Für die Hörspielfans gibt es wieder einmal neues Material von Folgenreich. Zum einen Science Fiction mit MARK BRANDIS, zum anderen Grusel mit der Tochter des Lichts, JACK SLAUGHTER.
MARK BRANDIS 24: BLINDFLUG ZUR SCHLANGE
In der letzten Folge TRITON-PASSAGE konnte Mark Brandis seiner Degradierung wegen Befehlsverweigerung nur durch seine Kündigung zuvor kommen. Er hatte einen Befehl missachtet, um die Besatzung eines in Not geratenen feindlichen Raumschiffes zu retten. Dass er damit keine Raumfluglizenz mehr hat, macht die Suche nach seinem Freund Grischa Romen, dessen Raumschiff in Piratengebiet zerstört wurde, schier unmöglich. Mark Brandis hofft, dass Grischa noch lebt, und schmuggelt sich gemeinsam mit Pablo Torrente auf einen Raumfrachter. Als dieser von Piraten des berüchtigten Achmed Khan gekapert wird, werden Mark und Pablo entdeckt und sollen von Khans Schergen zunächst gefoltert und dann beseitigt werden. Doch unter der Besatzung ist ein guter Bekannter …
JACK SLAUGHTER – DIE TOCHTER DES LICHTS 19: DIE DÄMONENFABRIK
Jack Slaughter, die Tochter des Lichts, hätte mal wieder alle Hände voll zu tun, Jacksonville vor dem Untergang zu retten, ist doch eine Armee von fiesen Superdämonen im Anmarsch! Doch Jacks Zauber-Barbie Ponytail wurde gestohlen! Die rosa Glitzerspur in seiner Jackentasche führt zu Alan Poppins, seines Zeichens leidenschaftlicher Barbiepuppen-Sammler und Besitzer des Girlie-Paradieses „Dolls R Us“. Die Zeit drängt, und nur eine kann Jack jetzt noch helfen: Parapsychologin und Model Dr. Kim Novak, die lässig jeden Barbie-Look-Alike-Contest gewinnen würde, soll Poppins bezirzen, um ihn zu entlarven. Dass sie hierbei im knappen Bikini durch die Story catwalked, versteht sich von selbst – man braucht ja auch im Hörspiel was fürs Auge!
Am 17. Mai 2013 startet der nächste Zyklus der deutschen Science Fiction-Serie PERRY RHODAN. Der neue Handlungsabschnitt, der von Christian Montillon und Wim Vandemaan als Expose-Team betreut wird, heißt DAS ATROPISCHE TRIBUNAL.
Beginnen wird der neue Zyklus mit einem sogennannten Jubiläumsband unter dem Titel DER TECHNO-MOND und der Nummer 2700. Wie seitens der Redaktion gemeldet wurde, schreibt diesen allerdings kein Stammautor aus dem PERRY RHODAN-Team, wie sonst, sondern der bekannte deutsche SF-Schriftsteller Andreas Eschbach. Das ist ungewöhnlich.
Eschbach hatte bereits Gastromane und kürzere Texte zur Serie beigetragen, er ist durch Veröffentlichungen wie DAS JESUS-VIDEO, EINE BILLION DOLLAR oder HERR ALLER DINGE zu einem der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Phantastik-Autoren geworden.
[cc]
Bild: Andreas Eschbach im Oktober 2011 auf dem PERRY RHODAN-Weltcon, von mir, CC BY-NC-SA
Hintergrund der Diskussionen ist eine Besonderheit des elektronischen Publizierens: Bei gedruckten Büchern fallen die Rechte an den Autor zurück, wenn sein Buch nicht mehr lieferbar ist. Ein elektronisches Buch bleibt dagegen theoretisch unbegrenzt lieferbar. Für Autoren kann es aber durchaus interessant sein, die E‑Book-Rechte nach einiger Zeit neu vergeben zu können.
Natürlich möchte der Schriftstellerverband VS es zur Regel machen, dass Rechte für elektronische Publikationen nur zeitlich begrenzt an die Verlage vergeben werden sollen. Denn ein eBook kann per definitionem nie ausverkauft sein. Bei einem Medium, das sich aktuell in einem derartigen Wandel befindet wie das eBook, kann es sein, dass sich die Gegebenheiten innerhalb kürzester Zeit wandeln, so dass einem Autor Nachteile durch die langfristige Bindung an einen Verlag erwachsen.
