Dr. Viktor Frankensteins Kreation – oder sagen wir vielleicht besser: Kreatur – nach dem Mary Shelley-Roman gehört zu den wohl meistverfilmten Antihelden der Filmgeschichte. Und es ist mal wieder eine neue auf dem Weg.
Die neue Fassung ist eine moderne Version und wirft einen neuen Blick auf das Monstrum, das nicht viel mit dem von früher zu tun hat. Auf Schrauben im Hals wird man wohl verzichten müssen, dafür unterzieht sich die Kreatur umfangreicher plastischer Chirurgie, um sein Aussehen … na sagen wir mal: »zu verbessern«. Außerdem trainiert das Geschöpf, um fit zu sein. Jetzt sollte man aber nicht auf die idee verfallen, es handle sich hierbei um eine Frankenstein-Version eines Fitness-Videos, das Geschöpf benötigt die Muckis für seinen Kampf gegen Gargoylen, Dämonenprinzen und Armeen aus Untoten.
Ja, es fällt irgendwie auf, dass Aaron Eckhard, der diesmal die Rolle der Kreatur übernehmen soll, nicht unbedingt das Monster spielt, das Opa gekannt hat. Die neue Fassung basiert auf dem gleichnamigen Comic von Kevin Grevioux.
Jeff Bridges ist spätestens seit TRON LEGACY im Genre-Bereich wieder gut unterwegs. In Kürze wird man ihn an der Seite von Ryan Reynolds in der Komödie um untote Cops R.I.P.D. sehen können außerdem steht allerdins der Fantasyfilm SEVENTH SON an – und was der Trailer zeigt ist überaus vielversprechend!
Die Geschichte spielt im 18. Jahrhundert und dreht sich um den jungen Thomas (Ben Barnes), siebter Sohn eines siebten Sohnes, der auserkoren wird, zum »Spook« zu werden. Spooks sind Geisterjäger und er wird zum Lehrling des lokalen Vertreters Master Gregory (Jeff Bridges). Vor vielen Jahren hat der die böse Mutter Malkin besiegt und gebunden, doch eines Tages kann die Hexe sich befreien und schwört Rache. Gregory hat nun statt vielen Jahren nur sehr wenig Zeit, um Tom alles Wichtige beizubringen und Mutter Malkin daran zu hindern, die Menschheit ins Dunkel zu ziehen.
Der Film basiert auf der WARDSTONE-Buchreihe (in den USA auch als LAST APPRENTICE) von Joseph Delaney, von der bereits neun Bände veröffentlicht wurden und vier weitere sich in Vorbereitung befinden. Warner Bros. hofft offenbar, mit einem neuen Franchise in die Fußstapfen eines gewissen erfolgreichen Zauberlehrlings treten zu können. In Deutschland erschienen die ersten vier Romane der Reihe unter dem Titel DER SPOOK.
Der Comic erschien bereits im Jahr 1999 und fand bereits einmal eine Umsetzung als Kinofilm, der wurde allerdings allgemein eher negativ angenommen. Inhaltlich geht es um fiktive Figuren aus dem viktorianischen Zeitalter, nämlich Allan Quartermain, Captain Nemo, der Unsichtbare, Mina Murray sowie Dr. Jekyll (und selbstverständlich Mr. Hyde).
Wie oben geschrieben wurde erst einmal ein Pilotfilm geordert, nach dessen Begutachtung die hohen Mächte beim Sender entscheiden werden, ob das Ganze in Serie gehen wird. Moore und O´Neill sind übrigens nicht in das Projekt involviert.
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Cover LEAGUE OF EXTRAORDINARY GENTLEMEN Vol. 1 Copyright WildStorm
Im Atlantis-Verlag ist soeben Philip José Farmers SHERLOCK HOLMES UND DIE LEGENDE VON GREYSTOKE erschienen. Damit wird die Geschichte über das Zusammentreffen von Sherlock Holmes und Tarzan erstmals in der ursprünglichen Fassung auf Deutsch publiziert.
London, Februar 1916. Sherlock Holmes und Dr. John Watson werden von Mycroft Holmes aus dem Ruhestand gerufen, um dem Empire gegen seine wohl größte Bedrohung beizustehen. Einmal mehr müssen sie sich gegen den durchtriebenen von Bork stellen, denn der diabolische Agent des Kaiserreichs ist zurück und hat zu Hochzeiten des Ersten Weltkriegs eine schreckliche Waffe in die Hände bekommen. Um ihn aufzuhalten, begeben sich der Meisterdetektiv und sein treuer Freund und Chronist tollkühn in die Lüfte und reisen bis nach Afrika.
