Gamescom 2017: Neue Regeln für Cosplayer

Gamescom 2017: Neue Regeln für Cosplayer

Nach dem gi­gan­ti­schen De­ba­kel im Vor­jahr, in dem die Ver­an­stal­ter der Spie­le­mes­se völ­lig dep­per­te Re­geln für Cosplay­er auf­stell­te (sie­he mei­ne bei­den Ar­ti­kel), de­nen man deut­lich an­merk­te, dass sie im Hau­ruck­ver­fah­ren raus­ge­hau­en wur­den und nicht wirk­lich durch­dacht wa­ren, will man es in die­sem Jahr of­fen­bar bes­ser ma­chen. Das dürf­te auf die mas­si­ve Kri­tik zu­rück­zu­füh­ren sein, die öf­fent­lich – auch von mir – am Ver­an­stal­ter ge­übt wur­de. Heu­te habe ich eine Mail er­hal­ten, die auf die neu­en Re­geln für die ga­mes­com 2017 hin­weist. Da ist in mei­nen Au­gen als er­stes er­freu­lich, dass man dies­mal früh­zei­tig auf die Re­ge­lun­gen hin­weist.

Wei­ter­hin wird es ei­nen Ex­tra­ein­gang samt Gar­de­ro­be für Cosplay­er ge­ben, dort soll spe­zi­ell ge­schul­tes Per­so­nal die Ge­wan­dun­gen und Ac­ces­soires be­wer­ten. Wie gut das funk­tio­niert, wird ab­zu­war­ten sein, von der RPC weiß ich, dass dort die Mit­glie­der des Wach­dien­stes stel­len­wei­se im­mer noch völ­lig idio­ti­sche Ent­schei­dun­gen tref­fen und völ­lig un­wich­ti­ge oder lä­cher­li­che Din­ge be­män­geln. Da hat man eher den Ein­druck, dass sich ein paar jun­ge Män­ner wich­tig ma­chen wol­len, zu­dem ist hier of­fen­bar der Na­sen­fak­tor wich­ti­ger als kon­kre­te Richt­li­ni­en. Bleibt zu hof­fen, dass sol­che Ent­glei­sun­gen bei die­sem »spe­zi­ell ge­schul­ten« Per­so­nal nicht mehr vor­kom­men.

Wei­ter­hin sind Waf­fen­imi­ta­te nicht mehr grund­sätz­lich ver­bo­ten (De­tails dazu in ei­nem PDF der Ver­an­stal­ter). zu­sätz­lich kann man Ab­bil­dun­gen sei­ner Cosplay-Waf­fen dem Ver­an­stal­ter vor­ab per Mail zu­sen­den, um eine Ein­schät­zung zu er­hal­ten, ob die­se zu­ge­las­sen wer­den.

Al­ler­dings fin­det sich in der Email der Satz: »Die Koeln­mes­se be­hält sich das Recht vor, im Rah­men des Haus­rechts die Mit­nah­me von Waf­fen­imi­ta­tio­nen und Ac­ces­soires zu un­ter­sa­gen.« Wo­mit die Un­si­cher­heit dann wie­der vor­han­den ist, wenn man letzt­lich doch al­les nach Guts­her­ren­art un­ter­sa­gen darf, was laut PDF ei­gent­lich er­laubt ist. Wer sich also sein Waf­fen­imi­tat per Email ge­neh­mi­gen lässt, soll­te die Email mit der Ge­neh­mi­gung im Zwei­fels­fall als Aus­druck oder auf dem Smart­pho­ne da­bei ha­ben, um das nach­wei­sen zu kön­nen.

Bei den Vor­ab­ge­neh­mi­gun­gen per Mail hät­te ich gern Rück­mel­dun­gen von Cosplay­ern, ob das funk­tio­niert und was kon­kret be­an­stan­det wird.

Im Gro­ßen und Gan­zen fin­de ich das al­ler­dings bis­her deut­lich pro­fes­sio­nel­ler durch­ge­führt als im letz­ten Jahr. Kri­tik hilft also doch.

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Pressemitteilung: Tommy Krappweis organisiert »Cosplay Village«

Pressemitteilung: Tommy Krappweis organisiert »Cosplay Village«

Tommy KrappweisIch gebe die nach­fol­gen­de Pres­se­mit­tei­lung mal re­la­tiv kom­men­tar­los wei­ter, um zu zei­gen, dass es ne­ben den Ver­an­stal­tern, die den Cosplay­ern ohne ech­te Not maß­geb­li­che Tei­le ih­rer Ge­wan­dung weg­neh­men wol­len, auch wel­che gibt, die sich wirk­lich Mühe mit die­sem Hob­by und des­sen An­hän­gern ge­ben (Quel­le: Bumm Film).

