Ver­spre­chen gegen­über Gwens Vater – sie zu schüt­zen, indem er ihr fern bleibt – nicht ver­ges­sen, aber es ist eins, das er ein­fach nicht ein­hal­ten kann. Die Din­ge ändern sich für Peter, als ein neu­er Böse­wicht mit dem Namen Elek­tro (Jamie Foxx) auf­taucht, mit Har­ry Osbor­ne (Dane DeHa­an) ein alter Freund zurück kehrt und Peter neue Hin­wei­se auf sei­ne Ver­gan­gen­heit ent­deckt.

Eine wei­te­re Ankün­di­gung eines neu­en Cha­rak­ters ist Mary Jane Wat­son, gespielt von Shai­le­ne Wood­ley, man kommt dem­nach auch bei der neu­en Fas­sung nicht um MJ her­um.

Regie führt Marc Web­ber nach einem Dreh­buch von Alex Kurtzman & Rober­to Orci & Jeff Pin­k­ner, eine frü­he­rer Ent­wurf stammt von James Van­der­bilt. Es pro­du­zie­ren Avi Arad und Matt Tol­mach. US-Kino­start ist am 4. Mai 2014.

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Bild: Andrew Gar­field als Spi­der-Man, Copy­right Mar­vel und Sony Pic­tures

NAUTILUS 107: Die Kino-Jahresvorschau 2013

Alle phan­tas­ti­schen Film des Jah­res 2013 im Kom­plett-Über­blick sowie eine Vor­schau auf kom­men­de F&SF- und Mys­tery-Fern­seh­se­ri­en bie­tet die Aus­ga­be 107 des monat­li­chen Phan­tas­tik-Maga­zins NAUTILUS – Aben­teu­er & Phan­tas­tik.

Wenn Dar­stel­ler sich die See­le aus dem Leib sin­gen, sich Zom­bies ver­lie­ben oder Hob­bits auf Rei­sen gehen – die Febru­ar-Aus­ga­be der NAUTILUS blickt hin­ter die Kulis­sen des Fil­me­ma­chens, Spie­leer­fin­dens und Roman­schrei­bens und vor­aus auf das kom­men­de Jahr, das wahr­haft aben­teu­er­lich und phan­tas­tisch zu wer­den ver­spricht. Der Fokus der Aus­ga­be liegt dabei auf der Kino-Jah­res­vor­schau, die für das Jahr 2013 mehr als 60 Film­starts in den Gen­res Fan­ta­sy, Sci­ence Fic­tion, Mys­tery und Action in Text und Bild prä­sen­tiert – dar­un­ter men­gen­wei­se poten­ti­el­le Gen­re-High­lights wie ENDER’S GAME, CHRONIKEN DER UNTERWELT und THE LONE RANGER sowie garan­tier­te Block­bus­ter-Kan­di­da­ten wie STAR TREK INTO DARKNESS, MAN OF STEEL, DER HOBBIT: DIE EINÖDE VON SMAUG oder DIE TRIBUTE VON PANEM: CATCHING FIRE. Dazu kommt die Vor­stel­lun­gen von 14 neu­en TV-Seri­en aus dem Gen­re der Phan­tas­tik, auf die sich der deut­sche Fern­seh­zu­schau­er in Zukunft freu­en darf. Und dann es geht auch schon wei­ter mit Set­be­su­chen, Werk­statt­be­rich­ten und Inter­views.
Regis­seur und Dreh­buch-Autor Peter Jack­son berich­tet aus­führ­lich, war­um phan­tas­tisch nicht unrea­lis­tisch bedeu­tet und er auf­grund die­ser Prä­mis­se aus Tol­ki­ens schma­lem, rasant erzähl­tem Kin­der­buch DER HOBBIT eine Lein­wand-Tri­lo­gie gemacht hat. Als eine der auf­wän­digs­ten Pro­duk­tio­nen der deut­schen Film­ge­schich­te gilt schon jetzt die UFA-Ver­fil­mung des His­to­ri­en-Best­sel­lers DER MEDICUS von Autor Noah Jor­don, die am 25. Dezem­ber in die deut­schen Kinos kom­men wird. Die NAUTILUS war am Film­set und sprach dort mit Cast und Crew. Die deut­sche Inde­pen­dent-Pro­duk­ti­on ROBIN HOOD: GHOSTS OF SHERWOOD erzählt von Unto­ten unter den Geäch­te­ten, und Regis­seur Oli­ver Kre­kel berich­tet im Inter­view von den Her­aus­for­de­run­gen der Dreh­ar­bei­ten mit 3D-Kame­ras. Wie die ani­mier­ten Figu­ren in MERIDA: LEGENDE DER HIGHLANDS ent­stan­den, erklärt der zustän­di­ge Cha­rac­ter Modell­er der Pix­ar-Stu­di­os. Und die GAME OF THRO­NES-Dar­stel­ler Ian Glen, Joe Demp­sie und Finn Jones geben einen Ein­blick in die Drehs zur drit­ten TV-Staf­fel. Dazu gibt es Fea­tures zur Romeo und Julia Zom­bie-Roman­ze WARM BODIES, zur lei­den­schaft­li­chen Musi­cal-Ver­fil­mung LES MISÉRABLES, in der Schau­spie­ler wie Anne Hat­ha­way, Hugh Jack­man und Rus­sel Cro­we auf zutiefst anrüh­ren­de Wei­se durch ihren Gesang über­zeu­gen, und zum mör­de­ri­schen Psycho-Thril­ler HOUSE AT THE END OF THE STREET.
Im Spie­le­teil geht es um die Schwarm­fi­nan­zie­rung von Adven­ture-Games per Crowd­fun­ding, und Desi­gner wie Jane Jen­sen, Mitch Gitel­man und Jus­tin Ma zei­gen auf, wel­che Vor­tei­le und Nach­tei­le die auf Fan-Unter­stüt­zung basier­te Ent­wick­lung von Spie­len hat. Ein klas­si­sches, koope­ra­ti­ves Fan­ta­sy-Aben­teu­er­spiel ist DIE LEGENDEN VON ANDOR des Gra­phi­kers und Spie­le­au­tors Micha­el Men­zel, der per Inter­view Ein­blick in den Ent­ste­hungs­pro­zess des Brett­spiels gibt. Und im Lite­ra­tur­teil gibt es u.a. einen Werk­statt­be­richt von Andre­as Brand­horst zu sei­nem Roman SEELENFÄNGER und ein Gespräch mit dem Phan­tas­tik-Thril­ler-Autor Olaf Krae­mer zur ABA­TON-Tri­lo­gie.

