PRISONERS verstören und bewegen

Poster Prisoners

PRISONERS – Bun­des­start 10.10.2013

Wer ein Fai­ble für exzel­len­te Thril­ler hat, der wird bei PRISONERS mit dem Bes­ten belohnt, wel­ches das Gen­re in den ver­gan­ge­nen Jah­ren auf die Lein­wand los­ließ. Die­ser Film wird kei­nen sei­ner Zuschau­er unbe­rührt las­sen, die über weni­ge Logik­lö­cher hin­weg­se­hen kön­nen. PRISONERS legt dabei eine Span­nung vor, wel­che die­se Feh­ler in der Logik voll­kom­men über­de­cken. Es ist kein har­ten Ritt, son­dern ein inten­si­ver Schwe­be­zu­stand, wie in den Träu­men, wo man flie­gen kann, obwohl man sich durch­aus bewusst ist, gar nicht flie­gen zu kön­nen. Es darf nicht sein, was nicht sein kann. Die Fami­li­en Dover und Birch ver­fal­len in die­sen hilf­lo­sen Zustand, einem Alp­traum, aus dem man sich nicht selbst erwe­cken kann. Nach einem gemüt­li­chen Thanks­gi­ving-Din­ner, sind die jüngs­ten Töch­ter bei­der Fami­li­en ver­schwun­den. Wie das Grau­en in die­se Fami­li­en ein­bricht, das allein ist schon so erschre­ckend real umge­setzt, und das, obwohl der Zuschau­er natür­lich längst weiß, was pas­sie­ren wird. Bis dahin. Denn was folgt, ist eine Hand­lung mit vie­len Ver­läu­fen, und allen Mög­lich­kei­ten. Doch sein stärks­tes Poten­ti­al spielt PRISONERS mit sei­nen Cha­rak­te­ren aus, und den Dar­stel­lern, die sie ver­kör­pern.

Neuerscheinung: Felix Woitkowski et al. – THE END

Cover The End

Der voll­stän­di­ge Titel der bei Micha­el Hai­tels p.machinery erschie­ne­nen Antho­lo­gie wäre zu lang für die Titel­zei­le gewe­sen, der lau­tet näm­lich THE END. Elf Schluss­ka­pi­tel unge­schrie­be­ner Roma­ne. Die grund­le­gen­de Idee ist eben­so ein­fach wie abstrus. Statt Kurz­ge­schich­ten sind in die­sem Buch Schluss­ka­pi­tel ver­sam­melt, jeder Bei­trag aus einem eige­nen Gen­re. Es han­delt sich jedoch nicht um Lese­pro­ben, denn die Roma­ne, zu denen sie gehö­ren, wur­den nie geschrie­ben. Bei­trä­ge stam­men von Heid­run Jän­chen, Uwe Voehl, Petra Hart­mann, Arthur Gor­don Wolf u.a.

Klap­pen­text:

Wenn zwei Men­schen vor einer teuf­li­schen Wahl ste­hen und Nar­wa­le träu­men.
Wenn im Wil­den Wes­ten Schüs­se fal­len und Pla­ne­ten unter­ge­hen.
Wenn der Mör­der ein ande­rer ist.
Dann endet, was nie begon­nen hat.

»Die grund­le­gen­de Idee ist eben­so ein­fach wie abstrus. Statt Kurz­ge­schich­ten sind in die­sem Buch die Schluss­ka­pi­tel ver­sam­melt, jeder Bei­trag aus einem eige­nen Gen­re. Es han­delt sich jedoch nicht um Lese­pro­ben, denn die Roma­ne, zu denen sie gehö­ren, wur­den nie geschrie­ben. Zwar deu­ten die Kapi­tel an, dass zuvor bereits viel gesche­hen ist, doch zurück­blät­tern kann nie­mand. Der eine oder ande­re Leser wird sich des­halb in die Rol­le eines Fern­seh­zu­schau­ers ver­setzt sehen, der auf der Suche nach dem rich­ti­gen Film durch die Pro­gram­me zappt und sich kurz vor dem Fina­le auf einen Kri­mi, His­to­ri­en­strei­fen oder Wes­tern ein­lässt. Die­ser Ein­druck der Unvoll­stän­dig­keit ist durch­aus gewollt.«
(Felix Woit­kow­ski, »Nach­re­de«)

Anläss­lich der Ver­öf­fent­li­chung ver­an­stal­tet Her­aus­ge­ber Felix Woit­kow­ski ein Preis­aus­schrei­ben und sucht dafür bis zum 30. Novem­ber Rezen­sio­nen zu unge­schrie­be­nen Roma­nen. Gewin­nen kann man Bücher, teil­neh­men bis zum 30. Novem­ber.

Die Samm­lung liegt als Taschen­buch vor, hat 196 Sei­ten und kos­tet 8,90 Euro. Bestel­len kann man sie direkt beim Ver­lag oder via Ama­zon.

THE END
Elf Schluss­ka­pi­tel unge­schrie­be­ner Roma­ne
Felix Woit­kow­ski et al.
Antho­lo­gie
Okto­ber 2013
Taschen­buch, 196 Sei­ten
EUR 8,90
ISBN  978–3‑942533–74‑4
p.machinery

Cover THE END Copy­right p.maschinery

[aartikel]394253374X[/aartikel]

Crowdfunding EIS & DAMPF zu DIE ZERBROCHENE PUPPE: Print fast geschafft!

