Eigentlich hatte er es wohl nicht tun wollen, aber nun äußerst sich Klaus N. Frick, Chefredakteur bei der erfolgreichsten deutschen Science Fiction-Serie PERRY RHODAN, doch noch in einem Beitrag im Redaktionsblog zur Durchführung des Deutschen Phantastik-Preises im Jahr 2017.
Die nachvollziehbare Quintessenz ist: Da hat also irgendeine intransparente Jury nach geheimen Kriterien eine Liste von Publikationen und Werken ausgesucht und trotz des erheblichen Outputs aus Richtung PERRY RHODAN (108 neue Publikationen plus neue Auflagen alter Werke) hat nicht ein einziges Werk davon einen Weg in die Vorschlagsliste gefunden.
Da kann man sich tatsächlich nur ratlos am Kopf kratzen, denn auch wenn PERRY RHODAN letztlich nichts gewinnen muss, ist es absolut nicht nachzuvollziehen, warum das vermutlich umfangreichste und umtriebigste deutsche Franchise von einer sogenannten Fachjury nicht ein einziges Mal nominiert wurde. Zumal es sich ja um einen Publikumspreis handelt und näher am Publikum als das Team von PERRY RHODAN geht kaum noch.
In diesem Jahr ist alles irgendwie anders bei der Verleihung des Deutschen Phantastik Preises. Und in meinen Augen nicht unbedingt besser.
Der erste Punkt: Um mitstimmen oder vorschlagen zu können, soll ich zwingend meinen Vor- und Nachnamen angeben. Und das gegenüber irgendeinem Eventveranstalter und ohne dass ich über eine offensichtlich und direkt verlinkte Datenschutzerklärung erkennen kann, was mit den gesammelten Daten (Email-Adresse, Name, Vorname) geschieht. Meiner Ansicht nach verstößt das gegen §13 VI des Telemediengesetzes:
(6) Der Diensteanbieter hat die Nutzung von Telemedien und ihre Bezahlung anonym oder unter Pseudonym zu ermöglichen, soweit dies technisch möglich und zumutbar ist. Der Nutzer ist über diese Möglichkeit zu informieren.
Wie wir in den vergangenen Jahren gesehen haben, wäre es technisch völlig problemlos möglich, das anonym und nur mit Nutzung einer Emailadresse und zugesandtem Hashcode durchzuführen (das hatte auch den Charme, dass man mittels des Codes nicht alles auf einmal abstimmen musste, sondern Stimmen für Kategorien auch noch später abgeben konnte). Unklar ist zudem, ob die gesammelten Daten mit der IP-Adresse zusammengeführt werden, um Betrug zu verhindern. Das wäre aber nach einem Urteil des EuGH nur mit eindeutiger und aktiver Zustimmung des Betroffenen erlaubt
»Aber wir sind doch alle nur Fans!« höre ich schon als Entkräftung. Das mag sein, aber der Seitenanbieter ist offensichtlich eine Firma. Und die unterliegt nun mal geltendem Recht.
Und dann das Verfahren:
Eine nicht näher bestimmte Jury aus Bloggern und irgendwelchen »Fachleuten« (den Aussagen der Ausrichter nach ca. 3000 Personen) ist angemailt worden und hatte eine Woche Zeit, eine Vorschlagsliste zusammenzustellen. Die ist jetzt schon auf der Seite online. Man kann allerdings trotz dieser bereits vorhandenen Liste noch neue Vorschläge machen.
Dass die bereits sichtbare, suggestive Liste gegenüber den Neuvorschlägen völlig unfair ist, darauf kam offenbar keiner. Denn die bereits vorhandenen Einträge bekommen bereits jetzt Stimmen und Sichtbarkeit, die Neuvorschläge sind aber bis Mitte April unsichtbar.
Intransparent ist zudem, was jetzt passiert. Wie entscheidet wer nach dieser Vorschlagszeit was mit der bereits vorhandenen Juryliste und den Neuvorschlägen passiert, bzw. was nach welchen Kriterien und mit welcher Gewichtung auf die Shortlist kommt?
In meinen Augen ist die Durchführung sehr unglücklich.