Bereits seit Anfang Janu­ar läßt sich die gesam­te Aus­ga­be kos­ten­los auf www​.fan​ta​sy​m​a​ga​zin​.de online durch­blät­tern. Seit die­ser Zeit gibt es auch eine neue Gra­tis-App für das iPho­ne und das iPad, nach­dem die ers­te Ver­si­on lei­der feh­ler­be­haf­tet war. Die Maga­zin-Home­page lie­fert zudem eine Vor­schau auf die kom­men­de März-Aus­ga­be, die ganz im Zei­chen von Fan­ta­sy-Hexen und Mär­chen-Adap­tio­nen per Film, Roman und Comic steht und dazu Making-Ofs und Inter­views lie­fert zu Sam Rai­mis Vor­ge­schich­te zur Figur des Zau­be­rers von Oz in DIE FANTASTISCHE WELT VON OZ, der Süd­staa­ten-Hexen­ro­man­ze BEAUTIFUL CREATURES, dem rasan­ten Action-Mär­chen HÄNSEL UND GRETEL: HEXENJÄGER und der Zeit­rei­se-Roman­ver­fil­mung RUBINROT inkl. diver­ser Hin­ter­grund­ar­ti­kel zu Hexen und Mär­chen. Und ein Tipp für unent­schlos­se­ne Abon­nen­ten: Wer auf der Platt­form Pres​se​ka​ta​log​.de ein Abo der Print-Aus­ga­be abschließt, bekommt das ePa­per der ers­ten Abo-Aus­ga­be kos­ten­los dazu.

NAUTILUS erhält man im Zeit­schrif­ten­han­del, als ePa­per bei Pres​se​ka​ta​log​.de, sowie im Abo bei Ama­zon. Das Maga­zin erscheint im Aben­teu­er Medi­en Ver­lag.

Cover NAUTILUS 107 Copy­right Aben­teu­er Medi­en Ver­lag

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Buchreport: Buchhandel klagt über abwandernde eBook-Kunden

Auf Buch​re​port​.de fin­det sich heu­te ein Arti­kel mit dem Teaser »Sor­ti­men­ter kla­gen über abwan­dern­de E‑Book-Kun­den«. Was ich dar­un­ter an Aus­sa­gen lese, lässt mich wün­schen, über mehr Hän­de zu ver­fü­gen, weil ein dop­pel­tes Face­palm dafür deut­lich nicht mehr aus­reicht. Ich möch­te hier auf ein paar der Aus­sa­gen ein­ge­hen.

