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PERRY RHODAN und der Deutsche Phantastik-Preis 2017

Eigent­lich hat­te er es wohl nicht tun wol­len, aber nun äußerst sich Klaus N. Frick, Chef­re­dak­teur bei der erfolg­reichs­ten deut­schen Sci­ence Fic­tion-Serie PERRY RHODAN, doch noch in einem Bei­trag im Redak­ti­ons­blog zur Durch­füh­rung des Deut­schen Phan­tas­tik-Prei­ses im Jahr 2017.

Die nach­voll­zieh­ba­re Quint­essenz ist: Da hat also irgend­ei­ne intrans­pa­ren­te Jury nach gehei­men Kri­te­ri­en eine Lis­te von Publi­ka­tio­nen und Wer­ken aus­ge­sucht und trotz des erheb­li­chen Out­puts aus Rich­tung PERRY RHODAN (108 neue Publi­ka­tio­nen plus neue Auf­la­gen alter Wer­ke) hat nicht ein ein­zi­ges Werk davon einen Weg in die Vor­schlags­lis­te gefun­den.

Da kann man sich tat­säch­lich nur rat­los am Kopf krat­zen, denn auch wenn PERRY RHODAN letzt­lich nichts gewin­nen muss, ist es abso­lut nicht nach­zu­voll­zie­hen, war­um das ver­mut­lich umfang­reichs­te und umtrie­bigs­te deut­sche Fran­chise von einer soge­nann­ten Fach­ju­ry nicht ein ein­zi­ges Mal nomi­niert wur­de. Zumal es sich ja um einen Publi­kums­preis han­delt und näher am Publi­kum als das Team von PERRY RHODAN geht kaum noch.

Sie­he auch: Moment mal, DPP und Vor­schlä­ge für einen Phan­tas­tik-Preis

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Moment mal, Deutscher Phantastik Preis …

In die­sem Jahr ist alles irgend­wie anders bei der Ver­lei­hung des Deut­schen Phan­tas­tik Prei­ses. Und in mei­nen Augen nicht unbe­dingt bes­ser.

Der ers­te Punkt: Um mit­stim­men oder vor­schla­gen zu kön­nen, soll ich zwin­gend mei­nen Vor- und Nach­na­men ange­ben. Und das gegen­über irgend­ei­nem Event­ver­an­stal­ter und ohne dass ich über eine offen­sicht­lich und direkt ver­link­te Daten­schutz­er­klä­rung erken­nen kann, was mit den gesam­mel­ten Daten (Email-Adres­se, Name, Vor­na­me) geschieht. Mei­ner Ansicht nach ver­stößt das gegen §13 VI des Tele­me­di­en­ge­set­zes:

(6) Der Diens­te­an­bie­ter hat die Nut­zung von Tele­me­di­en und ihre Bezah­lung anonym oder unter Pseud­onym zu ermög­li­chen, soweit dies tech­nisch mög­lich und zumut­bar ist. Der Nut­zer ist über die­se Mög­lich­keit zu infor­mie­ren.

Wie wir in den ver­gan­ge­nen Jah­ren gese­hen haben, wäre es tech­nisch völ­lig pro­blem­los mög­lich, das anonym und nur mit Nut­zung einer Email­adres­se und zuge­sand­tem Hash­code durch­zu­füh­ren (das hat­te auch den Charme, dass man mit­tels des Codes nicht alles auf ein­mal abstim­men muss­te, son­dern Stim­men für Kate­go­rien auch noch spä­ter abge­ben konn­te). Unklar ist zudem, ob die gesam­mel­ten Daten mit der IP-Adres­se zusam­men­ge­führt wer­den, um Betrug zu ver­hin­dern. Das wäre aber nach einem Urteil des EuGH nur mit ein­deu­ti­ger und akti­ver Zustim­mung des Betrof­fe­nen erlaubt

»Aber wir sind doch alle nur Fans!« höre ich schon als Ent­kräf­tung. Das mag sein, aber der Sei­ten­an­bie­ter ist offen­sicht­lich eine Fir­ma. Und die unter­liegt nun mal gel­ten­dem Recht.

Und dann das Ver­fah­ren:

Eine nicht näher bestimm­te Jury aus Blog­gern und irgend­wel­chen »Fach­leu­ten« (den Aus­sa­gen der Aus­rich­ter nach ca. 3000 Per­so­nen) ist ange­mailt wor­den und hat­te eine Woche Zeit, eine Vor­schlags­lis­te zusam­men­zu­stel­len. Die ist jetzt schon auf der Sei­te online. Man kann aller­dings trotz die­ser bereits vor­han­de­nen Lis­te noch neue Vor­schlä­ge machen.

Dass die bereits sicht­ba­re, sug­ges­ti­ve Lis­te gegen­über den Neu­vor­schlä­gen völ­lig unfair ist, dar­auf kam offen­bar kei­ner. Denn die bereits vor­han­de­nen Ein­trä­ge bekom­men bereits jetzt Stim­men und Sicht­bar­keit, die Neu­vor­schlä­ge sind aber bis Mit­te April unsicht­bar.

Intrans­pa­rent ist zudem, was jetzt pas­siert. Wie ent­schei­det wer nach die­ser Vor­schlags­zeit was mit der bereits vor­han­de­nen Jury­lis­te und den Neu­vor­schlä­gen pas­siert, bzw. was nach wel­chen Kri­te­ri­en und mit wel­cher Gewich­tung auf die Short­list kommt?

In mei­nen Augen ist die Durch­füh­rung sehr unglück­lich.

