Satoshi Kon (1963 – 2010)

Bereits ges­tern ver­starb der japa­ni­sche Regis­seur, Dreh­buch­au­tor und Pro­du­zent Sato­shi Kon im Alter von 46 Jah­ren.

Kon begann sei­ne Lauf­bahn als Man­ga-Zeich­ner und als Redak­teur des Young Maga­zi­ne. Sein Debut als Dreh­buch­schrei­ber war MAGNETIC ROSE, eine Sek­ti­on des Epi­so­den­films MEMORIES. Sei­ne ers­te Regie­ar­beit war im Jahr 1997 der Psy­cho-Thril­ler PERFECT BLUE, der trotz Sex- und Gewalt­sze­nen von Kri­ti­kern welt­weit hoch­ge­lobt wur­de und bis heu­te als einer der rich­tungs­wei­sends­ten Ani­mé-Fil­me über­haupt gilt. Danach folg­ten MILLENIUM ACTRESS, TOKYO GODFATHERS, PAPRIKA und die Fern­seh­se­rie PARANOIA AGENT. Bei allen sei­nen Regie­ar­bei­ten pro­du­zier­te Stu­dio Mad­house. Er arbei­te­te aber auch an ande­ren Pro­duk­tio­nen mit bei­spiels­wei­se an Pat­la­bor 2 – The Movie (1993) von Mamo­ru Oshii.

Sato­shi Kon starb am 24. August 2010 an Bauch­spei­chel­drü­sen­krebs; in knapp zwei Mona­ten wäre er 47 Jah­re alt gewor­den.

In einer post­hum auf sei­ner Web­sei­te ver­öf­fent­lich­ten Nach­richt wand­te er sich im Abschied an sei­ne Anhän­ger:

»Sekaij? ni son­su­ru yoki­mo no sub­e­te ni kan­sha shi tai kimochi toto­mo­ni, fude oku koto­ni shiy?. Ja, osa­ki­ni. Kon Sato­shi«

»Full of gra­ti­tu­de for all that is good in the world, I put my pen. Well, it’s time to go. Sato­shi Kon«

Bild: Sato­shi Kon 2007, von Aaron Webb auf flickr, CC-Lizenz

Creative Commons License

Dennis Hopper (1936 – 2010)

Bereits am Sams­tag erlag der Schau­spie­ler und Regis­seur Den­nis Hop­per Kom­pli­ka­tio­nen sei­ner Krebs­er­kran­kung. Er ver­schied um 8:15 vor­mit­tags Orts­zeit im Krei­se von Freun­den und Ver­wand­ten in sei­nem Haus in Veni­ce, einem Vor­ort von Los Ange­les.

In einer Kar­rie­re, die mehr als 50 Jah­re umspann­te spiel­te er in über 140 Fil­men und zudem in Fern­seh­se­ri­en. Hop­per war zwei mal für den Oscar nomi­niert, zum einen für die Arbeit am Dreh­buch von EASY RIDER – bei dem er auch Regie führ­te und mit­spiel­te, sowie für sei­ne Rol­le in dem Dra­ma HOOSIERS (dt. FREIWURF) aus dem Jah­re 1986.

Den­nis Hop­per trat in den 1950ern an der Sei­te sei­nes Men­tors James Dean in REBEL WITHOUT A CAUSE und GIANT auf und spiel­te spä­ter in Block­bus­tern wie APOCALYPSE NOW, BLUE VELVET oder SPEED. Selbst­ver­ständ­lich waren unter sei­nen Rol­len auch Aus­flü­ge ins Gen­re, bei­spiels­wei­se in SUPER MARIO BROTHERS, WATERWORLD oder MEMORY.

Der Schau­spie­ler erkrank­te im letz­ten Sep­tem­ber an Krebs, was ihn aber nicht davon abhielt, bis kurz vor dem Ende wei­ter zu arbei­ten – sowohl an sei­ner TV-Serie CRASH, wie auch an einem Buch über sei­ne Foto­gra­fi­en. Lei­der waren sei­ne letz­ten Mona­te aller­dings auch über­schat­tet durch einen bit­te­ren Schei­dungs­krieg gegen sei­ne fünf­te Ehe­frau Vic­to­ria Duffy.

Noch im März erhielt Hop­per einen Stern auf dem Walk Of Fame in Hol­ly­wood.

Bild: Den­nis Hop­per 2008, aus der Wiki­pe­dia

Creative Commons License

Frank Frazetta (1928 – 2010)

The Master Mind Of MarsHeu­te ver­starb im Alter von 82 Jah­ren der Künst­ler Frank Fra­zet­ta; er war war einer der bekann­tes­ten und ein­fluss­reichs­ten Fan­ta­sy- und Sci­ence-Fic­tion-Illus­tra­to­ren welt­weit; Im Rah­men sei­nes Schaf­fens gestal­te­te er zahl­lo­se Comics, Taschen­bü­cher, Gemäl­de, Pos­ter, Schall­plat­ten­co­ver und ande­re Medi­en. Ins­be­son­de­re sind auch sei­ne Cover­ge­stal­tun­gen für diver­se CON­AN-Roma­ne bekannt.