Die großen Verlage stellen sich jedoch stur und wollen unbedingt unbefristete Nutzungsrechte, die Verhandlungen drohen deswegen zu scheitern. Ich frage mich, was die Verantwortlichen bei den Verlagen für Drogen nehmen? Gerade Autoren, die bereits verlegt und bekannt sind, können doch ihre Werke völlig problemlos selbst verlegen? Die glauben ernsthaft immer noch, dass sie das einzige Tor zum Leser seien und gerieren sich wie Literatur-Großgrundbesitzer gegenüber ihren baumwollpflückenden Schreibsklaven. Ich hoffe wirklich, der Schriftstellerverband bleibt hart und führt den evolutionsresistenten Verlagen ihre Forderung mit Nachdruck an geeigneter dunkler Stelle ein. Allerdings ist VS ein Teil von ver.di, und denen kann man nach meinen Erfahrungen nicht so weit trauen, wie ich einen Verleger werfen kann …
Warum Del Rey mich erst jetzt darauf hinweist, obwohl das Buch laut Amazon bereits im Februar erschienen ist? Wer weiß … Die Autorin Liesel Schwarz ist nicht etwa aus Deutschland, auch wenn man es anhand des Namens annehmen könnte, sondern lebt in Johannesburg, Südafrika. Von ihr stammt der Roman A CONSPIRACY OF ALCHEMISTS aus der Reihe CHRONICLES OF LIGHT AND SHADOW. Der Roman mischt munter Streampunk und das Übernatürliche.
Klappentext:
In a Golden Age where spark reactors power the airways, and creatures of Light and Shadow walk openly among us, a deadly game of Alchemists and Warlocks has begun.
When an unusual cargo drags airship-pilot Elle Chance into the affairs of the mysterious Mr Marsh, she must confront her destiny and do everything in her power to stop the Alchemists from unleashing a magical apocalypse.
Combining the best elements of nineteenth century gothic fiction with contemporary Steampunk, adventure, romance and the supernatural, Liesel Schwarz has crafted a truly exceptional debut, the first book in CHRONICLES OF LIGHT AND SHADOW trilogy.
Derzeit gibt es den Roman erst einmal nur als Hardcover zum Preis von ungefähr 17,99 Euro, das Taschenbuch folgt im August. Die kindle-Fassung schlägt mit 11,28 Euro zu Buche. Und wie wir feststellen müssen: auch in den USA können sie stereotype Cover … seufz.
A CONSPIRACY OF ALCHEMISTS
CHRONICLES OF LIGHT AND SHADOW
Liesel Schwarz
Steampunk Urban Fantasy
Hardcover und eBook, Februar 2013
384 Seiten
17,99 Euro (HC), 11,28 Euro (eBook)
ISBN-10: 0091949866 (HC)
ISBN-13: 978–0091949860 (HC)
ASIN: B00A0OIOG8
Del Rey
Coverabbildung Copyright Del Rey / Random House
Der Starttermin der dritten GAME OF THRONES-Staffel rückt näher und HBO fährt natürlich damit fort, die Fans heiß zu machen. Der neueste Trailer trägt den vielversprechenden Titel »There is a beast in every man«.
There is a beast in every man
and it stirs if you put a sword in his hand …
Der Inhalt ist nicht verfügbar. Bitte erlaube Cookies und externe Javascripte, indem du sie im Popup am unteren Bildrand oder durch Klick auf dieses Banner akzeptierst. Damit gelten die Datenschutzerklärungen der externen Abieter.
Nein, jetzt nicht hektisch und voller Vorfreude mit den Füßen wibbeln. Es handelt sich bei diesem WONDER WOMAN-Video um einen Clip der Produktionsfirma Station 3 und deren Produzent Kailey Marsh. Station 3 ist eine Firma, die bislang Independent-Filme produziert hat. Da jegliche weiteren Angaben zu diesem Clip fehlen, würde ich mal annehmen, dass es sich um eine Fanarbeit handelt, durchgeführt jedoch von einem professionellen Team, sonst aber nichts weiteres folgen wird (allein schon aus Lizensierungsgründen). Das sieht alles recht gut aus, allerdings ist Diana leider ein arger Hungerhaken.
Der Inhalt ist nicht verfügbar. Bitte erlaube Cookies und externe Javascripte, indem du sie im Popup am unteren Bildrand oder durch Klick auf dieses Banner akzeptierst. Damit gelten die Datenschutzerklärungen der externen Abieter.
