Epidu ermöglicht eBook-Kauf beim Buchhändler: »eBookCards«

Während viele etablierte Ver­lage noch mehr als zöger­lich sind, was eBooks ange­ht und die wahrschein­lich meis­ten Buch­händler (die nicht ein­er Kette ange­hören) noch darüber lamen­tieren, dass dieser Markt wahrschein­lich an ihnen vor­bei gehen wird, zeigt erneut ein ver­gle­ich­sweise klein­er Anbi­eter, wie es gehen muss – und wie ein­fach das sein kann. Warum von den üppig bezahlten »Mar­ket­ing-Fach­leuten« der Branche nie­mand darauf ver­fall­en ist, wis­sen wohl nur diese selb­st…

Epidu ist dafür bekan­nt, dass sie eine Web­seite aus der Taufe gehoben haben, auf der der Leser bes­tim­men kann, welche Büch­er her­aus gegeben wer­den. Hierzu nutzt man selb­stver­ständlich und wie selb­stver­ständlich die Möglichkeit­en des Webs: es wer­den Konzepte vorgestellt und die Leser stim­men dann ab, welch­es davon zu einem Buch wird. Der zweite Coup des Epidu-Ver­lags ist die Web­seite »Blogg Dein Buch«. Hier kön­nen sich Blog­ger auf Rezen­sion­sex­em­plare bewer­ben und erhal­ten diese – als Gegen­leis­tung bloggen sie darüber. Auch da kön­nte man sich fra­gen, warum nie­mand aus der alteinge­sesse­nen Buch­branche auf diese Idee ver­fall­en ist.

Die neueste Idee des umtriebi­gen Ver­lags sind die »eBook­Cards«: im Prinzip han­delt es sich bei diesen Postkarten-ähn­lichen Medi­en um Gutscheine für eBooks. Sie sind mit dem Buch­cov­er aus­ges­tat­tet, auf der Rück­seite find­et man weit­ere Infor­ma­tio­nen zum Buch und im Innen­teil Codes, mit dessen Hil­fe man das eBook herunter laden kann. Beispiel­sweise ein QR-Code, mit dem das gewün­schte Buch direkt auf´s Smart­phone kommt.

Der Vorteil für den Buch­händler: auf diese sim­ple Art und Weise, kann er die eigentlich nicht physikalisch existieren­den eBooks im Laden präsen­tieren und zum Verkauf anbi­eten. Nicht nur einge­denk der Tat­sache, dass Büch­er immer noch eines der beliebtesten Geschenke sind, eine grandiose Idee.

Der Bar­sor­ti­menter Umbre­it, die eBook-Plat­tform Cee­bo und Media Con­trol haben die eBook-Cards bere­its in ihr Pro­gramm aufgenom­men, mit im Boot sind auch die Ver­lage Franzis, Klett-Cot­ta und Thiene­mann, mit anderen ste­ht man in Ver­hand­lun­gen.

Grandiose Sache, genau so muss das gehen! Und ohne völ­lig über­flüs­sige Spe­icher­me­di­en die nur sinnlosen Müll erzeu­gen wür­den, wie ander­swo aus der Branche her­aus als Lösung kol­portiert.

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Bild: Mock­up Dis­play für eBook­Cards, Copy­right Epidu

AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­los­er Nerd mit natür­lich­er Affinität zu Pix­eln, Bytes, Buch­staben und Zah­n­rädern. Kon­sum­iert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online darüber.

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