UNUSUAL FINDINGS ist ein Point & Click-Adventure, das aussieht wie eine Mischung aus MONKEY ISLAND, ZAK MCKRAKEN und STRANGER THINGS. Ich habe es schon länger auf dem Schirm und muss es mir jetzt wohl mal genauer ansehen. Publisher ESDigital Games und Entwickler Epic Llama Games haben dafür gerade ein Update namens VINNY’S DIARY veröffentlicht.
Das Update ist kostenlos und ab sofort auf allen Plattformen verfügbar, also PC via Steam und Epic Games Store sowie PlayStation, Xbox und Nintendo Switch. Begleitend gibt es einen neuen Trailer, der die Neuerungen zeigt.
Der namensgebende Teil ist Vinnys Tagebuch, über das zusätzliches Hintergrundmaterial zur Spielwelt ins Spiel kommt und über das man sich beim Rätsellösen helfen lassen kann. Die Hilfen sind erweitert worden, wer feststeckt, kommt also leichter weiter. Dazu kommt eine überarbeitete Steuerung, die laut Publisher von der Community gewünscht wurde, eine Reihe von Bugfixes und allgemeine Quality Of Life-Verbesserungen. Ergänzt wird das durch eine Übersetzung in traditionelles Chinesisch und die letzte Runde der Namen von Kickstarter-Unterstützer°Innen, die damit vollständig im Spiel gelistet werden.
Bemerkenswert finde ich vor allem zwei Punkte. Zum einen ist das Ganze kostenlos, statt in Häppchen als DLC verkauft zu werden. Zum anderen hat der Entwickler bei einem Spiel, das seit Jahren draußen ist, nochmal die Steuerung angefasst, weil die Spieler°Innen sich das gewünscht hatten. Beides ist keine Selbstverständlichkeit und lobenswert.
Ich werde mir das Spiel jetzt endlich mal ansehen. Falls sich daraus eine Rezension ergibt, lest ihr sie selbstverständlich hier.
Quelle: Pressemitteilung ESDigital Games
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Vor knapp zwei Wochen schrieb ich über Robert Picardo und die Absetzung von STARFLEET ACADEMY. Picardo machte die neuen Eigentümer von Paramount für die schlechten Quoten verantwortlich: keine Werbung, keine Platzierung im Menü, deswegen zu wenig Zuschauer°Innen. Genau diese Eigentümer wollen sich nun auch noch Warner Bros. Discovery einverleiben. Dagegen wird jetzt geklagt, allerdings nicht aus Washington, sondern aus Kalifornien.
Zwölf US-Bundesstaaten unter Führung Kaliforniens haben am 13. Juli 2026 Klage gegen Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery eingereicht, um die 111 Milliarden Dollar schwere Fusion zu stoppen. Verhandelt wird vor dem Bezirksgericht für den nördlichen Distrikt Kaliforniens. Der kalifornische Justizminister Rob Bonta erklärt, die Fusion führe zu höheren Preisen, schlechterer Qualität und weniger Inhalten bei Film und Fernsehen, zu Lasten von Kinos, Kabeldistributoren und am Ende des Publikums. Sollten die Konzerne nicht bis zum Abschluss des Verfahrens stillhalten, soll ein Antrag auf einstweilige Verfügung folgen.
Wir erinnern uns: Ursprünglich wollte Netflix das Streaming- und Studiogeschäft von Warner kaufen. Paramount kam mit einem feindlichen Übernahmeangebot dazwischen und setzte sich durch, unterstützt durch die Trump-Regierung. Das Justizministerium genehmigte die Fusion am 12. Juni, angeblich zur Überraschung der eigenen Juristen, die die Prüfung geleitet hatten und eher zu einer Klage tendierten. Paramount-Chef David Ellison soll Regierungsvertretern zugesagt haben, beim zu Warner gehörenden CNN größere Änderungen vorzunehmen, denn das ist den Trumpisten zu kritisch. Und die Skydance-Übernahme von Paramount wurde seinerzeit erst freigegeben, nachdem der Konzern zugesagt hatte, bei CBS einen Aufpasser zu installieren, der die Berichterstattung auf angebliche politische Schlagseite hin überwachen soll, sowie einem Vergleich über 16 Millionen Dollar mit Trump wegen eines angeblich manipulativ geschnittenen Interviews bei 60 MINUTES. Paramount und die FCC bestreiten jeden Zusammenhang. Natürlich tun sie das.