Fra­zet­ta wur­de 1928 in Brook­lyn, New York, gebo­ren, wo er auch auf­wuchs. Im Alter von acht Jah­ren schrie­ben ihn sei­ne Eltern bei der Brook­ly Aca­de­my Of Fine Arts ein, nach­dem sei­ne Leh­rer dar­auf bestan­den hat­ten.

Mit 16 begann er damit, Comics in ver­schie­de­nen Gen­res zu zeich­nen: Wes­tern, Fan­ta­sy, Mys­te­ry, Histo­ry und ande­re damals ange­sag­te The­men. Eini­ge sei­ner frü­hes­ten Arbei­ten waren lus­ti­ge Tier­co­mics, die er als »Fritz« signier­te. Wäh­rend die­ser Zeit lehn­te er Jobs von Medi­en­gi­gan­ten wie Dis­ney ab, in den 1950ern arbei­te­te er für EC Comics, Natio­nal Comics, Avon und diver­se ande­re Comic-Ver­la­ge.

Fra­zet­ta ent­wi­ckel­te sich zu einem der ein­fluss­reichs­ten Künst­ler im Phan­tas­tik-Bereich, sein Stil wur­de unge­zähl­te Male kopiert und als Vor­bild für neue Wer­ke genom­men und ist bis heu­te deut­lich zu spü­ren.

Eine aus­führ­li­che Bio­gra­fie und Lis­te sei­ner Wer­ke fin­det sich in der eng­lisch­spra­chi­gen Wiki­pe­dia.

Frank Fra­zet­ta starb heu­te nach­mit­tag (Orts­zeit) in einem Kran­ken­haus nahe sei­ner Woh­nung nach einem Schlag­an­fall.

Bild: Cover Edgar Rice Bur­roughs A MASTERMIND OF MARS (Aus­ga­be von 1974 mit Fra­zet­ta-Cover), Copy­right Dou­ble­day Sci­ence-Fic­tion Book Club

Creative Commons License

Robert Culp (1930 – 2010)

Robert Culp 2008Ges­tern ver­starb im Alter von 79 Jah­ren der US-ame­ri­ka­ni­sche Schau­spie­ler und Dreh­buch­au­tor Robert Culp, der ins­be­son­de­re durch sei­ne Arbeit für das Fern­se­hen bekannt wur­de.

Sei­ne wahr­schein­lich pro­mi­nen­tes­te Rol­le war die des Kel­ly Robin­son an der Sei­te von Bill Cos­by in der TV-Serie I, SPY (dt. TENNIS, SCHLÄGER UND KANONEN, 1965 -1968), er trat aber auch bei­spiels­wei­se drei­mal in COLUMBO-Fol­gen auf. Erst­ma­lig auf­merk­sam wur­de man auf Culp bereits früh in sei­ner Schau­spiel­kar­rie­re in der Wes­tern­se­rie TRACKDOWN, in der er einen Texas Ran­ger dar­stell­te. Aus dem Gen­re ist er durch meh­re­re Auf­trit­te in TWILIGHT ZONE sowie in der Super­hel­den-Par­odie THE GREATEST AMERICAN HERO bekannt. Weni­ger bekannt ist, dass er für die Haupt­rol­le in der bri­ti­schen SF-Serie SPACE: 1999 (MONDBASIS ALPHA 1) von Ger­ry Ander­son geplant war, die ging dann aller­dings an Mar­tin Land­au, weil Robert Culp dar­auf bestand, auch Dreh­bü­cher zu ver­fas­sen und bei Epi­so­den Regie zu füh­ren (hät­te man ihm mal gelas­sen…). Sei­ne ers­te Film­rol­le besetz­te er im Kriegs­film PT 109 (PATROUILLENBOOT PT 109, 1963), Culp brach­te es in sei­ner 50-jäh­ri­gen Kar­rie­re auf hun­der­te von Auf­trit­ten.

Im über­aus erfolg­rei­chen und von Kri­ti­kern wie Spie­lern gelob­ten Val­ve-Spiel HALF LIFE 2 (2004) sprach er die Rol­le des bösen Wis­sen­schaft­lers Dr. Bre­en.

Robert Culp ver­starb am 24.03.2010 nach einem Sturz bei sei­nem Haus in Los Ange­les.

Bild: Robert Culp auf dem Comic­Con 2008, von Cran­ber­ries (flickr, CC-Lizenz)