Gottfried Honnefelder ist der »Vorsteher« des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. In einer Rede erläutert er eindrücklich, wie er zum Internet steht. Man könnte es salopp als »moderner, gefährlicher Scheiß« zusammenfassen. Vorsicht, es könnte bei internetaffinen Menschen, die nicht in irgendeiner Vergangenheit leben, zu einem spontanen Abfallen des Kopfes führen, wenn man den Artikel liest, so ausgiebig wird man mit dem Kopf schütteln und sich des Gesichtspalmierens befleißigen.
Da wird ernsthaft eine »digitale Abstinenz« der Nutzer gefordert und beklagt, dass sich eine solche »in der Breite nicht werde durchsetzen lassen«. Und DRM ist selbstverständlich die Rettung.
Angesichts dieser mittelalterlichen Ansichten des Börsenvereinsvorstands wundert mich bei der Branche ehrlich gesagt nichts mehr.
Im Tagesspiegel und zweitverwertet auch in der Zeit fand sich in den vergangenen Tagen ein Interview mit einem anonymen Buchpiraten, der angeblich die größte (deutsche) Plattform für illegale eBooks betreibt. Dass so etwas bei der Buchbranche nicht gut ankommt, hätte man sich vorher denken können. Da hört man einzelne Stimmen jammern, wie es sein kann, das solchen Raubmordkopierterroristen überhaupt ein Podium gegeben wird. Auf buchreport.de feiert man ab, dass irgend jemand Strafanzeige gegen die beiden Zeitungen erstattet hat (möglicherweise jemand vom Buchreport selbst). Warum? Weil der Link zum Angebot gesetzt wurde, das sei angeblich »Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung«. Die sind ja niedlich. Der Heise-Verlag hat längst bis zum Bundesgerichtshof durchgefochten, dass das Setzen von Links selbstverständlich zur journalistischen Arbeit gehört, das könnte man als Qualitätsjournalist wissen. Siehe:
Außerdem müsste man konsequenterweise dann auch gleich den Börsenverein verklagen, denn der hat auf seiner Webseite über die Artikel berichtet und ebenfalls auf die eBook-Seite verlinkt; von Google wollen wir gar nicht reden. Der Gipfel der Dreistigkeit ist allerdings der Satz am Ende des Artikels, der sich auf die unter anderem von Ansgar Warner auf eBook-News bemängelten zu hohen eBook-Preise der Publikumsverlage bezieht:
Wovon Autoren bei E‑Book-Preisen im Cent-Bereich künftig leben sollen, verrieten allerdings weder der anonyme Boox.to-Betreiber noch Warner.
Da bleibt mir die Spucke weg. Autoren werden von der Branche traditionell – und ich kann es nicht anders sagen – beschissen bezahlt. Die überhöhten Preise für eBooks damit zu begründen, dass die Autoren ja auch noch was abbekommen müssen, kotzt mich an. Das ist Populismus in Reinkultur. Nicht die Autoren machen sich die Taschen damit voll, sondern die Verlage, das wollen wir hier mal ganz deutlich klar stellen. Die Autoren bekommen Peanuts. Und: wer redet denn von »eBook-Preisen im Cent-Bereich«? Angemessene Preise sind gemeint. Was die beschriebenen eBook-Flatrates angeht: ja, die werden kommen, es gibt sie sogar schon.
Man kann nur mehr Autoren raten, ihre Bücher im Selbstverlag zu verkaufen, Amazon zahlt 70% Tantiemen, davon kann ein Verlagsautor nur träumen. Es wird zudem Zeit für eine alternative Plattform, die ebenso erfolgreich ist, wie die Amazonen und auch ähnliche Honorare generiert, ohne gleich auf einem mit Blut unterschriebenen Vertrag die Seele des Autoren (sprich: umfangreiche und ausschließliche Rechte an den Texten) einzufordern. Und wenn die Flatrates kommen, sollten Autoren ebenfalls direkt mit deren Anbietern verhandeln, ansonsten schöpfen auch hier die Verlage wieder das Geld ab, die Musikindustrie zeigt gerade, wie das geht.
Was die Verlage angeht: hartes DRM weg, benutzerfreundliche Plattformen schaffen und nachvollziehbare Preise ansagen. Dann klappts auch mit dem Leser. Und vielleicht mal damit anfangen deutlich sympathischer auftreten, statt ständig mit Rechtsverdrehern zu drohen oder gegen Mitbewerber zu pöbeln.
