HYDE PARK ON HUDSON

Am Vor­abend des zwei­ten Welt­krie­ges erwar­tet Frank­lin Del­ano Roo­se­velt als 32. Prä­si­dent der Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka ganz beson­de­re Gäs­te auf sei­nem Land­sitz, wel­cher aus­ge­rech­net Hyde Park genannt wird, am male­ri­schen Flüss­chen Hud­son. König Geor­ge der Sechs­te aus Groß­bri­tan­ni­en hat sich mit Gat­tin Eliza­beth zum Staats­be­such ange­kün­digt. Die Vor­be­rei­tun­gen sind ent­spre­chend tur­bu­lent und hek­tisch, zur Ruhe kommt der Prä­si­dent auf dem Land­sitz kaum. Da kann etwas Ablen­kung durch­aus nicht scha­den. Zum Bei­spiel mit der Cou­si­ne fünf­ten Gra­des Dai­sy, nach wel­cher Roo­se­velt schi­cken lässt. Und dies, obwohl sei­ne Gat­tin Ele­a­n­or eben­so anwe­send ist, wie sei­ne Gelieb­te Mis­sy.

Alternativen beim Online-Buchkauf, gibt es die? Kurztest buch​han​del​.de

Anläss­lich diver­ser Kri­tik­punk­te am Online­händ­ler Ama­zon (nein, ich stim­me nicht ins all­ge­mei­ne und zu einem nicht gerin­gen Teil alber­ne Gebas­he auf­grund eines rei­ße­ri­schen und mani­pu­lie­rend gestal­te­ten ARD-Berichts ein) wird immer wie­der die Aus­sa­ge laut: »es gibt doch Alter­na­ti­ven!« Das möch­te ich über­prü­fen und wer­de des­we­gen hier in Zukunft die ein oder ande­re angeb­li­che Alter­na­ti­ve vor­stel­len.

Als ers­tes nahm ich mir heu­te buch​han​del​.de vor. Da soll man »umfas­send in 1,2 Mil­lio­nen Büchern und ande­ren Medi­en« suchen kön­nen. Die kann man dann bestel­len und bei einem Buch­händ­ler vor Ort abho­len, alter­na­tiv steht auch der Ver­sand­weg zur Ver­fü­gung.

Auf den ers­ten Blick wirkt das Por­tal sehr über­sicht­lich, da auf nahe­zu jeg­li­che Illus­tra­tio­nen ver­zich­tet wird, es gibt aller­dings einen Slider mit Buch­co­vern. Der Con­tent ist schön brav an die lin­ke Sei­te gequetscht, Web­de­sign like it’s 2005. Bei einem Klick auf den Info­link zu Ver­sand­kos­ten erhält man kei­ner­lei sach­dien­li­che Infor­ma­tio­nen, son­dern wird lako­nisch belehrt:

Etwa­ig anfal­len­de Ver­sand­kos­ten für die Lie­fe­rung von Büchern wer­den Ihnen bei der Aus­wahl Ihres Buch­händ­lers ange­zeigt. Eine Über­sicht über sämt­li­che im Zusam­men­hang mit der Bestel­lung anfal­len­den Kos­ten erhal­ten Sie außer­dem am Ende des Bestell­pro­zes­ses.

Das hilft nicht wirk­lich wei­ter, hier hät­te ich mir deut­lich erschöp­fen­de­re Infor­ma­tio­nen für gewünscht, bei­spiels­wei­se ein paar Bei­spiel­fäl­le mit Kos­ten, aber das wür­de für die Betrei­ber ja Auf­wand bedeu­ten, den man offen­bar scheut. Der Ein­druck bleibt übri­gens auch bei der wei­te­ren Nut­zung des Por­tals bestehen.

Ich habe dar­auf­hin die Such­funk­ti­on bemüht, das Such­ein­ga­be­feld auf der Start­sei­te habe ich igno­riert und gleich die »Pro­fi­suche« in der Navi­ga­ti­on ange­klickt, ein paar Autoren­na­men ein­ge­ge­ben, für deren Bücher ich mich inter­es­sie­re, und in drei der Fäl­le hät­te ich auch tat­säch­lich etwas bestel­len wol­len.

