eBook

Amazon kündigt »Kindle Match Books« an – AutoRip für Bücher

Buch & eReader

Als Ama­zon Auto­Rip vor­stell­te, also dass man beim Erwerb der meis­ten CDs die Stü­cke zusätz­lich und kos­ten­los dazu bekommt, war mir schon klar, dass es etwas Ähn­li­ches in nicht all­zu fer­ner Zukunft auch für Bücher geben wür­de. Und mei­ne Intui­ti­on hat mich nicht getäuscht.

Unter dem Titel »Kind­le Match Books« wird man Medi­en­be­rich­ten zufol­ge dem­nächst die eBooks zu bereits erwor­be­nen Büchern bekom­men. Die­se wer­den zum Teil kos­ten­los sein, für ande­re wer­den aller­dings Beträ­ge zwi­schen 0,99 und 2,99 Dol­lar fäl­lig wer­den. Das Pro­gramm soll in den USA bereits im Okto­ber star­ten. Das Unglaub­li­che dar­an: Auch hier gilt das wie bei Auto­Rip für Käu­fe in der Ver­gan­gen­heit – und zwar bei Büchern zurück bis ins Ama­zon-Grün­dungs­jahr 1995!

Zum Start wer­den ca. 10000 Bücher ver­füg­bar sein, es wer­den ver­mut­lich mehr wer­den, wenn sich Ama­zon mit wei­te­ren Ver­la­gen einigt.

Deut­sche Leser soll­ten sich nicht zu früh freu­en, denn auf­grund der Buch­preis­bin­dung wird die­ses kun­den­freund­li­che Ver­fah­ren hier nicht (so schnell) durch­zu­set­zen sein. Ange­sichts der Mond­prei­se für eBooks auf dem deut­schen Markt wer­den die Ver­la­ge näm­lich kaum bereit sein, ihre eBü­cher für der­art gerin­ge Prei­se wie oben zu bun­deln (wenn die­se dann ein­zeln eben­so preis­wert sein müss­ten).

[Update 16:50] Es sei mir die Anmer­kung erlaubt, dass das mei­ner Mei­nung nach aber garan­tiert irgend­wann auch in Deutsch­land kom­men wird. Frü­her oder spä­ter.

[Update 2 – 17:15] Dass der Onlin­ever­sen­der plant, die­ses Ange­bot auch auf Deutsch­land aus­zu­deh­nen, kann man allein aus der Tat­sa­che able­sen, dass es bei Ama­zon KDP schon eine deut­sche FAQ zu »Kind­le Match Book« gibt. Da der Bör­sen­ver­ein und sein Treu­hän­der sich unei­nig sind, ob die Buch­preis­bin­dung auch für Self­pu­blisher gilt, könn­te es sein, dass Ama­zon einen Ver­suchs­bal­lon mit Indies star­tet. Oder die Hin­wei­se sind nur für deut­sche Indies, die auch in den USA ver­kau­fen. Könn­te ja sein … :o) (Dank an Otto La Ber für den Hin­weis auf die FAQ)

[Update 3 – 19:40] Ama­zon hat mir gera­de eine Mail geschickt:

Guten Tag,

wir freu­en uns, Ihnen Kind­le Match­Book vor­zu­stel­len – ein inno­va­ti­ves neu­es Pro­gramm, mit dem Sie Ihre Kind­le-Bücher zu einem redu­zier­ten Preis anbie­ten kön­nen, wenn Leser eine Druck­ver­si­on des Buches kau­fen. Sie erhal­ten so die Mög­lich­keit, Ihre Umsät­ze wei­ter zu stei­gern. Die Anmel­dung beim Pro­gramm ist ganz ein­fach.

Und so geht’s:

1. Wäh­len Sie Ihren Kind­le Direct Publi­shing (KDP)-Titel in Ihrem KDP-Bücher­re­gal aus und mar­kie­ren Sie das Kon­troll­käst­chen für die Anmel­dung bei Kind­le Match­Book auf der Sei­te »Rech­te und Preis­in­for­ma­tio­nen«.
2. Legen Sie den Rabatt für Ihr Buch fest, indem Sie einen Akti­ons-Lis­ten­preis von 2,99 US-Dol­lar oder dar­un­ter aus­wäh­len.
3. Spei­chern Sie Ihre Ein­stel­lun­gen für das Kind­le Match­Book-Pro­gramm.

Wenn Sie Ihr Buch jetzt anmel­den, sind Sie unter den Ers­ten, die von die­sem neu­en Pro­gramm pro­fi­tie­ren. Der von Ihnen aus­ge­wähl­te Kind­le Match­Book-Rabatt wird erst nach der voll­stän­di­gen Ein­füh­rung des Pro­gramms in den nächs­ten Wochen auf Ama​zon​.com ange­zeigt. Sie erhal­ten eine Benach­rich­ti­gung per E‑Mail, sobald Ihr Kind­le Match­Book-Rabatt live ange­zeigt wird. Ihre Leser kön­nen Ihr Buch bald auf ein­fa­che und kos­ten­güns­ti­ge Wei­se sowohl im Druck- als auch im digi­ta­len For­mat lesen.

Sie ver­fü­gen nicht über eine Druck­ver­si­on Ihres Buches? Mit Crea­teSpace, der unab­hän­gi­gen Ver­öf­fent­li­chungs­platt­form von Ama­zon für gedruck­te Bücher, kön­nen Sie jetzt eine Print­ver­si­on erstel­len.

