Auf der FedCon ging es nicht nur um diverse Fernsehserien und deren Stars, es gab zudem einen für mich hochinteressanten Punkt: eine Ausstellung von DR. GRORDBORT, die zuvor bereits in diversen Ländern der Erde zu sehen war – und nun endlich auch in Deutschland. Den Doktor – alias Greg Broadmore – kennt der interessierte Fan und insbesondere natürlich der geneigte Steampunk nicht zuletzt durch seine brillianten Strahlenwaffen, auch bekannt als Rayguns, die man über die neuseeländische Effektschmiede WETA Workshop (HERR DER RINGE) als limitierte Auflagen für nicht ganz kleines Geld erwerben kann. Das Projekt hat sich inzwischen jedoch erweitert, es gibt nun beispielsweise unter anderem auch Comics aus der Welt des Doktors und eben die Ausstellung.
Da ich Alex vom Clockworker versprochen hatte, mich in Sachen Steampunk auf der FedCon umzutun, erscheint mein Bericht über Greg, die Ausstellung und auch jede Menge Fotos vom dort am Samstag standesgemäß stattgefundenen Treffen der anwesenden Steampunks nicht hier auf PhantaNews, sondern drüben auf Clockworker.de – denn da passt er viel besser hin!
Ich wünsche viel Vergnügen!
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Logo DR. GRORDBORTS Copyright Greg Broadmore und Weta Workshop
Das ist meiner Ansicht nach eins der geilsten Fotos von der FedCon überhaupt, auf jeden Fall ist es für mich das Bild des Tages: ein Paar in Outfit des »Held von Kosmos« Ijon Tichy – aus der ZDF-Comedy-SF-Serie IJON TICHY: RAUMPILOT sehr frei nach Lem – zusammen mit der analogen Halluzinelle (die auch souverän ein metallenes Nudelsieb auf dem Kopf trug, was man auf dem Bild leider nicht sehen kann). Ganz großes Kino, leider haben die beiden mir erzählt, dass das außer mir nur noch ein anderer Teilnehmer erkannt hat.
Heute Nacht um 0:01 startete bekanntermaßen das lang erwartete hack&slay-Spiel DIABLO 3 aus dem Hause Blizzard. Es kam natürlich zu den erwarteten Serverproblemen durch den starken Andrang, aber damit war zu rechnen, das geschieht bei so ziemlich jedem Onlinespiel, das die Gamergemeinde halbwegs interessiert. Dummerweise ist der Onlinemodus noch gar nicht freigeschaltet – DIABLO 3 benötigt aber auch für die Offlinevariante eine Serververbindung …
Interessant allerdings erneut die Arroganz des Entwicklers Blizzard. Es existiert ein Grafikfilter namens DarkD3 alias Darker D3 Pixel Shader, der die Grafik des Spiels verändert und aus der von vielen Spielern bemängelten bonbonbunten Welt eine düsterere macht. Activision-Blizzard sieht das nicht gern und weist darauf hin, dass Spieler, die die Grafik auf diese Art und Weise gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen und deswegen aus dem Spiel ausgeschlossen werden könnten. Nach dem Shitstorm, der sich daraufhin unter den Nutzern erhob, sah man sich offensichtlich genötigt, zumindest ein wenig zurück zu rudern, denn Chefentwickler Jay Wilson twitterte auf eine Anfrage hin (die Übersetzung ist von mir und passt nicht in 140 Zeichen):
TOS against mods is so we can ban cheaters. I agree DarkD3 is not a cheat…yet. As long as it is not a cheat, no ban is likely.
Die Nutzungsbedingungen gegen Mods ist dafür gedacht, dass wir Cheater ausschließen können. Ich stimme zu, dass DarkD3 kein Cheat ist … noch nicht. Solange es kein Cheat ist, ist ein Ban unwahrscheinlich.
Die Wortwahl »noch nicht« und »unwahrscheinlich« zeigt aber deutlich, dass Blizzard der Ansicht ist, den Spielern vorschreiben zu können, wie sie sich DIABLO 3 anzusehen haben. Was kommt als nächstes? Wird das Verändern des Gammawertes, damit das Spiel heller wird und man mehr Details sehen kann, als Cheaten eingestuft? Denn letztendlich ermöglichen auch andere Software und etliche Grafikkarten (bzw. deren Treiber) selbst den Einsatz von spezialisierten Shadern, um das auf dem Bildschirm Gesehene zu verändern. Wird das zukünftig von Blizzard alles als Betrug durch Kontensperrungen geahndet?
Lächerlich!
Tatsächlich sind die Unterschiede marginal, wie zwei Screenshots von der Webseite des Shaders verdeutlichen – links die normale Ansicht, rechts die »normal«-Einstellung von DarkD3 – muss man darum wirklich so ein Aufhebens machen?
