Destination Star Trek in Frankfurt: Bilder

Destination Star Trek in Frankfurt: Bilder

logo_dstfAm letz­ten Wo­chen­en­de fand in Frank­furt die er­ste »De­sti­na­ti­on Star Trek« statt, eine Con­ven­ti­on, die nicht von den üb­li­chen Ver­däch­ti­gen in Deutsch­land aus­ge­rich­tet wur­de, son­dern von ei­nem eng­li­schen Ver­an­stal­ter.

Auf De­tails zur Ver­an­stal­tung wer­de ich noch ge­son­dert ein­ge­hen, an die­ser Stel­le möch­te ich aber be­reits ein paar Bil­der prä­sen­tie­ren. Das Star­auf­ge­bot konn­te sich ab­so­lut se­hen las­sen, an er­ster Stel­le na­tür­lich Wil­liam Shat­ner ali­as Cap­tain Kirk, der sich mit sei­nen 82 Jah­ren noch er­staun­lich fit prä­sen­tier­te. Wei­ter­hin Brent Spi­ner, Mi­cha­el Dorn, Le­Var Bur­ton, Ma­ri­na Sir­tis, Gates Mc­F­ad­den, René Au­ber­jo­no­is, Ar­min Shi­mer­man, Con­nor Tri­neer und Do­mi­mik Kea­ting. Nicht zu ver­ges­sen auch Karl Ur­ban, der ein­zi­ge Ver­tre­ter des J. J. Ab­rams-Re­boots des Fran­chise. Wei­ter­hin noch di­ver­se Stars und Stern­chen aus klei­ne­ren und Ne­ben­rol­len oder Ki­no­fil­men.

Nach­fol­gend eine klei­ne Aus­wahl von Bil­dern, mehr wer­den fol­gen, eben­so wie Ge­dan­ken zur Ver­an­stal­tung selbst.

wei­ter­le­sen →

Steampunk Hands Around The World: Inspiration – The Wülfing-Museum

Steampunk Hands Around The World: Inspiration – The Wülfing-Museum

Dampfmaschine

In­spi­ra­ti­on can strike the Steam­punk on many oc­ca­si­ons, but here in Ger­ma­nys Nor­thrhi­ne-West­pha­lia we have an es­pe­ci­al­ly rich he­ri­ta­ge of ar­ti­facts from the in­du­stri­al re­vo­lu­ti­on. The area whe­re I live is a city-tri­ang­le that con­sists of Wup­per­tal, So­lin­gen and Rem­scheid, all re­known for spe­cial pro­ducts like tools (Rem­scheid), kni­fes and bla­des (So­lin­gen) and  tex­ti­le fa­bri­ca­ti­on and dy­eing (Wup­per­tal). Rem­scheid, by the way, was the birth­place of Wil­helm Rönt­gen, in­ven­tor of the X-ray, but that is ano­t­her sto­ry.

If the bold ex­plo­rer of the Coun­try of Berg (ger­man: »Ber­gi­sches Land«, na­med af­ter the for­mer counts of Berg) seems to have re­a­ched a fence with a sign on it that reads »The End Of The World«, igno­res this and just mo­ves on, his trus­ty ma­che­te in his hand, he may re­ach Ra­de­vormwa­ld-Dah­ler­au, a small flock of hou­ses on the shores of the ri­ver Wup­per. Here you can find the Wül­fing-Mu­se­um.

wei­ter­le­sen →

Spiel 2013 in Essen – »neues Hallenkonzept«?

Spiel 2013 in Essen – »neues Hallenkonzept«?

DSC_0369_600

Ich hat­te in Sa­chen Phan­ta­stik auf der Spiel in Es­sen oh­ne­hin nicht mehr viel er­war­tet und so war es auch. Das soll be­deu­ten, dass man si­cher­lich noch dort­hin ge­hen kann, wenn man ir­gend­wel­che Ge­sell­schafts­spie­le kau­fen möch­te, in Sa­chen Rol­len­spiel und LARP sah es aber noch dü­ste­rer aus, als im Vor­jahr. Das war zu er­war­ten, des­we­gen wur­de ich in die­ser Hin­sicht auch nicht ent­täuscht.

Was al­ler­dings eine rei­ne Ka­ta­stro­phe war: das »neue Hal­len­kon­zept«. Im Ge­gen­satz zu den Vor­jah­ren fand die Spiel nicht im Hal­len­kon­glo­me­rat Ost statt, son­dern in den Hal­len eins, zwei und drei. Die sind al­le­samt deut­lich grö­ßer als die bis­her in An­spruch ge­nom­me­nen Hal­len. Das führt zu er­heb­li­chen Nach­tei­len: Die Hal­len sind durch die Grö­ße weit­aus un­über­schau­ba­rer, er­schwe­rend kommt hin­zu, dass man of­fen­bar den­noch nicht ge­nug Platz hat­te und die Gän­ge da­durch an ei­ni­gen Stel­len äu­ßerst eng aus­fie­len. Das soll­te sich am Sams­tag rä­chen. Der Ge­räusch­pe­gel in den gro­ßen Hal­len ohne jeg­li­che Trenn­wän­de war stel­len­wei­se durch die gro­ße Be­su­cher­men­ge un­er­träg­lich. An di­ver­sen Stän­den wa­ren Un­ter­hal­tun­gen schwie­rig – sich un­ter die­sen Um­stän­den Spie­le er­klä­ren zu las­sen, ist kein Spaß, des­we­gen habe ich da­von ab­ge­se­hen.

wei­ter­le­sen →

Buchmesse 2013: Holzhauer warnt vor Phrasendreschern

Buchmesse 2013: Holzhauer warnt vor Phrasendreschern

FBM-Datum-dt-RGB

tl;dr; Ich kann das Ge­la­ber nicht mehr hö­ren.

