ODD THOMAS – bisher kein Kinostart und keine DVD-Veröffentlichungen
Wirft man einen Blick auf Stephen Sommers Werdegang, und bekommt dann einen Film wie ODD THOMAS zu sehen, dann kann eine logische Schlussfolgerung nur sein, dem Mann nicht mehr so große Budgets zur Verfügung zu stellen. Nach langer Zeit dreht Sommers wieder einen rundum gelungenen Film, und dann kommt ein hässlicher Rechtstreit dazwischen, der ODD THOMAS vorerst lahmlegt. Für Interessierte hat der Hollywood-Reporter die Klageschrift in Gänze veröffentlicht. Auf alle Fälle ist es traurig, dass ein breiteres Publikum erst einmal auf diesen unterhaltsamen Gruselstreifen verzichten muss. Der ’seltsame’ Thomas hat tatsächlich eine etwas eigenartige Gabe, heißt allerdings nicht deswegen Odd, das ist einem Fehler auf der Geburtsurkunde geschuldet. Doch der Zufall will es, dass der seltsame Vorname und Odds Gabe gut einhergehen. Denn Odd kann tote Menschen sehen. Das konnten andere vor ihm auch schon, aber der Schnellimbiss-Koch kann wirklich etwas damit anfangen. So können ihm Mordopfer schnell mal zum Täter führen. Was den Polizeichef oft in Rage bringt, weil Odd jene Täter gern selbst stellt. Chief Porter weiß von Odds Fähigkeit, ebenso Odds bezaubernde Freundin Stormy. Eine Einleitung oder Erklärung dafür vermeidet der Film zum Glück, was die Situationen noch komischer macht, wenn Porter und Stormy so selbstverständlich und entspannt mit Odds Können umgehen.
Bei Emmerich Books & Media ist soeben das erste Buch aus der Reihe der Hugh Walker-Neuauflagen als eBook erschienen. Es trägt den Titel BLUT-GMBH. Es handelt sich bei Hugh Walker um ein Pseudonym von Hubert Straßl.
Menschen verschwinden im Dunkel der Nacht, um Tage später ohne Erinnerung wieder aufzutauchen. Einstiche an ihren Körpern beweisen, dass Blut abgezapft wurde. Die Spur führt in die Klinik von Dr. Lukard und seiner Blut-GmbH.
Alle Anstrengungen, Lukards Pläne zu durchkreuzen, scheinen vergebens: Menschen werden weiterhin als Melkkühe für seine finsteren Scharen missbraucht.
Rettung scheint nur unter größten Opfern möglich zu sein. Realität und Phantasie verschwimmen – und die Landkarten unserer Wirklichkeit müssen neu geschrieben werden …
Die Drakula-Romane von Hugh Walker erfahren mit der vorliegenden Buchausgabe BLUT-GMBH ihre vierte Veröffentlichung. Die Einzelromane erschienen als Originalausgabe 1973/1974 und 1975 in der VAMPIR HORROR-ROMAN-Reihe beim Erich Pabel Verlag, Rastatt und wurden 1994 für die DÄMONEN-LAND-Heftreihe im Bastei-Verlag nachgedruckt. Unter dem Titel HUGH WALKERS DRAKULA brachte der Blitz-Verlag 1998 erstmals eine Komplettausgabe in Taschenbuchform heraus.
Für die aktuelle Ausgabe wurde Hugh Walkers Text behutsam überarbeitet, weitestgehend an die neue Rechtschreibung angepasst und mit einem umfangreichen Anhang versehen, welcher Informationen über die Entstehung der DRAKULA-Romane liefert.
Erneut hat sich leider einer der Großen der Science Fiction auf den Weg zu den Sternen gemacht. Gestern verstarb der US-amerikanische Autor Frederik Pohl.