Ben Sonntag hat den Roman in Deutsche übertragen. Ein Vorwort von Christian Endres und ein Nachwort von Win Scott Eckert runden das Buch ab, das Titelbild stammt von Mark Freier. Mehr zum Roman auch im Verlagsblog.
DIE LEGENDE VON GREYSTOKE ist erhältlich als Paperback mit 130 Seiten (10,00 EUR, ISBN 978–3‑86402–066‑7), als Hardcover (13,00 EUR, direkt beim Verlag) und als eBook bei Amazon (3,99 EUR).
SHERLOCK HOLMES UND DIE LEGENDE VON GREYSTOKE
Philip José Farmer
Taschenbuch, Hardcover, eBook
130 Seiten, Juni 2013
10,00 EUR (Taschenbuch)
13,00 EUR (Hardcover)
3,99 EUR (eBook)
ISBN (Taschenbuch): 978–3‑86402–066‑7
ASIN (eBook): B00DPYZZOE
Atlantis-Verlag
Cover DIE LEGENDE VON GREYSTOKE Copyright Atlantis-Verlag
Kurz nach dem Humble eBook Bundle kommt auch StoryBundle mit einem Paket von elektronischen Büchern aus der virtuellen Höhle, diesmal handelt es sich um Science Fiction-Werke. Auch hier darf man bezahlen, was man möchte und erhält dafür Romane von namhaften Autoren.
Die letzten beiden erhält man allerdings nur dann, wenn man mindestens zehn Dollar zahlt. Die Bücher sind auch hier DRM-frei und liegen so wie es aussieht als ePub und für den Kindle vor. Auch hier kann man einen Teil des Betrags für wohltätige Zwecke spenden, im Gegensatz zum HUMBLE BUNDLE ist das allerdings optional. Bei der Standardverteilung des entrichteten Obolus´ gehen 70% der Einnahmen an die Autoren und 30 % an StoryBundle.
Logo StoryBundle und Promofoto Copyright StoryBundle
Und zum Julibeginn gibt es natürlich auch wieder einen von Erik Schreibers PHANTASTISCHEN BÜCHERBRIEFEN. Die Nummer 595 eröffnet leider mit diversen Nachrufen, nämlich auf Marianne Sydow (1944 – 2013), Iain Banks (1954 – 2013), Parke Godwin (1929 – 2013) und Richard Matheson (1926 – 2013).
Weiterhin gubt es wie immer zahllose Besprechungen von Publikationen aus dem deutschsprachigen und internationalen Phantastik-Genre, beispielsweise Frank Rehfelds ZWERGENBANN, Myra Çakans DREIMAL PROXIMA CENTAURI UND ZURÜCK, Thomas Thiemeyers DAS GESETZ DES CHRONOS, A. Lee Martinez´ DER MOND IST NICHT GENUG, BLUTKLINGEN von Joe Abercrombie oder George R. R. Martins PLANETENWANDERER.
Weiterhin gibt es Artikel zu Publikationen aus den Bereichen Heftroman, Fanzines und Comics.
Den PHANTASTISCHEN BÜCHERBRIEF gibt es wie immer als PDF-Datei zum Download.
Sonst gibt es in den HUMBLE BUNDLES meist Indie-Computerspiele, einmal erhielt man allerdings auch ein Bündel aus eBooks. Jetzt ist das zweite HUMBLE EBOOK BUNDLE erschienen. In einer Aktion, die bei uns aufgrund des merkwürdigen Buchpreisbindungsgesetzes nicht möglich wäre (ein Gesetz, das meiner Ansicht nach Innovationen im eBook-Bereich verhindert und insbesondere Selfpublisher benachteiligt), kann man für die angebotenen eBooks einen frei gewählten Preis bezahlen.
Dafür erhält man dann ein bemerkenswertes Angebot, das man eigentlich nicht als »Indie« bezeichnen kann:
Cory Doctorows LITTLE BROTHER, ein Buch, das aufgrund der derzeitigen Abhör- und Datenskandale aktueller denn je ist und das technische Möglichkeiten von Firmen und Behörden und auch die Abwehr derselben, sowie Möglichkeiten zur Gegenwehr aufzeigt. Dabei ist der Roman in seinen technischen Details so geschrieben, dass auch Computerlaien ihn verstehen können. Weiterhin: Cherie Priests Steampunk-Roman BONESHAKER, Robert Charles Wilsons SF-Roman SPIN und Lois McMaster-Bujolds SHARDS OF HONOR, der erste Band der Vorkosigan-Saga.