Heu­te be­ginnt die Buch­mes­se, ge­stern je­doch gab es be­reits die Pres­se­kon­fe­renz und Me­di­en­rum­mel – und so­wohl Gott­fried Hon­ne­fel­der, der Vor­stand des Bör­sen­ver­eins des deut­schen Buch­han­dels wie auch Ju­er­gen Boos, Di­rek­tor der Buch­mes­se, ha­ben sich selbst­ver­ständ­lich in die­sem Rah­men ge­äu­ßert.
Dazu vor­ab ein klei­ner Ex­kurs: man muss den Ein­druck ha­ben, dass Gott­fried Hon­ne­fel­der sei­ne Re­den in je­dem Jahr re­cy­celt und viel­leicht ma­xi­mal ein paar Wor­te um­stellt, so sehr glei­chen sich die ge­dro­sche­nen Phra­sen. Und im­mer wie­der, wenn sol­che ver­meint­lich ho­hen Her­ren ih­ren Ser­mon ab­son­dern, fällt un­ver­meid­lich das Wort »warnt«. Hon­ne­fel­der warnt, Boos warnt, sonst­wer warnt. Glaubt ihr mir nicht? Sucht auf Goog­le mal nach »Hon­ne­fel­der warnt« oder »Hon­ne­fel­der warn­te«, es wer­den reich­lich Tref­fer aus den ver­gan­ge­nen Jah­ren zu fin­den sein. Klickt aber bit­te nicht auf die­se Tref­fer, denn dar­in lau­ert ein Wahn­sinn von ge­ra­de­zu ct­hul­ho­iden Aus­ma­ßen. Ich habe euch … äh … ge­warnt.

Und wo­vor war­nen sie? Vor der Zu­kunft. Sei es nun das In­ter­net (und da­mit ein­her­ge­hend die neu­en Me­di­en­for­ma­te), oder sei­en es neue Ge­schäfts­mo­del­le, de­nen sich die trä­ge und zu­tiefst im Ge­stern ge­fan­ge­ne Buch­bran­che nicht an­pas­sen kann oder will. Und selbst­ver­ständ­lich muss das »Ur­he­ber­recht« ge­stärkt wer­den, auch wenn man tat­säch­lich et­was ganz an­de­res meint: sich selbst und die Ver­wer­terrech­te. Dazu wei­ter un­ten mehr.

Ich möch­te auf ein paar Ar­ti­kel ein­ge­hen, die ich an­läss­lich der Buch­mes­se-Er­öff­nung bei ein­schlä­gi­gen Cla­queu­ren wie Bör­sen­blatt und Buch­re­port im Netz fand:

Auf der On­line-Ver­si­on des Bör­sen­blat­tes be­fass­te man sich ge­stern mit Wor­ten von Buch­mes­se-Di­rek­tor Ju­er­gen Boos. Da steht un­ter an­de­rem:

Buch­mes­se-Di­rek­tor Ju­er­gen Boos sprach heu­te (8. Ok­to­ber) auf der Er­öff­nungs-Pres­se­kon­fe­renz der Frank­fur­ter Buch­mes­se von ei­ner »neu­en Grün­der­zeit im Pu­bli­shing« und warn­te gleich­zei­tig vor der Do­mi­nanz von Oli­go­po­len, die tech­no­lo­gi­sche Stan­dards dik­tie­ren.

Da ha­ben wir es wie­der: es wird »ge­warnt«. Wo­vor ge­nau ist mir un­klar. Ama­zon kann es nicht sein, denn die sind in Sa­chen On­line-Ver­trieb nicht Teil ei­nes Oli­go­pols, son­dern ha­ben bei­na­he ein Mo­no­pol. Un­klar ist für mich zu­dem, was er für ein Pro­blem mit tech­ni­schen Stan­dards hat. Da Pa­pier­bü­cher ge­druckt wer­den und die­se Tech­nik nun wahr­lich be­reits ein paar Jah­re auf dem Buckel hat, kann er ei­gent­lich nur eBooks mei­nen. Da gibt es im Prin­zip zwei Stan­dards: das of­fe­ne ePub und Ama­zons Kind­le-For­mat, ob es nun azw oder mobi sein mag. Wo da al­ler­dings »Stan­dards dik­tiert wer­den« kann ich nicht nach­voll­zie­hen. ePub und mobi sind For­ma­te, de­ren Auf­bau be­kannt ist, je­der­mann kann sie er­zeu­gen. Oder meint Boos etwa Ama­zons Ko­pier­schutz, der ver­hin­dert, dass man Kind­le-eBooks auf an­de­ren Ge­rä­ten le­sen kann? Das wür­de mich ver­wun­dern, denn Ado­bes DRM ist ex­akt das­sel­be und wird auf ei­nem Groß­teil der eBooks der Bör­sen­ver­eins-Mit­glie­der nach wie vor ein­ge­setzt. Sind die Mit­glie­der des Oli­go­pols also Ama­zon und die Ver­la­ge, die DRM ein­set­zen? Wor­in liegt der Un­ter­schied, zwi­schen bei­den kun­den­feind­li­chen Sy­ste­men – mal da­von ab­ge­se­hen, dass Ama­zons Ver­si­on in­ner­halb sei­nes Öko­sy­stems für den Kun­den weit­aus kom­for­ta­bler ist? Und wei­ter­hin da­von ab­ge­se­hen, dass es sei­tens des Buch­han­dels en vogue ist, ge­gen Ama­zon zu wet­tern statt kun­den­freund­li­cher zu wer­den …

Tech­no­lo­gi­sche Stan­dards sind Werk­zeu­ge. Sie müs­sen sich nach den Men­schen und ih­ren Be­dürf­nis­sen rich­ten, nicht um­ge­kehrt.