Mei­ner Ansicht nach wäre der ein­zig gang­ba­re Weg gewe­sen:

  1. Vor­schlä­ge nach Kate­go­rie sam­meln
  2. Vor­schlä­ge quan­ti­ta­tiv aus­wer­ten
  3. Short­list erstel­len und abstim­men las­sen

Die Autoren und Ver­la­ge hät­ten sich ohne­hin wie in jedem Jahr selbst vor­ge­schla­gen. [Edit:] Ja, und eben­falls wie in jedem Jahr hät­ten die­je­ni­gen die Prei­se bekom­men, die die meis­ten Fans akti­vie­ren kön­nen.

p.s.: Wie die Rück­mel­dun­gen zei­gen, ist die Benut­zer­füh­rung des For­mu­lars auch nicht son­der­lich gelun­gen, zahl­rei­che Nut­zer kla­gen, dass sie es nicht absen­den kön­nen. Das liegt dar­an, dass man bei Ein­trag eines eige­nen Vor­schlags gleich­zei­tig auch noch »kei­ne Stim­me abge­ben« anha­ken muss …

[Update: 19:30 Uhr] Wenn man ein wenig klickt fin­det man eine Daten­schutz­er­klä­rung (die muss aber nach Ansicht von Rechts­exper­ten von jeder Sei­te direkt zugreif­bar sein). In der steht:

Per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten wer­den von dem Anbie­ter nur dann erho­ben, genutzt und wei­ter gege­ben, wenn dies gesetz­lich erlaubt ist oder die Nut­zer in die Daten­er­he­bung ein­wil­li­gen.

Aller­dings wird im For­mu­lar die­se Ein­wil­li­gung nicht erho­ben. Zur gesetz­li­chen Erlaub­nis: Sie­he oben.

[Update 08.03.2017:] Arti­kel auf Meta-Punk

[Update 09.03.2017:] Mei­ne Gedan­ken, wie man so einen Publi­kums­preis durch­füh­ren könn­te.

[Update 09.03.17:] Tho­mas Mich­alskis Gedan­ken zum The­ma befas­sen sich eben­falls mit unfai­rer Vor­auswahl.

(Man könn­te jetzt auch noch dar­über dis­ku­tie­ren, ob eine Dotie­rung des Prei­ses wirk­lich nötig ist, aber das ist ein ande­res The­ma)

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125 Jahre Tolkien: Die Tübinger MYRA-Tage

Ich erhielt fol­gen­de Pres­se­mit­tei­lung:

2017 – 35 Jah­re MYRA – 60 Jah­re Tol­ki­en auf Deutsch – 80 Jah­re »The Hob­bit« – 125.Geburtstag Tol­ki­ens – mehr als nur ein Grund zum Fei­ern.

Wie alle fünf Jah­re seit 1987- ver­an­stal­tet der bun­des­wei­te Tübin­ger Ver­ein der Freun­de Myras VFM e.V. auch 2017 zusam­men mit ande­ren Insti­tu­tio­nen, Grup­pen und Ver­ei­nen (in der Ver­gan­gen­heit etwa dem Deutsch – Ame­ri­ka­ni­schen Insti­tut DAI, dem Ers­ten Deut­schen Fan­ta­sy-Club EDCF eV, den Inklings e.V., der Stadt­bü­che­rei Tübin­gen, der Gil­de der Fan­ta­sy-Rol­len­spie­ler GFR eV) statt einem nor­ma­len jähr­li­chen MYRA-Tref­fen die Tübin­ger MYRA-Tage, eine gan­ze Woche Mär­chen – Mit­tel­al­ter – Fan­ta­sy. Alles drei sind The­men mit denen sich Pro­fes­sor J.R.R. Tol­ki­en beschäf­tigt hat, des­sen auch die­ses Jahr wie­der als »Tübin­ger Tol­ki­en Tage« gedacht wird – ange­sichts von 80 Jah­ren Tol­ki­en auf Eng­lisch, 60 Jah­ren Tol­ki­en auf Deutsch und 35 Jah­ren Pro­jekt Myra, einem Kon­zept gemein­sam eine ein­zi­ge Welt der Fan­ta­sy zu erschaf­fen, das ohne Tol­ki­en nicht denk­bar gewe­sen wäre.

Wie­der wer­den wir ver­su­chen, mit allen Tübin­ger (auch Thea­ter-) Grup­pen, Ver­ei­nen und auch inter­es­sier­ten Fir­men (Buch- und Spie­le-Hand­lun­gen, Spon­so­ren ein­zel­ner Events) vom 04. bis 10. Sep­tem­ber 2017 gemein­sam alles auf­zu­bie­ten, was in Tübin­gen rund um Mär­chen, Mit­tel­al­ter und Fan­ta­sy gebo­ten wird.

Wie­der wird es gemein­sam mit Tol​ki​e​nOn​line​.de das größ­te deut­sche Jubi­lä­ums-Event und dazu vie­le Autoren­le­sun­gen, Work­shops und Vor­trä­ge geben, wie­der sind Fil­ker und Live­r­ol­len­spiel-Bar­den ein­ge­la­den, uns und ein­an­der zu unter­hal­ten, wie­der wird auch der Spiel­spaß im Tol­ki­en-Brett­spiel, Fan­ta­sy-Kar­ten­spiel und Fan­ta­sy-Rol­len­spiel nicht zu kurz kom­men. Auch MMO-Fans wie Spie­ler der MYRA-Gil­de von »Game of Thro­nes Ascent« und »Runes of Magic« (RoM) wer­den auf ihre Kos­ten kom­men. Füh­run­gen soll es auch wie­der im mit­tel­al­ter­li­chen Klos­ter Beben­hau­sen geben (kos­ten­los für mit­tel­al­ter­lich oder mär­chen­haft kos­tü­mier­te).

Das Event bei Face­book

Mehr seit 2017 auch wie­der auf einer eige­nen Web­sei­te

Soso, LSL »launcht« also einen Fantasy-Bereich auf der Buchmesse Leipzig?

Mei­ne Güte, pein­li­cher gehts nim­mer. Der Buch­re­port berich­tet: LSL, offen­bar der neue Lieb­lings­dienst­leis­ter der Mes­se Leip­zig, der man immer mehr Auf­ga­ben zuschus­tert, die frü­her ande­re wahr­ge­nom­men haben (erst die Mes­se­buch­hand­lung, jetzt der Fan­ta­sy-Bereich), »launcht« also etwas, das es schon jah­re­lang gibt, näm­lich eben die­sen Fan­ta­sy-Bereich. Dass die sich ernst­haft trau­en, das so zu for­mu­lie­ren lässt mich nach all den Que­re­len dar­um sprach­los zurück, und ich bin nun wirk­lich eine Men­ge in Sachen Mar­ke­ting-Geschwur­bel gewöhnt. Noch nicht mal die Arbeit auf der Fan­ta­sy-Lese­insel machen sie selbst, die macht – nach dem Raus­drän­geln von Werk­Zeugs – PAN für sie.