Soeben ist aus der inzwischen beeindruckend langen Romanreihe um die Filme das Buch STAR WARS: KENOBI von John Jackson Miller erschienen, das sich mit dem Jedi-Meister befasst, der ursprünglich von Alec Guinness und später von Ewan McGregor dargestellt wurde. Soweit man das aus dem Werbetext entnehmen kann, handelt das Buch von Obi-Wan Kenobis Zeit auf Tatooine:
The Republic has fallen.
Sith Lords rule the galaxy.
Jedi Master Obi-Wan Kenobi has lost everything …
Everything but hope.
Tatooine—a harsh desert world where farmers toil in the heat of two suns while trying to protect themselves and their loved ones from the marauding Tusken Raiders. A backwater planet on the edge of civilized space. And an unlikely place to find a Jedi Master in hiding, or an orphaned infant boy on whose tiny shoulders rests the future of a galaxy.
Known to locals only as “Ben,” the bearded and robed offworlder is an enigmatic stranger who keeps to himself, shares nothing of his past, and goes to great pains to remain an outsider. But as tensions escalate between the farmers and a tribe of Sand People led by a ruthless war chief, Ben finds himself drawn into the fight, endangering the very mission that brought him to Tatooine.
Ben—Jedi Master Obi-Wan Kenobi, hero of the Clone Wars, traitor to the Empire, and protector of the galaxy’s last hope—can no more turn his back on evil than he can reject his Jedi training. And when blood is unjustly spilled, innocent lives threatened, and a ruthless opponent unmasked, Ben has no choice but to call on the wisdom of the Jedi—and the formidable power of the Force—in his never-ending fight for justice.
Interessanterweise gibt es den Roman in Printform nur als Hardcover, man ist offenbar der Ansicht, dass man mit der Popularität des Charakters ein paar Dollar extra abseihen kann. Der Preis dafür beträgt stolze EUR 19,70, die Kindle-Ausgabe gibt es für EUR 9,99. Auch ein ungekürztes Audiobook existiert, für das muss man EUR 33,99 berappen. Ich warte das Taschenbuch ab.
Anfang August erschien bei Emmerich Books & Media der Roman WEGE DES RUHMS von Hans-Peter Schultes. Der inhalt besteht aus Geschichten, die über Jahrzehnte im Rahmen der Vereinigung Follow entstanden, die seit den 1960ern die Fantasywelt Magira simuliert, unter anderem eben auch über Geschichten. Der Hintergrund für das Buch bildet der »Clan des Raben«, eine der Gruppierungen Follows.
Der Mythos von den Kindern des Silberbaums und dem Schwert der Macht erzählt von der Auseinandersetzung zwischen den Nachkommen AMARS und deren dunklen Dienern, den nichtmenschlichen URGOR und den Menschen, den NAIN. Die Blutmagie der Schlangengeborenen, der Söhne AMARS, steht gegen die Macht des Schwertes der Menschen und seit den Tagen der UI’WANA, der ersten Götter, tobt der Kampf der Priester Amars, mit ihren unheiligen Dienern gegen die Kinder des Menschengeschlechts, in denen das Wort EOINES, des Großen Raben, brennt.
Folgen Sie dem Autoren in diese dunkle, archaische Welt voller Aberglauben und Magie. Eine Welt, deren primitive Kriegerkulturen in barbarischem Glanz erstrahlen und deren schimmernde Reiche wie Edelsteine die Länder bedecken. Eine von Kriegen und dunkler Magie zerrissene Welt, in der das Schwert der Macht, weitergegeben durch die Könige eines auserwählten Volkes, die letzte Hoffnung der noch freien Menschen ist.
Das Titelbild zu WEGE DES RUHMS wurde von Josef »JoSch« Schwab (Salzburg) gezeichnet; die MAGIRA-Karte im Innenteil des Romans von Jörg Schukys und Beate Rocholz (Berlin). Abgerundet wird das Werk durch ein umfangreiches Glossar, eine Zeittafel mit dem geschichtlichen Abriss der Handlung und einen Artikel über Follow, die erste Fantasyvereinigung Deutschlands.
Das Buch ist erhältlich als Druckversion mit 306 Seiten zum Preis von EUR 12,95, sowie als eBook für EUR 5,95, jeweils beim Versandhändler Amazon.