Eis und Dampf

Wie soeben berich­tet, hat der Roman DIE ZERBROCHENE PUPPE von Judith und Chris­ti­an Vogt am Sams­tag bei der Ver­lei­hung des deut­schen Phan­tas­tik-Prei­ses die Aus­zeich­nung für den bes­ten deut­schen Roman erhal­ten. Wer sich wei­te­ren Lese­stoff aus der ver­eis­ten Welt der zer­bro­che­nen Pup­pe wünscht, der soll­te schnell noch­mal bei Start­next vor­bei schau­en, denn dort läuft eine Crowd­fun­ding-Kam­pa­gne für die Sto­ry­samm­lung EIS UND DAMPF, die eben­falls bei Feder & Schwert erschei­nen wird.

Das eBook ist bereits bezahlt (neu­deutsch: »gefun­det«), eben­so wie eine groß­for­ma­ti­ge Kar­te der Welt. Und auch von einer Druck­aus­ga­be trennt uns wirk­lich nicht mehr viel, das kann in den rest­li­chen sechs Tagen mit eurer Hil­fe ganz sicher noch geschafft wer­den. Haut rein! Von der Print­fas­sung tren­nen uns nur noch 675 Euro, das soll­te doch mit Hil­fe der Fans zu wup­pen sein!

Pro­mo­gra­fik EIS UND DAMPF Copy­right Feder & Schwert

Verliehen: der Deutsche Phantastik-Preis 2013

Cover Die zerbrochene Puppe

Eat this, ihr Publi­kums­ver­la­ge mit eurem Dau­er­m­an­tra »Steam­punk inter­es­siert kein Schwein«: Dafür, dass das Gen­re so unin­ter­es­sant ist und angeb­lich wie Blei in den Rega­len liegt, hat es beim Deut­schen Phan­tas­tik-Preis sau­ber abge­sahnt, und in einem Hat­trick gleich drei der Aus­zeich­nun­gen erhal­ten.
Der bes­te deut­sche Roman ging dies­mal nicht an den übli­chen Dau­er­ge­win­ner Mar­kus Heitz, son­dern an Judith und Chris­ti­an Vogt für das bei Feder & Schwert erschie­ne­ne Buch DIE ZERBROCHENE PUPPE. Mit einer Aus­zeich­nung für DER AUTOMAT aus der bei Faby­lon her­aus gege­be­nen Kurz­ge­schich­ten­samm­lung ERINNERUNGEN AN MORGEN wan­der­te ein wei­te­rer Preis in Sachen Steam­punk an Bernd Perp­li­es und schließ­lich konn­te sich das Autoren­duo Mar­cus Rauch­fuß und Alex Jahn­ke über den DPP für das bei O´Reilly erschie­ne­ne Sekun­där­werk STEAMPUNK KURZ & GEEK freu­en.

Es war der DPP der Ablö­sung. Zum einen stand in die­sem Jahr wie oben erwähnt nicht Heitz auf der Büh­ne, zum ande­ren gewann nicht PERRY RHODAN wie sonst den Preis für die bes­te Serie, son­dern DAS SCHWARZE AUGE von Ulis­ses Spie­le. Es ist erfreu­lich, dass sich hier bei den Spit­zen­rei­tern auch mal was bewe­gen kann.

Nach wie vor hal­te ich für eine Far­ce, dass im Bereich »Web­sei­te« pro­fes­sio­nel­le, kom­mer­zi­el­le Anbie­ter wie Phan­tas­tik-Couch in einen Topf mit Fan­sei­ten gewor­fen wer­den, aber dar­über habe ich mich ja bereits im letz­ten Jahr aus­ge­las­sen und muss das des­we­gen an die­ser Stel­le nicht erneut ela­bo­rie­ren.

Nach­fol­gend die Short­list und alle Gewin­ner, letz­te­re sind in Fett­schrift dar­ge­stellt.

Anthologie DIE KRIEGER: Lesetour

Cover "Krieger"

Ges­tern habe ich über eine Lesung aus der im Ver­lag Tors­ten Low erschie­ne­ne Phan­tas­tik-Antho­lo­gie DIE KRIEGER berich­tet. Es wur­de dar­auf­hin freund­li­cher­wei­se an mich her­an­ge­tra­gen, dass das nur eine von vie­len ist, die in nächs­ter Zeit statt­fin­den wird. Das ver­brei­te ich doch ger­ne, die Ter­mi­ne und ihre Beset­zun­gen sind wie folgt. Kom­met zuhauf, Krie­ge­rin­nen und Krie­ger.

Sams­tag 12.10.2013, 16.00 Uhr,
BuCon, Han­gar­deck
Bür­ger­haus Sprend­lin­gen, Fich­te­str. 50, 63303 Drei­eich
mit Mike Krzy­wik-Groß, Ste­fa­nie Ben­der, Tors­ten Scheib und Judith und Chris­ti­an Vogt
Face­book­ver­an­stal­tung: https://​www​.face​book​.com/​e​v​e​n​t​s​/​6​0​0​7​7​4​3​2​9​9​8​9​2​52/

Frei­tag 18.10.2013, 19.30 Uhr
Taver­ne Exca­li­bur, Mari­en­str. 13, 58455 Wit­ten
mit Tom Daut und Hei­ke Schrap­per
Face­book­ver­an­stal­tung: https://​www​.face​book​.com/​e​v​e​n​t​s​/​6​7​9​4​7​5​4​4​5​3​9​7​3​13/

Frei­tag 08.11.2013, 19.30 Uhr
High­lan­der Games Dort­mund, Kamp­str. 35–57, 44137 Dort­mund
mit Ann-Kath­rin Kar­schnick, Hei­ke Schrap­per, Mar­kus Heit­kamp und Tom Daut
Face­book­ver­an­stal­tung: https://​www​.face​book​.com/​e​v​e​n​t​s​/​6​6​2​9​1​5​3​3​3​7​2​0​5​92/