Und dann steht da tat­säch­lich:

Das Gen­re­por­tal Werk­Zeugs, das fast 10 Jah­re lang die Fan­ta­sy-Lese­insel betreut, sich als Anlauf­punkt für Autoren eta­bliert und auch den Ver­kauf von Büchern und Mer­chan­di­se-Arti­keln durch­ge­führt hat­te, sag­te anläss­lich einer deut­lich gestie­ge­nen Stand­mie­te die Mes­se­teil­nah­me ab. Die Mes­se­di­rek­ti­on küm­mer­te sich umge­hend um eine Alter­na­ti­ve für den Mes­se­ver­kauf und enga­gier­te LSL.

Aller­dings wur­de bereits ver­mu­tet, dass es tat­säch­lich so war, dass man Werk­Zeugs sei­tens der Mes­se­ver­an­stal­ter die dra­ma­tisch erhöh­ten Stand­prei­se prä­sen­tier­te, mit dem bereits vor­her gefass­ten Plan, dass die dar­auf­hin absa­gen, und man das Gan­ze LSL zuschus­tern konn­te.

Wei­ter kann man lesen:

Nach eini­gem Hin und Her ist die Leip­zi­ger Buch­mes­se der gemein­sa­men Frak­ti­on von Werk­Zeugs und dem Phan­tas­tik-Autoren-Netz­werk (PAN) inso­fern ent­ge­gen­ge­kom­men, dass PAN eine Flä­che für die Com­mu­ni­ty-Ver­net­zung zur Ver­fü­gung gestellt wird.

Ver­schwie­gen wird dabei aller­dings, dass es zuvor der­art mas­si­ve Pro­tes­te von Ver­la­gen und auch nam­haf­ten Autoren aus dem Gen­re-Bereich Deut­sche Phan­tas­tik gege­ben hat­te, dass sich die Mes­se­ver­an­stal­ter offen­sicht­lich zum Ein­len­ken genö­tigt sahen, da sie sonst Gefahr gelau­fen wären, dass nam­haf­te Prot­ago­nis­ten aus dem Bereich der Ver­an­stal­tung fern geblie­ben wären – und damit eben auch die zuge­hö­ri­gen Besu­cher.

Aber Haupt­sa­che, eine voll­mun­di­ge Pres­se­mit­tei­lung abge­son­dert …

[Edit 16:50 Uhr:] Ich wur­de dar­auf hin­ge­wie­sen, dass sich PAN um die Autoren­lounge küm­mert, nicht um die Lese­insel. Was die Sach­la­ge aller­dings nur mini­mal ver­än­dert.

Bild »Face­palm« von Alex E. Pro­imos, aus der Wiki­pe­dia, CC BY

BAFTA Film Awards 2017: Die Nominierten

Die BAFTA Film Awards 2017 (BAFTA = Bri­tish Aca­de­my of Film and Tele­vi­si­on Arts) ste­hen vor der Tür und erneut wird der bri­ti­sche Come­di­an Ste­phen Fry die Ver­lei­hung mode­rie­ren, die am 12. Febru­ar in der Roy­al Albert Hall statt­fin­den wird. Die gera­de ver­lie­he­nen Glo­bes waren ja lei­der extrem Gen­re-arm, das könn­te bei den Film-BAF­TAs etwas anders aus­se­hen, zumin­dest ist es in der Nomi­nier­ten­lis­te gut ver­tre­ten.

Der SF-Strei­fen ARRIVAL bei­spiels­wei­se ist gleich hau­fen­wei­se nomi­niert, auch FANTASTIC BEASTS wird ein paar Mal genannt.

BEST FILM

ARRIVAL Dan Levi­ne, Shawn Levy, David Lin­de, Aaron Ryder
I, DANIEL BLAKE Rebec­ca O’Brien
LA LA LAND Fred Ber­ger, Jor­dan Horo­witz, Marc Platt
MANCHESTER BY THE SEA Lau­ren Beck, Matt Damon, Chris Moo­re, Kim­ber­ly Steward,?Kevin J. Walsh
MOONLIGHT Dede Gard­ner, Jere­my Klei­ner, Ade­le Roman­ski

OUTSTANDING BRITISH FILM

AMERICAN HONEY Andrea Arnold, Lars Knud­sen, Pou­ya Shah­ba­zi­an, Jay Van Hoy
DENIAL Mick Jack­son, Gary Fos­ter, Russ Krasn­off, David Hare
FANTASTIC BEASTS AND WHERE TO FIND THEM David Yates, J.K. Row­ling, David Heyman, Ste­ve Kloves, Lio­nel Wigram
I, DANIEL BLAKE Ken Loach, Rebec­ca O’Brien, Paul Laver­ty
NOTES ON BLINDNESS Peter Midd­le­ton, James Spin­ney, Mike Brett, Jo-Jo Elli­son, Ste­ve Jamison
UNDER THE SHADOW Babak Anva­ri, Emi­ly Leo, Oli­ver Ros­kill, Lucan Toh

OUTSTANDING DEBUT BY A BRITISH WRITER, DIRECTOR OR PRODUCER 

The Girl With All the Gifts: MIKE CAREY (Wri­ter), CAMILLE GATIN (Pro­du­cer)
The Hard Stop: GEORGE AMPONSAH (Writer/​Director/​Producer), DIONNE WALKER (Writer/​Producer)
Notes on Blind­ness: PETER MIDDLETON (Writer/​Director/​Producer), JAMES SPINNEY (Writer/​Director), JO-JO ELLISON (Pro­du­cer)
The Pass: JOHN DONNELLY (Wri­ter), BEN A. WILLIAMS (Direc­tor)
Under the Shadow: BABAK ANVARI (Writer/​Director), EMILY LEO, OLIVER ROSKILL, LUCAN TOH (Pro­du­cers)