Dank an Cynx für den Hin­weis, Quel­le unter ande­rem: The Ver­ge

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Bild eRea­der und Buch von mir, CC BY-NC-SA

Rant: Wovon sollen Autoren leben? Im Ernst?

eBook-Piraterie

Im Tages­spie­gel und zweit­ver­wer­tet auch in der Zeit fand sich in den ver­gan­ge­nen Tagen ein Inter­view mit einem anony­men Buch­pi­ra­ten, der angeb­lich die größ­te (deut­sche) Platt­form für ille­ga­le eBooks betreibt. Dass so etwas bei der Buch­bran­che nicht gut ankommt, hät­te man sich vor­her den­ken kön­nen. Da hört man ein­zel­ne Stim­men jam­mern, wie es sein kann, das sol­chen Raub­mord­ko­pier­ter­ro­ris­ten über­haupt ein Podi­um gege­ben wird. Auf buch​re​port​.de fei­ert man ab, dass irgend jemand Straf­an­zei­ge gegen die bei­den Zei­tun­gen erstat­tet hat (mög­li­cher­wei­se jemand vom Buch­re­port selbst). War­um? Weil der Link zum Ange­bot gesetzt wur­de, das sei angeb­lich »Bei­hil­fe zur Urhe­ber­rechts­ver­let­zung«. Die sind ja nied­lich. Der Hei­se-Ver­lag hat längst bis zum Bun­des­ge­richts­hof durch­ge­foch­ten, dass das Set­zen von Links selbst­ver­ständ­lich zur jour­na­lis­ti­schen Arbeit gehört, das könn­te man als Qua­li­täts­jour­na­list wis­sen. Sie­he:

* Hei­se vs. Musik­in­dus­trie: Bun­des­ge­richts­hof ver­wirft Link-Ver­bot
* Hei­se vs. Musik­in­dus­trie: Begrün­dung des BGH-Urteils gegen Link-Ver­bot
Urteil des I. Zivil­se­nats vom 14.10.2010 – I ZR 191/​08

Außer­dem müss­te man kon­se­quen­ter­wei­se dann auch gleich den Bör­sen­ver­ein ver­kla­gen, denn der hat auf sei­ner Web­sei­te über die Arti­kel berich­tet und eben­falls auf die eBook-Sei­te ver­linkt; von Goog­le wol­len wir gar nicht reden. Der Gip­fel der Dreis­tig­keit ist aller­dings der Satz am Ende des Arti­kels, der sich auf die unter ande­rem von Ans­gar War­ner auf eBook-News bemän­gel­ten zu hohen eBook-Prei­se der Publi­kums­ver­la­ge bezieht:

Wovon Autoren bei E‑Book-Prei­sen im Cent-Bereich künf­tig leben sol­len, ver­rie­ten aller­dings weder der anony­me Boox.to-Betreiber noch War­ner.

Da bleibt mir die Spu­cke weg. Autoren wer­den von der Bran­che tra­di­tio­nell – und ich kann es nicht anders sagen – beschis­sen bezahlt. Die über­höh­ten Prei­se für eBooks damit zu begrün­den, dass die Autoren ja auch noch was abbe­kom­men müs­sen, kotzt mich an. Das ist Popu­lis­mus in Rein­kul­tur. Nicht die Autoren machen sich die Taschen damit voll, son­dern die Ver­la­ge, das wol­len wir hier mal ganz deut­lich klar stel­len. Die Autoren bekom­men Pea­nuts. Und: wer redet denn von »eBook-Prei­sen im Cent-Bereich«? Ange­mes­se­ne Prei­se sind gemeint. Was die beschrie­be­nen eBook-Flat­rates angeht: ja, die wer­den kom­men, es gibt sie sogar schon.

Man kann nur mehr Autoren raten, ihre Bücher im Selbst­ver­lag zu ver­kau­fen, Ama­zon zahlt 70% Tan­tie­men, davon kann ein Ver­lags­au­tor nur träu­men. Es wird zudem Zeit für eine alter­na­ti­ve Platt­form, die eben­so erfolg­reich ist, wie die Ama­zo­nen und auch ähn­li­che Hono­ra­re gene­riert, ohne gleich auf einem mit Blut unter­schrie­be­nen Ver­trag die See­le des Autoren (sprich: umfang­rei­che und aus­schließ­li­che Rech­te an den Tex­ten) ein­zu­for­dern. Und wenn die Flat­rates kom­men, soll­ten Autoren eben­falls direkt mit deren Anbie­tern ver­han­deln, ansons­ten schöp­fen auch hier die Ver­la­ge wie­der das Geld ab, die Musik­in­dus­trie zeigt gera­de, wie das geht.

Was die Ver­la­ge angeht: har­tes DRM weg, benut­zer­freund­li­che Platt­for­men schaf­fen und nach­voll­zieh­ba­re Prei­se ansa­gen. Dann klappts auch mit dem Leser. Und viel­leicht mal damit anfan­gen deut­lich sym­pa­thi­scher auf­tre­ten, statt stän­dig mit Rechts­ver­dre­hern zu dro­hen oder gegen Mit­be­wer­ber zu pöbeln.

