Spiel

Kommentar: Oculus VR verkauft sich an Facebook

Oculus Rift DevKit 2

Das Crowd­fun­ding für die Vir­tu­al Rea­li­ty Bril­le Ocu­lus Rift auf Kick­star­ter war eines der erfolg­reichs­ten in der Geschich­te der Platt­form. Die Aus­sicht auf ein tat­säch­lich funk­tio­nie­ren­des Gerät traf den Nerv der Nerds und Erfin­der Pal­mer Luckey prä­sen­tier­te sich mit sei­nen Mit­tä­tern von Ocu­lus VR als sym­pa­thi­scher Frick­ler.

Ges­tern Abend dann die Mel­dung: Face­book kauft Ocu­lus VR für zwei Mil­li­ar­den US-Dol­lar. Auch wenn die in ihrem Blog von einer »Part­ner­schaft« spre­chen, sieht Zucker­berg das anders. FB sagt ein­deu­tig: »Wir haben die gekauft«.

Die Reak­tio­nen der Com­mu­ni­ty sind zum weit­aus größ­ten Teil nega­tiv, das kann man den Kom­men­ta­ren zum Blog und den Bei­trä­gen im Ent­wick­ler-Forum ent­neh­men. Vie­le der­je­ni­gen, die auf Kick­star­ter unter­stützt hat­ten, um einer klei­nen Fir­ma eine Chan­ce zu geben, füh­len sich betro­gen und sor­gen sich um das, was Face­book mit dem Pro­jekt anstel­len wird. Etli­che äußer­ten, dass sie nie­mals Geld für den »Traum« Ocu­lus Rift inves­tiert hät­ten, wenn sie das vor­her gewusst hät­ten. Es bleibt abzu­war­ten, ob sich der Deal für Ocu­lus VR tat­säch­lich auf lan­ge Sicht als posi­tiv erweist.

Auch ansons­ten gab es nega­ti­ve Reak­tio­nen. Mar­kus Pers­son, ali­as Notch, Erfin­der von MINECRAFT twit­ter­te, dass man die Ent­wick­lung einer Ver­si­on des Sand­box-Spie­les für die OR ein­stel­len wer­de und den ent­spre­chen­den Deal gekün­digt habe.

In einem Stel­lung­nah­me ela­bo­riert er das wei­ter, viel­leicht soll­te man bes­ser sagen, er betreibt ein wenig Scha­dens­be­gren­zung für sei­nen Tweet. Sei­ne Mei­nung drückt der aber deut­lich aus. Man wird sehen, wie ande­re Ent­wick­ler reagie­ren, ich gehe davon aus, dass die Indies eher nega­tiv bewer­ten wer­den und die Big Play­er jauch­zen.

Mei­ner Ansicht nach wird dem Pro­dukt der Deal ver­mut­lich gut tun und den End­kun­den wird kaum inter­es­sie­ren, wer hin­ter der VR-Bril­le steht, solan­ge Face­book kei­ne sehr dum­men Feh­ler macht. Per­sön­lich hal­te ich den Schritt aller­dings für pro­ble­ma­tisch und dumm, denn es ist offen­sicht­lich, dass die Com­mu­ni­ty, die das Pro­jekt aus vol­lem Her­zen unter­stützt hat, sich nun – und ich sage es deut­lich – ver­arscht fühlt. Soll­te das dazu füh­ren, dass die Unter­stüt­zung gera­de durch Indie-Ent­wick­ler weg­bricht, hat Ocu­lus VR und hat auch Ocu­lus Rift ein Pro­blem.

Klar: wenn mir jemand zwei Mil­li­ar­den Dol­lar zuwirft (wobei es sich tat­säch­lich um 400 Mil­lio­nen Dol­lar han­delt, der Rest sind Face­book-Antei­le), wür­de ich ver­mut­lich auch nicht lan­ge über­le­gen. Jeder ist käuf­lich. Auf der ande­ren sei­te war davon aus­zu­ge­hen, dass Ocu­lus VR selbst ein Major Play­er hät­te wer­den kön­nen, wenn das Pro­dukt erst­mal am Markt gewe­sen wäre.