Inhaltlich stützt sich die Klage auf den Clayton Act, ein US-Kartellgesetz von 1914, das Zusammenschlüsse untersagt, deren Wirkung darin bestehen kann, den Wettbewerb wesentlich zu verringern oder ein Monopol zu begünstigen. Von fünf großen Filmverleihern würden nach der Fusion nur noch vier übrig bleiben, die über 85 Prozent aller breit gestarteten US-Kinofilme kontrollieren, im Kabelbereich blieben zwei übrig, das fusionierte Unternehmen und Disney, mit zusammen 59 Prozent (die Zahlen stammen aus der Klageschrift). Das Versprechen der Konzerne, jährlich mindestens 30 Filme zu veröffentlichen, halten die Staaten für eine leere Zusage, weil rechtlich nicht durchsetzbar.
Paramount erklärte gegenüber Deadline, man sehe keinerlei kartellrechtliche Probleme, schließlich hätten Dutzende Behörden weltweit die Transaktion durchgewunken. Das US-Wirtschaftsportal Semafor berichtete zudem, der Konzern erwäge, seinen Firmensitz aus Kalifornien wegzuverlegen. Von der Sorte Trotzreaktion darf man wohl noch mehr erwarte und ich gehe zudem davon aus, dass sich der orangefarbene Troll ebenfalls zu Wort melden wird.
Für uns Phantastik-Fans geht es dabei nicht um abstraktes Kartellrecht, sondern um die Studios beispielsweise hinter STAR TREK, DC, HARRY POTTER und DUNE sowie um die Zusammenlegung von Paramount+ und HBO Max. Wer sehen will, wie Ellison mit geerbten Inhalten umgeht, muss nur in Richtung STAR TREK schauen. Dazu kommt, dass auch Warner Bros. sich immer wieder durch äußerst zweifelhafte Aktionen in Richtung der Fans und Communities auszeichnete und in der Hinsicht keinen guten Ruf hat. Wenn sich die Chefetagen der beiden Studios zusammentun, dürfte das diese Situation nicht verbessern.
Ob zwölf Bundesstaaten ein von der Bundesregierung durchgewunkenes Milliardengeschäft aufhalten können, ist offen.
Es bleibt spannend.
Logo Paramount Copyright Paramount, Logo Warner Bros. Discovery Copyright Warner Bros. Discovery
Die virtuellen Spatzen pfeifen es von allen Netzdächern: Netflix hat Probleme. Zum einen melden gerade diverse Medien, die alle voneinander abschreiben (was ich hier streng genommen ebenfalls tue), dass sich kaum noch jemand zweite Staffeln von Serien ansieht. Beispielsweise geht offenbar gerade Season zwei von AVATAR – THE LAST AIRBENDER unter.
Das nächste Problem ist, dass Netflix offenbar die Abonnentinnen in Scharen weglaufen, das haben »Quellen« zumindest gegenüber dem Wall Street Journal gesagt.
Tja. Irgendwann sind die Zuschauerinnen halt nicht mehr gewillt, die Preiserhöhungen mitzumachen. Und die vergleichsweise langen Zeiträume, die zwischen den Staffeln vergehen, lassen möglicherweise das Interesse einfach schwinden. Dazu kommt, dass man die Zielgruppe darauf trainiert hat, sich Serien sofort am Stück ansehen zu können, das berühmte »Bingen«, und wenn man dann die Nutzer°Innen durch das Aufteilen der Inhalte dazu nötigen möchte, länger zu abonnieren, dann könnte es sein, dass denen das auffällt.