Beim Atlantis-Verlag ist soeben mit GALLAGHERS TOD ein neuer Science-Fiction-Roman von Achim Hiltrop erschienen. Der Roman schließt an die bereits erschienenen Bücher GALLAGHERS MISSION, GALLAGHERS KRIEG und GALLAGHERS TOCHTER an.
Rebecca Gallagher ist in die Fußstapfen ihres Vaters getreten und hat sich als Raumpilotin selbständig gemacht. Bei einer Reise nach Kerian geraten Rebecca und ihr Schiff Trigger jedoch ins Fadenkreuz eines gefährlichen Terroristen, der noch eine Rechnung mit Clou und seiner Familie zu begleichen hat. Zwar kann die junge Frau zunächst entkommen, doch ihr mysteriöser Gegner hat viele Gesichter und verfügt über schier unerschöpfliche Ressourcen …
Das Titelbild des Romans stammt von Lothar Bauer. Beim Verlag ist die Hardcover-Ausgabe erhältlich, diese ist 108 Seiten stark und kostet 9,90 €; die eBook-Ausgabe kann beim Verlag, bei Amazon und bei beam-eBooks zum Preis von gerade mal 2,99 Euro erworben werden; weitere Plattformen folgen demnächst.
GALLAGHERS TOD
Achim Hiltrop
Science Fiction-Roman
Hardcover (mit Lesebändchen) und eBook
108 Seiten
9,90 Euro (HC), 2,99 (eBook)
März 2013
ASIN: B00BTP90YC
Atlantis-Verlag
Trotz des meiner Ansicht nach mäßigen Inhalts war die YPS-Neuauflage für eine erwachsene Zielgruppe ratzfatz ausverkauft, so dass man sich beim EHAPA-Verlag entschied, weitere Ausgaben zu produzieren. Ab heute ist YPS zwei (alias YPS 1259) am Kiosk erhältlich. Der Verlag schreibt dazu:
Starke Themen dominieren die Ausgabe 1259. So wird verraten, wie man ohne Astronautenausbildung ins Weltall gelangen kann, wie es sich anfühlt ein Gespenst zu sein und welcher Roboter für den eigenen Haushalt der sinnvollste ist. Die Rubrik »Held von einst« präsentiert den Moderator der Kultsendung »Formel Eins«, Peter Illmann.
Ein weiteres Highlight des Hefts werden wieder Comics sein – mehr Comics denn je. Der Comic-Teil wird auf Wunsch der Leser und Fans ausgeweitet, von den 100 Seiten werden künftig 30 bis 40 auf Comics entfallen. In der Rubrik »Originalcomics« gibt es u.a. exklusiv eine neue Folge von »Pif und Herkules« und einen Reprint der erfolgreichen »Gespenster GmbH«. Weitere Strips wie Finnen von Sinnen und ein Abenteuer von YPS, Kaspar und Patsch und Willy dürfen natürlich nicht fehlen. Es gibt aber auch neue Comics, zum Beispiel erstmals »Der letzte Bulle« in gedruckter Form.
Als Gimmick liegt diesmal eine Presse bei, die aus herkömmlichen Eiern eckige macht. Na, das passt ja zum herannahenden Osterfest. YPS Nummer zwei ist ab heute für 5,90 Euro am Kiosk erhältlich. Ich würde vermuten, dass die Auflage diesmal nach den Erfahrungen mit der ersten Ausgabe etwas höher sein dürfte (zur Auflagenzahl schweigen sich die beiden Pressemitteilungen allerdings leider aus).
Ihr müsst jetzt ganz stark sein, liebe Leser. Diesen Test erträgt nur, wer extrem geistesstark oder völlig besoffen ist. Oder sein Hirn großzügig notleidenden Zombies gespendet hat. You have been warned!
Hereinspaziert, hereinspaziert, meine sehr geehrten Damen und Herren, in unsere einmalige Show der Absonderlichkeiten! Hier sehen Sie abstoßende Monstren ebenso, wie verwachsene Freaks, hier bleibt kein Auge trocken und hier erblicken Sie Dinge, die man anderswo totschlagen würde!