FILM NOT IN THE ENGLISH LANGUAGE

DHEEPAN Jac­ques Audi­ard, Pas­cal Cau­cheteux
JULIETA Pedro Almo­dó­var
MUSTANG Deniz Gam­ze Ergü­ven, Charles Gil­li­bert
SON OF SAUL László Nemes, Gábor Sipos
TONI ERDMANN Maren Ade, Jani­ne Jac­kow­ski

DOCUMENTARY

13th Ava DuVer­nay
THE BEATLES: EIGHT DAYS A WEEK- THE TOURING YEARS Ron Howard
THE EAGLE HUNTRESS Otto Bell, Stacey Reiss
NOTES ON BLINDNESS Peter Midd­le­ton, James Spin­ney
WEINER Josh Krieg­man, Ely­se Stein­berg

ANIMATED FILM

FINDING DORY Andrew Stan­ton
KUBO AND THE TWO STRINGS Tra­vis Knight
MOANA Ron Cle­ments, John Mus­ker
ZOOTROPOLIS Byron Howard, Rich Moo­re

DIRECTOR

ARRIVAL Denis Ville­neuve
I, DANIEL BLAKE Ken Loach
LA LA LAND Dami­en Cha­zel­le
MANCHESTER BY THE SEA Ken­neth Lon­er­gan
NOCTURNAL ANIMALS Tom Ford

ORIGINAL SCREENPLAY

HELL OR HIGH WATER Tay­lor Sher­i­dan
I, DANIEL BLAKE Paul Laver­ty
LA LA LAND Dami­en Cha­zel­le
MANCHESTER BY THE SEA Ken­neth Lon­er­gan
MOONLIGHT Bar­ry Jenk­ins

ADAPTED SCREENPLAY

ARRIVAL Eric Heis­se­rer
HACKSAW RIDGE Robert Schenk­kan, Andrew Knight
HIDDEN FIGURES Theo­do­re Mel­fi, Alli­son Schroe­der
LION Luke Davies
NOCTURNAL ANIMALS Tom Ford

LEADING ACTOR

ANDREW GARFIELD Hack­saw Ridge
CASEY AFFLECK Man­ches­ter by the Sea
JAKE GYLLENHAAL Noc­turnal Ani­mals
RYAN GOSLING La La Land
VIGGO MORTENSEN Cap­tain Fan­ta­stic

LEADING ACTRESS

AMY ADAMS Arri­val
EMILY BLUNT The Girl on the Train
EMMA STONE La La Land
MERYL STREEP Flo­rence Fos­ter Jenk­ins
NATALIE PORTMAN Jackie

SUPPORTING ACTOR

AARON TAYLOR-JOHNSON Noc­turnal Ani­mals
DEV PATEL Lion
HUGH GRANT Flo­rence Fos­ter Jenk­ins
JEFF BRIDGES Hell or High Water
MAHERSHALA ALI Moon­light

SUPPORTING ACTRESS

HAYLEY SQUIRES I, Dani­el Bla­ke
MICHELLE WILLIAMS Man­ches­ter by the Sea
NAOMIE HARRIS Moon­light
NICOLE KIDMAN Lion
VIOLA DAVIS Fen­ces

ORIGINAL MUSIC  ARRIVAL Jóhann Jóhanns­son
JACKIE Mica Levi
LA LA LAND Jus­tin Hur­witz
LION Dus­tin O’Halloran, Haus­ch­ka
NOCTURNAL ANIMALS Abel Kor­ze­niow­ski

CINEMATOGRAPHY ARRIVAL Brad­ford Young
HELL OR HIGH WATER Giles Nutt­gens
LA LA LAND Linus Sand­gren
LION Greig Fraser
NOCTURNAL ANIMALS Sea­mus McGar­vey

EDITING ARRIVAL Joe Wal­ker
HACKSAW RIDGE John Gil­bert
LA LA LAND Tom Cross
MANCHESTER BY THE SEA Jen­ni­fer Lame
NOCTURNAL ANIMALS Joan Sobel

PRODUCTION DESIGN

DOCTOR STRANGE John Bush, Charles Wood
FANTASTIC BEASTS AND WHERE TO FIND THEM Stuart Craig, Anna Pin­nock
HAIL, CAESAR! Jess Gon­chor, Nan­cy Haigh
LA LA LAND San­dy Rey­nolds-Was­co, David Was­co
NOCTURNAL ANIMALS Shane Valen­ti­no, Meg Everist

COSTUME DESIGN

ALLIED Joan­na John­s­ton
FANTASTIC BEASTS AND WHERE TO FIND THEM Col­leen Atwood
FLORENCE FOSTER JENKINS Con­so­la­ta Boyle
JACKIE Made­line Fon­taine
LA LA LAND Mary Zoph­res

MAKE UP & HAIR

DOCTOR STRANGE Jere­my Wood­head
FLORENCE FOSTER JENKINS J. Roy Hel­land, Dani­el Phil­lips
HACKSAW RIDGE Shane Tho­mas
NOCTURNAL ANIMALS Donald Mowat, Yolan­da Tous­si­eng
ROGUE ONE: A STAR WARS STORY Nomi­nees tbc

SOUND

ARRIVAL Clau­de La Haye, Ber­nard Garié­py Strobl, Syl­vain Bel­le­ma­re
DEEPWATER HORIZON Mike Prest­wood Smith, Dror Moh­ar, Wylie State­man, David Wyman
FANTASTIC BEASTS AND WHERE TO FIND THEM Niv Adi­ri, Glenn Free­mant­le, Simon Hayes, Andy Nel­son, Ian Tapp
HACKSAW RIDGE Peter Grace, Robert Macken­zie, Kevin O’Connell, Andy Wright
LA LA LAND Mild­red Iatrou Mor­gan, Ai-Ling Lee, Ste­ve A. Mor­row, Andy Nel­son