„Künst­le­ri­sche Lei­tung mit Ge­sang“

Der of­fi­zi­el­le Ga­mes­com Song „Ce­le­bra­ti­on Of The Game“ und das dies­jäh­ri­ge „Cosplay Vil­la­ge“ ha­ben et­was ge­mein­sam: Bernd das Brot Er­fin­der und Mul­ti­ta­lent Tom­my Krapp­weis

Der RTL Sams­tag Nacht Co­me­di­an und be­ken­nen­de Nerd, Tom­my Krapp­weis, hat auf der dies­jäh­ri­gen Ga­mes­com jede Men­ge zu tun. „Das Cosplay Vil­la­ge soll­te in die­sem Jahr at­mo­sphä­ri­scher ge­stal­tet wer­den.“, er­klärt der Grim­me­preis-Trä­ger. „Der Bun­des­ver­band für Un­ter­hal­tungs­soft­ware BIU und die Koeln­mes­se woll­ten, dass sich die Cosplay­er wohl­füh­len, aber auch die an­de­ren Be­su­cher soll­ten die Mög­lich­keit be­kom­men, tie­fer in das The­ma Cosplay ein­zu­tau­chen.“

Ein be­son­de­res An­lie­gen war es dem er­folg­rei­chen Fan­ta­sy­au­tor und Re­gis­seur, dass sich die gro­ßen Cosplay-The­men im Vil­la­ge wie­der­fin­den: „Zu die­sem Zweck ha­ben wir meh­re­re fünf­zehn Me­ter brei­te The­men­wel­ten kon­zi­piert. Man kann sich zwi­schen Kirsch­blü­ten ent­span­nen, in ei­nem End­zeit-Sze­na­rio fo­to­gra­fie­ren oder in un­se­rer High Fan­ta­sy Deko ein le­ben­di­ges Mit­tel­al­ter-Mu­se­um zum An­fas­sen be­stau­nen.“ Schon sehr früh ent­schied man sich trotz der fil­mi­schen De­ko­ra­tio­nen ge­gen pro­fes­sio­nel­le Fo­to­dien­ste: „Wir wol­len, dass sich Be­su­cher mit oder ohne Cosplay über­all fo­to­gra­fie­ren dür­fen, ohne zu­sätz­li­che Ko­sten oder Schlan­ge­ste­hen. Die In­sze­nie­rung für ei­ge­ne Fo­tos oder zu­sam­men mit an­de­ren ist doch Teil des Spa­ßes beim Cosplay.“

Für die Ge­stal­tung ar­bei­te­te Krapp­weis eng mit dem Event­de­si­gner der Koeln­mes­se, Jörg Krum, zu­sam­men. „Das gan­ze Vil­la­ge ist eine Team­lei­stung. Jörg hat die Ide­en in ei­nen ganz fan­ta­sti­schen Plan ge­gos­sen und tat­säch­lich ein rich­ti­ges Cosplay Dorf ge­zau­bert. Der Aus­stat­ter mei­ner Fir­ma bumm film GmbH, Tim Pommo­rin, steu­ert mit sei­nem Team fil­mi­sche De­ko­ra­tio­nen bei. Zum Bei­spiel bau­en wir di­rekt auf der Mes­se Mau­ern, die dann gleich wie­der zer­stört wer­den, um in das End­zeit-Sze­na­rio zu pas­sen. Die Kol­le­gen von Stei­nig­ke Show­tech­nik be­leuch­ten die Wel­ten stim­mungs­voll mit ton­nen­wei­se Licht, Ne­bel und Ef­fek­ten. Das Team der Do­ko­mi füllt das Vil­la­ge mit Le­ben und Def­con Un­li­mi­ted or­ga­ni­siert ei­nen gro­ßen Cosplay Award.“

Krapp­weis freut sich be­son­ders, dass auch das The­ma Ree­nact­ment im Cosplay Vil­la­ge ei­nen Platz hat: „Hi­sto­ri­sches Ree­nact­ment und Cosplay ha­ben durch­aus ei­ni­ges ge­mein­sam. Bei­de ver­su­chen, ih­ren Vor­la­gen na­he­zu­kom­men – Ob das nun ein be­gra­be­ner Wi­kin­ger­fürst oder ein Cha­rac­ter aus Na­ru­to oder Star Wars ist. In­zwi­schen gibt es auch Grup­pen, die so­ge­nann­tes „Re­en­larp­ment“ be­trei­ben – also , Live Ac­tion Role Play (Larp) in ei­nem hi­sto­ri­schen Set­ting mit mög­lichst au­then­ti­scher Ge­wan­dung und Aus­stat­tung. Dass das Team von „Kap­tor­ga“ rund um den er­freu­lich Nerd-af­fi­nen Ar­chäo­lo­gen Phil­ipp Ro­sko­schin­ski un­se­re Fantasy-/Mittelalterwelt mit ei­nem le­ben­di­gen Mu­se­um be­rei­chert, in dem man hi­sto­ri­sche Rü­stun­gen, Waf­fen und All­tags­ge­gen­stän­de be­stau­nen und an­fas­sen kann, ist ein schö­nes State­ment und eine gro­ße Be­rei­che­rung.“

