William Campbell (1923 – 2011)

Bereits Ende April ver­starb der ame­ri­ka­ni­sche Schau­spie­ler Wil­liam Camp­bell. Er wur­de am 30. Okto­ber 1923 in Newark, New Jer­sey gebo­ren und war im Lau­fe sei­ner Kar­rie­re in zahl­lo­sen Fil­men und Fern­seh­se­ri­en zu sehen, dar­un­ter an der Sei­te von Elvis Pres­ley in LOVE ME TENDER oder im Wes­tern MAN WITHOUT A STAR (dt. MIT STAHLHARTER FAUST).

Sei­ne ers­te Haupt­rol­le in einem Film war die in Colum­bia Pic­tures Low-Bud­get-Pro­duk­ti­on Cell 2455 Death Row aus dem Jahr 1955. Drei Jah­re spä­ter erhielt er eine der Haupt­rol­len in der kurz­le­bi­gen Tru­cker-Rei­he CANNONBALL. Zudem spiel­te Camp­bell in meh­re­ren Hor­ror­fil­men von Roger Cor­man und hat­te Gast­auf­trit­te in RAUCHENDE COLTS oder QUINCY.

Gen­re-Fans dürf­te der Mime aller­dings haupt­säch­lich aus STAR TREK bekannt sein. Er spiel­te zum einen Tre­la­ne, den Jun­ker von Gothos, in der TOS-Epi­so­de TÖDLICHE SPIELE AUF GOTHOS, blieb aber wohl den meis­ten Fans ins­be­son­de­re als klin­go­ni­scher Cap­tain Koloth (KENNEN SIE TRIBBLES, THE TROUBLE WITH TRIBBLES) in Erin­ne­rung, eine Rol­le, die er fast 30 Jah­re spä­ter in DEEP SPACE NINE (BLUTSCHWUR, BLOOD OATH) noch­mals auf­nahm.

Wil­liam Camp­bell ver­starb im Alter von 87 Jah­ren im kali­for­ni­schen Wood­land Hills.

(Anmer­kung: es herrscht im Web Ver­wir­rung wegen Camp­bells Geburts­da­tum, es wer­den sowohl das Jahr 1923 wie auch 1926 ange­ge­ben. Auf der Dis­kus­si­ons­ei­te der eng­lisch­spra­chi­gen Wiki­pe­dia wird erläu­tert, dass 1923 offen­bar kor­rekt ist.)

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Bild: Wil­liam Camp­bell als Dahar-Meis­ter Koloth in der DS9-Epi­so­de BLOOD OATH. Copy­right des Sze­nen­fo­tos Para­mount Pic­tures & CBS

Hans Joachim Alpers (1943 – 2011)

Ges­tern ver­starb im Alter von nur 67 Jah­ren der deut­sche Autor, Lek­tor und Her­aus­ge­ber Hans Joa­chim Alpers.

Ab 1978 arbei­te­te er als Lek­tor und Her­aus­ge­ber von Sci­ence-Fic­tion-Antho­lo­gi­en für ver­schie­de­ne Ver­la­ge (bei­spiels­wei­se Droemer Knaur und Moewig) und fun­gier­te als Chef­re­dak­teur und Her­aus­ge­ber der SCIENCE FICTION TIMES, und war zusam­men mit Ronald M. Hahn und Wer­ner Fuchs Redak­teur bei COMET (1977/1978); zudem Redak­teur für Buch­be­spre­chun­gen beim Spie­le­ma­ga­zin WUNDERWELTEN, Redak­teur und Mit­her­aus­ge­ber des SF-Maga­zins PARSEC (1990, mit Gerd Maxi­mo­vic). Außer­dem war er Her­aus­ge­ber und Über­set­zer (aus dem Eng­li­schen) ver­schie­de­ner Antho­lo­gi­en und Lite­ra­tur­agent.

Unter ver­schie­de­nen Pseud­ony­men (Jür­gen Andre­as, Thorn For­res­ter, Dani­el Herbst, Gre­go­ry Kern, Mischa Mor­ri­son, P. T. Vie­ton und Jörn de Vries) schrieb er Erzäh­lun­gen, Hör­spie­le, Sach­bü­cher und Kurz­ge­schich­ten.