Coverabbildung Copyright Emmerich Books & Media
Auf der Crowdfunding-Plattform Startnext wurde soeben das Projekt EIS UND DAMPF gestartet. Ziel ist es, Geld zusammen zu bekommen, um eine Steampunk-Anthologie gleichen Titels beim Verlag Feder & Schwert als eBook und vielleicht auch als gedruckte Version heraus zu bringen (letztere, falls entsprechende Stretchgoals erreicht werden). Dieser Weg wurde gewählt, weil Storysammlungen es auf dem deutschen Markt nicht ganz einfach haben. Via Crowdfunding soll die Finanzierung der Produktion sicher gestellt werden. Enthalten sein werden 12 Geschichten von ebenso vielen Autoren, die alle in der Welt des Romans DIE ZERBROCHENE PUPPE von Christian und Judith Vogt spielen. Den Roman habe ich an anderer Stelle besprochen, er ist für den Deutschen Phantastik-Preis 2013 nominiert.
Wir, zwölf Autoren und Feder & Schwert, möchten über dieses Projekt Cover und Lektorat einer Anthologie mit Steampunk-Kurzgeschichten mit dem Titel EIS UND DAMPF finanzieren. Sie soll zunächst als E‑Book erscheinen.
Alle Geschichten spielen in der Welt der Zerbrochenen Puppe (von Judith und Christian Vogt, erschienen 2012 bei Feder & Schwert) also in einem alternativen 19. Jahrhundert, in dem eine Eiszeit herrscht. Technischer Aufschwung und soziale Unruhen prägen die Welt. Friesische Luftschiffpiraten und die Lufthanse ringen um die Kontrolle am Himmel. Expeditionen in unbekannte Länder im Westen, »Shellys« genannte künstliche Menschen und wundersame Uhrwerke warten auf den Leser.
Die Möglichkeiten sich zu beteiligen sind zahlreich und fangen bereits bei nur fünf Euro an. Schon für diesen geringen Betrag erhält man bei erfolgreicher Finanzierung das entstehende eBook. Wer noch mehr über das Projekt wissen möchte, der findet auf der Startnext-Seite der Anthologie jede Menge weitere Informationen. Die Crowdfunding-Kampagne läuft noch bis zum 20.10.2013, 23:59 Uhr.
Promografik EID UND DAMPF Copyright Feder & Schwert.
Als der erste Band des Reboots der erfolgreichsten deutschen SF-Serie mit dem Titel PERRY RHODAN NEO erschien, hielten viele das für eine Schnapsidee. Doch der Ableger erwies sich als langlebiger, als viele gedacht haben. Bereits am 16. August 2013 erschien der Jubiläumsband mit der Nummer 50. Er trägt den Titel RHODANS WEG.
Der fünfzigste Band markiert einen Höhepunkt: Während sich auf der Erde die aktuellen Spannungen zwischen »normalen« Menschen und den »Mutanten« mit ihren seltsamen Begabungen zuspitzen, erfährt Perry Rhodan mehr über seine Vergangenheit. Der Raumfahrer erkennt, dass er schon in seiner Jugend im Visier kosmischer Mächte stand. Sein Wunsch, die Menschheit zu den Sternen zu führen, sollte sabotiert werden. Aber wer sind diese Mächte, die ihn damals gegen ihn vorgingen – und wer sind die geheimnisvollen Beschützer, die auf der Erde wirken?
In »Rhodans Weg« stellt Frank Borsch Perry Rhodan als einen gewöhnlich wirkenden Menschen mit ungewöhnlichen Fähigkeiten dar, den ein kosmisches Geheimnis umgibt.
PERRY RHODAN NEO erscheint alle zwei Wochen in Taschenheft-Form und natürlich auch als eBook. Mit Band 50 beginnt nach Aussagen der Redaktion ein neuer Handlungsabschnitt, er stellt damit den idealen Roman für Neueinsteiger dar.
Fans von klassischer Science Fiction und insbesondere von Ray Bradbury aufgemerkt. Im Jahr 1939, kurz nachdem der Autor die High School beendete, brachte er ein Fanzine namens FUTURE FANTASIA heraus, in dem sich seine frühen Geschichten und auch Artikel fanden. Die drei erschienenen Ausgaben kann man sich jetzt kostenlos beim Projekt Gutenberg herunter laden. Open Culture schreibt darüber (Übersetzung von mir):
Die erste Ausgabe, die jetzt frei beim Projekt Gutenberg verfügbar ist, beinhaltet Bradburys Geschichte LET´S GET TECHNATAL (verfasst unter dem Pseudonym Ron Reynolds), das Gedicht THOUGHT AND SPACE. In der zweiten Ausgabe finden sich ein Artikel, den er als Guy Amory schrieb, sowie die Story THE PENDULUM. Die dritte und vierte beinhalten je ein Editorial und in letzterer sind zudem die unter Pseudonym erschienenen Geschichten THE PIPER und THE FLIGHT OF THE GOOD SHIP CLARISSA.