Sams­tag 09.11.2013, 13.00 Uhr
DARK SIDE OF DAEDALUS CON VI
Fritz-Huse­mann-Haus, Leo­pold­str. 60, 45665 Reck­ling­hau­sen
mit Ann-Kath­rin Kar­schnick, Hei­ke Schrap­per, Mar­kus Heit­kamp und Tom Daut
Face­book­ver­an­stal­tung: https://​www​.face​book​.com/​e​v​e​n​t​s​/​5​5​1​7​2​0​6​0​8​2​3​5​2​55/

Mon­tag 11.11.2013, 19.30 Uhr
Café Stil­bruch, Rent­fort­er Stra­ße 58, 45964 Glad­beck
mit Andre­as Zwen­gel, Mar­kus Heit­kamp, Tom Daut und Hei­ke Schrap­per
Face­book­ver­an­stal­tung: https://​www​.face​book​.com/​e​v​e​n​t​s​/​5​7​9​8​6​8​2​8​8​7​4​2​4​15/

Frei­tag 15.11.2013, 19.30 Uhr
Stadt­bü­che­rei Hemer, Haupt­stra­ße 201, 58675 Hemer
mit Tom Daut und Hei­ke Schrap­per
Face­book­ver­an­stal­tung: https://​www​.face​book​.com/​e​v​e​n​t​s​/​2​1​1​3​0​8​3​7​5​6​6​0​2​90/

Frei­tag 29.11.2013, 20.00 Uhr
KRIE­GER-Lesun­g/­DIE SINIS­TRA-Hör­buch-live-Lesung
Buch­hand­lung Dra­chen­win­kel, Beckin­ger­str. 1, 66763 Dil­lin­gen-Dief­flen
mit Hei­ke Knau­ber und Tom Daut
Face­book­ver­an­stal­tung: https://​www​.face​book​.com/​e​v​e​n​t​s​/​7​0​2​7​1​8​3​2​3​0​8​8​1​25/

Sams­tag 07.12.2013, 20.00 Uhr
Peri­pla­ne­ta-Lite­ra­tur­ca­fé, Born­hol­mer Str. 81a, 10439 Ber­lin
mit Hei­ke Schrap­per, Mike Krzy­wik-Groß und Tom Daut
Face­book­ver­an­stal­tung: https://​www​.face​book​.com/​e​v​e​n​t​s​/​1​6​3​6​5​2​4​7​0​5​0​4​5​01/

Cover DIE KRIEGER Coyp­right Ver­lag Tors­ten Low

DRACULA-Teaser: True Love Never Dies

Ich hat­te bereit mehr­fach über die neue Vam­pir-Serie DRACULA auf NBC berich­tet, bei der man offen­sicht­lich klas­si­sche­re Wege beschrei­ten möch­te, als bei den gan­zen TWI­LIGHT-Epi­go­nen, mit denen der Phan­tas­tik-Markt in letz­ter Zeit über­schüt­tet wur­de. Noch ist nichts in tro­cke­nen Tüchern, Sea­sons wer­den in den USA bei gerin­gen Zuschau­er­zah­len (sprich: Wer­be­ein­nah­men) schnel­ler abge­setzt, als man »Pflock« sagen kann. Ich fin­de das Kon­zept einer Serie um Dra­cu­la im vik­to­ria­ni­schen Eng­land aber durch­aus attrak­tiv und bin gespannt. Ins­be­son­de­re eben auch weil Vlad Dra­cul nicht schim­mert.

http://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​j​g​N​2​j​Y​_​n​ePo

Buchmesse 2013: Holzhauer warnt vor Phrasendreschern

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tl;dr; Ich kann das Gela­ber nicht mehr hören.

Heu­te beginnt die Buch­mes­se, ges­tern jedoch gab es bereits die Pres­se­kon­fe­renz und Medi­en­rum­mel – und sowohl Gott­fried Hon­ne­fel­der, der Vor­stand des Bör­sen­ver­eins des deut­schen Buch­han­dels wie auch Juer­gen Boos, Direk­tor der Buch­mes­se, haben sich selbst­ver­ständ­lich in die­sem Rah­men geäu­ßert.
Dazu vor­ab ein klei­ner Exkurs: man muss den Ein­druck haben, dass Gott­fried Hon­ne­fel­der sei­ne Reden in jedem Jahr recy­celt und viel­leicht maxi­mal ein paar Wor­te umstellt, so sehr glei­chen sich die gedro­sche­nen Phra­sen. Und immer wie­der, wenn sol­che ver­meint­lich hohen Her­ren ihren Ser­mon abson­dern, fällt unver­meid­lich das Wort »warnt«. Hon­ne­fel­der warnt, Boos warnt, sonst­wer warnt. Glaubt ihr mir nicht? Sucht auf Goog­le mal nach »Hon­ne­fel­der warnt« oder »Hon­ne­fel­der warn­te«, es wer­den reich­lich Tref­fer aus den ver­gan­ge­nen Jah­ren zu fin­den sein. Klickt aber bit­te nicht auf die­se Tref­fer, denn dar­in lau­ert ein Wahn­sinn von gera­de­zu cthulho­iden Aus­ma­ßen. Ich habe euch … äh … gewarnt.

Und wovor war­nen sie? Vor der Zukunft. Sei es nun das Inter­net (und damit ein­her­ge­hend die neu­en Medi­en­for­ma­te), oder sei­en es neue Geschäfts­mo­del­le, denen sich die trä­ge und zutiefst im Ges­tern gefan­ge­ne Buch­bran­che nicht anpas­sen kann oder will. Und selbst­ver­ständ­lich muss das »Urhe­ber­recht« gestärkt wer­den, auch wenn man tat­säch­lich etwas ganz ande­res meint: sich selbst und die Ver­wer­ter­rech­te. Dazu wei­ter unten mehr.