1984 ent­wi­ckel­te er gemein­sam mit Ulrich Kie­sow und Wer­ner Fuchs die Hin­ter­grund­welt »Aven­tu­ri­en« für das deut­sche Fan­ta­sy-Rol­len­spiel DAS SCHWARZE AUGE und grün­de­te den Ver­lag Fan­ta­sy Pro­duc­tions (Fan­Pro) mit.

Mit Wer­ner Fuchs sowie Ronald M. Hahn ver­öf­fent­lich­te er das LEXIKON DER SF-LITERATUR (Hey­ne), RECLAMS SF-FÜHRER, sowie bei Fan­Pro das LEXIKON DER HORROR-LITERATUR und das LEXIKON DER FANTASY-LITERATUR. Er erhielt mehr­fach den Kurd Laß­witz-Preis.

Hans Joa­chim Alpers ver­starb ges­tern nach kur­zer aber schwe­rer Krank­heit.

Bild: Hans Joa­chim Alpers, Copy­right VPM

Ab 1978 war er Lek­tor und Her­aus­ge­ber von Sci­ence-Fic­tion-Antho­lo­gi­en in diver­sen Ver­la­gen (dar­un­ter Droemer Knaur und Moewig). Dane­ben war er Chef­re­dak­teur und Her­aus­ge­ber der „Sci­ence Fic­tion Times“, Redak­teur bei „Comet“ (1977/1978 zusam­men mit Ronald M. Hahn und Wer­ner Fuchs), Redak­teur für Buch­be­spre­chun­gen des Spie­le­ma­ga­zins „Wun­der­wel­ten“, Redak­teur und Mit­her­aus­ge­ber des SF-Maga­zins „Par­sek“ (1990, zusam­men mit Gerd Maxi­mo­vic), Her­aus­ge­ber und Über­set­zer (aus dem Eng­li­schen) ver­schie­de­ner Antho­lo­gi­en und Lite­ra­tur­agent.

Brian Jacques (1939 – 2011)

Die Abtei von Red­wall trägt Trau­er.

Der bri­ti­sche Autor Bri­an Jac­ques ist bereits am Abend des 05. Febru­ars 2011 im Alter von 71 Jah­ren ver­stor­ben.
Auf­ge­wach­sen in den Docks von Liver­pools, ver­ließ er mit 15 die Schu­le, um zur Han­dels­ma­ri­ne zu gehen. Sei­ne bekann­te RED­WALL-Serie, die 21 Bän­de umfasst und auch ver­filmt wur­de, schrieb er zum einen, weil er der­ar­ti­ge Sachen als Kind sel­ber ger­ne gele­sen hät­te, zum ande­ren aber für die Kin­der der Roy­al Waver­tree Schu­le für Blin­de.

Sei­ne Bücher wur­den mehr als 20 Mil­lio­nen mal ver­kauft und in 28 Spra­chen über­setzt. Eini­ge Kri­ti­ker ver­gli­chen sei­ne Wer­ke mit denen von J.R.R. Tol­ki­en oder »Watership Down« von Richard Adams.

Bri­an Jac­ques ver­starb im Roy­al Liver­pool Hos­pi­tal wäh­rend einer Not­ope­ra­ti­on auf­grund eines Aneu­ris­mas.

Bild: Bri­an Jac­ques 2007, aus der Wiki­pe­dia

Gary Moore (1952 – 2011)

Ges­tern ver­starb der iri­sche Musi­ker Gary Moo­re im Alter von nur 58 Jah­ren im spa­ni­schen Estepo­na. Moo­re wur­de am 4. April 1952 in Bel­fast gebo­ren und grün­de­te zusam­men mit Phil Lynott im Jahr 1969 Thin Liz­zy. Bereits 1972 stieg er dort jedoch wie­der aus, aller­dings nur für zwei Jah­re, er ver­ließ die Grup­pe kurz dar­auf erneut, dies­mal dau­er­haft.

Gary Moo­re grün­de­te diver­se Grup­pen (bei­spiels­wei­se die Gary Moo­re Band, Colos­se­um 2 oder Pro­jekt G‑Force) und arbei­tet als Stu­dio­mu­si­ker für etli­che Inter­pre­ten. In den 1980ern eta­blier­te sich Moo­re als Gitar­ren­vir­tuo­se im Hradro­ck/Hea­vy-Metal-Gen­re und brach­te etli­che erfolg­rei­che Alben her­aus, dar­un­ter RUN FOR COVER, WILD FRONTIER und AFTER THE WAR (die mei­ner Ansicht nach mit zu sei­nen bes­ten Arbei­ten gehö­ren).