… sagt Boos. Das sehe ich ge­nau­so. Weg mit har­ten DRM-Maß­nah­men, die nur die ehr­li­chen Kun­den be­nach­tei­li­gen. Rich­tet euch nach den Men­schen und ih­ren Be­dürf­nis­sen. Dazu ge­hört üb­ri­gens auch, dass nach ei­ner Stu­die, die Le­ser nach ih­ren Mei­nun­gen be­frag­te, der Preis für ein eBook ca. 40 % un­ter dem ei­ner Druck­aus­ga­be lie­gen darf. Auch Preis­ge­stal­tung muss sich nach den Men­schen und de­ren Be­dürf­nis­sen rich­ten – sonst kauft ein­fach nie­mand den über­teu­er­ten Schmonz, bei dem sich der Preis am Hard­co­ver ori­en­tiert. Und dann sind selbst­ver­ständ­lich wie­der die Raub­ko­pie­rer schuld, nicht die­je­ni­gen, die Mond­prei­se be­feh­len.

Die neue Grün­der­zeit im Pu­bli­shing fin­det ohne die alte Gar­de, also die Ver­la­ge, statt, denn die Gold­grä­ber am eBook-Klon­dy­ke sind die Self­pu­blisher, auch wenn man nach den Nug­gets zwi­schen den Recht­schreib­feh­ler-Sand­kör­nern lan­ge sie­ben muss. Und wer bie­tet den In­dies die be­sten Kon­di­tio­nen? Rich­tig: Ama­zon, Goog­le und Kobo. Die Geldscheff­ler in den hie­si­gen Ver­la­gen knir­schen ob der Höhe der Tan­tie­men­zah­lun­gen durch die In­ter­net-Ri­va­len an die Au­to­ren ver­mut­lich 24/7 mit den Zäh­nen. Und des­we­gen sind die der Erz­feind. Und weil sie kun­den­freund­lich agie­ren. Das ist hoch­gra­dig im­per­ti­nent, so­was macht man doch nicht! Kun­den­freund­lich. Wo kom­men wir hin? Wenn das alle ma­chen wür­den …

Die Rede Hon­ne­fel­ders da­ge­gen er­schien – wie oben be­reits an­ge­merkt – wie der im­mer wie­der re­ani­mier­te Zom­bie sei­ner Re­den aus den ver­gan­ge­nen Jah­ren. Im Buch­re­port schreibt man:

Für eine neue Kul­tur des Wis­sens plä­dier­te Bör­sen­ver­eins-Vor­ste­her Gott­fried Hon­ne­fel­der zum Auf­takt der Frank­fur­ter Buch­mes­se 2013. Das Wis­sen müs­se vor der Au­to­ri­tät von On­line-Rie­sen wie Ama­zon und Goog­le ge­schützt wer­den, die »an In­hal­ten nur so weit in­ter­es­siert sind, als sie ih­rem Ge­schäft als Wer­be­trä­ger nüt­zen«.

Nein, Herr Hon­ne­fel­der. Sei­en Sie doch bit­te ehr­lich. Nicht »das Wis­sen« soll ge­schützt wer­den, son­dern die Pfrün­de der Bör­sen­ver­eins-Mit­glie­der. Nach­dem Jahr­zehn­te, oder fast Jahr­hun­der­te lang al­les ei­tel Son­nen­schein war, kommt hopp­la­hopp die­ses In­ter­net aus ei­nem An­ar­cho-Loch ge­kro­chen und zwingt doch tat­säch­lich zum Um­den­ken. Das ist aber auch eine Un­ver­schämt­heit.
Lie­be Bran­che, tut doch bit­te nicht so, als sei­en Ap­ple, Ama­zon und Goog­le die bö­sen Dä­mo­nen und ihr die heh­ren Licht­ge­stal­ten. Euch geht es ge­nau­so ums Ab­sei­hen von Le­sern und das Ein­fah­ren von Ge­win­nen wie den On­line-An­bie­tern. Et­was an­ders zu be­haup­ten wäre un­red­lich und schlicht­weg un­wahr. Und ihr macht es trotz­dem, denn wir sind ja dumm. Denkt ihr.
Eine »Kul­tur des Wis­sens« wäre eine Kul­tur, in der die­ses Wis­sen nicht via haupt­säch­lich durch mas­si­ve Lob­by­ar­beit ent­stan­de­ne ver­werter­freund­li­che Ur­he­ber­rech­te Jahr­zehn­te lang in Sta­sis ver­fällt, näm­lich bis 70 Jah­re nach dem Tod ei­nes Ur­he­bers. Das ist Irr­sinn, denkt mal dar­über nach, lie­be Le­ser. Wenn ein Werk­schaf­fen­der vor 30 Jah­ren ver­stor­ben ist, dau­ert es noch 40 wei­te­re ver­damm­te Jah­re, bis sei­ne Wer­ke ge­mein­frei wer­den. Das führt dazu, dass Kul­tur­gü­ter in Ver­ges­sen­heit ver­sin­ken. Wer­ke von vor der Ein­füh­rung der 70-Jah­res-Schran­ke sind heut­zu­ta­ge im Web zu fin­den und zu­gäng­lich, da­nach qua­si nichts mehr. Was hier an Wis­sen ver­nich­tet wird, ins­be­son­de­re, weil die Ver­wer­ter es so wol­len, ist un­be­schreib­lich. Hau­fen­wei­se Back­list-Ma­te­ri­al ist un­zu­gäng­lich, weil ir­gend­wel­che Rech­te­inha­ber drauf hocken und es nicht her­aus ge­ben wol­len, es lässt sich da­mit ih­rer An­sicht nach kein Geld ver­die­nen. Dann gebt die Rech­te den Au­to­ren zu­rück, die wer­den das schon als Self­pu­blisher ohne euch ver­öf­fent­li­chen. Self­pu­bli­shing? Kommt schon, das kennt ihr, das habt ihr doch zu dem ganz gro­ßen Ding auf die­ser Mes­se er­klärt. Das sind so Nug­gets. Zwi­schen hau­fen­wei­se Sand­kör­nern. Habe ich wei­ter oben er­klärt.