Bisher konnte man in diesem Test von Onlineshops halbwegs brauchbare Ergebniss ebenso finden, wie mangelhafte oder durchwachsene. Aber was libreka!, der von MVB – und damit vom Börsenverein des Buchhandels, MVB heisst »Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH« – betriebene Buchladen im Web bietet, ist so hanebüchen, dass das oben zu lesende Intro seine Berechtigung hat. Denn ich habe vor lauter »an den Kopf fassen« (neudeutsch: Facepalms) während des Tests jetzt haufenweise deutliche Griffstellen im Gesicht und – um bei der Freakshow zu bleiben: dieser Shop muss aus Leichenteilen mumifizierter Börsenvereins-Zombies zusammengesetzt worden sein, anders lässt sich das, was mir begegnet ist, nicht erklären.
Insbesondere sind die gleich folgenden Erkenntnisse dann witzig, wenn man sich vor Augen führt, wie MVB unter einem »über libreka!«-Link großspurig angibt:
libreka! ist die große E‑Book-Plattform für den deutschsprachigen Raum – mit einem umfassenden Leistungsangebot, das von der Information über die Möglichkeit zum Reinlesen in Bücher bis zum Kauf von E‑Books und gedruckten Büchern reicht. 1.947.526 Bücher aus über 1.763 Verlagen mit über 50 Millionen Buchseiten stehen für die Suche zur Verfügung und652.937 E‑Books zum Kauf bereit. Wer als Leser Bücher sucht, ist bei libreka! an der richtigen Adresse.
Den letzten Satz möchte ich aber sowas von bezweifeln. Wer als Leser Bücher sucht (insbesondere englische Print- oder eBooks), der ist in einem türkischen Gemüseladen besser aufgehoben, als bei libreka. Da kann man wenigstens die Inhaltsstoffe der Sucuk von der Verpackung ablesen, manchmal sogar in englisch.
Merket auf, liebe Besucher der Freakshow, wenn ich euch den degeneriertesten und verwachsensten Onlineshop in Sachen »ich kauf´ im Internet« vorstelle, den ich je gesehen habe. Bühne frei für: libreka! Unsere gedungenen Clowns werden jetzt noch schnell Valium verteilen, damit es nicht zu Hyperventilation kommt.
Auf den ersten Blick ist man noch arglos und erfreut sich an der Übersichtlichkeit und dem halbwegs hübschen und modernen Anblick der Seite. Das zeigt allerdings, dass man auch aus einem hirnlosen Zombie mit ein wenig Make Up und neuen Designer-Klamotten zumindest äußerlich einen Superstar machen kann (ähnliches betreiben Privatsender seit Jahren und auch öffentlich-rechtliche können das inzwischen ganz gut, aber das ist doch dieses … Fernsehen … iiiiihhhh!).
Aber ich schweife ab. Erfreut nimmt man erst einmal ein horizontales Hauptmenü zur Kenntnis, das nicht nur eBooks und Bücher, sondern auch »Audio«, »Video/DVD« (»BluRay« ist vermutlich zu modern für den … äh … traditionsbewussten Börsenverein), »Software« und »Weitere Medien« feil bietet. Wobei ich mir auf Anhieb unter »Weitere Medien« so gar nix vorstellen konnte. Also der Neugier nachgekommen und mal darauf geklickt.
Ahja. Unter »Weitere Medien« finde ich … Bücher. Das ist ja originell. Warum sind die nicht unter »Bücher«? Weil man unbedingt einen weiteren Menüpunkt brauchte, um wichtiger zu wirken? Oder besser sortiert? Das Menü musste voll werden? Man könnte annehmen, dass die Schlauberger, die das Portal verbrochen haben, nach dem hastigen Genuss einer Flasche Hörnertee möglicherweise dachten »Hach, wir machen den überflüssigen Menüpunkt ganz nach rechts. Mit dem Titel und dem Namen klickt da eh nie jemand drauf!« Doch: ich. Unfassbar. Verlassen wir schnell diesen Ort, denn hier lauert der Wahnsinn der »Großen Alten« des Börsenvereins und ihrer nichteuklidischen Navigation. Mir ist schon ganz schwummrig,
Mal abgesehen davon, dass sich der Inhalt auch hier liebevoll an die linke Seite des Browserfensters schmiegt, sieht die Front des Hauses eigentlich ganz gut aus. Topmenü mit Hauptnavigation, man könnte sich fragen, warum im Header »Bücher und eBooks« steht, in der Navigation jedoch eBooks vor Büchern angeordnet sind. Ist man sich seiner Prioritäten nicht ganz sicher? Grün als dominante Farbe soll einen Eindruck von Frische erzeugen. An der linken Seite zeigen sich thematische Unterteilungen, klicke ich auf Belletristik, stelle ich erstaunt fest, dass als »Themen« unter anderem »Fantastische Literatur«, »Fantasy«, »Science Fiction« und »Fantasy & Science Fiction« auftauchen. Das sind keine Kategorien, wie auf den bisher getesteten Seiten, sondern Filter, die die angezeigten Inhalte (erstmal irgendwie alles) einschränken. Eigentlich ganz pfiffig gemacht. Wähle ich irgendwas davon kann ich sogar gezielt nach Sprachen filtern und sogar nach Preisrahmen. Bei diversen Büchern wird mir die Option »reinlesen« angezeigt, damit also eine Möglichkeit, die ganz ähnlich der »Blick ins Buch«-Funktion bei Amazon ist.