Es bleibt wohl nur abzu­war­ten, was wei­ter geschieht, in wel­che Rich­tung das Gan­ze nun geht, wie sehr sich Face­book ein­mischt. Und ob die Ableh­nung der Com­mu­ni­ty zu grö­ße­ren Pro­ble­men führt. Ich war kurz davor, mir ein Dev­kit 2 zu bestel­len. Davon sehe ich jetzt erst ein­mal ab und war­te ab. Mei­ne Chan­cen, das Dev­kit 1 auf  Ebay für einen ange­mes­se­nen Preis zu ver­kau­fen, dürf­ten durch die­sen Schritt aller­dings ins Boden­lo­se sin­ken.

Per­sön­lich fin­de ich die Tat­sa­che, dass Pal­mer an Zucker­berg und sei­ne Scher­gen ver­kauft hat sch…lecht. Es wäre wirk­lich scha­de um das äußerst viel­ver­spre­chen­de Pro­dukt. Was jetzt schnell kom­men muss, ist ein offi­zi­el­les State­ment von Pal­mer und Co., wie es kon­kret wei­ter geht und wie viel Ein­fluss Face­book auf die Fort­füh­rung neh­men wird.

Pro­mo­fo­to Ocu­lus Rift Dev­Kit 2 Copy­right Ocu­lus VR

Angekündigt und vorbestellbar: Oculus Rift Development Kit 2

Oculus Rift DevKit 2

Es gab seit Mona­ten Gerüch­te um eine zwei­te Ver­si­on des Ocu­lus Rift Deve­lo­p­ment Kits, die Ent­wick­ler haben nun die Kat­ze aus dem vir­tu­el­len Sack gelas­sen: ab sofort kann man das DK2, wie es kurz bezeich­net wird, auf der OR-Web­sei­te zum Preis von 300 Dol­lar vor­be­stel­len, gelie­fert wird ab Juli 2014. Vor ziem­lich genau einem Jahr wur­de das ers­te Dev­kit zum ers­ten Mal ver­schickt.

Zur Auf­lö­sung des Dis­plays schweigt man sich in der Mit­tei­lung lei­der aus (The Ver­ge spricht von 1080p OLED), aller­dings ist sicher, dass das neue Ent­wick­ler­kit zusätz­li­ches Posi­ti­ons­track­ing besitzt, das über ein­ge­bau­te IR-Dioden und eine Kame­ra rea­li­siert wird, wie man es bereits aus den Vor­stel­lun­gen des »Crys­tal Cove«-Prototypen von diver­sen Mes­sen und aus Pres­se­be­rich­ten kann­te. Damit sol­len Laten­zen erheb­lich ver­rin­gert wer­den und damit soll auch die Simu­la­tor Sick­ness der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren. Zudem sind mit dem Posi­ti­ons­track­ing Bewe­gun­gen wie bei­spiels­wei­se »um die Ecke schau­en« mög­lich.

Wei­ter­hin gehört die exter­ne Kon­troll­box mit dem DK2 der Ver­gan­gen­heit an, zudem ver­fügt es über einen USB-Port, um Zube­hör anschlie­ßen zu kön­nen. Die Unter­stüt­zung der Unity- und Unre­al-Engi­nes wur­de wei­ter aus­ge­baut.