Danach ver­ließ er den Hard­rock und schwenk­te mit dem Album STILL GOT THE BLUES um in Rich­tung Blues (1990). Auch in den Jah­ren danach war Moo­re bis heu­te im Musik­ge­schäft aktiv und expe­ri­men­tier­te mit ver­schie­de­nen Sti­len, blieb dabei aber immer dem Rock und dem Blues treu.

Gary Moo­re wur­de ges­tern in sei­nem Hotel­zim­mer tot auf­ge­fun­den, über die Todes­ur­sa­che ist noch nichts bekannt.

Machs gut, Gary, Du bist einer der Hel­den mei­ner Jugend gewe­sen! Hier der Clip zu OVER THE HILLS AND FAR AWAY mit Mark Ryan aus ROBIN OF SHERWOOD. Als Musik­stück zum Rein­hö­ren emp­feh­le ich THE BLOOD OF EMERALDS.

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http://www.veoh.com/browse/videos/category/music/watch/v245403hbxTPFZE

Bild: Gary Moo­re 2005, aus der Wiki­pe­dia

John Barry (1933 – 2011)

Im Alter von 77 Jah­ren starb ges­tern der bri­ti­sche Kom­po­nist John Bar­ry, der ins­be­son­de­re durch sei­ne Musik zu diver­sen BOND-Fil­men bekannt wur­de, aber auch zahl­lo­se ande­re Sound­tracks kom­po­nier­te.

Der Musi­ker wur­de 1933 in York als John Bar­ry Pren­der­gast gebo­ren; nach dem Ende des Krie­ges ent­deck­te er schnell sei­ne Lie­be für die Jazz-Musik und grün­de­te 1957 sei­ne ers­te Band The John Bar­ry Seven, die in Groß­bri­tan­ni­en sehr erfolg­reich war. Auf­grund die­ses Erfolgs gelang es ihm, sei­nen größ­ten Wunsch zu rea­li­sie­ren, näm­lich Musik für Film und Fern­se­hen zu schrei­ben. Bereits 1960 erhielt der den Auf­trag, den Film BEAT GIRL (dt. HEISS AUF NACKTEN STEINEN) zu ver­to­nen und der gro­ße Durch­bruch kam schon1962, als er den Auf­trag erhielt, nach einer Vor­la­ge von Mon­ty Nor­man ein Titel­the­ma für den ers­ten Bond-Film DR. NO (dt. JAMES BOND JAGT DR. NO) zu arran­gie­ren.

Danach folg­ten noch diver­se Arbei­ten für Bond (er kehr­te dem Fran­chise 1987 den Rücken), aber auch zahl­lo­sen ande­re bekann­te Film­mu­si­ken stam­men von Bar­ry. Sei­ne Arbeit wur­de diver­se Male aus­ge­zeich­net, dar­un­ter Oscars für Born Free (1966), The Lion In Win­ter (1968), Out Of Afri­ca (1985) und Dan­ces With Wol­ves (1990), oder den Gram­my für Mid­ni­ght Cow­boy (1969), The Cot­ton Club (1984) und eben­falls für Out Of Afri­ca und Dan­ces With Wol­ves.

Sei­ne letz­te Arbeit für einen Film war ENIGMA im Jahr 2001.

John Bar­ry ver­starb am 30. Janu­ar 2011 an einem Herz­in­farkt.

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Bild: John Bar­ry 2006 in der Roy­al Albert Hall, aus der Wiki­pe­dia

Bernd Eichinger (1949 – 2011)

Bereits vor­ges­tern ver­starb der deut­sche Film­pro­du­zent, Dreh­buch­au­tor und Regis­seur Bernd Eichin­ger.

Eichin­ger wur­de 1949 in Neu­burg an der Donau gebo­ren, wuchs in Ren­nerts­ho­fen auf und mach­te nach der Schul­zeit in einem katho­li­schen Inter­nat in Mün­schen sein Abitur. Sei­ne Film­kar­rie­re begann 1970, in die­sem Jahr bewarb er sich erfolg­reich an der Münch­ner Hoch­schu­le für Fern­se­hen und Film und stu­dier­te dort drei Jah­re. Bereits wäh­rend sei­nes Stu­di­ums arbei­te­te er als Auf­nah­me­lei­ter in den Bava­ria Stu­di­os und ver­fass­te Dreh­bü­cher für den Regis­seur Hans W. Gei­ßen­dör­fer.