SPECIAL VISUAL EFFECTS

ARRIVAL Lou­is Mor­in
DOCTOR STRANGE Richard Bluff, Ste­pha­ne Ceret­ti, Paul Cor­bould, Jona­than Faw­k­ner
FANTASTIC BEASTS AND WHERE TO FIND THEM Tim Bur­ke, Pablo Gril­lo, Chris­ti­an Manz, David Wat­kins
THE JUNGLE BOOK Robert Lega­to, Dan Lem­mon, Andrew R. Jones, Adam Val­dez
ROGUE ONE: A STAR WARS STORY Neil Cor­bould, Hal Hickel, Mohen Leo, John Knoll, Nigel Sum­ner

BRITISH SHORT ANIMATION 

THE ALAN DIMENSION Jac Clinch, Jona­than Har­bot­t­le, Mil­lie Marsh
A LOVE STORY Kha­led Gad, Anush­ka Kisha­ni Naa­nay­ak­ka­ra, Ele­na Rus­com­be-King
TOUGH Jen­ni­fer Zheng

BRITISH SHORT FILM 

CONSUMED Richard John Sey­mour
HOME Shpat Deda, Afo­la­bi Kuti, Dani­el Mul­loy, Scott O’Donnell
MOUTH OF HELL Bart Gavi­gan, Samir Meha­no­vic, Ailie Smith, Micha­el Wil­son
THE PARTY Farah Abushwe­sha, Emmet Fle­ming, Andrea Har­kin, Conor MacN­eill
STANDBY Char­lot­te Regan, Jack Han­non

THE EE RISING STAR AWARD (voted for by the public)

TOM HOLLAND
RUTH NEGGA
LUCAS HEDGES
LAIA COSTA
ANYA TAYLOR-JOY

Quel­le: Dead­line

Bild BAFTA-Mask von EG Focus/​César, aus der Wiki­pe­dia, CC BY-SA

Keine Berichterstattung von dem komischen Con in Dortmund

komischercon

Wie der ein oder ande­re viel­leicht weiß, fin­det Anfang Dezem­ber ein »Con« in Dort­mund statt, bei dem es vor­geb­lich um Comics geht. Nach­dem ich im letz­ten Jahr ver­hin­dert war, und Anja geschickt hat­te, stel­le sich her­aus, dass in Sachen Orga­ni­sa­ti­on noch deut­lich Luft nach oben war. Auch mei­ne Kon­tak­te zum PR-Ver­ant­wort­li­chen waren im letz­ten Jahr … eher ulkig. In die­sem Jahr woll­te ich mir das Spek­ta­kel dann mal per­sön­lich anse­hen.

Zumin­dest gab es schon mal eine neue Pres­se­agen­tur, die schick­te mir im Juni auch eine Mit­tei­lung per Mail, ich möge mich doch in den neu­en Pres­se­ver­ertei­ler ein­tra­gen. Nach­dem ich die­se Email im Stun­den­ab­stand acht mal bekom­men hat­te, bat ich um Ein­tra­gung in den Pres­se­ver­tei­ler, wies dar­auf hin, dass ich gern eine Akkre­di­tie­rung hät­te, und schrieb, dass die Mail jetzt acht mal gekom­men sei, und das wirk­lich rei­che.

Als Ant­wort erhielt ich die Aus­sa­ge, dass man die Akkre­di­tie­run­gen erst spä­ter prü­fen wer­de, hier­bei wür­den Medi­en bevor­zugt, die eine Vor­be­richt­erstat­tung durch­füh­ren. Na denn, dach­te ich, die wer­den mich sicher mit Infor­ma­tio­nen für eine sol­che Vor­be­richt­erstat­tung ver­sor­gen.

Von wegen.

Irgend­wann in der letz­ten Woche wur­de ich dann infor­miert, dass man Phan­ta­News auf­grund von »Kapa­zi­täts­grün­den« nicht berück­sich­ti­gen kön­ne. Das fand ich merk­wür­dig, immer­hin ist Phan­ta­News eine der meist­ge­le­se­nen nicht­kom­mer­zi­el­len Web­sei­ten zum The­ma Phan­tas­tik in Deutsch­land, und wird sogar von Ver­an­stal­tun­gen wie der Games­Com oder Anbie­tern wie Lucas­Film pro­blem­los akkre­di­tiert. Auf mei­ne Rück­fra­ge »war­um?«, kam als Ant­wort der Pres­se­agen­tur nur »das macht der Ver­an­stal­ter, da haben wir kei­nen Ein­fluss drauf«. Ich fra­ge mich, war­um es dann eine Pres­se­agen­tur gibt, wenn die nicht für die Pres­se ver­ant­wort­lich ist? Nur um Pres­se­mit­tei­lun­gen zu ver­schi­cken (dazu wei­ter unten mehr)?
Man habe sich aber mei­ne Sei­te ange­se­hen, fän­de die »schön und pas­send«, und wol­le noch­mal mit dem Ver­an­stal­ter spre­chen, wenn ich möch­te (heißt im Klar­text: Man hat­te Phan­ta­News abge­lehnt, ohne auch nur mal einen Blick auf die Sei­te zu wer­fen, oder das Ran­king zu prü­fen). Auf mei­nen Hin­weis, dass ich über­haupt kei­ne Vor­be­richt­erstat­tung durch­füh­ren konn­te, weil ich über den Mail­ver­tei­ler noch kei­ne ein­zi­ge PR-Mail mit Infor­ma­tio­nen erhal­ten hat­te, kam als Ant­wort (und ich mache kei­ne Wit­ze): das läge dar­an, dass dar­über auch noch gar kei­ne Pres­se­infos zum Con in Dort­mund ver­schickt wor­den sei­en. Das ver­schlug mir dann doch die Spra­che.

