Am Vorabend des zweiten Weltkrieges erwartet Franklin Delano Roosevelt als 32. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ganz besondere Gäste auf seinem Landsitz, welcher ausgerechnet Hyde Park genannt wird, am malerischen Flüsschen Hudson. König George der Sechste aus Großbritannien hat sich mit Gattin Elizabeth zum Staatsbesuch angekündigt. Die Vorbereitungen sind entsprechend turbulent und hektisch, zur Ruhe kommt der Präsident auf dem Landsitz kaum. Da kann etwas Ablenkung durchaus nicht schaden. Zum Beispiel mit der Cousine fünften Grades Daisy, nach welcher Roosevelt schicken lässt. Und dies, obwohl seine Gattin Eleanor ebenso anwesend ist, wie seine Geliebte Missy.
Anlässlich diverser Kritikpunkte am Onlinehändler Amazon (nein, ich stimme nicht ins allgemeine und zu einem nicht geringen Teil alberne Gebashe aufgrund eines reißerischen und manipulierend gestalteten ARD-Berichts ein) wird immer wieder die Aussage laut: »es gibt doch Alternativen!« Das möchte ich überprüfen und werde deswegen hier in Zukunft die ein oder andere angebliche Alternative vorstellen.
Als erstes nahm ich mir heute buchhandel.de vor. Da soll man »umfassend in 1,2 Millionen Büchern und anderen Medien« suchen können. Die kann man dann bestellen und bei einem Buchhändler vor Ort abholen, alternativ steht auch der Versandweg zur Verfügung.
Auf den ersten Blick wirkt das Portal sehr übersichtlich, da auf nahezu jegliche Illustrationen verzichtet wird, es gibt allerdings einen Slider mit Buchcovern. Der Content ist schön brav an die linke Seite gequetscht, Webdesign like it’s 2005. Bei einem Klick auf den Infolink zu Versandkosten erhält man keinerlei sachdienliche Informationen, sondern wird lakonisch belehrt:
Etwaig anfallende Versandkosten für die Lieferung von Büchern werden Ihnen bei der Auswahl Ihres Buchhändlers angezeigt. Eine Übersicht über sämtliche im Zusammenhang mit der Bestellung anfallenden Kosten erhalten Sie außerdem am Ende des Bestellprozesses.
Das hilft nicht wirklich weiter, hier hätte ich mir deutlich erschöpfendere Informationen für gewünscht, beispielsweise ein paar Beispielfälle mit Kosten, aber das würde für die Betreiber ja Aufwand bedeuten, den man offenbar scheut. Der Eindruck bleibt übrigens auch bei der weiteren Nutzung des Portals bestehen.
Ich habe daraufhin die Suchfunktion bemüht, das Sucheingabefeld auf der Startseite habe ich ignoriert und gleich die »Profisuche« in der Navigation angeklickt, ein paar Autorennamen eingegeben, für deren Bücher ich mich interessiere, und in drei der Fälle hätte ich auch tatsächlich etwas bestellen wollen.
Suche nach Jim Butcher: »Leider wurde zu Ihrer Suchanfrage kein Ergebnis gefunden. Bitte recherchieren Sie erneut mit geänderten Eingaben.«
Suche nach Charles Stross: »Leider wurde zu Ihrer Suchanfrage kein Ergebnis gefunden. Bitte recherchieren Sie erneut mit geänderten Eingaben.«
Suche nach George R. R. Martin: »Leider wurde zu Ihrer Suchanfrage kein Ergebnis gefunden. Bitte recherchieren Sie erneut mit geänderten Eingaben.«
Suche nach Alan Dean Foster: »Leider wurde zu Ihrer Suchanfrage kein Ergebnis gefunden. Bitte recherchieren Sie erneut mit geänderten Eingaben.«
Suche nach Cory Doctorow: »Leider wurde zu Ihrer Suchanfrage kein Ergebnis gefunden. Bitte recherchieren Sie erneut mit geänderten Eingaben.«
Das hat die Bezeichnung »Profisuche« aber mal wirklich verdient … (facepalm) Was? Ich soll bitte nicht nach dubiosen Ausländern sondern ordentlichen deutschen Autoren suchen? Bitteschön:
Suche nach Kai Meyer: »Leider wurde zu Ihrer Suchanfrage kein Ergebnis gefunden. Bitte recherchieren Sie erneut mit geänderten Eingaben.«
Suche nach Ju Honisch: »Leider wurde zu Ihrer Suchanfrage kein Ergebnis gefunden. Bitte recherchieren Sie erneut mit geänderten Eingaben.«
Suche nach Oliver Plaschka: »Leider wurde zu Ihrer Suchanfrage kein Ergebnis gefunden. Bitte recherchieren Sie erneut mit geänderten Eingaben.