Eine gute und äußerst nostalgische Möglichkeit, einen Blick auf Frühwerke eines der bekanntesten SF-Autoren überhaupt zu werfen. Die Hefte liegen in verschiedenen Dateiformaten vor, darunter html, ePub und Kindle (die eBook-Versionen in Fassungen mit und ohne Bildern).
Wenn ich über ein Buch lese, in dem eine Frgatte aus dem 18. Jahrhundert vorkommt und die dann auch noch im Orbit des Merkur kämpft, dann hält mich nicht mehr viel: das muss ich haben. Bestellt ist es schon, aber ich dachte, ich könnte es euch ebenfalls vorstellen. THE DAEDALUS INCIDENT wurde verfasst von Michael J. Martinez und ist bereits am 7. Mai 2013 erschienen. Werbetext:
Mars is supposed to be dead…
a fact Lt. Shaila Jain of the Joint Space Command is beginning to doubt in a bad way.
Freak quakes are rumbling over the long-dormant tectonic plates of the planet, disrupting its trillion-dollar mining operations and driving scientists past the edges of theory and reason. However, when rocks shake off their ancient dust and begin to roll—seemingly of their own volition—carving canals as they converge to form a towering structure amid the ruddy terrain, Lt. Jain and her JSC team realize that their realize that their routine geological survey of a Martian cave system is anything but. The only clues they have stem from the emissions of a mysterious blue radiation, and a 300-year-old journal that is writing itself.
Lt. Thomas Weatherby of His Majesty’s Royal Navy is an honest 18th-century man of modest beginnings, doing his part for King and Country aboard the HMS Daedalus, a frigate sailing the high seas between continents…and the immense Void between the Known Worlds. Across the Solar System and among its colonies—rife with plunder and alien slave trade—through dire battles fraught with strange alchemy, nothing much can shake his resolve. But events are transpiring to change all that.
With the aid of his fierce captain, a drug-addled alchemist, and a servant girl with a remarkable past, Weatherby must track a great and powerful mystic, who has embarked upon a sinister quest to upset the balance of the planets—the consequences of which may reach far beyond the Solar System, threatening the very fabric of space itself.
Set sail among the stars with this uncanny tale, where adventure awaits, and dimensions collide!
Es gibt eine Taschenbuch-Version zum Preis von ca. 12 Euro, die Kindle-Fassung kostet ungefähr 7,92 Euro (bei englischen Büchern können die Preise schwanken, deswegen die ca.-Angaben.)
Soeben erschien Falko Löfflers Kurzgeschichtenband AUSGEWÄHLT! FANTASTISCHE GESCHICHTEN als eBook bei Amazon. Die Anthologie enthält 25 in den letzten 15 Jahren entstandene Stories, darunter auch Originalveröffentlichungen.
Enthalten sind auch die SF-Geschichte DAS ALTE UND EWIGE SPIEL, die für den Kurd Laßwitz-Preis und den Deutschen Phantastik-Preis nominiert war, sowie die SF-Story ORBITSTEUER, welche bei einem europaweiten Geschichtenwettbewerb auf dem dritten Platz landete. In Nachworten schildert der Autor, was ihn an der jeweiligen Idee fasziniert hat, wie eine Geschichte entstanden ist und in welchen Lebensabschnitt sie fällt.
Falko Löffler arbeitet seit 2003 als freier Autor. Er hat bislang vier Romane veröffentlicht, darunter die Fantasy-Reihe DRACHENWÄCHTER. Diese basiert auf der Kurzgeschichte DEN DRACHEN NACH, die in der Anthologie enthalten ist, und deren erster Band als Suchbild-Abenteuer von Daedalic Entertainment für PC und Mac umgesetzt wurde. Als Autor für Computerspiele hat er an einer Vielzahl von Titeln gearbeitet, zuletzt an Story und Texten des Adventures JACK KEANE 2 und der Geschichte des Browsergames ANNO ONLINE. Derzeit schließt er die Arbeit an einem Politthriller ab.
(Sechste Unterbrechung der Sommerpause, Anm. d. Red.)