BinaundTommyDer Ex-Co­me­di­an wird aber we­nig Zeit ha­ben, im Cosplay Dorf ma­je­stä­tisch auf- und ab­zu­schrei­ten, denn er be­strei­tet zu­sam­men mit You­Tube­rin Bina Bi­an­ca meh­re­re Auf­trit­te pro Tag mit dem of­fi­zi­el­len Ga­mes­com-Song „Ce­le­bra­ti­on Of The Game“: „Wir hat­ten für die Ga­mes-Par­odie „Hop­pers“ mit Fa­bi­an Sie­gis­mund und Nino Kerl ei­nen Song mit dem Ti­tel „Ein Ech­ter Wah­rer Held“ pro­du­ziert, der sich in Fol­ge zu ei­ner Art Gaming-/Cosplay-/Fantasyhymne mit ho­hem Mo­ti­va­ti­ons­fak­tor im Real Life ge­mau­sert hat. Der Hel­den­song wur­de in den letz­ten Jah­ren so ab­ge­fei­ert, dass man uns jetzt mit der Pro­duk­ti­on des er­sten, of­fi­zi­el­len Ga­mes­com-Songs be­traut hat. Bina und ich sind sehr stolz dar­auf, die­ses Me­ga­event und die ge­sam­te Ga­ming Com­mu­ni­ty mit „Ce­le­bra­ti­on Of The Game“ mu­si­ka­lisch fei­ern zu dür­fen.“

Wenn die Ga­mes­com vor­bei ist, wird Krapp­weis wie­der in den Schnei­de­raum zu­rück­keh­ren: „Eine brand­neue Mi­ni­se­rie mit Bernd das Brot war­tet dar­auf, ge­schnit­ten und ver­tont zu wer­den. Und ich muss in den näch­sten Wo­chen ei­nen neu­en Band mei­ner Buch­se­rie „Ghost­sit­ter“ fer­tig­stel­len. Dar­um habe ich Schlaf und Nah­rungs­auf­nah­me jetzt ein­fach mal kom­plett in den Spät­herbst ver­legt. Bin schon ge­spannt, wie das funk­tio­niert…“

Das Ga­mes­com Vil­la­ge ist wäh­rend der Mes­se täg­lich ge­öff­net. In­fos fin­den Sie hier: http://bit.ly/2aQtyjh
Für In­ter­view­an­fra­gen mel­den Sie sich bit­te bei Tuna Alpar­gin von Tom­mys Fir­ma bumm film: t.alpargin@bummfilm.de

Die Auf­tritts­zei­ten von Bina & Tom­my ent­neh­men Sie am be­sten der of­fi­zi­el­len Face­book­pa­ge https://www.facebook.com/Binaundtommy

Den Song „Ce­le­bra­ti­on Of The Game“ fin­den sie bei Ama­zon, iTu­nes, Spo­ti­fy und Co.
Ama­zon mp3: http://amzn.to/2bmCEmq
iTu­nes: http://apple.co/2baUMiq

http://www.bummfilm.de
http://www.koelnmesse.de
http://www.biu-online.de
http://www.kaptorga.com
https://www.dokomi.de/de
http://defconunlimited.de

Pro­mo­fo­tos Co­py­right Bumm Film

Gamescom und Sicherheit – Teil zwei

Gamescom und Sicherheit – Teil zwei

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Wäh­rend mei­nes Ur­laubs hat­te ich bei den Ga­mes­com-Ver­an­stal­tern we­gen der in mei­nen Au­gen völ­lig über­zo­ge­nen Si­cher­heits­maß­nah­men an­ge­fragt und es wur­de be­reits fest­ge­stellt, dass Plüsch­tie­re und Sty­ro­por­vö­gel dann of­fen­bar plötz­lich doch kei­ne Waf­fen sind. Den­noch wa­ren wei­ter­hin Fra­gen of­fen, des­we­gen hak­te ich nach. Auch in­ter­es­sier­te mich, ob es die Ver­an­stal­ter tat­säch­lich nicht für … »un­ge­schickt« hal­ten, wenn ei­ner­seits dra­ko­ni­sche Si­cher­heits­re­geln auf­ge­stellt wer­den und an­de­rer­seits aus­ge­rech­net die Tür­kei als Part­ner­land 2016 da­bei ist.

Hier noch­mal mei­ner An­fra­ge:

Sehr ge­ehrte Frau xxxx,

wird das auch öf­fent­lich ge­macht? Die Cos­play­er­szene er­geht sich seit ges­tern in er­heb­lich kri­ti­schen Äu­ße­run­gen und in­ten­si­ver Dis­kus­sion über das Ver­hal­ten der Ga­mes­com-Ver­an­stal­ter und die völ­lig un­kla­ren Be­din­gun­gen hin­sicht­lich er­laub­ter Ge­gen­stände. Wer­den Sie die­se noch deut­li­cher for­mu­lie­ren, da­mit die Cos­player eine hö­here Si­cher­heit be­kom­men, nicht am Ein­gang ab­ge­wie­sen zu wer­den, oder Ge­gen­stände kon­fis­ziert zu be­kom­men? Was ist mit Per­so­nen, die kei­ne Kennt­nis von den „Re­geln“ er­lan­gen konn­ten? Wer­den die ein­ge­zo­ge­nen Ge­gen­stände sol­cher Per­so­nen ge­kenn­zeich­net, ge­sam­melt und nach Be­such­sende zu­rück­ge­ge­ben? Oder wer­den in­kri­mi­nierte Ge­gen­stände ver­nich­tet? Wer­den sol­che Per­so­nen trotz gül­ti­ger Ein­tritts­karte ab­ge­wie­sen, wenn sie mit ei­ner Ver­nich­tung ih­res Be­sit­zes nicht ein­ver­stan­den sind? Wie sind also die kon­kre­ten Be­din­gun­gen?