Weiterhin wurde seitens Blizzard nun auch offiziell erläutert, dass es eine Art Demozugang geben wird. Erst einmal über einen Gästepass, der jedem Spiel beiliegt (wie bei WOW und dessen Game Time Cards auch) und der es ermöglicht, das Spiel ohne Auktionshauszugang bis auf Level 13 zu testen und dabei den ersten Akt um den Skelettkönig durchzuspielen. Ab dem 15. Juni wird dieser Testzugang dann jedem zur Verfügung stehen.
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Logo DIABLO 3 Copyright Activision Blizzard, Quelle der Screenshots ist dark3d.com, Copyright der Screenshots: Activision Blizzard
Da bleibt selbst mir die Spucke weg und ich habe schon eine Menge Fanfilme gesehen. Fans stellen den gerenderten Film HOPE nach, den man als Promo für SWTOR sehen konnte und der auch Teil des Spiels ist. Als Realfilm mit Computereffekten, wohlgemerkt. Allerdings ist Satele Shan hier plötzlich männlich – schade …
Wahnsinn!
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hier zum Vergleich das Original:
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Wie immer pünktlich wie die Maurer … äh, Maler: pünktlich heute Nacht wurde die Ausgabe 275 des FANDOM OBSERVER zum Download bereit gestellt, Chefredakteur dieser Ausgabe war Olaf Funke. Unter den Themen diesmal:
Robert Musa befasst sich mit der Filmfassung von DIE TRIBUTE VON PANEM, Michael Erle beleuchtet die »ungleichen Brüder« PAUL und IRON SKY, weiterhin gibt es eine Vorschau auf die World Fantasy Convention 2013 in Brighton. Neues aus den Bereichen Comic (Neustart des DC-Universums), Film & Fernsehen, beispielsweise UNDERWORLD AWAKENING oder HUGO CABRET, sowie selbstverständlich Rezensionen zu Büchern und Hörbüchern wie JIMMY DER MOPS von Miriam Pharo, China Miévilles EMBASSYTOWN, KATHARSIA oder Andreas Dresens FREITRÄUMER.
Das alles auf prall gefüllten 18 Seiten. Wie immer auf der Webseite des FO zum kostenlosen Download. Totholzfetischisten können das Magazin aber auch nach wie vor ganz klassisch auf Papier erhalten.
Hier auf PhantaNews hatte ich bislang nicht darüber berichtet – allein das bereits eine unverzeihliche Unterlassung die man mir vergeben möge – aber im hohen Norden in Stade sollte in der »Festung Grauerort« Ende des Monats April 2012 eine Veranstaltung unter dem vielversprechenden Titel »Aethercircus« stattfinden. Wie der Name bereits vermuten lässt, sollte es sich dabei um einen Steampunk-Event handeln.
Das wäre natürlich großartig gewesen, insbesondere, da solche Veranstaltungen insbesondere in den USA, aber auch in Großbritannien und im restlichen Europa inzwischen zwar häufig anzutreffen, in Deutschland jedoch nach wie vor Mangelware sind.
Leider mussten die Veranstalter den Aethercircus Anfang dieser Woche kurz vor dem Termin komplett absagen, da die Verwaltung der Hansestadt Stade kurzfristig und unerwartet Auflagen machte, die nicht erfüllbar waren.
Das wollten wir genauer wissen. In Zusammenarbeit mit dem Clockworker – bekanntermaßen eine profiliertesten deutschen Steampunk-Seiten überhaupt – haben wir bei der Bürgermeisterin der Stadt Stade, Silvia Nieber (SPD), angefragt, um ein paar offene Fragen in diesem Zusammenhang zu klären – und um es weiteren Veranstaltern für die Zukunft zu ermöglichen, solche und andere Klippen zu umschiffen.
Der Text dieser Anfrage findet sich im Folgenden. Sobald wir eine Antwort erhalten, werden wir auch diese veröffentlichen.
Die 2012er Nominiertenliste für die alljährlich von der World Science Fiction Society verliehenen Hugo-Awards ist raus. Nun mag man an der Sinnhaftigkeit von solchen Auszeichnungen grundsätzlich zweifeln, allerdings sehe ich in den US-Preisen aus verschiedenen Gründen mehr Inhalt und Kompetenz als bei den hiesigen: die schiere Menge an Abstimmenden ist ebenso viel größer als bei uns, wie auch die pure Menge an Phantastik-Output in den Staaten (von der wir hier leider nur einen verschwindend geringen Bruchteil zu sehen bekommen).
Ich halte die US-Nominierungen und ‑Verleihungen deswegen insbesondere für eine treffliche Vorschlagsliste, die dem interessierten Leser prima Hinweise gibt, was man sich mal zum Lesen oder in Sachen Filme und Fernsehserien zum Ansehen vornehmen sollte. Und das gerade deswegen, weil es möglicherweise nicht in deutscher Sprache erscheint, da die Ablehner Entscheider bei den Publikumsverlagen der Ansicht sind, dass das hierzulande eh niemand liest.