Mal im Ernst und außerhalb meiner Spottereien weiter oben: wer ausschließlich auf der Hatz nach deutschen Mainstream-Büchern ist, wird hier vermutlich ganz gut bedient, denn eigentlich ist das Konzept der Suche mit nachfolgender Filterung durchaus schlüssig und das Filtern auch ganz gut umgesetzt (die eigentliche Suche aber nicht). Von der völlig unbedienbaren ergonomischen Katastrophe, die libreka! vor dem Relaunch war, ist das tatsächlich Lichtjahre entfernt. MVB hat in Sachen Bedienung offenbar bessere Leute als beim letzten Mal für die Umsetzung eingekauft – das ist aber auch wahrlich nicht schwer. Zu den unentschuldbaren Tücken der Suche (merke: Suche ist nicht gleich Filterung) kommen wir gleich.
Nur: ich möchte gern englische Bücher erwerben, sei es in Totholz- oder in elektronischer Form – dazu kommen wir jetzt und es wird kleinkariert und komisch, denn zumindest dieser Teil der Hütte bröckelt hinter der aufgestyleten Fassade ziemlich heftig.
Die Suche nach BLOOD RITES mit einer nachfolgenden Filterung »English« bringt den gesuchten Roman auf den ersten drei Seiten (also dreißig Suchergebnissen) nicht ans Tageslicht. Deswegen die Verfeinerung mit dem Autorennamen »Butcher«, das hat bisher auf den anderen Shops fast immer funktioniert. Hier jedoch: insgesamt vier Ergebnisse (der Englisch-Filter ist noch aktiv), keines (!) davon ist der gesuchte Harry Dresden-Roman.
Na gut, versuche ich also mal den im November erschienenen neuen Roman COLD DAYS. Auch hier finde ich auf den ersten Ergebnisseiten den gesuchten Titel nicht, die Suchmaschine behauptet zwar, nach »Relevanz« zu sortieren, was das für eine Relevanz sein könnte, geht mir allerdings auch nach einer ausgiebigen Meditation auf meinem Daniel Düsentrieb-Kissen nicht auf. Markiert sind bei den Treffern die einzelnen Worte »cold« und »days«, eine Suche nach beiden Begriffen zusammen scheint nicht priorisiert nach Relevanz sortiert zu werden. Wer programmiert so etwas? In einwöchigem Lehrgang zur IT-Kraft umgeschulte MVB-Manager? Auch wenn ich COLD DAYS in Anführungszeichen setze, eine übliche Vorgehensweise um Suchbegriffe zusammen zu fügen: Fehlanzeige; ebenso, wenn ich den Titel um den Autorennamen ergänze: dann gibt es neun englische Treffer, keiner davon ist der gesuchte Roman – es ist noch nicht einmal ein einziger davon von Jim Butcher.
Noch ein letzter Versuch mit CHANGES. Über 30000 Treffer in »englische Bücher« – ah ja … Verfeinerung mit dem Autorennamen: kein Treffer auf den ersten paar Seiten der Suchergebnisse. Ernüchternd.
Unter dem »Finden«-Button der Suchfunktion entdecke ich einen kleinen Link: »Erweiterte Suche«. Hier kann ich den Titel und den Autorennamen einzeln eingeben. Ich tue dies für beide vorstehenden Romane und zusätzlich noch für CHANGES, das Ergebnis ist jedesmal dasselbe:
Ihre Suchanfrage nach * und Titel »Changes« und Autor »Butcher« lieferte keine Ergebnisse. Bitte versuchen Sie es mit einem anderen Suchbegriff.