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Bild: eBook-Pira­te­rie, von mir, CC BY-NC-SA

Erschienen: AUSGEWÄHLT! FANTASTISCHE GESCHICHTEN von Falko Löffler

Cover Ausgewählt!

Soeben erschien Fal­ko Löff­lers Kurz­ge­schich­ten­band AUSGEWÄHLT! FANTASTISCHE GESCHICHTEN als eBook bei Ama­zon. Die Antho­lo­gie ent­hält 25 in den letz­ten 15 Jah­ren ent­stan­de­ne Sto­ries, dar­un­ter auch Ori­gi­nal­ver­öf­fent­li­chun­gen.

Ent­hal­ten sind auch die SF-Geschich­te DAS ALTE UND EWIGE SPIEL, die für den Kurd Laß­witz-Preis und den Deut­schen Phan­tas­tik-Preis nomi­niert war, sowie die SF-Sto­ry ORBITSTEUER, wel­che bei einem euro­pa­wei­ten Geschich­ten­wett­be­werb auf dem drit­ten Platz lan­de­te. In Nach­wor­ten schil­dert der Autor, was ihn an der jewei­li­gen Idee fas­zi­niert hat, wie eine Geschich­te ent­stan­den ist und in wel­chen Lebens­ab­schnitt sie fällt.

Fal­ko Löff­ler arbei­tet seit 2003 als frei­er Autor. Er hat bis­lang vier Roma­ne ver­öf­fent­licht, dar­un­ter die Fan­ta­sy-Rei­he DRACHENWÄCHTER. Die­se basiert auf der Kurz­ge­schich­te DEN DRACHEN NACH, die in der Antho­lo­gie ent­hal­ten ist, und deren ers­ter Band als Such­bild-Aben­teu­er von Daeda­lic Enter­tain­ment für PC und Mac umge­setzt wur­de. Als Autor für Com­pu­ter­spie­le hat er an einer Viel­zahl von Titeln gear­bei­tet, zuletzt an Sto­ry und Tex­ten des Adven­tures JACK KEANE 2 und der Geschich­te des Brow­ser­games ANNO ONLINE. Der­zeit schließt er die Arbeit an einem Polit­thril­ler ab.

Die Sto­ry­samm­lung hat einen Umfang von ca. 260 Sei­ten und ist bei Ama­zon DRM-frei zum Preis von EUR 2,99 erhält­lich. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Autor fin­det man auf sei­ner Web­sei­te.

Cover AUSGEWÄHLT! FANTASTISCHE GESCHICHTEN Copy­right Fal­ko Löff­ler

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Vom Taschenbuch zum Paperback – Evolution oder Abzocke?

Bücher

(Sechs­te Un­ter­bre­chung der Som­mer­pause, Anm. d. Red.)

In den letz­ten Tagen wird in ein­schlä­gi­gen Medi­en, die sich mit dem Buch­markt befas­sen gemel­det, dass die Pro­duk­ti­on von Taschen­bü­chern der Publi­kums­ver­la­ge deut­lich zurück geht. Genannt wer­den bei­spiels­wei­se Zah­len von nicht uner­heb­li­chen 18% unter Vor­jah­res­ni­veau. Auf den ers­ten Blick scheint das nicht ver­wun­der­lich, denn das eBook knab­bert selbst­ver­ständ­lich ins­be­son­de­re am Taschen­buch­markt. Den­noch: ange­sichts der kol­por­tier­ten Absatz­zah­len in Sachen eBook kann die­ses nicht der maß­geb­li­che Grund für den gedros­sel­ten Out­put der Ver­la­ge sein.

Aber auch die Lösung wird gleich mit­ge­lie­fert: die Ver­la­ge stei­gen um auf soge­nann­te »Paper­backs«, das sind im Prin­zip nur etwas grö­ße­re und mini­mal auf­we­ni­ger gestal­te­te Taschen­bü­cher (im Eng­li­schen ist Paper­back ein­fach nur das Wort für Taschen­buch). Und die ver­kauft man deut­lich teu­rer, weil sie ja ver­meint­lich »wer­ti­ger« sind, obwohl auch nix ande­res drin steht, als in den Taschen­buch-Cou­sins.

Das ist ein Klas­si­ker im neu­en Gewand: auch frü­her schon hat man durch grö­ße­re Schrift­ar­ten oder mehr Durch­schuss Platz geschun­den, um aus eigent­lich mick­ri­gen Heft­chen beein­dru­cken­de Wäl­zer zu machen, die man dann zum dop­pel­ten Preis ver­kau­fen konn­te. Oder hat eng­li­sche Roma­ne so auf­ge­bla­sen, dass man aus einem Band zwei machen konn­te – und dar­an gleich dop­pelt ver­dien­te. Pro­mi­nen­tes­tes Bei­spiel ist hier GAME OF THRONES, eine mei­ner frü­he­ren Begeg­nun­gen damit war die deut­sche Fas­sung der DRA­GON­LAN­CE-Roma­ne wei­land bei Gold­mann. Die Aus­flüch­te und Erklä­rungs­ver­su­che  der Ver­la­ge sind viel­fäl­tig: auf­grund der Über­set­zung wür­den die Tex­te län­ger und die Bücher wären dann nicht mehr ergo­no­misch ist die meist genutz­te Aus­re­de. Das könn­te man durch Anpas­sun­gen im Satz leicht umge­hen und wenn ich mir so man­chen Zie­gel­stein anse­he, scheint das auch nur manch­mal zu stö­ren.