Für wei­tere In­for­ma­tio­nen be­danke ich mich im vor­aus.

Die Ant­wort be­kam ich erst auf noch­ma­li­ge Nach­fra­ge, in die­ser hat­te ich mei­ne Fra­gen wie folgt er­gänzt:

Hal­ten Sie es nicht für ge­ra­de­zu gro­tesk, wenn Sie für die Be­su­cher er­heb­lich ein­schrän­ken­de »Si­cher­heits­re­geln« for­mu­lie­ren aber gleich­zei­tig aus­ge­rech­net die Tür­kei als Ga­mes­com-Part­ner­land für das Jahr 2016 ein­la­den?

Sind Sie nicht der An­sicht, dass eine der­art dra­sti­sche und ein­sei­ti­ge Ver­än­de­rung der Ver­an­stal­tungs-AGB ge­mäß deut­schem Recht ein ge­wich­ti­ger Grund für eine Ver­trags­auf­lö­sung durch die Be­su­cher ist? Sprich: Dass die­se ihr Ticket zu­rück­ge­ben und ihr Geld zu­rück­ver­lan­gen kön­nen?

Die­se klang stel­len­wei­se leicht … ein­ge­schnappt:

Sehr ge­ehr­ter Herr Holz­hau­er,
an­bei die Be­ant­wor­tung Ih­rer Fra­gen:

Die Kom­mu­ni­ka­ti­on der ver­stärk­ten Si­cher­heits­maß­nah­men und ver­schärf­ten Ko­stüm­be­stim­mun­gen wur­den über un­se­re be­stehen­den Ka­nä­le an die Teil­neh­mer der ga­mes­com kom­mu­ni­ziert. Fra­gen und Un­klar­hei­ten, die bei uns im Call Cen­ter oder in un­se­ren So­ci­al Me­dia Ka­nä­len auf­tre­ten, be­ant­wor­ten wir.

So­fern je­mand, ge­mäß Ih­rer Fra­ge ein Cosplay­er kei­ne Kennt­nis von den an­ge­pass­ten Si­cher­heits­maß­nah­men und Ko­stüm­be­stim­mun­gen er­hal­ten hat, und sei­ne Nach­bil­dun­gen von Waf­fen oder waf­fen­ähn­li­chen Ge­gen­stän­de zum Ge­län­de mit­bringt gilt: Vor den Kon­troll­stel­len im Au­ßen­be­reich wer­den Gar­de­ro­ben­zel­te auf­ge­stellt. Hier kön­nen be­an­stan­de­te Ge­gen­stän­de ko­sten­pflich­tig ab­ge­ge­ben wer­den. Da Sie mit Ih­rer Ar­beit ja dazu bei­tra­gen, Men­schen zu in­for­mie­ren, hier noch ein­mal der Hin­weis für Pri­vat­be­su­cher:

Lasst, wenn nicht zwin­gend er­for­der­lich, Ta­schen und Ruck­säcke so­wie Ge­gen­stän­de al­ler Art, die ihr nicht zwin­gend für den Be­such der ga­mes­com be­nö­tigt, bit­te zu Hau­se, um die War­te­zei­ten so ge­ring wie mög­lich zu hal­ten. Denn: An den Ein­gän­gen wer­den noch vor Be­tre­ten des Mes­se­ge­län­des Kon­troll­maß­nah­men, inkl. Ta­schen­kon­trol­len, durch­ge­führt. Die Kon­trol­len sind va­ria­bel an­ge­legt und rich­ten sich nach kurz­fri­sti­gen Rück­spra­chen mit den Si­cher­heits­be­hör­den. Bit­te stellt euch auf län­ge­re War­te­zei­ten ein und un­ter­stützt uns, durch kein oder we­nig Mes­se­ge­päck, bei den Kon­troll­maß­nah­men. Zur Pla­nung eu­rer An­rei­se: Die Si­cher­heits­kon­trol­len star­ten ab 07:00 Uhr. War­te­zei­ten müs­sen ein­ge­plant wer­den.
Cosplay­er: Die ga­mes­com lebt auch von der Krea­ti­vi­tät eu­rer Ko­stü­me und da­her sind Cosplay­er auch wei­ter­hin herz­lich will­kom­men. Auf­grund der Er­eig­nis­se der letz­ten Tage bit­ten wir um euer Ver­ständ­nis, dass alle Nach­bil­dun­gen von Waf­fen oder waf­fen­ähn­li­che Ele­men­te in eu­rem Ko­stüm auf der ga­mes­com 2016 nicht zu­ge­las­sen sind. Wir möch­ten euch bit­ten, auch in der Stadt auf das Tra­gen von Nach­bil­dun­gen von Waf­fen oder waf­fen­ähn­li­chen Ge­gen­stän­den mit Rück­sicht auf die Be­woh­ner und Be­su­cher der Stadt Köln zu ver­zich­ten.
Hin­ter­grund die­ser Ver­schär­fung der Ko­stüm­be­stim­mun­gen ist es, ins­be­son­de­re Kin­der und Fa­mi­li­en so­wie an­de­re Be­su­cher der ga­mes­com, aber auch Be­woh­ner und Gä­ste der Stadt Köln, durch täu­schend ech­te Ko­stü­me, die teil­wei­se auch Nach­bil­dun­gen von Waf­fen und/oder waf­fen­ähn­li­chen Ge­gen­stan­de be­inhal­ten, nicht zu ver­äng­sti­gen. Sämt­li­che Nach­bil­dun­gen von Waf­fen oder waf­fen­ähn­li­che Be­stand­tei­le eu­res Ko­stüms ? un­ab­hän­gig von Ma­te­ri­al und Grö­ße ? wer­den euch vor Ein­tritt in das Ge­län­de ab­ge­nom­men. Da­her bit­ten wir euch, die­se nicht mit zur ga­mes­com zu brin­gen.
Wal­king Acts der Aus­stel­ler auf der ga­mes­com:
Ge­nau­so wie Cosplay­er soll es auf der ga­mes­com auch wei­ter­hin Wal­king Acts der Aus­stel­ler ge­ben. Die­se wer­den aber vor­ab bei uns an­ge­mel­det und mög­li­che Nach­bil­dun­gen von Waf­fen oder waf­fen­ähn­li­che Ge­gen­stän­de noch vor Be­ginn der ga­mes­com ge­prüft und ge­kenn­zeich­net. Nach der Prü­fung dür­fen die­se Ko­stüm­be­stand­tei­le das Mes­se­ge­län­de wäh­rend der Lauf­zeit der ga­mes­com nicht mehr ver­las­sen.