»Suche nach Myra Çakan: »Leider wurde zu Ihrer Suchanfrage kein Ergebnis gefunden. Bitte recherchieren Sie erneut mit geänderten Eingaben.«
Suche nach Kai Meyer: »Leider wurde zu Ihrer Suchanfrage kein Ergebnis gefunden. Bitte recherchieren Sie erneut mit geänderten Eingaben.«
Suche nach Markus Heitz: »Leider wurde zu Ihrer Suchanfrage kein Ergebnis gefunden. Bitte recherchieren Sie erneut mit geänderten Eingaben.«
Suche nach Stefan Holzhauer: »Leider wurde zu Ihrer Suchanfrage kein Ergebnis gefunden. Bitte recherchieren Sie erneut mit geänderten Eingaben.« (kleiner Scherz, aber man hätte mich als Herausgeber der Steampunk-Chroniken durchaus finden können)
An dieser Stelle war ich vor Lachen kaum noch in der Lage, zu tippen und hätte den Test aufgrund völliger Untauglichkeit der Plattform fast abgebrochen. Es hilft nicht im Geringsten, dass man über eine Eingabe in »Stichwort« tatsächlich Bücher hätte angezeigt bekommen können (wie ich später noch heraus fand). Wenn ich »Suche nach Autor« angeboten bekomme, möchte ich sie auch nutzen können. Dass hier nicht ein Ergebnis geliefert wird, ist derart grotesk, dass es jeglicher Beschreibung spottet.
Die Stichwortsuche fand dann überraschenderweise tatsächlich Bücher von Jim Butcher, leider fehlen bei sehr vielen englischsprachigen Werken die Coverabbildungen. Der Preis für den Harry Dresden-Roman BLOOD RITES liegt als Paperback bei sagenhaften 10,99 Euro, dabei wird mit Informationen gegeizt, es wird nicht angegeben, um welche Verlagsfassung es sich dabei handelt. Zum Vergleich: bei Amazon kostet das Taschenbuch BLOOD RITES 7,10 Euro, ist also fast vier Euro preiswerter!
Egal, für den Test in den Warenkorb gelegt. Danach Warenkorb aufgerufen und bestellen wollen. Ich soll eine Postleitzahl angeben, um eine Buchhandlung in der Nähe zu finden. Die Remscheider Buchhandlung Potthoff wird ebensowenig angezeigt, wie die Thalia-Filiale, dafür eine Fachbuchhandlung, die gleich mal darauf hinweist, dass es portofrei erst ab 25 Euro gibt. Geh weg mit Deinem Kleinkram, Du Kunde. Wir wollen Dich nicht. Die nächsten angebotenen Buchhändler sind in Velbert, Ratingen und Düsseldorf. Das macht ja viel Sinn, und ist auch garantiert total gut für meinen CO2-Footprint, wenn ich Kilometer weit fahre, um mir die Bücher abzuholen. Etliche der Buchhandlungen bieten vorsichtshalber erst gar keinen Versand, andere sagen stolze Portokosten, wie beispielsweise deftige 5,90 Euro, an. Damit läge der Butcher bei 16,89 Euro, dafür bekomme ich anderswo das Hardcover.