Jetzt steigt man also gleich auf ein neu­es Buch­for­mat um und ser­viert den glei­chen, alten Text­wein in ver­meint­lich neu­en Paper­back-Schläu­chen, die eben nur deut­lich teu­rer sind.

Eigent­lich könn­te es einem Recht sein. War­um? Weil das mei­ner Ansicht nach dem eBook als Taschen­buch-Alter­na­ti­ve wei­te­ren Vor­schub leis­ten wird. Wobei man sich natür­lich dar­über im Kla­ren sein muss, dass damit auch die eBook-Fas­sun­gen teu­rer wer­den, denn deren Prei­se legen die Ver­la­ge ja meist nach den Ver­kaufs­prei­sen der Print­aus­ga­ben unver­schämt hoch fest. Letzt­end­lich darf man aber davon aus­ge­hen, dass der Leser die Zeche zahlt und Mehr­ein­nah­men durch die höhe­ren Prei­se noch nicht ein­mal bei den Autoren ankom­men, denn die Ver­la­ge dürf­ten mit höhe­ren Her­stel­lungs­kos­ten für die Paper­backs argu­men­tie­ren. Ver­lie­rer sind neben den Ver­la­gen somit mal wie­der alle.

Als Quint­essenz bleibt eine Bin­sen­weis­heit: es geht weder um die Leser, noch um die Stof­fe, noch die Autoren, son­dern ein­zig dar­um, Koh­le zu machen. Man könn­te aber wenigs­tens ver­su­chen, uns nicht der­art offen­sicht­lich abzu­sei­hen, oder?

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Bild: Bücher von Nor­dic Co-ope­ra­ti­on web­site (nor​den​.org), aus der Wiki­pe­dia, CC BY

Das HUMBLE EBOOK BUNDLE 2

Humble eBook Bundle2

Sonst gibt es in den HUMBLE BUNDLES meist Indie-Com­pu­ter­spie­le, ein­mal erhielt man aller­dings auch ein Bün­del aus eBooks. Jetzt ist das zwei­te HUMBLE EBOOK BUNDLE erschie­nen. In einer Akti­on, die bei uns auf­grund des merk­wür­di­gen Buch­preis­bin­dungs­ge­set­zes nicht mög­lich wäre (ein Gesetz, das mei­ner Ansicht nach Inno­va­tio­nen im eBook-Bereich ver­hin­dert und ins­be­son­de­re Self­pu­blisher benach­tei­ligt), kann man für die ange­bo­te­nen eBooks einen frei gewähl­ten Preis bezah­len.

Dafür erhält man dann ein bemer­kens­wer­tes Ange­bot, das man eigent­lich nicht als »Indie« bezeich­nen kann:

Cory Doc­to­rows LITTLE BROTHER, ein Buch, das auf­grund der der­zei­ti­gen Abhör- und Daten­skan­da­le aktu­el­ler denn je ist und das tech­ni­sche Mög­lich­kei­ten von Fir­men und Behör­den und auch die Abwehr der­sel­ben, sowie Mög­lich­kei­ten zur Gegen­wehr auf­zeigt. Dabei ist der Roman in sei­nen tech­ni­schen Details so geschrie­ben, dass auch Com­pu­ter­lai­en ihn ver­ste­hen kön­nen. Wei­ter­hin: Che­rie Priests Steam­punk-Roman BONESHAKER, Robert Charles Wil­sons SF-Roman SPIN und Lois McMas­ter-Bujolds SHARDS OF HONOR, der ers­te Band der Vor­ko­sig­an-Saga.

Wer mehr als die der­zeit durch­schnitt­li­chen zehn Dol­lar berappt, erhält noch dazu: Wil Whea­tons JUST A GEEK und Peter S. Bea­gles Fan­ta­sy-Klas­si­ker THE LAST UNICORN.

Das HUMBLE eBOOK BUNDLE 2 ent­stand in Zusam­men­ar­beit mit der SFWA, wie immer geht ein Teil der Ein­nah­men an wohl­tä­ti­ge Zwe­cke.

Nach­trag: die Ebooks lie­gen in den For­ma­ten PDF, mobi und ePub vor.

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Logo HUMBLE eBOOK BUNDLE 2 Copy­right Hum­ble Bund­le Inc.

Neue Science Fiction-Serie: HOMO SAPIENS 404 von Claudia Kern

Cover "Und dann töten sie"

Bereits ges­tern star­te­te mit dem eBook UND DANN TÖTEN SIE die neue SF-Serie HOMO SAPIENS 404; ver­fasst wer­den die Roma­ne von der bei­spiels­wei­se durch MADDRAX bekann­ten Autorin Clau­dia Kern. Die Epi­so­den der Rei­he erschei­nen wöchent­lich, nach der ers­ten Staf­fel von sechs Aus­ga­ben gibt es eine Pau­se von drei Mona­ten, dann soll es wei­ter gehen. Zur Serie:

Eini­ge Jahr­zehn­te in der Zukunft: Dank außer­ir­di­scher Tech­no­lo­gie hat die Mensch­heit den Sprung zu den Ster­nen geschafft und das Son­nen­sys­tem kolo­ni­siert. Doch die Rei­se endet in einer Kata­stro­phe. Auf der Erde bricht ein Virus aus, der Men­schen in mord­gie­ri­ge Zom­bies ver­wan­delt.
Dar­auf­hin rie­geln die Außer­ir­di­schen das Son­nen­sys­tem ab und über­las­sen die Men­schen dort ihrem Schick­sal. Die, die ent­kom­men konn­ten, wer den zu Noma­den in einem ihnen frem­den Uni­ver­sum, ver­ach­tet und gede mütigt von den Außer­ir­di­schen, ohne Ziel, ohne Zukunft. Zu ihnen gehört auch die Crew des klei­nen Raum­schif­fes Mishi­ma. Sie ahnt nicht, dass sie sich als die viel­leicht letz­te Hoff­nung der Mensch­heit erwei­sen wird.

Die Inhalts­an­ga­be des ers­ten Romans UND DANN TÖTEN SIE liest sich wie folgt:

Die Crew des Raum­schif­fes Mishi­ma ver­dient sich ihren Lebens­un­ter­halt mit dem Aus­schlach­ten alter Schiffs­wracks. Als sie auf ein gro­ßes, schein­bar ver­las­se­nes Post­schiff sto­ßen, glau­ben sie, end­lich den Jack­pot getrof­fen zu haben. Mit der Fracht, die sich in der T. S. Eli­ot befin­det, könn­ten sie auf Jah­re hin­aus im Wohl­stand leben, doch zwi­schen ihnen und die­sem Schatz lie­gen lan­ge, dunk­le Gän­ge voll unheim­li­cher Geg­ner – und die Erkennt­nis, dass die Eli­ot ein Geheim­nis ver­birgt.

Die SF-Serie erscheint im Roh­de-Ver­lag, die Aus­ga­ben kos­ten jeweils 1,99 Euro. Erhält­lich ist HOMO SAPIENS 404 bei den übli­chen eBook-Ver­däch­ti­gen, wie Ama­zon, Beam-eBooks, ebook​.de, iTu­nes und tha​lia​.de. Auch ein Abo ist über die Web­sei­te des Ver­lags mög­lich. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­det man auch auf Face­book.

Cover UND DANN TÖTEN SIE Copy­right Roh­de-Ver­lag

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Jo Zybells REBELLEN DER GALAXIS kostenlos für den Kindle

Cover Rebellen der Galaxis

Man soll­te schnell sein, denn die Akti­on läuft bereit seit vor­ges­tern: bei Ama­zon erhält man Jo Zybells eBook REBELLEN DER GALAXIS kos­ten­los für den Kind­le eRea­der. Der Name Jo Zybell dürf­te Phan­tas­tik-Anhän­gern nicht unbe­kannt sein, er hat bei­spiels­wei­se bei Bast­eis MADDRAX mit­ge­schrie­ben. REBELLEN DER GALAXIS ist ein Sam­mel­band der Tei­le eins bis sechs der Serie TERRA 5500.

Die Mensch­heit im 55.Jahrhundert nach Chris­tus: Die Milch­stra­ße ist besie­delt und es herr­schen eiser­ne Geset­ze. Doch Wider­stand regt sich. Den Rebel­len der Gala­xis bleibt nur die FLUCHT INS ALL.
Dies ist der Auf­takt zu JO ZYBELLs spek­ta­ku­lä­rem Sci­ence Fic­tion-Zyklus, mit dem er sich einen eige­nen, viel­schich­ti­gen Seri­en­kos­mos erschuf. Eine Visi­on der Zukunft des Men­schen im All, die den Ver­gleich mit gro­ßen Vor­bil­dern nicht zu scheu­en braucht!

Nor­ma­ler­wei­se kos­tet das eBook 9,99 Euro, die Print-Aus­ga­be hät­te einen Umfang von beein­dru­cken­den 538 Sei­ten (oder ver­mut­lich deut­lich mehr, Ama­zon berech­net die Sei­ten­zah­len der Kind­le-eBooks sehr kon­ser­va­tiv).

REBELLEN DER GALAXIS
Jo Zybell
SF-Roman
Kind­le-eBook
842 kB, 538 Sei­ten
EUR 0,00 (nor­ma­ler­wei­se 9,99 EUR)
August 2012
ASIN: B008RZ99UW
Cas­sio­pei­a­Press

Cover REBELLEN DER GALAXIS Copy­right Cas­sio­pei­a­Press

[aartikel]B008RZ99UW[/aartikel]

Rant: Du kaufst online? Gehe in das Gefängnis, begibt Dich direkt dorthin, Du Strauchdieb!