In den letzten Tagen wird in einschlägigen Medien, die sich mit dem Buchmarkt befassen gemeldet, dass die Produktion von Taschenbüchern der Publikumsverlage deutlich zurück geht. Genannt werden beispielsweise Zahlen von nicht unerheblichen 18% unter Vorjahresniveau. Auf den ersten Blick scheint das nicht verwunderlich, denn das eBook knabbert selbstverständlich insbesondere am Taschenbuchmarkt. Dennoch: angesichts der kolportierten Absatzzahlen in Sachen eBook kann dieses nicht der maßgebliche Grund für den gedrosselten Output der Verlage sein.
Aber auch die Lösung wird gleich mitgeliefert: die Verlage steigen um auf sogenannte »Paperbacks«, das sind im Prinzip nur etwas größere und minimal aufweniger gestaltete Taschenbücher (im Englischen ist Paperback einfach nur das Wort für Taschenbuch). Und die verkauft man deutlich teurer, weil sie ja vermeintlich »wertiger« sind, obwohl auch nix anderes drin steht, als in den Taschenbuch-Cousins.
Das ist ein Klassiker im neuen Gewand: auch früher schon hat man durch größere Schriftarten oder mehr Durchschuss Platz geschunden, um aus eigentlich mickrigen Heftchen beeindruckende Wälzer zu machen, die man dann zum doppelten Preis verkaufen konnte. Oder hat englische Romane so aufgeblasen, dass man aus einem Band zwei machen konnte – und daran gleich doppelt verdiente. Prominentestes Beispiel ist hier GAME OF THRONES, eine meiner früheren Begegnungen damit war die deutsche Fassung der DRAGONLANCE-Romane weiland bei Goldmann. Die Ausflüchte und Erklärungsversuche der Verlage sind vielfältig: aufgrund der Übersetzung würden die Texte länger und die Bücher wären dann nicht mehr ergonomisch ist die meist genutzte Ausrede. Das könnte man durch Anpassungen im Satz leicht umgehen und wenn ich mir so manchen Ziegelstein ansehe, scheint das auch nur manchmal zu stören.
Jetzt steigt man also gleich auf ein neues Buchformat um und serviert den gleichen, alten Textwein in vermeintlich neuen Paperback-Schläuchen, die eben nur deutlich teurer sind.
Eigentlich könnte es einem Recht sein. Warum? Weil das meiner Ansicht nach dem eBook als Taschenbuch-Alternative weiteren Vorschub leisten wird. Wobei man sich natürlich darüber im Klaren sein muss, dass damit auch die eBook-Fassungen teurer werden, denn deren Preise legen die Verlage ja meist nach den Verkaufspreisen der Printausgaben unverschämt hoch fest. Letztendlich darf man aber davon ausgehen, dass der Leser die Zeche zahlt und Mehreinnahmen durch die höheren Preise noch nicht einmal bei den Autoren ankommen, denn die Verlage dürften mit höheren Herstellungskosten für die Paperbacks argumentieren. Verlierer sind neben den Verlagen somit mal wieder alle.
Als Quintessenz bleibt eine Binsenweisheit: es geht weder um die Leser, noch um die Stoffe, noch die Autoren, sondern einzig darum, Kohle zu machen. Man könnte aber wenigstens versuchen, uns nicht derart offensichtlich abzuseihen, oder?
Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies und von eingebundenen Skripten Dritter zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest (Navigation) oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst Du Dich damit einverstanden. Dann können auch Cookies von Drittanbietern wie Amazon, Youtube oder Google gesetzt werden. Wenn Du das nicht willst, solltest Du entweder nicht auf "Akzeptieren" klicken und die Seite nicht weiter nutzen, oder Deinen Browser im Inkognito-Modus betreiben, und/oder Anti-Tracking- und Scriptblocker-Plugins nutzen.
Mit einem Klick auf "Akzeptieren" werden zudem extern gehostete Javascripte freigeschaltet, die weitere Informationen, wie beispielsweise die IP-Adresse an Dritte weitergeben können. Welche Informationen das genau sind liegt nicht im Einflussbereich des Betreibers dieser Seite, das bitte bei den Anbietern (jQuery, Google, Youtube, Amazon, Twitter *) erfragen. Wer das nicht möchte, klickt nicht auf "akzeptieren" und verlässt die Seite.
Wer wer seine Identität im Web schützen will, nutzt Browser-Erweiterungen wie beispielsweise uBlock Origin oder ScriptBlock und kann dann Skripte und Tracking gezielt zulassen oder eben unterbinden.