Er­gän­zend auf Ihre Fra­ge zur »Ticket­rück­ga­be«: Mit dem Er­werb ei­ner Ein­tritts­kar­te für den Be­such der ga­mes­com er­hält man das Recht, das Mes­se­ge­län­de zu be­tre­ten und die dort aus­ge­stell­ten Pro­duk­te in Au­gen­schein zu neh­men. Ein­zel­ne Besucher/Besuchergruppen nut­zen die Mes­se, um Tei­le ih­rer (Rollenspiel-)Verkleidung zur Schau zu stel­len. Dies ist aber nicht Be­stand­teil des Ver­tra­ges. Den Ticket­preis kann man sich also nicht er­stat­ten las­sen.

Ich den­ke, dann soll­ten Ihre Fra­gen jetzt be­ant­wor­tet sein.

Grü­ße
xxxx

Den größ­ten Teil der Ant­wort nimmt die schlich­te Wie­der­ho­lung der be­reits be­kann­ten »Re­geln« ein, dar­in ist nichts Neu­es zu fin­den. Sub­li­mie­ren wir also mal die neu­en In­for­ma­tio­nen:

Die Kom­mu­ni­ka­ti­on der ver­stärk­ten Si­cher­heits­maß­nah­men und ver­schärf­ten Ko­stüm­be­stim­mun­gen wur­den über un­se­re be­stehen­den Ka­nä­le an die Teil­neh­mer der ga­mes­com kom­mu­ni­ziert. Fra­gen und Un­klar­hei­ten, die bei uns im Call Cen­ter oder in un­se­ren So­ci­al Me­dia Ka­nä­len auf­tre­ten, be­ant­wor­ten wir.

So­fern je­mand, ge­mäß Ih­rer Fra­ge ein Cosplay­er kei­ne Kennt­nis von den an­ge­pass­ten Si­cher­heits­maß­nah­men und Ko­stüm­be­stim­mun­gen er­hal­ten hat, und sei­ne Nach­bil­dun­gen von Waf­fen oder waf­fen­ähn­li­chen Ge­gen­stän­de zum Ge­län­de mit­bringt gilt: Vor den Kon­troll­stel­len im Au­ßen­be­reich wer­den Gar­de­ro­ben­zel­te auf­ge­stellt. Hier kön­nen be­an­stan­de­te Ge­gen­stän­de ko­sten­pflich­tig ab­ge­ge­ben wer­den.

Er­gän­zend auf Ihre Fra­ge zur »Ticket­rück­ga­be«: Mit dem Er­werb ei­ner Ein­tritts­kar­te für den Be­such der ga­mes­com er­hält man das Recht, das Mes­se­ge­län­de zu be­tre­ten und die dort aus­ge­stell­ten Pro­duk­te in Au­gen­schein zu neh­men. Ein­zel­ne Besucher/Besuchergruppen nut­zen die Mes­se, um Tei­le ih­rer (Rollenspiel-)Verkleidung zur Schau zu stel­len. Dies ist aber nicht Be­stand­teil des Ver­tra­ges. Den Ticket­preis kann man sich also nicht er­stat­ten las­sen.

