Terry Pratchett 1948 – 2015

Terry Pratchett 1948 – 2015

Terry Pratchett

Sir Terence David John Prat­chett ali­as Ter­ry Prat­chett war einer der ein­fluss­reichs­ten Phan­tas­tik­au­toren der letz­ten Deka­den. Lei­der ver­starb er am heu­ti­gen Don­ners­tag, den 12.03.2015.

Am bekann­tes­ten dürf­ten sei­ne Schei­ben­welt-Roma­ne sein, in denen er sich humo­ris­tisch aber auch sozi­al­kri­tisch mit dem Gen­re und eigent­lich auch unse­rer rea­len Welt aus­ein­an­der­setz­te. Erschreib über 70 Bücher, sei­ne Wer­ke wur­den ver­filmt und in Hör­spie­le umge­setzt. Wei­ter­hin arbei­te­te er mit ande­ren Autoren wie Ste­phen Bax­ter, Neil Gai­man oder Robert Sil­ver­berg zusam­men an Büchern.

2007 wur­de bei Prat­chett eine sel­te­ne Form von Alz­hei­mer dia­gnos­ti­ziert, trotz­dem schrieb er wei­ter, sein letz­ter Roman wur­de 2014 ver­öf­fent­licht. Er setz­te sich auf­grund sei­ner Erkran­kung für die Alz­hei­mer-For­schung eben­so ein, wie für akti­ve Ster­be­hil­fe.

Wer mehr über Ter­ry Prat­chett wis­sen möch­te, soll­te sich unbe­dingt den unfang­rei­chen und infor­ma­ti­ven Arti­kel in der eng­li­schen Wiki­pe­dia anse­hen, statt des eher knap­pen in der deut­schen Aus­ga­be.

Ad astra, Pter­ry.

terryandrob

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Bild Ter­ry Prat­chett © Lui­gi Novi / Wiki­me­dia Com­mons, CC BY

Leonard Nimoy 1931 – 2015

Leonard Nimoy 1931 – 2015

Heu­te ver­starb der US-Schau­spie­ler Leo­nard Nimoy, bekannt gewor­den durch sei­ne Rol­le als Mr. Spock in STAR TREK, der ver­mut­lich größ­te Held mei­ner Kind­heit. Nichts was ich hier schrei­ben könn­te, wür­de ihm gerecht wer­den, des­we­gen nur:

Live long and pro­sper, wo immer Dei­ne Kat­ra jetzt auch ist!

Leonard Nimoy 2011

Bild: Leo­nard Nimoy 2011, von Gage Skid­mo­re, aus der Wiki­pe­dia, CC BY-SA

Ann Carol Crispin (1950 – 2013)

Ann Carol Crispin (1950 – 2013)

Cover Yesterdays Son

Bereits am 6. Sept­me­ber ver­starb die US-ame­ri­ka­ni­sche Sci­ence Fic­tion- und Fan­ta­sy-Autorin A. C. Cris­pin. Sie wur­de ins­be­son­de­re bekannt durch meh­re­re Roma­ne im STAR TREK-Uni­ver­sum.

Ann Carol Cris­pin begann ihre Kar­rie­re als Autorin im Jahr 1983 und wur­de im Gen­re schnell bekannt. Der ers­te Roman war YESTERDAYS SON, des­sen Hand­lung sich um einen Sohn des Vul­ka­ni­ers Spock dreh­te und der sich in Fan­krei­sen bis heu­te gro­ßer Beliebt­heit erfreut. Eine wei­te­re äußerst erfolg­rei­che Sto­ry spann in in SAREK um Spocks Vater. Mit der STAR­BRIDGE-Rei­he schuf sie aber auch ihr eige­nes Uni­ver­sum und mach­te mit ihrer Han Solo-Tri­lo­gie auch einen Abste­cher zu STAR WARS. Wei­ter­hin schrieb sie Roma­ne zu V – DIE AUSSERIRDISCHEN BESUCHER, ALIEN: RESURRECTION oder PIRATES OF THE CARIBBEAN.