Ich möch­te auf ein paar Arti­kel ein­ge­hen, die ich anläss­lich der Buch­mes­se-Eröff­nung bei ein­schlä­gi­gen Cla­queu­ren wie Bör­sen­blatt und Buch­re­port im Netz fand:

Auf der Online-Ver­si­on des Bör­sen­blat­tes befass­te man sich ges­tern mit Wor­ten von Buch­mes­se-Direk­tor Juer­gen Boos. Da steht unter ande­rem:

Buch­mes­se-Direk­tor Juer­gen Boos sprach heu­te (8. Okto­ber) auf der Eröff­nungs-Pres­se­kon­fe­renz der Frank­fur­ter Buch­mes­se von einer »neu­en Grün­der­zeit im Publi­shing« und warn­te gleich­zei­tig vor der Domi­nanz von Oli­go­po­len, die tech­no­lo­gi­sche Stan­dards dik­tie­ren.

Da haben wir es wie­der: es wird »gewarnt«. Wovor genau ist mir unklar. Ama­zon kann es nicht sein, denn die sind in Sachen Online-Ver­trieb nicht Teil eines Oli­go­pols, son­dern haben bei­na­he ein Mono­pol. Unklar ist für mich zudem, was er für ein Pro­blem mit tech­ni­schen Stan­dards hat. Da Papier­bü­cher gedruckt wer­den und die­se Tech­nik nun wahr­lich bereits ein paar Jah­re auf dem Buckel hat, kann er eigent­lich nur eBooks mei­nen. Da gibt es im Prin­zip zwei Stan­dards: das offe­ne ePub und Ama­zons Kind­le-For­mat, ob es nun azw oder mobi sein mag. Wo da aller­dings »Stan­dards dik­tiert wer­den« kann ich nicht nach­voll­zie­hen. ePub und mobi sind For­ma­te, deren Auf­bau bekannt ist, jeder­mann kann sie erzeu­gen. Oder meint Boos etwa Ama­zons Kopier­schutz, der ver­hin­dert, dass man Kind­le-eBooks auf ande­ren Gerä­ten lesen kann? Das wür­de mich ver­wun­dern, denn Ado­bes DRM ist exakt das­sel­be und wird auf einem Groß­teil der eBooks der Bör­sen­ver­eins-Mit­glie­der nach wie vor ein­ge­setzt. Sind die Mit­glie­der des Oli­go­pols also Ama­zon und die Ver­la­ge, die DRM ein­set­zen? Wor­in liegt der Unter­schied, zwi­schen bei­den kun­den­feind­li­chen Sys­te­men – mal davon abge­se­hen, dass Ama­zons Ver­si­on inner­halb sei­nes Öko­sys­tems für den Kun­den weit­aus kom­for­ta­bler ist? Und wei­ter­hin davon abge­se­hen, dass es sei­tens des Buch­han­dels en vogue ist, gegen Ama­zon zu wet­tern statt kun­den­freund­li­cher zu wer­den …

Tech­no­lo­gi­sche Stan­dards sind Werk­zeu­ge. Sie müs­sen sich nach den Men­schen und ihren Bedürf­nis­sen rich­ten, nicht umge­kehrt.

… sagt Boos. Das sehe ich genau­so. Weg mit har­ten DRM-Maß­nah­men, die nur die ehr­li­chen Kun­den benach­tei­li­gen. Rich­tet euch nach den Men­schen und ihren Bedürf­nis­sen. Dazu gehört übri­gens auch, dass nach einer Stu­die, die Leser nach ihren Mei­nun­gen befrag­te, der Preis für ein eBook ca. 40 % unter dem einer Druck­aus­ga­be lie­gen darf. Auch Preis­ge­stal­tung muss sich nach den Men­schen und deren Bedürf­nis­sen rich­ten – sonst kauft ein­fach nie­mand den über­teu­er­ten Schmonz, bei dem sich der Preis am Hard­co­ver ori­en­tiert. Und dann sind selbst­ver­ständ­lich wie­der die Raub­ko­pie­rer schuld, nicht die­je­ni­gen, die Mond­prei­se befeh­len.

Die neue Grün­der­zeit im Publi­shing fin­det ohne die alte Gar­de, also die Ver­la­ge, statt, denn die Gold­grä­ber am eBook-Klon­dy­ke sind die Self­pu­blisher, auch wenn man nach den Nug­gets zwi­schen den Recht­schreib­feh­ler-Sand­kör­nern lan­ge sie­ben muss. Und wer bie­tet den Indies die bes­ten Kon­di­tio­nen? Rich­tig: Ama­zon, Goog­le und Kobo. Die Geldscheff­ler in den hie­si­gen Ver­la­gen knir­schen ob der Höhe der Tan­tie­men­zah­lun­gen durch die Inter­net-Riva­len an die Autoren ver­mut­lich 24/​7 mit den Zäh­nen. Und des­we­gen sind die der Erz­feind. Und weil sie kun­den­freund­lich agie­ren. Das ist hoch­gra­dig imper­ti­nent, sowas macht man doch nicht! Kun­den­freund­lich. Wo kom­men wir hin? Wenn das alle machen wür­den …

Die Rede Hon­ne­fel­ders dage­gen erschien – wie oben bereits ange­merkt – wie der immer wie­der reani­mier­te Zom­bie sei­ner Reden aus den ver­gan­ge­nen Jah­ren. Im Buch­re­port schreibt man:

Für eine neue Kul­tur des Wis­sens plä­dier­te Bör­sen­ver­eins-Vor­ste­her Gott­fried Hon­ne­fel­der zum Auf­takt der Frank­fur­ter Buch­mes­se 2013. Das Wis­sen müs­se vor der Auto­ri­tät von Online-Rie­sen wie Ama­zon und Goog­le geschützt wer­den, die »an Inhal­ten nur so weit inter­es­siert sind, als sie ihrem Geschäft als Wer­be­trä­ger nüt­zen«.