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Pro­mo­fo­to Ocu­lus Rift DK 2 Copy­right Ocu­lus VR

DUNGEON KEEPER: Electronic Arts mag nur fünf Sterne-Bewertungen

Screenshot_DungeonKeeper

Elec­tro­nic Arts zeich­net sich ja immer wie­der mal durch kun­den­feind­li­ches Ver­hal­ten aus. Die Grün­de sind man­nig­fal­tig: unzu­rei­chen­de DRM-Maß­nah­men, bocken­de Ser­ver oder all­ge­mein unsym­pa­thi­sches Ver­hal­ten. In den USA wur­de EA des­we­gen mehr­fach zum schlech­tes­ten Fir­ma des Jah­res gewählt. Der neu­es­te Stunt steht im Zusam­men­hang mit der Tablet-Ver­si­on des Com­pu­ter­spiel-Klas­si­kers DUNGEON KEEPER.

Inter­es­san­ter­wei­se hat das Game im Goog­le Play-Store hau­fen­wei­se fünf-Ster­ne-Wer­tun­gen, und das obwohl sich nicht eben weni­ge Nut­zer dar­über beschwe­ren, dass man durch ingame-Käu­fe abge­zockt wer­den soll, ohne die das Spiel kaum nutz­bar ist (50 Blö­cke um etwas zu bau­en kos­ten bei­spiels­wei­se laut Aus­sa­ge eines Nut­zers hef­ti­ge 90 Euro). Das ist ein­deu­tig eine ganz neue Aus­le­gung des Geschäfts­mo­dells »free2play«, mit dem das Game bewor­ben wird.

Wie EA an die guten Wer­tun­gen kommt ist krea­tiv – und eine Unver­schämt­heit: tätigt man einen der fast unum­gäng­li­chen Ingame-Käu­fe, erscheint ein Fens­ter, in dem man DUNGEON KEEPER bewer­ten kann. Klickt man auf fünf Ster­ne, wird die Bewer­tung sofort in den Play-Store über­nom­men. Klickt man ein bis vier Ster­ne, wird man auf eine Sei­te gelei­tet, auf der man »Feed­back« abge­ben kann. Die­se Wer­tung wird aber offen­bar nicht umge­hend in die Shop-Wer­tung über­nom­men. Will man ein bis vier Ster­ne ver­ge­ben, muss man das direkt im Store tun.

Wie gesagt: äußerst krea­tiv und allein durch die Art und Wei­se der Durch­füh­rung kann man sich leicht aus­rech­nen, dass man sich bei Elec­tro­nic Arts bereits vor­her über die Kun­den­re­ak­tio­nen zum Spiel bzw. die Abzo­cke durch über­teu­er­te Ingame-Käu­fe bewusst war und die Bewer­tung des­we­gen genau so imple­men­tiert hat. Die Alter­na­ti­ve wäre, EA Inkom­pe­tenz zu unter­stel­len – aber die­se Ant­wort hal­te ich für zu ein­fach. Offen agie­ren­de Unter­neh­men hät­ten sol­che pein­li­chen Win­kel­zü­ge nicht nötig.

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Screen­shot DUNGEON KEEPER Copy­right Elec­tro­nic Arts

Welcome to the ´Verse: FIREFLY ONLINE

Wenn es ein Online­spiel-Pro­jekt gibt, von dem ich ange­nom­men habe, dass es heim­lich still und lei­se ver­stirbt, dann ist das FIREFLY ONLINE nach der gran­dio­sen, aber lei­der kurz­le­bi­gen Serie glei­chen Namens. Aber Brown­coats sind offen­sicht­lich nicht unter­zu­krie­gen, denn trotz unbe­streit­ba­rer ursprüng­lich vor­han­de­ner recht­li­cher Pro­ble­me auf­grund feh­len­der Lizen­zen, die inzwi­schen mit Fox ein­ver­nehm­lich geklärt wer­den konn­ten denn die sind mit im Boot (man mun­kelt von einer Inter­ven­ti­on durch Joss Whe­don per­sön­lich), scheint es tat­säch­lich so, dass inten­siv dar­an gear­bei­tet wird. Hier ist das »Launch«-Video vom SDCC.