Inzwi­schen hat­te ich den Ver­an­stal­ter aller­dings schon selbst ange­spro­chen, näm­lich auf der Face­book­sei­te der komi­schen Con. Die Ant­wort die ich dort bekam, hau­te mich ein wei­te­res Mal aus den Socken: Man sei »nur das Face­book-Team« und kön­ne mit dem Ver­an­stal­ter nicht kom­mu­ni­zie­ren. Ernst­haft. Da muss man sich fra­gen, war­um die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mög­lich­keit »Sozia­le Medi­en« ange­bo­ten wird, wenn man dar­über gar nicht sinn­voll kom­mu­ni­zie­ren möch­te. Mir wur­de sogar »Unpro­fes­sio­na­li­tät« unter­stellt, weil ich es doch tat­säch­lich gewagt hat­te, sie über die von ihnen selbst ange­bo­te­ne Mög­lich­keit »Face­book-Nach­richt« anzu­spre­chen, und kei­ne Emails schick­te. Offen­bar -Bewoh­ner, die nicht ver­stan­den haben, was Sozia­le Medi­en sind – näm­lich eine Kom­mu­ni­ka­ti­on in bei­de Rich­tun­gen und nicht nur ein Wer­be­drop.

Ich hab die Faxen jetzt dicke und mich aus dem Pres­se­ver­tei­ler aus­tra­gen las­sen (dar­über erhal­te ich ja ohne­hin kei­ne sinn­vol­len Infor­ma­tio­nen), dar­auf kam die augen­schein­lich ein­ge­schnapp­te Rück­mel­dung »dann brau­che man ja auch nicht mehr mit dem Ver­an­stal­ter spre­chen«. Nein, braucht man nicht, dan­ke.
Ich wer­de nicht kos­ten­los für eine Ver­an­stal­tung Arbeit auf­wen­den, sowie Wer­bung machen und wert­vol­le Back­links spen­die­ren, deren Betrei­ber sich der­art unpro­fes­sio­nell ver­hal­ten – und das alles ja offen­sicht­lich ohne­hin nicht wol­len. Dann sol­len sie aber bit­te auch sagen »wir wol­len Dein komi­sches Blog nicht, Du Lap­pen«, statt irgend­was über »Kapa­zi­täts­grün­de« zu schwa­dro­nie­ren, ohne sich mei­ne Sei­te und deren Ran­king über­haupt mal ange­se­hen zu haben. Das Ziel­grup­pen­tar­ge­ting ist hier logi­scher­wei­se um Län­gen bes­ser, als bei­spiels­wei­se via brief­mar­ken­gro­ße Arti­kel in irgend­wel­chen Tot­holz­blät­tern. Oder die sich expli­zit »Vor­be­richt­erstat­tung« wün­schen, aber kei­ner­lei Infor­ma­tio­nen für eine sol­che zur Ver­fü­gung stel­len.

Ich kann ihnen aber gern Spe­zia­lis­ten für Social Media-Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­mit­teln.

[Update:] Aus Gesprä­chen auf den sozia­len Medi­en, getrig­gert durch die­sen Arti­kel, kris­tal­li­siert sich so lang­sam her­aus, dass nicht­kom­mer­zi­el­le oder Fan­sei­ten offen­bar grund­sätz­lich kei­ne Pres­se­ak­kre­di­tie­rung erhal­ten. Ange­sichts der geän­der­ten Medi­en­land­schaft im Web ein Ver­hal­ten aus vor­gest­ri­gen Tagen …

[Update:] Auf Rück­fra­ge wur­de beteu­ert, dass »jede Men­ge« Blogs akkre­di­tiert wur­den. Auf mei­ne wei­ter­füh­ren­de Fra­ge »nach wel­chen Kri­te­ri­en?« ant­wor­te­te man nur »aus Kapa­zi­täts­grün­den kann nicht jeder akkre­di­tiert wer­den« – die Aus­re­de kann­te ich aller­dings bereits. Inter­es­sant dar­an fin­de ich, wie man mei­nen Fra­gen offen­sicht­lich aus­weicht und kei­ne Ant­wor­ten geben möch­te. Möge sich jeder sei­ne eige­nen Gedan­ken dazu machen … Ich gehe davon aus, dass das Aus­wahl­prin­zip genau­so chao­tisch ist, wie der oben beschrie­be­ne Rest des Ver­hal­tens der Ver­an­stal­ter, denn es ist mir uner­klär­lich, war­um Phan­ta­News im ver­gan­ge­nen Jahr akkre­di­tiert wur­de, und in die­sem nicht. Mög­li­cher­wei­se, weil die Bericht­erstat­tung in 2015 durch­aus kri­tisch war, und man kon­struk­ti­ve Kri­tik nicht mag.

Neues zur Phantastika in Oberhausen

Logo Phantastika

Ich hat­te bereits über die neue Ver­an­stal­tung »Phan­tas­tika« berich­tet, die erst­mals am 2. und 3. Sep­tem­ber 2017 in Ober­hau­sen statt­fin­den soll.

Jetzt ist auch eine Web­site online, und was ich da lese, erfreut mich doch sehr. Denn anders als auf ande­ren ver­gleich­ba­ren Ver­an­stal­tun­gen im deutsch­spra­chi­gen Raum beschränkt man sich eben nicht auf Bücher, son­dern bie­tet auch ande­ren phan­tas­ti­schen Medi­en und ange­schlos­se­nen Gebie­ten eine Büh­ne. Bei­spiels­wei­se deut­sche und inter­na­tio­na­le Fil­me und Fern­seh­se­ri­en, das fin­det man anders­wo auch bereits, sel­te­ner schon sind die The­men Hör­bü­cher oder gar Musik. Beson­ders freut mich aber, dass hier auch zum einen Spie­le einen Platz fin­den, und das sowohl ana­log als auch digi­tal; zum ande­ren aber auch ein Blick auf moder­ne und ent­ste­hen­de Tech­no­lo­gien gewor­fen wer­den soll, die uns zum Teil viel­leicht noch wie SF erschei­nen, aber tat­säch­lich bereits Rea­li­tät sind. Einen sol­chen vor­wärts­ge­rich­te­ten Blick aufs Gen­re und ver­wand­te Gebie­te fin­de ich äußerst anspre­chend und er war mei­ner Ansicht nach auf ent­spre­chen­den Ver­an­stal­tun­gen auch drin­gend über­fäl­lig.

Da ich eine sol­che medi­en­über­grei­fen­de Mischung ja auch hier auf Phan­ta­News pfle­ge, bin ich über die Kon­zep­te hoch­er­freut.