Ein wei­te­rer Ar­ti­kel über Hon­ne­fel­der auf dem di­gi­ta­len Bör­sen­blatt-Ab­le­ger (die müs­sen das kom­men­tar­los wie­der­ge­ben, der ist so et­was wie ihr Chef):

Es gehe um die Fra­ge, »was wir als Wis­sen ver­ste­hen wol­len, je­den­falls so lan­ge un­ter Wis­sen eine Er­kennt­nis ge­meint ist, die nicht wie ein sub­jekt­lo­ses Da­tum her­um­liegt, son­dern durch ei­nen Ur­he­ber ge­won­nen und auf ei­nen Kreis von Adres­sa­ten hin ver­öf­fent­licht wur­de.«
Ge­braucht wer­de eine neue Kul­tur des Wis­sens. »Das di­gi­ta­le Zei­chen­sy­stem ist be­deu­tungs­frei; sei­ne Se­man­tik er­hält es erst durch Zu­ord­nung von au­ßen«, so Hon­ne­fel­der.

Wis­sen ist eine Er­kennt­nis, die »sub­jekt­los« her­um liegt, bis sie durch ei­nen Ur­he­ber »ge­won­nen« wird? Das »di­gi­ta­le Zei­chen­sy­stem ist be­deu­tungs­frei« und »sei­ne Se­man­tik er­hält es erst von au­ßen«? Mal un­ter uns und ganz of­fen: so ei­nen in­halts­lee­ren Bull­shit habe ich schon lan­ge nicht mehr ge­le­sen, auch nicht in den Par­tei­pro­gram­men vor der Bun­des­tags­wahl, und das will was hei­ßen. Ei­ner­seits müs­sen Ur­he­ber gar nicht zwin­gend Wis­sen schaf­fen. Kunst und Un­ter­hal­tung rei­chen völ­lig. An­de­rer­seits sind Bü­cher auch als eBook kei­nes­falls nur »be­deu­tungs­freie di­gi­ta­le Zei­chen­sy­ste­me«, son­dern den ge­druck­ten Fas­sun­gen in­halt­lich gleich. Da muss man nichts »von au­ßen zu­ord­nen«. Das po­ten­ti­el­le Wis­sen der Men­schen, die Zu­griff auf das In­ter­net ha­ben wur­de in nie zu­vor ge­se­he­nem Aus­maß er­wei­tert. In­for­ma­ti­on at your fin­ger­tips. Je­der­zeit. Jede Per­son mit ei­nem In­ter­net­an­schluss kann sich über­zeu­gen, dass das »di­gi­ta­le Zei­chen­sy­stem« al­les an­de­re als be­deu­tungs­frei ist.
Falls mir je­mand das un­er­träg­lich hoh­le Phra­sen­ge­dre­sche in den Kom­men­ta­ren zu die­sem Ar­ti­kel mit Sinn und In­halt fül­len kann, wäre ich dank­bar. An­son­sten könn­te ich auch ver­su­chen, mir das Ge­brab­bel schön zu sau­fen.

Dann wen­det sich Hon­ne­fel­der an die Po­li­tik:

Die Mehr­glied­rig­keit der Bran­che müs­se auch im di­gi­ta­len Zeit­al­ter be­wahrt wer­den; die­ses Ge­fü­ge schlie­ße auch den Buch­han­del ein.