»Erbärmlich« ist wieder einmal das einzige Wort, das mir dazu einfällt. Nein, das stimmt nicht, mir fallen noch ganz andere Worte ein, aber die sind hier nicht wiedergabefähig, das verbietet mir meine Erziehung. Vermutlich nutze ich wieder eine Art und Weise des Suchens, die nicht mit den Vorstellungen der MVB-Entwickler übereinstimmt, was zulässige oder valide Suchanfragen sind (siehe die Lachnummer auf buchhandel.de). Vielleicht sollten die ein Handbuch zur Suche heraus geben. Man würde das nur vermutlich auf der Seite nicht finden.
Die Suche nach REDSHIRTS liefert drei Treffer. Der erste ist die Heyne-Ausgabe, zwei und drei muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, das ist vermutlich wieder diese okkulte MVB-»Relevanz«:
Augenblicke einer Weltreise, Helge Negele
The Pulitzer Price Archive. A History And Anthology …
Man sieht: höchst beeindruckend, was diese Suchmaschine leistet … Englische Ausgaben von REDSHIRTS sowohl als eBook wie auch als Printbuch: nix ist.
Die Suche nach Alan Dean Foster fördert ebenso wie eine nach »Foster, Alan Dean« und einer Einschränkung auf englische Bücher gerade mal 13 Treffer zutage, davon ist nicht ein einziger von Alan Dean Foster. Eine Vertipper-Suche nach »Alan Dearn Foster« liefert wie erwartet: … nix.
Ihre Suchanfrage nach »alan« »dearn« »foster« lieferte keine Ergebnisse. Bitte versuchen Sie es mit einem anderen oder allgemeineren Suchbegriff.
Danke, aber ich versuche es lieber mit Bol, Osiander oder eben doch wieder Amazon. Und: Bei diversen Büchern fehlen die Coverabbildungen.
Eigentlich habe ich an dieser Stelle des Tests schon gar keinen Bock mehr, mich weiter mit diesem halbvergammelten Untoten auseinander zu setzen, aber ich beisse die Zähne zusammen, versuche mich in einen stoizistisch-masochistischen Geisteszustand zu versetzen, der mich diese Freak-Webseite weiterhin ertragen lässt, und mache weiter. Ne Pulle Leberkleister wäre vielleicht auch eine Hilfe gewesen.
Wobei: eigentlich könnte ich mir die Tests in Sachen eBooks tatsächlich sparen, denn bei den vorgenannten Suchergebnissen wurden auch immer die eBooks mit angezeigt und sind filterbar. Deswegen in aller Kürze:
Die Suche nach ICERIGGER fördert tatsächlich ein Resultat hervor, was ist denn jetzt los? Die gesamte Trilogie in einem eBook, herausgegeben von Open Road für EUR 14,20. Die hat Amazon nicht. Die Einzelbände gibt es bei libreka nicht, bei den Amazonen allerdings schon. Das mit ICERIGGER war jedoch ein Zufallstreffer. Charles Stross´ HIDDEN FAMILY: Fehlanzeige. Scalzis REDSHIRTS: Fehlanzeige. Und sogar die beiden Bestseller THE HUNGER GAMES und A DANCE WITH DRAGONS: Fehlanzeige.
Versuchen wir noch schnell einen Klassiker: MOUNTAINS OF MADNESS von H. P. Lovecraft. Und der wird tatsächlich als eBook in einer Ausgabe von Random House gefunden, der Preis beträgt üppige 21,31 Euro, bei Amazon gibt es verschiedene Ausgaben, die preiswertesten davon kosten … 89 Cent, allerdings habe ich die Random House-Ausgabe auf Amazon nicht gefunden. Ein großer Teil der Werke Lovecrafts sind übrigens seit 2007 gemeinfrei … 21,31 Euro … ohne Worte … ich habe für eine Lovecraft-Gesamtausgabe für den Kindle 99 Cent bezahlt …
Man kann konstatieren: eklatante Preisunterschiede gibt es deswegen nicht, weil die ach so tolle eBook-Plattform des Börsenvereins in Sachen englischer eBooks extrem schlecht sortiert ist, zumindest was den Bereich Phantastik angeht.