Bereits 1974 grün­de­te er sei­ne eige­ne Film­pro­duk­ti­ons­ge­sell­schaft Sola­ris, 1979 kauf­te Eichin­ger 25% der ange­schla­ge­nen Ver­leih­fir­ma Con­stan­tin Film und wur­de zum geschäfts­füh­ren­den Gesell­schaf­ter der Neue Con­stan­tin Film GmbH. Sei­ne ers­te Pro­duk­ti­on für die­se Fir­ma war Chris­tia­ne F. – Wir Kin­der vom Bahn­hof Zoo, der 1981 zu einem der auch inter­na­tio­nal erfolg­reichs­ten deut­schen Fil­me seit Kriegs­en­de wur­de.

Die von ihm pro­du­zier­ten Fil­me sind Legi­on und kön­nen und sol­len an die­ser Stel­le nicht detail­liert auf­ge­führt wer­den, ich ver­wei­se hier­für auf die IMDB, aller­dings möch­te ich eini­ge Aus­flü­ge ins phan­tas­ti­sche Gen­re nen­nen: An ers­ter Stel­le sicher­lich DIE UNENDLICHE GESCHICHTE (1984), dann zudem DAS ARCHE NOAH PRINZIP (1984), DER NAME DER ROSE (1986), FANTASTIC FOUR (1994), DIE NEBEL VON AVALON (Fern­seh­film, 2001), RESIDENT EVIL (2002), RESIDENT EVIL: APOCALYPSE (2004), FANTASTIC FOUR (2005), DOA: DEAD OR ALIVE (2006), FANTASTIC FOUR: RISE OF THE SILVER SURFER (2007), RESIDENT EVIL: EXTINCTION (2007), RESIDENT EVIL: AFTERLIFE (2010).

Eichin­ger wur­de mit zahl­rei­chen deut­schen Film­prei­sen aus­ge­zeich­net und für den Oscar, den Gol­den Glo­be und den BAFTA nomi­niert.

Bernd Eichin­ger ver­starb am 24.01.2011 in Los Ange­les an den Fol­gen eines Herz­in­farkts.

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Bild: Bernd Eichin­ger 2008, aus der Wiki­pe­dia

Blake Edwards (1922 – 2010)

Eigent­lich ist er nicht für sei­ne Gen­re-Fil­me bekannt (sieht man viel­leicht mal von SWITCH ab, dem man ein phan­tas­ti­sches Ele­ment zuge­ste­hen könn­te), aber den­noch gehört ein Wort zum Tod von Regis­seur Bla­ke Edwards ein­fach auf Phan­ta­News, denn auch er hat die Geschich­te des Kinos grund­le­gend geprägt.

Bereits vor­ges­tern ver­starb im Alter von 88 Jah­ren der US-ame­ri­ka­ni­sche Pro­du­zent, Dreh­buch­au­tor und Regis­seur Bla­ke Edwards. Edwards wur­de haupt­säch­lich durch Komö­di­en bekannt, dar­un­ter OPERATION PETTICOAT, BREAKFAST AT TIFFANYS oder PINK PANTHER.

Wil­liam Bla­ke Crump, so sein eigent­li­cher Name, wur­de am 26. Juli 1922 in Tul­sa, Okla­ho­ma, gebo­ren. Nach­dem er sei­ne Kar­rie­re 1942 als Schau­spie­ler begann, aber nur in Neben­rol­len besetzt und oft noch nicht ein­mal im Abspann erwähnt wur­de, wech­sel­te er die Sei­te der Kame­ra und wur­de Regis­seur. Sei­ne ers­te Arbeit waren Epi­so­den der Fern­seh­sen­dung FOUR STAR PLAYHOUSE im Jahr 1954. Der ers­te gro­ße Erfolg war 1959 UNTERNEHMEN PETTICOAT mit Cary Grant und Tony Cur­tis, bis heu­te einer mei­ner abso­lu­ten Lieb­lings­fil­me. Es folg­ten zahl­lo­se Arbei­ten, meist Komö­di­en, mit denen er sich einen Namen als Meis­ter der Far­ce und des Slap­sticks mach­te.