Bekannt gege­ben wur­de jetzt auch, dass der Deut­sche Phan­tas­tik-Preis im Rah­men einer zwei­stün­di­gen Gala ver­lie­hen wer­den wird (ich wür­de mal ver­mu­ten am Sams­tag­abend). Und abschlie­ßend wies man heu­te dar­auf hin, dass Mul­ti­ta­lent Tom­my Krapp­weis wäh­rend der gesam­ten Phan­tas­tika durch das Pro­gramm füh­ren wird.

Ich freue mich drauf!

Logo Phan­tas­tika Copy­right Ver­lag in Far­be und bunt

Neue Veranstaltung in Oberhausen: PHANTASTIKA

Logo Phantastika

Mike Hil­len­brand, bekannt durch Sprach­er­ken­nung, Mode­ra­tio­nen zur DPP-Ver­lei­hung und natür­lich den Ver­lag in Fabe und Bunt, sowie das Maga­zin CORONA, bringt etwas neu­es in Sachen Phan­tas­tik an den Start: Am 2. und 3. Sep­tem­ber 2017 soll in Ober­hau­sen die ers­te PHANTASTIKA statt­fin­den, eine Ver­an­stal­tung rund um das The­ma Phan­tas­tik, wie es der Name ja bereits sug­ge­riert. Mike schreibt dazu auf Face­book:

Am 2. + 3. Sep­tem­ber 2017 ver­an­stal­ten wir im Con­gress Cen­trum Ober­hau­sen die »PHANTASTIKA«. Sie wird kei­ne Mes­se im eigent­li­chen Sin­ne sein, wird auch kei­ne Con UND kein Con, son­dern ein Fes­ti­val für die gan­ze Fami­lie.
Wer mir in mei­nem Vor­trag heu­te vor einer Woche auf den »Space Days« in Darm­stadt zuhör­te, weiß, wie die Visi­on eines erstark­ten Mar­ken­be­griffs der Phan­tas­tik mich bewegt und antreibt. Phan­tas­tik ist inzwi­schen in so vie­len krea­ti­ven Pro­duk­ten, den­noch glän­zen nur die Fran­chi­ses, der Kern­be­griff ist vie­ler­orts in der Wahr­neh­mung, der Kal­ku­la­ti­on, der Pla­nung ent­spre­chen­der Pro­duk­te noch größ­ten­teils nega­tiv besetzt.
Die »PHANTASTIKA« soll dem ent­ge­gen­ste­hen. Schwer­punkt­mä­ßig mit geschrie­be­ner Lite­ra­tur, aber auch mit Hör­me­di­en, Film­me­di­en, Spie­len und Tech­nik. Phan­tas­tik hat die größ­ten Wis­sen­schaft­ler heu­te inspi­riert, hat Archi­tek­ten einst träu­men las­sen und die klügs­ten Köp­fe beschäf­tigt. Aber sie soll natür­lich auch Spaß machen.
Und da unser Mot­to seit jeher »Hey, wir haben Spaß!« ist, hat die Pla­nung zwar gedau­ert, aber Anfang Sep­tem­ber des kom­men­den Jah­res ist es soweit.
Sowohl für die Spa­ce­days, den Bu‑, Colo­nia- und Dort.Con etc., aber auch für die gan­zen Comic- und Media­Con­ven­ti­ons soll die PHANTASTIKA kei­ne Kon­kur­renz sein. Wir haben ein ganz ande­res Kon­zept im Sinn, das wir in den kom­men­den Tagen auf den ent­spre­chen­den Face­book-Sei­ten ent­spre­chend vor­stel­len wer­den.
Jeder, der mich kennt, weiß, wie sehr ich krea­ti­ve, hilfs­be­rei­te und homo­ge­ne Fan­grup­pen ver­eh­re. Ich hof­fe sehr, dass wir mit die­sem Ter­min nie­man­den Kon­kur­renz machen (wir haben sehr genau gesucht) und Ihr alle uns bei dem dicken Bro­cken, den wir uns vor­ge­nom­men haben, wohl­ge­son­nen sein wer­det.

Wenn wei­te­re Details bekannt wer­den, berich­te ich natür­lich dar­über. Man darf gespannt sein, wie das Kon­zept für die Ver­an­stal­tung aus­sieht. Es wur­de bereits ruch­bar, dass die Ver­lei­hung des Deut­schen Phan­tas­tik-Prei­ses im nächs­ten Jahr nicht auf dem BuCon, son­dern auf der Phan­tas­tika statt­fin­den soll.

Logo Phan­tas­tika von Anja Riehl

Gewinner des Deutschen Phantastik-Preises 2016

Cover Steampanoptikum

Am ver­gan­ge­nen Sams­tag wur­de wie in jedem Jahr im Rah­men des Buch­mes­se Con­vent der Deut­sche Phan­tas­tik-Preis ver­lie­hen. Beson­ders gefreut hat mich dabei der ers­te Platz für das bes­te Sekun­där­werk an Cla­ra Lina Wirz und Alex Jahn­ke für DAS GROSSE STEAMPANOPTIKUM (erschie­nen bei der Edi­ti­on Roter Dra­che), denn da sind auch zwei von mir gestal­te­te Dop­pel­sei­ten drin. :) Und erneut wur­den zwei Wer­ke aus dem bereich Steam­punk aus­ge­zeich­net, denn auch Die dun­kel­bun­ten Far­ben des Steam­punk aus dem Art Skript Phan­tas­tik-Ver­lag hat einen Preis erhal­ten, näm­lich den für die bes­te Ori­gi­nal-Antho­lo­gie. Damit bleibt das Gen­re Steam­punk beim DPP wei­ter stark ver­tre­ten, und das, obwohl die Publi­kums­ver­la­ge es nicht mal mehr mit der Kneif­zan­ge anfas­sen.

Gra­tu­la­ti­on auch an Jür­gen Egl­seer, aus des­sen Ver­lag Amrûn zwei wei­te­re Preis­trä­ger stam­men.