Ich bin ja gar nicht so, gebe ihnen bei deutschen Büchern eine Chance, suche nochmal nach Alan Dean Foster und beschränke diesmal nicht auf »englisch«. Nach der Einschränkung auf »Bücher« und »Belletristik« erhalte ich 34 Treffer. Ja, das könnte hinkommen. Allerdings sind nur 12 davon tatsächlich von ihm der Rest ist von irgendwem. Noch eins? Gern: Ich suche nach »George R. R. Martin« und schränke auf »Bücher« ein, Belletristik bietet mir der Filter gar nicht an. Ergebnis: vier Graphic Novels nach Martin, dann ein Buch über Pferdesport im Nationalsozialismus (nein, kein Scherz!), eine Götz George-Biografie, erst dann die ersten beiden Romane aus der LIED VON EIS UND FEUER-Reihe. Dann ein Buch über Designmethoden und eins über Martin Gropius. Auf der zweiten Ergebnisseite kein anderes Bild, da wundert man sich nicht, dass 2475 Treffer gemeldet werden. Und so geht es weiter. An dieser Stelle hätte ich, um ein hysterisches Gekicher zu unterdrücken, erneut die bereits bemühte Flasche Leberkleister zum Einsatz kommen lassen müssen. Ergo: auch bei der Recherche in der Kernkompetenz »deutschsprachige Bücher« sind die Ergebnisse dieser Suchmaschine mit »subterran« noch sehr freundlich umschrieben.
Liebe Leute von MVB: Lucene/Solr ist eine Open Source-Suchmaschine unter Ägide des Apache-Projekts und liefert schon unkonfiguriert bessere Ergebnisse als euer Programmierer-Ejakulat!
Schauen wir noch auf die AGBs und Lieferbedingungen der Börsenvereinszombieseite:
Aus irgendwelchen nicht nachvollziehbaren Gründen bleiben gekaufte eBooks nur zwei Jahre lang herunterladbar. Das muss in Zeiten der Cloud einfach deutlich besser gehen, warum hier nicht ein zeitlich unbegrenzter Zugriff auf die zumeist mit DRM verseuchten Werke ermöglicht wird, ist nicht nachvollziehbar. Man sollte an dieser Stelle jedoch fairnesshalber anmerken, dass es bei libreka! auch eBooks gibt, die nur mit Soft-DRM versehen oder völlig frei von Kopierschutzmechanismen sind. Meine Vermutung ist, dass man sich darüber im Klaren ist, dass auch diese Seite demnächst wieder über Bord gekippt wird und man dann keinen Bock hat, die Kundendaten und ‑eBook-Lizenzen zu migrieren.
Bei der Lieferung von Büchern und den Preisen hierfür dann der Klopper: hier wird man auf die Seite buchhandel.de verwiesen, die ich an anderer Stelle bereits als völlig untauglich getestet hatte; Man weist nur darauf hin, dass man sich die Waren dann an einen Buchhändler der Wahl senden lassen kann – oder eben gegen einen Obolus nach Hause. Warum das keine Option ist, kann man in meinem Artikel zu buchhandel.de nachlesen. Diese Vorgehensweise ist natürlich völlig sinnfrei, denn warum leistet man sich eine zweite, redundante Plattform, wenn von da wieder nur auf die erste geleitet wird und beschränkt libreka nicht, wie ursprünglich gedacht, ausschließlich auf eBooks?
Fazit: Geht gar nicht. Zwar nette Filtermöglichkeiten (die Idee sollte Doktor Frankenstein in einen anderen Patienten transplantieren), aber eine komplett untaugliche Suchfunktion. Weiterhin gähnende Leere bei englischen Printbüchern und eBooks aus dem Bereich Phantastik.
Völlig indiskutabel. Man kann nur hoffen, dass diese oberflächlich geschminkte Zombie-Seite schnell von Rick Grimes mit einer großkalibrigen Feuerwaffe von ihren Leiden erlöst wird.
Was? Es ist immerhin die Seite einer Tochterfirma des »Börsenvereins des Teutschen Puchhandels« und die muss gar keine englischen Schmöker vorhalten? Was für ein Unsinn, Auswahl und Genrekompetenz sind die Stichworte, die von Amazon bedient werden – und hier sollte gerade eine Buchhandelsseite wenigstens versuchen gegen zu halten. Insbesondere, wenn englische Bücher explizit als Auswahl zur Verfügung stehen, dann muss man auch gängige Exemplare oder mindestens Bestseller finden können. Wer glaubt, Amazon eine solche maximal halbgare Seite mit maximal ungarer Suche entgegen setzen zu können, der gehört wirklich in die eingangs erwähnte Freakshow. Am besten auf einem hohen Elfenbeinturm, denn um diese Freaks zu sehen, würde zumindest ich kein Geld ausgeben wollen.