Im Jahr 2004 erhielt er als Aner­ken­nung für sei­nen Ein­fluss auf das Film­ge­schäft und für sein Lebens­werk einen Ehre­nos­car, auch auf dem »Walk Of Fame« wur­de er mit einem Stern ver­ewigt.

Bla­ke Edwards ver­starb am 15. Dezem­ber 2010 an Kom­pli­ka­tio­nen einer Lun­gen­ent­zün­dung im Krei­se sei­ner Fami­lie im Saint John’s Health Cen­ter in San­ta Moni­ca, Kali­for­ni­en.

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Bild: Bla­ke Edwards, aus der Wiki­pe­dia

Irvin Kershner (1923 – 2010)

Heu­te ist kein guter Tag für Gen­re-Freun­de. Ver­stor­ben ist auch der US-ame­ri­ka­ni­sche Regis­seur Irvin Kersh­ner, der ins­be­son­de­re durch sei­ne Regie­ar­beit beim zwei­ten STAR WARS-Film THE EMPIRE STRIKES BACK bekannt gewor­den ist, aber auch mit Sean Con­ne­ry als James Bond in NEVER SAY NEVER AGAIN und Peter Wel­ler in ROBOCOP 2 zusam­men arbei­te­te.

Kersh­ner wur­de am 29. April 1923 in Phil­adel­phia gebo­ren und star­te­te sei­ne Künst­ler-Kar­rie­re ursprüng­lich als Musi­ker und Maler, bevor er in Los Ange­les Foto­gra­fie stu­dier­te. Spä­ter lehr­te er an der Uni­ver­si­ty of Sou­thern Cali­for­nia School of Cine­ma­tic Arts Foto­gra­fie und nahm dort auch selbst Kur­se in Kine­ma­to­gra­fie.

Sei­ne ers­te Arbeit fürs Fern­se­hen war die Doku­men­ta­ti­on CONFIDENTIAL FILE, die er gemein­sam mit Paul Coa­tes ersann und hier­bei Regie führ­te, Dreh­bü­cher schrieb, film­te und schnitt. Danach ent­wi­ckel­te er noch wei­te­re TV-Seri­en, bei denen er eben­falls die Regie über­nahm.

Spä­ter wand­te er sich dann den Kino­fil­men zu und rea­li­sier­te etli­che davon, bei­spiels­wei­se A FINE MADNESS (1966, mit Sean Con­ne­ry) oder EYES OF LAURA MARS (1978, Faye Duna­way). Sei­ne letz­te Regie­ar­beit waren im Jahr 1993 Epi­so­den der SF-Fern­seh­se­rie SEAQUEST DSV.

Irvin Kersh­ner, oder »Kersh« – wie ihn Freun­de und Kol­le­gen nann­ten, ver­starb heu­te im Alter von 87 Jah­ren nach lan­ger Krank­heit in Los Ange­les.

May the force be with him!

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Hier ein Inter­view mit Irvin Kersh­ner aus dem Jahr 2009:

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Bild (aus dem Inter­view) Copy­right 2009 Colo­ra­do Film School

Leslie Nielsen (1926 – 2010)

Ges­tern ver­starb im Alter von 84 Jah­ren der kana­di­sche Schau­spie­ler und Komö­di­ant Les­lie Niel­sen. Niel­sen wur­de haupt­säch­lich bekannt durch sei­ne Rol­le des Lt. Frank Dre­bin in der Come­dy-Film­se­rie DIE NACKTE KANONE, basie­rend auf der Fer­seh­se­rie POLICE SQUAD.

Niel­sen wur­de am 8. Febru­ar 1926 in Regi­na, Sas­kat­che­wan als Sohn einer wali­si­schen Ein­wan­de­re­rin und eines dänisch­stäm­mi­gen Cons­ta­bles der Roy­al Cana­di­an Moun­ted Poli­ce gebo­ren; vor sei­ner Schau­spiel­kar­rie­re war er bei der Roy­al Cana­di­an Air Force ein­ge­schrie­ben und arbei­te­te als Disk­jo­ckey bevor er ein Sti­pen­di­um an der Neigh­bor­hood Play­house School of the Thea­t­re in New York erhielt.