  • Suche nach Jim But­cher: »Lei­der wur­de zu Ihrer Such­an­fra­ge kein Ergeb­nis gefun­den. Bit­te recher­chie­ren Sie erneut mit geän­der­ten Ein­ga­ben.«
  • Suche nach Charles Stross: »Lei­der wur­de zu Ihrer Such­an­fra­ge kein Ergeb­nis gefun­den. Bit­te recher­chie­ren Sie erneut mit geän­der­ten Ein­ga­ben.«
  • Suche nach Geor­ge R. R. Mar­tin: »Lei­der wur­de zu Ihrer Such­an­fra­ge kein Ergeb­nis gefun­den. Bit­te recher­chie­ren Sie erneut mit geän­der­ten Ein­ga­ben.«
  • Suche nach Alan Dean Fos­ter: »Lei­der wur­de zu Ihrer Such­an­fra­ge kein Ergeb­nis gefun­den. Bit­te recher­chie­ren Sie erneut mit geän­der­ten Ein­ga­ben.«
  • Suche nach Cory Doc­to­row: »Lei­der wur­de zu Ihrer Such­an­fra­ge kein Ergeb­nis gefun­den. Bit­te recher­chie­ren Sie erneut mit geän­der­ten Ein­ga­ben.«

Das hat die Bezeich­nung »Pro­fi­suche« aber mal wirk­lich ver­dient … (face­palm) Was? Ich soll bit­te nicht nach dubio­sen Aus­län­dern son­dern ordent­li­chen deut­schen Autoren suchen? Bit­te­schön:

  • Suche nach Kai Mey­er: »Lei­der wur­de zu Ihrer Such­an­fra­ge kein Ergeb­nis gefun­den. Bit­te recher­chie­ren Sie erneut mit geän­der­ten Ein­ga­ben.«
  • Suche nach Ju Honisch: »Lei­der wur­de zu Ihrer Such­an­fra­ge kein Ergeb­nis gefun­den. Bit­te recher­chie­ren Sie erneut mit geän­der­ten Ein­ga­ben.«
  • Suche nach Oli­ver Plasch­ka: »Lei­der wur­de zu Ihrer Such­an­fra­ge kein Ergeb­nis gefun­den. Bit­te recher­chie­ren Sie erneut mit geän­der­ten Ein­ga­ben.
  • »Suche nach Myra Çakan: »Lei­der wur­de zu Ihrer Such­an­fra­ge kein Ergeb­nis gefun­den. Bit­te recher­chie­ren Sie erneut mit geän­der­ten Ein­ga­ben.«
  • Suche nach Kai Mey­er: »Lei­der wur­de zu Ihrer Such­an­fra­ge kein Ergeb­nis gefun­den. Bit­te recher­chie­ren Sie erneut mit geän­der­ten Ein­ga­ben.«
  • Suche nach Mar­kus Heitz: »Lei­der wur­de zu Ihrer Such­an­fra­ge kein Ergeb­nis gefun­den. Bit­te recher­chie­ren Sie erneut mit geän­der­ten Ein­ga­ben.«
  • Suche nach Ste­fan Holz­hau­er: »Lei­der wur­de zu Ihrer Such­an­fra­ge kein Ergeb­nis gefun­den. Bit­te recher­chie­ren Sie erneut mit geän­der­ten Ein­ga­ben.« (klei­ner Scherz, aber man hät­te mich als Her­aus­ge­ber der Steam­punk-Chro­ni­ken durch­aus fin­den kön­nen)

An die­ser Stel­le war ich vor Lachen kaum noch in der Lage, zu tip­pen und hät­te den Test auf­grund völ­li­ger Untaug­lich­keit der Platt­form fast abge­bro­chen. Es hilft nicht im Gerings­ten, dass man über eine Ein­ga­be in »Stich­wort« tat­säch­lich Bücher hät­te ange­zeigt bekom­men kön­nen (wie ich spä­ter noch her­aus fand). Wenn ich »Suche nach Autor« ange­bo­ten bekom­me, möch­te ich sie auch nut­zen kön­nen. Dass hier nicht ein Ergeb­nis gelie­fert wird, ist der­art gro­tesk, dass es jeg­li­cher Beschrei­bung spot­tet.

Die Stich­wort­su­che fand dann über­ra­schen­der­wei­se tat­säch­lich Bücher von Jim But­cher, lei­der feh­len bei sehr vie­len eng­lisch­spra­chi­gen Wer­ken die Cover­ab­bil­dun­gen. Der Preis für den Har­ry Dres­den-Roman BLOOD RITES liegt als Paper­back bei sagen­haf­ten 10,99 Euro, dabei wird mit Infor­ma­tio­nen gegeizt, es wird nicht ange­ge­ben, um wel­che Ver­lags­fas­sung es sich dabei han­delt. Zum Ver­gleich: bei Ama­zon kos­tet das Taschen­buch BLOOD RITES 7,10 Euro, ist also fast vier Euro preis­wer­ter!