Auf die​pres​se​.com pro­du­ziert sich Buch­ver­le­ger Jochen Jung in Sachen eBook. Über­schrie­ben ist der Arti­kel mit »wider das eBook-Bas­hing«. Das ließ hof­fen. Was sich dann aller­dings im Text fin­det, lässt mich erblas­sen. Denn wir, die wir die unglaub­li­che Dreis­tig­keit besit­zen, im Inter­net Waren zu kau­fen, sind mie­se Die­be. Glaubt ihr nicht? Ich zitie­re aus dem Arti­kel (feh­len­de Leer­zei­chen sind 1:1 über­nom­men):

Heu­te sind rea­le Geschäf­te für immer mehr Men­schen nur noch eine Art Mus­ter­aus­stel­lung: Man schaut sich die Din­ge an, pro­biert sie aus, ent­schei­det sich und geht dann nach Hau­se und bestellt am Com­pu­ter. Und wer noch einen Schritt wei­ter ist, der fin­det gleich im Netz den größ­ten Mus­ter­kof­fer über­haupt und füllt sei­nen Waren­korb dort. Das erspart ihm das Wochen­end­ge­drän­ge in der U‑Bahn und im Kauf­haus, und schon nach weni­gen Tagen kom­men die Sachen mit der Post ins Haus. Es ist kaum über­trie­ben, wenn man die­ses Ver­hal­ten als eine Art Dieb­stahl betrach­tet. Der sta­tio­nä­re Handel,egal ob mit Kleidung,Elektronik oder zum Bei­spiel Büchern, bezahlt­Mie­te, Arbeits­kraft, Aus­bil­dung und Know-how,um am Ende die rich­ti­ge, ange­sag­te, ver­lang­te Ware im Geschäft aus­le­gen und anbie­ten zu kön­nen. Dass sich dann Men­schen ohne jede Kauf­ab­sicht die­ser­Mög­lich­kei­ten bedie­nen, ist zwar nicht ver­bo­ten, aber unan­stän­dig ist es doch. Und unklug ist es auch, denn natür­lich führt der schrump­fen­de Umsatz zu abneh­men­den Ein­künf­ten, und eines Tages wird die Tür an einem Sams­tag­abend geschlos­sen und am Mon­tag­mor­gen nicht mehr auf­ge­macht: Der Mus­ter­kof­fer bleibt zu.

Da bleibt einem die Luft weg, oder? Wenn ich also die Ent­schei­dung tref­fe, nicht beim einen, son­dern beim ande­ren Händ­ler mei­ne Waren zu erwer­ben, dann bin ich in den Augen des einen ein Dieb? Das ist so der­ma­ßen abstrus und welt­fremd, dass sogar mir jede sar­kas­ti­sche Bemer­kung im Hals ste­cken bleibt. Sehen wir uns doch mal ein Detail an (feh­len­de Leer­zei­chen wur­den ein­ge­fügt):

Der sta­tio­nä­re Handel,egal ob mit Klei­dung, Elek­tro­nik oder zum Bei­spiel Büchern, bezahlt Mie­te, Arbeits­kraft, Aus­bil­dung und Know-how, um am Ende die rich­ti­ge, ange­sag­te, ver­lang­te Ware im Geschäft aus­le­gen und anbie­ten zu kön­nen.

Arbeits­kraft, Aus­bil­dung und Know-How? Jung soll­te sich mal aus sei­nem offen­bar schlecht belüf­te­ten Büro her­aus bege­ben und per­sön­lich ein­kau­fen gehen, und das nicht nur beim Juwe­lier, Scham­pus- oder Leim­händ­ler; dann wür­de ihm viel­leicht auf­fal­len, dass der Ein­zel­han­del an (zu) vie­len Stel­len auf 400 Euro-Hilfs­kräf­te umge­stellt hat, die einem Gur­ken in die Hand drü­cken, wenn man Toma­ten haben möch­te. In den wenigs­ten Fäl­len erhal­te ich gera­de in Sachen Tech­nik (oder Büchern) eine kom­pe­ten­te Bera­tung und die Ware, die ich möch­te, fin­det sich in den Rega­len gar nicht erst (gera­de bei Büchern). Bestel­len kann man die auch nicht, oder das dau­ert Tage, oder das Zeug ist dann drei­mal so teu­er wie beim Onlin­ever­sen­der (bei Büchern dank des Buch­preis­kar­tells natür­lich nicht). Da wird nicht das aus­ge­legt und ange­bo­ten, was ver­langt ist, Herr Jung, und bera­ten wer­de ich dazu schon mal gar nicht. Oder falsch. Dann kann ich auch gleich online bestel­len und bekom­me das Zeug nach Hau­se gelie­fert. Der gru­se­li­ge Ser­vice tun das sei­ne dazu. Wer mal ver­sucht hat, in der Gewähr­leis­tungs­zeit eine defi­ni­tiv defek­te Ware bei Saturn zurück zu geben, der weiß, wovon ich spre­che. Ich las­se mich in Läden nicht mehr von unmo­ti­vier­ten Hilfs­kräf­ten anmuf­feln, weil ich es wage, sie nach etwas zu fra­gen oder weil ich mei­ne Ver­brau­cher­rech­te ken­ne.

Bevor er mich des Dieb­stahls bezich­tigt, weil ich da kau­fe, wo es das Ange­bot gibt, das ich möch­te und wo das zudem auch noch deut­lich preis­wer­ter ist, soll­te der Herr Jung viel­leicht mal dar­über nach­den­ken, ob man uralte Geschäfts­mo­del­le nicht end­lich mal den Rea­li­tä­ten anpas­sen soll­te. Wer das nicht tut, der muss sich nicht wun­dern, wenn er Sams­tags ab- und Mon­tags nicht wie­der auf­schließt. Viel­leicht zeigt er mir mal einen Buch­händ­ler, bei dem ich eBooks bekom­men kann. Um genau­er zu sein: wel­che, die ich auch möch­te.