An dieser Stelle habe ich dann tatsächlich abgebrochen, denn ich sah keinen Sinn darin, diese alberne Plattform weiter zu nutzen. Wer glaubt, dass ich unter diesen Bedingungen kaufe, der glaubt auch an die Schlümpfe. Das Ergebnis stellt allerdings meiner Ansicht nach die Probleme der Buchbranche im Web sehr gut dar, ohne dass man es weiter kommentieren müsste: Ignoranz, Kundenunfreundlichkeit, und vollumfängliche technische sowie inhaltliche Inkompetenz. Von den Mondpreisen für englischsprachige Bücher noch gar nicht gesprochen.
eBooks gibt es übrigens auf buchhandel.de nicht (nur ein Suchfeld für libreka) …
Update (11:00 Uhr): Auf buchreport.de kommentiert Matthias Ulmer:
Sie finden von Cory Doctorow 14 Treffer, wenn Sie im Autorenfeld den Namen so eingeben, wie es Profis tun: Nachname Komma Vorname.
»Eingeben, wie es die Profis tun« – Der war gut! Ich habe gelacht. Wie wäre es mit »Eingeben wie es die Kunden tun«? Oder »Eingeben, wie es in Suchmaschinen üblich ist«?
Update 2 (12:00 Uhr) ich lese gerade auf boersenblatt.de: wenn man als Buchhändler dort erscheinen möchte, muss man monatlich (!) 20 Euro (!!) abdrücken. Dort kann man zudem lesen:
Wir wollen gemeinsam mit dem Buchhandel die Plattform in den nächsten Monaten komplett überarbeiten. Das betrifft zum Einen die Darstellung, die Suche und den Bestellprozess…
»Wir wollen … in den nächsten Monaten …« – Ja, lasst euch ruhig Zeit, die Konkurrenz schläft ganz sicher! Ich bin schon sehr gespannt, ob sie diesmal jemanden fragen, der sich mit so etwas auskennt, oder ob wieder ein ergonomiefreier Moloch dabei heraus kommt.
Update 3 (19:00 Uhr) Auf buchreport.de wurde darauf hingewiesen, dass die Leistung für Buchhändler ab sofort kostenlos ist, die 20 Euro fallen also nicht mehr an. Allerdings will man den Buchhändlern ab Mitte 2013 eine »umsatzabhängige Transaktionsgebühr« berechnen. Ich würde mal vermuten, dass die bei viel Umsatz höher ausfällt, als 20 Euro. Wäre dem so, dann wäre die ach so tolle Neuerung keine.
Was hatte ich mich gefreut, als es hieß, die Firma TSR, deren Rechte ausgelaufen waren, würde von einer Gruppe zurückgekauft, zu der auch Söhne von D&D‑Erfinder Gary Gygax gehörten – und es sollte ein Rollenspiel-Magazin mit dem vielversprechenden Namen GYGAX-Magazine veröffentlicht werden. Ganz klassisch, im Printformat. Und so gehörte auch ich zu den Vorbestellern. Doch die Enttäuschung ist groß.
Die Versandkosten nach Europa waren astronomisch hoch, so hoch, dass sich eine Bestellung von Deutschland aus nicht lohnte. Hoffnungen keimten auf, da man anbot, sich über einen Optionskauf erst einmal im Shop ein Exemplar zu sichern, man würde an der Versandkostenproblematik arbeiten und informieren, wenn es weitere Möglichkeiten gäbe. Eine solche information kam nicht, dafür nervte der Onlineshop mit haufenweise überflüssigen Mails.
Das Ganze ist für mich nach wie vor unverständlich, denn ich habe bereits mehrfach Printpublikationen (und anderes) in den USA bezogen und die Portokosten waren deutlich geringer, als die von den Herausgebern für das Magazin angesagten.