http://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​y​3​6​4​b​2​H​c​q7I

FIREFLY ONLINE wird als »mul­ti-user stra­te­gic role­play­ing game« bezeich­net, was das genau hei­ßen soll ist noch unklar, ich wür­de mal davon aus­ge­hen, dass es zum einen dar­um geht, mit sei­nem Schiff Waren und Pas­sa­gie­re zu trans­por­tie­ren, und zum ande­ren even­tu­ell um eine taktisch/​strategische Kom­po­nen­te im Kon­flikt mit der Alli­anz. Die Screen­shots sehen danach aus, als gäbe es zum einen eine Raum­flug-Kom­po­nen­te und zum ande­ren iso­me­tri­sche Räu­me und Schif­fe, in denen die Cha­rak­te­re agie­ren.

Der für mich inter­es­san­tes­te und span­nends­te Aspekt ist, dass man expli­zit dar­auf hin­weist, User Gene­ra­ted Con­tent zuzu­lase­sen, Spie­ler sol­len Ques­ten für die ande­ren Spie­ler erzeu­gen kön­nen.

Andy Gore von Quan­tum Mecha­nix (eine Fir­ma, die für Fans Film-Repli­ken und ähn­li­ches her­stellt, und auch in die Ent­wick­lung des Spiels invol­viert ist) sagt dazu:

For us, the most exci­ting thing is play­er-crea­ted »jobs« (the Fire­fly Online name for quests). The­re will be a job-crea­ti­on sys­tem whe­re play­ers will be able to craft adven­tures for other play­ers to par­ta­ke in. We’­re loo­king for­ward to see­ing what peo­p­le do with that sys­tem.

And the­re will be a lot to do bey­ond quests. You can focus on pim­ping your ride, get­ting a new ride, hiring a crew, kee­ping them hap­py, tra­ding, craf­ting, coll­ec­ting swag, or just fly­ing around the multi­tu­de of ter­ra­for­med worlds of the Ver­se in the free­form flight simu­la­tor.

FIRFLY ONLINE läuft unter der Unity Engi­ne soll erschei­nen für Win­dows Desk­top und mobil, Mac OS, iOS und Android, star­ten soll das Gan­ze Mit­te 2014. Liest man sich die FAQ durch, soll­te man aller­dings ein Augen­merk dar­auf rich­ten, dass es als »sin­gle­play­er-game« beschrie­ben wird. Die Inter­ak­ti­on könn­te sich dem­nach dar­auf beschrän­ken, von ande­ren Fans erstell­te Ques­ten durch­zu­spie­len. Viel inter­es­san­ter wäre natür­lich ein voll­stän­di­ges MMO, aber so etwas zu pro­du­zie­ren ist immens auf­wen­dig. Ich per­sön­lich wäre auch mit einem gut gemach­ten Ein­zel­spie­ler-Game im ´Ver­se sehr zufrie­den.

A captain’s goal was simp­le: find a crew, find a job, keep fly­ing.” She­p­herd Der­ri­al Book

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen auf der offi­zi­el­len Web­sei­te und in einem reich bebil­der­ten Arti­kel auf io9.

Ich bin sehr gespannt.

Firefly Online Concept Art

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Fire­fly Online Con­cept Art Copy­right Fox & Spark­Plug Games

[aartikel]B00411RW82[/aartikel][aartikel]B000E6TXG2[/aartikel]

Amiga 500 läuft in Google Chrome

Workbench

Ab Mit­te der 1980er bis in die 1990er war der Ami­ga von der lei­der glück­lo­sen Fir­ma Com­mo­do­re einer der »Heim­com­pu­ter« über­haupt. Etli­che Funk­tio­nen waren bahn­bre­chend, bei­spiels­wei­se Gra­fik­aus­ga­be in 4096 Far­ben im HAM-Modus oder die Benut­zer­ober­flä­che. Ich selbst hat­te einen Ami­ga 500 und einen A4000, letz­te­rer steht nur leicht zer­legt hier neben mir und wür­de ver­mut­lich noch lau­fen, wenn ich die Fest­plat­ten wie­der ein­baue (ich habe deren Inhalt auf einen PC über­tra­gen, wo mein alter Ami­ga im Emu­la­tor und hoch­auf­lö­send läuft wie ein Glöck­chen).