Meiner Ansicht nach wäre der einzig gangbare Weg gewesen:
Vorschläge nach Kategorie sammeln
Vorschläge quantitativ auswerten
Shortlist erstellen und abstimmen lassen
Die Autoren und Verlage hätten sich ohnehin wie in jedem Jahr selbst vorgeschlagen. [Edit:] Ja, und ebenfalls wie in jedem Jahr hätten diejenigen die Preise bekommen, die die meisten Fans aktivieren können.
p.s.: Wie die Rückmeldungen zeigen, ist die Benutzerführung des Formulars auch nicht sonderlich gelungen, zahlreiche Nutzer klagen, dass sie es nicht absenden können. Das liegt daran, dass man bei Eintrag eines eigenen Vorschlags gleichzeitig auch noch »keine Stimme abgeben« anhaken muss …
[Update: 19:30 Uhr] Wenn man ein wenig klickt findet man eine Datenschutzerklärung (die muss aber nach Ansicht von Rechtsexperten von jeder Seite direkt zugreifbar sein). In der steht:
Personenbezogene Daten werden von dem Anbieter nur dann erhoben, genutzt und weiter gegeben, wenn dies gesetzlich erlaubt ist oder die Nutzer in die Datenerhebung einwilligen.
Allerdings wird im Formular diese Einwilligung nicht erhoben. Zur gesetzlichen Erlaubnis: Siehe oben.
2017 – 35 Jahre MYRA – 60 Jahre Tolkien auf Deutsch – 80 Jahre »The Hobbit« – 125.Geburtstag Tolkiens – mehr als nur ein Grund zum Feiern.
Wie alle fünf Jahre seit 1987- veranstaltet der bundesweite Tübinger Verein der Freunde Myras VFM e.V. auch 2017 zusammen mit anderen Institutionen, Gruppen und Vereinen (in der Vergangenheit etwa dem Deutsch – Amerikanischen Institut DAI, dem Ersten Deutschen Fantasy-Club EDCF eV, den Inklings e.V., der Stadtbücherei Tübingen, der Gilde der Fantasy-Rollenspieler GFR eV) statt einem normalen jährlichen MYRA-Treffen die Tübinger MYRA-Tage, eine ganze Woche Märchen – Mittelalter – Fantasy. Alles drei sind Themen mit denen sich Professor J.R.R. Tolkien beschäftigt hat, dessen auch dieses Jahr wieder als »Tübinger Tolkien Tage« gedacht wird – angesichts von 80 Jahren Tolkien auf Englisch, 60 Jahren Tolkien auf Deutsch und 35 Jahren Projekt Myra, einem Konzept gemeinsam eine einzige Welt der Fantasy zu erschaffen, das ohne Tolkien nicht denkbar gewesen wäre.
Wieder werden wir versuchen, mit allen Tübinger (auch Theater-) Gruppen, Vereinen und auch interessierten Firmen (Buch- und Spiele-Handlungen, Sponsoren einzelner Events) vom 04. bis 10. September 2017 gemeinsam alles aufzubieten, was in Tübingen rund um Märchen, Mittelalter und Fantasy geboten wird.
Wieder wird es gemeinsam mit TolkienOnline.de das größte deutsche Jubiläums-Event und dazu viele Autorenlesungen, Workshops und Vorträge geben, wieder sind Filker und Liverollenspiel-Barden eingeladen, uns und einander zu unterhalten, wieder wird auch der Spielspaß im Tolkien-Brettspiel, Fantasy-Kartenspiel und Fantasy-Rollenspiel nicht zu kurz kommen. Auch MMO-Fans wie Spieler der MYRA-Gilde von »Game of Thrones Ascent« und »Runes of Magic« (RoM) werden auf ihre Kosten kommen. Führungen soll es auch wieder im mittelalterlichen Kloster Bebenhausen geben (kostenlos für mittelalterlich oder märchenhaft kostümierte).
Meine Güte, peinlicher gehts nimmer. Der Buchreport berichtet: LSL, offenbar der neue Lieblingsdienstleister der Messe Leipzig, der man immer mehr Aufgaben zuschustert, die früher andere wahrgenommen haben (erst die Messebuchhandlung, jetzt der Fantasy-Bereich), »launcht« also etwas, das es schon jahrelang gibt, nämlich eben diesen Fantasy-Bereich. Dass die sich ernsthaft trauen, das so zu formulieren lässt mich nach all den Querelen darum sprachlos zurück, und ich bin nun wirklich eine Menge in Sachen Marketing-Geschwurbel gewöhnt. Noch nicht mal die Arbeit auf der Fantasy-Leseinsel machen sie selbst, die macht – nach dem Rausdrängeln von WerkZeugs – PAN für sie.