Die Hugos werden am 2. September 2012 auf dem siebten Chicon in Chicago verliehen.
Im Ernst, seht euch diesen Fan-Kurzfilm an, der ist nämlich großartig! In Wirklichkeit ist PAC-MAN ein Geheimprojekt der US-Regierung …
Mehr Details zum Regisseur, Autor und Schauspieler James Farr auf seiner Webseite, auch das Projekt an sich ist selbstverständlich im Web zu finden.
Mit leichter Verspätung liefert Erik Schreiber die Ausgabe Nummer 580 seines Phantastischen Bücherbriefes. Doch diese Verspätung hatte einen guten Grund:
Wie bekannt ist, schreibt Erik nicht nur Bücherbriefe, sondern betreibt zudem noch den Verlag »Saphir im Stahl«. Dort sind soeben zwei neue Bücher erschienen. Zum einen der Gedichtband EIN AUGENBLICK FÜR ZWEI und zum anderen der SF-Roman ALLE ZEIT DER WELT von Pia Biundo. Da Erik mit den Vorbereitungen für diese Veröffentlichungen befasst war, verschob sich as Erscheinen des aktuellen Bücherbriefs verständlicherweise. Alle Informationen zu den Büchern findet der Interessierte auf der Webseite von »Saphir im Stahl«.
Der Bücherbrief 580 (März 2012) beginnt mit einem äußerst sachkundigen und informativen Nachruf auf den leider Anfang März verstorbenen Autoren Hans Kneifel. Danach folgt die bekannte Mischung aus Rezensionen von Büchern, Comics und Magazinen aus dem weiten Bereich Phantastik, aber auch Fanzines werden beleuchtet.
BioWare tut es tatsächlich: nach massiven Fanprotesten über das nicht zufrieden stellende Ende des dritten und letzten Teils der SF-Saga MASS EFFECT um Commander Shepard, hat sich der Entwickler entschlossen, ein neues Ende für das Spiel als Downloadcontent bereit zu stellen. Unklar ist noch, ob es zusätzliche Spielinhalte geben wird, oder »nur« neue Cinematics und Epilog-Szenen angeboten werden. Geliefert werden soll »mehr Klarheit« über das Ende des Storybogens, der sich über immerhin drei Spiele und fast fünf Jahre hinzog.
BioWare-Mitgründer Ray Muzyka sagt dazu (Übersetzung von mir):
Wir sind alle ungeheuer stolz auf MASS EFFECT 3 und die von Casey Hudson und seinem Team geleistetet Arbeit. Seit dem Launchhatten wir Zeit, uns das Feedback unserer glühendsten Fans anzuhören und wir reagieren nun darauf. Mit MASS EFFEC §: EXTENDED CUT sind wir der Ansicht, dass wir eine gute Balance dazwischen gefunden haben die Antworten zu geben, nach denen die Spieler verlangen, und gleichzeitig die künstlerische Vision des Teams für das Ende des Handlungsbogens im MASS EFFECT-Universum beizubehalten.
Da darf man gespannt sein, wie umfangreich die Änderungen sind und in wie weit man auf der »künstlerischen Vision des Teams« besteht.
Mir sei eine persönliche Anmerkung erlaubt: Kunst hin oder her, wenn ein großer Teil der Spieler das Ende eines solchen Produktes unzulänglich findet, dann ist das keine Kleinigkeit und ein Argument. Klar kann man mit künstlerischen Ansprüchen kommen – das bedeutet letztendlich aber nichts anderes als »wir wssen besser, was eine gute Story ist als ihr«. Bei Büchern und Filmen haben wir als Konsumenten diese Möglichkeit der Änderung nicht (die hat nur ein George Lucas), wenn uns etwas nicht gefällt. Bei einem Computerspiel, insbesondere bei einem das mit Downloadcontent erweitert werden kann – ist die technische Voraussetzung im Gegensatz zu den eben genannten Medien aber durchaus gegeben und alles andere als illusorisch. Warum also sollte man dann nicht darauf bestehen, ein adäquates und zufriedenstellendes Ende zu bekommen? Es gab Stimmen aus der Branche, die haben gesagt, BioWare solle sich darauf nicht einlassen und haben ebenfalls etwas von »Kunst« erzählt und dass der Künstler den Verlauf der Handlung bestimmt. Ja, auch ein Computerspiel ist Kunst, manch eines sogar weitaus künstlerischer als so mancher unerträgliche Film. Aber warum soll man die technischen Möglichkeiten des Medium nicht nutzen? Warum nicht den kreativen Input der Fans annehmen, um ein Kunstwerk noch besser zu machen? Wird das Kunstwerk dadurch schlechter?
Ich sage: nein!
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Promo-Grafik MASS EFFECT 3 Copyright BioWare und Electronic Arts
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