Sei­ne ers­te TV-Rol­le bekam er im Jahr 1948, bereits zwei Jah­re spä­ter hat­te er über 50 Fern­seh­auf­trit­te absol­viert. Ab 1956 war Niel­sen dann auch in Kino­fil­men zu sehen, dar­un­ter Wes­tern, Dra­men und Roman­zen. Den Durch­bruch als ernst­haf­ter Schau­spie­ler schaff­te er mit Haupt­rol­len bei­spiels­wei­se in FORBIDDEN PLANET (1956) und THE POSEIDON ADVENTURE (1972).

Obwohl er zahl­rei­che Rol­len und Cha­rak­te­re dar­stell­te, war sei­ne Inter­pre­ta­ti­on eines Dok­tors in AIRPLANE! (1980) der aus­schlag­ge­ben­de Punkt dafür, dass er sich in den letz­ten Deka­den sei­nes Schaf­fens haupt­säch­lich als Komö­di­ant betä­tig­te.

Les­lie Niel­sen ver­starb am 28. Novem­ber 2010 in einem Kran­ken­haus in Fort Lau­derda­le an Kom­pli­ka­tio­nen einer Lun­gen­ent­zün­dung.

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Bild: Les­lie Niel­sen 2008, aus der Wiki­pe­dia

Dino De Laurentiis (1919 – 2010)

Heu­te ver­starb in Los Ange­les der ita­lie­ni­sche Film­pro­du­zent Dino De Lau­ren­tiis. Er wur­de am 8. August 1919 in Tor­re Annun­zia­ta in der Pro­vinz Napo­li gebo­ren und wuchs als Sohn eines Spa­ghet­ti­pro­du­zen­ten auf. De Lau­ren­tiis stu­dier­te am Cen­tro Spe­ri­men­ta­le di Cine­ma­to­gra­fia in Rom, aller­dings wur­den sei­ne Stu­di­en durch den zwei­ten Welt­krieg unter­bro­chen.

Sei­nen ers­ten Film L´ultimo Com­bat­ti­men­to pro­du­zier­te er im Jahr 1940, dar­auf folg­ten noch fast 150 wei­te­re, dar­un­ter auch zahl­lo­se Gen­re-Strei­fen, wie bei­spiels­wei­se:

DIABOLIK (1968), BARBARELLA (1968), KING KONG (1976), FLASH GORDON (1980), HELLOWEEN 2 (1981), CONAN THE BARBARIAN (1982), AMITYVILLE 2 (1982), AMITYVILLE 3D (1983), HELLOWEEN 3 (1983), DEAD ZONE (1983), CONAN THE DESTROYER (1984), FIRESTARTER(1984), DUNE(1984), THE BOUNTY(1984), RED SONJA (1985), BLUE VELVET (1986), MANHUNTER(1986), KING KONG LIVES(1986), EVIL DEAD 2 (1987), SOMETIMES THEY COME BACK (1990), ARMY OF DARKNESS (1993), HANNIBAL (2001), RED DRAGON (2002), HANNIBAL RISING (2006) und THE LAST LEGION (2006).

In den 1970ern ver­leg­te er sei­ne Akti­vi­tä­ten in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten, wo er Stu­di­os auf­bau­te, dar­un­ter dann auch sein eige­nes mit dem Namen De Lau­ren­tiis Enter­tain­ment Group (DEG) in Wilming­ton, North Caro­li­na.

Im Jah­re 2001 erhielt er den Irving G. Thal­berg Memo­ri­al Award der Aca­de­my of Moti­on Pic­tu­re Arts and Sci­en­ces.

Dino (eigent­lich Agosti­no) De Lau­ren­tiis ver­starb am 11.11.2010 im Alter von 91 Jah­ren in sei­nem Haus in Los Ange­les.

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Bild: Dino De Lau­ren­tiis 2009, aus der Wiki­pe­dia

Tony Curtis (1925 – 2010)

Am heu­ti­gen Tag ver­starb der ame­ri­ka­ni­sche Schau­spie­ler Tony Cur­tis. Sei­ne zahl­lo­sen Rol­len auf­zu­zäh­len ist in einem kur­zen News-Arti­kel sinn­voll nicht mög­lich, des­we­gen ver­wei­se ich auf den Wiki­pe­dia-Arti­kel. Den­noch sei­en Fil­me genannt wie SOME LIKE IT HOT (1959), OPERATION PETTICOAT (1959) oder THE COUNT OF MONTE CRISTO (1975). Eine sei­ner hier­zu­lan­de bekann­tes­ten Rol­len dürf­te an der Sei­te von Roger Moo­re die des Play­boys Dan­ny Wil­de in der bri­ti­schen Fern­seh­se­rie DIE ZWEI (THE PERSUADERS!) gewe­sen sein. Seit dem Jahr 1949 spiel­te er in mehr als 100 Fil­men mit und trat in unzäh­li­gen Fern­seh­se­ri­en auf.