Der Goog­le-Ent­wick­ler Chris­ti­an Ste­fan­sen hat jetzt das Unmög­li­che mög­lich gemacht. Er hat eine Web-App ent­wi­ckelt, die im Brow­ser Chro­me läuft und die den Ami­ga emu­liert. Und das funk­tio­niert ver­blüf­fend gut, aller­dings soll­te man sich beim ers­ten Laden auf eini­ge War­te­zeit gefasst machen, denn da müs­sen eini­ge daten geschau­felt wer­den. Die Soft­ware besteht aus 400000 Pro­gramm­zei­len, geschrie­ben in C, das läuft dann via Chro­mes Por­ta­ble Nati­ve Cli­ent (PNa­Cl) im Brow­ser. Dem Augen­schein nach stand (Win)UAE Pate, ich gehe davon aus, dass auch Code des Emu­la­tors Ver­wen­dung fand. Der Nati­ve Cli­ent ermög­licht es, Soft­ware bes­ser lau­fen las­sen zu kön­nen, die für bestimm­te Pro­zes­so­ren geschrie­ben wur­de. Bis­her wur­den X86-CPUs unter­stützt, neu­er­dings aber auch Moto­ro­las 68000er-Fami­lie, die tickt im Ami­ga.

Aus­tes­ten kann man den guten alten Ami­ga im PC auf der Web­sei­te des Pro­jekts. Der emu­lier­te Ami­ga 500 bringt bereits eini­ge Demos mit, offen­bar kann man aber auch Dis­ket­ten­images laden und es wer­den neben der obli­ga­to­ri­schen Maus auch Joy­sticks erkannt. Gran­di­os!

Dank an Fal­ko fürs fin­den, via CNet

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Oculus Rift – The Next Generation

Die VR-Bril­le Ocu­lus Rift ist in der End­kun­den­ver­si­on noch nicht ein­mal auf den Markt, und schon sieht es so aus, als gäbe es bereits eine ver­bes­ser­te Nach­fol­ger­tech­nik. Bei der im Video vor­ge­stell­ten Bril­le sieht man die Bil­der nicht über eine Optik mit Ton­nen­ver­zer­rung auf einem Bild­schirm, son­dern sie wer­den direkt auf die Netz­haut pro­j­ziert. Die Auf­lö­sung ist Full HD (1920x1080 Pixel), aller­dings sieht man angeb­lich auf­grund der ver­wen­de­ten Tech­no­lo­gie kei­ner­lei Git­ter­mus­ter. Pro­ble­ma­tisch soll dabei aller­dings angeb­lich zum einen der ein­ge­schränk­te Sicht­be­reich sein, zum ande­ren könn­te ich mir vor­stel­len, dass man die Augen nicht zu sehr hin und her bewe­gen darf … Aber es han­delt sich ja auch hier um einen Pro­to­ty­pen.

Span­nend!

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Neuer Onlineshop: Hertie – »den bekannten Global Playern die Stirn bieten«

Screenshot hertie.de

Der Buch­re­port mel­det heu­te, dass der Osna­brü­cker Groß­händ­ler HDK die Tra­di­ti­ons­mar­ke Her­tie gekauft hat, um sie als Online­platt­form zu nut­zen. Man möch­te sich deut­lich als Kon­kur­renz zu Ama­zon posi­tio­nie­ren. Und dabei tönt man gleich laut:

Die Brü­der Klö­ker erklä­ren außer­dem, die eige­nen Lie­fe­ran­ten sei­en »dank­bar und erfreut, dass end­lich ein zusätz­li­cher, star­ker und ernst­zu­neh­men­der Han­dels­part­ner die Online-Büh­ne betritt und den bekann­ten Glo­bal Play­ern bereit ist, die Stirn zu bie­ten«.