Kürzlich fragte ich dann nach, was daraus geworden sei. Durch die Antworten erfuhr ich eher zufällig, dass es inzwischen auch eine preiswertere Option gibt, darüber sollte ich als Vorbesteller eigentlich informiert werden – was nicht passiert war. Man kann nun also auch für acht Dollar ordern – immer noch teuer genug, angesichts des Preises von 8,95 Dollar für das Magazin. Weitere Informationen dazu, beispielsweise wie lange der Versand dauern wird, fehlen vollständig, man weiß also nicht, ob man einen Monat oder ein halbes Jahr auf seine Ausgabe wird warten müssen. Die gesamte Herangehensweise erweckt bei mir nicht das Vertrauen, die 17 Dollar für eine Ware zu investieren, die dann vielleicht nie bei mir ankommt – oder erst, wenn die Hölle einfriert.
Auch der Hinweis auf eine PDF-Version bei DriveThruRPG geht fehl, denn ich hatte ja ausdrücklich eine Printfassung vorbestellt und keine Datei. Zudem war das Magazin explizit als Printmagazin beworben, das Herausgeben eines Printmagazins in digitalen Zeiten war ausdrücklich heraus gestellt worden.
Man entschuldigte sich zwar via Twitter oberflächlich (na gut, das geht auf Twitter kaum anders), und wies auch darauf hin, dass man nur eine kleine Firma sei. Das mag sein und grundsätzlich hätte gerade eine solche kleine Firma auch bei mir einen Sympathiebonus. Allerdings bin ich der Ansicht, dass das offenbar vollständige Vergessen der europäischen Fans unentschuldbar ist. Nicht nur in den USA wurden D&D und Nachfolger gespielt, die Fanbase hier derart zu ignorieren kann man eigentlich nur mit typisch US-amerikanischem Chauvinismus erklären und zeugt meiner Ansicht nach von schwer nachvollziehbarer Arroganz. Dass als Sahnehäubchen dann aber auch noch vergessen wird, den Vorbestellern die neu hinzugekommene Portooption mitzuteilen, kommt erschwerend hinzu; es müssen offenbar bei TSR noch viele Hausaufgaben gemacht werden.
Für zukünftige Ausgaben will man sich mit irgendwelchen Distributoren zusammen tun, die dann dafür sorgen, dass die folgenden Nummern auch in Europa erhältlich sein werden. Immerhin etwas, allerdings habe ich ehrlich gesagt nach dem Erlebten eigentlich kein Interesse mehr daran. Zudem: auch das Versprechen, mich zu informieren, wenn es in Sachen Versandkosten Neues gibt, wurde nicht eingehalten – deswegen bin ich nicht geneigt, den Aussagen der Herausgeber hinsichtlich der zukünftigen Distribution noch Glauben zu schenken.
Ich finde das alles sehr schade, denn meine Sympathien als langjähriger Spieler lagen durchaus beim »reinkarnierten« TSR und deren GYGAX MAGAZINE; diese wurden allerdings leichtfertig verspielt.
Disney und Pixar veröffentlichten ein neues Poster zum Animationsfilm MONSTERS UNIVERSITY, der darüber berichtet, wie die Protagonisten aus MONSTER GMBH sich kennen lernten.
Zur dritten Installation der Abenteuer von Tony Stark, auch bekannt als sein metallenes Alter Ego IRON MAN, gibt es ein neues Poster. Auf dem ist Gwyneth Paltrow als dessen Freundin Pepper Potts zu bewundern.
Es spielen: Robert Downey jr., Don Cheadle, Guy Pearce, Rebecca Hall, Stephanie Szostak, James Badge Dale, Jon Favreau, Gwyneth Paltrow und Ben Kingsley.
US-Kinostart ist am 3. Mai, bei uns zwei Tage früher.
