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Der »Neue Buchpreis«? Oder nur Werbung für ePubli?

Tages­spie­gel, Zeit Online, die »Stif­tung Lesen« und ePu­b­li haben einen Buch­preis für Selbst­ver­le­ger aus­ge­lobt, zu dem man ab heu­te Wer­ke ein­rei­chen kann. Der Preis ist mit ins­ge­samt 20000 Euro dotiert, Details fin­det man auf der zuge­hö­ri­gen Web­adres­se der​ne​uebuch​preis​.de (die auf eine ePu­b­li-Sei­te umlei­tet).

Geför­dert wer­den sol­len Selbst­ver­le­ger, in ver­schie­de­nen Kate­go­rien (Bel­le­tris­tik, Sach­buch, Wis­sen­schaft, Kunst und Foto­gra­fie sowie Kin­der- und Jugend­buch) kön­nen Bücher ein­ge­reicht wer­den, die dann zuerst duch die Leser und danach von einer Jury aus Jour­na­lis­ten, Lite­ra­tur­ex­per­ten und Wis­sen­schaft­lern gesich­tet und bewer­tet wer­den.

Ziel ist laut Web­sei­te die »Wür­di­gung der bes­ten Self­pu­bli­shing-Autoren«.

Ich hal­te das ehr­lich gesagt efür in wenig eigen­ar­tig, denn die Teil­nah­me ist aus­schließ­lich mit Wer­ken mög­lich, die bei ePu­b­li zur Ver­öf­fent­li­chung ein­ge­reicht wer­den. Wenn es hier tat­säch­lich um Self­pu­bli­shing und des­sen Ver­brei­tung geht, soll­ten Bücher über alle Ver­triebs­mög­lich­kei­ten in die Bewer­tung mit ein­ge­hen und nicht nur sol­che, die über die Holtz­brinck-Toch­ter ePu­b­li ver­öf­fent­licht wer­den. Um teil­neh­men zu kön­nen, muss man zudem einen Autoren­ver­trag mit ePu­b­li abschlie­ßen, das bedeu­tet: wer das frag­li­che Werk bereits bei Ama­zon (oder einer der ande­ren Platt­for­men, die ePu­b­li beschickt) ver­öf­fent­licht hat, ist raus.

Man möge mir ver­ge­ben, aber das Gan­ze erscheint mir eher wie eine groß ange­leg­te Wer­be­ak­ti­on für die Platt­form ePu­b­li, deren Prei­se im Bereich Print ange­sichts Crea­teSpace inzwi­schen deut­lich über­höht erschei­nen (ins­be­son­de­re ange­sichts der ange­bo­te­nen Tan­tie­men). Was wir brau­chen ist ein Platt­form-unab­hän­gi­ger Preis für Selbst­ver­le­ger, um das Kon­zept und auch Autoren beim Publi­kum bekann­ter zu machen.

Für sol­che Autoren, die noch ein unver­öf­fent­lich­tes Werk in der vir­tu­el­len Schub­la­de haben, ist die Akti­on aber mög­li­cher­wei­se inter­es­sant.

[Update 06.07.2012:] Um das noch­mal klar zu stel­len, da es Fra­gen und Hin­wei­se gab: man kann selbst­ver­ständ­lich auch teil­neh­men, indem man ein Buch ein­reicht, das aus­schließ­lich im ePu­b­li-Store zum Ver­kauf ange­bo­ten wird. Dann kann man auch mit Wer­ken teil­neh­men, die bereits via Ama­zon oder ande­ren Platt­for­men im Han­del sind. Nach wie vor bin ich aller­dings der Ansicht, dass ein Autoren­ver­trag mit ePu­b­li grund­le­gend dem Prin­zip »Self­pu­bli­shing« wider­spricht, ins­be­son­de­re zumal die Tan­tie­men über die Holtz­brinck-Toch­ter gerin­ger sein dürf­ten, als wenn man das Buch selbst ver­treibt.

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Logo DNBP Copy­right ePu​b​li​.de, aus dem Pres­se­ma­te­ri­al­ar­chiv von ePu­b­li

Der Phantastische Bücherbrief 583

Neu­er Monat neu­er Bücher­brief. Auch in der Aus­ga­be 583 bespricht Erik Schrei­ber wie­der reich­lich Mate­ri­al.

