Auf der Computergrafik- und VFX-Konferenz SIGGRAPH 2023 (Special Interest Group on Graphics and Interactive Techniques) wurde im Rahmen des Computer Animation Festivals soeben der computeranimierte Film THE VOICE IN THE HOLLOW mit dem Jury’s Choice Award ausgezeichnet.
Das Bemerkenswerte am Film von Miguel Ortega, Tran Ma und Alex Alvarez ist, dass er nicht in einer der klassischen Modelling und Render Engines realisiert wurde, sondern in der Unreal Engine (Wobei klassische Software wie Maya oder Houdini Teil der Pipeline waren, das Rendering geschah aber in Unreal). Die mausert sich mehr und mehr als Konkurrenz zu den klassischen Render-Applikationen, da sie erheblich schneller und oft auch vielseitiger ist. Kurzbeschreibung:
An African fable of sisterhood, envy, and ancient evil.
Eine Menge Details zum Kurzfilm inklusive Interview und vielen weiterführenden Informationen findet sich bei CGChannel.
Triggerwarnung: THE VOICE IN THE HOLLOW ist stellenweise ziemlich gruselig.
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Es existiert auch ein Making-Of inklusive Q&A mit den Macher°Innen, in dem auch auf den Workflow zwischen den verschiedenen Applikationen eingegangen wurde:
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Da ist man mal ein paar Tage in Urlaub und schon hauen Marvel und Disney+ einen Vorgucker zur zweiten Staffel LOKI raus. Leicht verspätet möchte ich den hier trotzdem noch zeigen, denn er ist in meinen Augen bemerkenswert.
Offensichtlich wird die erfrischende Skurrilität der ersten Season fortgesetzt und die einschlägigen Seiten und Youtube-Kanäle haben sich auch bereits dabei überschlagen, alle Ostereier zu finden und heftigst zu spekulieren. Das sieht nach dem unsäglichen und unerträglichen SECRET INVASION (wie kann man eine gute Comicreihe nur dermaßen verhunzen?) wieder nach einer sehenswerten MCU-Serie aus.
Es gibt ein Wiedersehen mit diversen Protagonisten aus Staffel eins, aber aufgrund der veränderten Realität vielleicht nicht ganz so, wie man es erwartet …
LOKI Season 2 startet am 6. Oktober beim Streamingdienst Disney+.
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Eigentlich ist diese Fortsetzung des Action- Trash THE MEG derart unglaublich, dass man ihn wirklich sehen sollte. Der kommt von einem der Big-Five-Filmstudios, was das Resultat noch viel fragwürdiger macht. Jawohl, dass ist dieser Film in dem Jason Statham versucht, mit den Füßen einen Hai abzuwehren, der das 600fache seines Gewichts hat. Das ist auch der Film, in dem gefräßige Meeresraubtiere panische Schwimmer im Wasser ignorieren, um lieber aus dem Element auf den Strand zu springen, weil dort die leckeren Touristen lauter kreischen. MEG 2 ist so prall gefüllt mit Absurditäten, dass er selbst als satirisch gemeinter Trash nur wenig Freude bereitet. Dazu nimmt Regisseur Ben Wheatley den Megalodon-Horror einfach zu ernst. Und das gewohnt knochentrockene und auch humorlose Spiel des Hauptdarstellers trägt nicht dazu bei, die Stimmung zu heben.
Was zur Hölle ist denn jetzt wieder »Cozy Fantasy?«, dachte ich mir, als ich auf Mastodon über eine Besprechung zu Travis Baldtrees Roman LEGENDS AND LATTES stolperte. Eine Recherche zeigte schnell, dass die Bezeichnung eher neueren Datums ist und und exakt dieser Roman offenbar der Auslöser für das Entstehen des Begriffs war. Zitat von Campfirewriting:
Cozy fantasy is a term to describe lighter fantasy fiction that focuses on warmth, comfort, and a sense of belonging. If you’ve ever wanted to lose yourself in a magical fantasy world but weren’t in the mood for dark themes and stressful, epic quests, cozy fantasy fiction is exactly what you need.
Ich hatte zuerst etwas Sorge, ob das zu weichgespülter Langeweile führen würde. Als Kaffeefan interessierte mich das Thema allerdings sehr und deswegen bekam LEGENDS AND LATTE seine Chance. Und das war auch gut so.
Im Science Fiction-Film THE CREATOR geht es mal wieder um die alte Story Menschen gegen Maschinen. Nachdem es ordentlich schief gegangen ist, einer künstlichen Intelligenz die Zukunft der Menschheit anzuvertrauen liegen Menschen und die Roboter der KI im Krieg miteinander.
Im Gegensatz zu dem »wir müssen die Maschinen wegballern«-Umsetzung, die wir aus anderen Stories und Franchises kennen, setzt man bei THE CREATOR auf einen alternativen Ansatz. Und Wegballern. In der Kombination sieht das aber äußerst reizvoll aus, da es facettenreicher ist als das, was man bisher so kannte.