Egal, für den Test in den Waren­korb gelegt. Danach Waren­korb auf­ge­ru­fen und bestel­len wol­len. Ich soll eine Post­leit­zahl ange­ben, um eine Buch­hand­lung in der Nähe zu fin­den. Die Rem­schei­der Buch­hand­lung Pott­hoff wird eben­so­we­nig ange­zeigt, wie die Tha­lia-Filia­le, dafür eine Fach­buch­hand­lung, die gleich mal dar­auf hin­weist, dass es por­to­frei erst ab 25 Euro gibt. Geh weg mit Dei­nem Klein­kram, Du Kun­de. Wir wol­len Dich nicht. Die nächs­ten ange­bo­te­nen Buch­händ­ler sind in Vel­bert, Ratin­gen und Düs­sel­dorf. Das macht ja viel Sinn, und ist auch garan­tiert total gut für mei­nen CO2-Foot­print, wenn ich Kilo­me­ter weit fah­re, um mir die Bücher abzu­ho­len. Etli­che der Buch­hand­lun­gen bie­ten vor­sichts­hal­ber erst gar kei­nen Ver­sand, ande­re sagen stol­ze Por­to­kos­ten, wie bei­spiels­wei­se def­ti­ge 5,90 Euro, an. Damit läge der But­cher bei 16,89 Euro, dafür bekom­me ich anders­wo das Hard­co­ver.

An die­ser Stel­le habe ich dann tat­säch­lich abge­bro­chen, denn ich sah kei­nen Sinn dar­in, die­se alber­ne Platt­form wei­ter zu nut­zen. Wer glaubt, dass ich unter die­sen Bedin­gun­gen kau­fe, der glaubt auch an die Schlümp­fe. Das Ergeb­nis stellt aller­dings mei­ner Ansicht nach die Pro­ble­me der Buch­bran­che im Web sehr gut dar, ohne dass man es wei­ter kom­men­tie­ren müss­te: Igno­ranz, Kun­den­un­freund­lich­keit, und voll­um­fäng­li­che tech­ni­sche sowie inhalt­li­che Inkom­pe­tenz. Von den Mond­prei­sen für eng­lisch­spra­chi­ge Bücher noch gar nicht gespro­chen.

eBooks gibt es übri­gens auf buch​han​del​.de nicht (nur ein Such­feld für libre­ka) …

Update (11:00 Uhr): Auf buch​re​port​.de kom­men­tiert Mat­thi­as Ulmer:

Sie fin­den von Cory Doc­to­row 14 Tref­fer, wenn Sie im Autoren­feld den Namen so ein­ge­ben, wie es Pro­fis tun: Nach­na­me Kom­ma Vor­na­me.

»Ein­ge­ben, wie es die Pro­fis tun« – Der war gut! Ich habe gelacht. Wie wäre es mit »Ein­ge­ben wie es die Kun­den tun«? Oder »Ein­ge­ben, wie es in Such­ma­schi­nen üblich ist«?

Update 2 (12:00 Uhr) ich lese gera­de auf boer​sen​blatt​.de: wenn man als Buch­händ­ler dort erschei­nen möch­te, muss man monat­lich (!) 20 Euro (!!) abdrü­cken. Dort kann man zudem lesen:

Wir wol­len gemein­sam mit dem Buch­han­del die Platt­form in den nächs­ten Mona­ten kom­plett über­ar­bei­ten. Das betrifft zum Einen die Dar­stel­lung, die Suche und den Bestell­pro­zess…

»Wir wol­len … in den nächs­ten Mona­ten …« – Ja, lasst euch ruhig Zeit, die Kon­kur­renz schläft ganz sicher! Ich bin schon sehr gespannt, ob sie dies­mal jeman­den fra­gen, der sich mit so etwas aus­kennt, oder ob wie­der ein ergo­no­mie­frei­er Moloch dabei her­aus kommt.

Update 3 (19:00 Uhr) Auf buch​re​port​.de wur­de dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die Leis­tung für Buch­händ­ler ab sofort kos­ten­los ist, die 20 Euro fal­len also nicht mehr an. Aller­dings will man den Buch­händ­lern ab Mit­te 2013 eine »umsatz­ab­hän­gi­ge Trans­ak­ti­ons­ge­bühr« berech­nen. Ich wür­de mal ver­mu­ten, dass die bei viel Umsatz höher aus­fällt, als 20 Euro. Wäre dem so, dann wäre die ach so tol­le Neue­rung kei­ne.