Tony Cur­tis ali­as Ber­nard Schwartz wur­de als Sohn unga­ri­scher Emi­gran­ten in New York gebo­ren. Nach­dem er wäh­rend des zwei­ten Welt­kriegs der United Sta­tes Navy bei­trat, besuch­te er nach dem Ende des Krie­ges zusam­men mit Walt­her Matt­hau und Rod Stei­ger den »Dra­ma­tic Work­shop« der »The New School« und wur­de danach von einem Talent­su­cher ent­deckt. Sein ers­ter Film war CRISS CROSS aus dem Jahr 1949, in des­sen Credits er aller­dings nicht nament­lich erwähnt wur­de.

Danach folg­te eine nahe­zu bei­spiel­lo­se Kar­rie­re mit vie­len Höhen aber auch Tie­fen.

Tony Cur­tis starb am 30.09.2010 im Alter von 85 Jah­ren in einem Kran­ken­haus in Las Vegas, in das er Mit­te Juli nach einer schwe­ren Asth­ma-Atta­cke ein­ge­lie­fert wor­den war.

Mach’s gut, Tony!

Bild: Tony Cur­tis, aus der Wiki­pe­dia

E. C. Tubb (1919 – 2010)

Bereits am ver­gan­ge­nen Frei­tag ver­starb der bri­ti­sche Sci­ence Fic­tion-Autor E. C. Tubb. Tubb wur­de ins­be­son­de­re durch sei­ne Roma­ne um den Welt­raum­va­ga­bun­den Earl Duma­rest bekannt, Eine Figur die er im Jahr 1967 für den Roman The Winds of Gath (dt. Pla­net der Stür­me) erfand. Ins­ge­samt ver­fass­te der Autor bis zum Jahr 31 wei­te­re Aben­teu­er um die­se Figur, das letz­te erschien 1997.

Edwin Charles Tubb war bereits als Kind ein begeis­ter­ter SF-Anhän­ger und begann in den 50er Jah­ren selbst Geschich­ten in die­sem Gen­re zu ver­fas­sen, von denen etli­che im Maga­zin Authen­tic Sci­ence Fic­tion erschie­nen. Nach­dem er sei­nen Job als Dru­cke­rei­ma­schi­nen­ver­käu­fer auf­ge­ge­ben hat­te, um sich aus­schließ­lich der Schrift­stel­le­rei zu wid­men, fun­gier­te er auch zeit­wei­lig als Chef­re­dak­teur von AUTHENTIC SCIENCE FICTION und brach­te dort zahl­rei­che sei­ner Geschich­ten unter.

Tubb schrieb auch unter ca. 50 Pseud­ony­men, dar­un­ter Charles Grey, Geor­ge Holt, Eric Wil­ding, Ali­ce Bee­cham, Nor­man Dale, Alan Guthrie, Juli­an Cary, Dou­glas West, Ken Wain­w­right, Ron Lowam, Stuart Allen­Gor­don Kent, Gre­go­ry Kern, Eric Storm, Bri­an Shaw, Antho­ny Arm­strong und Roy Shel­don.

Der Autor war ein über­aus flei­ßi­ger Schrei­ber, er ver­öf­fent­lich­te über 140 Roma­ne und 230 Kurz­ge­schich­ten, aber auch Comics. Kurz vor sei­nem Tod been­de­te er sein letz­tes Werk, einen dys­to­pi­schen Roman mit dem Titel TO DREAM AGAIN, der im Jahr 2011 erschei­nen soll.

E. C. Tubb ver­starb am 10. Sep­tem­ber 2010 im Alter von 90 Jah­ren in sei­ner Woh­nung in Lon­don.

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Bild: E. C. Tubb ca. 1955, Bild­quel­le: fantasticfiction.co.uk