Mei­ne An­mer­kun­gen hier­zu:

Die Kom­mu­ni­ka­ti­on wird also kom­mu­ni­ziert, das ist er­freu­lich. Was nutzt es aber, wenn auf An­fra­gen in den so­zia­len Me­di­en nicht ge­ant­wor­tet wird (mir und an­de­ren so pas­siert)? Oder wenn je­mand kei­ne so­zia­len Me­di­en nutzt, oder nicht jene, die die Ver­an­stal­ter der Ga­mes­com nut­zen?

Dass Gar­de­ro­ben­zel­te auf­ge­stellt wer­den sol­len, um dort nicht ge­neh­mig­te Ge­gen­stän­de zu la­gern, ist im­mer­hin eine sinn­vol­le In­for­ma­tio­nen. Dass man da­für Geld neh­men will, kann ich al­ler­dings nur un­ter »dreist« ein­ord­nen. Denn nach wie vor hat man sich um die Be­ant­wor­tung der Fra­ge ge­drückt, wel­che Ge­gen­stän­de tat­säch­lich be­an­stan­det wer­den. Was »waf­fen­ähn­lich« nach der Mei­nung der Ver­an­stal­ter oder de­ren Er­fül­lungs­ge­hil­fen vom Si­cher­heits­dienst ist, wis­sen wir lei­der im­mer noch nicht, so dass hier eine er­heb­li­che Un­si­cher­heit ver­bleibt. Wie un­pro­fes­sio­nell sich die Si­cher­heits­dienst­ler ver­hal­ten, ha­ben wir zur RPC ge­se­hen, als Be­su­cher da­mit be­lä­stigt wur­den, dass man Nerfs und Pol­ster­waf­fen nicht zu­las­sen woll­te (die man drin­nen in gro­ßen Men­gen hät­te er­wer­ben kön­nen, dar­über hin­aus wur­den auf dem Ge­län­de so­gar Blank­waf­fen ver­kauft), und ein Be­su­cher be­fragt wur­de, ob der Pelz an der Ge­wan­dung von ei­ner ge­schüt­zen Tier­art stam­me. Dar­an kann man wie­der se­hen, dass man nicht jede ein­ge­bil­de­te Fi­gur zum Si­cher­heit­ler ma­chen soll­te. Hier leb­ten of­fen­bar ei­ni­ge jun­ge Män­ner Macht­phan­ta­si­en aus, die ih­nen die Uni­form ein­gibt. An­ge­sichts der Ver­hal­tens­wei­sen zur RPC kann man sich leicht aus­ma­len, was mit sol­chen Per­so­nen zur Ga­mes­com an den Kon­trol­len ge­sche­hen wird. Da wer­den dann Plüsch­tie­re und Sty­ro­por­vö­gel eben doch nach Guts­her­ren­art zum waf­fen­ähn­li­chen Ob­jekt de­kla­riert. Der Be­su­cher hat ja auch kei­ner­lei Mög­lich­keit, sich bei Streit­fra­gen an ir­gend­ei­ne über­ge­ord­ne­te In­stanz zu wen­den, son­dern muss sich den mög­li­cher­wei­se will­kür­li­chen Ent­schei­dun­gen beu­gen.

Die Hin­wei­se, dass Cosplay nicht Teil des Ein­tritts­prei­ses ist, sind na­tür­lich am The­ma vor­bei. Die uni­la­te­ral ge­än­der­ten Be­din­gun­gen und Si­cher­heits­maß­nah­men gel­ten ja auch für ganz nor­ma­le Be­su­cher und nicht nur für Cosplay­er, des­we­gen kann man die­se Ar­gu­men­ta­ti­on nicht gel­ten las­sen. Die dra­stisch ge­än­der­ten Si­cher­heits­re­geln be­tref­fen auch nicht ge­wan­de­te Be­su­cher (Ta­schen­kon­trol­len, War­te­schlan­gen) und stel­len nach mei­ner An­sicht selbst­ver­ständ­lich eine grund­le­gen­de Än­de­rung der Be­din­gun­gen dar, die bei Ver­trags­ab­schluss gal­ten.

Voll­kom­men igno­riert hat man mei­ne Fra­ge nach dem Part­ner­land Tür­kei. Auf eine wei­te­re Nach­fra­ge, in der ich auch um In­for­ma­tio­nen zu den Gar­de­ro­ben­prei­sen bat, kam kei­ner­lei Ant­wort mehr. Wie man die Prei­se auf der Ga­mes­com kennt, dürf­ten auch die­se eher ge­pfef­fert sein.

Ab­schlie­ßend kann ich nur fest­stel­len, dass die In­for­ma­ti­ons­la­ge hin­sicht­lich »waf­fen­ähn­li­cher Ge­gen­stän­de« wei­ter schlecht bleibt, da man nach wie vor auf­grund aus­blei­ben­der In­for­ma­tio­nen durch die Ver­an­stal­ter nicht weiß, wel­che Ge­gen­stän­de kon­kret be­an­stan­det wer­den, und wel­che zu­ge­las­sen sind.