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Wei­tere Tests von Ama­zon-Alter­na­ti­ven:

Test koh​li​bri​.de

Test osi​an​der​.de

Test leh​manns​.de

 

Das GYGAX MAGAZINE: Europa vergessen …

Was hat­te ich mich gefreut, als es hieß, die Fir­ma TSR, deren Rech­te aus­ge­lau­fen waren, wür­de von einer Grup­pe zurück­ge­kauft, zu der auch Söh­ne von D&D‑Erfinder Gary Gygax gehör­ten – und es soll­te ein Rol­len­spiel-Maga­zin mit dem viel­ver­spre­chen­den Namen GYGAX-Maga­zi­ne ver­öf­fent­licht wer­den. Ganz klas­sisch, im Print­for­mat. Und so gehör­te auch ich zu den Vor­be­stel­lern. Doch die Ent­täu­schung ist groß.

Die Ver­sand­kos­ten nach Euro­pa waren astro­no­misch hoch, so hoch, dass sich eine Bestel­lung von Deutsch­land aus nicht lohn­te. Hoff­nun­gen keim­ten auf, da man anbot, sich über einen Opti­ons­kauf erst ein­mal im Shop ein Exem­plar zu sichern, man wür­de an der Ver­sand­kos­ten­pro­ble­ma­tik arbei­ten und infor­mie­ren, wenn es wei­te­re Mög­lich­kei­ten gäbe. Eine sol­che infor­ma­ti­on kam nicht, dafür nerv­te der Online­shop mit hau­fen­wei­se über­flüs­si­gen Mails.
Das Gan­ze ist für mich nach wie vor unver­ständ­lich, denn ich habe bereits mehr­fach Print­pu­bli­ka­tio­nen (und ande­res) in den USA bezo­gen und die Por­to­kos­ten waren deut­lich gerin­ger, als die von den Her­aus­ge­bern für das Maga­zin ange­sag­ten.

Kürz­lich frag­te ich dann nach, was dar­aus gewor­den sei. Durch die Ant­wor­ten erfuhr ich eher zufäl­lig, dass es inzwi­schen auch eine preis­wer­te­re Opti­on gibt, dar­über soll­te ich als Vor­be­stel­ler eigent­lich infor­miert wer­den – was nicht pas­siert war. Man kann nun also auch für acht Dol­lar ordern – immer noch teu­er genug, ange­sichts des Prei­ses von 8,95 Dol­lar für das Maga­zin. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen dazu, bei­spiels­wei­se wie lan­ge der Ver­sand dau­ern wird, feh­len voll­stän­dig, man weiß also nicht, ob man einen Monat oder ein hal­bes Jahr auf sei­ne Aus­ga­be wird war­ten müs­sen. Die gesam­te Her­an­ge­hens­wei­se erweckt bei mir nicht das Ver­trau­en, die 17 Dol­lar für eine Ware zu inves­tie­ren, die dann viel­leicht nie bei mir ankommt – oder erst, wenn die Höl­le ein­friert.
Auch der Hin­weis auf eine PDF-Ver­si­on bei Dri­ve­Thr­uRPG geht fehl, denn ich hat­te ja aus­drück­lich eine Print­fas­sung vor­be­stellt und kei­ne Datei. Zudem war das Maga­zin expli­zit als Print­ma­ga­zin bewor­ben, das Her­aus­ge­ben eines Print­ma­ga­zins in digi­ta­len Zei­ten war aus­drück­lich her­aus gestellt wor­den.

Man ent­schul­dig­te sich zwar via Twit­ter ober­fläch­lich (na gut, das geht auf Twit­ter kaum anders), und wies auch dar­auf hin, dass man nur eine klei­ne Fir­ma sei. Das mag sein und grund­sätz­lich hät­te gera­de eine sol­che klei­ne Fir­ma auch bei mir einen Sym­pa­thie­bo­nus. Aller­dings bin ich der Ansicht, dass das offen­bar voll­stän­di­ge Ver­ges­sen der euro­päi­schen Fans unent­schuld­bar ist. Nicht nur in den USA wur­den D&D und Nach­fol­ger gespielt, die Fan­ba­se hier der­art zu igno­rie­ren kann man eigent­lich nur mit typisch US-ame­ri­ka­ni­schem Chau­vi­nis­mus erklä­ren und zeugt mei­ner Ansicht nach von schwer nach­voll­zieh­ba­rer Arro­ganz. Dass als Sah­ne­häub­chen dann aber auch noch ver­ges­sen wird, den Vor­be­stel­lern die neu hin­zu­ge­kom­me­ne Por­to­op­ti­on mit­zu­tei­len, kommt erschwe­rend hin­zu; es müs­sen offen­bar bei TSR noch vie­le Haus­auf­ga­ben gemacht wer­den.