Wer mehr als die derzeit durchschnittlichen zehn Dollar berappt, erhält noch dazu: Wil Wheatons JUST A GEEK und Peter S. Beagles Fantasy-Klassiker THE LAST UNICORN.
Das HUMBLE eBOOK BUNDLE 2 entstand in Zusammenarbeit mit der SFWA, wie immer geht ein Teil der Einnahmen an wohltätige Zwecke.
Nachtrag: die Ebooks liegen in den Formaten PDF, mobi und ePub vor.
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Logo HUMBLE eBOOK BUNDLE 2 Copyright Humble Bundle Inc.
Es ist leider nur ein Buch, das würde ich mir definitiv auch als Film ansehen: eine Interpretation von STAR WARS im Stile des alten Barden Shakespeare. Irgendwie hat man schon den Eindruck, plötzlich sprechen alle wie Yoda … :)
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Eine der nächsten Superhelden-Verfilmungen im Kino ist bekanntermaßen THE WOLVERINE (in Deutschland glaube ich als WOLVERINE – WEG DES KRIEGERS). Nach einigen ‘Trailern gibt es nun auch eine Featurette zu den neuen Abenteuern von James Logan Howlett, der – wie vermutlich auch jeder weiß – von Hugh Jackman dargestellt wird.
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So um 2010 und 2011 war Amazons Programm »Kindle Singles« schon mal ein Thema im virtuellen Blätterwald des #Neulands, damals wurde das Programm vorgestellt und kurz darauf dann auch in den USA gestartet. Mit etwas Verzögerung – wie immer – wurde das Konzept nun auch nach Deutschland transplantiert, denn seit heute ist eine Kindle Singles-Seite bei Amazon.de zu erreichen.
Kindle Singles das sind kürzere Texte, die man für vergleichsweise kleines Geld erwerben kann. Der Umfang liegt bei ca. 5000 bis 30000 Worten, Amazon umschreibt das mit »länger als ein Artikel, kürzer als ein Roman«.
Der Plan ist natürlich nicht dumm, denn ca. 10 Seiten Kindle-eBook entsprechen grob einem Heftroman und damit einer einstmals erfolgreichen Textform, die sich für die schnelle Lektüre »zwischendurch« eignete. Es gibt eigentlich keinen Grund, warum sie nicht auch in eBook-Form erfolgreich sein sollte. Die Preise für die Kindle Singles beginnen bei 0,99 Euro und gehen bis 1,99 Euro, je nach Umfang des Werkes. Mich persönlich wundert, dass Amazon sich damit so lange Zeit gelassen hat.
Es liegen übrigens derzeit erstaunlich viele Sachtexte vor, ich hätte mit mehr Belletristik gerechnet. Neben der momentan noch vergleichsweise überschaubaren Anzahl an deutschen Titeln (40 Stück), kann man selbstverständlich auch englischsprachige Singles bekommen (derzeit 400). Besonders interessant ist hierbei auch, dass Amazon selbst englischsprachige Titel aus dem eigenen Programm ins Deutsche übersetzen ließ, um sie zum Start der Plattform anbieten zu können. Im Rahmen des Programms »Amazon Crossing« wurden bislang fast ausschließlich fremdsprachige Titel ins Englische übersetzt, jetzt soll das auch für den Weg »Englisch in andere Sprachen« forciert werden.
Ich kann allerdings nicht nachvollziehen, warum gerade in Deutschland jetzt auf einmal so ein Hype um das Format gemacht wird, denn auch andere Verlage betätigen sich bereits im Bereich sogenannter »Singles«, die ja letztendlich auch nix anderes sind als Texte im Heftromanumfang und dieses Format ist nun wahrlich nix Neues. Ob es nun als Heft oder eBook vorliegt ist ja erst einmal zweitrangig. Natürlich waren die Heftromane immer das ungeliebte Literaturkind und wurden als Schund abgetan. Das ist vielleicht der Grund, warum die hiesigen Verlage sich bemühen, diesen Vergleich erst gar nicht aufkommen zu lassen.
Ich finde das merkwürdig, denn letztendlich handelt es sich um schnell zu konsumierende Texte, daran kann ich nichts Verwerfliches erkennen. Profane Kitsch-Romantasy, wie sie zuhauf von den Verlagen auf den Markt geworfen wurde, finde ich persönlich schlimmer, weil sie eine Monokultur im Phantastik-Bereich schuf, die nicht jedem gefällt und die die restlichen phantastischen Genres kannibalisiert hat.
Die vermutlich erfolgreichsten »Singles« gibt es in Deutschland im eBook-Bereich übrigens bereits seit Jahren, sie nennen sich PERRY RHODAN.
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