Die Kun­den betrach­ten uns nicht als Anlauf­stel­le für E‑Reader, dafür gehen sie ins Netz oder zum Elek­tronik­markt

Genau. Denn wenn ich in Buch­hand­lun­gen gehe, um mir eRea­der anzu­se­hen, dann sind da kei­ne. Oder nur die Leib- und Magen- eRea­der der jewei­li­gen Ket­te. Und all­zu oft fin­de ich die eRea­der nur hin­ter Glas, wie sel­te­ne Fische, statt zum Anfas­sen und Aus­pro­bie­ren. Die Prä­sen­ta­ti­on muss bes­ser wer­den, und man soll­te nicht wei­ter­hin den Ein­druck ver­sprü­hen, dass man die Mist­din­ger eigent­lich gar nicht ver­kau­fen will.

Nied­ri­ge Ren­di­te: Zwar sei­en E‑Reader fast täg­lich ein Gesprächs­the­ma, doch der Bera­tungs­auf­wand sei zu hoch und mün­de eher sel­ten im Kauf vor Ort.

Nein? Wirk­lich? Ihr wollt mir im Ernst ver­kau­fen, dass der Bera­tungs­auf­wand für einen eRea­der zu hoch ist, für ein Koch­buch zum Preis von 14,95 Euro aber nicht? Das kann nicht euer Ernst sein? Und die Ren­di­te? Na sicher kau­fe ich mei­nen eRea­der nicht bei euch, wenn der anders­wo 40 Euro preis­wer­ter ist. Ihr müsst euch mal von eurem Preis­bin­dungs­den­ken lösen, wenn ihr außer Duft­ker­zen ande­re nicht preis­ge­bun­de­ne Ware ver­kau­fen wollt. Und wenn ihr über eure Zulie­fe­rer nicht güns­tig genug an die Gerä­te kommt, dann sind die ent­we­der unfä­hig, oder sie zie­hen euch ab! Schon ein­mal ver­sucht, euch einen Über­blick über mög­li­che Bezugs­quel­len zu ver­schaf­fen, die güns­ti­ger sind, als eure Zulie­fe­rer? Mal ver­sucht, über eine Ein­kaufs­ge­mein­schaft bil­li­ger an die Gerä­te zu kom­men? Nein? Dann kein Mit­leid von mei­ner Sei­te.
Und was die Rea­der angeht: die erwer­be ich garan­tiert nicht im Elek­tronik­markt, die sind viel zu teu­er, auch wenn die Wer­bung was ande­res ver­spricht, son­dern online.

Und wenn ich schon »Bera­tungs­auf­wand« lese … ich bin noch nie in einer Buch­hand­lung kom­pe­tent zum The­ma eRea­der bera­ten wor­den. Und ich mache mir inzwi­schen einen Spaß dar­aus, in Buch­hand­lun­gen zu gehen, um dort nach den Gerä­ten zu fra­gen. Viel­leicht soll­te ich die wit­zigs­ten oder dümms­ten Ant­wor­ten mal nie­der­schrei­ben.

Ein häu­fig genann­tes Pro­blem ist, dass Stamm­kun­den ver­lo­ren gehen, weil sie sich einen E‑Reader gekauft haben und sich andern­orts mit Lese­stoff ver­sor­gen, aus Händ­ler­sicht vor allem bei Ama­zon

Ja, natür­lich ver­sor­ge ich mich anders­wo mit eBooks. Ihr habt doch gar kei­ne. Ihr könnt kei­ne Bons mit einem Key aus­dru­cken, mit­tels des­sen ich mir das Ding zu Hau­se run­ter laden kann, ihr habt kei­ne Mög­lich­kei­ten, mir am sprich­wört­li­chen »Point Of Sale« eins auf das Gerät zu laden, ich sehe noch nicht mal Epi­dus eBook-Cards bei euch im Laden ste­hen. Und bevor ich mich durch eure uner­go­no­mi­schen Web­sei­ten hang­le, kau­fe ich woan­ders.

Gegen Ama­zons Über­macht kön­ne der Han­del nicht allein ankämp­fen. Die Bran­che müs­se die Nut­zungs­be­din­gun­gen ver­ein­heit­li­chen, Her­stel­ler bes­se­re Lese­ge­rä­te frei von »Kin­der­krank­hei­ten« anbie­ten.

Allein dar­aus kann man doch schon ent­neh­men, dass Bor­niert­heit vor­herrscht. Es gibt nur ein maß­geb­li­ches For­mat abseits von Ama­zon, näm­lich ePub (zum Nach­le­sen ver­linkt). Die meis­ten Lese­ge­rä­te der aktu­el­len Gene­ra­ti­on, die kei­ne Nischen­pro­duk­te von Fir­men aus Süd-Kasach­stan sind, haben ihre Kin­der­krank­hei­ten längst hin­ter sich gelas­sen. War­um ihr nicht gegen Ama­zon ankämp­fen könnt? Sie­he alle Zei­len vor die­ser.