Das be­deu­tet: lie­be Po­li­tik, wir schaf­fen es nicht, un­ser Ge­schäfts­mo­dell an die Ge­ge­ben­hei­ten an­zu­pas­sen und wir sind lei­der to­tal un­fle­xi­bel. Das fin­den wir doof. Bit­te be­schließt Ge­set­ze, da­mit wir uns nicht be­we­gen müs­sen.
Es mag weh tun, Herr Hon­ne­fel­der, aber wenn ich mich so um­se­he, gibt es nur noch sehr we­ni­ge Kut­scher. Oder viel­leicht ein Bei­spiel, das Ih­nen be­kann­ter vor­kom­men dürf­te: Schrift­set­zer. Als die Bran­che »com­pu­te­ri­siert« wur­de, hat man sich von de­nen, die den Um­gang mit den neu­en Tech­ni­ken nicht be­herrsch­ten, flugs ge­trennt. Es gibt heu­te kei­ne Schrift­set­zer mehr, weil es kei­ne be­weg­li­chen Let­tern mehr gibt und man statt­des­sen Desk­top Pu­bli­shing nutzt. Schon mal ge­hört? Das läuft auf den bö­sen Com­pu­tern – muss man aber we­der als Ver­eins­funk­tio­när noch als Ver­le­ger wis­sen, da küm­mern sich die Fuß­trup­pen drum.
Wenn die Bran­che nicht in der Lage ist, sich und ihre Ge­schäfts­mo­del­le von Let­tern auf Com­pu­ter um­zu­stel­len, wenn man lie­ber in­fle­xi­bel bleibt und nach po­li­ti­schen Lö­sun­gen und da­mit Fei­gen­blät­tern für die ei­ge­ne Be­we­gungs­lo­sig­keit ruft, dann soll­te man sich nicht wun­dern, wenn man den Weg der Di­no­sau­ri­er geht. Oder den der Schrift­set­zer, su­chen Sie sich ei­nen aus. Man kann ja im­mer noch auf Kran­ken­pfle­ger oder Kin­der­gärt­ner um­schu­len. Oder Au­tor. Was? Schlecht be­zahlt? Tja, man kann halt nicht al­les ha­ben.

Eben­falls im Buch­re­port weist man wei­ter­hin auf Dampf­bla­sen der »Con­tent Al­li­an­ce« hin, der der Bör­sen­ver­ein an­ge­hört, aber auch die Mu­sik­in­du­strie. Auch hier wird nach dem Ge­setz­ge­ber und ei­nem »star­ken Ur­he­ber­recht« ge­schrien:

Kurz vor der Frank­fur­ter Buch­mes­se hat die Con­tent Al­li­anz, der auch der Bör­sen­ver­ein an­ge­hört, noch ein­mal ihre For­de­run­gen nach ei­nem star­ken Ur­he­ber­recht be­kräf­tigt. Der Schutz der Lei­stung von Krea­ti­ven vor il­le­ga­ler Nut­zung müs­se zur Chef­sa­che im Kanz­ler­amt wer­den, er­klär­te das Bünd­nis von Me­di­en- und Kul­tur­ver­bän­den.

Wenn ich das lese kommt mir ganz deut­lich ge­sagt das kal­te Kot­zen. Denn hier wird das Ur­he­ber­recht vor­ge­scho­ben, ob­wohl es tat­säch­lich um et­was ganz an­de­res geht. Das Ur­he­ber­recht – das wie der Name be­reits sagt die Ur­he­ber schützt und be­gün­stigt – ist den Ver­wer­tern tat­säch­lich völ­lig egal (und ich habe mir »scheiß­egal« ver­knif­fen). Tat­säch­lich geht es ih­nen aus­schließ­lich um die Tei­le dar­aus, die ih­nen die Ver­wer­tung (sprich: Mo­ne­ta­ri­sie­rung – ja, das sa­gen die so. Es be­deu­tet: Koh­le ma­chen) ge­schaf­fe­ner Wer­ke Drit­ter er­mög­li­chen.
Tat­säch­lich lässt man den Au­tor oder Mu­si­ker (auch der un­er­träg­li­che Gor­ny von der Mu­sik­in­du­strie hat wie­der ge­pö­belt) mit Pea­nuts am aus­ge­streck­ten Arm ver­hun­gern, wäh­rend man selbst das Geld ab­sackt, auch wenn im­mer wie­der an­de­res be­haup­tet wird.
Sprecht mal mit Au­to­ren ab­seits des Best­sel­lers, lie­be Le­ser, und fragt sie, was von den Buch­ver­käu­fen bei ih­nen an­kommt. Ich wie­der­ho­le mich und ich tue es gern, da­mit es ein­sickert: das sind Pea­nuts. Es macht sich na­tür­lich ganz pri­ma, sich als Be­schüt­zer der ar­men, ar­men Ur­he­ber zu ge­rie­ren und laut­stark zu ver­kün­den, man selbst (und das Ur­he­ber­recht) sei­en die letz­ten Schutz­wäl­le, die die Ur­he­ber vor den il­le­ga­len Nut­zun­gen be­hü­ten. Tat­säch­lich gehts auch hier wie­der nur um ihre Koh­le, um ihre Ein­nah­men. Und sie wis­sen ge­nau: ihre Zah­len über il­le­ga­le Down­loads und de­ren Scha­den sind von vor­ne bis hin­ten er­stun­ken und er­lo­gen.

Ich stim­me zu, dass das Ur­he­ber­recht drin­gend ei­ner Re­for­ma­ti­on be­darf. Es muss an die Rea­li­tä­ten der mo­der­nen Netz­welt an­ge­passt wer­den. Die irr­sin­ni­gen Schutz­fri­sten müs­sen auf ein Maß zu­recht­ge­stutzt wer­den, das kul­tu­rell und aus Sicht ei­ner Wis­sens­all­men­de sinn­voll ist, da­mit Kul­tur nicht ver­schwin­det, weil Ver­wer­ter dar­auf sit­zen und sie nicht ver­öf­fent­li­chen. Ab­mahn-Ab­zockern mit ih­ren Raub­rit­ter-Ge­schäfts­mo­del­len muss die Ge­schäfts­grund­la­ge ent­zo­gen wer­den, die Schul­kin­der kri­mi­na­li­siert und pro­fes­sio­nel­le An­bie­ter von Raub­ko­pi­en da­von kom­men lässt (weil die Bran­chen und ihre Hilfs­she­riffs zu dumm sind, die zu be­kom­men, hält man sich lie­ber an die, die sich nicht weh­ren kön­nen).