Ich selbst habe mein Netflix-Abo über Jahre durchlaufen lassen, es gab halt immer irgendwas zu sehen, unter anderem eben auch diverse STAR TREK-Serien. Im vergangenen Jahr hatte ich nach den letzten frechen Preiserhöhungen die Faxen aber dicke und habe gekündigt; nicht ausschließlich wegen des Preises, sondern auch weil Inhalte, die mich interessierten immer seltener wurden (weil die Anbieter die lieber auf ihren eigenen Diensten zeigen wollten). WEDNESDAY und STRANGER THINGS habe ich mir erst angesehen, als alles komplett vorhanden war und dann auch nur für einen Monat gezahlt. Seitdem nicht mehr, denn mich hat auch nichts bei Netflix wirklich interessiert. Die erste Staffel von AVATAR war zwar ganz nett. Aber eben nur das.
Die Goldgräberzeit des Streaming ist vorbei. Der Versuch, den Zuschauer°Innen zwanzig kostenpflichtige Dienste aufzudrücken, wenn man alles sehen wollte, war zum Scheitern verurteilt, auch wenn das die Nieten in Nadelstreifen mit Dollarzeichen in den Augen in den Studios nicht sehen wollten. Nebeneffekt: Das illegale Herunterladen von Inhalten hat wieder zugenommen, nachdem es zu Beginn der Streaming-Ära, als man alles für kleines Geld bekommen konnte, eingebrochen war.
Netflix hat jetzt zwei Pläne: Zum einen wollen sie Inhalte Dritter bündeln, man soll also Amazon Video-artig auch Content anderer Anbieter sehen können. Ich finde das nicht sonderlich originell, denn das gab es auch bereits in der Vergangenheit. Zudem müssten diese Anbieter dabei aber auch mitspielen. Die wollen allerdings lieber selbst Geld verdienen.
Zum anderen wollen sie dem Vernehmen nach ernsthaft einen linearen Dienst anbieten, ähnlich wie PlutoTV, der die Nutzer°Innen dann wieder zwingen würde, Sendungen zu bestimmten Uhrzeiten zu schauen. Wie bitte?
Und wir Dummerchen hatten gedacht, dass lineares Fernsehen was mittelalterliches ist, das nur noch Boomer nutzen …
Am Ende zeigt das wieder einmal, dass man als Nutzer°In eben doch Macht hat und dass man mit den Füßen abstimmen kann. Und das sollten wir alle vielleicht viel öfter tun, nicht nur bei Streamingdiensten.
From the founding of our company over 50 years ago, Chaosium has always championed human creativity. The vision of design and creation set by Greg Stafford in 1975 continues to this day.
Chaosium does not use AI in our projects.
Unfortunately, like our friends at Evil Hat recently discovered, Adobe has implemented a new feature that creates AI-generated descriptions of images. Adobe quietly inserted these AI descriptions into our new Time Without Tide Quickstart without our knowledge or consent. Being AI, these descriptions contained various errors.
We have now disabled this feature on Adobe, and uploaded a new version of the quickstart rules to the Time Without Tide Backerkit page.
We regret this happened, and invite you to please download the new version of the Time Without Tide Quickstart.
Übersetzung:
Seit der Gründung unseres Unternehmens vor über 50 Jahren hat sich Chaosium stets für die menschliche Kreativität eingesetzt. Die Vision von Design und Kreativität, die Greg Stafford 1975 ins Leben gerufen hat, besteht bis heute fort.
Chaosium setzt in seinen Projekten keine KI ein.
Leider hat Adobe, wie unsere Freunde bei Evil Hat kürzlich festgestellt haben, eine neue Funktion implementiert, die KI-generierte Beschreibungen von Bildern erstellt. Adobe hat diese KI-Beschreibungen stillschweigend und ohne unser Wissen oder unsere Zustimmung in unseren neuen „Time Without Tide“-Schnellstart eingefügt. Da sie von einer KI erstellt wurden, enthielten diese Beschreibungen verschiedene Fehler.
Wir haben diese Funktion bei Adobe nun deaktiviert und eine neue Version der Schnellstart-Regeln auf die „Time Without Tide“-Backerkit-Seite hochgeladen.