Und dann steht da tatsächlich:
Das Genreportal WerkZeugs, das fast 10 Jahre lang die Fantasy-Leseinsel betreut, sich als Anlaufpunkt für Autoren etabliert und auch den Verkauf von Büchern und Merchandise-Artikeln durchgeführt hatte, sagte anlässlich einer deutlich gestiegenen Standmiete die Messeteilnahme ab. Die Messedirektion kümmerte sich umgehend um eine Alternative für den Messeverkauf und engagierte LSL.
Allerdings wurde bereits vermutet, dass es tatsächlich so war, dass man WerkZeugs seitens der Messeveranstalter die dramatisch erhöhten Standpreise präsentierte, mit dem bereits vorher gefassten Plan, dass die daraufhin absagen, und man das Ganze LSL zuschustern konnte.
Weiter kann man lesen:
Nach einigem Hin und Her ist die Leipziger Buchmesse der gemeinsamen Fraktion von WerkZeugs und dem Phantastik-Autoren-Netzwerk (PAN) insofern entgegengekommen, dass PAN eine Fläche für die Community-Vernetzung zur Verfügung gestellt wird.
Verschwiegen wird dabei allerdings, dass es zuvor derart massive Proteste von Verlagen und auch namhaften Autoren aus dem Genre-Bereich Deutsche Phantastik gegeben hatte, dass sich die Messeveranstalter offensichtlich zum Einlenken genötigt sahen, da sie sonst Gefahr gelaufen wären, dass namhafte Protagonisten aus dem Bereich der Veranstaltung fern geblieben wären – und damit eben auch die zugehörigen Besucher.
Aber Hauptsache, eine vollmundige Pressemitteilung abgesondert …
[Edit 16:50 Uhr:] Ich wurde darauf hingewiesen, dass sich PAN um die Autorenlounge kümmert, nicht um die Leseinsel. Was die Sachlage allerdings nur minimal verändert.
Die BAFTA Film Awards 2017 (BAFTA = British Academy of Film and Television Arts) stehen vor der Tür und erneut wird der britische Comedian Stephen Fry die Verleihung moderieren, die am 12. Februar in der Royal Albert Hall stattfinden wird. Die gerade verliehenen Globes waren ja leider extrem Genre-arm, das könnte bei den Film-BAFTAs etwas anders aussehen, zumindest ist es in der Nominiertenliste gut vertreten.
Der SF-Streifen ARRIVAL beispielsweise ist gleich haufenweise nominiert, auch FANTASTIC BEASTS wird ein paar Mal genannt.
BEST FILM
ARRIVAL Dan Levine, Shawn Levy, David Linde, Aaron Ryder
I, DANIEL BLAKE Rebecca O’Brien
LA LA LAND Fred Berger, Jordan Horowitz, Marc Platt
MANCHESTER BY THE SEA Lauren Beck, Matt Damon, Chris Moore, Kimberly Steward,?Kevin J. Walsh
MOONLIGHT Dede Gardner, Jeremy Kleiner, Adele Romanski
OUTSTANDING BRITISH FILM
AMERICAN HONEY Andrea Arnold, Lars Knudsen, Pouya Shahbazian, Jay Van Hoy
DENIAL Mick Jackson, Gary Foster, Russ Krasnoff, David Hare
FANTASTIC BEASTS AND WHERE TO FIND THEM David Yates, J.K. Rowling, David Heyman, Steve Kloves, Lionel Wigram
I, DANIEL BLAKE Ken Loach, Rebecca O’Brien, Paul Laverty
NOTES ON BLINDNESS Peter Middleton, James Spinney, Mike Brett, Jo-Jo Ellison, Steve Jamison
UNDER THE SHADOW Babak Anvari, Emily Leo, Oliver Roskill, Lucan Toh
OUTSTANDING DEBUT BY A BRITISH WRITER, DIRECTOR OR PRODUCER
The Girl With All the Gifts: MIKE CAREY (Writer), CAMILLE GATIN (Producer)
The Hard Stop: GEORGE AMPONSAH (Writer/Director/Producer), DIONNE WALKER (Writer/Producer)