Wei­ter­hin war sie Vize­prä­si­den­tin der Sci­ence Fic­tion and Fan­ta­sy Wri­ters Asso­cia­ti­on of Ame­ri­ca (SFWA) und grün­de­te zusam­men mit Vic­to­ria Strauss »Wri­ters Bewa­re«, eine SFWA-Grup­pe, die neue Autoren vor unse­riö­sen Agen­ten, Ver­le­gern und Redak­teu­ren war­nen und sie vor ihnen schüt­zen soll­te.

Am 3. Sep­tem­ber ver­öf­fent­lich­te startrek.com ihren Abschieds­gruß an die Fans:

I want to thank you all for your good wis­hes and pray­ers. I fear my con­di­ti­on is dete­rio­ra­ting. I am doing the best I can to be posi­ti­ve but I pro­bab­ly don’t have an awful lot of time left. I want you all to know that I am recei­ving excel­lent care and am sur­roun­ded by fami­ly and friends.

Drei Tage spä­ter ver­starb die Autorin an ihrem Krebs­lei­den, sie wur­de nur 63 Jah­re alt.

Ad astra, Ann Carol. Cris­pin, ich habe Dei­ne Bücher geliebt.

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Cover YESTERDAY´S SON Copy­right Pocket Books. Lei­der gibt es kein frei nutz­ba­res Bild der Autorin.

Frederik Pohl (1919 – 2013)

Frederik Pohl (1919 – 2013)

Frederik Pohl

Erneut hat sich lei­der einer der Gro­ßen der Sci­ence Fic­tion auf den Weg zu den Ster­nen gemacht. Ges­tern ver­starb der US-ame­ri­ka­ni­sche Autor Fre­de­rik Pohl.

Pohl wur­de am 26. Novem­ber 1919 gebo­ren und ver­brach­te sie­ne Kind­heit und Jugend an zahl­lo­sen Orten der Ver­ei­nig­ten Staa­ten, da sein Vater viel umzog. So leb­te er in  Texas, Kali­for­ni­en, New Mexi­co, in der Nähe des Pana­ma­ka­nals und schließ­lich in Brook­lyn, wo er die Brook­lyn Tech­ni­cal High School besuch­te. Er muss­te wäh­rend der Welt­wirt­schafts­kri­se mit vier­zehn Jah­ren die Schu­le abbre­chen, um arbei­ten zu gehen. Noch wäh­rend sei­ner Teen­ager­zeit schloss er eine lebens­lan­ge Freund­schaft mit Isaac Asi­mov, der wie er der New Yor­ker Sci­ence-Fic­tion-Fan­grup­pe der »Futu­ri­ans« ange­hör­te.

Von 1939 bis 1943 (ande­re Quel­len nen­nen 1941) war Pohl Her­aus­ge­ber zwei­er Pulp-Maga­zi­ne – der ASTONISHING STORIES und der SUPER SCIENCE STORIES.

Pohl begann sei­ne Kar­rie­re als Buch­händ­ler und ‑agent im Jahr 1937, dies stell­te jedoch nur einen Neben­be­ruf dar, bis er nach dem Krieg haupt­be­ruf­lich in die­sem Gewer­be arbei­te­te. Vom April 1943 bis zum Novem­ber 1945 dien­te Pohl als Meteo­ro­lo­ge in der US Army und wur­de bis zum Ser­geant beför­dert. Nach sei­ner Aus­bil­dung in Illi­nois, Okla­ho­ma und Colo­ra­do war er haupt­säch­lich in Ita­li­en sta­tio­niert.

Sei­ne ers­ten Roma­ne und Geschich­ten erschie­nen in den frü­hen 1950er Jah­ren, bei­spiels­wei­se THE SPACE MERCHANTS (dt. unter ande­rem als EINE HANDVOLL VENUS UND EHRBARE KAUFLEUTE) zusam­men mit Cyril M. Korn­bluth. Danach ver­öf­fent­lich­te er zahl­lo­se Roma­ne, Kurz­ge­schich­ten und Sach­bü­cher. Eine sei­ner bekann­tes­ten Seri­en dürf­te die GATEWAY-Tri­lo­gie sein. Für sein Schaf­fen wur­de er mit über 20 Prei­sen aus­ge­zeich­net, dar­un­ter der Hugo, Nebu­la, Locus und John W. Camp­bell-Award.