Wir bedauern diesen Vorfall und laden euch ein, die neue Version des „Time Without Tide“-Schnellstarts herunterzuladen.
Damit fällt Adobe zum wiederholten Mal mit solchen KI-Sperenzchen auf, und wieder mal hat Adobe das den Kunden nicht mitgeteilt. Die lernen es auch nicht mehr.
Den kostenlosen Quickstart zum Spiel TIME WITHOUT TIDE, einem Setting in einer Art viktorianischer Postapokalypse kann man auf der Projektseite herunter laden (dafür muss man sich allerdings bei Backerkit registrieren). Jetzt ohne Adobes Possen. Offenbar soll demnächst ein Crowdfunding folgen.
Ich glaube, dass wir mit all dem KI-Slop noch eine Menge »Freude« bekommen werden. Holt Popcorn.
Am Wochenende wurde ich auf ein Video des Synchronsprechers Sven Plate aufmerksam, der auf einen Film namens DEADLY PATIENT (Originaltitel: INTENSIVE CARE, 2018) bei Amazon Video hinwies, der offensichtlich nicht nur KI-übersetzt, sondern auch noch KI-synchronisiert worden war.
Ich habe mir das sofort mal angesehen, bzw. ‑gehört und was man da vorgesetzt bekam war schon ein starkes Stück, insbesondere da Amazon einen auch noch zwang, sich sagenhafte zwei Minuten Werbung anzusehen (der Grund, warum ich auf Prime Video nichts mehr schaue und mich der Sammelklage angeschlossen habe). Die Darbietung war dermaßen platt und emotionsfrei, das war an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Und auch manche Formulierungen ließen nicht nur vermuten, dass KI bei der Übersetzung herumgepfuscht hatte, das war eindeutig. Als ich mir das ansah hatten sich bei dem Film – vermutlich nach nach Plates Aufruf – bereits eine enorme Menge negativer Rezensionen angesammelt.
Erst wurde vermutet, Amazon selbst sei für die KI-Katastrophe verantwortlich, dem Vernehmen nach war dem allerdings nicht so. Amazon sagte in einer Stellungnahme, dass die Synchro nicht von ihnen stamme. Vermutlich hat DEADLY PATIENT seinen Weg über »Prime Video Direct« auf die Plattform gefunden, über die Drittanbieter Filme in Amazons Katalog veröffentlichen können. Gegenüber dwdl sagte ein Amazon-Sprecher: »Die deutsche Synchronisation des Films ‘Deadly Patient – Tödlicher Patient’ entsprach nicht den Qualitätsstandards von Prime Video. Der Film ist vorerst nicht mehr bei Prime Video verfügbar.«
Auch wenn der Film rasch verschwand: Das Problem bleibt, denn auch Netflix hatte sich bereits mit KI-generierten Animé-Übersetzungen in die Nesseln gesetzt und ich gehe davon aus, dass auch in Zukunft Anbieter mit Dollarzeichen in den Augen versuchen werden, uns so etwas unterzujubeln, um möglichst billig übersetzte Versionen an den Start zu bringen, für die man keine Sprecher°Innen bezahlen muss. Umso wichtiger, dann sofort zu zeigen, was man von so einem Dreck hält. Und auch Filmemacher°Innen sollten vielleicht genau hinsehen, den so etwas können die Beteiligten an einem Film nicht wollen und es verdirbt das Werk.
Ich weiß: Ich beklage mich regelmäßig über schlechte Synchros von US-Filmen. Dabei sind es aber in den allermeisten Fällen nicht die Sprecher°Innen, die schlechte Arbeit leisten (die machen das meist sogar sehr gut), sondern die Dialogregie mit Übersetzungen, die völlig daneben sind. Angesichts der drohenden KI-Gefahr, sollten die sich vielleicht ab sofort ein wenig mehr Mühe geben.