Notes on Blindness: PETER MIDDLETON (Writer/Director/Producer), JAMES SPINNEY (Writer/Director), JO-JO ELLISON (Producer)
The Pass: JOHN DONNELLY (Writer), BEN A. WILLIAMS (Director)
Under the Shadow: BABAK ANVARI (Writer/Director), EMILY LEO, OLIVER ROSKILL, LUCAN TOH (Producers)
FILM NOT IN THE ENGLISH LANGUAGE
DHEEPAN Jacques Audiard, Pascal Caucheteux
JULIETA Pedro Almodóvar
MUSTANG Deniz Gamze Ergüven, Charles Gillibert
SON OF SAUL László Nemes, Gábor Sipos
TONI ERDMANN Maren Ade, Janine Jackowski
DOCUMENTARY
13th Ava DuVernay
THE BEATLES: EIGHT DAYS A WEEK- THE TOURING YEARS Ron Howard
THE EAGLE HUNTRESS Otto Bell, Stacey Reiss
NOTES ON BLINDNESS Peter Middleton, James Spinney
WEINER Josh Kriegman, Elyse Steinberg
ANIMATED FILM
FINDING DORY Andrew Stanton
KUBO AND THE TWO STRINGS Travis Knight
MOANA Ron Clements, John Musker
ZOOTROPOLIS Byron Howard, Rich Moore
DIRECTOR
ARRIVAL Denis Villeneuve
I, DANIEL BLAKE Ken Loach
LA LA LAND Damien Chazelle
MANCHESTER BY THE SEA Kenneth Lonergan
NOCTURNAL ANIMALS Tom Ford
ORIGINAL SCREENPLAY
HELL OR HIGH WATER Taylor Sheridan
I, DANIEL BLAKE Paul Laverty
LA LA LAND Damien Chazelle
MANCHESTER BY THE SEA Kenneth Lonergan
MOONLIGHT Barry Jenkins
ADAPTED SCREENPLAY
ARRIVAL Eric Heisserer
HACKSAW RIDGE Robert Schenkkan, Andrew Knight
HIDDEN FIGURES Theodore Melfi, Allison Schroeder
LION Luke Davies
NOCTURNAL ANIMALS Tom Ford
LEADING ACTOR
ANDREW GARFIELD Hacksaw Ridge
CASEY AFFLECK Manchester by the Sea
JAKE GYLLENHAAL Nocturnal Animals
RYAN GOSLING La La Land
VIGGO MORTENSEN Captain Fantastic
LEADING ACTRESS
AMY ADAMS Arrival
EMILY BLUNT The Girl on the Train
EMMA STONE La La Land
MERYL STREEP Florence Foster Jenkins
NATALIE PORTMAN Jackie
SUPPORTING ACTOR
AARON TAYLOR-JOHNSON Nocturnal Animals
DEV PATEL Lion
HUGH GRANT Florence Foster Jenkins
JEFF BRIDGES Hell or High Water
MAHERSHALA ALI Moonlight
SUPPORTING ACTRESS
HAYLEY SQUIRES I, Daniel Blake
MICHELLE WILLIAMS Manchester by the Sea
NAOMIE HARRIS Moonlight
NICOLE KIDMAN Lion
VIOLA DAVIS Fences
ORIGINAL MUSIC ARRIVAL Jóhann Jóhannsson
JACKIE Mica Levi
LA LA LAND Justin Hurwitz
LION Dustin O’Halloran, Hauschka
NOCTURNAL ANIMALS Abel Korzeniowski
CINEMATOGRAPHY ARRIVAL Bradford Young
HELL OR HIGH WATER Giles Nuttgens
LA LA LAND Linus Sandgren
LION Greig Fraser
NOCTURNAL ANIMALS Seamus McGarvey
EDITING ARRIVAL Joe Walker
HACKSAW RIDGE John Gilbert
LA LA LAND Tom Cross
MANCHESTER BY THE SEA Jennifer Lame
NOCTURNAL ANIMALS Joan Sobel
PRODUCTION DESIGN
DOCTOR STRANGE John Bush, Charles Wood
FANTASTIC BEASTS AND WHERE TO FIND THEM Stuart Craig, Anna Pinnock
HAIL, CAESAR! Jess Gonchor, Nancy Haigh
LA LA LAND Sandy Reynolds-Wasco, David Wasco
NOCTURNAL ANIMALS Shane Valentino, Meg Everist
COSTUME DESIGN
ALLIED Joanna Johnston
FANTASTIC BEASTS AND WHERE TO FIND THEM Colleen Atwood
FLORENCE FOSTER JENKINS Consolata Boyle
JACKIE Madeline Fontaine
LA LA LAND Mary Zophres
MAKE UP & HAIR
DOCTOR STRANGE Jeremy Woodhead
FLORENCE FOSTER JENKINS J. Roy Helland, Daniel Phillips
HACKSAW RIDGE Shane Thomas
NOCTURNAL ANIMALS Donald Mowat, Yolanda Toussieng
ROGUE ONE: A STAR WARS STORY Nominees tbc
SOUND
ARRIVAL Claude La Haye, Bernard Gariépy Strobl, Sylvain Bellemare