Das Leben und Werk Fre­de­rik Pohls ist zu umfang­reich, um es in die­sem Nach­ruf hin­rei­chend wür­di­gen zu kön­nen. Es sei des­we­gen auf die Arti­kel in der deut­schen und eng­li­schen Wiki­pe­dia ver­wie­sen, wobei letz­te­rer wie immer deut­lich aus­führ­li­cher ist.

Fre­de­rik Pohl ver­starb am 2. Sep­tem­ber 2013 im Alter von 93 Jah­ren in Pala­ti­ne, Illi­nois, an Lun­gen­ver­sa­gen. Ad astra!

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Bild: Fre­de­rik Pohl, von Ally­U­ni­on, aus der Wiki­pe­dia, CC BY-SA

Otfried Preußler (1923 – 2013)

Der Kin­der­buch­au­tor Otfried Preuß­ler ist tot. Preuß­ler ist der Autor von zahl­lo­sen bekann­ten Kin­der­bü­chern, wie bei­spiels­wei­se DER RÄUBER HOTZENPLOTZ, DER KLEINE WASSERMANN, DIE KLEINE HEXE, DAS KLEINE GESPENST oder KRABAT.

Neben die­sen popu­lä­ren Wer­ken exis­tie­ren aller­dings zahl­lo­se wei­te­re weni­ger bekann­te zu sei­nem Port­fo­lio, inge­samt kommt die Werk­lis­te in der Wiki­pe­dia auf 32 Bücher. Diver­se davon wur­den auch ver­filmt, man­che davon gleich mehr­fach. Neu­es­te Bei­spie­le sind DER RÄUBER HOTZENPLOTZ mit Armin Roh­de in der Titel­rol­le, die auch 1974 bereits Gerd Frö­be inne hat­te, wei­ter­hin die in Zusam­men­ar­beit mit Hol­ly­wood rea­li­sier­te Film­fas­sung von KRABAT.

Sei­ne Wer­ke und er wur­den diver­se Male aus­ge­zeich­net, unter ande­rem erhielt er für sei­ne Ver­diens­te das Gro­ße Bun­des­ver­dienst­kreuz.

Erst vor Kur­zem ent­stand eine hef­tig geführ­te Dis­kus­si­on umd die Ent­schei­dung des Thie­ne­mann-Ver­lags, die Bücher Preuß­lers zu »über­ar­bei­ten« und heu­te poli­tisch nicht mehr kor­rekt erschei­nen­de Wor­te zu ent­fer­nen. Der Autor selbst hat­te sich immer gegen Ände­run­gen an sei­nen wer­ken aus­ge­spro­chen, die­sen zuletzt aller­dings angeb­lich zuge­stimmt.

Zuletzt leb­te Preuß­ler als frei­er Schrift­stel­ler bei Rosen­heim und hat sei­ne Erleb­nis­se in rusi­scher Kriegs­ge­fan­gen­schaft nie­der­ge­schrie­ben. Die­se sol­len post­hum ver­öf­fent­licht wer­den.

Otfried Preuß­ler ver­starb am letz­ten Mon­tag, dem 1802.2013, im Alter von 89 Jah­ren in  Prien am Chiem­see.

Gerry Anderson (1929 – 2012)

Ges­tern ver­starb der bri­ti­sche Regis­seur, Pro­du­zent, Autor und Ver­le­ger Ger­ry Ander­son im Alter von 83 Jah­ren. Eigent­lich hieß er mit Geburts­na­men Gerald Alex­an­der Abra­hams, aber ich den­ke, dass vie­le sogar mit sei­nem Pseud­onym nicht viel anfan­gen kön­nen. Dabei gehör­te er mit zu den umtrie­bigs­ten bri­ti­schen Erfin­dern und Pro­du­zen­ten von Seri­en im Phan­tas­tik-Umfeld.