Am ersten Juli hat Sony einen Beitrag auf seinem Blog veröffentlicht, in dem der Konzern das Ende von Spielen auf physischen Medien angekündigt hat. Nicht nur leicht euphemistisch begründete man das mit »sich ändernden Verbraucherpräferenzen«:
As consumer preferences and the broader entertainment industry continue to shift away from physical discs to digital, physical game disc production for all new games releasing on PlayStation consoles will be discontinued starting January 2028. Following this date, new games will be available on PlayStation Store and at retailers in digital formats only. This transition has no impact on games that already released, or will be releasing, prior to January 2028 in disc format.
This is a natural direction for Sony Interactive Entertainment to adapt to consumer trends as the general preference for digital media significantly outpaces physical discs. This transition will enable us to align more closely with how most of our community prefers to access and play games today.
We’ll continue to prioritize our resources to drive innovation in how players can access games and provide choices as to where players prefer to purchase new games, whether that’s at retailers or PlayStation Store. We remain committed to delivering a world-class gaming experience to our fans and we thank you for your continued support.
Dass das nicht besonders gut aufgenommen werden würde, versteht sich von selbst. Noch pikanter wird die Geschichte allerdings dadurch, dass Sony nahezu zeitgleich ankündigte, 500 Filme aus den Archiven der Nutzer°Innen zu löschen, die diese dauerhaft erworben (also nicht nur mal zum Ansehen ausgeliehen) hatten. Grund hierfür ist, dass man die Lizenzen mit den Rechteinhabern der Film nicht mehr verlängern möchte (oder deutlicher: man will die Lizenzgebühren nicht mehr blechen).
Und dieses Zusammentreffen von Ankündigungen ist so dermaßen dämlich, dass man sich fragt, ob bei Sony die rechte Hand nicht weiß, was die Linke tut, oder ob man vielleicht in der PR-Abteilung zu viel Sake konsumiert.
Denn das Löschen erworbener Filme aus den Konten der Nutzer°Innen zeigt erneut auf, was in den letzten Wochen immer wieder thematisiert wurde: Dass man sich als Kund°In überlegen sollte, Filme und Fernsehserien auf Silberscheibe zu kaufen und in den Schrank zu stellen, denn man weiß nie, wie lange sie beim Video On Demand-Service oder Streamingdienst vorhanden sind. Und wenn man sie dann schauen möchte, sind sie weg. Diese Einsicht führte bereits zu deutlich gestiegenen Käufen von physischen Medien wie DVDs und Blu-Rays. Dummerweise gibt es manche Streamingdienst-Eigenproduktionen gar nicht auf Silberscheibe, wenn die offline genommen werden, beispielsweise aus Abschreibungsgründen, sind sie einfach weg (an der Stelle könnte man auch noch über die Tatsache reden, dass damit Kulturgüter in den Archiven der Rechteinhaber verschwinden, vielleicht für immer, aber das ist ein Thema für einen anderen Artikel).
Nicht erst seit Steam deutlich darauf hingewiesen hatte, dass man bei ihnen die Spiele nur lizensiert und diese im Prinzip jederzeit aus den Bibliotheken der Spieler°Innen gelöscht werden können, brandet die Diskussion auch immer wieder im Computerspielebereich auf, wo Boxen inzwischen kaum noch existieren und man alles bei irgendwelchen Onlinediensten als Download kauft, die alle dasselbe Problem haben.
Es ist an uns, mit den Füßen abzustimmen. Sei es dadurch, dass man Filme und Serien auf physischen Datenträgern kauft, oder dadurch, dass man insbesondere Indie-Games vielleicht eher DRM-frei bei Good Old Games oder itch.io kauft, statt bei den Platzhirschen.
Denn die Alternative besteht darin, dass gekaufte Inhalte von heute auf morgen verschwinden können – und das vermutlich auch noch legal, weil die Nutzungsbedingungen eben so sind, wie sie sind, auch wenn Verbraucherrechtsorganisation bisweilen gegen die Praktiken klagen.