DEEPWATER HORIZON Mike Prestwood Smith, Dror Mohar, Wylie Stateman, David Wyman
FANTASTIC BEASTS AND WHERE TO FIND THEM Niv Adiri, Glenn Freemantle, Simon Hayes, Andy Nelson, Ian Tapp
HACKSAW RIDGE Peter Grace, Robert Mackenzie, Kevin O’Connell, Andy Wright
LA LA LAND Mildred Iatrou Morgan, Ai-Ling Lee, Steve A. Morrow, Andy Nelson
SPECIAL VISUAL EFFECTS
ARRIVAL Louis Morin
DOCTOR STRANGE Richard Bluff, Stephane Ceretti, Paul Corbould, Jonathan Fawkner
FANTASTIC BEASTS AND WHERE TO FIND THEM Tim Burke, Pablo Grillo, Christian Manz, David Watkins
THE JUNGLE BOOK Robert Legato, Dan Lemmon, Andrew R. Jones, Adam Valdez
ROGUE ONE: A STAR WARS STORY Neil Corbould, Hal Hickel, Mohen Leo, John Knoll, Nigel Sumner
BRITISH SHORT ANIMATION
THE ALAN DIMENSION Jac Clinch, Jonathan Harbottle, Millie Marsh
A LOVE STORY Khaled Gad, Anushka Kishani Naanayakkara, Elena Ruscombe-King
TOUGH Jennifer Zheng
BRITISH SHORT FILM
CONSUMED Richard John Seymour
HOME Shpat Deda, Afolabi Kuti, Daniel Mulloy, Scott O’Donnell
MOUTH OF HELL Bart Gavigan, Samir Mehanovic, Ailie Smith, Michael Wilson
THE PARTY Farah Abushwesha, Emmet Fleming, Andrea Harkin, Conor MacNeill
STANDBY Charlotte Regan, Jack Hannon
THE EE RISING STAR AWARD (voted for by the public)
TOM HOLLAND
RUTH NEGGA
LUCAS HEDGES
LAIA COSTA
ANYA TAYLOR-JOY
Wie der ein oder andere vielleicht weiß, findet Anfang Dezember ein »Con« in Dortmund statt, bei dem es vorgeblich um Comics geht. Nachdem ich im letzten Jahr verhindert war, und Anja geschickt hatte, stelle sich heraus, dass in Sachen Organisation noch deutlich Luft nach oben war. Auch meine Kontakte zum PR-Verantwortlichen waren im letzten Jahr … eher ulkig. In diesem Jahr wollte ich mir das Spektakel dann mal persönlich ansehen.
Zumindest gab es schon mal eine neue Presseagentur, die schickte mir im Juni auch eine Mitteilung per Mail, ich möge mich doch in den neuen Pressevererteiler eintragen. Nachdem ich diese Email im Stundenabstand acht mal bekommen hatte, bat ich um Eintragung in den Presseverteiler, wies darauf hin, dass ich gern eine Akkreditierung hätte, und schrieb, dass die Mail jetzt acht mal gekommen sei, und das wirklich reiche.
Als Antwort erhielt ich die Aussage, dass man die Akkreditierungen erst später prüfen werde, hierbei würden Medien bevorzugt, die eine Vorberichterstattung durchführen. Na denn, dachte ich, die werden mich sicher mit Informationen für eine solche Vorberichterstattung versorgen.
Von wegen.
Irgendwann in der letzten Woche wurde ich dann informiert, dass man PhantaNews aufgrund von »Kapazitätsgründen« nicht berücksichtigen könne. Das fand ich merkwürdig, immerhin ist PhantaNews eine der meistgelesenen nichtkommerziellen Webseiten zum Thema Phantastik in Deutschland, und wird sogar von Veranstaltungen wie der GamesCom oder Anbietern wie LucasFilm problemlos akkreditiert. Auf meine Rückfrage »warum?«, kam als Antwort der Presseagentur nur »das macht der Veranstalter, da haben wir keinen Einfluss drauf«. Ich frage mich, warum es dann eine Presseagentur gibt, wenn die nicht für die Presse verantwortlich ist? Nur um Pressemitteilungen zu verschicken (dazu weiter unten mehr)?