Gebo­ren im Jahr 1929, dien­te Ander­son im zwei­ten Welt­krieg in der RAF und wand­te sich danach den Film­küns­ten zu. Mit­te der 1950er stieß er als Regis­seur zur unab­hän­gi­gen Fern­seh­pro­duk­ti­ons­fir­ma Poly­tech­nic Stu­di­os, wo er den Kame­ra­mann Arthur Pro­vis traf. Als die Fir­ma Plei­te ging, grün­de­te er zusam­men mit Pro­vis sowie Reg Hill und John Reed im Jahr 1957 Pen­ta­gon Films. Auch die hielt aber nicht lan­ge und kurz dar­auf star­te­te Ander­son mit Pro­vis AP Films (Ander­son-Pro­vis-Films).

Die ers­te Fern­seh­se­rie von AP-Films war THE ADVENTURES OF TWIZZLE, ebe­falls Ander­sons ers­te Arbeit mit Pup­pen, die ihn so schnell nicht wie­der los las­sen soll­ten, obwohl er viel lie­ber mit »rich­ti­gen« Schau­spie­lern gear­bei­tet hät­te. Er hoff­te jedoch, dass die erfolg­rei­chen Pup­pen­se­ri­en sein Ein­stieg in Real­pro­duk­tio­nen sein wür­den.

SUPERCAR war dann die ers­te Serie, die offi­zi­ell unter dem Label »Super­ma­rio­na­ti­on« geführt wur­de, eben jenen neu­en Ani­ma­ti­ons­tech­ni­ken für Pup­pen, die Ander­son mit ent­wi­ckel­te, es folg­ten FIREBALL XL5 (1962) und STINGRAY (1964). Eine der wahr­schein­lich erfolg­reichs­ten Ander­son-Seri­en waren dann die THUNDERBIRDS, die im Jahr 1964 star­te­ten.

Unter den bekann­tes­ten Real­se­ri­en, die Ger­ry rea­li­sier­te, waren zum einen UFO, die sich um eine Geheim­or­ga­ni­sa­ti­on dreh­te, die eine Ali­en-inva­si­on abweh­ren soll­te, sowie selbst­ver­ständ­lich SPACE: 1999 ali­as MONDBASIS ALPHA 1. Mit­te der Neun­zi­ger gab es die wei­test­ge­hend unbelann­te SF-Serie SPACE PRECINCT (deutsch: SPACE COPS), die sich um Poli­zis­ten im Welt­all dreh­te und inter­na­tio­nal wei­test­ge­hend unbe­ach­tet blieb.

Im Jahr 2005 brach­te er zusam­men mit ITV unter dem Titel GERRY ANDERSON´S NEW CAPTAIN SCARLET eine Neu­auf­la­ge der älte­ren Serie an den Start, deren Pro­duk­ti­on sagen­haf­te 23 Mil­lio­nen Pfund ver­schlang. Dank nahe­zu nonexis­ten­ter Wer­bung durch den sen­der flopp­te die­se aller­dings.

Noch im März 2011 arbei­te­te Ander­son mit Annix Stu­di­os an CHRISTMAS MIRACLE, einem com­pu­ter­ani­mier­ten Kin­der­film. Im Juni 2012 infor­mier­te man die Öffent­lich­keit über sei­ne Erkran­kung an Alz­hei­mer, die nun auch zu sei­nem Tode am 26. Dezem­ber 2012 führ­te.