Wei­ter­hin weist er auf ein Pro­jekt hin, das ihm per­sön­lich am Her­zen liegt: Die Über­set­ze­rin Susan­ne Gerold will auch den vier­ten Band des Valas­hu-Epos ins Deut­sche über­tra­gen und her­aus brin­gen, dazu gibt es auf der ers­ten Sei­te des Bücher­briefs einen kur­zen Hin­weis. Die Rei­he stammt vom 1952 in Tole­do, Ohio gebo­re­ne­nen Autor David Zin­dell, und bei Blan­va­let erschie­nen nur die ers­ten drei Roma­ne; via Crowd­fun­ding über Start­next sol­len nun die finan­zi­el­len Mit­tel gesam­melt wer­den, um die Ver­öf­fent­li­chung von Band vier zu ermög­li­chen.

Selbst­ver­ständ­lich ent­hält die Num­mer 583 eine Erin­ne­rung an den kürz­lich ver­stor­be­nen SF-Autor Ray Brad­bu­ry, wei­ter­hin fin­det man Bespre­chun­gen von Büchern, Hef­ten, Comics, Hör­bü­chern, Taschen­bü­chern und Fan­ma­ga­zi­nen.

Der Phan­tas­ti­sche Bücher­brief 583 – Juni 2012 (PDF, ca. 317 kB)

Da isser: FANDOM OBSERVER 277

Ein neu­er Monats­ers­ter (schon wie­der?) – ein neu­er FANDOM OBSERVER. Dies­mal unter der Ägi­de des Chef­rad­ak­teurs Gün­ther Freu­nek und unter ande­rem mit fol­gen­den The­men:

- Titel­ge­schich­te: Comic­sa­lon 2012, Pas­cal Philp und Olaf Brill berich­ten aus Erlan­gen
– Kri­ti­sche Grö­ße erreicht? Roland Tri­an­kow­ski und Bernd Mey­er haben den Nord­con in Ham­burg besucht
– Die Welt der Phan­tas­tik – bequem auf der Couch: Gün­ther Freu­nek nimmt phan​tas​tik​-couch​.de unter die Lupe – die Mache­rin­nen im Inter­view
– Zum Tod von Ray­mond Dou­glas Brad­bu­ry, genannt Ray: Nach­ru­fe von Gün­ther Freu­nek, Hol­ger Marks und Ingrid Poin­te­cker

Wei­te­re Inhal­te der Num­mer 277 sind:

Nina Hor­vath inter­viewt Vero­ni­ka Stix vom Mond­wolf-Ver­lag, Olaf Brill erin­nert an TIME TUNNEL und weist auf eine DVD mit den frü­hen ZDF-Syn­chos hin (die, wie ich aus eige­ner Erfah­rung weiß, gera­de­zu ein Feu­er­werk der unfrei­wil­li­gen Komik sind), Ingrid Poin­te­cker bespricht das Rol­len­spiel­pro­jekt IMAGINATION von James »Grim« Des­bo­rough. Natür­lich fin­den sich Rezen­sio­nen, bei­spiels­wei­se zu Phil­ip Schwarz´ VISIONEN, DREI MONDE von Lars Hit­zing, oder die Aus­ga­be 2 von SUPER PULP. Außer­dem Kino­re­zen­sio­nen und Bespre­chun­gen von Rüdi­ger Schä­fer zu TOUCH, AMERICAN HORROR STORY, MIB 3 und DIE REISE ZUR GEHEIMNISVOLLEN INSEL.

Den FANDOM OBSERVER 277 gibt es wie immer zum kos­ten­lo­sen Down­load als PDF auf der Web­sei­te des Fan­zines.

THE STAR WARS THAT I USED TO KNOW

Unbe­schreib­lich: Gotyé & Kim­bra-Cover mit Darth und Onkel Geor­ge. Das ist der krö­nen­de Abschluss des Tages! Auf You­tube gibt´s den Text.

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Nominierungen zum SPIEL DES JAHRES 2012

Die Jury ging auch in die­sem Jahr erneut in sich (tat­säch­lich ist die Ver­öf­fent­li­chung die­ser Infor­ma­ti­on bereits ein paar Tage alt, lei­der ging sie an mir vor­über) und hat eine Nomi­nie­rungs­lis­te für den Preis SPIEL DES JAHRES 2012 ver­öf­fent­licht:

Nomi­niert als »Kin­der­spiel des Jah­res 2012«:
(in alpha­be­ti­scher Rei­hen­fol­ge)

DIE KLEINEN DRACHENRITTER von Mar­co Teub­ner (Ver­lag: HUCH! & fri­ends)
Schrä­ge Sta­pe­lei für 2 bis 4 toll­küh­ne Klet­te­rer ab 5 Jah­ren