Die Schuld hier­für den Kun­den zuschus­tern zu wol­len, ist ins­be­son­de­re in die­ser dumm­dreis­ten Art eine Unver­schämt­heit – und das ist noch sehr freund­lich aus­ge­drückt. Wenn das irgend­wel­che Sym­pa­thien wecken soll ist es nicht nur gründ­lich dane­ben gegan­gen, son­dern däm­lich. Vom Kauf irgend­wel­cher Pro­duk­te aus dem Ver­lag des Herrn Jung wer­de ich zukünf­tig jeden­falls abse­hen. Auch als eBook.

Mann­mann­mann.

Zum Rest des Arti­kels muss man sich eben­falls kaum äußern. Wer die aktu­el­len Zah­len des Bör­sen­ver­lags zum The­ma eBooks kennt (dazu dem­nächst mehr), der weiß, dass die gesam­te Bran­che sich ver­rech­net hat, was die Stei­ge­rung der Absatz­zah­len angeht. Die sind näm­lich deut­lich höher als zuvor ange­nom­men. Trotz­dem son­dert Jung noch sol­che Wort­hül­sen ab:

Das E‑Book wird es schwer haben, die Kon­kur­renz zu einem schön gemach­ten Buch aus Papier, Far­be, Leim und Fan­ta­sie zu gewin­nen

Nein, wird es nicht. Und dar­um geht es auch gar nicht, es gibt kei­nen Zwang zu ent­we­der-oder. Aber las­sen wir ihn viel­leicht bes­ser wei­ter in sei­nem Ver­lags­bü­ro am gelieb­ten Leim vom kom­pe­ten­ten Händ­ler schnüf­feln. Sonst schreibt er womög­lich noch wei­te­re sol­cher Arti­kel … wer weiß, was wir außer Die­ben noch alles sind …

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Quel­le: die​pres​se​.de, gefun­den bei Lean­der via Cynx

Bild: Dieb von Col­le »the Goa­lie« auf flickr, CC BY-NC

Neue Posse des Börsenvereins: inhaltsverändernde Wasserzeichen in eBooks

Offen­bar dringt es nach und nach auch bis zu den letz­ten Merk­be­frei­ten in den Chef­eta­gen der Publi­kums­ver­la­ge durch: har­te DRM-Maß­nah­men wer­den von den Kun­den nicht ange­nom­men, weil sie unbe­quem sind, das Hand­ling deut­lich ver­schlech­tern und dafür sor­gen, dass der Kun­de die eBooks nicht auf allen sei­nen Platt­for­men nut­zen kann. Das gilt übri­gens haupt­säch­lich außer­halb des Ama­zon-Uni­ver­sum, das ohne­hin ein geschlos­se­nes Sys­tem dar­stellt. Wer aber mal ver­sucht hat mit Ado­be-DRM zu han­tie­ren, oder gar, es mit Linux zu nut­zen, der weiß, was für ein – mit Ver­laub – Scheiß das ist. Außer­dem kann man sol­che Kopier­schutz­ver­fah­ren in Null­zeit ent­fer­nen – damit her­um­är­gern muss sich nur der ehr­li­che Kun­de.

Eine Vari­an­te sind digi­ta­le Was­ser­zei­chen im Buch, soge­nann­tes Soft-DRM. Damit kann man erken­nen, wer das eBook ursprüng­lich erwor­ben hat und damit mög­li­cher­wei­se fest­stel­len, wer das Ding in die Tausch­bör­se gestellt hat (wobei ich die Beweis­ket­te wirk­lich gern mal vor Gericht sehen wür­de). Auch die sind aber leicht mani­pu­lier- oder ent­fern­bar.

Der MVB (also der Bör­sen­ver­ein) hat jetzt das Fraun­ho­fer-Insti­tut Darm­stadt mit der Ent­wick­lung eines Was­ser­zei­chens beauf­tragt (Kor­rek­tur vom 13.06.2014: Bösen­ver­ein und MVB sind nicht Auf­trag­ge­ber, ent­wi­ckeln das Pro­jekt aber zusam­men mit dem Fraun­ho­fer-Insti­tut), das auf »Text­än­de­run­gen basiert«. Das Sys­tem trägt den bran­chen­ty­pisch klo­bi­gen Namen »Siche­re Doku­men­te durch indi­vi­du­el­le Mar­kie­rung« oder kurz SiDiM, das berich­tet das Bör­sen­blatt.

Was sich auf den ers­ten Blick nicht gera­de schwer­wie­gend anhört, ist wenn man genau­er nach­sieht, eine gro­be Unver­schämt­heit gegen­über den Werk­schöp­fern. Sieht man sich die Bei­spiel­tex­te mal an (sie­he PDFs im ver­link­ten Arti­kel), stellt man fest, dass das Sys­tem dar­auf basiert, in einem eBook hau­fen­wei­se klei­ne und angeb­lich »nicht ins Gewicht fal­len­de« Ände­run­gen am Inhalt vor­ge­nom­men wer­den. Bei­spie­le gefäl­lig? Bit­te:

Aus

Der Staub den er auf­wir­bel­te, ließ ihn unsicht­bar aus der Stadt ver­schwin­den.

wird

Der Staub den er auf­wir­bel­te, ließ ihn nicht sicht­bar aus der Stadt ver­schwin­den.