Man habe sich aber meine Seite angesehen, fände die »schön und passend«, und wolle nochmal mit dem Veranstalter sprechen, wenn ich möchte (heißt im Klartext: Man hatte PhantaNews abgelehnt, ohne auch nur mal einen Blick auf die Seite zu werfen, oder das Ranking zu prüfen). Auf meinen Hinweis, dass ich überhaupt keine Vorberichterstattung durchführen konnte, weil ich über den Mailverteiler noch keine einzige PR-Mail mit Informationen erhalten hatte, kam als Antwort (und ich mache keine Witze): das läge daran, dass darüber auch noch gar keine Presseinfos zum Con in Dortmund verschickt worden seien. Das verschlug mir dann doch die Sprache.
Inzwischen hatte ich den Veranstalter allerdings schon selbst angesprochen, nämlich auf der Facebookseite der komischen Con. Die Antwort die ich dort bekam, haute mich ein weiteres Mal aus den Socken: Man sei »nur das Facebook-Team« und könne mit dem Veranstalter nicht kommunizieren. Ernsthaft. Da muss man sich fragen, warum die Kommunikationsmöglichkeit »Soziale Medien« angeboten wird, wenn man darüber gar nicht sinnvoll kommunizieren möchte. Mir wurde sogar »Unprofessionalität« unterstellt, weil ich es doch tatsächlich gewagt hatte, sie über die von ihnen selbst angebotene Möglichkeit »Facebook-Nachricht« anzusprechen, und keine Emails schickte. Offenbar #neuland-Bewohner, die nicht verstanden haben, was Soziale Medien sind – nämlich eine Kommunikation in beide Richtungen und nicht nur ein Werbedrop.
Ich hab die Faxen jetzt dicke und mich aus dem Presseverteiler austragen lassen (darüber erhalte ich ja ohnehin keine sinnvollen Informationen), darauf kam die augenscheinlich eingeschnappte Rückmeldung »dann brauche man ja auch nicht mehr mit dem Veranstalter sprechen«. Nein, braucht man nicht, danke.
Ich werde nicht kostenlos für eine Veranstaltung Arbeit aufwenden, sowie Werbung machen und wertvolle Backlinks spendieren, deren Betreiber sich derart unprofessionell verhalten – und das alles ja offensichtlich ohnehin nicht wollen. Dann sollen sie aber bitte auch sagen »wir wollen Dein komisches Blog nicht, Du Lappen«, statt irgendwas über »Kapazitätsgründe« zu schwadronieren, ohne sich meine Seite und deren Ranking überhaupt mal angesehen zu haben. Das Zielgruppentargeting ist hier logischerweise um Längen besser, als beispielsweise via briefmarkengroße Artikel in irgendwelchen Totholzblättern. Oder die sich explizit »Vorberichterstattung« wünschen, aber keinerlei Informationen für eine solche zur Verfügung stellen.
Ich kann ihnen aber gern Spezialisten für Social Media-Kommunikation vermitteln.
[Update:] Aus Gesprächen auf den sozialen Medien, getriggert durch diesen Artikel, kristallisiert sich so langsam heraus, dass nichtkommerzielle oder Fanseiten offenbar grundsätzlich keine Presseakkreditierung erhalten. Angesichts der geänderten Medienlandschaft im Web ein Verhalten aus vorgestrigen Tagen …
[Update:] Auf Rückfrage wurde beteuert, dass »jede Menge« Blogs akkreditiert wurden. Auf meine weiterführende Frage »nach welchen Kriterien?« antwortete man nur »aus Kapazitätsgründen kann nicht jeder akkreditiert werden« – die Ausrede kannte ich allerdings bereits. Interessant daran finde ich, wie man meinen Fragen offensichtlich ausweicht und keine Antworten geben möchte. Möge sich jeder seine eigenen Gedanken dazu machen … Ich gehe davon aus, dass das Auswahlprinzip genauso chaotisch ist, wie der oben beschriebene Rest des Verhaltens der Veranstalter, denn es ist mir unerklärlich, warum PhantaNews im vergangenen Jahr akkreditiert wurde, und in diesem nicht. Möglicherweise, weil die Berichterstattung in 2015 durchaus kritisch war, und man konstruktive Kritik nicht mag.
Ich hatte bereits über die neue Veranstaltung »Phantastika« berichtet, die erstmals am 2. und 3. September 2017 in Oberhausen stattfinden soll.