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Bild: Ger­ry Ander­son 2009, von REVUp­mins­ter, Public Domain, aus der Wiki­pe­dia

Boris Strugatzki (1933 – 2012)

Bereits am 19. Novem­ber ver­starb der rus­si­sche Sci­ence Fic­tion-Autor Boris Stru­gatz­ki. Er gehör­te mit sei­nem Bru­der Arka­di (1925–1991) zu den bedeu­tends­ten Ver­tre­tern rus­si­scher Phan­tas­tik; sie ver­fass­ten zahl­lo­se Roma­ne und Kurz­ge­schich­ten. Die Gesamt­auf­la­ge ihrer Bücher liegt bei über 50 Mil­lio­nen Exem­pla­ren, sie wur­den in mehr als 30 Spra­chen über­setzt.

Bei­de Brü­der wuch­sen im dama­li­gen Lenin­grad, dem heu­ti­gen Sankt Peters­burg, auf. Nach dem zwei­ten Welt­krieg stu­dier­te er an der dor­ti­gen Uni­ver­si­tät, danach arbei­te­te er zeit­wei­lig in die­ser Stadt auch als Pro­gram­mie­rer für das Pul­ko­wo-Obser­va­to­ri­um.

Etli­che Bücher der Stru­gatz­ki-Brü­der sind im soge­nann­ten »Mit­tags-Uni­ver­sum« ange­sie­delt. Die Mensch­heit hat hier einen hohen gesell­schaft­li­chen, wis­sen­schaft­li­chen und tech­ni­schen Stan­dard erreicht. Da jeder­mann einer Beschäf­ti­gung nach den eige­nen Inter­es­sen nach­geht und damit für das Gemein­wohl arbei­tet, hat Geld an Bedeu­tung ver­lo­ren. Eine for­ge­schrit­te­ne, mys­te­riö­se Zivi­li­sa­ti­on, die Wan­de­rer, schei­nen immer wie­der in die Ent­wick­lung der Mensch­heit ein­zu­grei­fen.

Ver­filmt wur­den unter ande­rem ES IST NICHT LEICHT, EIN GOTT ZU SEIN (1990, Regis­seur Peter Fleisch­mann, eine west­deutsch-sowje­tisch-fran­zö­si­schen Pro­duk­ti­on), sowie STALKER, der auf PICKNICK AM WEGESRAND beruht.

Boris Stru­gatz­ki ver­starb am 19. Novem­ber in Sankt Peters­burg an Herz­pro­ble­men und Lun­gen­ent­zün­dung.

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Bild Boris Stru­katz­ki 2007, von БережнойСергей, aus der Wiki­pe­dia, CC BY-SA

Michael O´Hare (1952 – 2012)

Ich kann mich noch genau erin­nern, wie doof ich es fand, dass Com­man­der Sin­c­lair, der Chef der Raum­sta­ti­on Baby­lon 5, durch Sheri­dan ersetzt wur­de. Erst spä­ter konn­te man erken­nen, wie geni­al die­ser Schach­zug war, in Valens Namen. Soeben muss­te ich im Web die Nach­richt fin­den, dass der Sin­c­lair-Dar­stel­ler Micha­el O´Hare lei­der im Alter von nur 60 Jah­ren ver­stor­ben ist.

O´Hare wur­de 1952 in Chi­ca­go gebo­ren und absol­vier­te die Uni­ver­si­tät Har­vard, die er mit einem Mas­ter in eng­li­scher Lite­ra­tur abschloss. Danach stu­dier­te er an der Juil­li­ard School of Dra­ma und bei San­ford Meis­ner.

Sei­ne Kar­rie­re begann er an Büh­nen am Broad­way und in New York, bei­spiels­wei­se spiel­te er im Thea­ter­stück A FEW GOOD MEN (EINE FRAGE DER EHRE) Colo­nel Jes­sup, eine Rol­le, die in der spä­te­ren Ver­fil­mung Jack Nichol­son über­nahm. Spä­ter wur­de er als ers­ter wei­ßer Schau­spie­ler von der New Yor­ker »Black Thea­ter Com­mu­ni­ty« für sei­ne Dar­stel­lung in SHADES OF BROWN als bes­ter Dar­stel­ler aus­ge­zeich­net. Das Stück han­delt von der Apart­heid in Süd­afri­ka.