Nein, Herr Hon­ne­fel­der. Sei­en Sie doch bit­te ehr­lich. Nicht »das Wis­sen« soll geschützt wer­den, son­dern die Pfrün­de der Bör­sen­ver­eins-Mit­glie­der. Nach­dem Jahr­zehn­te, oder fast Jahr­hun­der­te lang alles eitel Son­nen­schein war, kommt hopp­la­hopp die­ses Inter­net aus einem Anarcho-Loch gekro­chen und zwingt doch tat­säch­lich zum Umden­ken. Das ist aber auch eine Unver­schämt­heit.
Lie­be Bran­che, tut doch bit­te nicht so, als sei­en Apple, Ama­zon und Goog­le die bösen Dämo­nen und ihr die heh­ren Licht­ge­stal­ten. Euch geht es genau­so ums Absei­hen von Lesern und das Ein­fah­ren von Gewin­nen wie den Online-Anbie­tern. Etwas anders zu behaup­ten wäre unred­lich und schlicht­weg unwahr. Und ihr macht es trotz­dem, denn wir sind ja dumm. Denkt ihr.
Eine »Kul­tur des Wis­sens« wäre eine Kul­tur, in der die­ses Wis­sen nicht via haupt­säch­lich durch mas­si­ve Lob­by­ar­beit ent­stan­de­ne ver­wert­erfreund­li­che Urhe­ber­rech­te Jahr­zehn­te lang in Sta­sis ver­fällt, näm­lich bis 70 Jah­re nach dem Tod eines Urhe­bers. Das ist Irr­sinn, denkt mal dar­über nach, lie­be Leser. Wenn ein Werk­schaf­fen­der vor 30 Jah­ren ver­stor­ben ist, dau­ert es noch 40 wei­te­re ver­damm­te Jah­re, bis sei­ne Wer­ke gemein­frei wer­den. Das führt dazu, dass Kul­tur­gü­ter in Ver­ges­sen­heit ver­sin­ken. Wer­ke von vor der Ein­füh­rung der 70-Jah­res-Schran­ke sind heut­zu­ta­ge im Web zu fin­den und zugäng­lich, danach qua­si nichts mehr. Was hier an Wis­sen ver­nich­tet wird, ins­be­son­de­re, weil die Ver­wer­ter es so wol­len, ist unbe­schreib­lich. Hau­fen­wei­se Back­list-Mate­ri­al ist unzu­gäng­lich, weil irgend­wel­che Rech­te­inha­ber drauf hocken und es nicht her­aus geben wol­len, es lässt sich damit ihrer Ansicht nach kein Geld ver­die­nen. Dann gebt die Rech­te den Autoren zurück, die wer­den das schon als Self­pu­blisher ohne euch ver­öf­fent­li­chen. Self­pu­bli­shing? Kommt schon, das kennt ihr, das habt ihr doch zu dem ganz gro­ßen Ding auf die­ser Mes­se erklärt. Das sind so Nug­gets. Zwi­schen hau­fen­wei­se Sand­kör­nern. Habe ich wei­ter oben erklärt.

Ein wei­te­rer Arti­kel über Hon­ne­fel­der auf dem digi­ta­len Bör­sen­blatt-Able­ger (die müs­sen das kom­men­tar­los wie­der­ge­ben, der ist so etwas wie ihr Chef):

Es gehe um die Fra­ge, »was wir als Wis­sen ver­ste­hen wol­len, jeden­falls so lan­ge unter Wis­sen eine Erkennt­nis gemeint ist, die nicht wie ein sub­jekt­lo­ses Datum her­um­liegt, son­dern durch einen Urhe­ber gewon­nen und auf einen Kreis von Adres­sa­ten hin ver­öf­fent­licht wur­de.«
Gebraucht wer­de eine neue Kul­tur des Wis­sens. »Das digi­ta­le Zei­chen­sys­tem ist bedeu­tungs­frei; sei­ne Seman­tik erhält es erst durch Zuord­nung von außen«, so Hon­ne­fel­der.

Wis­sen ist eine Erkennt­nis, die »sub­jekt­los« her­um liegt, bis sie durch einen Urhe­ber »gewon­nen« wird? Das »digi­ta­le Zei­chen­sys­tem ist bedeu­tungs­frei« und »sei­ne Seman­tik erhält es erst von außen«? Mal unter uns und ganz offen: so einen inhalts­lee­ren Bull­shit habe ich schon lan­ge nicht mehr gele­sen, auch nicht in den Par­tei­pro­gram­men vor der Bun­des­tags­wahl, und das will was hei­ßen. Einer­seits müs­sen Urhe­ber gar nicht zwin­gend Wis­sen schaf­fen. Kunst und Unter­hal­tung rei­chen völ­lig. Ande­rer­seits sind Bücher auch als eBook kei­nes­falls nur »bedeu­tungs­freie digi­ta­le Zei­chen­sys­te­me«, son­dern den gedruck­ten Fas­sun­gen inhalt­lich gleich. Da muss man nichts »von außen zuord­nen«. Das poten­ti­el­le Wis­sen der Men­schen, die Zugriff auf das Inter­net haben wur­de in nie zuvor gese­he­nem Aus­maß erwei­tert. Infor­ma­ti­on at your fin­ger­tips. Jeder­zeit. Jede Per­son mit einem Inter­net­an­schluss kann sich über­zeu­gen, dass das »digi­ta­le Zei­chen­sys­tem« alles ande­re als bedeu­tungs­frei ist.
Falls mir jemand das uner­träg­lich hoh­le Phra­sen­ge­dre­sche in den Kom­men­ta­ren zu die­sem Arti­kel mit Sinn und Inhalt fül­len kann, wäre ich dank­bar. Ansons­ten könn­te ich auch ver­su­chen, mir das Gebrab­bel schön zu sau­fen.