Sony ist die ganze Geschichte so dermaßen um die Ohren geflogen, dass sie auf den Sozialen Medien tagelang geschwiegen und nichts mehr gepostet haben, vermutlich aus Angst vor Kommentaren. Dem Vernehmen nach hatte Sony offensichtlich absolut nicht mit einem derart großen Shitstorm gerechnet. Sogar Firmen, die nichts mit Spielen zu tun haben, trollten den Tech-Giganten, beispielsweise meldete Dominos, dass es bei ihnen ab sofort nur noch digitale Pizzen gäbe; oder ein gewisses euch bekanntes Online-Newsmagazin.
Recht so. Man muss den Konzernen immer wieder zeigen, dass sie nicht alles mit den Nutzer°Innen machen können. Man darf davon ausgehen, dass andere Anbieter sehr genau hinsehen, was Sony gerade passiert.
Valve bringt SteamOS auf Nvidia-Hardware. Bestätigt hat das Valve-Ingenieur Pierre-Loup Griffais in einem Interview mit The Verge: Man arbeite mit AMD, Intel und Nvidia zusammen, um SteamOS auf einer breiteren Palette von Hardware zum Laufen zu bringen. Auf Bluesky ergänzte er, dass man mit einer AMD-Grafikkarte schon jetzt seine eigene Steam Machine bauen könne und an Unterstützung für weitere GPUs gearbeitet werde.
Bisher ist SteamOS an AMD gebunden: Die quelloffenen Mesa-Treiber für AMD-Grafik sind fest ins System integriert, und auch die Kompatibilitätsschicht Proton ist auf AMD-Hardware ausgelegt. Nvidias proprietäre Treiber arbeiten dagegen schlecht mit der SteamOS-Umgebung, weshalb Nvidia-Nutzer°Innen bislang oft auf Gaming-Linux-Geschmäcker wie Bazzite oder Nobara ausweichen. Das ist insofern relevant, als die große Mehrheit der PC-Spieler°Innen Nvidia-Karten verwendet (eine konkrete Prozentzahl nennt das Verge-Interview nicht, die kursierenden Werte von rund 94 Prozent stammen aus der Steam-Hardware-Umfrage und beziehen sich auf den Anteil bei den dedizierten Grafikkarten).
Schnell wird das allerdings nicht gehen. Griffais rechnet nicht mehr im Jahr 2026 mit fertigen Nvidia-Treibern und beschreibt die Arbeit daran als etwas, das derzeit vor allem im Hintergrund laufe. Einen konkreten Termin nennt er nicht. Branchenbeobachter und Redaktionen rechnen frühestens gegen Ende 2026, eher 2027 mit ersten Geforce-Treibern. Bis dahin bleibt für Nvidia-Systeme der Umweg über Gaming-Distributionen wie Bazzite.
Parallel hat Valve das SteamOS-Installationsimage auf Version 3.8.10 aktualisiert und damit die Unterstützung für weitere AMD-Handhelds und dedizierte AMD-Grafikkarten ausgeweitet. Auch an der Kompatibilität mit Intels Panther-Lake-Hardware wird gearbeitet. Offiziell läuft SteamOS aktuell nur auf Steam Deck, Steam Machine und Lenovo Legion Go S.
Damit lag das Hauptaugenmerk bei Valve offenbar gar nicht auf der zu teuer erscheinenden Steam Machine, sondern vielmehr auf SteamOS, das man auf möglichst viele Geräte bringen möchte. SteamOS basiert auf Arch Linux, alle Grundkomponenten des Betriebssystems sind Open Source, es enthält allerdings proprietäre Treiber.
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Slitherine, seit Jahren spezialisiert auf Strategie- und Taktikspiele, hat sich die Lizenz- und Publishing-Rechte an der BLOOD BOWL-Videospielreihe gesichert, inklusive Back-Catalogue. Verkäufer ist NACON, das die Reihe bislang veröffentlicht hat. Ein rundenbasiertes Fantasy-Sportspiel landet damit bei einem Verlag, der ohnehin einen Schwerpunkt auf Strategietiteln aus dem Games-Workshop-Umfeld hat.