Pohl wurde am 26. November 1919 geboren und verbrachte siene Kindheit und Jugend an zahllosen Orten der Vereinigten Staaten, da sein Vater viel umzog. So lebte er in Texas, Kalifornien, New Mexico, in der Nähe des Panamakanals und schließlich in Brooklyn, wo er die Brooklyn Technical High School besuchte. Er musste während der Weltwirtschaftskrise mit vierzehn Jahren die Schule abbrechen, um arbeiten zu gehen. Noch während seiner Teenagerzeit schloss er eine lebenslange Freundschaft mit Isaac Asimov, der wie er der New Yorker Science-Fiction-Fangruppe der »Futurians« angehörte.
Von 1939 bis 1943 (andere Quellen nennen 1941) war Pohl Herausgeber zweier Pulp-Magazine – der ASTONISHING STORIES und der SUPER SCIENCE STORIES.
Pohl begann seine Karriere als Buchhändler und ‑agent im Jahr 1937, dies stellte jedoch nur einen Nebenberuf dar, bis er nach dem Krieg hauptberuflich in diesem Gewerbe arbeitete. Vom April 1943 bis zum November 1945 diente Pohl als Meteorologe in der US Army und wurde bis zum Sergeant befördert. Nach seiner Ausbildung in Illinois, Oklahoma und Colorado war er hauptsächlich in Italien stationiert.
Seine ersten Romane und Geschichten erschienen in den frühen 1950er Jahren, beispielsweise THE SPACE MERCHANTS (dt. unter anderem als EINE HANDVOLL VENUS UND EHRBARE KAUFLEUTE) zusammen mit Cyril M. Kornbluth. Danach veröffentlichte er zahllose Romane, Kurzgeschichten und Sachbücher. Eine seiner bekanntesten Serien dürfte die GATEWAY-Trilogie sein. Für sein Schaffen wurde er mit über 20 Preisen ausgezeichnet, darunter der Hugo, Nebula, Locus und John W. Campbell-Award.
Das Leben und Werk Frederik Pohls ist zu umfangreich, um es in diesem Nachruf hinreichend würdigen zu können. Es sei deswegen auf die Artikel in der deutschen und englischen Wikipedia verwiesen, wobei letzterer wie immer deutlich ausführlicher ist.
Frederik Pohl verstarb am 2. September 2013 im Alter von 93 Jahren in Palatine, Illinois, an Lungenversagen. Ad astra!
Ebenfalls wie immer neu zum Monatsanfang ist die Augabe 291 des FANDOM OBERVERs erschienen. Chefredakteur der aktuellen Nummer war Martin Kempf und der präsentiert auf 18 seiten unter anderem die folgenden Themen:
* 50 Jahre Dr. Who: Olaf Brill stellt den neuen Doctor vor.
* Widdiwiddi: Buck Rogers fliegt seit 1979 durchs Weltall
* Alienjagd: Bettina Petrik über PACIFIC RIM
* Unterhaltsame Geschichtsfälschung: Andreas Nordiek zu LEVIATHAN von Oliver Henkel
Weiterhin im neuen FANDOM OBSERVER: Buchrezensionen, Kinokritiken, und der Fanzine-Kurier
Auch zum Monat August stellt Erik Schreiber wieder einen Phantastischen Bücherbrief zur Verfügung. Auf der ersten Seite findet sich das Titelbild von ZWIELICHT 3, einer 421 Seiten starken Kurzgeschichtensammlung, die von Michael Schmidt heraus gegeben wurde und die bei Saphir im Stahl erschienen ist.
Danach widmet sich Erik erneut deutscher und internationaler Phantastik, sowie Heftromenen, Fanzines und auch Comics.
Deutsche Phantastik beispielsweise: Achim Köppen – DIE ERBEN DES LICHTS, Thomas Thiemeyer – MAGDA UND BEN oder Richard Schwarz – DIE FESTUNG DER TITANEN.
Internationale Phantastik unter anderem: Jonathan Stroud – DIE SEUFZENDE WENDELTREPPE, Cassandra Clare – CLOCKWORK PRINCE oder Helen Douglas – LICHTJAHRE ZU DIR.