Am wich­tig­sten ist mei­ner An­sicht nach je­doch, dass die Rech­te der Ur­he­ber statt die der Ver­wer­ter ge­stärkt wer­den.  Schluss mit To­tal Buy­out, Schluss mit Kne­bel­ver­trä­gen, Schluss mit Pea­nuts und Schluss mit pau­schal ein­ge­räum­ten Rech­ten für »bis­her un­be­kann­te Nut­zungs­ar­ten«. Rech­te müs­sen nach de­fi­nier­ten Zeit­räu­men wie­der an die Ur­he­ber zu­rück fal­len. eBooks müs­sen ge­son­dert ver­gü­tet wer­den, eben­so Hör­bü­cher. Ur­he­ber müs­sen mehr Mit­spra­che­recht be­kom­men, wie ihre Wer­ke ver­wer­tet wer­den. Ur­he­ber müs­sen an­ge­mes­sen be­zahlt wer­den, egal ob Au­to­ren, Jour­na­li­sten, Fo­to­gra­fen oder Mu­si­ker. Und es muss zwi­schen den Ver­wer­terrech­ten und den Ver­brau­cher­rech­ten ab­ge­wo­gen wer­den. Denn: Ge­win­ne ste­hen nicht über Bür­ger­inter­es­sen und auch nicht über Men­schen­rech­ten.

Die Buch­bran­che zeigt durch ihre Köp­fe im­mer wie­der eine Kul­tur des Mah­nens und War­nens. Vor neu­en Tech­no­lo­gi­en, vor Mit­be­wer­bern, die im Ge­gen­satz zu ihr agil sind. Statt der un­er­träg­li­chen Mie­se­pe­te­rei soll­te man sei­ne Kräf­te dar­auf bün­deln, die Tech­no­lo­gi­en zu ver­ste­hen und zu nut­zen. Statt Ge­g­ei­fe­re ge­gen Ap­ple, Ama­zon und Goog­le soll­te man von den Ge­gen­spie­lern ler­nen. Aber viel­leicht ist das von der tief kon­ser­va­ti­ven Bran­che zu viel ver­langt.

Die Buch­mes­se ist eine Ver­an­stal­tung, auf der die Buch­bran­che sich pro­fi­lie­ren möch­te und sich selbst be­weih­räu­chert. Das soll sie mei­net­hal­ben gern tun. Nur mö­gen ihre Groß­kop­fer­ten bit­te da­von ab­se­hen, mich mit Phra­sen zu lang­wei­len, mich of­fen­sicht­lich zu be­lü­gen, oder mir zu ver­ste­hen zu ge­ben, dass sie mich für dumm hal­ten. Da­vor warnt der Holz­hau­er nach­drück­lich.

Creative Commons License

Logo Buch­mes­se 2013 Co­py­right Frank­fur­ter Buch­mes­se

Bildergalerie: Inspiration für Steampunks – das Wülfing-Museum

Bildergalerie: Inspiration für Steampunks – das Wülfing-Museum

Dampfmaschine

In Ra­de­vormwa­ld-Dah­ler­au be­fin­det sich das Wül­fing-Mu­se­um. Da­bei han­delt es sich um die ehe­ma­li­ge Fir­ma »Jo­hann Wül­fing & Sohn«, ei­nen Be­trieb aus der Tex­til­in­du­strie, der be­reits 1674 in Rem­scheid-Len­nep ge­grün­det wur­de und am Stand­ort Dah­ler­au 1996 ge­schlos­sen wer­den muss­te.

Be­son­ders in­ter­es­sant dar­an ist, dass sich dort ne­ben dem äl­te­sten Fa­brik­ge­bäu­de Deutsch­lands aus dem Jahr 1838 und ein paar al­ten Ge­ne­ra­to­ren aus den 1920er Jah­ren eine Dampf­ma­schi­ne be­fin­det, die bis 1961 im Ein­satz war.

Ich woll­te das Mu­se­um be­reits des Län­ge­ren mal in Au­gen­schein neh­men, da es für Steam­punks mit Si­cher­heit ei­ni­ges In­ter­es­san­te auf­zu­bie­ten hat, ge­stern fiel mein Blick dann auf ei­nen Ein­trag im lo­ka­len Ter­min­ka­len­der, der dar­auf hin­wies, dass es Füh­run­gen mit lau­fen­der Dampf­ma­schi­ne ge­ben soll­te. Also kurz­ent­schlos­sen hin.