Jetzt ist auch eine Website online, und was ich da lese, erfreut mich doch sehr. Denn anders als auf anderen vergleichbaren Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum beschränkt man sich eben nicht auf Bücher, sondern bietet auch anderen phantastischen Medien und angeschlossenen Gebieten eine Bühne. Beispielsweise deutsche und internationale Filme und Fernsehserien, das findet man anderswo auch bereits, seltener schon sind die Themen Hörbücher oder gar Musik. Besonders freut mich aber, dass hier auch zum einen Spiele einen Platz finden, und das sowohl analog als auch digital; zum anderen aber auch ein Blick auf moderne und entstehende Technologien geworfen werden soll, die uns zum Teil vielleicht noch wie SF erscheinen, aber tatsächlich bereits Realität sind. Einen solchen vorwärtsgerichteten Blick aufs Genre und verwandte Gebiete finde ich äußerst ansprechend und er war meiner Ansicht nach auf entsprechenden Veranstaltungen auch dringend überfällig.
Da ich eine solche medienübergreifende Mischung ja auch hier auf PhantaNews pflege, bin ich über die Konzepte hocherfreut.
Bekannt gegeben wurde jetzt auch, dass der Deutsche Phantastik-Preis im Rahmen einer zweistündigen Gala verliehen werden wird (ich würde mal vermuten am Samstagabend). Und abschließend wies man heute darauf hin, dass Multitalent Tommy Krappweis während der gesamten Phantastika durch das Programm führen wird.
Ich freue mich drauf!
Logo Phantastika Copyright Verlag in Farbe und bunt
Mike Hillenbrand, bekannt durch Spracherkennung, Moderationen zur DPP-Verleihung und natürlich den Verlag in Fabe und Bunt, sowie das Magazin CORONA, bringt etwas neues in Sachen Phantastik an den Start: Am 2. und 3. September 2017 soll in Oberhausen die erste PHANTASTIKA stattfinden, eine Veranstaltung rund um das Thema Phantastik, wie es der Name ja bereits suggeriert. Mike schreibt dazu auf Facebook:
Am 2. + 3. September 2017 veranstalten wir im Congress Centrum Oberhausen die »PHANTASTIKA«. Sie wird keine Messe im eigentlichen Sinne sein, wird auch keine Con UND kein Con, sondern ein Festival für die ganze Familie.
Wer mir in meinem Vortrag heute vor einer Woche auf den »Space Days« in Darmstadt zuhörte, weiß, wie die Vision eines erstarkten Markenbegriffs der Phantastik mich bewegt und antreibt. Phantastik ist inzwischen in so vielen kreativen Produkten, dennoch glänzen nur die Franchises, der Kernbegriff ist vielerorts in der Wahrnehmung, der Kalkulation, der Planung entsprechender Produkte noch größtenteils negativ besetzt.
Die »PHANTASTIKA« soll dem entgegenstehen. Schwerpunktmäßig mit geschriebener Literatur, aber auch mit Hörmedien, Filmmedien, Spielen und Technik. Phantastik hat die größten Wissenschaftler heute inspiriert, hat Architekten einst träumen lassen und die klügsten Köpfe beschäftigt. Aber sie soll natürlich auch Spaß machen.
Und da unser Motto seit jeher »Hey, wir haben Spaß!« ist, hat die Planung zwar gedauert, aber Anfang September des kommenden Jahres ist es soweit.
Sowohl für die Spacedays, den Bu‑, Colonia- und Dort.Con etc., aber auch für die ganzen Comic- und MediaConventions soll die PHANTASTIKA keine Konkurrenz sein. Wir haben ein ganz anderes Konzept im Sinn, das wir in den kommenden Tagen auf den entsprechenden Facebook-Seiten entsprechend vorstellen werden.
Jeder, der mich kennt, weiß, wie sehr ich kreative, hilfsbereite und homogene Fangruppen verehre. Ich hoffe sehr, dass wir mit diesem Termin niemanden Konkurrenz machen (wir haben sehr genau gesucht) und Ihr alle uns bei dem dicken Brocken, den wir uns vorgenommen haben, wohlgesonnen sein werdet.
Wenn weitere Details bekannt werden, berichte ich natürlich darüber. Man darf gespannt sein, wie das Konzept für die Veranstaltung aussieht. Es wurde bereits ruchbar, dass die Verleihung des Deutschen Phantastik-Preises im nächsten Jahr nicht auf dem BuCon, sondern auf der Phantastika stattfinden soll.