Für zukünf­ti­ge Aus­ga­ben will man sich mit irgend­wel­chen Dis­tri­bu­to­ren zusam­men tun, die dann dafür sor­gen, dass die fol­gen­den Num­mern auch in Euro­pa erhält­lich sein wer­den. Immer­hin etwas, aller­dings habe ich ehr­lich gesagt nach dem Erleb­ten eigent­lich kein Inter­es­se mehr dar­an. Zudem: auch das Ver­spre­chen, mich zu infor­mie­ren, wenn es in Sachen Ver­sand­kos­ten Neu­es gibt, wur­de nicht ein­ge­hal­ten – des­we­gen bin ich nicht geneigt, den Aus­sa­gen der Her­aus­ge­ber hin­sicht­lich der zukünf­ti­gen Dis­tri­bu­ti­on noch Glau­ben zu schen­ken.

Ich fin­de das alles sehr scha­de, denn mei­ne Sym­pa­thien als lang­jäh­ri­ger Spie­ler lagen durch­aus beim »reinkar­nier­ten« TSR und deren GYGAX MAGAZINE; die­se wur­den aller­dings leicht­fer­tig ver­spielt.

Logo Gygax Maga­zi­ne Copy­right TSR, Inc.

Poster: MONSTERS UNIVERSITY

Dis­ney und Pix­ar ver­öf­fent­lich­ten ein neu­es Pos­ter zum Ani­ma­ti­ons­film MONSTERS UNIVERSITY, der dar­über berich­tet, wie die Prot­ago­nis­ten aus MONSTER GMBH sich ken­nen lern­ten.

Im Ori­gi­nal spre­chen Bil­ly Crys­tal, John Good­man, Ste­ve Bus­ce­mi, Dave Foley, Julia Sweeney, Joel Mur­ray und Peter Sohn. Kino­start ist im Juni.

Pro­mo­pos­ter Copy­right Pix­ar & The Walt Dis­ney Com­pa­ny

IRON MAN 3: Pepper Potts-Poster

Zur drit­ten Instal­la­ti­on der Aben­teu­er von Tony Stark, auch bekannt als sein metal­le­nes Alter Ego IRON MAN, gibt es ein neu­es Pos­ter. Auf dem ist Gwy­neth Palt­row als des­sen Freun­din Pep­per Potts zu bewun­dern.

Es spie­len: Robert Dow­ney jr., Don Chead­le, Guy Pear­ce, Rebec­ca Hall, Ste­pha­nie Szost­ak, James Badge Dale, Jon Fav­reau, Gwy­neth Palt­row und Ben King­s­ley.

US-Kino­start ist am 3. Mai, bei uns zwei Tage frü­her.

Pro­mo-Pos­ter Copy­right Mar­vel & The Walt Dis­ney Com­pa­ny

NAUTILUS 108: Die Hexen kommen

Die Hexen sind los. Die Hexen­jä­ger aber auch. Die gesam­te Aus­ga­be 108 des monat­li­chen Fan­ta­sy-Maga­zins NAUTILUS – Aben­teu­er & Phan­tas­tik steht nach­hal­tig unter dem Bann von Zau­ber­mär­chen.

Von wegen »Es war ein­mal …« Das Früh­jahr des Jah­res 2013 ist ein­deu­tig Mär­chen- und Hexen­zeit, zumin­dest im Kino und Fan­ta­sy-Roman. Die aktu­ell erschie­ne­ne März-Aus­ga­be der NAUTILUS berich­tet daher per Fea­tures und Inter­views mit Fil­me­ma­chern und Autoren über die kom­men­de mul­ti­me­dia­le Mär­chen­wel­le, die da aktu­ell auf uns zurollt.