Ah so. Dann machen wir doch gleich mal den Rea­li­täts-Check. Die Her­tie-Sei­te wirkt auf mich wie ein schrei­end bun­tes Wer­be­falt­blatt, wie sie Tages­zei­tun­gen bei­gelegt wer­den, der Fach­mann nennt so etwas »Schwei­ne­bauch­blätt­chen«. Lei­der nervt pro­mi­nent ein über­di­men­sio­nier­ter Slider, der das Auge immer wie­der auf sich zie­hen will. Eigent­lich weiß inzwi­schen jeder, dass so etwas aus Usa­bi­li­ty­grün­den ein no go ist, aber offen­sicht­lich set­zen sich immer wie­der Mana­ger oder Chefs damit durch, den Mist haben zu wol­len. Ken­ne ich auch aus dem Tages­ge­schäft, dass man man­chen Leu­ten das ein­fach nicht aus­re­den kann.

Das Open Game Art Bundle

Nach all den Indie-Spiel- und eBook-Bund­les gibt es jetzt auch ein »Open Game Art Bund­le«. Dabei erhält man ein Paket aus Res­sour­cen für Com­pu­ter­spie­le. Auch hier kann man zah­len was man möch­te, man muss sich aller­dings beei­len, da ich das Ding erst spät ent­deckt habe, läuft die Akti­on nur noch ca. 12 Stun­den. Ursprüng­lich soll­ten die Game-Res­sour­cen unter einer CC-Lizenz ste­hen, da aber das Ziel von 10000 Dol­lar über­schrit­ten wur­de, steht alles unter CC0 und kann damit frei ver­wen­det wer­den. Man erhält ver­schie­de­ne Gra­fi­ken und Musik für sein Geld. Coo­le Sache!

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Spiele des Jahres 2013 verliehen

Ges­tern wur­den in Ber­lin die Prei­se für die Spie­le des Jah­res 2013 vom gleich­na­mi­gen Ver­ein ver­lie­hen. Auch wenn ich dem Preis kri­tisch gegen­über ste­he, weil er Indies nahe­zu voll­stän­dig aus­schließt, weiß ich doch, dass Inter­es­se dar­an besteht, des­we­gen berich­te ich selbst­ver­ständ­lich. Außer­dem: die prä­mier­ten Spie­le sind ja viel­leicht den­noch gut (auch wenn ich ange­sichts ver­gan­ge­ner Gewin­ner schon des Öfte­ren zur Gesichts­pal­me genö­tigt wur­de).

Spiel des Jah­res 2013 wur­de das Kar­ten­spiel HANABI, als Ken­ner­spiel wur­de erfreu­li­cher­wei­se eins aus dem Phan­tas­tik-Bereich aus­ge­zeich­net: DIE LEGENDEN VON ANDOR. Bereits im Juni wur­de der Preis ans Kin­der­spiel des Jah­res ver­ge­ben: DER VERZAUBERTE TURM.

Cover Hanabi

Spiel des Jah­res: HANABI

Hana­bi ist ein koope­ra­ti­ves Spiel, das heißt alle Spie­ler spie­len zusam­men in einem Team. Die Spie­ler müs­sen die Feu­er­werks­kar­ten nach Far­ben und Zah­len geord­net aus­spie­len. Dabei sehen sie jedoch ihre eige­nen Hand­kar­ten nicht, und so ist jeder auf die Hin­wei­se sei­ner Mit­spie­ler ange­wie­sen.

Hana­bi zeich­net sich durch eine hohe Orgi­na­li­tät und einen span­nen­den Spiel­ver­lauf aus.