wei­ter­le­sen →

Bandits Kommentar: Die Oscar-Golden Globe-Gleichung

Als die No­mi­nie­run­gen für die sieb­zig­sten Gol­den Glo­bes be­kannt ge­ge­ben wor­den sind, da be­rich­te­te man in Ame­ri­kas Pres­se aus­führ­lichst, aber auch mit dem not­wen­di­gen Au­gen­zwin­kern. Schon im­mer wa­ren ge­wis­se No­mi­nie­run­gen äu­ßerst frag­wür­dig und die Ab­sich­ten der Hol­ly­wood For­eign Press As­so­cia­ti­on of­fen­sicht­lich ge­we­sen. Und spä­te­stens seit­dem THE TOU­RIST mit An­ge­li­na Jo­lie und John­ny Depp 2010 drei No­mi­nie­run­gen er­hal­ten hat­te, wäre ein dif­fe­ren­zier­te­rer Um­gang von Sei­ten des deut­schen Qua­li­täts­jour­na­lis­mus zu er­war­ten ge­we­sen. Süf­fi­sant be­rich­te­ten ame­ri­ka­ni­sche Bran­chen­sei­ten auch die­ses Jahr wie­der über die dies­jäh­ri­gen Ent­schei­dun­gen der 84-köp­fi­gen Jour­na­li­sten­rie­ge der Hol­ly­wood For­eign Press As­so­cia­ti­on. War­um die aus­führ­li­che Be­richt­erstat­tung den­noch an­hält, er­klärt sich zum ei­nen aus dem Star-Rum­mel und zum an­de­ren we­gen des schö­nen Par­ty-Cha­rak­ters im Prei­se-Zir­kus.

wei­ter­le­sen →

Jeff Waynes Version des KRIEG DER WELTEN in Oberhausen – und wieder ging die Welt nicht unter

Ohne die Show aus den 70er Jah­ren ge­kannt zu ha­ben (ich bin Jahr­gang ’75), habe ich mir am Frei­tag­abend, den 4. Ja­nu­ar 2013, das Spek­ta­kel in Ober­hau­sen an­ge­schaut. Mit dem leicht ver­blass­ten Wis­sen des Bu­ches und um die alte Dop­pel-CD in der deut­schen Fas­sung mit Curd Jür­gens warf ich mich ins Ge­tüm­mel. Im 1978er Ori­gi­nal war Ri­chard Bur­ton der Erzähler/Journalist und gab dem Gan­zen sei­ne ei­ge­ne Note.
Das Mu­si­cal ist  na­tür­lich in­spi­riert vom gleich­na­mi­gen Buch des Bri­ten H.G. Wells. Im Jah­re 1898 ge­schrie­ben, hat es nichts von sei­ner Span­nung ein­ge­büßt. Die be­kann­ten Hol­ly­wood-Strei­fen bzw. Se­ri­en wie MARS AT­TACKS!, IN­DE­PEN­DENCE DAY, V und vie­le an­de­re sind letzt­end­lich Klo­ne die­ser al­ten Ge­schich­te.
Kurz­um han­delt es sich bei THE WAR OF THE WORLDS um eine klas­si­sche In­va­si­ons­sto­ry bzw. ei­nen in­ter­pla­ne­ta­ren Krieg. Das Span­nen­de dar­an: es spielt im vik­to­ria­ni­schen Eng­land. Er­wäh­nens­wert ist si­cher­lich noch Or­son Wel­les´ Ra­diodra­ma von 1938, da­mals kam es fast zu ei­ner Mas­sen­pa­nik. Über wei­te­re In­ter­pre­ta­tio­nen des Stof­fes in­for­miert aus­führ­lich die Wi­ki­pe­dia.

wei­ter­le­sen →

MucCon 2012: Aliens zeichnen und die Frage, was Jürgen unter seinem Röckchen trägt

Am 17. und 18. No­vem­ber 2012 fand in Mün­chen Tru­de­ring der dies­jäh­ri­ge Muc­Con statt. Mi­ri­am Pha­ro hat­te sich freund­li­cher­wei­se be­reit er­klärt, für Phan­ta­News von dort zu be­rich­ten. Vie­len Dank da­für! Der Red.

Um es vor­weg zu neh­men: Am letz­ten Wo­chen­en­de sind in Mün­chen Tru­de­ring kei­ne Ali­ens ge­lan­det. Auch wenn ei­ni­ge Mit­glie­der des SFCD – nach­fol­gend »la Fa­miglia« ge­nannt – sich nicht dar­über ei­nig wa­ren, ob der Be­griff »Ali­ens« als Sub­jekt oder Ak­ku­sa­tiv­ob­jekt ge­meint war. Ich kann be­zeu­gen: Es han­del­te sich um harm­lo­se Strich­zeich­nun­gen im Rah­men des Muc­Con-Pro­gramms. Am Sonn­tag bot Mul­ti­ta­lent Gabi Beh­rend ne­ben ei­nem Schreib­work­shop ein Zei­chen­work­shop an, eben un­ter je­nem Mot­to »Ali­ens zeich­nen«.

Aber ich grei­fe vor.

wei­ter­le­sen →

Bildergalerie: Elf Fantasy Fair Arcen 2012

In den Nie­der­lan­den fin­den seit 2001 in je­dem Jahr zwei Elf Fan­ta­sy Fairs statt, eine im Früh­jahr (meist im April) in Haar­zuilens und eine im Sep­tem­ber in Ar­cen bei Ven­lo. ich woll­te dort schon län­ger mal hin, al­lein die Bil­der­ga­le­ri­en der Events ver­spra­chen ei­ni­ges. In die­sem Jahr hat es dann zu­min­dest zu Ar­cen end­lich ge­klappt.