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Ebenfalls anlässlich des SDCC zeigt Netflix einen vollständigen, langen Trailer zu seiner Realverfilmung von Eiichiro Odas Animé- und Manga-Reihe ONE PIECE, angeblich das erfolgreichste Franchise des Genres aller Zeiten.
Ich finde es erfreulich zu sehen wie hoch der Level an »abgefahren« und cheesyness ist, und dass man es passend zum Vorbild gar nicht erst versucht, das irgendwie ernst zu nehmen. Obwohl selbstverständlich auch Dramatik und Epikness zu sehen sind – wer japanische Animés kennt, weiß ohnehin, dass sich Klamauk und Drama dort absolut nicht ausschließen, insofern finde ich die Umsetzung sehr gelungen, zumindest im dem Rahmen, in dem man das aus einem Trailer bewerten kann.
ONE PIECE gibt es ab dem 31. August 2023 bei Netflix zu sehen.
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Zum San Diego Comic Con gab es nach all den Teasern einen ersten echten Trailer zum kommenden Superheldinnen-Film THE MARVELS. In dem treffen Carol Danvers (Captain Marvel), Kamala Khan (Ms. Marvel) und Monica Rambeau (Photon) aufeinander. Erstere und letztere waren in den Comics verschiedene Inkarnationen von Captain Marvel.
Und nachdem aus den Trailern noch nicht so recht entnehmen konnte, was hier abgeht, versteht man nach diesem Trailer deutlich mehr.
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Allerspätestens seit der BUFFY-Folge ONCE MORE WITH FEELING bekommt man bei US-Fernsehserien gern mal eine Musical-Episode zu sehen, in denen gesungen und getanzt wird. Die letzten, an die ich mich erinnern kann, gab es bei FLASH und LUCIFER. So etwas zu machen ergibt auch viel Sinn, denn zum einen erzeugt es bei den Zuschauenden viel Freude, die Charaktere und das Setting mal in einem neuen Kontext zu sehen, zum anderen haben so ziemlich alle Schauspieler°Innen in den USA eine umfassende Ausbildung, die auch Tanz und Gesang beinhaltet.
Dass die Gründe dafür, dass plötzlich alle singen und tanzen oft an den Haaren herbei gezogen wirken, stört überhaupt nicht, solange die Episoden Spaß machen, oder so brilliant umgesetzt sind, wie damals bei BUFFY.
Für STAR TREK gibt es natürlich unzählige Optionen, das zu begründen, von den gern genommenen Anomalien, bis hin zu Alien-Einfluss. Auf der San Diego Comic Con wurde eine Musical-Episode für STAR TREK: STRANGE NEW WORLDS angekündigt, die trägt den Titel SUBSPACE RHAPSODY – und hier ist der Trailer.
Anlässlich des 30. Jubiläums der Kult-Science Fiction-Serie BABYLON 5 (meiner Ansicht nach eine der besten SF-Serien aller Zeiten) hat Warner Bros. eine neue Konservenversion produziert. Im Dezember veröffentlicht Warner Bros. Discovery Home Entertainment (gehts nicht länger?) eine neue Blu-Ray-Fassung der Show. Dafür wurden zudem alle 110 Episoden in HD remastered, man kann also darauf hoffen, dass man eine bessere Bildqualität zu sehen bekommt, als bei der elenden, verrauschten DVD-Fassung oder der bisher erhältlichen Blu-Ray-Version (wollen wir hoffen, dass es sich nicht um die etwas matschige HBO Max-Version handelt). Auch die Pilotepisode THE GATHERING ist enthalten.
Die englische Fassung (und wer will schon die deutsche sehen) erscheint in den USA am 5. Dezember 2023, die insgesamt 4730 Minuten sollen 99,99 Dollar kosten, was ich für einen okay-Preis für die gesamte Serie halte.
J. Michael Straczynski, der Serienschöpfer, hatte so etwas in den letzten Tagen bereits angeteasert. Ist ist offenbar gerade eine gute Zeit für BABYLON 5‑Fans, denn in Kürze erscheint auch der Animationsfilm THE ROAD HOME, der erstmals auf dem San Diego Comic Con gezeigt werden soll.
Ein weiteres Problem ist, dass die Großhändler bisweilen Kleinverlagsbücher heimlich auslisten – und wenn man sie dabei erwischt und nachfragt, kommen nur Ausflüchte. In deren Buchbestellsystemen sind diese Bücher durch Buchhändler°Innen nicht bestellbar. Die müssten dann direkt bei den Kleinverlagen ordern – und das ist Buchhändler°Innen oft zu viel Aufwand (das ist keine These, das sind persönliche Erfahrungen und Berichte von Personen hinter Kleinverlagen mir gegenüber).
Diese Texte auf PhantaNews sind jetzt acht Jahre her und man sollte annehmen, dass die Situation doch irgendwann mal besser werden müsste, insbesondere um sich der erdrückenden Übermacht Amazons entgegen zu stellen, über die immer noch lamentiert wird.