Dann wen­det sich Hon­ne­fel­der an die Poli­tik:

Die Mehr­glied­rig­keit der Bran­che müs­se auch im digi­ta­len Zeit­al­ter bewahrt wer­den; die­ses Gefü­ge schlie­ße auch den Buch­han­del ein.

Das bedeu­tet: lie­be Poli­tik, wir schaf­fen es nicht, unser Geschäfts­mo­dell an die Gege­ben­hei­ten anzu­pas­sen und wir sind lei­der total unfle­xi­bel. Das fin­den wir doof. Bit­te beschließt Geset­ze, damit wir uns nicht bewe­gen müs­sen.
Es mag weh tun, Herr Hon­ne­fel­der, aber wenn ich mich so umse­he, gibt es nur noch sehr weni­ge Kut­scher. Oder viel­leicht ein Bei­spiel, das Ihnen bekann­ter vor­kom­men dürf­te: Schrift­set­zer. Als die Bran­che »com­pu­te­ri­siert« wur­de, hat man sich von denen, die den Umgang mit den neu­en Tech­ni­ken nicht beherrsch­ten, flugs getrennt. Es gibt heu­te kei­ne Schrift­set­zer mehr, weil es kei­ne beweg­li­chen Let­tern mehr gibt und man statt­des­sen Desk­top Publi­shing nutzt. Schon mal gehört? Das läuft auf den bösen Com­pu­tern – muss man aber weder als Ver­eins­funk­tio­när noch als Ver­le­ger wis­sen, da küm­mern sich die Fuß­trup­pen drum.
Wenn die Bran­che nicht in der Lage ist, sich und ihre Geschäfts­mo­del­le von Let­tern auf Com­pu­ter umzu­stel­len, wenn man lie­ber infle­xi­bel bleibt und nach poli­ti­schen Lösun­gen und damit Fei­gen­blät­tern für die eige­ne Bewe­gungs­lo­sig­keit ruft, dann soll­te man sich nicht wun­dern, wenn man den Weg der Dino­sau­ri­er geht. Oder den der Schrift­set­zer, suchen Sie sich einen aus. Man kann ja immer noch auf Kran­ken­pfle­ger oder Kin­der­gärt­ner umschu­len. Oder Autor. Was? Schlecht bezahlt? Tja, man kann halt nicht alles haben.

Eben­falls im Buch­re­port weist man wei­ter­hin auf Dampf­bla­sen der »Con­tent Alli­ance« hin, der der Bör­sen­ver­ein ange­hört, aber auch die Musik­in­dus­trie. Auch hier wird nach dem Gesetz­ge­ber und einem »star­ken Urhe­ber­recht« geschrien:

Kurz vor der Frank­fur­ter Buch­mes­se hat die Con­tent Alli­anz, der auch der Bör­sen­ver­ein ange­hört, noch ein­mal ihre For­de­run­gen nach einem star­ken Urhe­ber­recht bekräf­tigt. Der Schutz der Leis­tung von Krea­ti­ven vor ille­ga­ler Nut­zung müs­se zur Chef­sa­che im Kanz­ler­amt wer­den, erklär­te das Bünd­nis von Medi­en- und Kul­tur­ver­bän­den.

Wenn ich das lese kommt mir ganz deut­lich gesagt das kal­te Kot­zen. Denn hier wird das Urhe­ber­recht vor­ge­scho­ben, obwohl es tat­säch­lich um etwas ganz ande­res geht. Das Urhe­ber­recht – das wie der Name bereits sagt die Urhe­ber schützt und begüns­tigt – ist den Ver­wer­tern tat­säch­lich völ­lig egal (und ich habe mir »scheiß­egal« ver­knif­fen). Tat­säch­lich geht es ihnen aus­schließ­lich um die Tei­le dar­aus, die ihnen die Ver­wer­tung (sprich: Mone­ta­ri­sie­rung – ja, das sagen die so. Es bedeu­tet: Koh­le machen) geschaf­fe­ner Wer­ke Drit­ter ermög­li­chen.
Tat­säch­lich lässt man den Autor oder Musi­ker (auch der uner­träg­li­che Gor­ny von der Musik­in­dus­trie hat wie­der gepö­belt) mit Pea­nuts am aus­ge­streck­ten Arm ver­hun­gern, wäh­rend man selbst das Geld absackt, auch wenn immer wie­der ande­res behaup­tet wird.
Sprecht mal mit Autoren abseits des Best­sel­lers, lie­be Leser, und fragt sie, was von den Buch­ver­käu­fen bei ihnen ankommt. Ich wie­der­ho­le mich und ich tue es gern, damit es ein­si­ckert: das sind Pea­nuts. Es macht sich natür­lich ganz pri­ma, sich als Beschüt­zer der armen, armen Urhe­ber zu gerie­ren und laut­stark zu ver­kün­den, man selbst (und das Urhe­ber­recht) sei­en die letz­ten Schutz­wäl­le, die die Urhe­ber vor den ille­ga­len Nut­zun­gen behü­ten. Tat­säch­lich gehts auch hier wie­der nur um ihre Koh­le, um ihre Ein­nah­men. Und sie wis­sen genau: ihre Zah­len über ille­ga­le Down­loads und deren Scha­den sind von vor­ne bis hin­ten erstun­ken und erlo­gen.