HANABI
Antoine Bau­za
Aba­cus­spie­le
2 – 5 Spie­ler  •  ab 8 Jah­ren  •  ca. 30 Minu­ten  • ca. 8.00 €

Cover Die Legenden Von Andor

Ken­ner­spiel des Jah­res: DIE LEGENDEN VON ANDOR

Das gro­ße koope­ra­ti­ve Fan­ta­sy-Aben­teu­er­spiel. Mit ein­fa­chen Regeln und geführ­tem Start­aben­teu­er für den leich­ten Ein­stieg. Ent­wi­ckelt und atmo­sphä­risch gestal­tet vom renom­mier­ten Illus­tra­tor Micha­el Men­zel. Das Land Andor ist in Gefahr. Fein­de rücken aus den Wäl­dern und dem Gebir­ge auf die Burg des Königs zu. Nur eine klei­ne Hel­den­grup­pe stellt sich ihnen ent­ge­gen. Wer­den sie die Burg ver­tei­di­gen kön­nen und gemein­sam gewin­nen? Doch es war­ten noch wei­te­re Aben­teu­er auf die Spie­ler. Die Hexe gilt es zu fin­den und den König zu den Schild­zwer­gen zu eskor­tie­ren. In den Minen regt sich ein alter Feind. Und dann müs­sen die Hel­den auch noch gegen den wie­der erwach­ten uralten Dra­chen antre­ten. Gemein­sam sind sie zwar stark, aber wer­den sie die­se Her­aus­for­de­run­gen bestehen?

DIE LEGENDEN VON ANDOR
Micha­el Men­zel
Kos­mos
2 – 4 Spie­ler  •  ab 10 Jah­ren  •  ca. 90 Minu­ten  • ca. 40.00 €

Cover Der verzauberte Turm

Kin­der­spiel des Jah­res: DER VERZAUBERTE TURM

Hil­fe! Die klei­ne Prin­zes­sin wur­de im Turm ein­ge­sperrt, und der böse Zau­be­rer hat den Schlüs­sel im Wald ver­steckt. Die Spie­ler machen sich schnell auf die Suche. Doch auf­ge­passt, der Zau­be­rer ver­sucht, allen zuvor­zu­kom­men. Wer das Schlüs­sel­ver­steck fin­det, darf ver­su­chen, die Prin­zes­sin zu befrei­en.

Aber was ist das? Der Turm ist ver­zau­bert! Nur wenn das rich­ti­ge Schloss gefun­den wird, hüpft die Prin­zes­sin fröh­lich aus dem Turm.

DER VERZAUBERTE TURM
Inka und Mar­kus Brand
Schmidt /​ Drei Magi­er Spie­le
2 – 4 Spie­ler  •  ab 5 Jah­ren  •  ca. 20 Minu­ten  • ca. 37.00 €

Cover und Text HANABI Copy­right Aba­cus­spie­le, Cover und Text DIE LEGENDEN VON ANDOR Copy­right Kos­mos, Cover und Text DER VERZAUBERTE TURM Copy­right Schmidt

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Trailer zum MAD MAX-Spiel

Zusam­men mit dem neu­en Kino­film MAD MAX – FURY ROAD wird es nicht ganz uner­war­tet ein Com­pu­ter­spiel zum aus­tra­li­schen Post­apo­ka­lyp­se-Road­war­ri­or geben. In der offi­zi­el­len Pres­se­er­klä­rung steht mal wie­der nur Bla­bla:

Play as Mad Max a lone war­ri­or who must embark on a peri­lous jour­ney after his Inter­cep­tor is sto­len by a dead­ly gang of mar­au­ders. A reluc­tant hero with an instinct for sur­vi­val, Max wants not­hing more than to lea­ve the mad­ness behind and find solace in the sto­ried »Plains of Silence«. The World Goes Mad 2014.

MAD MAX wird von Ava­lan­che Stu­di­os (JUST CAUSE) für War­ner Inter­ac­ti­ve ent­wi­ckelt und soll 2014 auf den Platt­for­men XBox 360, XBox One, PS3, PS4 und (Windoze-)PC erschei­nen.

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