Als Quint­essenz: das Gejam­mer und Geheu­le ein­stel­len und ein­fach mal anfan­gen, mit Wol­len, Kom­pe­tenz und ohne »Mim­i­mi« an das The­ma her­an zu gehen. Kun­den­bin­dung ent­steht dadurch, dass die Kun­den gern zu euch gehen, weil sie sich gut bera­ten füh­len. Und dadurch, dass ihr kei­ne Mond­prei­se ansagt. Agie­ren statt jam­mern.

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Bild: eRea­der vor Buch­hand­lung von mir, Hin­ter­grund­bild gemein­frei, aus der Wiki­pe­dia

Erschienen: PHANTASTISCH! 49

Soeben ist im Atlan­tis-Ver­lag die Aus­ga­be 49 des von Klaus Boll­hö­fe­ner her­aus­ge­ge­be­nen Maga­zins PHANTASTISCH! erschie­nen. Man kann es beim Ver­lag bestel­len, in Kür­ze wird es auch im Han­del ver­füg­bar sein.

Aus dem Inhalt:

Inter­views mit Bernd Perp­li­es, Cars­ten Polz­in, Tom & Ste­phan Orgel und Andrea Soren­ti­no.

Wei­ter­hin Arti­kel über »Bücher, Autoren und mehr«, unter ande­rem:

Herr­mann Ibe­n­dorf: Wer Visio­nen hat, soll zum Arzt gehen … und ande­re poli­tisch unkor­rek­te Ansich­ten, Auf den Hob­bit gekom­men, Kas­si­ber – Ver­bo­te­nes Schrei­ben, zehn Jah­re Piper Fan­ta­sy, Klas­si­ker der phan­tas­ti­schen Lite­ra­tur – Ser­gej Pro­kof­jev, und vie­les mehr.

Zudem ergän­zen natür­lich Rezen­sio­nen zu Büchern, Comics und Fil­men das Port­fo­lio des Maga­zins. Das Titel­bild stammt von Jonas Hoff­mann.

Erhält­lich ist eine Print-Aus­ga­be für 5,30 Euro, eine PDF-Fas­sung für 4,50 Euro, sowie eine ePub-Ver­si­on für 3,99 Euro. Man erhält das Maga­zin auch bei Ama­zon.

Cover PHANTASTISCH! Copy­right Atlan­tis-Ver­lag

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Liste von Verlagen die auf DRM verzichten

Womit die Musik­in­dus­trie übelst aufs Maul gefal­len ist, stellt in Sachen eBooks lei­der nach wie vor den Regel­fall dar: Bücher, die mit har­ten DRM-Maß­nah­men »geschützt« wur­den. Man könn­te auch »ver­seucht« sagen. Was in Sachen Musik auf die har­te Tour ein­deu­tig klar wur­de, näm­lich dass kopier­ge­schüt­ze Lie­der, die nur mit Klimm­zü­gen, höchst uner­go­no­misch und nicht auf allen End­ge­rä­ten genutzt wer­den kön­nen, vom Kun­den nicht ange­nom­men wer­den, ist bei elek­tro­ni­schen Büchern lei­der immer noch die Regel. War­um die Ver­la­ge nicht imstan­de sind, aus den Feh­lern der Musik­in­dus­trie zu ler­nen und die­se unbe­dingt – und gegen jeg­li­che Ver­nunft – wie­der­ho­len wol­len, erschließt sich mir ehr­lich gesagt nicht. Ver­mut­lich han­delt es sich um Evo­lu­ti­ons­re­sis­tenz.

Immer­hin gibt es auch Anbie­ter, die expli­zit auf har­te oder sogar auf jeg­li­che kun­den­feind­li­che Kopier­schutz­maß­nah­men ver­zich­ten, was ich im höchs­ten Maße löb­lich fin­de. Eine »Wei­ße Lis­te« die­ser Ver­la­ge haben die Nut­zer des eRea­der-Forums zusam­men­ge­stellt und Johan­nes Haupt prä­sen­tiert die­se heu­te in einem Bei­trag auf lesen​.net. Also nichts wie hin und nach­se­hen, wel­che Ver­la­ge man unter­stüt­zen soll­te.

Beach­ten muss man bei die­ser Lis­te mei­ner Ansicht nach aller­dings, dass man je nach Ver­triebs­ka­nal mög­li­cher­wei­se dann doch DRM-ver­seuch­te eBooks bekom­men kann, weil man­che Anbie­ter dies erzwin­gen. Also bit­te auch immer genau dar­auf ach­ten, wo man kauft, will man Ware ohne har­ten Kopier­schutz erwer­ben.

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Logo »Rea­ders Against DRM« von Nina Paley, rea​ders​billof​rights​.info, CC BY-SA

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