Ich stim­me zu, dass das Urhe­ber­recht drin­gend einer Refor­ma­ti­on bedarf. Es muss an die Rea­li­tä­ten der moder­nen Netz­welt ange­passt wer­den. Die irr­sin­ni­gen Schutz­fris­ten müs­sen auf ein Maß zurecht­ge­stutzt wer­den, das kul­tu­rell und aus Sicht einer Wis­sens­all­men­de sinn­voll ist, damit Kul­tur nicht ver­schwin­det, weil Ver­wer­ter dar­auf sit­zen und sie nicht ver­öf­fent­li­chen. Abmahn-Abzo­ckern mit ihren Raub­rit­ter-Geschäfts­mo­del­len muss die Geschäfts­grund­la­ge ent­zo­gen wer­den, die Schul­kin­der kri­mi­na­li­siert und pro­fes­sio­nel­le Anbie­ter von Raub­ko­pien davon kom­men lässt (weil die Bran­chen und ihre Hilfs­she­riffs zu dumm sind, die zu bekom­men, hält man sich lie­ber an die, die sich nicht weh­ren kön­nen).

Am wich­tigs­ten ist mei­ner Ansicht nach jedoch, dass die Rech­te der Urhe­ber statt die der Ver­wer­ter gestärkt wer­den.  Schluss mit Total Buy­out, Schluss mit Kne­bel­ver­trä­gen, Schluss mit Pea­nuts und Schluss mit pau­schal ein­ge­räum­ten Rech­ten für »bis­her unbe­kann­te Nut­zungs­ar­ten«. Rech­te müs­sen nach defi­nier­ten Zeit­räu­men wie­der an die Urhe­ber zurück fal­len. eBooks müs­sen geson­dert ver­gü­tet wer­den, eben­so Hör­bü­cher. Urhe­ber müs­sen mehr Mit­spra­che­recht bekom­men, wie ihre Wer­ke ver­wer­tet wer­den. Urhe­ber müs­sen ange­mes­sen bezahlt wer­den, egal ob Autoren, Jour­na­lis­ten, Foto­gra­fen oder Musi­ker. Und es muss zwi­schen den Ver­wer­ter­rech­ten und den Ver­brau­cher­rech­ten abge­wo­gen wer­den. Denn: Gewin­ne ste­hen nicht über Bür­ger­inter­es­sen und auch nicht über Men­schen­rech­ten.

Die Buch­bran­che zeigt durch ihre Köp­fe immer wie­der eine Kul­tur des Mah­nens und War­nens. Vor neu­en Tech­no­lo­gien, vor Mit­be­wer­bern, die im Gegen­satz zu ihr agil sind. Statt der uner­träg­li­chen Mie­se­pe­te­rei soll­te man sei­ne Kräf­te dar­auf bün­deln, die Tech­no­lo­gien zu ver­ste­hen und zu nut­zen. Statt Gegei­fe­re gegen Apple, Ama­zon und Goog­le soll­te man von den Gegen­spie­lern ler­nen. Aber viel­leicht ist das von der tief kon­ser­va­ti­ven Bran­che zu viel ver­langt.

Die Buch­mes­se ist eine Ver­an­stal­tung, auf der die Buch­bran­che sich pro­fi­lie­ren möch­te und sich selbst beweih­räu­chert. Das soll sie mei­net­hal­ben gern tun. Nur mögen ihre Groß­kop­fer­ten bit­te davon abse­hen, mich mit Phra­sen zu lang­wei­len, mich offen­sicht­lich zu belü­gen, oder mir zu ver­ste­hen zu geben, dass sie mich für dumm hal­ten. Davor warnt der Holz­hau­er nach­drück­lich.

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Logo Buch­mes­se 2013 Copy­right Frank­fur­ter Buch­mes­se

Am 18.10.2013 in Witten: Lesung aus der Anthologie DIE KRIEGER

Cover "Krieger"

In der von Tors­ten Exter und Ann-Kath­rin Kar­schnick her­aus gege­be­nen und im Ver­lag Tors­ten Low her­aus gege­be­nen Antho­lo­gie DIE KRIEGER geht es nicht wirk­lich über­ra­schend um … Krie­ger. Der Wer­be­text liest sich wie folgt:

Ihr Ver­spre­chen heißt Blut. Ihr Schick­sal ist der Tod. Sie sind Ret­ter und Ver­damm­nis, Schüt­zer derer, die sie lie­ben, Alp­traum­brin­ger in den Rei­hen ihrer Fein­de. Sie wan­deln in Nebeln, auf Blut­pfa­den, mit­ten in unse­ren Städ­ten. Ihre Orden sind alt, ihre Nar­ben frisch. Ihre Hei­mat ist das Schlacht­feld. Sie sind Söld­ner und Legio­nä­re, Gla­dia­to­ren, muti­ge Kämp­fer, Schä­del­spal­ter und Rie­sen­tö­ter. Sie sind Krie­ger – und dies sind ihre Geschich­ten.

Mit Bei­trä­gen von Tina Alba, Ste­fa­nie Ben­der, Tom Daut, Susan­ne Ger­dom, Mar­kus Heit­kamp, Det­lef Kle­wer, Hei­ke Knau­ber, Mike Krzy­wik-Groß, Ste­fa­nie Mühls­teph und Moritz Gießel, Sean O’Con­nell, Tho­mas Plisch­ke, Bernd Rüm­mel­ein, Tors­ten Scheib, Hei­ke Schrap­per, Helen B. Kraft, Nina Strä­ter, Cars­ten Tho­mas, Chris­ti­an Vogt, Judith C. Vogt, Jonas Wolf, Andre­as Zwen­gel.