SCHNAPPT HUBI! von Stef­fen Bogen (Ver­lag: Ravens­bur­ger)
Koope­ra­ti­ves Such­spiel für 2 bis 4 pfif­fi­ge Geis­ter­jä­ger ab 5 Jah­ren

SPINNENGIFT UND KRÖTENSCHLEIM von Klaus Teu­ber (Ver­lag: Kos­mos)
Unge­heu­er­li­che Hexe­rei für 2 bis 4 cle­ve­re Gedächt­nis­künst­ler ab 6 Jah­ren

Die Aus­zeich­nung »Kin­der­spiel des Jah­res 2012« wird am 11. Juni 2012 in Ham­burg statt­fin­den.

Nomi­niert für die Wahl zum »Spiel des Jah­res 2012«:
(in alpha­be­ti­scher Rei­hen­fol­ge)

ESELSBRÜCKE von Ste­fan Dor­ra und Ralf zur Lin­de (Ver­lag: Schmidt)
Fan­ta­sie­vol­les Erzähl­spiel für 3 bis 12 Gedächt­nis­künst­ler ab 8 Jah­ren

KINGDOM BUILDER von Donald X. Vac­ca­ri­no (Ver­lag: Queen Games)
Rit­ter­li­ches Auf­bau­spiel für 2 bis 4 Königs­treue ab 8 Jah­ren

VEGAS von Rüdi­ger Dorn (Ver­lag: alea /​ Ravens­bur­ger, Ver­trieb: Hei­del­ber­ger Spie­le­ver­lag)
Tak­ti­sches Wür­fel­zo­cken für 2 bis 5 Casi­no­gäs­te ab 8 Jah­ren

Das »Spiel des Jah­res 2012« wird am 9. Juli 2012 in Ber­lin aus­ge­zeich­net.

Nomi­niert für die Wahl zum „Ken­ner­spiel des Jah­res 2012“:
(in alpha­be­ti­scher Rei­hen­fol­ge)

K2 von Adam Kalu­za (Ver­lag: rebel​.pl, Ver­trieb: Hei­del­ber­ger Spie­le­ver­lag)
Wag­hal­si­ges Berg­stei­gen für 1 bis 5 Gip­fel­stür­mer ab 8 Jah­ren

TARGI von Andre­as Stei­ger (Ver­lag: Kos­mos)
Tak­ti­sches Wüs­ten­du­ell für 2 Stam­mes­füh­rer ab 12 Jah­ren

VILLAGE von Inka Brand und Mar­kus Brand (Ver­lag: eggert­spie­le, Ver­trieb: Pega­sus Spie­le)
Facet­ten­rei­ches Spiel des Lebens für 2 bis 4 Kar­rie­ren­pla­ner ab 12 Jah­ren

Das »Ken­ner­spiel des Jah­res 2012« wird eben­falls am 9. Juli 2012 in Ber­lin gekürt.

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Quel­le: spiel​-des​-jah​res​.com, Cover KINGDOM BUILDER Copy­right Queen Games

Phantastischer Bücherbrief 582

Wie­der ein­mal stellt Erik Schrei­ber einen neu­en Bücher­brief zur Ver­fü­gung. Die Aus­ga­be 582 ent­hält einen Nach­ruf auf den kürz­lich ver­stor­be­nen Autor Mau­rice Send­ak, Ver­fas­ser von WO DIE WILDEN KERLE WOHNEN.

Dane­ben fin­det man auf 44 Sei­ten wie­der ein­mal Rezen­sio­nen über Rezen­sio­nen, dies­mal aus den Berei­chen deut­sche Phan­tas­tik, inter­na­tio­na­le Phan­tas­tik, Heft­ro­ma­ne, Hör­spie­le & Hör­bü­cher, sowie Maga­zi­ne und Fan­zines. Eriks Lesepen­sum ist nach wie vor beacht­lich.