1992 wur­de er für die Rol­le des Com­man­der Jef­frey Sin­c­lair in J. Micha­el Strac­zynskis Serie BABYLON 5 aus­ge­wählt, dane­ben war er aber auch in zahl­lo­sen wei­te­ren Fern­seh­se­ri­en zu sehen, bei­spiels­wei­se in  T. J. Hoo­ker, Kate & Allie, The Equa­li­zer, Tales from the Darks­ide, The Cos­by Mys­te­ries, and Law & Order.

Wie erst kürz­lich öffent­lich bekannt wur­de, erlitt Micha­el O´Hare am 23. Sep­tem­ber 2012 einen Herz­an­fall, wodurch er in ein Koma fiel. Er ver­starb bereits am 28 Sep­tem­ber.

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Bild: Pro­mo­fo­to Micha­el O´Hare als Com­man­der Jef­frey Sin­c­lair, Copy­right War­ner Bros.

Neil Armstrong (1930 – 2012)

Rest in peace, Neil Arm­strong, und ad astra!

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Tony Scott (1944 – 2012)

Soeben erreicht mich die Nach­richt, dass der eng­lisch­stäm­mi­ge Regis­seur und Pro­du­zent Tony Scott lei­der ver­stor­ben ist. Der jün­ge­re Bru­der von Rid­ley Scott, wur­de ins­be­son­de­re durch sei­ne Action­fil­me bekannt.

Tony Scott wur­de 1944 im eng­li­schen North Shiel­ds als jüngs­ter der drei Söh­ne von Eliza­beth and Colo­nel Fran­cis Per­cy Scott gebo­ren. Er folg­te dem Vor­bild sei­nes älte­ren Bru­ders Rid­ley, indem er am Gran­ge­field School, am West Hart­le­pool Col­le­ge of Art und an der Sun­der­land Art School stu­dier­te, letz­te­res mit einem Abschluß in bil­den­den Küns­ten. Danach mach­te er noch einen Abschluß am Roy­al Col­le­ge of Art, er hat­te die Inten­ti­on, Maler zu wer­den.

Im Ver­lauf von 20 Jah­ren dreh­te Scott über 1000 Wer­be­fil­me für die Fir­ma sei­nes Bru­der, RSA (Rid­ley Scott Asso­cia­tes), und im Jahr 1980 erreich­ten ihn ers­te Rufe aus Hol­ly­wood, die jedoch auf­grund des Krebs­to­des sei­nes ältes­ten Bru­ders Frank in den Hin­ter­grund tra­ten. Sein ers­ter »gro­ßer« Film war dann die bri­ti­sche Pro­duk­ti­on BEGIERDE (THE HUNGER, 1982) mit David Bowie und Cathe­ri­ne Deneuve. 1985 dreh­te er nach eini­gem Zögern TOP GUN, einen sei­ner bekann­tes­ten Fil­me, wei­ter­hin wären Wer­ke wie BEVERLY HILLS COP 2, LAST BOY SCOUT oder CRIMSON TIDE zu nen­nen. In neue­rer Zeit rea­li­sier­te er THE TAKING OF PELHAM 123 und UNSTOPPABLE. Im Fern­seh­be­reich trat er unter ande­rem als Pro­du­zent der Serie NUMB3RS in Erschei­nung.

Tony Scott beging am 19. August um ca. 12:30 Uhr, Orts­zeit Los Ange­les, Sui­zid, indem er von der Vin­cent Tho­mas Bridge im San Pedro Hafen­di­strikt sprang. Die Hafen­be­hör­den konn­ten ihn nur noch tot ber­gen; in sei­nem Büro fand sich ein Abschieds­brief. Scott wur­de 68 Jah­re alt, er hin­ter­lässt sei­ne Frau Don­na Wil­son Scott und ihre Zwil­lings­söh­ne Frank und Max.

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Harry Harrison (1925 – 2012)

Lei­der muss ich mich kurz aus dem Urlaub zurück­mel­den: mit Har­ry Max­well Har­ri­son ist ges­tern erneut einer der Gro­ßen der Sci­ence Fic­tion von uns gegan­gen.