Ar­cen liegt we­ni­ge Ki­lo­me­ter nörd­lich vom be­kann­ten Ein­kaufs­ort Ven­lo nahe der deutsch-nie­der­län­di­schen Gren­ze. Aus­tra­gungs­ort der Elf Fan­ta­sy Fair ist ein Schloss mit Park, al­lein be­reits die An­la­ge ist si­cher­lich auch ohne die Ver­an­stal­tung de­fi­ni­tiv ei­nen Be­such wert, denn Ge­län­de und Ge­mäu­er sind be­reits äu­ßerst se­hens­wert.

wei­ter­le­sen →

FedCon 2012: Cosplayer, Gewandete und Kostümierte

Egal wie man es nun nen­nen mag, auf ei­ner Ver­an­stal­tung wie der Fed­Con fin­det man selbst­ver­ständ­lich auch zu­hauf Per­so­nen, die sich an­läss­lich des Events in eine ent­spre­chen­de Scha­le ge­wor­fen ha­ben. Und ne­ben den zahl­lo­sen Fans, die sich in ei­ner schnell ge­kauf­ten Uni­form prä­sen­tie­ren, gab es auch eine Men­ge wirk­lich lie­be­vol­ler und auf­wen­dig ge­stal­te­ter oder ein­fach krea­ti­ver Ge­wan­dun­gen zu ent­decken.

Al­lein zum Stau­nen über die­se Men­ge an Cosplay­ern lohnt sich fast schon ein Be­such der Fed­Con, ich den­ke, dass es in Deutsch­land schwer wer­den dürf­te, an an­de­rer Stel­le eine ähn­lich bunt ge­misch­te Mas­sie­rung an Ko­stü­mier­ten aus den Gen­res SF, Fan­ta­sy und Co­mics zu fin­den.

Hier ein Quer­schnitt durch das Ge­se­he­ne:

wei­ter­le­sen →

FedCon 2012 – Informationsdefizite, ruckelnde Sponsorenvideos und fast kein Shatner

Du kaufst jetzt sofort ein Shatner-Autogramm! Oder sonst ...
Du kaufst jetzt so­fort ein Shat­ner-Au­to­gramm! Oder sonst …

Be­vor ich in an­de­ren Ar­ti­keln In­hal­te, Pro­gramm und Ge­bo­te­nes auf der dies­jäh­ri­gen Fed­Con im Ma­ri­tim-Ho­tel am Düs­sel­dor­fer Flug­ha­fen be­leuch­te, möch­te ich auf die di­ver­sen Pro­ble­me ein­ge­hen, mit de­nen auf der Ver­an­stal­tung zu kämp­fen war und de­ren Gip­fel dar­in be­stand, dass sich zah­len­de Be­su­cher mit Ta­ges­kar­te den Gast­star Wil­liam Shat­ner nur auf ei­ner Lein­wand an­se­hen durf­ten.

Die Fed­Con fin­det be­reits seit 20 Jah­ren statt, man soll­te also an­neh­men, dass die Ver­an­stal­ter ei­nen sol­chen Event im Griff ha­ben. Und so­gar wenn man erst ein­mal da­von aus­geht, dass bei ei­ner der­ar­ti­gen Groß­ver­an­stal­tung mit di­ver­sen Gast­stars (bei de­nen von ei­ni­gen be­kannt ist, dass sie sich gern mal Ex­tra­va­gan­zen lei­sten) nicht im­mer al­les ganz rund läuft, dann ist das erst ein­mal kein grö­ße­res Pro­blem.

Oder zu­min­dest soll­te es kein Pro­blem sein, man in­for­miert die An­we­sen­den deut­lich über even­tu­el­le auf­tre­ten­de Schwie­rig­kei­ten oder dar­aus re­sul­tie­ren­den Än­de­run­gen und al­les ist gut. Nur lei­der liegt es mit die­sen In­for­ma­tio­nen sei­tens der Fed­Con-Ver­an­stal­ter hef­tigst im Ar­gen. Und das Ver­hal­ten ein­zel­ner »Hel­fer« kann ich per­sön­lich nur als in ho­hem Maße un­pro­fes­sio­nell be­zeich­nen.

wei­ter­le­sen →

ROLE PLAY CONVENTION 2012: Randale bis die Ohren bluten – aber coole Gewandungen

Nach­dem die Mes­se »Spiel« in Es­sen nach Jah­ren der stief­müt­ter­li­chen Be­hand­lung end­gül­tig kei­nen gro­ßen Wert mehr auf das Gen­re (also Rol­len­spie­le, Ta­ble­tops und LARP) zu le­gen schien, stell­te sich ins­be­son­de­re im letz­ten Jahr die Fra­ge, wo man sich in Zu­kunft in gro­ßem Um­fang tref­fen wird. Denn es ist ab­zu­se­hen, dass der An­bie­ter­schwund in Es­sen wei­ter ge­hen wird, so lan­ge der Merz-Ver­lag die Aus­stel­ler und Gä­ste die­ser Be­rei­che wei­ter­hin als Kun­den zwei­ter Klas­se be­han­delt.

Die Role Play Con­ven­ti­on in Köln wäre die idea­le Ver­an­stal­tung, um das auf­zu­fan­gen und tat­säch­lich ist das Ge­bo­te­ne in Sa­chen Aus­stel­lern und die Mi­schung aus Com­pu­ter­spiel, Rol­len­spiel, Ta­ble­top und den ver­schie­de­nen LARP-Ge­schmäckern plus Drum­her­um und gro­ßem Markt im Au­ßen­be­reich eine op­ti­ma­le Mi­schung.

Lei­der krank­te das Kon­zept ins­be­son­de­re in die­sem Jahr den­noch an Klei­nig­kei­ten, die hof­fent­lich be­sei­tigt wer­den kön­nen.

wei­ter­le­sen →