Ich kann mich nur wie­der­ho­len: Wenn wir zu­las­sen, dass Angst ge­schürt wird und wir uns un­ser Le­ben von über­zo­ge­nen Si­cher­heits­maß­nah­men ein­schrän­ken las­sen, ha­ben die Ter­ro­ri­sten ge­won­nen, ohne auch nur ei­nen Schuss ab­zu­feu­ern. In je­dem Jahr ster­ben in Deutsch­land zig­tau­sen­de durch Ver­kehrs- und Haus­halts­un­fäl­le oder an Ni­ko­tin. Die Zahl der To­ten auf deut­schem Bo­den auf­grund von Is­la­mi­sten in den letz­ten 20 Jah­ren liegt bei zwei (An­ge­hö­ri­ge der US-Ar­mee auf dem Frank­fur­ter Flug­ha­fen).

auf die Angst

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Gamescom: Sind Plüschtiere Waffen?

Gamescom: Sind Plüschtiere Waffen?

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Ich muss mich doch mal aus dem Ur­laub mel­den … Die Ver­an­stal­ter der Ga­mes­com, die in der über­näch­sten Wo­che in Köln statt­fin­det, ha­ben in der Cosplay­er-Sze­ne für ei­ni­gen Auf­ruhr ge­sorgt, denn of­fen­bar auf­grund der An­schlä­ge der letz­ten Wo­chen wur­den erst jetzt, kurz vor der Ver­an­stal­tung Re­geln auf­ge­stellt, die Cosplay­ern das Mit­brin­gen von Waf­fen­at­trap­pen un­ter­sa­gen. Und nicht nur das, das­sel­be gilt auch für »waf­fen­ähn­li­che« Ge­gen­stän­de, ohne dass das wei­ter aus­for­mu­liert wur­de, also völ­lig in­trans­pa­ren­te Gum­mi­an­wei­sun­gen, mit de­nen sich ver­mut­lich nach Guts­her­ren­art al­les ver­bie­ten lässt.

Be­son­ders pi­kant war die Ant­wort auf die An­fra­ge eine Cosplaye­rin, die ein Plüsch­tier und ei­nen Sty­ro­por­vo­gel mit­brin­gen woll­te und der man ant­wor­te­te:

Be­dau­er­li­cher­wei­se se­hen wir uns ge­zwun­gen, die De­fi­ni­ti­on »Waf­fe« sehr hart zu in­ter­pre­tie­ren. Dies be­deu­tet, dass alle von Dir auf­ge­li­ste­ten Ge­gen­stän­de nicht zu­ge­las­sen sind.

Ein Plüsch­tier ist eine Waf­fe? Das hielt ich für äu­ßerst gro­tesk und frag­te des­we­gen nach:

Sehr ge­ehr­te Frau xxxxx,

Da ich die in mei­nen Au­gen über­zo­gen pa­ra­noi­de Her­an­ge­hens­wei­se der Köln­mes­se in ei­nem Ar­ti­kel the­ma­ti­sie­ren wer­de, bit­te ich um Stel­lung­nah­me zu dem als Screen­shot an­ge­häng­ten Fall, in dem Sie ei­ner Cosplaye­rin un­ter­sa­gen wol­len, ei­nen Geh­stock aus Pap­pe, so­wie ei­nen Plüsch- und ei­nen Sty­ro­por­vo­gel mit­zu­brin­gen.
War­um wird das un­ter­sagt? Han­delt es sich bei Plüsch­tie­ren oder Sty­ro­por­vö­geln Ih­rer An­sicht nach um »waf­fen­ähn­li­che Ge­gen­stän­de«? Falls ja, bit­te ich um eine Be­grün­dung. Falls nein, bit­te ich um eine Be­grün­dung für das Ver­bot. Sind Sie nicht der An­sicht, hier voll­kom­men über­zo­gen und un­ver­hält­nis­mä­ßig zu agie­ren?
Für In­for­ma­tio­nen be­dan­ke ich mich im vor­aus. Ich wei­se dar­auf hin, dass eine Ant­wort in ei­nem Ar­ti­kel zi­tiert wer­den wird. Eben­so das Aus­blei­ben ei­ner sol­chen.


Mit freund­li­chem Gruß,
Ste­fan Holz­hau­er
PhantaNews.de
Phan­ta­sti­sche Nach­rich­ten

Eine Ant­wort kam heu­te, die ist so kurz wie aus­sa­ge­arm:

Hal­lo Herr Holz­hau­er,

bit­te ent­schul­di­gen Sie die For­mu­lie­rung der Ant­wort, die in die­sem Fall lei­der nicht aus­rei­chend dif­fe­ren­ziert war. Plüsch­tie­re und auch Sty­ro­por­vö­gel sind kei­ne waf­fen­ähn­li­che Ge­gen­stän­de und da­her als Ko­stüm­be­stand­tei­le zu­läs­sig.