Har­ri­son wur­de im März 1925 als Hen­ry Max­well Demp­sey in Stam­ford, Con­nec­ti­cut gebo­ren. Sein irisch­stäm­mi­ger Vater änder­te den Fami­li­en­na­men kurz nach Har­rys Geburt auf Har­ri­son. Dies erfuhr die­ser aller­dings erst im Alter von 30 Jah­ren und änder­te dar­auf­hin sei­nen Namen zu Har­ry Max Har­ri­son. Sei­ne Mut­ter Ria war eine in Riga gebo­re­ne rus­si­sche Jüdin, die in St. Peters­burg auf­wuchs. Har­ry leb­te im Lau­fe sei­nes Lebens in vie­len Län­der der Erde, unter ande­rem in Mexi­co, Eng­land, Irland, Däne­mark and Ita­li­en.

Sein Werk ist der­art umfang­reich, dass man es nur in Schlag­lich­tern beleuch­ten kann. Bereits in den 1950ern war er der Autor der FLASH GORDON Comic­strips. Dabei skiz­zier­te er sogar Tech­nik, um den Zeich­nern dabei behilf­lich zu sein, akku­ra­te­re Bil­der abzu­lie­fern – was von die­sen lei­der regel­mä­ßig igno­riert wur­de.

Nach dem Ver­fas­sen diver­ser Kurz­ge­schich­ten erschien im Jahr 1960 sein ers­ter Roman DEATHWORLD, das war der Auf­takt für zahl­lo­se wei­te­re Bücher. Pro­mi­nent zu nen­nen sicher­lich MAKE ROOM! MAKE ROOM!, der als Basis für den klas­si­schen SF-Film SOYLENT GREEN dien­te, der aller­dings eini­ge Inhal­te abwan­del­te. Eben­falls bekannt die humo­ris­ti­schen Aben­teu­er von Jim DiGriz, der STAHLRATTE (STAINLESS STEEL RAT), eines sym­pa­thi­schen High-Tech-Ver­bre­chers, der zum Poli­zis­ten wird. Mir beson­ders im Gedächt­nis geblie­ben ist die Tri­lo­gie HEIMWELT, RADWELT und STERNWELT, die war zusam­men mit den Aben­teu­ern der Stahl­rat­te auch der Grund, dass Har­ri­son in den 1970ern zu einem mei­ner Lieb­lings­au­toren wur­de.

Die­se bei­den Extre­me zei­gen im Beson­de­ren sei­ne Fähig­keit, sowohl ernst­haf­te, sozi­al­kri­ti­sche SF ver­fas­sen zu kön­nen, wie auch höchst unter­halt­sa­men Kla­mauk – aber auch ein­fach unter­halt­sa­me Sci­ence Fic­tion irgend­wo dazwi­schen.

Neben sei­nen eige­nen Roma­nen und Geschich­ten fun­gier­te er allein oder zusam­men mit ande­ren Autoren als Her­aus­ge­ber von fast 40 Kurz­ge­schich­ten­samm­lun­gen, ver­fass­te zudem Sach­bü­cher und schrieb den Text zum Bild­band MECHANISMO (der mich in mei­ner Jugend eben­falls tief beein­druck­te).

Die Sci­ence Fic­tion and Fan­ta­sy Wri­ters of Ame­ri­ca ver­lieh ihm im Jahr 2009 die Aus­zeich­nung Damon Knight Memo­ri­al Grand Mas­ter, ande­re SF-Prei­se wur­den ihm aller­dings nicht ver­lie­hen.

Har­ry Har­ri­son ver­starb am 15. August 2012 in Crow­bo­rough, East Sus­sex, Eng­land.

Mach´s gut, Har­ry, grüß die Stahl­rat­te von mir …

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Bild: Har­ry Har­ri­son auf dem World­con 2005, von Szy­mon Sokól, aus der Wiki­pe­dia, CC-BY-SA