Doch weit gefehlt. Statt selbst nochmal was zu dem Thema zu schreiben (die jahrzehntelange Evolutionsresistenz der Buchbranche hat mich ermüdet, so dass ich das nicht mehr thematisiert hatte), möchte ich auf einen Artikel von Andreas Vierheller bei »Schöne Bücher« verweisen. Der trägt den Titel:
»Die Herausforderungen der Kleinen: Warum das Buchhandelssystem für unabhängige Kleinverlage nicht funktioniert.«
Es ist erschreckend, aber in all den Jahren Amazon-Dominanz hat sich nicht, aber auch gar nichts geändert, die Situation ist vielmehr sogar noch schlimmer geworden. Der Text ist nicht ganz kurz, aber er legt genau die Probleme bloß.
Unter anderem weist er auch auf die Buchpreisbindung hin, die angeblich für die Erhaltung des Kulturgutes Buch unabdingbar ist und die der Börsenverein des deutschen Buchhandels mit Zähne, Klauen und intensiver Lobbyarbeit bei der Politik verteidigt. Ich habe schon immer gefragt, warum genau dieses Kulturgut förderungswerter ist, als andere? Vierheller stellt dazu genau die richtigen Fragen:
Zudem sind Buchhandlungen gerade für kleine und mittelgroße Verlage unverzichtbar, um den Leserinnen und Lesern Bücher unbekannter Autorinnen und Autoren oder Titel abseits des Mainstreams zu präsentieren.
Und Vierheller fragt:
Sollte es demnach nicht Aufgabe des Buchhandels sein, den kleinen Verlagen ausreichend Präsentationsfläche zu bieten?
Was man als Verleger nicht erwarten darf: Dass der Buchhändler den Titel von sich aus einkauft und ins Regal stellt. Er wird das Buch auf einen Kundenwunsch hin bestellen oder ein Exemplar in Kommission nehmen, wenn Sie ihm vermitteln können, dass seine Kunden großes Interesse am Buch haben könnten.
…
Wer sein Buch verkaufen will, muss also in erster Linie Aufmerksamkeit erzielen.
…
Wichtig für Sie: Seien Sie kreativ! Neue Wege in der Vermarktung können die eine oder andere neue Tür öffnen und zur Bekanntheit Ihres Buches beitragen.
Kommentiert er mit:
Ich übersetze das mal so: Liebe Kleinverleger*innen, das ist euer Problem.
Ich möchte den Artikel meinen Leser°Innen ausdrücklich ans Herz legen, denn er legt den Finger in so viele offene Wunden der deutschen Buchhandelsbranche (u.a. auch Remittenden oder dass den Großen der Branche Kleinverlage offensichtlich nur im Weg rumstehen), dass man ihn insbesondere als Buchenthusiast°In unbedingt lesen sollte.
Der Schluss daraus kann eigentlich wieder mal nur lauten: Kauft die Bücher direkt bei den Kleinverlagen. Damit ist der Buchhandel natürlich mal wieder raus, aber das Problem ist halt selbstgemacht, damit hat Amazon nichts zu tun, sondern nur die verknöcherten Strukturen der deutschen Buchbrache, diese Mischung aus Vetternwirtschaft und Grabenkriegen.
Ach ja: etliche Kleinverlagsbetreiber°Innen haben mir über die Jahre immer wieder mitgeteilt, dass Amazon in der Hinsicht ihre einzige Rettung darstellt, da die kritikfrei die Bücher verkaufen, die der Buchhandel nicht anfassen möchte. Allerdings ist die Situation hier sehr viel prekärer geworden, denn da man bei Bezos Bauchladen weiß, dass man quasi Monopolist ist und auch um die Situation der Kleinverlage weiß, wurden die Daumenschrauben immer mehr angezogen, und die Konditionen wurden für Kleinverlage immer schlechter. Auch deswegen: Schaut euch das Angebot der Kleinverlage an und kauft direkt bei diesen. Nebenbei kann man dabei auch noch echte Kleinode entdecken, denn wo große Publikumsverlage nur Bücher anbieten, von denen sie der Ansicht sind, dass sie sich »gut drehen«, als oft verkauft werden, verlegen Kleinverlage auch speziellere Stoffe und Autor°Innen. Für die oft als Begründung für die Buchpreisbindung herangeführte »Vielfalt« in der deutschen Buchszene, sorgen fast ausschließlich die Kleinen.
Bei Andreas Vierheller möchte ich mich ausdrücklich für den Text bedanken, so dass ich nicht nach all den Jahren schon wieder (und immer noch) darüber schreiben musste. Persönlich reibe ich mir die Augen und frage mich, wie eine Branche trotz Amazon und digitaler Transformation (bei der wir sogenannte künstliche Intelligenz noch gar nicht genannt haben) so lernresistent sein kann …
Möglicherweise liegt das ganze Elend aber auch darin begründet, dass es den Großen der Branche und auch dem Lobbyverband Börsenverein weder um Leser°Innen, noch um Autor°Innen oder gar um Kleinverleger°Innen geht, auch nicht um Bücher, sondern ausschließlich darum, unverschämt viel Kohle zu generieren. Da stehen Kleinverlage vermutlich ebenso im Weg, wie Autor°Innen, die anständig bezahlt werden wollen …
Bild: Buchhandlung, aus der Wikipedia, gemeinfrei.
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