Der Phantastische Bücherbrief liegt als PDF-Datei mit einer Größe von ca. 460 kB vor und kann hie rherunter geladen werden.
Insbesondere die dritte Staffel SHERLOCK wird von den Fans ja sehnlichst erwartet, die britische Variante der Musketiere könnte aber ebenfalls interessant werden.
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Gottfried Honnefelder ist der »Vorsteher« des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. In einer Rede erläutert er eindrücklich, wie er zum Internet steht. Man könnte es salopp als »moderner, gefährlicher Scheiß« zusammenfassen. Vorsicht, es könnte bei internetaffinen Menschen, die nicht in irgendeiner Vergangenheit leben, zu einem spontanen Abfallen des Kopfes führen, wenn man den Artikel liest, so ausgiebig wird man mit dem Kopf schütteln und sich des Gesichtspalmierens befleißigen.
Da wird ernsthaft eine »digitale Abstinenz« der Nutzer gefordert und beklagt, dass sich eine solche »in der Breite nicht werde durchsetzen lassen«. Und DRM ist selbstverständlich die Rettung.
Angesichts dieser mittelalterlichen Ansichten des Börsenvereinsvorstands wundert mich bei der Branche ehrlich gesagt nichts mehr.
SWEETWATER a.k.a. SWEET VENGEANCE – vorerst nur in USA und Großbritannien auf DVD
Mit SWEETWATER gibt es endlich wieder einmal einen Western, der einen anderen Blick auf das Genre zulässt. Nun sind Rachegeschichten im Wilden Westen wahrlich nichts seltenes. Eastwoods UNFORGIVEN ist eines von vielen Beispielen, oder noch aktueller, Coens Neuverfilmung von TRUE GRIT. Logan Miller hat bei seinem zweiten Film ohne seinen Bruder Noah auf dem Regiestuhl gesessen, dafür haben sie wieder zusammen das Buch, nach einer Geschichte von Andrew McKenzie, geschrieben. Herausgekommen ist ein geradliniger Thriller, der das Genre genau studiert zu haben scheint. Ein bisschen das Feeling von THERE WILL BE BLOOD, reichlich Optik aus Sergio Leones besten Zeiten, und verdrehte Einfälle die aus eben erwähnten TRUE GRIT stammen könnten. Der geistig nicht ganz auf der Höhe scheinende Sheriff Jackson kommt ins Territorium von New Mexico, um den religiösen Fanatiker Prophet Josiah aufzuspüren. Zur gleichen Zeit tötet Josiah den Mann der ehemaligen Prostituierten Sarah. Anfangs ist Sarah über das plötzliche Verschwinden ihres Gatten etwas blauäugig. Doch Sheriff Jacksons unkonventionelle Ermittlungsmethoden und Prophet Josiahs aufdringliche Avancen lassen Sarah langsam erahnen, dass sie nicht mit der Rückkehr ihres Mannes rechnen sollte. Und jemand muss dafür zur Rechenschaft gezogen werden.
Wie bekannt gibt es in Deutschland ein Gesetz für Buchpreisbindung. Das besagt grundsätzlich, dass Bücher überall gleich viel kosten müssen (stark verkürzt dargestellt). Und dieses Gesetz wird vom Börsenverein und dessen Treuhänder auch gnadenlos durchgesetzt, wer versucht daran zu rütteln, wird abgemahnt. Und das sogar, obwohl Börsenverein und Treuhänder sich nicht einig sind, ob beispielsweise Selfpublisher unter das Gesetz fallen.
Durch die Buchpreisbindung hat der Büchermarkt eine kartellartige Struktur, Kartelle sollen durch andere Gesetze eigentlich vermieden werden, aber dank guter Lobbyarbeit gilt das für diese Branche offensichtlich nicht. Die rigide und ausnahmslose Durchsetzung führt unter anderem dazu, dass solche progressiven und in anderen Ländern völlig legalen Aktionen wie das »Humble eBook-Bundle« in Deutschland nicht möglich sind, ohne sich der Gefahr von Rechtsstreitigkeiten auszusetzen.