Den Bücher­brief 582 kann man ein Stück wei­ter unten her­un­ter laden, es han­delt sich um eine PDF-Datei

Phan­tas­ti­scher Bücher­brief 582 – Mai 2012 (PDF, ca. 650 kB)

Erschienen: FANDOM OBSERVER 276

Neu­er Monat, neu­er FANDOM OBSERVER. Heu­te Nacht um 0:00 ging die elek­tro­ni­sche Fas­sung pünkt­lich online, in Kür­ze wer­den sie auch die Papier­fans im Brief­kas­ten fin­den. In der von Mar­tin Kempf her­aus gege­be­nen Aus­ga­be 276 fin­den sich fol­gen­de The­men:

Titel­ge­schich­te: Moni­ka Tresk berich­tet vom Euro­con 2012 in Zagreb
War­ten auf Shat­ner: Kat­rin Hem­mer­ling hat die Fed­con XXI in Düs­sel­dorf besucht
Fami­li­en­fei­er: Petra Hart­mann war beim dies­jäh­ri­gen Mar­burg­Con und hat eine fami­liä­re Zusam­men­kunft erlebt

Dazu natür­lich wie immer Buch­re­zen­sio­nen (Sean O´Connells Tír na nÓg 2 oder Micha­el Erles KOPFLOSER, HERZ­LO­SER-Tri­lo­gie), Film­be­spre­chun­gen (IRON SKY, BATTLESHIP, HUNGER GAMES) und vie­les mehr.

Den FO 276 kann man wie immer kos­ten­los auf der Web­sei­te des Fan­zines her­un­ter laden. Er liegt im PDF-For­mat vor und hat eine Datei­grö­ße von ca. 4,6 MB.

Webserie: BATGIRL SPOILED

Heu­te ist mal wie­der Video-Tag, scheint es. Der nächs­te Clip ist ein Teaser zu einer von Fans rea­li­sier­ten Webse­rie namens BATGIRL: SPOILED. Irgend­wie ist es natür­lich der nächs­te logi­sche Schritt, wenn man sei­ne coo­le Cos­play-Gewan­dung nicht nur auf Cons zur Schau stellt, son­dern sie nutzt, um einen Fan­film oder gleich eine gan­ze Webse­rie zu dre­hen.

Die Web­sei­te zum Pro­jekt ist noch in einem sehr frü­hen und unfer­ti­gen Sta­di­um, aber immer­hin gibt es bereits einen Teaser:

Ste­pha­nie Brown, Toch­ter des CLUE­MAS­TERs war im DC-Uni­ver­sum eine Vigi­lan­tin namens SPOILER, bevor sie erst zum vier­ten ROBIN wur­de und danach auf BATGIRL umsat­tel­te. Um die­sen Cha­rak­ter geht es in der Serie, wei­ter­hin tau­chen offen­bar­zu­dem CATWOMAN, BATWOMAN, POISON IVY, HARLEY QUINN und THE QUESTION auf, dem Geläch­ter nach zu urtei­len auch DER JOKER.

Wol­len wir für das Pro­jekt hof­fen, dass DC Comics sei­ne Anwäl­te an der Ket­te lässt …

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Episch: Darth Vader gegen Gandalf

Ich ent­hal­te mich jeg­li­chen wei­te­ren Kom­men­tars, aber ich kann mir vor­stel­len, dass das die Hard­core-Fans der bei­den Fran­chi­ses sich hier­über zer­flei­schen … :o)

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FedCon 2012: Paul Watson – Save Our Captain!

Paul Wat­son

Es ist in den Medi­en qua­si nicht the­ma­ti­siert wor­den (immer­hin berich­te­te der Spie­gel): einer der Gast­red­ner auf der dies­jäh­ri­gen Fed­Con soll­te Paul Wat­son sein, Green­peace-Mit­be­grün­der und Chef der offen­si­ven Umwelt- und Natur­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on Sea She­p­herd, die sich ins­be­son­de­re dem Schutz der Welt­mee­re ver­schrie­ben hat. Einer der Sup­port­er von Sea She­p­herd ist Richard Dean Ander­son.

Als Wat­son auf dem Flug­ha­fen Frank­furt deut­schen Boden betrat wur­de er von den Behör­den fest­ge­nom­men. Grund dafür war, dass Wat­son 2002 (ande­re Quel­len nen­nen als Jahr 2005) bei einer Umwelt­schutz­ak­ti­on in Cos­ta Rica angeb­lich dor­ti­ges Recht gebro­chen hat­te. Kon­kret ver­hin­der­te er eine bru­ta­le Hai­jagd, bei der den Tie­ren die als Deli­ka­tes­sen gel­ten­den Flos­sen abge­schnit­ten wer­den und man die Tie­re danach zum qual­vol­len Ver­en­den wie­der ins Meer wirft. Bei der rou­ti­ne­mä­ßi­gen Aus­weis­kon­trol­le auf dem Flug­ha­fen stell­te man fest dass die­ser Haft­be­fehl exis­tier­te und mach­te ihn sofort ding­fest. Mir stell­te sich sofort die Fra­ge, ob Deutsch­land tat­säch­lich für die­sen Fall gül­ti­ge Aus­lie­fe­rungs­ver­ein­ba­run­gen mit Cos­ta Rica hat ..?