Oder aus

Heu­te leben wir in einem Para­dies, das in eurer Zeit nicht denk­bar gewe­sen wäre.

wird

Heu­te leben wir in einem Para­dies, das in eurer Zeit undenk­bar gewe­sen wäre.

Man weist mit nicht über­seh­ba­rem Stolz dar­auf hin, dass die­se Text­än­de­run­gen vom ent­wi­ckel­ten Sys­tem auto­ma­ti­siert in die eBooks ein­ge­fügt wer­den, wodurch es pro­blem­los in die bestehen­den Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se inte­griert wer­den kann.

Wie bit­te? Geht es nur mir so, oder müss­te bei Autoren und Lek­to­ren ange­sichts die­ses merk­wür­di­gen Sys­tem Übel­keit aus­bre­chen? Da ringt man wochen‑, mona­te- oder jah­re­lang mit den Wör­tern, damit sie so ange­ord­net wer­den, wie man es für am gelun­gens­ten hält, strei­tet sich aus­gie­big aber frucht­bar mit dem Lek­tor, weil der oder die das ganz anders sieht – und nach all die­sem Rin­gen soll man akzep­tie­ren, dass ein auto­ma­ti­sier­tes Sys­tem nach irgend­wel­chen Algo­rith­men belie­bi­ge und hau­fen­wei­se (es müs­sen vie­le sein, um bei gro­ßen Auf­la­gen eine ein­deu­ti­ge Iden­ti­fi­zier­bar­keit des Wer­kes her­zu­stel­len) Ände­run­gen am müh­sam erar­bei­te­ten Text durch­führt? Gera­de das ers­te Bei­spiel zeigt die Schwä­chen von SiDiM sehr deut­lich.

Mei­ne Mei­nung: geht über­haupt nicht! Man kann aller­dings an die­sem »Was­ser­zei­chen« wie­der ein­mal erken­nen, wel­chen Respekt die Publi­kums­ver­la­ge vor dem Werk der Autoren und der Leis­tung der Lek­to­ren haben: gar kei­nen.

Ich wür­de als Ver­brau­cher um eBooks, die auf die­se Art und Wei­se ver­fälscht wur­den einen wei­ten Bogen machen. Oder ist das gar eine Mar­ke­ting­maß­nah­me für Print­bü­cher? Denn die wären ja nach wie vor so, wie sie ursprüng­lich sein soll­ten.

Eine der­ar­ti­ge Schnaps­idee kann nur aus den stau­bi­gen Kata­kom­ben des Bör­sen­ver­eins kom­men …

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Bild: eBook-Was­ser­zei­chen von mir, CC BY-SA-NC

Heute kostenlos für den Kindle: HOUSE OF SECRETS – DER FLUCH DES DENVER KRISTOFF

Es klingt ein wenig wie eine HARRY POTTER-Epi­go­ne, das mag auch nicht wun­dern, denn einer der Autoren ist Chris Colum­bus und der hat bei zwei Fil­men um den bri­ti­schen Zau­ber­lehr­ling Regie geführt und auch bei­spiels­wei­se das Dreh­buch zu GREMLINS geschrie­ben (von PERCY JACKSON noch gar nicht gespro­chen …). Der zwei­te Ver­fas­ser ist  Ned Viz­zini. Wer­be­text:

Als die Geschwis­ter Ele­a­n­or, Brendan und Cor­de­lia Wal­ker erken­nen, in was für ein groß­ar­ti­ges und zugleich gru­se­li­ges Haus sie gezo­gen sind, ist es bereits zu spät: Die alte Nach­ba­rin hat sie in einen fie­sen Plan ver­wi­ckelt. Ihre Eltern sind spur­los ver­schwun­den, statt­des­sen streu­nen blut­rüns­ti­ge Krie­ger durch dschun­gel­ar­ti­ge Wäl­der und über­mensch­li­che Pira­ten bevöl­kern die Mee­re. Was haben die fan­tas­ti­schen Roma­ne des ehe­ma­li­gen Haus­be­sit­zers und Autors Den­ver Kris­toff damit zu tun und war­um hat er die Fami­lie Wal­ker in sein dunk­les Spiel ver­strickt? Schnell mer­ken die drei, dass nicht nur sie, son­dern die gan­ze Welt in gro­ßer Gefahr schwebt.

Das bei Are­na erschie­ne­ne HOUSE OF SECRETS – DER FLUCH DES DENVER KRISTOFF ist heu­te für Ama­zons Kind­le kos­ten­los erhält­lich, die gebun­de­ne Fas­sung hat 400 Sei­ten und kos­tet nor­ma­ler­wei­se 15,99 Euro. Das eBook kos­tet in ande­ren Shops übri­gens unver­schäm­te 12,99 Euro, das ist damit auch der Nor­mal­preis bei Ama­zon.

HOUSE OF SECRETS – DER FLUCH DES DENVER KRISTOFF
Ned Viz­zini und Chris Colum­bus
Phan­tas­tik-Kin­der­buch
emp­foh­le­nes Alter: 11 – 13 Jah­re
Mai 2013
Taschen­buch:
400 Sei­ten, 15,99
ISBN-10: 3401068512
ISBN-13: 978–3401068510
eBook: ASIN: B00CHWLB6G
Are­na

Cover HOUSE OF SECRETS Copy­right Are­na Ver­lag

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