Den Anfang macht Regis­seur Sam Rai­mis Vor­ge­schich­te zu DER ZAUBERER VON OZ: Unter dem Titel DIE FANTASTISCHE WELT VON OZ berich­tet er, wie ein ver­krach­ter Büh­nen­ma­gi­er aus unse­rer Welt in das Zau­ber­reich ver­schla­gen wird und in Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit den dort herr­schen­den Hexen zum iko­nen­haf­ten gro­ßen Zau­be­rer aus den berühm­ten OZ-Roma­nen von Frank L. Baum wird. In der NAUTILUS berich­ten der oscar-prä­mier­te Pro­duc­tion Desi­gner Robert Strom­berg und der deutsch­stäm­mi­ge Cha­rac­ter- und Kos­tüm Desi­gner Micha­el Kut­sche dar­über, wie die kun­ter­bun­te Film­welt von Oz rea­li­siert wur­de. In BEAUTIFUL CREATURES muß sich eine Teen­age­rin ent­schei­den, ob sie an ihrem 16. Geburts­tag eine gute oder eine böse Hexe wird. Im Inter­view berich­ten die US-Roman­au­torin­nen Kami Gar­cia und Mar­ga­ret Stohl über die Ver­fil­mung ihrer vier­bän­di­gen roman­ti­schen Süd­staa­ten-Hexen­ro­man­se­rie, deren ers­ter Roman in Deutsch­land unter dem Titel SIXTEEN MOONS erschien.
Roman­tisch wie action­reich geht es in der Mär­chen­ver­fil­mung JACK AND THE GIANTS zu, die Moti­ve aus HANS UND DIE BOHNENRANKE auf die Film­lein­wand bringt: Im Maga­zin wer­den die ori­gi­na­le Mär­chen­vor­la­ge und die Fil­mum­set­zung vor­ge­stellt, in der ein armer Bau­ern­sohn per Zau­ber­boh­nen­ran­ke ein Tor in das Reich der Rie­sen öff­net und dort das Herz einer ent­führ­ten Prin­zes­sin gewinnt. Ganz am Ende des Films gibt es einen net­ten Twist, der vom Mär­chen­reich in die rea­le Welt führt.
Und durch­aus blu­tig geht es schließ­lich in HÄNSEL UND GRETEL: HEXENJÄGER zu. Wie der nor­we­gi­sche Regis­seur Tom­my Wir­ko­la im Inter­view augen­zwin­kernd ver­rät, sind die Knus­per­häus­chen­ge­schwis­ter aus dem Grimm­schen Mär­chen hier als Erwach­se­ne zu taf­fen Mons­ter­jä­gern gewor­den, die allen bösen Hexen den Kampf ange­sagt haben. Aber wie sie anläß­lich eines fie­sen Hexen­sab­bats unter dem Blut­mond erfah­ren, gibt es auch gute Hexen, freund­li­che Trol­le und nerdi­ge Fans, die ihnen bei­ste­hen, um von den Hexen ent­führ­te Kin­der zu befrei­en.

Ob es sich bei den Hexen der Alt­vor­de­ren und in den Mythen und Sagen tat­säch­lich um die gebrand­mark­ten Kin­der­fres­se­rin­nen mit dem sprich­wört­li­chen Bösen Blick oder aber um ver­kann­te Kräu­ter­weib­lein und wei­se Frau­en han­del­te, die sich mit Geburts­hil­fe und der Natur aus­kann­ten, erfor­schen beglei­ten­de Sach­ar­ti­kel im Heft. Zudem wird anhand aktu­el­ler Ver­öf­fent­li­chun­gen unter­sucht, wie popu­lär die Mär­chen­stof­fe der­zeit tat­säch­lich im Umfeld von Film und Fern­se­hen, Roman und Comic sind.

Und wenn sie nicht gestor­ben sind … Nicht die gesam­te Aus­ga­be die­ser NAUTILUS dreht sich um Mär­chen. Im Film­teil die­ser Aus­ga­be geht es u.a. auch um ein ein mys­te­riö­ses Zeit­rei­se-Gen und eine ent­führ­te Zeit­ma­schi­ne in der Ver­fil­mung von RUBINROT. Die Haupt­dar­stel­le­rin, die Dreh­buch­au­to­rin und der Pro­du­zent berich­ten von den Dreh­ar­bei­ten zum Auf­takt­ro­man der roman­ti­schen Fan­ta­sy-Tri­lo­gie von Kers­tin Gier. Eine Teen­age­rin wird hier will­kür­lich durch die Epo­chen geschleu­dert und muß ler­nen, sowohl mit ihrer selt­sa­men Zeit­sprung-Bega­bung umzu­ge­hen wie sich mit Fami­li­en­in­tri­gen unter Zeit­rei­sen­den aus­ein­an­der­zu­set­zen. Und dann sind da noch schwär­me­ri­sche Gefüh­le …

Die gesam­te Aus­ga­be inklu­si­ve wei­te­ren Inter­views und Werk­statt­be­rich­ten, Lese­pro­ben, Film­vor­schau­en, DVD-Bespre­chun­gen, Über­sich­ten zu kom­men­den phan­tas­ti­schen Roma­nen, Hör­bü­chern, Hör­spie­len sowie Rezen­sio­nen zu Adven­ture-Games läßt sich bereits seit Anfang Febru­ar auf www​.fan​ta​sy​m​a​ga​zin​.de kos­ten­frei und unver­bind­lich online durch­blät­tern. Eine digi­ta­le Aus­ga­be gibt es bereits seit Mit­te Febru­ar für den PC, Android und per eige­ner App auch für das Apple iPho­ne und iPad. Die gedruck­te Aus­ga­be fin­det man aktu­ell beim Zeit­schrif­ten­händ­ler sei­nes Ver­trau­ens. Und in Kür­ze gibt es auf der NAU­TI­LUS-Home­page auch die Vor­schau auf die April-Aus­ga­be, in der es ganz ohne Scherz um ein Han­dy im Kopf, hel­den­haf­te Wel­ten­ret­ter, eine spie­le­ri­sche Göt­ter­däm­me­rung, gespens­ti­sche Mut­ter­lie­be, ein­ge­fro­re­nes Leben per Kryo­sta­se sowie um Erin­ne­run­gen an eine im Ali­en­kampf zer­stör­te Erde geht.

