Steve Jobs (1955 – 2011)

Ja, ich weiß, es schreibt heu­te jeder über Ste­ven Paul Jobs. Und der geneig­te Leser mag sich fra­gen, was ein Arti­kel über sein Able­ben hier auf Phan­ta­News zu suchen hat, einer Sei­te, die sich doch selbst­be­zich­tigt haupt­säch­lich mit Phan­tas­tik beschäf­tigt?

Mehr als reich­lich Infor­ma­tio­nen über Ste­ve Jobs wird man (nicht erst) ab heu­te all­über­all im Web fin­den. Ich möch­te an die­ser Stel­le auf die Punk­te ein­ge­hen, die eben doch zu Phan­ta­News pas­sen.

Die Ant­wort ist aber ganz ein­fach: Ohne Jobs und Woz, die damals in ihrer Gara­ge damit anfin­gen, ein­fa­che Com­pu­ter wie den Apple I, aber ganz beson­ders den Apple 2, als Mas­sen­pro­dukt ganz nor­ma­len Men­schen zugäng­lich zu machen, wären wir heu­te in Sachen Unter­hal­tung am Com­pu­ter nicht ein­mal ansatz­wei­se so weit, wie wir sind. Dann der Mac­in­tosh. Er war nicht der ers­te Com­pu­ter mit einer gra­fi­schen Benut­zer­ober­flä­che, aber sicher einer, der die­sen GUIs zum Mas­sen­durch­bruch ver­hol­fen hat. Bis heu­te fin­den wir Ele­men­te dar­aus auf unse­ren Bild­schir­men und bis heu­te sehen wir die­se auch in Com­pu­ter­spie­len.

Und wir wol­len nicht ver­ges­sen, dass Ste­ve Jobs einer der Mit­grün­der von Pixar ist, jener Pixel­schmie­de, die uns über die Jah­re mit zahl­lo­sen com­pu­ter­ani­mier­ten Trick­fil­men unter­hal­ten hat. Hier­für nahm der Visio­när damals »mal eben« fünf Mil­lio­nen Dol­lar in die Hand, weil er an die­se neue Unter­hal­tungs­form glaub­te. Er hat­te recht.

Zuletzt hat er mit sei­nen berüh­rungs­ge­steu­er­ten iPods, iPho­nes und iPads nicht nur das mobi­le Spie­len revo­lu­tio­niert, son­dern auch das elek­tro­ni­sche Lesen. Ich kann mir heut­zu­ta­ge von jedem Ort aus, an dem ich mich befin­de, neu­en SF- oder Fan­ta­sy-Lese­stoff auf mein iPod oder iPad laden …

Dan­ke Ste­ve!

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Bild: Ste­ve Jobs im August 2011, aus der Wiki­pe­dia, von Metal­Ge­ar­Li­quid, CC-BY-SA

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AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­lo­ser Nerd mit natür­li­cher Affi­ni­tät zu Pixeln, Bytes, Buch­sta­ben und Zahn­rä­dern. Kon­su­miert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online dar­über.

2 Kommentare for “Steve Jobs (1955 – 2011)”

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sagt:

Das sehen dei­ne Kol­le­gen bei SF-Fan im Forum der­zeit ziem­lich kon­trär. Da wird Jobs zum Anti-Chris­ten hoch­sti­li­siert, die i-Devices als Spiel­zeug für Rei­che und Blen­der ver­or­tet und Umber­to Eccos Ein­las­sun­gen zum Mac durch ein ande­res Rea­li­ty Dis­tor­ti­on Field gera­de­zu in Orwell’scher Manier als Anti-Mac­in­tosh Tira­de umge­deu­tet. Es scheint in Deutsch­land ein­fach schwer mög­lich, die »Achie­ve­ments« eines Ein­zel­nen zu wür­di­gen.
Dass ich das unter­schrei­be was du schreibst, brau­che ich wohl nicht extra zu beto­nen. Nur bei einem gebe ich dir – obwohl fast ein Fan­boi – nicht recht: ohne die Job‘schen Visio­nen gäbe es vie­les heu­te viel­leicht nicht in die­ser Form. Aber wie es in der Geschich­te immer eine Dupli­zi­tät der Ereig­nis­se gege­ben hat, glau­be ich, dass ein »ande­rer Jobs« durch­aus ähn­li­che Ansät­ze gefun­den hät­te. Micro­soft wäre ver­mut­lich nicht durch Win­dows so groß gewor­den, weil sie es nicht von Apple abge­kup­fert hät­ten, aber mög­li­cher­wei­se wäre der Ami­ga zum Star in der Are­na gewor­den. Man weiss es nicht.
Ich jeden­falls wäre nicht das gewor­den, was ich heu­te bin, wäre ich nicht 1985 über den Mac gestol­pert, als alle ande­ren mit DOS-Kis­ten ohne WYSIWYG gear­bei­tet haben. Ich woll­te mit die­sen kryp­ti­schen »Kis­ten« mit Bern­stein­mo­ni­tor nie was zu tun haben – bis ich den Mac mit sei­ner Maus sah. Da wars um mich gesche­hen.
Viel­leicht sehr inter­es­sant in die­sem Zusam­men­hang: Everything’s a remix Part III. Da gehts um Inno­va­tio­nen … (Auch um Apple und Edi­son, der ja mit­nich­ten die Glüh­bir­ne erfun­den hat …)