Für alle, die BLOOD BOWL nicht kennen: Games Workshop erfand das Ganze in den 1980ern als Tabletop, eine Parodie auf American Football, angesiedelt in einer Fantasy-Welt, bei der Orks, Elfen und Zwerge sich auf dem Spielfeld gegenseitig die Köpfe einschlagen und Todesfälle Teil der Taktik sind. BLOOD BOWL ist ein eigenständiges Franchise mit eigenem Regelwerk, kein WARHAMMER-Ableger, auch wenn es dieselbe Spielwelt und denselben Erfinder teilt. Die Videospielumsetzungen stammen seit Jahren von Cyanide Studio, und genau diese Zusammenarbeit soll weitergehen. Slitherine will laut eigener Aussage nicht nur den Bestand pflegen, sondern auch das bereits von NACON angekündigte nächste Spiel weiterführen (die Pressemitteilung spricht durchgängig von einem »WARHAMMER Blood Bowl game«, ob das der offizielle Titel ist, geht aus dem Text nicht eindeutig hervor).
Marco Minoli, Publishing-Director bei Slitherine, spricht in der Pressemitteilung davon, man sei geehrt, die Zukunft der Reihe gemeinsam mit Cyanide und WARHAMMER mitgestalten zu dürfen. Cyanide-CEO Patrick Pligersdorffer nennt Slitherine einen passenden Partner mit Erfahrung in Sachen hochwertiger Strategiespiele.
Weitere Informationen zum nächsten BLOOD BOWL-Titel will Slitherine am 22. Juli 2026 beim Slitherine Next Event bekanntgeben, ab 18:00 Uhr MESZ auf YouTube und Twitch.
Ob der Wechsel für die Community etwas Gutes bedeutet, wird sich zeigen. Slitherine hat einen Ruf als verlässlicher Strategie-Publisher mit langem Support-Atem. Am 22. Juli wissen wir mehr.
Quelle: Pressemitteilung Slitherine vom 1. Juli 2026
Was wäre, wenn man das einzige denkende Individuum auf einem trostlosen Planeten ist und nur darauf wartet, in einer Supernova zu vergehen? Für interessierte und mutige Wissenschaftler wären das die besten Plätze, wo ist das Popcorn? Für jemand, der bereits über 11 Jahre auf diesen Moment gewartet hat, ist es eine Erlösung!
In dieser Science Fiction-Story von Mathieu Bablet ist ein Namenloser auf einem fremden Planten mit einem Raumschiff (?) gestrandet und fristet seinem einsamen Dasein. Mit den Jahren hat er die Tücken des Planeten kennengelernt und warten nun sehnsüchtig auf das Ende des Planeten und seine Erlösung. Im Monolog mit einem Tablet bespricht er sich mit seinem verstorbenen Freund Virgil.
Wir befinden uns im Prolog der Geschichte, der mit einem spektakulären Knall und visuell eindrucksvollen Bildern beendet werden wird.
Soeben ist die 32. Aufgabe des Magazins PHANTAST erschienen, bereits aus dem Titel kann man unschwer entnehmen, um welche Themen es sich bei diesem Magazin dreht. :) Diesmal ist der Themenschwerpunk »Verbrechen«.
Die Herausgeberin schreibt:
Liebe Leser*innen,
etwas verzögert durch die Hitzewelle im Juni ist endlich unsere 32te PHANTAST-Ausgabe erschienen! Dieses Mal dreht sich alles um »Verbrechen« und wir bieten Euch unter anderem:
- Werkstattberichte von Marie Meier und Swantje Niemann
– Essays zu »Was wir wissen können« von Ian McEwan und »The Reformatory« von Tananarive Due
– Artikel zu Cyberpunk, »Terra Ignota« von Ada Palmer und »Stalker« von Arkadi und Boris Strugatzki
– Interview mit Elea Brandt und Michael Peinkofer
– Illustrationen von Kajo Baldisimo aus dem Comic »Trese«
– diverse Rezensionen zum Thema
– 125 Seiten Verbrechen – wie immer kostenlos!
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