Am Frei­tag, den 18.10.2103 fin­det in der Loka­ti­on »Exca­li­bur« in Wit­ten eine Lesung aus KRIEGER statt. Vor Ort sein wer­den Hei­ke Schrap­per und Tom Daut, die das Buch vor­stel­len und auch dar­aus lesen wer­den. Die Ver­an­stal­tung beginnt um 19:30 Uhr, wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­det man auch auf einer Face­book-Sei­te. Die voll­stän­di­ge Adres­se des Orts des Gesche­hens lau­tet: Par­ty­saal Exca­li­bur, Mari­en­str. 13, 58455 Wit­ten.

Cover­ab­bil­dung DIE KRIEGER Copy­right Ver­lag Tors­ten Low

Bandits Kommentar: Die Gravitation von GRAVITY

Poster GRAVITY

GRAVITY – Bun­des­start 03.10.2013

Bandit

Erst kürz­lich habe ich mich zum wie­der­hol­ten Male dar­über echauf­fiert, dass gute Sci­ence-Fic­tion-Fil­me sel­ten gewor­den sind. Es war also nur eine Fra­ge der Zeit, dass die Kino­welt wie­der ein­mal belohnt wer­den wür­de. Bei Regis­seur und Dreh­buch­au­tor Alfon­so Cuarón konn­te man bestimmt mit einer Über­ra­schung rech­nen, nicht aber mit dem, was GRAVITY letzt­lich für ein Film gewor­den ist. Vor kur­zem stol­per­te ich über die Fra­ge zu einem ande­ren Film, ob er per­fekt wäre, oder zu per­fekt. Als nach unge­wöhn­lich kur­zen 85 Minu­ten der Abspann von GRAVITY beginnt, war augen­blick­lich die­se Fra­ge da: War es per­fekt, oder zu per­fekt? GRAVITY ist kein Film den ich ana­ly­tisch betrach­ten möch­te, weil er einen zu star­ken, einen zu über­wäl­ti­gen­den Ein­druck hin­ter­las­sen hat. Die­ser Ein­druck kommt nicht mit dem Gan­zen, nicht als Sum­me eines Erleb­nis­ses. Die­ser Film nimmt einen von der ers­ten Ein­stel­lung gefan­gen und lässt nicht mehr los. Nein, Alfon­so Cuarón lässt nicht ein­fach nicht mehr los, er zieht einen mit unglaub­li­cher Kraft immer stär­ker in das Gesche­hen. Und das ist mög­lich mit einer Geschich­te, die kaum eine zu sein scheint. Mit Dar­stel­lern, die sonst in voll­kom­men ande­ren Gen­res erfolg­reich sind. Und mit einer sti­lis­ti­schen Prä­zi­si­on, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren nicht ein­mal ansatz­wei­se im Main­stream-Kino zu fin­den war. Und gleich­zei­tig muss ich mir die Fra­ge stel­len, ob GRAVITY tat­säch­lich Main­stream-Kino sein kann, oder doch ein über­teu­er­ter Art­house-Strei­fen ist. Auf alle Fäl­le ist es in vie­len Punk­ten ein ein­ma­li­ges Erleb­nis.

Produktionsbeginn: OUTLANDER-Fernsehserie

Ron Moore

Gera­de hat die Pro­duk­ti­on der Fern­seh­se­rie nach Dia­na Gabal­dons OUT­LAN­DER-Rei­he (deutsch: HIGHLAND-SAGA) begon­nen, die auf Starz lau­fen soll. Star-Namen kann man nicht nen­nen, denn man hält sich an eher unbe­kann­te Mimen, Cai­trio­na Bal­fe spielt Clai­re Rand­all und Sam Heu­g­han stellt Jamie Fraser dar. Aus­füh­ren­der Pro­du­zent ist Ron D. Moo­re, den kennt man aus diver­sen STAR TREK-Inkar­na­tio­nen oder NEW BATTLESTAR GALACTICA, der zeit­gleich den­sel­ben Job auch noch bei der SyFy-Serie HELIX inne­hat.

Hand­lung: Clai­re Rand­all ist 1946 eine Armee­kran­ken­schwes­ter, die sich zusam­men mit ihrem Ehe­mann auf einer Urlaubs­rei­se in den High­lands befin­det, als sie sich plötz­lich im vom Krieg zer­ris­se­nen Schott­land des Jah­res 1743 wie­der. Sie wird dort gezwun­gen, den rit­ter­li­chen und roman­ti­schen schot­ti­schen Krie­ger Jamie Fraser­zu hei­ra­ten, dem sie natür­lich ver­fällt, obwohl sie in der Zukunft ver­hei­ra­tet ist …

Man darf hier davon aus­ge­hen, dass Starz und Sony ver­su­chen wer­den, HBOs GAME OF THRONES etwas gleich­ar­ti­ges ent­ge­gen zu set­zen, ich per­sön­lich bezweif­le aller­dings schon auf­grund des geschil­der­ten Plots, dass die Serie der­art erfolg­reich sein wird, da ein­deu­tig auf Frau­en gezielt. Ich habe die Gabal­don-Roma­ne aller­dings nicht gele­sen (nach die­sem Klap­pen­text wer­de ich das auch wei­ter­hin las­sen), des­we­gen kann ich mir eigent­lich kei­ne Bewer­tung erlau­ben …

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Pro­mo­fo­to Ron Moo­re Copy­right Starz & Sony

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