Promo-Poster Copyright Marvel & The Walt Disney Company
Die Hexen sind los. Die Hexenjäger aber auch. Die gesamte Ausgabe 108 des monatlichen Fantasy-Magazins NAUTILUS – Abenteuer & Phantastik steht nachhaltig unter dem Bann von Zaubermärchen.
Von wegen »Es war einmal …« Das Frühjahr des Jahres 2013 ist eindeutig Märchen- und Hexenzeit, zumindest im Kino und Fantasy-Roman. Die aktuell erschienene März-Ausgabe der NAUTILUS berichtet daher per Features und Interviews mit Filmemachern und Autoren über die kommende multimediale Märchenwelle, die da aktuell auf uns zurollt.
Den Anfang macht Regisseur Sam Raimis Vorgeschichte zu DER ZAUBERER VON OZ: Unter dem Titel DIE FANTASTISCHE WELT VON OZ berichtet er, wie ein verkrachter Bühnenmagier aus unserer Welt in das Zauberreich verschlagen wird und in Auseinandersetzungen mit den dort herrschenden Hexen zum ikonenhaften großen Zauberer aus den berühmten OZ-Romanen von Frank L. Baum wird. In der NAUTILUS berichten der oscar-prämierte Production Designer Robert Stromberg und der deutschstämmige Character- und Kostüm Designer Michael Kutsche darüber, wie die kunterbunte Filmwelt von Oz realisiert wurde. In BEAUTIFUL CREATURES muß sich eine Teenagerin entscheiden, ob sie an ihrem 16. Geburtstag eine gute oder eine böse Hexe wird. Im Interview berichten die US-Romanautorinnen Kami Garcia und Margaret Stohl über die Verfilmung ihrer vierbändigen romantischen Südstaaten-Hexenromanserie, deren erster Roman in Deutschland unter dem Titel SIXTEEN MOONS erschien.
Romantisch wie actionreich geht es in der Märchenverfilmung JACK AND THE GIANTS zu, die Motive aus HANS UND DIE BOHNENRANKE auf die Filmleinwand bringt: Im Magazin werden die originale Märchenvorlage und die Filmumsetzung vorgestellt, in der ein armer Bauernsohn per Zauberbohnenranke ein Tor in das Reich der Riesen öffnet und dort das Herz einer entführten Prinzessin gewinnt. Ganz am Ende des Films gibt es einen netten Twist, der vom Märchenreich in die reale Welt führt.
Und durchaus blutig geht es schließlich in HÄNSEL UND GRETEL: HEXENJÄGER zu. Wie der norwegische Regisseur Tommy Wirkola im Interview augenzwinkernd verrät, sind die Knusperhäuschengeschwister aus dem Grimmschen Märchen hier als Erwachsene zu taffen Monsterjägern geworden, die allen bösen Hexen den Kampf angesagt haben. Aber wie sie anläßlich eines fiesen Hexensabbats unter dem Blutmond erfahren, gibt es auch gute Hexen, freundliche Trolle und nerdige Fans, die ihnen beistehen, um von den Hexen entführte Kinder zu befreien.
Ob es sich bei den Hexen der Altvorderen und in den Mythen und Sagen tatsächlich um die gebrandmarkten Kinderfresserinnen mit dem sprichwörtlichen Bösen Blick oder aber um verkannte Kräuterweiblein und weise Frauen handelte, die sich mit Geburtshilfe und der Natur auskannten, erforschen begleitende Sachartikel im Heft. Zudem wird anhand aktueller Veröffentlichungen untersucht, wie populär die Märchenstoffe derzeit tatsächlich im Umfeld von Film und Fernsehen, Roman und Comic sind.