Wäh­rend der Fed­Con wur­de immer wie­der auf das Schick­sal des »Skip­pers« hin­ge­wie­sen, nicht nur am Stand von Sea She­p­herd, son­dern auch von ein­zel­nen Gäs­ten. J. G. Hertzler bei­spiels­wei­se, der Dar­stel­ler des Gene­ral Mar­tok in der Serie DS9, hielt eine fast schon flam­mend zu nen­nen­de Rede wäh­rend der Pres­se­kon­fe­renz, in der er dar­auf hin­wies, dass die The­men von Wat­son und Sea She­p­herd in direk­tem Zusam­men­hang mit STAR TREK ste­hen. Im Film STAR TREK IV – ZURÜCK IN DIE GEGENWART muss­te die Crew der Enter­pri­se in die Ver­gan­gen­heit rei­sen, um Wale in eine Zukunft zu brin­gen, in der die­se bereits aus­ge­rot­tet waren, weil sonst eine außer­ir­di­sche Son­de die Erde zer­stört hät­te. Hertzler wies ein­dring­lich und mit deut­li­chen Wor­ten dar­auf hin, dass es Men­schen wie Wat­son sind, die dafür sor­gen, dass die Wale und ande­re Lebe­we­sen nicht aus­ster­ben und dass die The­ma­tik ins­be­on­de­re TREK-Fans inter­es­sie­ren soll­te.

J. G. Hertzler

Das alles stieß auf reges Inter­es­se und das auch über die Fed­Con hin­aus, es müs­sen zahl­lo­se Brie­fe, Faxe und sons­ti­ge Pro­tes­te bei den Behör­den und zustän­di­gen staat­li­chen Stel­len ein­ge­gan­gen sein. Das führ­te zu einer in Deutsch­land äußerst außer­ge­wöhn­li­chen Frei­las­sung Wat­sons gegen Kau­ti­on am ver­gan­ge­nen Sonn­tag.

Aber das The­ma ist nicht aus­ge­stan­den, denn nach wie vor blei­ben die Anschul­di­gun­gen und die dro­hen­de Aus­lie­fe­rung an Cos­ta Rica bestehen. Die ursprüng­lich geplan­te Demons­tra­ti­on für sei­ne Befrei­ung am 23. Mai in Ber­lin bleibt auf­recht erhal­ten, dies­mal wird Wat­son selbst an ihr teil­neh­men. Der Zeit­punkt ist per­fekt gewählt denn die Prä­si­den­tin von Cos­ta Rica, Lau­ra Chin­chil­la, ist dann auf Staats­be­such in Deutsch­land und kommt mit Mer­kel dort vor­bei.

Alle Details zur Demo fin­den sich auf der deut­schen Web­sei­te von Sea She­p­herd. Wer Wat­son unter­stüt­zen möch­te, soll­te das tun, indem er Brie­fe, Faxe und Emails bei­spiels­wei­se an die Jus­tiz­mi­nis­te­rin schreibt, indem er die Medi­en infor­miert, bis denen die Ohren blu­ten und indem er Drit­ten erzählt, was da abgeht.

Per­sön­li­che Anmer­kung: auch wenn die Ver­haf­tung for­mal kor­rekt gewe­sen sein mag, was sich erst noch her­aus stel­len muss. Ich hal­te es für ein Unding und für hoch­gra­dig pein­lich, dass die­ser Mann, der ein bru­ta­les, rein aus Geld­ma­che­rei statt­fin­den­des, Gemet­zel an Hai­en ver­hin­dert hat, des­we­gen in Deutsch­land fest­ge­nom­men wird. Beson­ders dumm wird die Akti­on, weil Inter­pol den inter­na­tio­na­len Haft­be­fehl bereits vor Jah­ren zurück­ge­nom­men hat­te. Man kann nur ver­mu­ten, dass die hie­si­gen Behör­den sich ob des anste­hen­den Staats­be­su­ches pro­fi­lie­ren woll­ten …

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Bild Paul Wat­son von Wit­ty lama, aus der Wiki­pe­dia, CC BY-SA, Bild J. G. Hertzler auf der Fed­Con-Pres­se­kon­fe­renz von mir (Ste­fan Holz­hau­er), CC BY-NC-SA

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