Mir ist zudem nicht wirklich klar, wie sich die gravierende Diskrepanz zwischen der genialen Filterfunktion und der grottigen Suchmaschine erklären lässt. Das fühlt sich an, als hätten unterschiedliche Entwickler daran gearbeitet und nicht miteinander kommuniziert. Und als hätten die an der Suchmaschine im Gegensatz zu denen am Filtersystem keine Ahnung von der Materie gehabt. Oder kann es sein, dass man auf irgendeine vorhandene, alte Technik zurück griff und die Filternummer nur drangefrickelt hat? Wir werden es wohl nie erfahren.
Da libreka! allerdings wie buchhandel.de von MVB betrieben wird, wundert mich hier – ehrlich gesagt – gar nichts.
[cc]
Disclaimer: wer Satire oder Sarkasmus findet liegt nicht ganz falsch und darf sie behalten.
Neulich hatte ich über den von Jürgen Eglseer betriebenen, neuen Webshop Amrûn berichtet, der sich auf Kleinverlage und Selbstverleger konzentriert. Das ist aber nicht alles, unter demselben Label sollen zudem Bücher verlegt werden.
Für zwei Anthologie-Veröffentlichungen dieses Amrûn-Verlags wurden deswegen heute Ausschreibungen veröffentlicht, eine zum Thema »Das Ende der Menschheit« und eine zu »Phantastischen Geschichten aus dem Chiemgau & Rupertigau«.
Ausschreibung Anthologie »Das Ende der Menschheit«
Biologische Gefahren, Klimawandel, Atomkrieg – das Ende der Menschheit kann unterschiedliche Gründe haben. In dieser Anthologie spielen die Kurzgeschichten in diesem Rahmen, im Fokus stehen die Menschen – wie reagieren sie auf das Ende ihrer Gattung, auf den Zusammenbruch ihrer Zivilisation. Denkt jeder nur noch an sich selbst, oder wird das Zusammengehörigkeitsgefühl stärker?
Ausschreibung Anthologie »Phantastische Geschichten aus dem Chiemgau & Rupertigau«
Geschaffen werden soll hier eine Anthologie mit phantastischen Geschichten aus dem bayerischen Chiemgau / Rupertigau.
Die Kurzgeschichte könnte sowohl Fantasy (auch Märchen), Horror/Grusel als auch Science Fiction beinhalten. Diese Subgenres sollen klar erkennbar sein, die Region zentral im Mittelpunkt stehen. Ich denke da an viele Orte und Ereignisse in unserer Region, seien es Sagen oder Realitäten, die man als Grundlage für eine phantastische Geschiche verwenden könnte. Zum Beispiel sind der Chiemsee oder unsere Alpentäler gute Handlungsorte für mystische Begegnungen, der Chiemgau-Impact könnte interpretiert werden, bekannte Legenden und Sagen unserer Städte und Dörfer könnten ein neues Gewand bekommen. Ich glaube, Grundlagen für eine schöne phantastische Geschichte gibt es allemal.
Zeit für eine Einreichung hat man bis zum 15. September 2013. Alle weiterführenden Informationen finden sich auf der Amrûn-Webseite.
Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies und von eingebundenen Skripten Dritter zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest (Navigation) oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst Du Dich damit einverstanden. Dann können auch Cookies von Drittanbietern wie Amazon, Youtube oder Google gesetzt werden. Wenn Du das nicht willst, solltest Du entweder nicht auf "Akzeptieren" klicken und die Seite nicht weiter nutzen, oder Deinen Browser im Inkognito-Modus betreiben, und/oder Anti-Tracking- und Scriptblocker-Plugins nutzen.
Mit einem Klick auf "Akzeptieren" werden zudem extern gehostete Javascripte freigeschaltet, die weitere Informationen, wie beispielsweise die IP-Adresse an Dritte weitergeben können. Welche Informationen das genau sind liegt nicht im Einflussbereich des Betreibers dieser Seite, das bitte bei den Anbietern (jQuery, Google, Youtube, Amazon, Twitter *) erfragen. Wer das nicht möchte, klickt nicht auf "akzeptieren" und verlässt die Seite.
Wer wer seine Identität im Web schützen will, nutzt Browser-Erweiterungen wie beispielsweise uBlock Origin oder ScriptBlock und kann dann Skripte und Tracking gezielt zulassen oder eben unterbinden.