Und wenn sie nicht gestorben sind … Nicht die gesamte Ausgabe dieser NAUTILUS dreht sich um Märchen. Im Filmteil dieser Ausgabe geht es u.a. auch um ein ein mysteriöses Zeitreise-Gen und eine entführte Zeitmaschine in der Verfilmung von RUBINROT. Die Hauptdarstellerin, die Drehbuchautorin und der Produzent berichten von den Dreharbeiten zum Auftaktroman der romantischen Fantasy-Trilogie von Kerstin Gier. Eine Teenagerin wird hier willkürlich durch die Epochen geschleudert und muß lernen, sowohl mit ihrer seltsamen Zeitsprung-Begabung umzugehen wie sich mit Familienintrigen unter Zeitreisenden auseinanderzusetzen. Und dann sind da noch schwärmerische Gefühle …
Die gesamte Ausgabe inklusive weiteren Interviews und Werkstattberichten, Leseproben, Filmvorschauen, DVD-Besprechungen, Übersichten zu kommenden phantastischen Romanen, Hörbüchern, Hörspielen sowie Rezensionen zu Adventure-Games läßt sich bereits seit Anfang Februar auf www.fantasymagazin.de kostenfrei und unverbindlich online durchblättern. Eine digitale Ausgabe gibt es bereits seit Mitte Februar für den PC, Android und per eigener App auch für das Apple iPhone und iPad. Die gedruckte Ausgabe findet man aktuell beim Zeitschriftenhändler seines Vertrauens. Und in Kürze gibt es auf der NAUTILUS-Homepage auch die Vorschau auf die April-Ausgabe, in der es ganz ohne Scherz um ein Handy im Kopf, heldenhafte Weltenretter, eine spielerische Götterdämmerung, gespenstische Mutterliebe, eingefrorenes Leben per Kryostase sowie um Erinnerungen an eine im Alienkampf zerstörte Erde geht.
Leider übersieht man sie immer wieder jedes Jahr. Die Razzie-Awards (oder genauer: The Golden Raspberry Awards, bei uns nicht ganz korrekt als »Goldene Himbeere« übersetzt, Anm. d. Red.), die 1980 als notwendiger Gegenpol zu den unüberschaubaren Preisverleihungen aus der Taufe gehoben wurden. Nicht in irgendeinem hochtrabenden Ballsaal, sondern im Continental Breakfast Room des Holiday Inn wurden sie nun im Schatten der Oscars erneut verliehen.
Die 657 Stimmberechtigten aus 47 U.S. Staaten und 19 anderen Ländern scheinen keine Sympathie für den abschließenden Teil der TWILIGHT-SAGA gehegt zu haben. Von elf Nominierungen konnte BREAKING DAWN #2 immerhin sieben Preise holen. Das liegt nur knapp hinter Adam SandlersJILL & JACK, der im vorangegangenen Jahr in allen Kategorien gewonnen hat. Dafür hat Adam Sandler im zweiten Jahr in Folge den schlechtesten Hauptdarsteller bekommen.
Besonders witzig sind die Razzies immer dann, wenn sie Nominierungen oder Gewinner haben, die auch hoch auf Oscar-Kurs laufen, was dieses Jahr leider ausblieb. Besondere Vorfälle gab es keine. Zuletzt hatte 2009 Sandra Bullock ihre Auszeichnung als schlechteste Hauptdarstellerin für ALL ABOUT STEVE persönlich entgegengenommen. Ein atemberaubender Auftritt.
Nachfolgend alle »Ausgezeichneten«, die »Gewinner« sind fett gekennzeichnet.
Marvels Fantastische Vier hatten im Kino bislang leider wenig Glück. Das soll sich jetzt ändern, denn im Zuge der Erfolgswelle an Superhelden-Filmen mit Figuren aus dem Comicverlag geht man auch dieses Thema noch einmal an. Diesmal könnte etwas daraus werden, denn als Produzent wurde Matthew Vaughn auserkoren.
Bekannt ist er nicht nur als Regisseur für Filme wie STARDUST oder KICK-ASS, sondern insbesondere für seine Interpretation der X‑MEN in FIRST CLASS. Bei der Forsetzung, da führt Bryan Singer Regie, wird er produzieren.