Gruß,
xxxx

Aha. Na das ist doch schon ein­mal was. Ein Plüsch­tier ist also kei­ne Waf­fe. Bahn­bre­chend. Man muss sich jetzt fra­gen, wie es dann zu die­ser kom­plet­ten Falsch­aus­sa­ge kom­men konn­te? Nach­läs­sig­keit? Sind den Mit­ar­bei­tern der Köln­mes­se die­se »Cosplay-Spin­ner« völ­lig egal und man kann nach Be­lie­ben mit ih­nen um­sprin­gen? Und: Na­tür­lich blei­ben da­durch die Be­din­gun­gen für Cosplay­er wei­ter­hin völ­lig in­trans­pa­rent, des­we­gen habe ich noch eine wei­te­re Fra­ge hin­ter­her­ge­schickt:

Sehr ge­ehr­te Frau xxxx,

wird das auch öf­fent­lich ge­macht? Die Cosplay­er­sze­ne er­geht sich seit ge­stern in er­heb­lich kri­ti­schen Äu­ße­run­gen und in­ten­si­ver Dis­kus­si­on über das Ver­hal­ten der Ga­mes­com-Ver­an­stal­ter und die völ­lig un­kla­ren Be­din­gun­gen hin­sicht­lich er­laub­ter Ge­gen­stän­de. Wer­den Sie die­se noch deut­li­cher for­mu­lie­ren, da­mit die Cosplay­er eine hö­he­re Si­cher­heit be­kom­men, nicht am Ein­gang ab­ge­wie­sen zu wer­den, oder Ge­gen­stän­de kon­fis­ziert zu be­kom­men? Was ist mit Per­so­nen, die kei­ne Kennt­nis von den »Re­geln« er­lan­gen konn­ten? Wer­den die ein­ge­zo­ge­nen Ge­gen­stän­de sol­cher Per­so­nen ge­kenn­zeich­net, ge­sam­melt und nach Be­such­sen­de zu­rück­ge­ge­ben? Oder wer­den in­kri­mi­nier­te Ge­gen­stän­de ver­nich­tet? Wer­den sol­che Per­so­nen trotz gül­ti­ger Ein­tritts­kar­te ab­ge­wie­sen, wenn sie mit ei­ner Ver­nich­tung ih­res Be­sit­zes nicht ein­ver­stan­den sind? Wie sind also die kon­kre­ten Be­din­gun­gen?

Für wei­te­re In­for­ma­tio­nen be­dan­ke ich mich im vor­aus.

Wenn sich nun Cosplay­er ent­schei­den, auf­grund der in mei­nen Au­gen völ­lig über­zo­ge­nen Re­geln nicht zur Ga­mes­com zu fah­ren, dann ist das für die Köln­mes­se kei­ner­lei Ver­lust, denn schließ­lich sind alle Kar­ten seit Wo­chen aus­ver­kauft und die Ver­an­stal­ter ha­ben das Geld be­reits. Wenn je­mand nicht kommt, weil er oder sie mit den kurz­fri­stig uni­la­te­ral ein­ge­füh­ren Re­geln nicht ein­ver­stan­den ist, kann das der Köln­mes­se also völ­lig egal sein.

Aber: Es wur­de die An­sicht ge­äu­ßert, dass sich die Ver­trags­be­din­gun­gen für den Kar­ten­kauf durch die­se Än­de­run­gen der AGB eben­falls ge­än­dert ha­ben, denn die neu­en Re­geln sind ja nicht op­tio­nal, son­dern bin­dend und wer­den da­mit Teil des Ver­trags. Eine sol­che ein­sei­ti­ge, nach­träg­li­che Ver­trags­än­de­rung ist so aber nicht zu­läs­sig, des­we­gen kann man auch mei­ner An­sicht nach vom Kauf zu­rück­tre­ten.

(Up­date: Nach­träg­li­che ein­sei­ti­ge Ver­trags­än­de­run­gen sind laut deut­schem Recht nicht zu­läs­sig. Und auch eine Klau­sel in AGB, dass die­se sich ein­sei­tig än­dern kön­nen, ohne dass der Ver­trags­part­ner zu­stim­men muss, ist laut BGH nicht zu­läs­sig: Ur­teil vom 11.10.2007, Az. III ZR 63/07)

Wer also jetzt auf­grund der neu­en »Re­geln« nicht mehr auf die Ga­mes­com fah­ren möch­te (und das gilt nicht nur für Cosplay­er), soll­te von den Ver­an­stal­tern auf­grund ein­sei­tig und un­er­war­tet ge­än­der­ter AGB sein Geld zu­rück­ver­lan­gen. Kon­takt­mög­lich­kei­ten fin­det man auf der ga­mes­com-Web­sei­te.

Ins­ge­samt hate ich die Si­cher­heits­vor­ga­ben der Köln­mes­se für un­ver­hält­nis­mä­ßig. Wenn wir uns von Ter­ro­ri­sten das Le­ben ein­schrän­ken und den Spaß ver­der­ben las­sen, ha­ben die Ter­ro­ri­sten ge­won­nen, auch ohne dass sie An­schlä­ge ver­üben. Und wenn sich auf­grund der Ta­schen- und La­tex­waf­fen­kon­trol­len lan­ge Schlan­gen bil­den, wäre es für ei­nen Ir­ren ein leich­tes, ei­nen An­schlag auf eben die­se War­ten­den zu ver­üben. Das Si­cher­heits­kon­zept er­scheint mir in der vor­lie­gen­den Form sehr un­aus­ge­go­ren und in je­der Hin­sicht zu un­gun­sten der Be­su­cher schnell zu­sam­men­ge­zim­mert.

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