NAU­TI­LUS er­hält man im Zeit­schrif­ten­han­del, als ePa­per bei Pres​se​ka​ta​log​.de, so­wie im Abo bei Ama­zon. Das Ma­ga­zin er­scheint im Aben­teuer Me­dien Ver­lag.

Co­ver NAU­TI­LUS 107 Co­py­right Aben­teuer Me­dien Ver­lag

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Die Razzie-Awards 2013

Lei­der über­sieht man sie immer wie­der jedes Jahr. Die Raz­zie-Awards (oder genau­er: The Gol­den Raspber­ry Awards, bei uns nicht ganz kor­rekt als »Gol­de­ne Him­bee­re« über­setzt, Anm. d. Red.), die 1980 als not­wen­di­ger Gegen­pol zu den unüber­schau­ba­ren Preis­ver­lei­hun­gen aus der Tau­fe geho­ben wur­den. Nicht in irgend­ei­nem hoch­tra­ben­den Ball­saal, son­dern im Con­ti­nen­tal Break­fast Room des Holi­day Inn wur­den sie nun im Schat­ten der Oscars erneut ver­lie­hen.

Die 657 Stimm­be­rech­tig­ten aus 47 U.S. Staa­ten und 19 ande­ren Län­dern schei­nen kei­ne Sym­pa­thie für den abschlie­ßen­den Teil der TWILIGHT-SAGA gehegt zu haben. Von elf Nomi­nie­run­gen konn­te BREAKING DAWN immer­hin sie­ben Prei­se holen. Das liegt nur knapp hin­ter Adam Sand­lers JILL & JACK, der im vor­an­ge­gan­ge­nen Jahr in allen Kate­go­rien gewon­nen hat. Dafür hat Adam Sand­ler im zwei­ten Jahr in Fol­ge den schlech­tes­ten Haupt­dar­stel­ler bekom­men.

Beson­ders wit­zig sind die Raz­zi­es immer dann, wenn sie Nomi­nie­run­gen oder Gewin­ner haben, die auch hoch auf Oscar-Kurs lau­fen, was die­ses Jahr lei­der aus­blieb. Beson­de­re Vor­fäl­le gab es kei­ne. Zuletzt hat­te 2009 San­dra Bul­lock ihre Aus­zeich­nung als schlech­tes­te Haupt­dar­stel­le­rin für ALL ABOUT STEVE per­sön­lich ent­ge­gen­ge­nom­men. Ein atem­be­rau­ben­der Auf­tritt.

Nach­fol­gend alle »Aus­ge­zeich­ne­ten«, die »Gewin­ner« sind fett gekenn­zeich­net.

Matthew Vaughn macht FANTASTIC FOUR

Mar­vels Fan­tas­ti­sche Vier hat­ten im Kino bis­lang lei­der wenig Glück. Das soll sich jetzt ändern, denn im Zuge der Erfolgs­wel­le an Super­hel­den-Fil­men mit Figu­ren aus dem Comic­ver­lag geht man auch die­ses The­ma noch ein­mal an. Dies­mal könn­te etwas dar­aus wer­den, denn als Pro­du­zent wur­de Matthew Vaughn aus­er­ko­ren.

Bekannt ist er nicht nur als Regis­seur für Fil­me wie STARDUST oder KICK-ASS, son­dern ins­be­son­de­re für sei­ne Inter­pre­ta­ti­on der X‑MEN in FIRST CLASS. Bei der For­set­zung, da führt Bryan Sin­ger Regie, wird er pro­du­zie­ren.

Ver­mut­lich auf­grund der Rech­te­la­ge wird es sich nicht um einen Dis­ney-Film han­deln, das Stu­dio hin­ter FANTASTIC FOUR ist Fox. Der­zeit ist nur die Rede davon, dass er pro­du­zierrt, es ist aller­dings nicht aus­ge­schlos­sen, dass er even­tu­ell auch den Regie­job über­neh­men könn­te.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen wie Start­ter­min und ähn­li­ches gibt es auf­grund der frü­hen Pha­se des Pro­jekts noch nicht.