Vermutlich aufgrund der Rechtelage wird es sich nicht um einen Disney-Film handeln, das Studio hinter FANTASTIC FOUR ist Fox. Derzeit ist nur die Rede davon, dass er produzierrt, es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass er eventuell auch den Regiejob übernehmen könnte.
Weitere Informationen wie Starttermin und ähnliches gibt es aufgrund der frühen Phase des Projekts noch nicht.
Bild: Matthew Vaughn mit seiner Frau Claudia Schiffer 2010 (manchmal bekommt der bebrillte Nerd offenbar doch die Cheerleaderin), von Xuka, aus der Wikipedia, [sb name=»cc-by-nc-sa-de«]
In der letzten Nacht vergab man in Hollywood wieder die güldenen Strahlemänner. Dass es sich dabei um eine gigantische Selbstbeweihräucherunge der Filmindustrie und ihrer Erfüllungsgehilfen handelt, hat inzwischen hoffentlich auch der letzte begriffen, dass das Spektakel nichtsdestoweniger unterhaltsam ist, ebenfalls.
Wirkliche Überraschungen gab es in der von Seth McFarlane moderierten Veranstaltung nicht. Erwartungsgemäß gewann Daniel Day Lewis für die Darstellung des US-Präsidenten im Spielberg-Film LINCOLN seinen inzwischen dritten Oscar, laut Medienberichten ein Rekord. Ben Afflecks Polit-Drama ARGO gewann, ebenfalls erwartet, die Auszeichnung für den besten Film. Christoph Waltz erhielt den Award für die beste Nebenrolle für seine Darstellung eines Kopfgeldjägers in DJANGO UNCHAINED; damit seine zweite Auszeichnung, die rst erhielt er für INGLORIOUS BASTERDS, ebenfalls ein Tarantino-Streifen. Bei den Damen gingen die Figuren an Jennifer Jawrence als beste Schauspielerin für die Darstellung einer Nymphomanin in SILVER LININGS PLAYBOOK und die beste Nebendarstellerin an Anne Hathaway für LES MISÉRABLES.
Einen »großen« Gewinnerfilm gab es eigentlich nicht, allerdings wurde LIFE OF PI gleich vier mal mit einem Preis bedacht. Regisseur Ang Lee konnte den Oscar für die beste Regie mit nach Hause nehmen, zudem sackte der Film Auszeichnungen für die Filmmusik, Kamera und Spezialeffekte ein.
Zum Genre brauchen wir nicht viel zu sagen, BRAVE als bester animierter Film, wenn man den als Phantastik einstufen möchte. Der HOBBIT fand trotz seiner grandiosen 3D-Cinematografie nur am Rande statt. Was rauchen die in Hollywood eigentlich? Ansonsten ist vielleicht noch erwähnenswert, dass Adele für ihren BOND-Song SKYFALL eins der güldenen Männchen erhielt – auch nicht überraschend.
Interessant ist in diesem Zusammenhang noch, zu erwähnen, dass sich aufgrund der Verleihung des Oscar für die besten Spezialeffekte an LIFE OF PI Widerstand bei den SFX-Künstlern Hollywoods regt, die erbost darüber sind, dass die Arbeitsbedingungen bei der Produktion der SFX für den Film unschön gewesen sind, das Budget unzureichend war, dass der Regisseur darüber klagte, »die Entwicklungsabteilungen für Effekte seinen so teuer« und er diese gern billiger hätte. Die Firma »Rhythm & Hues Studio«, verantwortlich für die Spezialeffekte in SNOW WHITE AND THE HUNTSMAN sowie LIFE OF PI musste aufgrund der schlechten Bezahlung gerade Bankrott anmelden. Dadurch fühlen sich die Spezialeffekt-Künstler herabgesetzt – und das meiner Ansicht nach zu Recht. Einen offenen Brief von Philip Ray Broste an Ang Lee zu diesem Thema findet sich im Blog VFX Soldier . Mehr Details dazu auch auf der Facebook-Seite »VFX Solidarity International«.
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