Nach­fol­gend alle Gewin­ner des DPP 2016:

Bes­ter deutsch­spra­chi­ger Roman:

Susan­ne Pav­lo­vic: Feu­er­jä­ger 1 – Die Rück­kehr der Krie­ge­rin (Amrûn)

Bes­tes deutsch­spra­chi­ges Roman­de­büt:

Faye Hell: Kei­ne Men­schen­see­le (Amrûn)

Bes­ter inter­na­tio­na­ler Roman:

Ter­ry Prat­chett: Die Kro­ne des Schä­fers (Man­hat­tan)

Bes­te deutsch­spra­chi­ge Kurz­ge­schich­te:

Oli­ver Plasch­ka: »Das öde Land« (aus: Das öde Land [Low])

Bes­te Ori­gi­nal-Antho­lo­gie/­Kurz­ge­schich­ten-Samm­lung:

Die dun­kel­bun­ten Far­ben des Steam­punk (Art Skript Phan­tas­tik)

Bes­te Serie:

Nico­le Böhm: Die Chro­ni­ken der See­len­wäch­ter (Green­light Press)

Bes­ter Gra­fi­ker:

Alex­an­der Kopa­in­ski

Bes­tes Sekun­där­werk:

Alex Jahn­ke & Cla­ra Lina Wirz: Das gro­ße Steam­pan­op­ti­kum (Edi­ti­on Roter Dra­che)

Buchmesse Leipzig: Erster Verlag zieht Konsequenzen

Buchmesse Euro

Nach den Que­re­len um die Phan­tas­tik-Lese­insel auf der Buch­mes­se Leip­zig zieht der ers­te Ver­lag jetzt Kon­se­quen­zen. Wie Ver­le­ge­rin Grit Rich­ter auf der Web­sei­te von Art Skript Phan­tas­tik schreibt, hat sie sich schwe­ren Her­zens ent­schlos­sen, der Mes­se im Jahr 2017 fern zu blei­ben, und recht­zei­tig die Not­brem­se zu zie­hen, bevor die Kos­ten astro­no­misch wer­den.

Das hängt eher sekun­där mit Werk­zeugs zusam­men, da die Hal­le zwei deut­lich umstruk­tu­riert wer­den soll, wie ich schon in mei­nem ande­ren Arti­kel heu­te erläu­ter­te, fal­len Stand­ty­pen weg und die Stän­de sol­len auch anders auf­ge­baut wer­den, wodurch es zu Platz­man­gel kom­men wird. Zu dem neu­en Stand­kon­zept äußer­te sich auch schon Jür­gen Egl­seer vom Amrûn-Ver­lag mir gegen­über kri­tisch. Grit Rich­ter stellt zudem her­aus, dass es bereits in der Ver­gan­gen­heit diver­se Pro­ble­me mit der Mes­se Leip­zig gab, und das für sie jetzt nur der Trop­fen ist, der das Fass zum Über­lau­fen brach­te.

Man muss ein­fach ganz klar sehen, dass die Kos­ten für so einen Prä­senz auf der Mes­se erheb­lich sind, denn zu den Stand­ge­büh­ren kom­men ja auch noch Anrei­se, Über­nach­tung und Ver­pfle­gung. Wenn ein Ver­an­stal­ter sich so ein­deu­tig auf gro­ße Anbie­ter ein­rich­tet und kei­ne pas­sen­den Kon­di­tio­nen für Klein- und Kleinst­ver­la­ge anbie­tet, son­dern statt­des­sen auch noch von »Gleich­be­hand­lung gegen­über ande­ren Part­nern« schwa­dro­niert, dann beleuch­tet das mei­ner Mei­nung nach deut­lich, wie egal die klei­nen Anbie­ter dem Mes­se­ver­an­stal­ter sind. Denn wäre es anders, könn­ten sicher Wege gefun­den wer­den, wie man eine kul­tu­rel­le Viel­falt mit auch klei­nen Ver­la­gen oder sogar Self­pu­blishern her­stellt. Das­sel­be gilt übri­gens in ganz ähn­li­cher Form auch für die Buch­mes­se Frank­furt. Aber dass dort die Gro­ßen lie­ber unter sich blei­ben möch­ten, und das durch völ­lig über­zo­ge­ne Stand­prei­se garan­tie­ren, sind eben­falls News von vor­ges­tern. Dort blei­ben ja inzwi­schen sogar renom­mier­te Publi­kums­ver­la­ge fern, weil es sich nicht rech­net.

Ob wei­te­re Phan­tas­tik-Anbie­ter mit Absa­gen fol­gen wer­den bleibt abzu­war­ten. Ange­sichts der Tat­sa­che, dass die Mes­se zum Zeit­punkt der Werk­Zeugs-Absa­ge offen­bar bereits ein kom­plett neu­es Kon­zept inklu­si­ve geän­der­ter Stand­an­ord­nung ste­hen hat­te, erscheint mir die gan­ze Geschich­te ziem­lich abge­kar­tet und ich ver­mu­te nach wie vor, dass Werk­Zeugs aus­ge­boo­tet wer­den soll­te, eben zu Guns­ten des Dienst­leis­ters LSL.

[Update 16:52 Uhr:] Wie ich soeben erfah­re, ist auch der Ver­lag ohneoh­ren raus.

[Update 16.09.2016, 11:00 Uhr:] Uschi Zietsch und ihr Faby­lon-Ver­lag waren schon 2016 nicht mehr auf der Buch­mes­se Leip­zig, auch sie äußert sich in ihrem Blog kri­tisch:

Und dann, weil Werk­Zeugs öffent­lich /​ auf FB mit­teilt, 2017 nicht mehr dabei zu sein, tritt Oli­ver Zil­le belei­digt im Bör­sen­blatt kräf­tig nach, mit Behaup­tun­gen, die nicht nur so nicht stim­men kön­nen – wir ken­nen Werk­Zeugs seit vie­len Jah­ren und wis­sen, wie kom­mu­ni­ka­tiv und koope­ra­tiv sie sind -, son­dern man stellt sich auch noch der­art selbst­herr­lich dar, dass man schon fra­gen muss, wohin will Herr Zil­le denn?

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