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Stefan Holzhauer

sagt:

Tja, Hard­core-SF-Fans… Ich bin immer wie­der ver­blüfft, wie tech­nik­feind­lich etli­che davon so sind… :) Und über wie­viel fun­dier­tes Halb­wis­sen manch einer ver­fügt. :) (mich wun­dert das aber alles nicht. Allein, wenn man Dis­kus­sio­nen über angeb­li­che SF-Tri­vi­al­li­te­ra­tur in ein­schlä­gi­gen Foren ver­folgt, fragt man sich, wie abge­ho­ben man sein kann – und dann wird sich gewun­dert, war­um in den eli­tä­ren, mit Spinn­we­ben über­wu­cher­ten und in Elfen­bein­tür­men ver­mo­dern­den Krei­sen der Nach­wuchs aus­bleibt) :)

Was die »iDe­vices« angeht: ich habe frü­her eben­falls auf dem Stand­punkt gestan­den, dass die in Wahr­heit nie­mand braucht und sie rei­ne Sta­tus­sym­bo­le sind. In mei­nem Bröt­chen­job als Web­ent­wick­ler kam es dann aber immer öfter vor, dass ich Web­sei­ten auch auf sol­chen Gerä­ten prü­fen muss­te (und kei­ner der Emu­la­to­ren kann das wirk­lich über­zeu­gend, mal ganz davon abge­se­hen, dass ich mir garan­tiert kei­nen völ­lig über­teu­er­ten Rech­ner oder Note­book aus dem Hau­se Apfel kau­fe), wes­we­gen ich mir zuerst einen gebrauch­ten iPod und spä­ter ein gebrauch­tes iPad 3G zuge­legt habe. Seit­dem bin ich zwar nicht zum Apple-Fan­boi mutiert, stel­le aber fest, wie über­aus prak­tisch die Din­ger tat­säch­lich sind.

Ich gehe mal davon aus, dass vie­le die so halt­los mau­len, noch nie so ein Gerät aus der Nähe gese­hen haben. Aber, wie lau­tet der alte Sinn­spruch: »Meckern ist wich­tig, nett sein kann jeder…« :) Und die­je­ni­gen, die bekla­gen, wie Apple sie ein­schränkt haben – man möge es mir ver­zei­hen – kei­ne Ahnung. Mit ein wenig Bemü­hen kann man auf »iDin­gern« Root wer­den. Wer das nicht kann, soll­te nicht über Apple mau­len, son­dern über sei­ne eige­nen feh­len­den Kennt­nis­se. Nicht unter­schät­zen soll­te man aber zudem auch, dass gera­de die Ein­schrän­kun­gen für tech­nisch weni­ger Affi­ne ein Segen sein kön­nen – denn die Din­ger funk­tio­nie­ren ein­fach.

Zu Ste­ve Jobs: ich hat­te in mei­nem Arti­kel ja nur dar­auf hin­ge­wie­sen, was er gemacht hat. Dass das auch jemand ande­rer oder ande­re hät­te sein kön­nen schließt das ja nicht aus. Ich schrei­be nir­gend­wo, dass er der ein­zi­ge war, der das alles hät­te tun kön­nen. :) Den­noch soll­te man wür­di­gen, dass er an vie­len Stel­len offen­sicht­lich das rich­ti­ge Händ­chen hat­te.

Das mit­lei­di­ge Her­ab­bli­cken auf DOS-Nut­zer ken­ne ich als Ami­ga-Nut­zer seit ca. 1985 aller­dings auch. Mit Farb­mo­ni­tor und zwei-Tas­ten-Maus… :)

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