Bild: Matthew Vaughn mit sei­ner Frau Clau­dia Schif­fer 2010 (manch­mal bekommt der bebrill­te Nerd offen­bar doch die Cheer­lea­de­rin), von Xuka, aus der Wiki­pe­dia, [sb name=»cc-by-nc-sa-de«]

War da nicht was? Ach ja: die Oscars 2013!

In der letz­ten Nacht ver­gab man in Hol­ly­wood wie­der die gül­de­nen Strah­le­män­ner. Dass es sich dabei um eine gigan­ti­sche Selbst­be­weih­räu­che­run­ge der Film­in­dus­trie und ihrer Erfül­lungs­ge­hil­fen han­delt, hat inzwi­schen hof­fent­lich auch der letz­te begrif­fen, dass das Spek­ta­kel nichts­des­to­we­ni­ger unter­halt­sam ist, eben­falls.

Wirk­li­che Über­ra­schun­gen gab es in der von Seth McFar­la­ne mode­rier­ten Ver­an­stal­tung nicht. Erwar­tungs­ge­mäß gewann Dani­el Day Lewis für die Dar­stel­lung des US-Prä­si­den­ten im Spiel­berg-Film LINCOLN sei­nen inzwi­schen drit­ten Oscar, laut Medi­en­be­rich­ten ein Rekord. Ben Afflecks Polit-Dra­ma ARGO gewann, eben­falls erwar­tet, die Aus­zeich­nung für den bes­ten Film. Chris­toph Waltz erhielt den Award für die bes­te Neben­rol­le für sei­ne Dar­stel­lung eines Kopf­geld­jä­gers in DJANGO UNCHAINED; damit sei­ne zwei­te Aus­zeich­nung, die rst erhielt er für INGLORIOUS BASTERDS, eben­falls ein Taran­ti­no-Strei­fen. Bei den Damen gin­gen die Figu­ren an Jen­ni­fer Jaw­rence als bes­te Schau­spie­le­rin für die Dar­stel­lung einer Nym­pho­ma­nin in SILVER LININGS PLAYBOOK und die bes­te Neben­dar­stel­le­rin an Anne Hat­ha­way für LES MISÉRABLES.

Einen »gro­ßen« Gewin­ner­film gab es eigent­lich nicht, aller­dings wur­de LIFE OF PI gleich vier mal mit einem Preis bedacht. Regis­seur Ang Lee konn­te den Oscar für die bes­te Regie mit nach Hau­se neh­men, zudem sack­te der Film Aus­zeich­nun­gen für die Film­mu­sik, Kame­ra und Spe­zi­al­ef­fek­te ein.

Zum Gen­re brau­chen wir nicht viel zu sagen, BRAVE als bes­ter ani­mier­ter Film, wenn man den als Phan­tas­tik ein­stu­fen möch­te. Der HOBBIT fand trotz sei­ner gran­dio­sen 3D-Cine­ma­to­gra­fie nur am Ran­de statt. Was rau­chen die in Hol­ly­wood eigent­lich? Ansons­ten ist viel­leicht noch erwäh­nens­wert, dass Ade­le für ihren BOND-Song SKYFALL eins der gül­de­nen Männ­chen erhielt – auch nicht über­ra­schend.

Inter­es­sant ist in die­sem Zusam­men­hang noch, zu erwäh­nen, dass sich auf­grund der Ver­lei­hung des Oscar für die bes­ten Spe­zi­al­ef­fek­te an LIFE OF PI Wider­stand bei den SFX-Künst­lern Hol­ly­woods regt, die erbost dar­über sind, dass die Arbeits­be­din­gun­gen bei der Pro­duk­ti­on der SFX für den Film unschön gewe­sen sind, das Bud­get unzu­rei­chend war, dass der Regis­seur dar­über klag­te, »die Ent­wick­lungs­ab­tei­lun­gen für Effek­te sei­nen so teu­er« und er die­se gern bil­li­ger hät­te. Die Fir­ma »Rhythm & Hues Stu­dio«, ver­ant­wort­lich für die Spe­zi­al­ef­fek­te in SNOW WHITE AND THE HUNTSMAN sowie LIFE OF PI muss­te auf­grund der schlech­ten Bezah­lung gera­de Bank­rott anmel­den. Dadurch füh­len sich die Spe­zi­al­ef­fekt-Künst­ler her­ab­ge­setzt – und das mei­ner Ansicht nach zu Recht. Einen offe­nen Brief von Phil­ip Ray Bros­te an Ang Lee zu die­sem The­ma fin­det sich im Blog VFX Sol­dier . Mehr Details dazu auch auf der Face­book-Sei­te »VFX Soli­da­ri­ty Inter­na­tio­nal«.

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