Am vergangenen Samstag wurde wie in jedem Jahr im Rahmen des Buchmesse Convent der Deutsche Phantastik-Preis verliehen. Besonders gefreut hat mich dabei der erste Platz für das beste Sekundärwerk an Clara Lina Wirz und Alex Jahnke für DAS GROSSE STEAMPANOPTIKUM (erschienen bei der Edition Roter Drache), denn da sind auch zwei von mir gestaltete Doppelseiten drin. :) Und erneut wurden zwei Werke aus dem bereich Steampunk ausgezeichnet, denn auch Die dunkelbunten Farben des Steampunk aus dem Art Skript Phantastik-Verlag hat einen Preis erhalten, nämlich den für die beste Original-Anthologie. Damit bleibt das Genre Steampunk beim DPP weiter stark vertreten, und das, obwohl die Publikumsverlage es nicht mal mehr mit der Kneifzange anfassen.
Gratulation auch an Jürgen Eglseer, aus dessen Verlag Amrûn zwei weitere Preisträger stammen.
Nach den Querelen um die Phantastik-Leseinsel auf der Buchmesse Leipzig zieht der erste Verlag jetzt Konsequenzen. Wie Verlegerin Grit Richter auf der Webseite von Art Skript Phantastik schreibt, hat sie sich schweren Herzens entschlossen, der Messe im Jahr 2017 fern zu bleiben, und rechtzeitig die Notbremse zu ziehen, bevor die Kosten astronomisch werden.
Das hängt eher sekundär mit Werkzeugs zusammen, da die Halle zwei deutlich umstrukturiert werden soll, wie ich schon in meinem anderen Artikel heute erläuterte, fallen Standtypen weg und die Stände sollen auch anders aufgebaut werden, wodurch es zu Platzmangel kommen wird. Zu dem neuen Standkonzept äußerte sich auch schon Jürgen Eglseer vom Amrûn-Verlag mir gegenüber kritisch. Grit Richter stellt zudem heraus, dass es bereits in der Vergangenheit diverse Probleme mit der Messe Leipzig gab, und das für sie jetzt nur der Tropfen ist, der das Fass zum Überlaufen brachte.
Man muss einfach ganz klar sehen, dass die Kosten für so einen Präsenz auf der Messe erheblich sind, denn zu den Standgebühren kommen ja auch noch Anreise, Übernachtung und Verpflegung. Wenn ein Veranstalter sich so eindeutig auf große Anbieter einrichtet und keine passenden Konditionen für Klein- und Kleinstverlage anbietet, sondern stattdessen auch noch von »Gleichbehandlung gegenüber anderen Partnern« schwadroniert, dann beleuchtet das meiner Meinung nach deutlich, wie egal die kleinen Anbieter dem Messeveranstalter sind. Denn wäre es anders, könnten sicher Wege gefunden werden, wie man eine kulturelle Vielfalt mit auch kleinen Verlagen oder sogar Selfpublishern herstellt. Dasselbe gilt übrigens in ganz ähnlicher Form auch für die Buchmesse Frankfurt. Aber dass dort die Großen lieber unter sich bleiben möchten, und das durch völlig überzogene Standpreise garantieren, sind ebenfalls News von vorgestern. Dort bleiben ja inzwischen sogar renommierte Publikumsverlage fern, weil es sich nicht rechnet.
Ob weitere Phantastik-Anbieter mit Absagen folgen werden bleibt abzuwarten. Angesichts der Tatsache, dass die Messe zum Zeitpunkt der WerkZeugs-Absage offenbar bereits ein komplett neues Konzept inklusive geänderter Standanordnung stehen hatte, erscheint mir die ganze Geschichte ziemlich abgekartet und ich vermute nach wie vor, dass WerkZeugs ausgebootet werden sollte, eben zu Gunsten des Dienstleisters LSL.
Und dann, weil WerkZeugs öffentlich / auf FB mitteilt, 2017 nicht mehr dabei zu sein, tritt Oliver Zille beleidigt im Börsenblatt kräftig nach, mit Behauptungen, die nicht nur so nicht stimmen können – wir kennen WerkZeugs seit vielen Jahren und wissen, wie kommunikativ und kooperativ sie sind -, sondern man stellt sich auch noch derart selbstherrlich dar, dass man schon fragen muss, wohin will Herr Zille denn?
Logo Buchmesse Leipzig Copyright Leipziger Messe GmbH
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