Wie hirnrissig diese Buchpreisbindung angesichts eines internationalen Marktes und des Internets ist, zeigt der britische Versandhändler The Book Depository. Die versenden weltweit kostenlos, was an sich bereits ein Feature ist. Bei englischen Büchern sind sie in aller Regel nicht preiswerter als beispielsweise Amazon.de, sind aber eine Alternative, falls der Onlinehändler mal was nicht vorrätig haben sollte. Interessant wird es aber bei deutschen Büchern, denn auch die führt Book Depository. Und diese sind zum Teil deutlich preiswerter als hierzulande.
Beispiel gefällig? Bitte: ER IST WIEDER DA von Timur Vermes, preisgebunden bei uns für 19,33 EUR. Beim Book Depository für EUR 17,69 zu haben, also 1,64 günstiger. Noch eins? TINTENHERZ als Taschenbuch: preisgebunden bei uns für 12 Euro, beim Book Depository für 11,03 Euro. Oder: DIE TRIBUTE VON PANEM – TÖDLICHE SPIELE. Preisgebunden in Deutschland für 17,90 Euro, in GB für 16,94 Euro.
Das waren jetzt nur ein paar Beispiele, teilweise gibt es deutlichere Preisunterschiede zwischen den hiesigen Shops und dem Book Depository. Auch wenn diese Preisdifferenzen vielfach eher gering sind und man auf die Ware aus dem Vereinigten Königreich ein paar Tage länger warten muss, zeigt das deutlich, dass man auch preisgebundene Bücher günstiger erhalten kann. Und das zudem völlig legal. Meine Vorhersage: Es wird nicht lange dauern, bis andere Anbieter ähnliche Angebote machen und gezielt deutsche Kunden ansprechen.
Vielleicht sollte das dem Börsenverein zu denken geben. Der wird aber vermutlich eher versuchen, diese Praktiken zu unterbinden. Ein Klageversuch gen Britannien dürfte aber sicher unterhaltsam werden. Das Gesetz sagt zwar:
§ 4 Grenzüberschreitende Verkäufe
(1) Die Preisbindung gilt nicht für grenzüberschreitende Verkäufe innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes.
(2) Der nach § 5 festgesetzte Endpreis ist auf grenzüberschreitende Verkäufe von Büchern innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes anzuwenden, wenn sich aus objektiven Umständen ergibt, dass die betreffenden Bücher allein zum Zwecke ihrer Wiedereinfuhr ausgeführt worden sind, um dieses Gesetz zu umgehen.
Da der Händler aber weltweit anbietet, dürfte es wohl nicht ganz einfach werden, ihm letzteres nachzuweisen.
Ach ja: The Book Depository gehört zu Amazon …
[cc]
Logo The Book Depository Copyright The Book Depository Limited
Man muss Peter Lenkovs Graphic Novel nicht gelesen haben, um die Filmversion von R.I.P.D. richtig einordnen und bewerten zu können. Als Detective Nick Walker der Bostoner Polizei bei einem Einsatz ums Leben kommt, führt sein Seelenweg nicht geradewegs in den Himmel, oder gar in die Hölle, wofür es auch ein paar Gründe geben könnte. Sein Zwischenstopp nennt sich das Rest in Peace Department, eine überirdische Institution für ehemalige Gesetzeshüter, die Seelen jagen und eliminieren müssen, die sich weigern den letzten Weg nach oben oder nach unten zu gehen, und lieber weiterhin in Menschenform auf Erden wandeln. Es klingt wie eine witzige Prämisse, entpuppt sich allerdings als filmischer Overkill. Was immer R.I.P.D. anfängt, tut er stets mit einer Spur zu viel. Zu viel Emotionen, zu viel Klamauk, zu viel visuelle Effekte. Und bei allem spürt man, dass es nicht dem Film dient, sondern eine überreizte Anbiederung an ein spaßhungriges Publikum ist.
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